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5.0 von 5 Sternen Gegen-Gift
Unsere Zeit hat eine der schönsten Utopien überhaupt ermöglicht: seit Kirche und Despoten uns die Freiheit lassen in vielen Dingen, sind Verwirklichungen von Träumen in kleinerem Rahmen möglich. Utopia umfasst das freieste Denken, das Ersinnen von Alternativen und heute auch das Handeln danach. Der Blick hinter den Eigennutz kapitalistischen...
Vor 10 Tagen von Happyx veröffentlicht

versus
0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert
Dieses Buch ist sicher nur sehr kurz aktuell aber deswegen nicht minder interssant. Habe es schon zweifach verliehen.
Außerdem ist es ein schön gestaltetes Buch.
Vor 1 Monat von Saskia Pfeil veröffentlicht


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5.0 von 5 Sternen Gegen-Gift, 10. August 2014
Von 
Happyx - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Unsere Zeit hat eine der schönsten Utopien überhaupt ermöglicht: seit Kirche und Despoten uns die Freiheit lassen in vielen Dingen, sind Verwirklichungen von Träumen in kleinerem Rahmen möglich. Utopia umfasst das freieste Denken, das Ersinnen von Alternativen und heute auch das Handeln danach. Der Blick hinter den Eigennutz kapitalistischen Denkens hat längst begonnen, Menschen, die von Gier und Neid ablassen, sie beginnen neue Horizonte zu öffnen.

Heute werden spinnerte Ideen, wie die kapitalen Verhinderer so gerne sagen, gelebte Realität. "Die Träume von Gleichheit und Gerechtigkeit sind gegenwärtig dem Schlaf überlassen, im Wachsein dominiert die Ersatzdroge Konsum." (S. 11) Und doch träumen viele Menschen von Revolutionen abseits der alleinigen, alles umfassenden, sie beginnen Solidarität, Menschlichkeit und Hilfe zu leben. Gier ist Hoffnungslosigkeit, Neid kreiert das Böse, die Einsamkeit frustrierter Erfolgloser (ein wachsendes Heer) ist die Spielwiese des S.tans. Dieses Buch zeigt weltweite Beispiele wie von einem anderen Planeten, die eine Antwort sein müssen auf unseren immens gestiegenen Egoismus, ein Gegengift zu Hasstiraden und Vereinzelung, Hoffnungsschimmer, die jene Teufel blenden, die unsere Welt beherrschen.

Ein Beispiel: (Vergessen, unvergessen, S.31-49, von Kerstin Schweighöfer)
Können schwer Demenzkranke ein Leben in Freiheit, draußen, führen, sich bewegen wie sie wollen? Es geht. In de Hogeweyk, einem Ort südöstlich von Amsterdam, wurde wahr, was einen zu Tränen rührt. Alles ist da, wie früher. Und wenn sich jemand verirrt hat, dann wird er/sie sanft wieder zur Wohnung, nach Hause geführt. HIer gibt es keine Autos, Backsteinhäuser wie in Holland typisch, ein Zuhause.

Die Bewohner sind maximal zu siebt untergebracht, nach Lebensstilen orientiert, die vorher abgefragt wurden. NIchts erinnert an ein Leben im Heim, alles so normal wie es immer war. Wissenschaftlich untersucht ist noch nichts, die Betreuer aber haben das Gefühl, dass die Krankheit gedrosselt, erleichtert, entschärft werden kann. Anfragen aus allen Ländern der Erde sind da - und man kann nur hoffen, dass es an anderen Plätzen adaptiert wird. Vertrautes Lebensgefühl, Freiheit, nicht bevormundet, Bewegungsfreiheit, nicht eingesperrt. Der gesunde Menschenverstand sagt, dass dies richtig sein muss. Die Kosten für eine Unterbringung? 5400 Euro monatlich, in Holland durch die gesetzliche Pflegeversicherung gedeckt. Die Reportage ist realistisch, durchaus kritisch, nein, diese Krankheit ist Leid, auch die Unterbringung nicht zu Hause, immer ein Problem - und doch, hier lebt Mitmenschlichkeit und Gefühl, Nähe und kleines Glück.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der "Möglichkeits-Sinn", 1. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Völlig utopisch: 17 Beispiele einer besseren Welt (Broschiert)
„Wer Visionen hat, möge zum Arzt gehen“ ist das vielleicht verbreiteteste Bonmont des Altkanzlers Helmut Schmidt zu Zeiten seiner Kanzlerschaft.

Und so betrachtet „die Welt“, gerade in den überwiegend technisch, wirtschaftlich und marktorientierten Haltungen der modernen Zeiten oft solche „Visionen“, „Utopien“. Ideen, Vorstellungen, Versuche, die zu (fast) allen Zeiten mit dem Begriff „Spinner“ gekennzeichnet wurden.

Das aber Visionen und Utopien, ein Denken in (zunächst noch irreal wirkenden) „Möglichkeiten“ letztlich immer wieder im „Trial and Error“ Verfahren die Welt anders gemacht, vorangebracht, tiefer, weiter gemacht haben, das wird gerne und oft vergessen.

Alternative Modelle zum je gegenwärtigen Leben gab und gibt es zu allen Zeiten. Franziskus war nicht Ausdruck der Kirchlichkeit seiner Zeit, sondern eine radikale Gegenströmung, Edison nicht der hofierte Erfinder, sondern einer, der Widerstände überwinden musste. Den Grünen gab Helmut Kohl ein paar Monate, herausgekommen sind über drei Jahrzehnte (wenn auch mit nunmehr eher „realer“ Politik denn mit „Utopien“). Die Liste lässt sich beliebig fast endlos erweitern.

Marc Engelhardt sammelt in diesem Buch andere Ansätze. Lebensversuche von „Utopisten“, die Umsetzung von alternativen „Visionen“. 17 Beispiele zumindest eines „sich Rührens“ in einer Welt, die letztlich auch nur behauptet, auf dem „richtigen“ Weg zu sein und an vielen Stellen hauptsächlich dann doch nur soziale Ungerechtigkeit, Abwesenheit von Werten und eine rein funktionale Betrachtung von Menschen zuwege bringt.

Nach dem Zitat von Carl Zuckmayer, „die Welt wird nie gut, aber sie könnte besser werden“ Ideen zu entfalten und diese auch praktisch zu versuchen, dass aber ist nun einmal völlig legitim, solange es andere nicht mit Gewalt schädigt und im Buch durchaus anregend und interessant zu lesen.

Und dabei verweist das Buch auch darauf, dass vieles von dem, was als „utopisch“ in das Reich des „Unmachbaren“ verlegt wird, durchaus in der Geschichte oft und oft bereits gelebte Wirklichkeit war. Wo Eigentum für die Masse der Menschen nicht „das wichtigste Gut“ gewesen ist, wo „andere Lebensformen“ nicht gleich als Bedrohung angesehen wurden, sondern ihren Platz auf der Welt finden konnten.

„Gleichheit, Brüderlichkeit, Freiheit“ waren nicht nur in Frankreich immer wieder (wenn auch an manchen orten nur für kurze Zeit) bewegende Werte, der „Konsum“ hat nicht immer die „Masse Mensch“ fast alleine angetrieben. Und auch heute noch sind „Alternative“ zu finden, wie dieses Buch in seinen Portraits zeigt. Wobei es nicht darum geht, dass jeder Leser jeden Entwurf der Personen im Buch gleich auch wunderbar zu finden und für sich zu übernehmen hätte. Aber sich vielleicht in guter Form darauf hinweisen lässt, dass es „auch anders geht“, dass es eben keine „Alternativlosigkeit“ gibt, wie sie politisch gerne mal im Blick auf „das System“ behauptet wird.

Von bekannten Modellen wir „Christiana“ in Dänemark („alle macht allen“) mit durchaus Blick auch auf die Konflikte im Lauf der Jahrzehnte, über die eher unbekannten „alternativen Hacker von Calafou“ in Spanien (freie Software und technisches Know-How jenseits des „Systems“) bis hin zu „namibischen Sterntalern“ (ein regelmäßiger „Geldregen“ durch Bischof Kameeta mit am Ende sehr konstruktiven Folgen für 930 Menschen) reicht die Palette der „anderen Art“, dem modernen Leben zu begegnen.

Portraits, die allesamt interessant zu lesen sind, Projekte, die „Hand und Fuß“ haben, bzw. in naher Zukunft haben können und die den Kopf des Lesers mit „guten Visionen“ ein wenig durchlüftet.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Völlig real, 26. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Völlig utopisch: 17 Beispiele einer besseren Welt (Broschiert)
Das Buch ist grandios. Einige Mitglieder der sogenannten Weltreporter e.V., einem illustren Netzwerk deutscher Korrespondenten für große Presse- und Rundfunkanstalten, haben an den entlegensten Winkeln unserer Erde erstaunlichste Geschichten entdeckt. Über Menschen, die nicht nur keine Lust mehr auf das gesellschaftlicher Hamsterrad der westlichen Welt haben, sondern Visionen leben. Selten sind es Spinner, sondern meistens kluge, mutige junge und alte Männer und Frauen, die "eine bessere Zukunft heute ausprobieren".
Besonders berührt hat mich eine Geschichte über ein Alzheimerdorf in den Niederlande, in dem Demente trotz allem Normailtät erleben und so ihre Würde zurückgewinnen. Und das Kapitel über das israelische Dorf Kishorit nahe der libanesischen Grenze, in dem 150 geistig behinderte Juden, Araber und Drusen das schaffen, was ihre Regierungen seit Jahrzehnten nicht zu Stande bringen: in Frieden zusammenleben.

Das Buch ist voll von solchen Geschichten, die wir heute mehr denn je brauchen. Hoffentlich gibt es irgendwann einen zweiten Band!!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Utopien müssen nicht Utopien bleiben, 29. April 2014
Von 
Waldfee - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Völlig utopisch: 17 Beispiele einer besseren Welt (Broschiert)
Der Herausgeber Marc Engelhardt zeigt in seinem Werk 'Völlig utopisch' 17 Beispiele für alternative Lebensweisen. Und mit alternativ meine ich nicht Brötchen selber backen. Vielmehr sind hier Geschichten von Visionären dargestellt, welche ihre Vision bereits leben. Ein Dorf in Israel, in dem Juden, Araber und Drusen friedlich zusammenleben oder ein Alzheimer-Dorf in Holland, in dem die Betroffenen würdevoll miteinander leben.

Dieses Buch wird jedem Visionär einer besseren Welt Mut machen. Es zeigt, dass es geht. Und ganz nebenbei kommt man auf neue eigene Ideen.
Ich fühle mich beim Lesen ganz wunderbar. Die Freude darüber, dass Utopien nicht Utopien bleiben müssen, beflügelt mich.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ungewöhnlich informativ, 8. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Völlig utopisch: 17 Beispiele einer besseren Welt (Broschiert)
Schon lange habe ich nicht mehr ein solch interessantes Sachbuch gelesen: 17 Reportagen aus der ganzen Welt - und zwar von utopischen Projekten jenseits des Mainstreams. Da gibt es die eine oder andere Information, die man schon kennt (z. B. Christiania; Kopenhagen), aber insgesamt steckt das Buch voller interessanter Überraschungen und unglaublicher Versuche, das Leben anders zu strukturieren als der Rest der Welt.

Es kam mir auch entgegen, dass jede der 17 Reportagen gut zu lesen ist - und motivierend, die nächste auch noch schnell reinzuziehen. Ein echter Gewinn. Und sehr sehr empfehlenswert für Menschen, die sich für Varianten des Lebens interessieren, die nicht gängig sind.
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0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert, 5. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Völlig utopisch: 17 Beispiele einer besseren Welt (Broschiert)
Dieses Buch ist sicher nur sehr kurz aktuell aber deswegen nicht minder interssant. Habe es schon zweifach verliehen.
Außerdem ist es ein schön gestaltetes Buch.
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Völlig utopisch: 17 Beispiele einer besseren Welt
Völlig utopisch: 17 Beispiele einer besseren Welt von Marc Engelhardt (Broschiert - 10. März 2014)
EUR 14,99
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