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894 von 957 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit hundert Jahren ganz schön fit
"Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" ist das erstklassige Debüt des schwedischen Autors Jonas Jonasson.

Zum Inhalt: An seinem einhundertsten Geburtstag, dem 2. Mai 2005, klettert Allan Karlsson aus dem Fenster seines Zimmers im Altenheim und drückt sich so vor der eigenen Geburtstagsfeier. Sein erstes Ziel ist der...
Veröffentlicht am 25. Oktober 2011 von Sarah O.

versus
234 von 266 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, allerdings ohne Tiefgang.
Jonas Jonassons "Der Hundertjährige ..." ist ein Gute-Laune-Buch, ein Buch für einen Strandurlaub. Ein Buch, welches man in zwei Tagen durchlesen kann, allerdings auch jederzeit ohne Spannungsbruch zur Seite legen könnte. Ohne Zweifel ein Buch das Lesespaß garantiert, von dem allerdings auch wenige Tage nach dem Lesen der letzten Seite nichts...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2011 von W. Öschelbrunn


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894 von 957 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit hundert Jahren ganz schön fit, 25. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand: Roman (Broschiert)
"Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" ist das erstklassige Debüt des schwedischen Autors Jonas Jonasson.

Zum Inhalt: An seinem einhundertsten Geburtstag, dem 2. Mai 2005, klettert Allan Karlsson aus dem Fenster seines Zimmers im Altenheim und drückt sich so vor der eigenen Geburtstagsfeier. Sein erstes Ziel ist der Busbahnhof, an dem er mit dem erst besten Bus fährt soweit ihn seine 50 Kronen bringen - und da der ungepflegte junge Mann, dessen Koffer Allan in der Zwischenzeit beaufsichtigt, nicht rechtzeitig von der Toilette zurückkehrt, nimmt Allan das Gepäckstück gleich mit. Unglücklicherweise ist "Bolzen", der junge Mann, Mitglied einer kleinen Gangstergruppe und der Koffer prall gefüllt mit Geld. Die Verfolgung beginnt und da leider auch nicht jeder Kleinkriminelle, der sich auf die Suche nach Allan und seiner wachsenden Reisegemeinschaft (inklusive Elefant Sonja) macht, das Zusammentreffen überlebt, ist bald auch die Polizei an Allan interessiert.

Neben der Flucht quer durch Schweden springt der Roman immer wieder in die Vergangenheit und schildert chronologisch Allans bisheriges Leben. Schon in jungen Jahren begeistert von Sprengstoff (und dadurch verantwortlich für die ein oder andere Kuhfehlgeburt), bereist der politisch eigentlich uninteressierte und überaus gutmütige Allan die ganze Welt, ist "zufällig" beteiligt an diversen historischen Ereignissen und trinkt Schnäpse mit (unter anderem) General Franco, Präsident Truman und Stalin...

Mit diesem Roman ist es dem Autor gelungen auf über 400 Seiten ein unterhaltsames Lesevergnügen mit einer sehr detailverliebten Handlung, einer guten Sprache und jeder Menge trockenem Humor zu schreiben. Auch seine Charaktere bekommen eine liebevoll ausgeschmückte Hintergrundgeschichte. Der Autor schreibt mit einer bemerkenswerten Kreativität und konstruiert glaubhafte Zusammenhänge in einer gänzlich unglaublichen Handlung.

Fazit: Sprachlich und inhaltlich ein mehr als gelungenes Buch über einen ganz schön munteren Hundertjährigen, das für viele Stunden fesselt und unterhält. Klare Leseempfehlung!
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549 von 599 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein weiser Roman, 11. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand: Roman (Broschiert)
Über den Inhalt haben sich bereits andere hinreichend geäußert. Daher möchte ich nur meine Meinung dazu abgeben, warum das Buch so lesenswert ist.

Der Roman enthält sehr viel Situationskomik und Wortwitz, sicher. Aber er scheint mir auch eine Botschaft zu vermitteln, nämlich das Leben leicht - und nicht zu ernst- zu nehmen, es zu entschleunigen. Wir leben in einer Zeit, wo immer alles noch schneller, noch besser, noch effizienter, noch jugendlich-dynamischer... sein soll. Dieser Roman ist eine Art Anti-Buch. Die Figuren lassen sich alles andere als vom Leben hetzen, sie haben sich in der Vergangenheit oft dem normalen Leben entzogen, selten versucht, bewusst und mit viel Einsatz etwas zu erreichen und haben am Ende alles bekommen und oft mehr, als sie zu hoffen wagten. Die Figuren stolpern ausnahmslos zufällig in die nächste Situation. Sie machen selten längerfristige Pläne, sondern agieren entsprechend der augenblicklichen Situation und sind bereit, die Dinge und Personen so zu akzeptieren, wie sie in dem Moment nun einmal sind. Das Buch sagt m. E.: Öffne Dich dem Wunder des Lebens. Genieße das Leben (auch indem Du seine Skurilität erkennst und akzeptierst). Gleichzeitig führt es, mit leichter Hand gezeichnet, die Absurdität der politischen Ereignisse des 20.Jahrhunderts und der "wichtigen politischen" Personen dieser Zeit vor.

Wer ein unterhaltsames, lustiges und gleichzeitig weises, herzwärmendes Buch lesen möchte, ist mir diesem Buch sehr gut bedient.
Ich lächle schon, wenn ich das Buch nur sehe, meine Stimmung hebt sich. Von wie vielen Büchern kann man das schon sagen?
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440 von 494 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Debüt mit hoher Qualität, 24. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand: Roman (Broschiert)
Allein schon der sperrige Titel des Romans zeigt an, dass hier kein griffiger und leicht dahinplätschernder Mainstream Roman zu erwarten ist, sondern die Kreativität und Phantasie des Autors weite Wege zu gehen bereit ist. Eine Erwartung, die nicht nur nicht enttäuscht wird bei der Lektüre des Buches, sondern durchaus übertroffen wird. Vor allem, weil es Jonasson ohne weiteres gelingt, die Phantasie nicht zu sehr ausschweifen zu lassen, sondern die Geschichte seines Protagonisten in der Gegenwart und der Vergangenheit (beide Stränge liegen im Buch nebeneinander vor), zielgerichtet und intensiv zu erzählen.

Viele kleine Fäden spinnt Jonasson in seinem Erstlingswerk, die allesamt in sich schlüssig konstruiert und mit wunderbarer Sprache auf den Punkt gebracht wird. Ein Roman, in dem die Figuren je liebevoll in ihren vielfachen Besonderheiten ausgearbeitet werden und ein homogenes Gesamtbild ergeben, das mit trockenem Humor versehen die phantastische Geschichte jederzeit nach vorne befördert, selbst in den Teilen des Romans, die dem ausführlichen Rückblick dienen. Denn jener 100 jährige Allan Karlson, der am Tag seines Jubiläums auf dieser Welt mit müden Knochen und in Pantoffeln das Seniorenheim durchs Fenster verlässt, ist einer, der sich zu helfen weiß und dadurch auch vielen anderen Wege zu ebnen versteht.
In der Anlage ähnlich wie ein Forrest Gump (allerdings ohne dessen grenzenlose Naivität) hat er im Leben schon ganz andere Situationen gemeistert als diese Flucht aus dem kleinen Ort. Schon im vorbeigehen am Busbahnhof nimmt er einen Koffer an sich (zum Aufpassen anvertraut von einer zwielichtigen Gestalt, die das Ende des Buches nicht erleben wird). Aber herrenlos stehen lassen kann er ihn doch nicht und der Mann, der ihm den Koffer gab, kommt und kommt nicht herunter von der Toilette des Busbahnhofs.

Mitsamt Koffer macht sich Karlsen auf den Weg, soweit 50 Kronen reichen. Steigt aus fast im Niemandsland und trifft auf einen Kleinkriminellen, der sich dorthin zurückgezogen hatte und gefallen an dem munteren Senior findet, ihn zudem kongenial ergänzt. Wie auch weitere Personen hinzutreten. Eine Gruppe, die bald landesweit zur Fahndung ausgeschrieben sein wird. Mitsamt einem Elefanten, der eine tragende Rolle spielen wird.

Aber einer, der schon in jungen Jahren einen prominenten Bewohner des Dorfes mit Dynmait in die Ewigkeit verabschiedete (ungewollt), der mit Franco speiste, Truman nebenbei die technische Lösung der Atombombe verriet, dies mit flaschenweise Tequila begoss und damit wieder einen Freund fürs Leben gewonnen hat, einer, der Maos Verlobte zu retten verstand und, weil er sich mit Stalin persönlich anlegte (dem verriet der das Geheimnis der Atomspaltung nicht!) durch jenen Mao irgendwann gerettet werden musste, ein solcher Mann lässt sich von der schwedischen Polizei nicht einfach so fangen. Im Gegenteil. Eine der interessantesten Figuren des Buches ist jener mit der Fahndung beauftragte Kommissar Aronson. Jonasson gelingt es sprachlich treffend, fast spielerisch, die innere Entwicklung dieses Polizisten (einsam und leer zunächst) wunderbar zu schildern, als dieser auf die Gruppe der flüchtenden Ausreißer und vermeintlichen Schwerverbrecher trifft. Denn das ist die eigentliche Kraft des Hunderjährigen, dass er durch seine klare Linie und trockene Art der Lebensbetrachtung Menschen in seinen Bann zu ziehen vesteht, die nicht unverändert danach im Raume stehen bleiben können. Menschen die Alan Karlson ein Leben lang verbunden bleiben (außer Stalin eben), so wie ganz zum Schluss seine ehemals enge Freundschaft zum inzwischen verstorbenen Halbbruder von Albert Einstein allen Beteiligten ein Happy End bescheren wird. Nach so mancherlei Aufregungen und weiten Wegen, auf denen unter anderem 'Allan und Herbert hatten Chaos stiften wollen, und nun hatten sie weiß Gott Chaos gestiftet'. Ein Chaos, welches den beiden zu Zeiten zur Flucht aus dem Gulag hilfreich war.

Erfrischend anders schreibt Jonas Jonasson seine Geschichte auf. In sich logisch bis ins kleinste Details ausgearbeitet, mit Figuren, die allesamt in den Bann zu ziehen verstehen, versehen mit einem trockenem Humor und einer differenzierten Sprache, welche die Lektüre zum reinen Genuss werden lassen. Ein wunderbares Buch.
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234 von 266 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, allerdings ohne Tiefgang., 27. Dezember 2011
Von 
W. Öschelbrunn (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand: Roman (Broschiert)
Jonas Jonassons "Der Hundertjährige ..." ist ein Gute-Laune-Buch, ein Buch für einen Strandurlaub. Ein Buch, welches man in zwei Tagen durchlesen kann, allerdings auch jederzeit ohne Spannungsbruch zur Seite legen könnte. Ohne Zweifel ein Buch das Lesespaß garantiert, von dem allerdings auch wenige Tage nach dem Lesen der letzten Seite nichts zurückgeblieben ist. Gewissermaßen ein Jugendbuch für Erwachsene, nicht mehr aber auch nicht weniger.

Allan Karlsson wird 100 Jahre alt, seine Tage im Altersheim und seine Privatfede mit Schwester Alice sind nicht dazu angetan, Allan von der Teilnahme an der anberaumten Feierlichkeit mit dem Bürgermeister zu überzeugen. Allan zieht es vor durch das Fenster reißaus zu nehmen. In Hausschuhen macht er sich auf den Weg und entwendet am nahegelegenen Busbahnhof dem Mitglied einer Rockerbande einen Koffer, in dem sich allerings nicht die erhoffte Kleidung, sondern einige Millionen Kronen aus Geschäften mit der Russenmafia befinden.

Ehe Allan sich umsehen kann, ist nicht nur die schwedische Polizei und diverse Journalisten hinter ihm her, sondern auch die "Never Again" Rocker auf der Suche nach ihrem Geld. Allan bleibt nicht lange allein, ihm schließt sich zunächst ein Gelegenheitskrimineller an, dann ein Imbissbudenbesitzer und ehemaliger Dauerstudent und schließlich "die schöne Frau" mit ihrem Hund und ihrem zugelaufenen Zirkuselephant. Dass unterwegs noch ein paar Rocker auf der Strecke bleiben sei hier nur am Rande erwähnt, da schnell klar wird, dass sich in diesem Roman sowieso immer alles zum Guten wendet. Und so ist auch früh absehbar, dass am Ende alle Freunde sein werden, Rocker, Flüchtige und Polizisten. Soweit ist Jonas Jonassons Roman tatsächlich ein Kinderbuch mit Schmunzelgarantie, welches auch sprachlich den Leser mit seinem naiv-kindlichen Erzählstil nicht zu überfordern droht.

Erfreulicherweise beläßt es Jonasson aber nicht bei dieser rosaroten Roadmovie-Parodie, sondern verdoppelt den Umfang des Romans dadurch, dass er reichlich Seemannsgarn einflechtet. Allan Karlsson ist schließlich nicht durch Nichtstun 100 Jahre alt geworden. So hat er reichlich zu erzählen und tut dies auch mit großer Begeisterung. Schließlich hat Karlsson nicht nur die Entwicklung der amerikanischen Atombombe entscheident vorangebracht, sondern wenig später auch die wesentlichen Details an die Sowjets verraten. Er hat abwechselnd mit Franco, Trueman, Stalin, Lyndon B. Johnson, Mao, den koreanischen Kims und diversen anderen Staatsmännern um die Wette gesoffen und dabei das Weltgeschehen mehr als einmal beeinflußt. Nebenbei hat er noch Wladiwostok niedergebrannt, ist über das Himalaya gewandert, hat eine indonesische Politikerkarriere angestoßen, die 68er Unruhen in Paris beendet und anderthalbe Jahrzehnte als CIA Spion dem Weltfrieden gedient.

Jonas Jonasson erschafft mit Allan Karlsson einen zweiten Forrest Gump und führt seine Leser durch das zurückliegende Jahrhundert. Ähnlich der berühmten Roman und Filmvorlage erschließen sich dem Leser ganz neue, ersponnene Hintergründe für scheinbar bekannte Weltereignisse. Jonasson reduziert seine Romanfigur allerdings auf den Schmunzelaspekt und vermeidet jegliche tragischen Züge. So bleiben alle Figuren Jonassons in der bloßen Liebenswürdigkeit stecken, es fehlt jegliche Vielschichtigkeit. Aber wie zu Beginn bereits beschrieben ist das auch offensichtlich nicht Karlssons Anspruch. "Der Hundertjährige ..." ist ein Buch für beschwingte Lesestunden, kein nachdenkliches Buch, einfach ein guter Unterhaltungsroman. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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122 von 143 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Skandinavischer Roadmovie (zum zuhören) der Extraklasse / HÖRBUCHREZENSION!, 31. August 2011
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Na ja, zuerst weiß man nicht genau was einen erwartet wenn ein 100jähriger aus dem Fenster steigt und einfach vor der Jubiläumsfeier verschwindet. Doch es kommt ganz dick bei diesem Roadmovie der Extraklasse aus der Feder von Jonas Jonasson DER HUNDERTJÄHRIGE DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND ist ein echter Ohrwurm, eine Geschichte die man nicht vergisst und die trotz aller Kritik am Rande und zwischen den Sätzen das Herz erfreut und die Seele aufblühen lässt. Falls dieser Stoff einmal verfilmt werden sollte, würde ich gespannt auf die Besetzungsliste warten, 100jährige Schauspieler kommen ja nicht oft vor - Johannes Heesters ist noch verfügbar, oder.

Der alte Mann steigt aus dem Fenster des Altenheims, geht in ein Reisezentrum, klaut einen Koffer und fährt weg - Nein, sie haben sich nicht verhört.

Er trifft auf einen anderen Kriminellen, auch schon über 70 Jahre und beide stehen einen Trip durch Schweden durch, welcher seines Gleichen sucht.

Ja, es gibt sogar einen Toten und was im Koffer ist - jeder will es wissen, werde ich nicht verraten.

Wir erleben mit dem 100jährigen seine ganze Lebensgeschichte, immer in Rückblicken erkennen wir wie ereignisreich so ein großes Leben sein kann und was für komische Verrenkungen das Leben auf Lager hat.

Krieg, Revolutionen, verschiedene Jobs und immer wieder fügt sich alles so wie es sein sollte oder wollte.

100 Jahre und kein Kind von Traurigkeit - in Ordnung - ein wenig gebrechlich und die Gelenke wollen nicht mehr so ganz aber er beschwert sich nicht.

Otto Sander liest die Geschichte so vortrefflich das es mir ein ganz großes Bedürfnis ist diesem Ausnahmeschauspieler und sehr gutem Sprecher dafür zu danken. Die Leistung für dieses Hörbuch würde ich mit mehr als 100% bewerten, exzellent!

DER HUNDERTJÄHRIGE DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND von Jonas Jonasson hat mir sehr, sehr viel Freunde beim zuhören gemacht - ich habe viel gelacht und mir wieder einmal Gedanken gemacht über die Geschichte Europas, die Menschen und unseren Platz darin.

Sehr empfehlenswert!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen War mir deutlich zu flach, 14. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte mir viel von diesem hochgelobten Roman versprochen. Ich lese viel, ich mag Schweden und ich mag auch eine gute Portion schwarzen Humor. Ich mag sogar Finnland und finnische Geschichten, die ja auch ganz gerne ins Skurrile abdriften. Insofern hatte der Roman also bei mir beste Voraussetzungen. Dennoch hat er mich nicht überzeugen können.

Der Anfang war super. Ein Hundertjähriger, der keinen Bock mehr auf das Altersheim hat und sich vor der eigenen Geburtstagsfeier drückt, indem er aus dem Fenster klettert und sich davonmacht. Ohne Ziel oder Plan läuft er erst einmal zum Reisezentum, um mit dem Bus irgendwohin zu fahren. Dabei klaut er beinahe ohne es richtig zu wollen einen mysteriösen Koffer. Soweit so gut, daraus hätte man eine Menge machen können.

Natürlich sind bald schon Gangster hinter dem alten Mann her und er wird mehr oder weniger durch Zufall immer mehr in eine skurile Road-Movie-Geschichte geworfen, die zwischendurch mit Rückblenden auf Allans nicht minder skurile Lebensgeschichte gewürzt wird. Soweit so gut, allerdings fand ich den Humor deutlich zu flach. Krieg und Revolutionen sollen wohl als absurd dargestellt werden, indem Allan eine entscheidende Rolle in historischen Ereignissen spielt, obwohl er eigentlich völlig unpolitisch ist und nur seinen eigenen Neigungen nachgeht - namentlich: Dinge in die Luft sprengen, gut essen und saufen. Ein wenig erinnerte dieses "unfreiwillig in bedeutende Ereignisse verstrickt werden" an Forest Gump, aber da war die Hauptfigur sympathischer. Eigentlich ist Allan sowas wie ein Soziopath, der keinerlei Anteilnahme oder Gefühlsregung zeigt und der durch Zufälle und seine Vorliebe für Sprengstoff und Schnaps durchs Leben getrieben wird. Ich kann da keine tieferliegende Philosophie oder Lebensweisheit erkennen und finde daher die Hauptfigur auch nicht sympathisch.

Ob man es besonders lustig findet, dass jemand quasi "aus Versehen" in einer Kühlkammer vergessen wird und darin umkommt oder von einem Elefanten plattgesessen wird, ist dann noch eine andere Sache. Ich fand es nicht so besonders witzig, obwohl ich wie gesagt durchaus eine gute Portion schwarzen Humor vertragen kann.

Ich habe das Buch noch nicht zuende gelesen und weiß nicht, ob ich es tun werde. Ich glaube eher nicht. Da kann ich Liebhabern skuriler Geschichten eher "Der wunderbare Massenselbstmord" von Arto Paasilinna empfehlen. Der Autor wird sogar in diesem Buch erwähnt. Das fand ich wesentlich unterhaltsamer und lebensbejahender (trotz des Titels).
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nette Idee, wenig Gehalt, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand: Roman (Broschiert)
Zwei Sterne gebe ich für den Titel und das Cover - beides wohl auch der Grund, warum dieses Buch seit seiner Erscheinung so reißenden Absatz findet. Entgegen allen Erwartungen einmal ausbrechen, dem Alltag und seinen öden Repräsentanten (hier dem Pflegepersonal des Altersheims) ein Schnippchen schlagen, noch einmal richtig auf die Sahne hauen - wer wünscht sich das nicht hin und wieder?

Leider bleibt das Buch hinter den Erwartungen stark zurück. Inhaltlich lässt es nach einem furiosen Beginn spätestens nach etwa dem ersten Drittel der fast 400 Seiten schwer nach. Die eingeblendeten Rückblicke auf Allan Karlssons Leben sind anfangs im Ansatz noch witzig, später ermüden sie, weil sich dieselben Muster ständig wiederholen. Allan kommt auf seine naive Weise immer wieder in Gesellschaft namhafter Diktatoren des 20. Jahrhunderts, denen er seine Dienste als Sprengstoffexperte zuteil werden lässt und dabei ganz zufällig Weltgeschichte schreibt. Dies ist eine nette Idee, aber dem Autor gelingt es nicht, sie wirklich intelligent und spritzig auszubauen. Viele Seiten habe ich überschlagen, weil sie mich langweilten und nicht im Zusammenhang mit dem eigentlichen Plot standen. Dazu kommt eine einfache Sprache, die sich um Humor und Kreativität bemüht, diese aber selten erreicht.

Mein Fazit: Ein Buch, das die Welt nicht braucht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber ...., 11. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Der Inhalt dieses Titels ist nur eine amüsante Randgeschichte. Im Wesentlichen erzählt das Buch über
Kommunismus/Marxismus und Maoismus. Mit einer entsprechenden Headline hätte mich dieses Buch gar
nicht interessiert. Es sind eigentlich 2 Geschichten: die Titelgeschichte ist amüsant, die andere langatmig.
Leider überwiegt hier die letztere.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mehr als merkwürdig, 8. Februar 2014
Leider kann ich mich den ganzen Superbewertungen nicht anschließen. Habe bei 40 Prozent das Handtuch geworfen. Für mich leider so gar nix die Geschichte vom Hundertjährigen mit den vollgepi........ Schlappen. Aber wie alles im Leben Geschmackssache, in diesem Falle Geruchssache 😝
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der überbewertete Hundertjährige, 7. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand: Roman (Broschiert)
Vorweg mein Fazit zu diesem Buch: Ich werde mich nie wieder von irgendeinem Hype anstecken lassen!

Allan Karlsson hat keine Lust, seinen hundertsten Geburtstag zu feiern. Also entschließt er sich, aus dem Fenster zu steigen und eine Runde spazieren zu gehen. Soweit so gut. Am Busbahnhof des Ortes entwendet Allan dann einem jungen Mann, der dummerweise Mitglied einer Gang ist, einen großen, schweren Koffer, in dem sich, wie sich herausstellt, sehr viel Geld befindet. Nun findet Allan sehr schnell einen Kumpanen, mit dem er das Geld teilen kann. Dafür muss aber dummerweise das Mitglied der Gang sein Leben lassen, obwohl er eigentlich nur sein Geld zurück haben wollte. Von einem Hundertjährigen und einem Siebzigjährigen. Nun ja, dumme Zufälle gibt es halt… Auf seinem weiteren Weg findet Allan weitere Gesellschaft und ein weiteres Gangmitglied muss sein Leben lassen. Unterbrochen wird die ganze Farce von Rückblenden in Allans Leben. Dieses scheint von Zufällen zu leben. Dort wird General Franco das Leben gerettet, hier wird Oppenheimer bei der Erfindung der Atombombe geholfen und dann wird mit diesem oder jenem Präsident ordentlich getrunken.
Hätte eine gute Geschichte werden können. Wenn sie nicht so hahnebüchen mit Zufällen gespickt worden wäre, die Allan in der ganzen Welt herum getrieben haben und sämtliche wichtigen Herrscher - eigentlich bis auf Hitler - getroffen werden. Und mit fast allen wird gegessen und getrunken. Natürlich hilft Allan auch allen. Irgendwie. Für mich erweckt das Buch den Eindruck, als wolle man Allan als nicht ganz so gebildeten, nicht wirklich an Politik und Gesinnung interessierten Mann darstellen, der trotz seiner (nicht vorhandenen) Ansichten die Weltpolitik des letzten Jahrhunderts maßgeblich beeinflusst hat, ohne selbst unbedingt viel davon wahrzunehmen.

Leider kann ich den Rummel und die guten Rezensionen zu diesem Buch überhaupt nicht nachvollziehen. Vielleicht fehlt mir auch nur der Humor dazu, zu begreifen, was daran lustig sein soll, wenn Allan einen Mann in einen Haufen Elefantenkot lotst und dann den Elefanten dazu bringt, sich hinzusetzen. Die Folge? Der Mann unter dem Elefant ist zerquetscht und Allan ist wieder mal aus dem Schneider… Für mich eins der schlechtesten Bücher, die ich je gelesen habe!
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Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand: Roman
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand: Roman von Jonas Jonasson (Broschiert - 29. August 2011)
EUR 14,99
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