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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 50 REZENSENTam 5. März 2011
Das Buch ist eine Zusammenstellung der wichtigsten Reportagen in der 'Zeit' der letzten Jahrzehnte. Natürlich ist so eine Auswahl immer subjektiv. Meist sind die Beiträge im Buch aber auch mit journalistischen Preisen bedacht worden, so dass man von gutem Handwerk ausgehen und sich sogar auf journalistische Kleinode freuen kann.

Geordnet ist das Buch nach Zeitepochen beginnend ab 1946 bis 2010, sowie nach Themengebieten. Letztere entsprechen in etwa den Rubriken einer Tageszeitung also etwa Politik, Wirtschaft, Sport oder Lebensgeschichten.

Manche Reportagen beschreiben geschichtliche Ereignisse die jeder kennt, etwa die Spiegel-Affäre, den Kennedy-Mord oder den Mauerfall. Dann gibt es aber auch Reportagen, die unmittelbare Lebensgechichten erzählen und diese sind noch fast interessanter. Oft wird man schon durch die Überschriften zum Lesen animiert. Hierzu zwei Beispiele.

Eine Reportage von 1980 heisst 'Deutschland umsonst' Ein Reporter wandert zu Fuss und ohne Geld durch das Wohlstandsland Deutschland. Er fragt sich: Wie wirken Land und Leute auf einen Nichtsesshaften und er macht manch skurile Begegnungen mit dem deutschen Alltag.

Eine andere Reportage heisst:' Abschiebeflug FHE 5882'. In der Nacht des 18.9. 2008 startet in Hamburg eine Chartermaschine mit 32 Afrikanern an Bord. Es ist die erste deutsche Sammelabschiebung unter deutscher Federführung. Der Reporter geht der Frage nach: Was wurde aus den Passagieren?

Fazit: Das Buch ist ein Stück Zeitgeschichte. Und durch die Form der Reportage wird diese im Buch besonders lebendig. Denn, so der Autor im Vorwort: in jeder Reportage steckt die Leidenschaft des Extremisten. Er will das Unentdeckte entdecken, das Unerklärliche erklären, das Unerzählte erzählen. Gelingt dies, dann schafft die Reportage etwas, was keine andere journalistische Form so gut kann : sie macht Eindruck und drückt sich ins Bewusstsein.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juni 2011
Im Jahr 2011 ist es 65 Jahre her, dass die wohl renommierteste und auch im internationalen Vergleich angesehenste deutsche Wochenzeitung, DIE ZEIT, gegründet wurde. Ich selbst lese mit großem Gewinn diese Zeitung seit nunmehr 20 Jahren, und schätze vor allem die fundierten Reportagen sehr.

Zum Jubiläum haben nun die ZEIT und wissenmedia einen ansprechenden Band herausgegeben, in dem sie aus dem umfangreichen Schatz von Reportagen der ZEIT von 1946 bis heute insgesamt 52 Texte ausgewählt haben, Reportagen, die auch heute noch den Leser zu fesseln vermögen. Ein vielfältiges Spektrum an Themen wird beleuchtet. In die Themenbereiche Deutschland, Ausland, Wirtschaft und Lebensgeschichten aufgeteilt, sind die ausgewählten Reportagen ein lebendiges Stück Zeitgeschichte seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Der Herausgeber des Buches, Stefan Willeke, Leiter des heutigen ZEIT-Dossiers, das die gute Tradition fortsetzt, schreibt in seinem Vorwort: " In jeder herausragenden Reportage steckt die Leidenschaft des Extremisten. Er will etwas Unentdecktes erzählen. Erzählte Zeit. Erzählte ZEIT. Darum geht es in diesem Buch."

Der Rezensent meint: für Texte wie die hier vorliegenden brauchen wir die Printmedien, deren Existenz durch Internetmedien immer mehr gefährdet ist. Ich kann mir keine einzige dieser faszinierenden Reportagen im Internet vorstellen. Und: sie zeigen, welch wichtige Bedeutung DIE ZEIT im Medienspektrum Deutschlands besitzt. Ich kann sie zur wöchentlichen Lektüre nur empfehlen.
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