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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend wie ein Krimi
Wer den "Templerschatz" gelesen hat, kommt auch bei diesem Buch auf seine Kosten - und erlebt die Suche nach einem biblischen Artefakt, die stringenter nicht sein könnte.

Drehte sich der erste Titel noch um den geheimnisumwobenen Orden der Templer und dessen unglaublichen Fund im Heiligen Land, führt der Weg nun direkt nach Frankreich: Waren oder sind...
Vor 18 Monaten von Stefan Melneczuk veröffentlicht

versus
15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöne Spekualtionen
Die Templerkathedrale: Der Geheimcode von Chartres
Wie weiland in Gödel, Escher und Bach von Douglas R. Hofstadter, wo der Autor uns in aristotelischem Dialog die Dinge erklären lässt, arbeitet sich Tobias Daniel Wabbel erneut durch die christlichen Mythen des Abendlandes. Dieses Mal im Dialog mit seinem Alter Ego Chmiel. Auch Umberto Eco hat im...
Veröffentlicht am 19. August 2012 von Jan Dark


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend wie ein Krimi, 24. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Templerkathedrale: Der Geheimcode von Chartres (Gebundene Ausgabe)
Wer den "Templerschatz" gelesen hat, kommt auch bei diesem Buch auf seine Kosten - und erlebt die Suche nach einem biblischen Artefakt, die stringenter nicht sein könnte.

Drehte sich der erste Titel noch um den geheimnisumwobenen Orden der Templer und dessen unglaublichen Fund im Heiligen Land, führt der Weg nun direkt nach Frankreich: Waren oder sind in der Kathedrale von Chartres die Gesetzestafeln der Bundeslade versteckt? Ist die Architektur des Gotteshauses nichts anderes als ein Wegweiser, ein Code, der zum größten Geheimnis der Templer führt?

Was auf den ersten Blick phantastisch klingt, belegt der Autor Schritt für Schritt mit Fakten, im Zwiegespräch mit einem Gleichgesinnten, die Kathedrale als das deutend, was sie möglicherweise seit dem Mittelalter ist: Heimstatt eines Vermächtnisses, das seit Jahrhunderten die Phantasie beflügelt und von denen gefunden werden will, die die Zeichen zu deuten wissen.

Man muss kein Historiker sein, um der Spurensuche zu folgen: Die Dialogform ist bei der zuweilen komplexen Materie in weiten Teilen eine gute Wahl. Und wie auch schon beim Vorgänger gibt es am Schluss der entscheidenden Kapitel immer eine Zusammenfassung der Erkenntnisse.

Das alles liest sich stellenweise wie ein Krimi und hinterlässt eigentlich nur eine Frage: Wann wird dieses spannende Gedankenspiel in Chartres von höchster Stelle aus endlich überprüft?
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weit mehr als nur ein weiteres Buch über die Kathedrale von Chartres, 18. März 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Templerkathedrale: Der Geheimcode von Chartres (Gebundene Ausgabe)
Es darf als Glücksfall bezeichnet werden, dass T. D. Wabbel sich dieser Thematik angenommen und auf talentierte Weise seine Erfahrungen als Autor wie als Journalist eingebracht hat.

Über das faszinierende Bauwerk aus gotischer Zeit liegen zahlreiche Bücher und Bildbände vor - dank der breiten Sichtweise des Autors gelang es ihm jedoch, die Leserschaft auf eine spannende Spurensuche mitzunehmen und sie mit bisher wenig bekannten Aspekten und Fakten aus der Geschichte dieser Kathedrale vertraut zu machen. Ikonographie, Vorgeschichte und Baugeschichte der Kathedrale, sieben freie Künste, altes Israel, Platon, Templerorden, Mathematik, Geometrie u.a. erweisen sich als tragende Elemente dieser Spurensuche, die höchste interessante und überraschende Erkenntnisse ans Tageslicht fördert. Der krönende Schluss fehlt, weil der Schritt zur handfesten Beweisführung fehlt, d.h. der starken Argumentation und Beweisführung geht das handfeste Beweisstück ab. Das lässt die Leserschaft auf eine Fortsetzung hoffen, welche spannender nicht sein könnte und der es vielleicht gelingen könnte, eines der grössten Rätsel unser Geschichte zu lösen

Die vorliegende Arbeit erfüllt sicher nicht alle Anforderungen an die Wissenschaftlichkeit. Dies trifft insbesondere auf die dialoglastige Erzählung zu, dominiert vom Autor und seinem Begleiter Emile Chmiel. Andererseits erleichtert der Index einen raschen Zugang zur thematischen Tiefe dieser Arbeit. Die umfangreichen Anmerkungen vermögen das Fehlen eines eigenständigen Literaturverzeichnisses nicht vollends zu kompensieren.

Obwohl die Spannung ab und zu durch anspruchsvolle und etwas mühsam zu lesende Passagen unterbrochen wird, kann diese Arbeit einer breiten Leserschaft empfohlen werden. An Kritikern dürfte es nicht fehlen, weil die Sichtweise des Autors vielleicht nicht allen Vorstellungen zu entsprechen vermag, die sich der Leser bzw. die Leserin über den Bau und die Geschichte dieses rätselhaften Bauwerks machen. Die kleinformatig gehaltene Bilddokumentation verdient Kritik - grössere und farbige Bilder wären für dieses Buch, bei dem die Ikonographie eine so entscheidende Rolle spielt, ein diskussionsloses Muss.

Kritik hin oder her, dieses Buch verdient fünf Sterne, weil es dem Autor gelungen ist, dank seiner speziellen Sichtweise der Erforschung dieser Kathedrale eine neue Tür zu öffnen.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sachbuch? Abenteuerroman? Kunstführer? Wabbel!, 6. Juni 2012
Von 
Oliver Pifferi "Man sagt, man müsse vieles le... (Borken, Nordrhein-Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Templerkathedrale: Der Geheimcode von Chartres (Gebundene Ausgabe)
Als ich das Vorgängerwerk '"Der Templerschatz. Eine Spurensuche"' vom Tobias Daniel Wabbel zuende gelesen hatte, wusste ich seinerzeit, dass ein Dogma der Geschichte gefallen war '- zu Fall gebracht von einem jungen deutschen Autor, der sich daran gemacht hat, eins der größten Geheimnisse unserer Zeit zu lüften. Mit dem direkten Nachfolger '"Die Templerkathedrale: Der Geheimcode von Chartres"' begibt sich Wabbel erneut auf eine Spurensuche, die ' - entgegen möglicher Erwartungen anhand des Titels - nicht völlig vom Begriff '"Templer'" getragen wird, sondern diesen erst im weiteren Verlauf des Buches als Medium verwendet, dem Leser das Wunder der Kathedrale von Chartres näherzubringen.

Ob die Geschichte der Bundeslade, die offensichtlichen Parallelen zu einem der heiligsten Schätze der Menschheitsgeschichte, die Schilderung der teils längst vergessenen sieben antiken Künste, die Frage der Finanzierung der Kathedrale von Chartres samt ihres Baus innerhalb von 26 Jahren oder der Exkurs in den gotischen Baustil samt mathematischer Belege - Tobias Daniel Wabbel lässt nichts aus und keine Frage, die sich als Quintessenz der Erlebnisse und Schilderungen des Autors ergibt, offen. Die gesamte Erzählung wirkt wie aus einem Guss und selbst die mathematischen Gleichnisse, die nicht jedermanns Geschmack sein werden, liegen in Form des sprichwörtlichen roten Fadens klar auf der Hand: Hier wurde kein als Sachbuch getarnter Schundroman mit historischen Elementen veröffentlicht, sondern ein lebendiges und brillant recherchiertes Nachschlagewerk, das nicht nur durch die Art der Erzählung, sondern durch zahlreiche detaillierte Quellenbelege lebt und fesselt. Science Fiction ist etwas anderes, '"Die Templerkathedrale"' ist Geschichtswissenschaft in ihrer unterhaltsamsten und lehrreichsten Form.

Genauer betrachtet mag '"Die Templerkathedrale"' in der Fülle ihrer Informationen am Anfang erdrückend erscheinen, wer aber nach dem Lesen dieses Buches Architektur und speziell Kathedralen im allgemeinen nicht mit gänzlich anderen Augen wahrnimmt, ist deutlich am Kern dieses Werkes vorbeigeschrammt - vom historischen Bezug zum Templerorden, den der Autor perfekt in Szene setzt, einmal ganz zu schweigen. Das aktuelle Buch von Tobias Daniel Wabbel ist weit entfernt davon, ein trockenes Sachbuch zu sein, da der Leser den Autor in der Ich-Perspektive quasi auf Schritt und Tritt begleitet und an den Schlussfolgerungen Wabbels direkten Anteil hat: Langweilig wird es nie und wem das Vorgängerwerk noch zu wissenschaftlich war, wird hier durch die andere, lebendige Erzählweise auf seine Kosten kommen!

Fazit: Ein wenig 'Indiana Jones'-Flair also gepaart mit den typischen Beobachtungen eines Touristen samt Fakten, Fakten und Fakten und dem - nun auch mathematisch belegten - Offensichtlichen schnürt ein ungemein spannendes und faszinierendes Literaturpaket, das sowohl dem Historiker als auch dem Gelegenheitsleser gefallen sollte, der einfach nur wieder einen weiteren Templerroman erwartet. Und um es schlussendlich in den Worten von Dr. Jones zu sagen, dessen Zitate uns durch das ganze Buch begleiten: '"Nur der zur Buße bereite Mann wird bestehen"'. Dem bleibt in Anbetracht von Demut vor Wabbels Entdeckungen nichts hinzuzufügen. Die Lösung liegt vor unseren Augen, wir müssen nur an sie glauben ' - denn in Anbetracht dessen, was bis heute noch verborgen ist und was Tobias Daniel Wabbel mehr als nur offensichtlich gelüftet hat, bekommt die bereits im 'Templerschatz' erzeugte Gänsehaut mit diesem Werk eine ganz neue Dimension!
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöne Spekualtionen, 19. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Templerkathedrale: Der Geheimcode von Chartres (Gebundene Ausgabe)
Die Templerkathedrale: Der Geheimcode von Chartres
Wie weiland in Gödel, Escher und Bach von Douglas R. Hofstadter, wo der Autor uns in aristotelischem Dialog die Dinge erklären lässt, arbeitet sich Tobias Daniel Wabbel erneut durch die christlichen Mythen des Abendlandes. Dieses Mal im Dialog mit seinem Alter Ego Chmiel. Auch Umberto Eco hat im neuesten Werk "Friedhof in Prag" mit einem Alter Ego gespielt, aber sinnigerweise nimmt er gleich den Dr. Freud aus Wien zu Hilfe. Auch Umberto Eco beschäftigt sich mit den Mythen, die die weitgereisten Juden (Ägypten, Sinai (Moses), Babylon, Judäa (Salomo), Zweistromland (Abraham)) uns überlassen haben der nicht (wie die Protokolle der Weisen von Zion, die aus den Federn eines Pariser Romanciers stammten und uns vom russischen Geheimdienst als letzte Wahrheit über die jüdische Weltverschwörung verkauft werden sollte, was die Londoner Times aber verhinderte).

Eco ist Atheist und zerlegt die Mythen brutal und lustig. Wabbel dagegen will uns verkaufen, dass die von jüdischen Priestern gegen 800 v. Chr aufgeschriebene Geschichten mit theologischer Intentionen wörtlich zu nehmende Wahrheiten seien. Schade eigentlich, denn im ersten Band "Der Templer Schatz" hatte Wabbel ja darauf hingewiesen, dass er bisweilen auch die Archäologen Israel Finkelstein und Neil A. Silberman liest. Aber offenbar nicht "Keine Posaunen von Jericho", wo explizit archäologisch nachgewiesen wurde, dass es keine Mauern damals in Jericho gab und Davids Volk noch nomadisch umher zog. Die Priester um 800 v. Chr. hatten sich was aus den Fingern gesogen, was schön zur Theologie passte. Aber mit Realität hatte das nichts zu tun. (wie übrigens möglicherweise Homer zu gleicher Zeit, den lange vorher statt gefundenen Plot von Troja in das Setting von Kilikien einbaute (siehe Raoul Schrott), so dass er sich den teuren Tourismus sparen konnte. Böse tragisch wäre es geworden, wenn Heinrich Schliemann jedes Wort der Beschreibung der kilikischen Landschaft wortwörtlich zur Suche von Troja am Eingang des Hellespontes genommen hätte. Bis ins letzte Jahrhundert hielt sich auch hartnäckig die wissenschaftliche Sage, Odysseus wäre auch am Niederrhein gewesen :-)

Es sind schöne Geschichten, die Wabbel sorgfältig recherchiert hat, wie 9 Leute nach Jerusalem ziehen und sich in Salomos Tempel einwühlen, weil sie wie Wabbel an etwas glauben, was über Jahrhunderte theologisch immer wieder redigiert wurde, bis es passte. Es ist auch schön, wie er uns zeigt, dass sie alle aus der selben kleinräumigen Gegend waren, Adel, Kirche und Ritter miteinander verwandt und verschwägert waren und so sich gegenseitig puschen konnten wie das ZK der DDR die seinen.

Faszinierend ist die Vielfalt der Kunstschätze der Kathedrale von Chartres, in denen die Bauherren und Baumeister alle Geschichten aus der Bibel in Stein hauten. Wie bei Dan Brown, wo wir die Handlungsorte im Pentagramm auf der römischen Karte verstreut fanden mit Versteck in der Engelsburg, macht es auch Spass, die mathematischen Spekulationen zu lesen (machen ja viele jetzt, gerade in Chartres, z.B. Louis Charpentier http://www.amazon.de/Die-Geheimnisse-Kathedrale-von-Chartres/dp/3877320031/).

Wabbel würde gut in die religiösen Mystiker passen aus der Zeit, die er beschreibt. Für rational denkende Menschen hat er manchmal doch aber seine Schwächen. Kurz formuliert lässt er uns am Ende seiner Bücher immer mit unbewiesenen Behauptungen zurück. Mal soll eine Bundeslade in Laon verbuddelt sein, oder Steintafeln in Chartres. Es ist das gute Recht eines Schriftstellers, uns an seiner Fantasiewelt teilhaben zu lassen. Aber mehr Fakten wären schon schön gewesen.

Ein bisschen irritiert hat mich, dass er noch nicht drauf gekommen ist, dass viele die Rosen (kreisrunde Fenster) in gotischen Kathedralen mit Maria und Jungfräulichkeit assozieren. Ist eigentlich Standard.

Aber so haben wir halt ein schönes neues Gralsmysterium, an das man glauben kann. Mal ein Kelch, dann ein Schatz, dann Maria Magdalena: für jeden gibt es was, so dass keine Langweile aufkommt.

Zu der Ausrichtung des Grundrisses habe ich noch einen: überall auf der Welt werden religiöse Gebäude nach Osten ausgerichtet (Ostausrichtung, Ostung). Wabbel glaubt mehrfach, dass Jerusalem östlich von Chartres sei und das der Grund für die Ausrichtung sei. Schaut man dagegen auf eine Landkarte (ist mit Google Maps ja nicht so schwer), sieht man, dass Jerusalem südöstlich von Chartres ist, während der Chor der Kirche nach Nordosten zeigt, also um einen rechten Winkel in einer andere Richtung. So wie auch der Xantener Dom, der auch die gleiche Pracht der Ausstattung hat plus Gemälde und Teppiche, die dort noch erhalten sind und nicht nur Steinzeugs.

Vielleicht hätte sich Wabbel auch mal mit dem Wetter beschäftigen sollen. Dann wüsste er, das im Osten die Sonne aufgeht, was manche Christen mit der Auferstehung assoziieren. Vielleicht hätte er auch herausbekommen, dass nach 1000 das Wetter in Mitteleuropa besser wurde, die Landwirtschaft und dann auch die Bevölkerung ertragreicher wuchs, die Kirche dadurch mit ihrem Zehnten erheblich liquider wurde und so überall wunderschöne gotische Kathedralen gebaut werden konnten. Zuerst in Frankreich, dann aber auch in England oder Deutschland, bis dazu hin, dass auch der Deutsche Orden die Gotik in den slawischen Osten trug bis weit hinter die Wenden.

Im Hochmittelalter hatten wir dann auch einen lebhaften Reliquienhandel als Basis für das katholischen Tourismus-Geschäftsmodell mit den Pilgern. Bei solch hohem wirtschaftlichen Druck, war es nicht erstaunlich, welche Überbleibsel man nach hunderten von Jahren noch fand, wenn es gut für den Tourismus war (die Kölner mit ihren Königsknochen, die Venezianer mit ihrem Markus, die Römer mit ihrem Kreuzsplitter, usw. usw.). Früher waren die Leute wohl ordentlicher und man fand hunderte von Jahren später noch alles haarklein :-)

Ich wette, wir bekommen auch noch einen dritten Band, wo dann vielleicht der erwähnte Leuchter aus der Holzkiste von Moses mit Sicherheit vielleicht vergraben sein könnte. Vielleicht bekommen wir auch noch die Artussage mit eingebaut. Wer weiss.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Dechiffrierung, 28. Februar 2012
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Templerkathedrale: Der Geheimcode von Chartres (Gebundene Ausgabe)
"...ich bin wohl für Esoterik nicht empfänglich.'
(Tobias Daniel Wabbel, S. 14)

Mit seinem neuen Buch knüpft Tobias Daniel Wabbel unmittelbar an dessen Vorgänger "Der Templerschatz: Eine Spurensuche" (2010) an, indem er seinen dort im fünften Kapitel kurz angerissenen Überlegungen zur Bundeslade, Stiftszelt und Tempel der Israeliten in Verbindung mit der Kathedrale von Chartres weitere Fakten und daraus gezogene Folgerungen hinzufügt.

In seinem Prolog schildert der Autor zunächst, wie er im Zentrum des Labyrinths der Kathedrale von Chartres die erwartungsvolle Frage einer Touristin für diese enttäuschend beantwortet, weil er an dieser Stelle weder verspüre, emporgetragen zu werden noch irgendwelche Kraftfelder fühle. Kurz darauf wird Wabbel jedoch auf einen seltsamen Zeitgenossen in einem verwaschenem Def-Leppard-T-Shirt aufmerksam, der mit einem "Gamma Scout" in der Kathedrale Messungen von Radioaktivität vornimmt. Der Mann mit dem Geigerzähler ist der 58jährige Emile Chmiel, der als studierter Biologie, Chemiker und Physiker nunmehr als Rektor an einer Hauptschule in Oberhausen beschäftigt ist. Ihr verbindender Forschergeist lässt Wabbel und Chmiel gemeinsam die Geheimnisse der Kathedrale erkunden und ihren Geheimcode entschlüsseln. Dies geschieht interessanterweise in der Form gelehrsamer Dialoge, die nicht nur das gesamte Buch durchziehen, sondern auch an die Aporetik Platons erinnern....

....was kein Zufall ist, denn Wabbel greift nicht nur Platons Höhlengleichnis aus Politeia auf (S. 38) und zitiert aus dem Dialog mit dem Pythagoräer Timaios Lokros (S. 58), den auch die mittelalterliche Domschule von Chartres stand in der Tradition der platonischen Thesen von Vernunft und Weltenseele. Dort versuchte man diese antike Philosophie möglichst widerspruchsfrei mit der biblischen Schöpfungsgeschichte zu vereinen. Die intellektuelle Avantgarde von Chartres wollte mit den alles durchdringenden kosmischen Zahlen der Pythagoräer die Weltenseele, das heiß den Geist Gottes einfangen und schrammt damit im 12. Jahrhundert stets haarscharf an kirchlichen Sanktionen vorbei. Auch die Musik spiegelt das kosmische Verhältnis von Zahlen. Im steinernen Kosmos der Kathedrale von Chartres haben sich pythagoräische Zahlenmystik und musikalische Harmonie als Geheimcode manifestiert....

....zu dessen Dechiffrierung sich Wabbel verschiedener Schlüssel, wie kulturgeschichtlicher und allegorischer Interpretationen, historischer Quellen und schlichten Messungen und Entdeckungen bedient. Ein wichtiger Aspekt ist z. B. die Zahl Phi, das Ergebnis der sectio aurea (Goldener Schnitt), die auch als proportio divina (GöttlicheTeilung) bezeichnet wird. Über Bernard von Clairvaux und dem Grafen Hugues I. de Champagne, die Karpentinger, insbesondere Ludwig IX. "der Heilige" und den 14. Großmeister Guillaume de Chartres stellt Wabbel den Zusammenhang der Kathedrale zum Templerorden her. Zum Abschluss eines jeden Kapitels gibt es eine Zusammenfassung der darin gewonnenen Erkenntnisse. Die zahlreichen Beweise, Indizien und logische Schlüsse kumulieren zu zwingende Argumenten, durch die sich am Ende der mit dem Buchtitel eröffnete Kreis schließt. So lautet Wabbels (vorläufig) letzter Eintrag in sein Notizbuch und die finale Feststellung in der Zusammenfassung des letzten Kapitels: "Chartres ist die Kathedrale der Templer".

Während 34 eigene Schwarzweißfotos des Autors für eine visuelle Auflockerung des ohnehin spannenden Textes führen, wird der Leser zu Beginn der Kapitel mit Zitaten von Dr. Henry Jones Jr. und Sr. sowie Dr. Marcus Brody auf das reale Abenteuer eingestimmt.

Ein Register und Anmerkungen, die auf Seriöse und keine para-wissenschaftlichen Quellen à la Louis Charpentier hinweisen, bilden den Abschluss eines lesenswerten Buches, das in Hinblick auf seinen Epilog eine weitere spannende Fortsetzung erwarten lässt.

Das Vorwort der Roman-Autorin Martina André zu "Die Templerkathedrale" und Wabbels "Kleine Templerkunde" am Ende ihres Thrillers "Die Rückkehr der Templer: Roman" beruht nicht zuletzt auf dem Umstand, dass timediver® im Jahre 2010 einen Kontakt zwischen beiden vermittelte.

Die in einem meiner Regalschränke unmittelbar nebeneinander stehenden Bücher "Der Templerschatz" und "Die Templerkathedrale" führen mit ihrem weißen, bzw. schwarzen Schutzumschlag zwangsläufig zu einer Assoziation mit dem "Beaucéant", wobei die rote Titelschrift an das croix pattée erinnern lässt.
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5.0 von 5 Sternen Sehr gute Ausführungen im Gesamten, vor allem die Hintergründe, 19. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Templerkathedrale: Der Geheimcode von Chartres (Gebundene Ausgabe)
Die Ausführungen des Buches sprechen mit ihren Hintergründen alle jene Leser an, welche etwas von der Mystik , Magie und der Baukunst der Templer und deren Hintergründen und Zusammenhängen erfahren wollen.
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5.0 von 5 Sternen Super informatief, 1. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Templerkathedrale: Der Geheimcode von Chartres (Gebundene Ausgabe)
Viel Wissen spannend geschrieben, ein ganz tolles Buch, welches man
gerne weiter empfield, wenn man Interesse an Geschichte hat. Super
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf Spurensuche in einer Kathedrale, 28. Februar 2012
Von 
Fleischer, Christoph "Theologe" (Kreis Soest) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Templerkathedrale: Der Geheimcode von Chartres (Gebundene Ausgabe)
Ein Sachbuch als Erzählung - das legt Tobias Daniel Wabbel nach seinem Buch "Der Templerschatz" nun erneut vor. Schon der Titel zeigt den inhaltlichen Zusammenhang beider Bücher Wabbels auf. Trotz des Begriffs "Templer" gehören die Bücher von Tobias Daniel Wabbel nicht in die esoterische Ecke. Es gibt Formparallelen zu Dan Brown, von dem Wabbel sich zu unterscheiden bemüht. Ist dort der heilige Gral eine Frau (Maria Magdalena), die das Kind Jesu zur Welt bringt, da sie angeblich Jesu Gattin war, so zeigt Wabbel hier auf, dass man eine vergleichbare Symbolik viel naheliegender in der Symbolik der Bundeslade findet, die, wenn sie Gottes irdische Gegenwart darstellt, in der Welt der christlichen Kirche auf Maria als der realen Mutter Christi, des Sohnes Gottes übertragen werden kann. Was liegt also näher, als in einer Kirche, die der "Mutter Gottes" gewidmet ist, nach Anspielungen auf die Bundeslade zu suchen? Die Art und Weise, Personen, und Objekte und damit Erzählinhalte der Bibel in der Geschichte der Kirche auf andere Personen oder Glaubensinhalte zu übertragen, wird Typologie genannt. Tobias Daniel Wabbel zeigt zu Recht, dass die historischen Zeugnisse wie die Bildwerke und die Architektur der gotischen Kathedrale nicht mit der modern gedachten symbolischen Interpretation erschöpfend interpretiert werden können. Dass westliche Kirchen vom Grundriss her das Kreuz Jesu darstellen ist nun wirklich nicht von der Gotik erfunden worden, sondern geht auf die Romanik zurück. Die Vergegenwärtigung des Jerusalemer Tempels wird nur vollständig, wenn die Darstellung der biblischen Typen nachempfunden wird, so durch die bildliche oder symbolische Erwähnung der Bundeslade und des Stiftzeltes. Die Wallfahrtskathedrale in Chartres dient der Gegenwart des Tuches, das Maria bei der Geburt ihres Kindes Jesus getragen haben soll. Wäre die Bundeslade auch eine solche Reliquie oder wäre sie aus antijudaistischen Motiven in der Kirche versteckt worden? Hätte sie und/oder die Gesetzestafeln des Mose in ihrem Versteck in der Kirche die Jahrhunderte unentdeckt überdauert? Ob Archäologen nach der Lektüre des Buches danach suchen werden, muss offen bleiben. Fakt ist jedoch, dass der Autor historische, theologische und kunsthistorische Fakten erzählerisch vermittelt und interessant darstellt, mit einigen Fotos und Grafiken illustriert. Vielleicht ist das Fazit des Buches postmodern bzw. über den Anspruch der Allwissenheit der Moderne hinausweisend: Es gibt noch offene Fragen, und es können noch Fakten aufgedeckt und geklärt werden, die die Geschichte bis heute verschweigt. Die umfangreiche Darstellung biblischer Bezüge zeigt darüber hinaus, wie die Welt der Bibel bis in die äußere Form hinein die christlichen Bauwerke prägt, allerdings nicht unberührt durch die Erkenntnisse der griechischen Philosophie bis in Maß und Statik hinein (z. B. der goldene Schnitt). Das Buch hätte von daher sogar ein Bibelstellenregister der Belege, die die Anmerkungen aufzeigen, verdient. Die Kathedrale in Chartres ist zudem exemplarisch für eine Epoche, da ihre Bildwerke Revolutionen und Kriege unzerstört überdauert hat. Doch woher kam das Geld für diesen grandiosen Kirchenbau? Haben die Templer später etwa ihren Einfluss eingebüßt und mussten gar gewaltsam beseitigt werden, weil sie ihr Geld zurück haben wollten, mit dem sie diese Kirchenbauten im 13. Jahrhundert finanziert haben? - So muss man weiter denken. Was verbergen die Unterkirchen alter Kathedralen? Die Zitate der fiktiven Filmfigur "Indiana Jones" führen auf die falsche Fährte, da verschwiegene Verstecke und verheimlichte Fakten in den Archiven nicht als Phantasie-Vorlage dienen, sondern Ausdruck ernsthaften und wahrhaftigen Forschergeistes waren. Wer das Buch liest, betrachtet die alten christlichen Kirchen mit anderen Augen und rechnet mit der Wahrheit des Glaubens in ihrem konstruierten Raum göttlicher Gegenwart zwischen Himmel und Erde.
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Die Templerkathedrale: Der Geheimcode von Chartres
Die Templerkathedrale: Der Geheimcode von Chartres von Tobias Daniel Wabbel (Gebundene Ausgabe - 5. März 2012)
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