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am 4. September 2012
Im Jahr 1988 legte Gerd Theißen, der als Vertreter einer sozialgeschichtlichen Auslegung des Neuen Testamentes unter anderem eine neue Theorie des Urchristentums entwickelt hat, unter dem Titel „Im Schatten des Galiläers. Historische Jesusforschung in erzählender Form“, in erzählender Romanform seine Forschungsergebnisse zum frühen Christentum und zur frühen Jesusbewegung vor und setzte sie für jeden verständlich und spannend um.

War dieses bis auf den heutigen Tag gut verkaufte Buch (ebenfalls beim Gütersloher Verlagshaus erhältlich) noch stark von Hinweisen und Anmerkungen aus der neutestamentlichen Wissenschaft und der antiken Sozialgeschichte durchsetzt, versteht sich das hier vorliegende Buch, das der Abtprimas Notker Wolf zusammen mit dem Autor Leo Lindner geschrieben hat, als ein Experiment:

„Ein Versuch. Ein dreifacher Versuch sogar. Erstens nämlich der Versuch, eine allgemein verständliche Sprache und Darstellungsform für die historischen Bücher des Neuen Testamentes zu finden. Zweitens der Versuch, die vier Evangelien des Matthäus, Markus, Lukas und Johannes in einem einzigen Evangelium aufgehen zu lassen. Und drittens der Versuch, dieses Evangelium mit der Apostelgeschichte zu einer durchlaufenden großen Erzählung vom Ursprung des Christentums zu verbinden.“

Ich halte diesen Versuch für durchweg gelungen. Angesichts des zunehmenden religiösen und bibelkundlichen Analphabetismus selbst regelmäßiger Kirchgänger und überzeugter Christen ist eine Vereinheitlichung der durchaus unterschiedlichen theologischen Absichten der einzelnen Evangelien meines Erachtens gerechtfertigt.

Erst wenn man die große Erzählung kennt, sie verinnerlicht hat, sie vielleicht sogar glaubt, dann kann man sich auch mit den unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Evangelien befassen.

Schöne Bilder aus der Umgebung, in der Jesus gewirkt hat zu Beginn jedes einzelnen Kapitels leiten jeweils sprachlich absolut gelungene Abschnitte der großen Erzählung über Jesus, den Menschensohn ein.

Das Buch ist für junge Menschen ab etwa 12 Jahren und für alle Erwachsenen geeignet, die schon immer (mal wieder) den großen Zusammenhang der Jesusgeschichte in einem Stück kennenlernen wollten.
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Für viele Leser, insbesondere falls man nicht Theologe oder Historiker ist, gilt in der Bibel zu lesen gestaltet sich etwas schwierig durch den etwas verzerrten Aufbau. Die numerische Aufteilung in Kapitel und Verse ist natürlich sehr nützlich zur schnellen Auffindung eines Zitats, wirkt aber irgendwie störend bei längerer Lektüre. Bei Letzterer empfiehlt sich zudem eine Bibelversion in Grossschrift, da die Ausgaben in Kleindruck für die Augen ermüdend sind.

Diese Mängel werden in dem zeitgemässen Buch der beiden Autoren Wolf und Linder behoben. Man bekommt hier die vier Evangelien sowie die Apostelgeschichte literarisch in neuerer Form präsentiert. Trotz des Ineinanderfliessens wird die Originalität der Quellen gewahrt. Entstanden ist ein Werk welches sich in einem Guss liest.

Fazit: absolut empfehlenswert für Bibelinteressierte. Nachahmung wünscht man dem Buch ebenfalls für die restlichen Bücher der Bibel.
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Zunächst sollte man das Nachwort “Entstehungsgeschichte” zur Kenntnis nehmen. Die Erkenntnis Albert Schweitzers, ein Leben Jesu können nicht geschrieben werden, die hier ausgelassen wird, relativiert hier zumindest den Anspruch des Titels “Jesus, Ein Leben”. Leider bleibt ebenfalls unerwähnt, inwieweit die Evangelienharmonie (z. B. Diatessaron des Tatian, verfasst um 170), die auch den Heliand beeinflusste, auf die Konstruktion des Buches einwirkte. Klar ist auch hier: auch aus der plausibelsten Abfolge der Neutestamentlichen Erzähltexte kann kein Bild des Lebens Jesu gewonnen werden. Wichtige Fragen, wie die nach seiner Ehefrau, müssen einfach offen bleiben. Doch das haben die Autoren Notker Wolf, kürzlich wiedergewählter Abtprimas des Benediktinerordens und Leo G. Linder, Filmregisseure aus Düsseldorf gewusst.

Leo G. Linder steuerte fast alle Fotos zu diesem Band bei, die die Geschichte Jesu deutlich verorten und auf Palästina beziehen lassen. Die Bibeltexte werden im Sinne einer Erzählung geordnet, unter Berücksichtigung aller Evangelien und mit dem Grundwissen über die historischen Verhältnisse in Judäa ergänzt. So wird der Auftrag Jesu klarer, auch in seiner untrennbaren Verbindung zu Johannes dem Täufer. Ein Leben Jesu mit biografischem Anspruch bieten die Evangelien also nicht, so dass auch dieses Buch solches nicht liefern kann, wie bereits oben festgestellt. Was aber viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass den Leserinnen und Lesern vor Augen geführt wird, dass sie selbst nicht anders können, als aus der Überlieferung der vier Evangelien und den zeitgeschichtlichen Informationen ein Bild von Jesus zu konstruieren. Das Buch ist ein Beispiel einer solchen Konstruktion. Vieles bleibt vage und das soll es auch sein.

Die Jesus-Konstruktion dieses Buches ist in etwa folgendermaßen:
Jesu Heiligkeit gehört von Anfang an zum Bild seiner Person. Nicht nur seine Worte, sondern sein ganzes Leben sind das Bild eines Sohnes Gottes im Verständnis der Religion, im religiösen Sinn. Soll damit in einer Welt, in der Politik auf der ganzen Linie scheitert, die Vorstellung vom Sohn Gottes und von der Anwesenheit Gottes in der Welt von der Politik in die Religion zurückgeholt werden? Gilt das nur für die Antike oder auch für die Gegenwart? Selbst dort, wo Jesu Auftrag ins Politische abzuweichen droht, bleibt der Vorrang des Persönlichen und Religiösen. Heil und Heilung, Wunder und Geistervertreibung sind der symbolische Wunsch nach Lebenserfüllung ohne die heillose Machtentfaltung der Politik. Das politisch angelegte Messiasbild des Judentums wird entpolitisiert und an die religiöse Frage nach dem Menschen gebunden. Jesus wird schon hier in der Hauptsache als Gekreuzigter gesehen. Die Kreuzigung wird aber nicht als Martyrium verstanden, sondern religiös gedeutet. Die Machtspiele der Politik werden entlarvt und ad absurdum geführt, denn der Gekreuzigte bleibt wirksam, steht auf nach seinem Tod und bildet die Gemeinde.

Das Buch „Jesus, Ein Leben” macht Mut, die Bibel zu lesen und daraus ein eigenes Jesusbild zu konstruieren. Leider fehlt dem Buch der wissenschaftliche Anhang und ein Index, was es zu einem wichtigen Instrument der Predigtvorbereitung gemacht hätte. Vielleicht verzichten Autoren und Verlag darauf bewusst, um den Bibeltext selbst den Vorrang zu geben. Das Buch führt zu Jesus und zur Bibel und ist somit im Sinne der Verkündigung wichtig und angemessen. Es ist aber eben kein Jesus-Buch im Sinne einer Biografie, sondern ein Buch über die Evangelien und die Apostelgeschichte und ihr Konzept von Jesus, das die Verkündigung der Kirche bis heute prägt. Dieses Konzept offen zu legen und zu erzählen, ist das Verdienst dieses Buches.
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am 9. September 2013
Das Buch überrascht!
Kennen die allermeisten Christen die Evangelien doch nur quasi häppchenweise (aus Lesungen oder als Ausgangspunkt für eine Predigt)! Hier findet man eine zusammenhängende, stimmige Darstellung des Lebens Jesu.

Noch mehr überrascht, dass ein höchst angesehener Mann der Kirche den Mut hat, sich über alle Probleme der Quellenlage und der Exegese hinwegzusetzen. Er schreibt einen richtig spannenden Bericht über Jesus, fast als sei er als Beobachter anwesend gewesen. Vielen Wissenschaftlern sträuben sich sicher ob eines solchen Vorgehens die Haare.
Das Faszinierende ist allerdings, dass Notker Wolf letztendlich sehr textnah arbeitet, und das in flüssigem, heutigen Deutsch. So liest man viele Szenen erstmals im Zusammenhang der ganzen Geschichte und Verkündigung Jesu und erkennt historische und geographische Bezüge.
Nur ein absoluter Kenner kann so mitreißend und gleichzeitig fundiert über Jesus schreiben.

Der Mut zu solch einem Buch verdient noch etliche Sterne zusätzlich.
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am 13. Januar 2014
Empfehlenswert für alle, die sich auf eine Israelreise mit religiösem Hintergrund vorbereiten. Keine zu schwere Lektüre, macht Spaß zu lesen und erhöht die Vorfreude.
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am 31. Oktober 2012
Hier ist spritziger Lebenssaft in einem neuen Schlauch. Die Geschichten eignen sich gut zum Vorlesen, sie sprechen in ihrer unbekümmerten Art auch Kinder an und ermutigen jeden Zuhörer, groß oder klein, bei jeder Lesepause selber das Wort zu ergreifen, und sich selber zum Inhalt zu äußern. Ein wunderbares Adventgeschenk. Danke auch für die richtig guten Bilder und die sorgfältige Formatierung der E-Book-Fassung.
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am 7. Februar 2015
Die Erzählung ist sehr eindeutig und verständlich, stellt auch manche Vorgänge klar und logisch dar, die sonst etwas unverständlich wirken. Manche Episoden fehlen, aber das wird im Vorwort auch begründet.
Eine überraschende und anregende Lektüre.
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am 29. Januar 2014
Für mich war es schwierg die Bibel zu verstehen. In einer Geschichte verpackt, hatte ich plötzlich sehr schöne Erkenntnisse. Ich bin im Glauben gestärkt und gewachsen. Lese die Bibel jetzt intensiver und kann sie besser verstehen.
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