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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichtsschreibung (auch) als literarisches Vergnügen
"Nichts an dem, was die Forschung an Wichtigem zu Tage gefördert hat, soll dem Leser vorenthalten werden - und doch soll er es verstehen, ja es soll sein Interesse soweit geweckt, und nach Möglichkeit befriedigt, werden, daß er bei der Sache bleibt."
Geschichtsschreibung nicht für ein kleines, elitäres Publikum von Spezialisten, sondern...
Veröffentlicht am 18. August 2005 von Michael Dienstbier

versus
3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es geht
Ich will hier mal den übrigen Rezensionen etwas entgegenbieten. Das Buch gehört zwar zu den Standardwerken über das antike Athen, jedoch sind viele der Thesen, die Meier vertritt, längst überholt. Auch ist es wohl zu empfehlen zunächst ein kurzes Übersichtswerk zu lesen. Historische Abläufe erschließen sich sonst ob des...
Veröffentlicht am 22. März 2011 von J. Stabel


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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichtsschreibung (auch) als literarisches Vergnügen, 18. August 2005
Von 
Michael Dienstbier "Privatrezensent ohne fina... (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
"Nichts an dem, was die Forschung an Wichtigem zu Tage gefördert hat, soll dem Leser vorenthalten werden - und doch soll er es verstehen, ja es soll sein Interesse soweit geweckt, und nach Möglichkeit befriedigt, werden, daß er bei der Sache bleibt."
Geschichtsschreibung nicht für ein kleines, elitäres Publikum von Spezialisten, sondern für die breite Masse von Interessierten. Dieses Anliegen verdeutlicht der Autor in dem Nachwort seiner erstmals 1993 erschienenden Darstellung über die Entwicklung Athens im klassischen Zeitalter. Nur wer Geschichte auch als "literarisches Genus" begreiffe, so Meier, könne ein breites Publikum erreichen und begeistern.
Und wenn ein Historiker diese Fähigkeit hat, dann es ist Christian Meier. Er ist nicht nur Wissenschaftler, sondern auch ein sprachgewandter Schriftsteller, der es versteht, Ereignisse, Personen und Institutionen so darzustellen, dass sie den Leser unweigerlich in seinen Bann ziehen.
Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Darstellung von Meiers Kernthese des "Sonderwegs" Athens im fünften vorchristlichen Jahrhundert. Datiert wird der Beginn dieses Wegs mit der Schlacht bei Salamis 480 v.Chr., bei welcher es den Athenern gelang, die Flotte des persischen Großkönigs Xerxes zu besiegen. Die größte Bedrohung der griechischen Poleis, eben der Krieg mit den Persern, war somit gebannt. Als "Nadelöhr" der Weltgeschichte bezeichent Meier diese Schlacht, da die athenische Demokratie wohl niemals hätte entstehen können, wenn Griechenland unter persische Herrschaft, welche monarchisch organisiert war, gelangt wäre.
Dennoch beschränkt sich die Darstellung nicht auf die Darlegung der Ereignisse von Salamis bis zum Ende des Peloponnesischen Krieges 404, sondern beleuchtet auch sehr detailliert, die Vorgeschichte, die Voraussetzungen, des Sonderwegs der Polis Athen. Es beginnt mit Erläuterungen zur griechischen Kolonisation ab ungefähr 750, den Reformen Drakons (620) und Solons (wohl um 575), der Tyrannis unter Peisistratos (ab 560), dem Sturz der Tyrannis (510) und dem Beginn der Reformen des Kleisthenes (508/7), die als Vorstufe der Demokratie, der so genannten Isonomie, bewertet werden. Der Perserkrieg, beginnend mit den ionischen Kriegen 499, mit dem ersten Höhepunkt bei der Schlacht von Marathon 490 und dem Jahrzehnt bis zum Nadelöhr bei Salamis, geprägt durch das Wirken des Themistokles, runden die Vorgeschichte des "Sonderwegs" ab.
Die Gründung des delphisch-attischen Seebundes 477 begründete die Weltmachtstellung Athens im fünften Jahrhundert aus der sich das welthistorisch Neue, die Einführung der Demokratie unter Perikles 461, erklären lässt. Der beginnende Dualismus mit Sparta und der daraus resultierende peloponnesische Krieg ist Thema der letzten beiden Kapitel des Buches.
Meier beschränkt sich nicht nur auf einen Abriss der Ereignissgeschichte dieser Zeit, dazu hätte es wohl nicht mehr als 700 Seiten gebraucht, sondern analysiert auch eingehend den Wandel der Institutionen vor und während der Demokratie sowie die Kultur Athens. Dabei liegt sein Interesse vor allem auf der Bedeutung der griechischen Tragödie. Meiers Einordnung der Tragödien des Aischylos, Sophokles und Aristophanes in den gesellschaftlichen Kontext und ihre kaum zu unterschätzende Wirkung auf die Stabilität und das Funktionieren der Demokratie, gehören zu dem absoluten Höhepunkt der Darstellung.
Fazit: "Athen" ist ein Epos mit, wie erwähnt, mehr als 700 Seiten, wird aber niemals langweilig und liest sich leichter und spannender als so mancher Roman. Genau dies war ja auch Meiers Anliegen, wie das oben angeführte Zitat verdeutlicht. Meiner Ansicht nach verdient dieses Buch durchaus die Bezeichnung "Infotainment". Das wissenschaftliche Niveau ist jedoch um ein vielfaches höher als die große Anzahl populärhistorischer Beiträge mit einem (pseudo)-wissenschaftlichen Anspruch, die den deutschen Buch- und Fernsehmarkt dominieren.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das fremde Athen, 11. Juli 2007
Von 
Blaumaintal "blaumaintal" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Das Buch kommt ohne wissenschaftlichen Apparat aus (Quellenangaben, Literaturverzeichnis), bietet aber davon abgesehen eine anspruchsvolle Darstellung der Thematik und ist sehr lebendig und anregend geschrieben. Das Unerhörte der Demokratie im Athen des Altertums, eine Art von Anachronismus bedenkt man die sonst überall damals üblichen Regierungsformen, aber auch die kaum glaubliche, konsequente Rationalisierung der Politik (so gibt etwa Themistokles Athen aufgrund langer, strategischer Vorausplanung preis um sich mit den im Grunde überlegenen Persern auf dem für die Athener noch ungewohnten Meer bei Salamis zu messen), stellt das Buch wunderbar dar. Zugrunde geht dann Athen letztlich, trotz aller unerhörter Rationalität, die es auch späterhin immer wieder kennzeichnet, an Überspannung der Kräfte und der eigenen Hybris. Dabei macht das Buch auch immer wieder deutlich, wie fremd uns Heutigen die damaligen Athener im Grunde sind, nicht zuletzt in dem unheimlichen politischen Engagement aller Bürger (gemeint sind natürlich nur die in Athen geborenen freien Männer), das ihr ganzes Leben durchdrang. Das Leben dieser Menschen spielte sich viel mehr im öffentlichen Bereich ab, als das Unsrige, und die Möglichkeiten der Teilnahme am öffentlichen Geschehen auch für den normalen Vollbürger im demokratischen Athen sind ziemlich beeindruckend. Besonders interessant fand ich auch zu erfahren, wie sich die damalige politische Situation immer wieder in der Kunst wiedergespiegelt hat, sozusagen einem der "klassischen" Prunkstücke und Vermächtnisse Athens. Unter anderem (Meisterwerke der bildenden Kunst, der Philosophie und Architektur) wird hier besonders auch die überragende Bedeutung der Tragödie für diese Polis herausgestellt, deren sie, die Wege des Üblichen immer wieder kühn verlassend, besonders bedürftig gewesen zu sein scheint. Ich bin mit diesem Buch vollauf zufrieden.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte, wie sie nicht im Schulbuch steht!, 30. Oktober 2001
Von 
Rezension bezieht sich auf: Athen (Taschenbuch)
Ich stimme dem anderen Rezensenten zu: das Buch läßt sich wie ein Roman lesen! Dabei ist es ganz eindeutig ein Fachbuch, das das Leben, die sozialen Verhältnisse und die Geschichte der Stadt tiefgehend beleuchtet. Prof. Maier verläßt die in Schulbüchern üblichen Schemata und versucht dem Leser auch das zu vermitteln, was zwischen den Zeilen der Geschichte steht. Es entsteht ein völlig neues Bild der Antike, sowohl was die Personen als auch was die Lebensumstände betrifft. Für jeden Griechenland/Athen-Freund ein Muss!
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für jeden Griechenland-Liebhaber, 20. Juli 2001
Rezension bezieht sich auf: Athen (Taschenbuch)
Meine Bewunderung für das antike Griechenland begann mit dem Drama "Antigone" vom Sophokles. Um Hintergrundwissen, der damaligen Verhältnisse in Griechenland zu erlangen wurde mir dieses Buch von dem einzigartigen Historiker Christian Meier empfohlen. Es ist zwar dick und voller Informationen, doch es liest sich wie ein Roman. Die Griechen die eine einzigartige Kultur (500 Jahre vor Chr.) entwickelten, die nicht von einem Monarchen ausging. Die erste Demokratie der Weltgeschichte fasziniert auch noch heute jeden.
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4.0 von 5 Sternen Faszinierend und umfangreich geschriebene Geschichte Athens, 21. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Athen: Ein Neubeginn der Weltgeschichte (Broschiert)
Christian Meiers Buch ist eine umfangreiche Darstellung der Geschichte Athens, die trotz ihrer Komplexität auch für Einsteiger und Interessierte geeignet ist. Die geradezu mitreißende Nacherzählung der Seeschlacht bei Salamis hilft bei dem Einstieg in die Lektüre ungemein und weckt gerade bei Einsteigern Interesse an der antiken Geschichte.

Leider wird Meier danach sehr abstrakt und theoretisch, seine Ausführungen zur Mentalität und den Besonderheiten attischen Denkens sind nicht sehr stringent und zuweilen redundant. Die Hoffnung auf Besserung - denn Meier hat im Einstiegskapitel ja gezeigt, dass Er es versteht Interesse und Faszination zu erzeugen - erleichtert dem Leser aber das Weiterlesen und wird auch erfüllt.

Ausgesprochen gelungen ist die Auswahl der Abbildungen, die wichtige kulturelle Entwicklungen gekonnt begleiten und ergänzen.

Wer den Einsteg in die griechische Geschichte sucht, und nebenbei noch etwas über die Geschichte des Perserreiches, Spartas und Thebens lernen möchte, dem sei "Athen - Ein Neubeginn der Weltgeschichte" wärmstens empfohlen. Gerade politische Entwicklungen und gesellschaftliche Neuerungen beschreibt Meier mit Liebe zum Detail und lässt den Leser so mitempfinden, wie das Fundament unserer Demokratie entstand.
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5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Überblickswerk, 25. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Athen: Ein Neubeginn der Weltgeschichte (Broschiert)
Kann das Buch jedem empfehlen der Hausarbeiten zum antiken Athen verfassen muss.
Teilweise wird man mit unnötigen Details genervt, das durchlesen lohnt sich allerdings, da man ein tolles Gesamtbild erhält.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es geht, 22. März 2011
Ich will hier mal den übrigen Rezensionen etwas entgegenbieten. Das Buch gehört zwar zu den Standardwerken über das antike Athen, jedoch sind viele der Thesen, die Meier vertritt, längst überholt. Auch ist es wohl zu empfehlen zunächst ein kurzes Übersichtswerk zu lesen. Historische Abläufe erschließen sich sonst ob des ausschweifenden, eigenwilligen Gedankenganges des Autors nur sehr schwer. Oft wirkt der Inhalt der einzelnen Kapitel sehr willkürlich "zusammengewürfelt".
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Athen: Ein Neubeginn der Weltgeschichte
Athen: Ein Neubeginn der Weltgeschichte von Christian Meier (Broschiert - 1. Oktober 2012)
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