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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zur Zivilgesellschaft gehört ein kooperativer Zivilkapitalismus. Lotters Appell an mündige Bürger
Da wagt sich aber einer was: In einer Gegenwart, in der Kapitalismuskritik en vogue ist, preist Lotter die Vorzüge genau jener Wirtschaftsform, die doch angeblich Wurzel allen Übels ist. Lotter bedient sich dabei eines einfachen, aber sehr prägnanten Mittels. Er macht den Kapitalismus zu dem, was er eigentlich ist: ein Werkzeug in den Händen von...
Vor 20 Monaten von Marion R. veröffentlicht

versus
9 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Boulevard-Niveau
Dieses Buch kann ich nicht ernst nehmen. Zwar ist mir nach der Lektüre klar, was Wolf Lotter mit ihm bezweckt: er plädiert für Eigeninitiative, Selbständigkeit, Eigenverantwortung und Selbstverwirklichung im ökonomischen Handeln. Überspitzt gesagt: Bürger traut euch etwas zu, setzt euch Ziele, werdet Unternehmer, Mit-Denker und...
Vor 18 Monaten von W. Wyniger veröffentlicht


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zur Zivilgesellschaft gehört ein kooperativer Zivilkapitalismus. Lotters Appell an mündige Bürger, 7. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Zivilkapitalismus: Wir können auch anders (Broschiert)
Da wagt sich aber einer was: In einer Gegenwart, in der Kapitalismuskritik en vogue ist, preist Lotter die Vorzüge genau jener Wirtschaftsform, die doch angeblich Wurzel allen Übels ist. Lotter bedient sich dabei eines einfachen, aber sehr prägnanten Mittels. Er macht den Kapitalismus zu dem, was er eigentlich ist: ein Werkzeug in den Händen von Menschen, die ihn nach Gutdünken formen können. Es sind die Menschen, die eine Gesellschaft und eine Ökonomie prägen. Damit wehrt er sich gegen vor allem linke Ideologien, die seit Marx und Lenin, im Kapitalismus die Wurzel allen Übels sehen und dabei völlig übersehen, dass die real existierenden Formen von Staatssozialismus und Kommunismus nicht viel anders agierten als andere Herrschaftsformen auch: Dort wie hier gab es die Besitzstandswahrer, Bestimmer und Machtausüber auf der einen und die Befehlsempfänger, Besitzlosen und Ohnmächtigen auf der anderen Seite - wenn auch unter anderem Vorzeichen. Worauf es Lotter ankommt, ist beim Menschen anzusetzen. Der ist es nämlich – entgegen jeder Verschwörungstheorien –, der sich seine Gesellschaft schafft. Es gibt die Macher und die, die machen lassen. Darum geht es Lotter: an dem Verhältnis der Ohnmächtigen zu den Mächtigen etwas zu verändern und das könne nur geschehen, in dem sich der Mensch frei nach Kant aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit erhebt und sein auch wirtschaftliches Leben selbst in die Hand nimmt. So kritisiert der Autor denn auch: „Leute, die für Bürgerinitiativen sind, für regionale und lokale Teilnahme an politischen Entscheidungen, für mehr Volksabstimmungen und aktives Bürgertum, die außerhalb der eingefahrenen Strukturen und Bürokratien für mehr Mitbestimmung kämpfen – diese Leute verweigern sich einer Annäherung an die persönliche und zivile Ökonomie, indem sie den „Kapitalismus“ und die „Wirtschaft“ und das „Kapital“ und sein „System“ samt der allgemein verorteten „Gier“ zu einem Feind erklären.“ Und fragt sich anschließend: „ Kann die Zivilgesellschaft, der große Schritt in die Emanzipation der Bürger von ihren Regierungen gelingen, wenn ihre Akteure materiell hilflos, abhängig und handlungsunfähig bleiben?“ Märkte sind für Lotter dann auch nichts anderes als Gespräche, bei denen es um Verhandlungen, nicht um Vorherrschaft geht. Und selbst die Börse ist in ihrer Ursprünglichkeit nichts anderes als ein „Reaktionsgefäß, ein Resonanzkörper“, die – in den Händen „von Unternehmern und Machern gestaltet würde“. Sie wäre „nichts anderes als eine Vermittlungsstelle zwischen Investoren und Unternehmen“, auf der man sich auf „konkrete Ziele einigen“ müsse. Heute dagegen ähnele die Börse eher einer Bühne, auf der „abartige Spielchen kauziger Finanz-Nerds“ gespielt würden.

Lotter beschreibt die Geschichte des Kapitalismus als eine, die es geschafft hat in großem Stil Fortschritt in die Welt zu bringen und Armut zu bekämpfen. Er hat Zugänge zur Bildung geschaffen und Klassenunterschiede soweit beseitigt, dass Kinder von Arbeitern studieren und Karriere machen können und er hat die Lebenserwartung durch Medizin, Technik und einen verbesserten Lebensstandard erhöht. Etwas, das in der privilegierten westlichen Welt gern vergessen wird. Er findet es dann auch anmaßend den aufstrebenden Völkern der Schwellen- und Entwicklungsländer gegenüber zu erklären, sie mögen bitte auf Wachstum und damit auf Bekämpfung von Elend, Hunger, Krankheit und Unterdrückung verzichten. Er zitiert den Wirtschaftswissenschaftler Jagdish Bhagwati („Verteidigung der Globalisierung“). Dieser tritt für einen weltweiten Kapitalismus „als Vehikel für mehr Gerechtigkeit bei Zugängen und Verteilungen“ ein. Er richtet sich gegen jene Globalisierungsgegner aus den besseren Bildungsmilieus, die ihr „Erwachen in anderen Disziplinen als den Wirtschaftswissenschaften erleben“. „Dass sich der Kapitalismus (…) auch als ein System betrachten lässt, dass paradoxerweise Privilegien abschaffen und wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen kann, ist eine nach wie vor unübliche Betrachtungsweise (…). Ich frage mich zum Beispiel oft, wie viele junge Kapitalismusskeptiker sich der Tatsache bewusst sind, dass eine sozialistische Planwirtschaft wie zum Beispiel Indien, in denen Märkte landesweit durch bürokratisch verwaltete Zuteilungen von Waren und Dienstleistungen ersetzt wurden, das Problem des ungleichen Zugangs zu solchen Dingen eher verschlimmerte als verbesserte. Sozialismus war nämlich gleichbedeutend mit Warteschlangen, die die gut Vernetzten und gut Ausgestatteten umgehen konnten, während die Marktwirtschaft einer größeren Zahl von Menschen den Zugang zur Supermarktkasse verschaffte.“ In Deutschland muss man gar nicht bis Indien schauen, um diesem Zitat uneingeschränkt zustimmen zu können. Es reicht ein Blick zurück vor 1989 in die planwirtschaftlich organisierte DDR und den anderen ehemals sozialistisch-geprägten Ländern Europas.

Aber Lotter geht es nicht darum anstelle dessen einem freischwebenden, zügellosen Neoliberalismus das Wort zu reden zu dem es keinerlei Alternative gibt. Im Gegenteil. Er verlangt nicht mehr und nicht weniger, als das sich der Mensch endlich zu seiner Mündigkeit, seinem Erwachsensein und damit verbunden Freiheit, Verantwortung und Selbstständigkeit im ökonomischen, gesellschaftlichen wie im psychosozialem Sinne bekennt. Er verlangt vom Bürger damit aufzuhören immer wieder den Schuldigen im System „Kapitalismus“ und bei den bösen Herrschenden und Reichen zu suchen, während er sich selbst wirtschaftlich unmündig und abhängig hält. Jemand, der einen Computer benutzt ohne zumindest in groben Zügen zu wissen, wie Hard- und Software funktionieren, wird bei der kleinsten Störung einen Techniker bestellen müssen. Er ist abhängig. Obwohl die Ökonomie eines der zentralsten Themen unseres Lebens ist, weigern wir uns mit den Grundlagen unserer eigenen, privaten Ökonomie zu befassen. Lieber wählen wir weiter die ökonomische Abhängigkeit und Unmündigkeit und beschweren uns über die herrschende Klasse.

Der Kapitalismus hat kein einheitliches Gesicht, sondern viele. Da er ein Instrument ist, wird dieses Instrument in den Ländern unterschiedlich eingesetzt. Das können wir schon allein in der EU beobachten. Und so hat der Kapitalismus auch geschichtlich seine Wandlungen erfahren. Als eigentliche Kapitalisten und Unternehmer bezeichnet Lotter Selbstständige, Klein- und Mittelständler, Familienunternehmen, die 90% aller Firmen ausmachten. Diese würden heute aber als überholtes Relikt angesehen, was ein gefährlicher Irrweg sei. „Ihr Unternehmertum, ihre Beharrlichkeit auch gegen staatliche Begehrlichkeiten, ihre persönliche Sturheit in der Durchsetzung ihrer Ziele passt nicht zum opportunistischen Modell des modernen Managements, in dem sich das Mittelmaß zur Macht aufgeschwungen hat.“ Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts seien die großen kapitalistischen Organisationen entstanden, die man laut Lotter nur unter Vorbehalt Unternehmen nennen kann. „Die großen Aktiengesellschaften bedienten sich am Personal und der Kultur der großen staatlichen Verwaltungen in Europa und den USA. Die Entwicklung dessen, was man Management und moderne Bürokratie nennt, verlief vollkommen verzahnt – und tut das bis heute… Machtsicherung betreibt man nicht mehr, indem man sich einer riskanten Konkurrenz mit anderen aussetzt oder durch Innovation, sondern durch die Etablierung von Monopolen, Trusts, Kartellen und Lobbys, die dafür sorgen, dass der Gesetzgeber – der als Bürokrat ohnehin dieselbe Sprache spricht – der kapitalistischen Großorganisation Privilegien erteilt oder wenigstens einen Informationsvorsprung verschafft. Machterhalt und Machtsicherung, die Politik des Status Quo und der Wahrung des Besitzstands, sind gemeinsame Merkmale “ So ähnelten sich auch die Struktur der Großunternehmen mit denen der Behörden und politischen Parteien. Der Betrieb dieser Organisationen wird legitimiert, „in dem man seine Macht verwaltet und erhält, aber nicht durch unternehmerisches Handeln, also Kapitalismus.“ Der heutige Kapitalismus bestehe nur noch aus Verwaltern: Manager und Betriebswirten und somit leitenden Angestellten und Bürokraten, die keinerlei unternehmerische Risiken und damit Verantwortung mehr auf sich nehmen würden. So haben sie auch den Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft verschlafen, der von ihnen Innovationen, eigenes Denken und neue Organisationsstrukturen abverlangen würde. Die herrschende Klasse im Sozialstaat sei der Angestellte. Das ganze System baue auf unselbstständiger Erwerbstätigkeit, in dem auch der Topmanager ähnliche Sozialschutzrechte wie die Kassiererin bei Aldi genieße. Ziel der gegenwärtigen Politik sei es demzufolge auch nicht, den Menschen zu einer guten, ihren Talenten und Fähigkeiten entsprechenden Tätigkeit zu verhelfen, sondern Zahler für ein überholtes Sozialsystem aus dem 19. Jahrhundert zu finden.

Was Lotter vorschwebt, ist ein neues Kapitel im Kapitalismus aufzuschlagen, in dem es um eine interaktive, kommunikative Ökonomie erwachsener, selbstbewusster Bürger geht, die ihre Dinge selbst in die Hand nehmen. In der Wissensgesellschaft, die die alte Industriegesellschaft ablöst, gehe es nicht mehr vorrangig um die Befriedigung von Massenbedürfnissen, sondern um individuelle. Es gehe um Vielfalt und Differenz, nicht um Gleichmacherei und Einheit. Er verdeutlicht das anhand der Maslow’schen Pyramide. Die Industriegesellschaft und der Massenkonsum waren nötig, um die untersten drei Stufen der Existenz zu befriedigen: Hunger, Durst, Unterkunft, Sicherheit, soziale Beziehungen. Heute nun stünden wir an der Schwelle, um die 5. Stufe der Pyramide zu befriedigen: Die Selbstverwirklichung. Im Zeitalter der Selbstverwirklichung gehe es darum zu erkennen, wer man ist und was man will. Er zitiert Mathias Horx: “Die Wissensökonomie setzt den Menschen frei - und bürdet ihm gleichzeitig die Verantwortung für sein Leben auf, das er nun als Selbstunternehmer gestalten kann, aber auch muss. Sie setzt auf Individualität, Kreativität und die Fähigkeit lebenslang zu lernen. Sie zwingt ihn in die Emanzipation.“ So sei auch die Doktrin der Zivilgesellschaft überschaubar: Die Gesellschaft, der Staat, die Gemeinschaft haben die Aufgabe alles denk- und menschenmögliche zu tun, um ihre Bürger so selbstständig wie möglich handeln zu lassen. Dafür müssten sich allerdings Kultur, Wertesystem und Schule ändern. Der Massenkonsum bliebe die Basis um die drei Grundbedürfnisse zu erfüllen. Darüber hinaus ginge es aber um die Erfüllung individueller Bedürfnisse, bei denen die Menschen haben wollen, was sie sich wünschen und nicht das, was der Markt ihnen bietet. In der Wissensgesellschaft geht es um Zugänge und um Usability des Systems. Lotter spricht von einem kooperativen, barrierefreien Kapitalismus. Das System muss so gestaltet sein, dass es für alle zugänglich, verstehbar und damit benutzbar ist. Zugänge sind mehr als Teilhabe. Es verlangt den aktiven Bürger, der sein Leben und die Demokratie gestaltet. Wer bessere Produkte, bessere Unternehmen, bessere Arbeitsbedingungen haben will, der kann sie nicht an die Politik delegieren, sondern muss sich selbst darum kümmern, dass die Dinge besser werden. Persönliche Wirtschaft, Entscheidungslehre und Selbstbewusstsein wären die neuen Pflichtfelder in der Schule. Gesellschaft und Demokratie müssen nach dem Subsidaritätsprinzip gestaltet sein. Entfaltung der individuellen Fähigkeiten, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung wären die neue Maxime anstelle eines egoistischen Fürsorgeanspruchs. Das wichtigste Instrument zur Aufhebung der Klassenunterschiede sei das Wissen, auch das Wissen um ökonomische Zusammenhänge. Soziale Gemeinschaft und Markt wären ein und dasselbe. Es gehe auch nicht darum, dass jeder Mensch Unternehmer werden müsse, aber es geht um die freie, kooperative und verantwortungsvolle Ausgestaltung von Arbeitsverträgen. Dies ist nur auf Augenhöhe möglich und nicht in Abhängigkeitsverhältnissen. Und so passen denn auch die Genossenschaften zum Zivilkapitalismus. Hier könne das Subsidaritätsprinzip gelebt werden.

An Lotters Betrachtungsweise gibt es sicher eine Menge auszusetzen. So erfahren die Herrschaftsverhältnisse, die in Form von Eigentum an Produktionsmitteln, Vererbung und Klüngelwirtschaft die ökonomisch-soziologische Verflechtung von Macht und Ohnmacht, Herrschaft und Abhängigkeit bedingen, eine vielleicht zu stiefmütterliche Behandlung. Betrachtet man Lotters Analyse und Argumente jedoch einmal nicht unter der ideologischen Brille, wie sie heute fast jede Diskussion um Veränderung schon im Keim erstickt, dann hat dieses Buch eine so immens wichtige Botschaft wie sie derzeit vergleichbar noch Harald Welzers Buch „Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand“ bereithält. Es geht um die Errichtung einer Zivilgesellschaft von mündigen Bürgern, die sich nicht länger von Politik und einem überholten, aus den Zügeln geratenen Wirtschaftssystem die Fäden aus der Hand nehmen lassen wollen. Wie Lotter immer wieder betont, gehört zum mündigen Zivilgesellschafter auch die Aneignung und Gestaltung von Wirtschaft. Und in der Tat gibt es ja bereits theoretische und praktische Versuche eines anderen Wirtschaftens, die nicht erst den Sozialismus einführen müssen, um funktionieren zu können. Darunter die Gemeinwohlökonomie (gemeinwohl-oekonomie.org), die Genossenschaftsbewegung und solidarische Ökonomie (akademie-solidarische-oekonomie.de), die durchaus auf dem kapitalistischen Fundament errichtet werden könnten. Dazu bedarf es eines „kleinen“ evolutionären Schrittes, einem festen Willen und dem Durchsetzungsvermögen der Zivilgesellschaft. Es ist merkwürdig, wie wenig diese neuen, innovativen Ideen Eingang in die Medien und damit in die breite Öffentlichkeit finden. Dabei sind sie seit Jahren vorhanden, werden im Netz diskutiert und auf Veranstaltungen vorgestellt, die nur eine kleine Öffentlichkeit erreichen. Es ist an der Zeit, dass diese Ideen einer breiten Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt werden. Anstelle dieses erregten, phrasenhaften Endlosgeplappers in den heutigen Polittalkshows, könnten und sollten diese neuen Gesellschafts- und Wirtschaftsformen ideologie- und herrschaftsfrei mit gesellschaftlichen Innovatoren geführt werden. „Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Eine Gesinnung ist eine Meinung, der die Informationen fehlen, um zu einer Haltung zu werden.“, 17. September 2013
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Zivilkapitalismus: Wir können auch anders (Broschiert)
Der Autor des vorliegenden Buches, der Publizist und Essayist des Wirtschaftsmagazins „brand eins“, Wolf Lotter, will gegen alle Widerstände seine Leser davon überzeugen, dass es sich lohnt, über Wirtschaft, über Ökonomie, über den Kapitalismus zu sprechen, Denn die allfällige Missachtung bis hin zur offenen Ablehnung vieler Bürger nimmt ihnen die Chance, als mündige und aktive Teilnehmer und Beteiligte einer Zivilgesellschaft Einfluss zu nehmen, sich zu engagieren und so beizutragen zu einer besseren Gesellschaft für alle, die er, basierend auf der sozialen Marktwirtschaft, Zivilkapitalismus nennt.
Eine „Zivilgesellschaft bedeutet eine radikale Abkehr vom Prinzip der Bevormundung und Fürsorge. Zivilgesellschaft ist Selbstbewusstsein, und das ist ohne die Fähigkeit, sich selbst zu bestimmen, nicht machbar.“ Dazu braucht man aber Informationen, Informationen, die Lotter in seinem Buch in großer Fülle liefert und diskutiert, denn „eine Gesinnung ist eine Meinung, der die Informationen fehlen, um zu einer Haltung zu werden.“ Weil wir wenig Lust und Motivation haben, uns mit ökonomischen Fragen zu beschäftigen, brechen Krisen wie Schicksalsschläge über uns herein und lassen uns nach der ordnenden Hand der Politik rufen.

Lotter vertraut nicht darauf, dass die Politik es schon richten wird. Sondern er setzt auf zivilgesellschaftliches bürgerliches Engagement, dessen Essenzen er in zehn Bezeichnungen beschreibt:

1. Wir sind erwachsen
2. Wir sind selbstbestimmt
3. Wir ermöglichen Zugänge
4. Zivilkapitalisten gehören sich selbst
5. Zivilkapitalismus ist eine Graswurzelbewegung
6. Zivilkapitalismus ist Realwirtschaft
7. Zivilkapitalismus ist Interesse am Anderen
8. Zivilkapitalismus stärkt die Übersichtlichkeit
9. Zivilkapitalisten sind fortschrittlich
Zusammenfassend zitiert er als Aufgabe Leo Tolstoi: „Damit die Lage der Menschen besser wird, müssen die Menschen selbst besser werden.“

Es ist gut und wohltuend, dass endlich wieder jemand diese Forderung erhebt und Menschen ermutigt, selbst für ihre „Besserung“ zu sorgen, anstatt nur nach der Wohlfahrt zu rufen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Plädoyer für den Kapitalismus. Wo bleibt der S***storm?, 24. Oktober 2013
Von 
Thomas Brasch (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zivilkapitalismus: Wir können auch anders (Broschiert)
Vor dieser grandiosen Verteidigung des kapitalistischen Denkens und Handelns, die Wolf Lotter mit Verve und mitreißender rhetorischer Klinge verfasst hat, ziehe ich den Hut und verneige mich vor seiner Courage. Seine Ideologiekritik der Antikapitalisten und Kapitalismuskritiker ist bestechend und mündet zunächst in der Feststellung, dass der Kapitalismus eben keine ideologische Weltanschauung ist, sondern lediglich als hilfreiches und bislang effektivstes Werkzeug zur Weltverbesserung erachtet werden muss.

Vorausgesetzt, man nimmt die ideologische Brille ab, ist es vollkommen schlüssig zu konstatieren, dass wir es vorwiegend dem kapitalistisch angetriebenen Fortschritt zu verdanken haben, dass es der Welt und der Mehrheit der Menschen heute besser geht als je zuvor. Das westliche Wohlstands-Jammern über die sich immer weiter spreizende Schere von Arm und Reich ist weit mehr das Ergebnis einer Bildungsschere von Wissen und Unwissen bzw. nicht wissen wollen. Die milieuübergreifende Unbildung über wirtschaftliche Zusammenhänge ist ursächlich für zahlreiche unsinnige kapitalistische Verschwörungstheorien – sowohl in der Vergangenheit als auch gegenwärtig. Mit Recht weist Wolf Lotter darauf hin, dass „wer von Wirtschaft nichts versteht, immer unmündig bleibt – und ganz gleich, ob er als Intellektueller oder Minijobber durchs Leben geht.“

Mitnichten verteidigt Wolf Lotter die historischen und aktuellen asozialen Auswüchse in diversen Marktwirtschaften. Doch die sind nicht dem Kapitalismus zuzuschreiben, sondern dem ethischen und menschlichen Verhalten aller Marktteilnehmer. Doch Märkte sind nun mal zwingender Bestandteil einer sich fortschrittlich entwickelnden Zivilisation. Und wer unvorbereitet auf die Märkte tritt, sollte nicht über unklare Regeln lamentieren, sondern verstehen lernen.

Wie geschrieben, ist Kapitalismus als Werkzeug zu verstehen und kennt somit keine Moral oder Ethik. So wenig wie man einen Hammer dafür verantwortlich machen kann, dass man sich schmerzlich auf den Daumen haut, so wenig kann man dem Kapitalismus anlasten, wenn er uns persönlich nicht zu Wohlstand verhilft. Verantwortlich hierfür sind denn auch nicht besser begabte Kapitalisten oder ein kapitalistisches System. Das System ist immer ein beliebter Sündenbock, wenn eigentlich wir es verbockt haben. Teilverantwortung trägt auch jeder selbst, der sich nicht die Mühe macht, den Umgang mit dem Werkzeug zu erlernen.

Dass Wolf Lotter in seinem Plädoyer nicht immer objektiv bleibt und manche Zeugen zur Entlastung des gescholtenen Kapitalismus fragwürdig sind – zum Beispiel der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus mit seinen Mikrokrediten, die zunehmend in Misskredit geraten – sei ihm zugestanden. Denn letztlich geht es ihm mit seinem Aufruf zu mehr Zivilkapitalismus darum, die vielen Kritiker des Kapitalismus aus ihrer Komfortzone zu zerren und dazu zu bewegen, endlich zu lernen wie dieses effektive Werkzeug für den Wohlstand der Nationen gehandhabt werden muss und es nicht ewig weiter diabolisch zu mythologisieren.

Doch hier beginnt denn am Ende des Buches ein fast utopisch anmutender Appell an unseren Verstand. Angesichts der geringen Wirkung kantischer Aufklärung vor über 200 Jahren bis heute, die uns fordert, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, um der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu entgehen, ist meine Erwartung an das Plädoyer von Wolf Lotter sehr bescheiden. Weit eher befürchte ich, dass wenn die Inhalte dieses Buches einer breiteren Öffentlichkeit bekannt würden, ein mächtiger S***storm über den Autor hinwegfegt.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre!, 28. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Zivilkapitalismus: Wir können auch anders (Broschiert)
Erfrischend klare Argumente für Eigenverantwortung statt Bevormundung und faktisch wie rhetorisch kraftvoll begründet und somit auch noch gut zu lesen!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswert, 22. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein nicht leicht zu lesendes Buch, fast eine wissenschaftliche Abhandlung, aber der Inhalt ist toll: Abkehr vom industriedominierten Kapitalismus (Mensch ist Teil der Maschinerie) mit den darauf basierenden Management- und unselbständigen Arbeitsmethoden und Hinwendung zu mehr Selbständigkeit und Eigenverantwortung der Individuen
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre - am besten vor der Wahl - ..., 29. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
… für alle, die sich mit typisch Lotter'schem/r Scharfsinn, Hellsicht und Prägnanz auf den Unterschied von "Gerechtigkeit" und "Fairness" aufmerksam machen lassen mögen,
… für alle, die genug haben vom Ruf nach dem (einlullenden) Rundumversorgerstaat,
… für alle, die als selbstbewusste und selbstbestimmte Wissensarbeiter Verantwortung für sich übernehmen und die Zumutung eigener Entscheidungen vertragen,
… für alle, die rechnen können und sich die Geschichte des (Anti-)Kapitalismus nicht dogmatisch zurechtbiegen (lassen),
… und für alle anderen erst recht.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen der Kapitalismus - ausnahmsweise nicht abwertend kommentiert..., 29. April 2014
Der Kapitalismus hat mehr zum Fortschritt der Menschheit beigetragen als jedes andere wirtschaflich-gesellschaftliche Phänomen. Nur den von ihm entfesselten Produktivkräften ist es zu verdanken, dass eine größere Zahl von Menschen als jemals zuvor sich satt essen, in komfortablen Behausungen leben, sich guter Gesundheit und hohen materiellen Wohlstands erfreuen kann. Die Geschichte des Kapitalismus ist eine einzige Erfolgsgeschichte. Nur dort, wo es ihn nie gab und noch immer nicht gibt, herrschen anhaltender Mangel und drückendes Elend. Nach der Implosion des Sozialismus ist er „übrig geblieben“. Doch er steckt unverkennbar in der Krise. Scharen von Kritikern, allesamt ausschließlich durch seine Errungenschaften in die Lage versetzt, ein Leben ohne materielle Sorgen und Existenzängste zu führen, werden täglich größer. Viele von ihnen (wirtschaftsferne Künstler, Lehrer, unproduktive Staatsbürokraten, etc.) haben keinen blassen Schimmer von Ökonomie. Während aber Analphabeten sich für ihr peinliches Defizit üblicherweise genieren, sind diese „Inumeranten“, die sich in nicht wenigen Fällen als intellektuelle Elite verstehen, sogar noch stolz auf ihre Ahnungslosigkeit in Wirtschaftsfragen. Wie schon zu Aristoteles' Zeiten, gilt es in diesen Kreisen immer noch als ordinär, produktiv zu arbeiten. Damit nicht genug, verachtet man die, die es doch tun und jene, die sich mit Fragen der ertragreichsten Organisationsform eines Wirtschaftssystems beschäftigen. Die Verachtung für die Ökonomie ist politisch gleich verteilt. „Inumeranten“ und glühende Antikapitalisten finden sich von ganz links bis rechts außen. Warum ist das so?

Der Autor, gebürtiger Österreicher, Gründungs- und Redaktionsmitglied des deutschen Wirtschaftsmagazins „brand eins“, Wolf Lotter, präsentiert Erklärungen (zu denen vor ihm auch schon die Protagonisten der „Österreichischen Schule“ gefunden haben). Er stößt sich nicht an der pejorativen Etikette „Kapitalismus“, stellt aber unmissverständlich klar, was der heute herrschende „Industrie- und Finanzkapitalismus“ ist, was er in der Vergangenheit geleistet hat und an welchen Fehlentwicklungen er – im Gegensatz zur Politik – keine Schuld trägt. Und Lotter hat klare Vorstellungen davon, woran das herrschende System krankt und wodurch es zweckmäßigerweise abzulösen ist.

Dabei schwebt ihm aber keineswegs die 276. Version eines utopischen „dritten Weges“ vor, wie so vielen selbsternannten zeitgeistigen „Experten“, die nur am Verkauf alten Weins in neuen Schläuchen interessiert sind, sondern schlicht die Besinnung auf den Grundwert der Aufklärung: Den eigenen Verstand gebrauchen! Jeder einzelne hat Verantwortung zu übernehmen und sich nicht mit demokratisch legitimierter Fremdbestimmung abfinden und der von den Sozialisten in allen Parteien geforderten „Teilhabe“ abspeisen zu lassen. In der rezenten Spielart des Kapitalismus, nach dem Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft, sieht Lotter ein Auslaufmodell. Nicht von unkreativen Politikern und Managern (= Bürokraten) geführte, geplante und überwachte, geisttötende Lebensmodelle und Arbeitsabläufe sind es, die jetzt und künftig gefragt sind, sondern die engagierte Tätigkeit hoch motivierter, weitgehend selbständig handelnder Bürger und „Intrapreneure“. Die dieser neu entstehenden Zivilgesellschaft entsprechende Organisationsform nennt der Autor "Zivilkapitalismus" - eine Bezeichnung, die indes nicht vollends überzeugt. Immerhin wurde dessen von Lotter als "Industirekapitalismus" titulierter Vorläufer auch nicht von Militärs entwickelt und getragen...
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9 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Boulevard-Niveau, 2. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Zivilkapitalismus: Wir können auch anders (Broschiert)
Dieses Buch kann ich nicht ernst nehmen. Zwar ist mir nach der Lektüre klar, was Wolf Lotter mit ihm bezweckt: er plädiert für Eigeninitiative, Selbständigkeit, Eigenverantwortung und Selbstverwirklichung im ökonomischen Handeln. Überspitzt gesagt: Bürger traut euch etwas zu, setzt euch Ziele, werdet Unternehmer, Mit-Denker und Mit-Gestalter, nehmt "die Sache selbst in die Hand" (S. 12), handelt nach zivilgesellschaftlichen Prinzipien. Das soll zum "Zivilkapitalismus" führen.
Leider meinte der Autor, diesen Appell oder Aufruf in einem 209 Seiten plus 11 Seiten "Essenz" umfassenden Text begründen, erklären oder erläutern zu müssen. Das hätte er besser nicht getan, denn herausgekommen ist ein Text, der von flotten Sprüchen statt präziser Sprache, von Pauschalurteilen, widersprüchlichen Aussagen, falschen Unterstellungen und aufdringlichen Belesenheitsnachweisen nur so strotzt. Peinlich, was er mit den rund 100 zitierten Autoren (von Aristoteles bis Luhmann) alles anstellt. Ein solcher Text macht eine differenzierende Besprechung unmöglich. Deshalb begnüge ich mich mit dem Rat, seine Zeit nicht mit diesem Buch zu vergeuden - so wie ich das leider getan habe. Immerhin bekam ich eine gründliche Einführung in den schnodderig daherkommenden Boulevard-Journalismus.
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend..., 9. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Zivilkapitalismus: Wir können auch anders (Broschiert)
Von Wissenschaftlicher Abhandlung weit entfernt, bedient sich das Buch einer für mich grässlichen Sprache. In meiner zehnjährigen Karriere als Wissenschaftler ist mir noch nie eine Abhandlung oder Diskussion untergekommen, die in diesem Stil verfasst/geführt wurde. Jedes Kapitel endet mit einer Arie gegen "die Politiker" und "die Antikapitalisten" - vollkommen ohne Differenzierung - oftmals mit einem vulgären "Trottel", "Idiot" oder auch einmal "Geisteskrank". Alleine das ist schon eine Disqualifizierung als ernstzunehmendes "wissenschaftliches" Buch. Zum Teil werden Schlüsse stark vereinfacht und zur "self-fulfilling Prophecy". Etwa die Aussage, dass Kapitalismus unternehmerische Dynamik sei und, weil auch Marx und Engels Unternehmer seien (Agenten der Veränderung), seien diese lupenreine Kapitalisten. Umgelegt auf das Leben an sich: alles Leben ist unternehmerische Dynamik (sicher nicht ganz falsch) - also in dem Schluss, dass Leben ist auch lupenrein kapitalistisch - oder im weiteren: alle dynamischen (unternehmerischen) Prozesse. Von einem steady state Zustand eines Systems möchte ich da jetzt erst gar nicht reden. Ich hätte mir mehr empirische Induktion, eine klare, professionelle, wissenschaftliche Herangehensweise erwartet.
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Gerede, 15. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zivilkapitalismus: Wir können auch anders (Broschiert)
Dass Buch ist aufschlussreich und viele interessante Informationen.
Leider aber auch etwas kompliziert geschrieben und ich kann persönlich den Autor nicht immer folgen
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Zivilkapitalismus: Wir können auch anders
Zivilkapitalismus: Wir können auch anders von Wolf Lotter (Broschiert - 26. August 2013)
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