Kundenrezensionen


76 Rezensionen
5 Sterne:
 (50)
4 Sterne:
 (16)
3 Sterne:
 (5)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


120 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante, teils philosophische, teils sehr lebendige Auseinandersetzung mit dem Tod
Meine Erwartungshaltung war falsch. Habe ich von Jürgen Domian doch einige Bücher, die sich mit seiner Radio-/Fernseh-Interviewsendung "Domian" befassen, gelesen und im Regal stehen. Auch bei "Interview mit dem Tod" erwartete ich - als ich das Buch vorbestellte -, dass es sich inhaltlich hauptsächlich mit den Anruferinnen und Anrufern seiner Sendung...
Veröffentlicht am 6. April 2012 von Udo_Erhart

versus
15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schön zu lesen, aber viel Biographisches
Ich habe von diesem Buch aus einem Interview mit Domian erfahren und ich wollte es lesen, es klang echt interessant und aufschlussreich, denn es gibt ja doch Situationen über die man über den Tod nachdenkt,
daher war ich glücklich als ich das Buch in meiner Bücherhalle auch fand, ich fing an zu lesen mit hohen Erwartungen und merkte sehr schnell...
Veröffentlicht am 15. Juli 2012 von Herr Spatz


‹ Zurück | 1 28 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

120 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante, teils philosophische, teils sehr lebendige Auseinandersetzung mit dem Tod, 6. April 2012
Von 
Udo_Erhart - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Gebundene Ausgabe)
Meine Erwartungshaltung war falsch. Habe ich von Jürgen Domian doch einige Bücher, die sich mit seiner Radio-/Fernseh-Interviewsendung "Domian" befassen, gelesen und im Regal stehen. Auch bei "Interview mit dem Tod" erwartete ich - als ich das Buch vorbestellte -, dass es sich inhaltlich hauptsächlich mit den Anruferinnen und Anrufern seiner Sendung befasst.
Doch weit gefehlt. "Interview mit dem Tod" ist genau das: Ein fiktives, teils philosophisches, teils sehr lebendiges Interview zwischen Domian und dem Tod.

Das dünne Buch umfasst gerade mal 174 Seiten, die Interviewpassagen sind typografisch gut gestaltet, Domians Fragen sind in kursiver Schrift, die Antworten eingerückt im normalen Schriftschnitt abgedruckt. Unterbrochen werden diese Gesprächspassagen durch sehr persönliche Einschübe Domians. So berichtet er, dass er eigentlich immer schon Angst vor dem Tod hat(te), sich erst in den christlichen Glauben flüchtete, wie er diesen wieder verlor, sich dann Philosophen wie Immanuel Kant oder Ludwig Feuerbach zuwand und auch über die ersten Erfahrungen mit dem Tod in Domians Umfeld. Sei es der Suizid einer 19-jährigen Freundin oder der Tod des Onkels...

Konträr zum Thema Tod wird Domian sehr lebendig, wenn er seine Erfahrungen und Gedanken zur Palliativmedizin und Hospizen niederschreibt, aber auch seine Überlegungen zu aktiver Sterbehilfe und Sterbebegleitung mitteilt. (Diese sind regelmäßigen Hörern seiner Sendung zwar nicht neu, aber argumentativ noch deutlicher untermauert, als das in den 10-minütigen Gesprächen während der Sendung möglich ist.)

Erstaunlich, wie nahe Jürgen Domian den Leser an sich selbst und Persönliches heranlässt. Der Bericht vom Tod seines Vaters (der auf einer Palliativstation im Jahr 2006 seinem Krebsleiden erlag) ist respektvoll und emotional bewegend geschrieben, und gibt den oft philosophischen Interview-Abschnitten "ein Gesicht".

Alles in allem von mir volle fünf Sterne für das durchweg interessante fiktive Interview mit dem Tod - trotz und gerade wegen meiner falschen Erwartungshaltung an das Buch. Allenfalls der überschaubare Seitenumfang und der dafür doch recht hohe Buchpreis wecken in mir leise Kritik. Diese geht jedoch nicht an den Autoren sondern an den Verlag Gütersloher Verlagshaus (ein Imprint von Random House). Das Buch wurde in Deutschland gedruckt und weiterverarbeitet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, mit dem man ringt, dass einen nicht unberührt und unverändert zurücklässt, 24. April 2012
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Gebundene Ausgabe)
Er hat Tausende von Interviews geführt, Gespräche über Gott und die Welt, der Telefon-Talker Jürgen Domian, der seit 1995 die bimediale Telefon-Talkshow "Domian" moderiert. In diesen Gesprächen begegnete er immer wieder Menschen, die ihn mit dem Thema Tod, Sterben und Sterbehilfe konfrontierten.

Doch erst als er seinen sterbenden Vater auf einer Palliativstation begleitet hatte, fasste er den Mut, ein Gespräch mit dem Tod selbst zu führen.

Die Gesprächsabschnitte seines "Interviews mit dem Tod" sind vom Schriftbild her abgesetzt von den diese Gesprächsteile immer wieder unterbrechenden autobiographischen Überlegungen Jürgen Domians. Sie sind fokussiert auf das Thema Tod und seine Haltung dazu in den verschiedenen Phasen seines Lebens.

Nach einer sehr christlichen Phase in seiner Jugend wurde Domian Atheist. "Alles Religiöse erschien mir absurd, lächerlich und vollkommen durchschaubar." Er konnte nicht mehr glauben. Das Thema Gott war für ihn erledigt. "Und ich merkte gar nicht, dass ich von einem Glauben in den nächsten gerutscht war. Hatte ich zuvor fest an Gott geglaubt, so glaubte ich jetzt fest daran, dass es ihn nicht gebe."

Doch bei der Bewältigung seiner Auseinandersetzung mit dem Tod konnte ihm dieser neue atheistische Glaube überhaupt nicht weiterhelfen:
"Den Tod aber konnte ich nicht leugnen. Der war überall und nicht zu übersehen. Und die landläufige atheistische Überzeugung, dass mit dem Tod definitiv alles zu Ende sei, entsprach nicht meiner Intuition. Irgendetwas in mir sträubte sich gegen diese Vorstellung. Was genau, konnte ich nicht sagen. Vielleicht steckte mein Narzissmus dahinter, der die Vorstellung ewigen Nichtsseins nach dem leiblichen Ende nicht duldete. Und so stand mir der Tod geheimnisvoller und bedrohlicher gegenüber denn je."

Auch seine jahrelange Beschäftigung mit den Philosophen von der Antike bis hin zur Moderne konnte ihn nicht wesentlich weiterbringen.
Erst die Begegnung mit den Mystikern der großen Religionen, so entnehme ich dem Verlauf seines Interviews mit dem Tod, haben ihm eine andere Richtung gezeigt.

So sagt ihm der Tod auf seine Frage nach Gott, Gott sei Nichts. Es sei überall, und auch in ihm. Auf Domians Hinweis, das mache ihm aber Angst, sagt der Tod:
"Nein. Der Gedanke soll dich trösten. Das Nichts in dir ist das Wertvollste und Reinste, was du hast. Es ist dein Urgrund."
Und damit sei er mit allem verbunden. Als Domian das verständlicherweise nicht versteht, sagt der Tod:
"Gott ist mit dem menschlichen Verstand nicht zu begreifen. Würdest du ihn begreifen, wäre es nicht Gott." Und er verweist darauf, dass die Religionen Gott sehr wohl auf diese Weise erklären: "Du musst nur genau hinschauen. Die großen Mystiker aller Religionen haben das Nichts, die Leere, die absolute Wirklichkeit erfahren, wissen darum und berichten davon. Ebenso manche Propheten."

Zwischen diesen Gesprächsteilen, auf die man sich ganz einlassen muss, will man sie verstehen, setzt sich Domian mit dem Sterben seines Vaters auseinander und mit dem Thema Sterbehilfe und Palliativmedizin. In dem Bemühen um eine ethisch begründete Haltung beschreibt er die Argumente und zollt der Palliativmedizin großen Respekt. Hier hat er einen Umgang mit dem Sterben gefunden, der ihm den Tod etwas menschlicher werden lässt.

"Interview mit dem Tod" ist ein Buch über den eigenen Vater und dessen Leben und Sterben, es ist ein ehrliche autobiographische "Sinn-Bilanz" und eine philosophisch und theologisch wertvolle Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit des Menschen und, der Theodizee und dem Sinn des Lebens.

Manches von dem, was der Tod in diesem Buch ausspricht, ist schwer zu ertragen und fordert den Widerspruch des Lesers genauso heraus, wie ihm auch Domian immer wieder widerspricht. Wenn es dazu beiträgt, im Leser eine innere Auseinandersetzung mit diesem von den meisten Menschen verdrängten Thema auszulösen, dann ist die Absicht des Autors gelungen.

Ein Buch, mit dem man ringt, dass einen nicht unberührt und unverändert zurücklässt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Mir ist egal, wenn der Tod kommt, an meine Tür klopft. Hauptsache, ich bin nicht zu Hause." Woody Allen, 20. April 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Gebundene Ausgabe)
Wenn man das Thema Tod nicht mit Ironie wegdrücken möchte, dann ist diese Buch dazu absolut lesenswert.
Gefallen haben mir die vielen tiefsinnigen Gedanken zur Seele, zu Gott, zu den Religionen und natürlich zum Sterben. Gerne greift der Autor auf die Gedanken der alten Philosophen wie Platon, Epikur, Montaigne, Kant, Feuerbach, Nietzsche und auch auf die Bibel, Karl Marx und C.G. Jung zurück. Domian bleibt aber nicht nur bei der westlichen Kultur, sondern greift auch zwei östliche Bestattungsrituale auf.
Weiter geht es mit seinen persönlichen Erfahrungen und dem Umgang unserer Gesellschaft mit dem Thema. Da findet man u.a. einen Hinweis auf die rechtlichen Schwierigkeiten bei der Sterbehilfe und die Strafbarkeit, sowie ein Hinweis auf die Schweizer Sterbehilfeorganisation und auf unsere Hospize und Palliativstationen, für ein menschenwürdiges begleitetes Sterben.

Fazit: Ein mutiges Buch zu einem schwierigen und sensiblen Thema, tiefsinnig und gleichzeitig auch ein heftiges Buch, da es auch an die Grenzen des Lesers geht.

-----------

Lesetipp zum Umgang mit dem Tod in einer ganz anderen Kultur: Der singende Fels: Schamanismus, Heilkunde, Wissenschaft. Galsan Tschinag im Gespräch mit Klaus Kornwachs und Maria Kaluza
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bedrückend und fesselnd/lesefee.blogspot.com, 4. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Audio CD)
Was passiert, wenn man dem Tod begegnet? Welche Arten der Begegnung gibt es? Wie ist es für die Hinterbliebenen? Und wie geht jedem der einzelnen Individuen auf der Welt mit dem Thema Sterben und Tod um? Dies und viele Fragen mehr, stellt sich Jürgen Domian und setzt sich mit dem Tod zusammen um ihn dazu zu befragen...

Rezension/Meinung:
Jürgen Domian der, bekannt aus Funk und Fernsehen, oftmals in seiner Sendung mit den Thema Tod konfrontiert wird und sich das Leiden der Anrufer gemeinsam mit Zuschauern und –hörern anhört und versucht den Menschen einen Ausweg zu bieten, beschreibt in „Interview mit dem Tod“ seinen eigenen Weg durch die Trauer.
Im Jahre 2006 hat er seinen Vater verloren und sich dran gemacht dies in Buchform zu verarbeiten. Ganz nach dem Motto: „Jetzt hört ihr mir mal zu“.
Das Thema Tod ist ein sehr bedrückendes. Nicht nur für den Kranken oder Sterbenden selbst, der nicht weiß was auf ihn zukommt, angst hat die geliebten Menschen alleine zu lassen, aber vielleicht auch froh über die Erlösung ist, sondern auch für die, die am Ende übrig bleiben. Lebenspartner, Familien und Freunde stehen vor der scheinbar unüberbrückbaren Frage, wie sie es meistern sollen, ohne diesen Menschen klar zu kommen, weiter zu machen, obwohl doch plötzlich so etwas Besonderes fehlt.
Domian berichtet von seinen eigenen Erlebnissen mit dem Tod. Erwähnt Leute die ihm ihr Leid über das Telefon dargelegt haben, oder die Konfrontation im Bekanntenkreis. Er berichtet über seinen Weg des Glaubens, der erst übermächtig und dann minimal scheint.

Auch wenn er selbst dabei verletzlich wirkt und mit diesem Buch einen Teil seiner Trauer verarbeitet, packt er in dieses Buch noch viele nützliche Tipps. Das Thema Sterbehilfe und Hospiz wird angeschnitten und da ich dieses Jahr selbst erlebt habe, wie ein lieber Mensch im Hospiz bis zur letzten Stunde gepflegt wurde, habe ich diesen Worten mit Interesse gelauscht.
Neben den vielen Fragen und Feststellungen hat Domian ab und an „Gesprächsprotokolle“ eingefügt und dabei sein Gespräch mit dem Tod aufgeschrieben. Dabei gibt er sich selbst Antworten, über das irdische und auch in Teilen überirdische. Denn was ist der Tod sonst?
Ich folgte den Worten und konnte das Hörbuch nicht zur Seite legen, denn sind es nicht gerade die Fragen um den Tod, die uns am Leben halten? Niemand weiß was kommen wird, egal welche Religion das Abschiednehmen wie ausübt. Erst wenn wir nicht mehr da sind können wir selbst wissen, was nach dem Tod kommt; doch ohne eine Möglichkeit dies weiter zu tragen.
Wer sich mit dem Thema auseinander setzt, weil er selbst jemanden Kranken Tag und Nacht aufopferungsvoll pflegt oder einmal einen tieferen und intensiveren Blick auf den Tod werfen mag, der sollte dieses Buch oder Hörbuch zur Hand nehmen.

Ein Buch das den einen zum weinen bringen wird, weil die Gefühle nur zu klar über die Seiten schwappen und das Herz berühren und ein Buch, das den ein oder anderen nach Beendigung stärker gemacht haben wird, denn auch wenn noch immer Ängste da sein sollten, macht man sich Gedanken über das was wirklich bedeutent ist und fragt sich ganz klar, wie man seinen eigenen letzten Weg gehen und gestalten mag.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hörbuch überzeugt nicht ganz ..., 7. Oktober 2012
Von 
Rum_Trauben_Nuss - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Audio CD)
Einige Anmerkungen speziell zur Hörbuch-Ausgabe:

Wenn ich nochmal die Wahl hätte, würde ich mich für das Buch entscheiden. Es hängt wohl mit dem Thema zusammen, dass es nicht so einfach ist, Gedanken über den Tod immer im gleichen (Erzähl-)tempo zu folgen. Aber auch die Art, wie Jürgen Domian und Michael Mendl ihre Ansichten vortragen, hat mich nicht überzeugt. Stellenweise wirken die Dialoge einfach zu gekünstelt, mit zu viel Pathos in der Stimme, und dadurch nicht wirklich authentisch. Ich hatte einfach vorausgesetzt, hier den Domian zu hören, wie man ihn seit Jahren aus der TV-Sendung kennt. War aber leider nicht der Fall. Ich will damit sagen, ernste Themen erfordern sicher eine angemessene Stimmlage, aber das hier war an manchen Stellen schon etwas dick aufgetragen ...

Zum Inhalt an sich wurde hier schon viel Positives geschrieben, dem man nichts mehr hinzufügen muss - absolut TOP - aber als Hörbuch von mir 1 Stern Abzug.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schön zu lesen, aber viel Biographisches, 15. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Gebundene Ausgabe)
Ich habe von diesem Buch aus einem Interview mit Domian erfahren und ich wollte es lesen, es klang echt interessant und aufschlussreich, denn es gibt ja doch Situationen über die man über den Tod nachdenkt,
daher war ich glücklich als ich das Buch in meiner Bücherhalle auch fand, ich fing an zu lesen mit hohen Erwartungen und merkte sehr schnell das sie mir nicht gerecht wurden, ich hatte immer im Hinterkopf, dieses Gespräch hat nie statt gefunden, es sind also nur die Gedankes des Schriftstellers und so wie er sich die Antworten vielleicht denkt und das war mein Problem, schon nach den ersten Fragen und Antworten konnte ich mich nicht mehr mit dem Buch indentifizieren und als Domian dann auch noch anfing über seinen eigenen Glauben zu schreiben, wurde mir erst recht langweilig, denn mich interessieren keine Biografien, ich blätterte also weiter immer zu den Nächsten Fragen und Antworten und merkte für mich sehr schnell, das ich mit diesem Buch nichts anfangen konnte. Es ist ein schöner Schreibstil, sehr lebendig und man kann sich dieses Gespräch vorstellen, nichts desto trotz hatte ich immer im Kopf, das Antworten von Domian sind und das machte mir das lesen schwer.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr tröstlich, 9. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Audio CD)
Jürgen Domian kommt sehr glaubwürdig rüber. Seine eigenen Gedanken, die ihn bewegt haben sich mit dem Thema auseinander zu setzen, sind auch die meinen und so fühle ich mich gut mitgenommen. In meinen eigenen Ängsten und Gedanken zum Thema ernst genommen. Der Kracher, um es mal so salopp zu sagen, ist der Kernsatz. Den herauszufinden überlasse ich natürlich dem Leser oder in diesem Falle Hörer, da möchte ich nichts vorwegnehmen. Aber dieser Satz kann einen aufrütteln, den Tod nicht zu fürchten, aber sein LEBEN bewußter zu leben. Die positiven Elemente seines Lebens bewußt zu genießen, und die negativen besser zu ertragen.
Danke, Jürgen Domian!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Sympathisch, authentisch, nicht immer überzeugend..., 4. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Audio CD)
..ist dieses Hörbuch von Jürgen Domian.
Ich bin vor einigen Wochen durch Zufall auf ein Interview mit dem Autor gestoßen, in dem es um die Beendigung seiner Tätigkeit als "Nachtfalke" ging und ein Buch von Ihm mit dem o. g. Titel erwähnt wurde.
Nun habe ich nur selten seine Sendung verfolgen können, da die nächtlichen Ausstrahlungstermine für mich meist zu spät sind, habe aber einen sehr positiven Eindruck von seiner Gesprächsführung in Erinnerung gehabt.
Das Thema hat mich interessiert und da ich oft wenig Gelegenheit habe zu lesen, entschied ich mich für das Hörbuch.
Jürgen Domian liest seinen Text selbst vor, natürlich kommt das nicht immer professionell rüber. Nicht immer trifft er den richtigen Tonfall, nicht immer gelingt es die Stimmung glaubhaft rüber zu bringen - was sicher extrem in seinen "Zwiegesprächen" mit dem Tod auffällt. Die Wahl, diese Rolle von Michael Mendl sprechen zu lassen ist natürlich ausgezeichnet.
Insgesamt war mir aber die fehlende geschliffene Vorlesekunst weniger wichtig, als Jürgen Domian selbst zu diesem Thema zuzuhören.
Worum geht es nun wirklich?
Ausgehend von einer sehr belastenden Angst vor dem Tod, versucht der Autor Antworten auf die existentielle Frage nach dem Tod, nach dem was danach möglicherweise kommt und auch nach dem Sinn des Lebens zu geben.
Nachdem die letzten Worte verklungen sind kann ich für mich sagen: In der Beschreibung, warum das alles; der eindrücklichen Schilderung von Gesprächen und persönlichen Begegnungen hat das Hörbuch für mich seine Stärken.
Gut nachvollziehen kann ich z. B. wie sehr einen die Frage nach dem eigenen Ende (vielleicht mit zunehmendem Alter) drücken kann, wie erschütternd der beschriebene Verlust von eigenen Überzeugungen wirken mag und wie es ist ratlos und ohne Antworten vor all dem zu stehen,
Auch seine eigenen Erfahrungen mit dem Sterben anderer, mit vielen Gesprächen zum Thema aus seiner Sendung und nicht zuletzt dem Tod seines Vaters vermag er überaus eindrücklich zu erzählen.
Wenn ich das Interview mit Jürgen Domian richtig in Erinnerung habe, ist er mittlerweile ZEN-Anhänger.
In diesem Zusammenhang ist wohl auch seine positive Haltung zu einem tibetanischen Totenbuch zu sehen, auf dass er recht umfangreich im Zusammenhang mit möglichen Antworten auf ein Leben nach dem Tode eingeht.
Ich glaube an keine "Erleuchtung" einiger weniger, die immer Hand in Hand mit bedrückender Armut des nichtpriesterlichen Restes der Bevölkerung eingeht und ich sehe auch nicht das ein Buch mehr von de Wahrheit verkündet als das andere.
Auch die Antworten die Gevatter Tod im Gespräch mit Jürgen Domian gibt, verändern sich von der anfäglichen Verneinung von nachvollziehbaren Erklärungen hin zu einer Beschreibung des Jenseits, wie sie wohl eher östlichen Vorstellungen entspringen mögen.
Ob das dann wahrscheinlicher als ein christliches oder sonstiges "danach" ist, muss wohl jeder für sich selbst beantworten.

Persönliches Fazit: Ein sehr nachdenklich machendes Werk, mit vielen offen bleibenden Fragen für mich selbst. Vielleicht noch mit der Erkenntnis, dass man mehr auf seine innere Stimme hören muss und vielleicht mehr versuchen sollte, sich mit dem Leben zu beschäftigen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Die Banalität des Absoluten, 3. Februar 2014
Von 
eule 52 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Gebundene Ausgabe)
"Auch das geht vorbei" - der letzte Satz, den der Unbestechliche dem Fragenden auf den Weg gibt, daß er ihm allzeit hilfreich sein möge, mit dem Wissen um das Unausweichliche umzugehen.
Jürgen Domian hat es sich nicht leicht gemacht, Antworten zu finden auf das größte Rätsel der Menschheit. Der Tod, Gevatter Tod, der Sensenmann, er existiert nicht als Person, auch nicht als materialisiertes Zeichen einer fixen Idee. Wir transzendieren ihn, er ist Gegenstand unserer Wahnvorstellungen, Urgrund der Existenzangst, gefürchtet, verhasst und ganz selten ein Freund. Würde man dem Phantom habhaft werden, verlöre es vielleicht seinen Schrecken. Deshalb dieses Buch?
Die Befangenheit des Fragenden, dem alle Studien, angefangen vom Tibetischen Totenbuch über sämtliche themenrelevanten Philosophen keine Antworten haben geben können, ist mit Händen zu greifen. Der Tod präsentiert sich in dieser fiktiven Situation des Dialogs extrem unnahbar und zutiefst außerirdisch. Doch die Antworten, die Domian ihm in den Mund legt, zeugen von einer Reife und Spiritualität, die eine Ahnung der tief im Menschlichen verankerten absoluten Wirklichkeit widerspiegeln. Und dabei sind sie so unspektakulär! Es hätte aller Studien nicht bedurft, um die essentiellen Erkenntnisse aus der Leere, dem mit allem verbindenden Urgrund des Nichts zu gewinnen. Es gibt nichts, was sich außerhalb von uns selbst befindet. Wir wissen das doch längst und begreifen es im Grunde doch nicht. Man muß es uns sagen, immer wieder, immer wieder mit anderen Worten. Deshalb also dieses Buch, auch dieses Buch.
Es hilft uns nicht. Über die Schwelle kann uns niemand begleiten. Den Übergang vollziehen wir jeder für sich allein. Aber die letzten Schritte vom Hier zum Dort - von jetzt an gerechnet! - könnten uns leichter fallen.
"Auch das geht vorbei" ist sein letztes Wort. Warum Jürgen Domian dieses bewusst gewählt hat, so banal, so lapidar? Aus dem Munde des Todes, des Allwissenden? Hätte er besser Sokrates zitieren sollen? "Ich weiß, daß ich nichts weiß!"
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Mit dem Tod leben. Ihn annehmen und wieder loslassen, 27. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Kindle Edition)
Domians Buch in der Hörbuchversion ist eine ungekürzte Fassung des Buches. Aus seiner geistes- und geistlich, spirituellen Entwicklungsgeschichte zeigt der Autor seine Auseinandersetzung mit dem Tod und dem Leben. Einen Überblick über die geistesgeschichtlichen Klassiker und Ihre Adaption für das eigene Leben, die Stellung der Religionen und ihre fanatischen Ausprägungen. Die Bekanntschaften und der Umgang mit dem Tod in nächster Nähe und die Ausblicke freiheitlich demokratischer Errungenschaften wie das Grundgesetz und die Entscheidungen über das eigene Leben und den Tod einzubringen. Widesprüche in der Medizinethik und den Rechtsauffassungen, sowie der große Blick auf das jeweils einzelne Schicksal. Domian ist sehr gesprächserfahren. Ihn haben in seinen 20.000, zwar oft meist kurzen Interviews viele Themen durchströmt.Die sehr empathische Art zu arbeiten öffnet Türen und Tore in der Wahrnehmung. Auch zum Thema Tod. Die Fallbeispiele aus seinen Sendungen sind prägende Monolithen einer Todeserfahrung
Aktive Sterbehilfe, Palliativmedizin und eine Perspektive auf den zukünftinge Umgang mit Leben und Tod bieten ein gut strukturiertes, selbst rrflektierendes Gerüst.
Besonders zu empfehlen sind die Protokolle. Zwiegespräche und Fragestunden mit dem Vatter Tod. Hier werden nich nur Fragen zum Tod, sondern die existenziellen Fragen gestellt. Oft rational gesteuert. Und wir lernen, wie auch in den vielen Religionen, dass die großen Bewegungen und Strömungen, die unser Leben prägen und beeinflussen immer wieder in einem unbegreifbaren größeren Kontext stehen.

Ein packendes Hörbuch. als hätte Domian in einer seiner Sendungen nur einen Gast. Den Tod. In der Krankenhausseelsorge könnte man diese CD als guten Diskurs für die vielen Berufsgruppen in der auseinandersetzung mit dem Tod verwenden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 28 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Interview mit dem Tod
Interview mit dem Tod von Jürgen Domian (Gebundene Ausgabe - 9. April 2012)
EUR 16,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen