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113 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante, teils philosophische, teils sehr lebendige Auseinandersetzung mit dem Tod
Meine Erwartungshaltung war falsch. Habe ich von Jürgen Domian doch einige Bücher, die sich mit seiner Radio-/Fernseh-Interviewsendung "Domian" befassen, gelesen und im Regal stehen. Auch bei "Interview mit dem Tod" erwartete ich - als ich das Buch vorbestellte -, dass es sich inhaltlich hauptsächlich mit den Anruferinnen und Anrufern seiner Sendung...
Veröffentlicht am 6. April 2012 von Udo Erhart

versus
13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schön zu lesen, aber viel Biographisches
Ich habe von diesem Buch aus einem Interview mit Domian erfahren und ich wollte es lesen, es klang echt interessant und aufschlussreich, denn es gibt ja doch Situationen über die man über den Tod nachdenkt,
daher war ich glücklich als ich das Buch in meiner Bücherhalle auch fand, ich fing an zu lesen mit hohen Erwartungen und merkte sehr schnell...
Veröffentlicht am 15. Juli 2012 von Herr Spatz


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113 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante, teils philosophische, teils sehr lebendige Auseinandersetzung mit dem Tod, 6. April 2012
Von 
Udo Erhart "udoerhart" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Gebundene Ausgabe)
Meine Erwartungshaltung war falsch. Habe ich von Jürgen Domian doch einige Bücher, die sich mit seiner Radio-/Fernseh-Interviewsendung "Domian" befassen, gelesen und im Regal stehen. Auch bei "Interview mit dem Tod" erwartete ich - als ich das Buch vorbestellte -, dass es sich inhaltlich hauptsächlich mit den Anruferinnen und Anrufern seiner Sendung befasst.
Doch weit gefehlt. "Interview mit dem Tod" ist genau das: Ein fiktives, teils philosophisches, teils sehr lebendiges Interview zwischen Domian und dem Tod.

Das dünne Buch umfasst gerade mal 174 Seiten, die Interviewpassagen sind typografisch gut gestaltet, Domians Fragen sind in kursiver Schrift, die Antworten eingerückt im normalen Schriftschnitt abgedruckt. Unterbrochen werden diese Gesprächspassagen durch sehr persönliche Einschübe Domians. So berichtet er, dass er eigentlich immer schon Angst vor dem Tod hat(te), sich erst in den christlichen Glauben flüchtete, wie er diesen wieder verlor, sich dann Philosophen wie Immanuel Kant oder Ludwig Feuerbach zuwand und auch über die ersten Erfahrungen mit dem Tod in Domians Umfeld. Sei es der Suizid einer 19-jährigen Freundin oder der Tod des Onkels...

Konträr zum Thema Tod wird Domian sehr lebendig, wenn er seine Erfahrungen und Gedanken zur Palliativmedizin und Hospizen niederschreibt, aber auch seine Überlegungen zu aktiver Sterbehilfe und Sterbebegleitung mitteilt. (Diese sind regelmäßigen Hörern seiner Sendung zwar nicht neu, aber argumentativ noch deutlicher untermauert, als das in den 10-minütigen Gesprächen während der Sendung möglich ist.)

Erstaunlich, wie nahe Jürgen Domian den Leser an sich selbst und Persönliches heranlässt. Der Bericht vom Tod seines Vaters (der auf einer Palliativstation im Jahr 2006 seinem Krebsleiden erlag) ist respektvoll und emotional bewegend geschrieben, und gibt den oft philosophischen Interview-Abschnitten "ein Gesicht".

Alles in allem von mir volle fünf Sterne für das durchweg interessante fiktive Interview mit dem Tod - trotz und gerade wegen meiner falschen Erwartungshaltung an das Buch. Allenfalls der überschaubare Seitenumfang und der dafür doch recht hohe Buchpreis wecken in mir leise Kritik. Diese geht jedoch nicht an den Autoren sondern an den Verlag Gütersloher Verlagshaus (ein Imprint von Random House). Das Buch wurde in Deutschland gedruckt und weiterverarbeitet.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, mit dem man ringt, dass einen nicht unberührt und unverändert zurücklässt, 24. April 2012
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Gebundene Ausgabe)
Er hat Tausende von Interviews geführt, Gespräche über Gott und die Welt, der Telefon-Talker Jürgen Domian, der seit 1995 die bimediale Telefon-Talkshow "Domian" moderiert. In diesen Gesprächen begegnete er immer wieder Menschen, die ihn mit dem Thema Tod, Sterben und Sterbehilfe konfrontierten.

Doch erst als er seinen sterbenden Vater auf einer Palliativstation begleitet hatte, fasste er den Mut, ein Gespräch mit dem Tod selbst zu führen.

Die Gesprächsabschnitte seines "Interviews mit dem Tod" sind vom Schriftbild her abgesetzt von den diese Gesprächsteile immer wieder unterbrechenden autobiographischen Überlegungen Jürgen Domians. Sie sind fokussiert auf das Thema Tod und seine Haltung dazu in den verschiedenen Phasen seines Lebens.

Nach einer sehr christlichen Phase in seiner Jugend wurde Domian Atheist. "Alles Religiöse erschien mir absurd, lächerlich und vollkommen durchschaubar." Er konnte nicht mehr glauben. Das Thema Gott war für ihn erledigt. "Und ich merkte gar nicht, dass ich von einem Glauben in den nächsten gerutscht war. Hatte ich zuvor fest an Gott geglaubt, so glaubte ich jetzt fest daran, dass es ihn nicht gebe."

Doch bei der Bewältigung seiner Auseinandersetzung mit dem Tod konnte ihm dieser neue atheistische Glaube überhaupt nicht weiterhelfen:
"Den Tod aber konnte ich nicht leugnen. Der war überall und nicht zu übersehen. Und die landläufige atheistische Überzeugung, dass mit dem Tod definitiv alles zu Ende sei, entsprach nicht meiner Intuition. Irgendetwas in mir sträubte sich gegen diese Vorstellung. Was genau, konnte ich nicht sagen. Vielleicht steckte mein Narzissmus dahinter, der die Vorstellung ewigen Nichtsseins nach dem leiblichen Ende nicht duldete. Und so stand mir der Tod geheimnisvoller und bedrohlicher gegenüber denn je."

Auch seine jahrelange Beschäftigung mit den Philosophen von der Antike bis hin zur Moderne konnte ihn nicht wesentlich weiterbringen.
Erst die Begegnung mit den Mystikern der großen Religionen, so entnehme ich dem Verlauf seines Interviews mit dem Tod, haben ihm eine andere Richtung gezeigt.

So sagt ihm der Tod auf seine Frage nach Gott, Gott sei Nichts. Es sei überall, und auch in ihm. Auf Domians Hinweis, das mache ihm aber Angst, sagt der Tod:
"Nein. Der Gedanke soll dich trösten. Das Nichts in dir ist das Wertvollste und Reinste, was du hast. Es ist dein Urgrund."
Und damit sei er mit allem verbunden. Als Domian das verständlicherweise nicht versteht, sagt der Tod:
"Gott ist mit dem menschlichen Verstand nicht zu begreifen. Würdest du ihn begreifen, wäre es nicht Gott." Und er verweist darauf, dass die Religionen Gott sehr wohl auf diese Weise erklären: "Du musst nur genau hinschauen. Die großen Mystiker aller Religionen haben das Nichts, die Leere, die absolute Wirklichkeit erfahren, wissen darum und berichten davon. Ebenso manche Propheten."

Zwischen diesen Gesprächsteilen, auf die man sich ganz einlassen muss, will man sie verstehen, setzt sich Domian mit dem Sterben seines Vaters auseinander und mit dem Thema Sterbehilfe und Palliativmedizin. In dem Bemühen um eine ethisch begründete Haltung beschreibt er die Argumente und zollt der Palliativmedizin großen Respekt. Hier hat er einen Umgang mit dem Sterben gefunden, der ihm den Tod etwas menschlicher werden lässt.

"Interview mit dem Tod" ist ein Buch über den eigenen Vater und dessen Leben und Sterben, es ist ein ehrliche autobiographische "Sinn-Bilanz" und eine philosophisch und theologisch wertvolle Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit des Menschen und, der Theodizee und dem Sinn des Lebens.

Manches von dem, was der Tod in diesem Buch ausspricht, ist schwer zu ertragen und fordert den Widerspruch des Lesers genauso heraus, wie ihm auch Domian immer wieder widerspricht. Wenn es dazu beiträgt, im Leser eine innere Auseinandersetzung mit diesem von den meisten Menschen verdrängten Thema auszulösen, dann ist die Absicht des Autors gelungen.

Ein Buch, mit dem man ringt, dass einen nicht unberührt und unverändert zurücklässt.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bedrückend und fesselnd/lesefee.blogspot.com, 4. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Audio CD)
Was passiert, wenn man dem Tod begegnet? Welche Arten der Begegnung gibt es? Wie ist es für die Hinterbliebenen? Und wie geht jedem der einzelnen Individuen auf der Welt mit dem Thema Sterben und Tod um? Dies und viele Fragen mehr, stellt sich Jürgen Domian und setzt sich mit dem Tod zusammen um ihn dazu zu befragen...

Rezension/Meinung:
Jürgen Domian der, bekannt aus Funk und Fernsehen, oftmals in seiner Sendung mit den Thema Tod konfrontiert wird und sich das Leiden der Anrufer gemeinsam mit Zuschauern und –hörern anhört und versucht den Menschen einen Ausweg zu bieten, beschreibt in „Interview mit dem Tod“ seinen eigenen Weg durch die Trauer.
Im Jahre 2006 hat er seinen Vater verloren und sich dran gemacht dies in Buchform zu verarbeiten. Ganz nach dem Motto: „Jetzt hört ihr mir mal zu“.
Das Thema Tod ist ein sehr bedrückendes. Nicht nur für den Kranken oder Sterbenden selbst, der nicht weiß was auf ihn zukommt, angst hat die geliebten Menschen alleine zu lassen, aber vielleicht auch froh über die Erlösung ist, sondern auch für die, die am Ende übrig bleiben. Lebenspartner, Familien und Freunde stehen vor der scheinbar unüberbrückbaren Frage, wie sie es meistern sollen, ohne diesen Menschen klar zu kommen, weiter zu machen, obwohl doch plötzlich so etwas Besonderes fehlt.
Domian berichtet von seinen eigenen Erlebnissen mit dem Tod. Erwähnt Leute die ihm ihr Leid über das Telefon dargelegt haben, oder die Konfrontation im Bekanntenkreis. Er berichtet über seinen Weg des Glaubens, der erst übermächtig und dann minimal scheint.

Auch wenn er selbst dabei verletzlich wirkt und mit diesem Buch einen Teil seiner Trauer verarbeitet, packt er in dieses Buch noch viele nützliche Tipps. Das Thema Sterbehilfe und Hospiz wird angeschnitten und da ich dieses Jahr selbst erlebt habe, wie ein lieber Mensch im Hospiz bis zur letzten Stunde gepflegt wurde, habe ich diesen Worten mit Interesse gelauscht.
Neben den vielen Fragen und Feststellungen hat Domian ab und an „Gesprächsprotokolle“ eingefügt und dabei sein Gespräch mit dem Tod aufgeschrieben. Dabei gibt er sich selbst Antworten, über das irdische und auch in Teilen überirdische. Denn was ist der Tod sonst?
Ich folgte den Worten und konnte das Hörbuch nicht zur Seite legen, denn sind es nicht gerade die Fragen um den Tod, die uns am Leben halten? Niemand weiß was kommen wird, egal welche Religion das Abschiednehmen wie ausübt. Erst wenn wir nicht mehr da sind können wir selbst wissen, was nach dem Tod kommt; doch ohne eine Möglichkeit dies weiter zu tragen.
Wer sich mit dem Thema auseinander setzt, weil er selbst jemanden Kranken Tag und Nacht aufopferungsvoll pflegt oder einmal einen tieferen und intensiveren Blick auf den Tod werfen mag, der sollte dieses Buch oder Hörbuch zur Hand nehmen.

Ein Buch das den einen zum weinen bringen wird, weil die Gefühle nur zu klar über die Seiten schwappen und das Herz berühren und ein Buch, das den ein oder anderen nach Beendigung stärker gemacht haben wird, denn auch wenn noch immer Ängste da sein sollten, macht man sich Gedanken über das was wirklich bedeutent ist und fragt sich ganz klar, wie man seinen eigenen letzten Weg gehen und gestalten mag.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schön zu lesen, aber viel Biographisches, 15. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Gebundene Ausgabe)
Ich habe von diesem Buch aus einem Interview mit Domian erfahren und ich wollte es lesen, es klang echt interessant und aufschlussreich, denn es gibt ja doch Situationen über die man über den Tod nachdenkt,
daher war ich glücklich als ich das Buch in meiner Bücherhalle auch fand, ich fing an zu lesen mit hohen Erwartungen und merkte sehr schnell das sie mir nicht gerecht wurden, ich hatte immer im Hinterkopf, dieses Gespräch hat nie statt gefunden, es sind also nur die Gedankes des Schriftstellers und so wie er sich die Antworten vielleicht denkt und das war mein Problem, schon nach den ersten Fragen und Antworten konnte ich mich nicht mehr mit dem Buch indentifizieren und als Domian dann auch noch anfing über seinen eigenen Glauben zu schreiben, wurde mir erst recht langweilig, denn mich interessieren keine Biografien, ich blätterte also weiter immer zu den Nächsten Fragen und Antworten und merkte für mich sehr schnell, das ich mit diesem Buch nichts anfangen konnte. Es ist ein schöner Schreibstil, sehr lebendig und man kann sich dieses Gespräch vorstellen, nichts desto trotz hatte ich immer im Kopf, das Antworten von Domian sind und das machte mir das lesen schwer.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ernstes und nachdenklich machendes Hörbuch, 28. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Audio CD)
Dieses ernste und nachdenklich machende Hörbuch, das auch sehr gut gelesen worden war hat uns sehr berührt. Wenn in höherem Lebensalter die Einschläge näher kommen, findet man ein wenig mehr Ruhe und Gelassenheit gegenüber dem ja ohnehin unvermeidlichen Ende.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Mir ist egal, wenn der Tod kommt, an meine Tür klopft. Hauptsache, ich bin nicht zu Hause." Woody Allen, 20. April 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Gebundene Ausgabe)
Wenn man das Thema Tod nicht mit Ironie wegdrücken möchte, dann ist diese Buch dazu absolut lesenswert.
Gefallen haben mir die vielen tiefsinnigen Gedanken zur Seele, zu Gott, zu den Religionen und natürlich zum Sterben. Gerne greift der Autor auf die Gedanken der alten Philosophen wie Platon, Epikur, Montaigne, Kant, Feuerbach, Nietzsche und auch auf die Bibel, Karl Marx und C.G. Jung zurück. Domian bleibt aber nicht nur bei der westlichen Kultur, sondern greift auch zwei östliche Bestattungsrituale auf.
Weiter geht es mit seinen persönlichen Erfahrungen und dem Umgang unserer Gesellschaft mit dem Thema. Da findet man u.a. einen Hinweis auf die rechtlichen Schwierigkeiten bei der Sterbehilfe und die Strafbarkeit, sowie ein Hinweis auf die Schweizer Sterbehilfeorganisation und auf unsere Hospize und Palliativstationen, für ein menschenwürdiges begleitetes Sterben.

Fazit: Ein mutiges Buch zu einem schwierigen und sensiblen Thema, tiefsinnig und gleichzeitig auch ein heftiges Buch, da es auch an die Grenzen des Lesers geht.

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Lesetipp zum Umgang mit dem Tod in einer ganz anderen Kultur: Der singende Fels: Schamanismus, Heilkunde, Wissenschaft. Galsan Tschinag im Gespräch mit Klaus Kornwachs und Maria Kaluza
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interview mit dem Tod, 4. Juni 2012
Von 
Julia Göbel (Bruchsal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist absolut empfehlenswert, wenn man sich mit dem Thema Tod auseinadersetzt.
Jürgen Domian interviewt nicht nur den Tod, er betrachtet ihn auch von allen Seiten, religiös, philosophisch, medizinisch.
Ich habe es heute morgen angefangen zu lesen und mit Unterbrechungen soeben fertig gelesen zur Seite gelegt.
Dies ist mir schon lange nicht mehr passiert, aber Jürgen Domian versteht es, das Thema sensibel, gut recherchiert und unglaublich gut geschrieben, zu vermitteln.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interview mit dem Unbekannten, 20. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Gebundene Ausgabe)
Jürgen Domian ist den Hörern von Radio 1Live und den Zuschauern des WDR Fernsehen nun schon seit über 17 Jahren ein Begriff. Die kleine und sympathische Stunde von 01:00 Uhr bis 02:00 Uhr in der Nacht ist kurz davor, volljährig zu werden. In dieser Zeit hat Domian mit rund 20.000 Anrufern gesprochen: Mit den Reichen wie mit den Armen, mit den Gesunden wie mit den Kranken sowie mit Pädophilen, Gefängnisinsassen oder Anhängern der rechten Szene. Der Satz "Wenn ihr gerne mit mir sprechen wollt..." ist mittlerweile absoluter Standard in seiner Sendung. Doch diesmal dreht Jürgen Domian den Spieß um. Diesmal will er mit jemandem sprechen, für den er sich seit Jahrzehnten interessiert und der trotz seiner höhen Präsenz noch nie in der Show anwesend gewesen ist - mit dem Tod höchstpersönlich.

Ich sah Jürgen Domian am 12. Januar 2013 bei seiner Vorlesung in Bonn. Ich habe mir das Buch sofort im Anschluss gekauft, da es mich inhaltlich zwar nicht vom Stuhl gerissen, aber durchaus mein Verständnis geweckt und mich neugierig auf den weiteren Inhalt gemacht hat. Domian interviewt den Tod in diesem Buch nicht nur, sondern gewährt dem Leser auch einige Einblicke in sein Leben: Wie er mit dem Tod und dem Sterbeprozess umgeht, wie der Tod zum ersten Mal in sein Leben getreten ist, wie er zu Religionen jeglicher Art steht, was er über aktive Sterbehilfe denkt und wie er seinen Vater verloren hat.

Eine Sache sollte allen Lesern klar sein: Wer in diesem Buch eine universelle Antwort auf eines der geheimnisvollsten Dinge unseres Lebens sucht, hat sich in seiner Auswahl sicherlich vertan. Domian bleibt logischerweise nichts anderes übrig, als den Tod mit all seinen Geheimnissen so darzustellen, wie er ihn vermutet und bewertet. Dies macht er allerdings auch an mehreren Stellen klar. So führt er zum Beispiel an, wie er auf seiner Suche nach einer zufriedenstellenden Antwort an Nietzsche, Feuerbach, Epikur, Platon und Kant gescheitert ist und sich lediglich mit Teilantworten zufrieden geben musste. Und so wird auch der Leser damit leben müssen, dass Domian hier lediglich Antwortmöglichkeiten auf Fragen gibt, die so allumfassend sind, dass jeder wohl seine eigene Antwort herausfinden muss. Wer sich auf diesen Stil einlassen kann, wird mit dem Kauf dieses Buches nichts falsch machen. Mir hat es jedenfalls gefallen, dass Domian - so paradox es auch klingen mag - es in diesem Buch geschafft hat, den Tod lebendig werden zu lassen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Den Tagen mehr Leben geben !!, 25. November 2012
Von 
Annette Lunau "die-rezensentin" (Frechen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Gebundene Ausgabe)
Domian, mein Lieblings-Nacht-Talker, bekommt ausnahmsweise mal keinen Anruf, sondern er fragt dieses Mal selbst um Rat.

Er führt ein Interview mit dem TOD !

Als ich las, dass Domian dieses Buch geschrieben hat, nahm ich an, er gibt dort Erlebnisse aus seinen Sendungen wieder.

Doch hier geht es um seine eigenen Ängste, Erfahrungen und Begegnungen mit dem Thema Tod.

Seit frühester Jugend beschäftigt Domian sich damit : Wann sterbe ich ? Warum sterben Menschen ? Was kommt danach ? Lebt man irgendwie weiter ?

Viele Jahre schon gehen ihm immer wieder Fragen rund um das Sterben durch den Kopf.

Also hat er sich entschlossen und mit dem TOD ein Interview geführt....

Das Interview wird immer wieder unterbrochen durch Berichte von seinen eigenen Erlebnissen und Erfahrungen.

Domian beleuchtet den Tod aus der Sicht verschiedener Religionen; wie verfahren andere Völker mit dem Thema ?

Sehr interessant fand ich die Kapitel über Sterbehilfe, Palliativmedizin und Hospize. Bewegend auch die Geschichte um das Sterben seines Vaters.

Während des Interviews hat er den TOD sehr gut dargestellt; als ein kaltes, herzloses Wesen ohne jegliches Mitgefühl oder Emotion.

Doch die Antworten stammen ja auch aus Domians Feder und so bleiben im Prinzip die Fragen weiterhin offen, denn niemand kann sie wirklich beantworten....

Auf jeden Fall kann das Buch eines bewirken: Man kommt etwas ans Nachdenken und Grübeln.

Anstatt den Tod zu verdrängen, wie man es gerne tut, hilft das Buch vielleicht dabei, wenn man sich mit ihm auseinanderzusetzen möchte.

Doch die Devise sollte weiterhin sein : "Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben ".

Denn schneller als man denkt, kann alles vorbei sein...

Wer sich mit dem Thema Tod mal auf eine etwas andere Art beschäftigen möchte; klare Kaufempfehlung !!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiefgang mit neuen Einsichten, 2. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Interview mit dem Tod (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch geschenkt bekommen. Nachdem ich von dem Buch schon vorher positive Kritiken gehört hatte, war die Erwartungshaltung groß. Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch zeigt Tiefgang und viel Einfühlungsvermögen über Freud und Leid der menschlichen Existenz. Positiv fand ich auch die sehr persönlichen Einschübe des Autors hinsichtlich seines Lebens.
Ein sehr empfehlenswertes Buch.
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Interview mit dem Tod
Interview mit dem Tod von Jürgen Domian (Gebundene Ausgabe - 9. April 2012)
EUR 16,99
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