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4,3 von 5 Sternen
Menschen und Mächte
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Oktober 1999
Seit dem Erscheinen des Buches 1987 hat sich das politische Weltbild dramatisch geändert. Ein großer Teil des Buches beschäftigt sich mit der deutschen Teilung und bzw. der Sowjetunion, die ja nun beide nicht mehr existent sind. Aber gerade in dieser "Un-Aktualität" liegt der große Reiz dieses Buches für den heutigen Leser. Schmidt beschreibt desöfteren wie er sich die Zukunft Europas bzw. der Welt vorstellt. Natürlich konnte er nicht die tatsächlichen Entwicklungen vorhersehen, aber seine Darstellung der Weltmächte und seine politischen Prognosen verdeutlichen einem die damalige Situation und machen sie nachvollziehbar für die Mitglieder der jungen Generation (z.B. ich). Schmidt erläuter auch recht ausführlich seine außenpolitische Handlungsweise (z.B NATO-Doppelbeschluß) und liefert Hintergrundinformationen wieso er zu diesen Entscheidungen kam. Alles in allem ein faszinierendes Buch das Einblicke in die WEltpolitik der 70er und frühen 80er Jahre liefert, natürlich nur einen subjektiven Einblick.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Wer den Frieden in der Welt haben will, der muß auch bereit sein, dafür etwas zu geben!"
Mit diesem Satz endet dieses 470 Seiten* starke erste Buch der Trilogie politischer Erinnerungen von Helmut Schmidt. Während die meisten seiner bisher zirka 40 Buch-Veröffentlichungen (Stand Ende 2011) konkreten Themen zugewandt sind, in denen sich Erinnerungen, Einschätzungen und Analysen der gegenwärtigen Situation und daraus abgeleitete Prognosen und Handlungs-Empfehlungen für die Zukunft finden, legte er 1987 mit "Menschen und Mächte" den ersten Band seiner politischen Erinnerungen vor.

Politische Erinnerungen ist nicht gleichzusetzen mit Autobiographie! Eine Autobiographie im herkömmlichen Sinne der ganzheitlichen Selbstbespiegelung gibt es von Helmut Schmidt nicht, wird es auch nicht geben. Das müssen Biographen übernehmen.
Diese Haltung hielt Schmidt erfreulicherweise aber nicht davon ab, zumindest Erinnerungen an besondere und hervorhebenswerte Situationen und Begegnungen seines öffentlichen politischen Lebens niederzuschreiben. So gewinnt der Leser sehr gute Einblicke hinter die Kulissen von Gipfeltreffen auf höchster politischer internationaler Ebene, von Verläufen kritischer Situationen, die Mühsal mit oft allzu menschlichen Befindlichkeiten auch in höchsten Regierungskreisen, aber auch von humorvollen Albernheiten zwischen Staats-Chefs.

In "Menschen und Mächte" konzentriert sich Schmidt auf Begebenheiten mit den Weltmächten USA, Sowjetunion und China. Letzteres so zu betrachten war 1987 noch keineswegs selbstverständlich! Schmidt berichtet hintergründig, pointiert und aufschlussreich über sein persönliches Verhältnis zu den US-Präsidenten Nixon/Ford/Carter/Reagen, zu Sowjet-Präsident Breschnew und Chinas Führern Mao Zedong und Deng Xiaoping, sowie wichtigen Regierungsmitgliedern der jeweiligen Administrationen wie Henry Kissinger, George Shultz oder Gromyko usw., über die Vorzüge und Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit, über gelungenes und vergebene Chancen.
Worum es auch geht, Schmidt schildert gleichsam sachlich und spannend, hebt sich selbst nie in den Vordergrund, selbst dann nicht, wenn es um Entwicklungen geht die er forciert hat, um Entscheidungen geht, die ohne ihn undenkbar gewesen wären. Der Leser wird es, so er es nicht aus anderen Quellen weiß, am Sprach-Modus nicht herauslesen.

Das stellt den größten und auch angenehmsten Kontrast zu vielen anderen Politiker-Erinnerungen dar. Liest man beispielsweise in den mehrbändigen Politischen Erinnerungen von Helmut Kohl, so wird einem (unangenehm) auffallen, dass penetrant häufig Formulierung wie "ich habe... / durch mich.../ Aufgrund meiner Anregung... Ich, ich, ich, mir und mein und wieder ich" auftauchen.
So nicht bei Schmidt! Nicht eine Zeile lang entsteht der Eindruck, hier würde jemand an seinem eigenen Denkmal meißeln.

"Menschen und Mächte" beleuchtet die fernen, mächtigen internationalen Partner in der Sowjetunion - 135 Seiten, den USA - 180 Seiten, China - 80 Seien und abschließend 20 Seiten über Japan und seine Präsidenten Takeo Fukuda und Nakasone.
Drei Jahre später, 1990, im zweiten Band "Deutschland und seine Nachbarn" schildert Schmidt Erlebtes in Europa und mit europäischen Spitzen-Leuten. Abgeschlossen wurde diese Trilogie 1996 mit "Weggefährten", wo es rundum um Menschen geht, mit denen Helmut
Schmidt besonderes verbindet.

Ganz deutlich und glaubhaft tritt in allen drei autobiographischen Bänden hervor, dass Schmidt zwar von Begebenheiten und Erlebnissen aus seinem Leben erzählt, sich selbst aber nicht in den Mittelpunkt des Geschilderten rückt.
Selbst bei diesen autobiografischen Schriften, geht es ihm weniger um die eigene Person oder bestmögliche Selbstdarstellung, viel mehr um das Mahnen zur Vernunft, zum entschlossenen und verantwortungsvollen Handeln für Stabilität und den nur daraus folgend möglichen Frieden.

In dem ihm eigenen rhetorischen Stil beschreibt Schmidt erzählerisch spannend selbst hochkomplexe politische Vorgänge und führt den Leser zu der Einsicht, daß wie auch auf jeder anderen gesellschaftlichen Ebene, auch und gerade zwischen großen Mächten und Weltmächten, Meinungsverschiedenheiten und Gefahrenpotentiale besser zu bewältigen, einzudämmen oder sogar auflösbar sind, wenn die Akteure möglichst oft und möglichst direkt miteinander reden. Der vertrauensvolle Umgang miteinander und die Gewißheit von Verläßlichkeit des Gegenübers, wiegen unendlich viel mehr, als ideologischer Aktionismus. Die andere Seite zu kennen und zu verstehen, ist gegenseitig unerläßlich für die Wahrung des Friedens. Nur der Wille zum fairen Kompromiß löst Gefahren auf, nicht das betonierte Beharren auf den eigenen Standpunkt.

Bücher von Helmut Schmidt erreichten alle sehr hohe Auflagen, "Menschen und Mächte" zählt mit bisher über 800.000 verkauften Exemplaren allein Deutschland (hinzu kommen übersetzte Auslands-Auflagen) zu seinen absoluten Bestsellern - zurecht!

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* Die abweichende Seitenzahl von 544 Seiten der 2011 erschienenen broschierten Neuauflage im Pantheon Verlag, zu 470 Seiten der originalen gebundenen Ausgabe von 1987 bei Siedler, sowie einiger Lizensdrucke und Taschenbuch-Ausgaben, begründet sich lediglich durch ein anderes Seitenformat. Inhaltlich ist diese Ausgabe 2011 nicht verändert oder ergänzt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wer den Frieden in der Welt haben will, der muß auch bereit sein, dafür etwas zu geben!"
Mit diesem Satz endet dieses 470 Seiten starke erste Buch der Trilogie politischer Erinnerungen von Helmut Schmidt. Während die meisten seiner bisher zirka 40 Buch-Veröffentlichungen (Stand Ende 2011) konkreten Themen zugewandt sind, in denen sich Erinnerungen, Einschätzungen und Analysen der gegenwärtigen Situation und daraus abgeleitete Prognosen und Handlungs-Empfehlungen für die Zukunft finden, legte er 1987 mit "Menschen und Mächte" den ersten Band seiner politischen Erinnerungen vor.

Politische Erinnerungen ist nicht gleichzusetzen mit Autobiographie! Eine Autobiographie im herkömmlichen Sinne der ganzheitlichen Selbstbespiegelung gibt es von Helmut Schmidt nicht, wird es auch nicht geben. Das müssen Biographen übernehmen.
Diese Haltung hielt Schmidt erfreulicherweise aber nicht davon ab, zumindest Erinnerungen an besondere und hervorhebenswerte Situationen und Begegnungen seines öffentlichen politischen Lebens niederzuschreiben. So gewinnt der Leser sehr gute Einblicke hinter die Kulissen von Gipfeltreffen auf höchster politischer internationaler Ebene, von Verläufen kritischer Situationen, die Mühsal mit oft allzu menschlichen Befindlichkeiten auch in höchsten Regierungskreisen, aber auch von humorvollen Albernheiten zwischen Staats-Chefs.

In "Menschen und Mächte" konzentriert sich Schmidt auf Begebenheiten mit den Weltmächten USA, Sowjetunion und China. Letzteres so zu betrachten war 1987 noch keineswegs selbstverständlich! Schmidt berichtet hintergründig, pointiert und aufschlussreich über sein persönliches Verhältnis zu den US-Präsidenten Nixon/Ford/Carter/Reagen, zu Sowjet-Präsident Breschnew und Chinas Führern Mao Zedong und Deng Xiaoping, sowie wichtigen Regierungsmitgliedern der jeweiligen Administrationen wie Henry Kissinger, George Shultz oder Gromyko usw., über die Vorzüge und Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit, über gelungenes und vergebene Chancen.
Worum es auch geht, Schmidt schildert gleichsam sachlich und spannend, hebt sich selbst nie in den Vordergrund, selbst dann nicht, wenn es um Entwicklungen geht die er forciert hat, um Entscheidungen geht, die ohne ihn undenkbar gewesen wären. Der Leser wird es, so er es nicht aus anderen Quellen weiß, am Sprach-Modus nicht herauslesen.

Das stellt den größten und auch angenehmsten Kontrast zu vielen anderen Politiker-Erinnerungen dar. Liest man beispielsweise in den mehrbändigen Politischen Erinnerungen von Helmut Kohl, so wird einem (unangenehm) auffallen, dass penetrant häufig Formulierung wie "ich habe... / durch mich.../ Aufgrund meiner Anregung... Ich, ich, ich, mir und mein und wieder ich" auftauchen.
So nicht bei Schmidt! Nicht eine Zeile lang entsteht der Eindruck, hier würde jemand an seinem eigenen Denkmal meißeln.

"Menschen und Mächte" beleuchtet die fernen, mächtigen internationalen Partner in der Sowjetunion - 135 Seiten, den USA - 180 Seiten, China - 80 Seien und abschließend 20 Seiten über Japan und seine Präsidenten Takeo Fukuda und Nakasone.
Drei Jahre später, 1990, im zweiten Band "Deutschland und seine Nachbarn" schildert Schmidt Erlebtes in Europa und mit europäischen Spitzen-Leuten. Abgeschlossen wurde diese Trilogie 1996 mit "Weggefährten", wo es rundum um Menschen geht, mit denen Helmut
Schmidt besonderes verbindet.

Ganz deutlich und glaubhaft tritt in allen drei autobiographischen Bänden hervor, dass Schmidt zwar von Begebenheiten und Erlebnissen aus seinem Leben erzählt, sich selbst aber nicht in den Mittelpunkt des Geschilderten rückt.
Selbst bei diesen autobiografischen Schriften, geht es ihm weniger um die eigene Person oder bestmögliche Selbstdarstellung, viel mehr um das Mahnen zur Vernunft, zum entschlossenen und verantwortungsvollen Handeln für Stabilität und den nur daraus folgend möglichen Frieden.

In dem ihm eigenen rhetorischen Stil beschreibt Schmidt erzählerisch spannend selbst hochkomplexe politische Vorgänge und führt den Leser zu der Einsicht, daß wie auch auf jeder anderen gesellschaftlichen Ebene, auch und gerade zwischen großen Mächten und Weltmächten, Meinungsverschiedenheiten und Gefahrenpotentiale besser zu bewältigen, einzudämmen oder sogar auflösbar sind, wenn die Akteure möglichst oft und möglichst direkt miteinander reden. Der vertrauensvolle Umgang miteinander und die Gewissheit von Verlässlichkeit des Gegenübers, wiegen unendlich viel mehr, als ideologischer Aktionismus. Die andere Seite zu kennen und zu verstehen, ist gegenseitig unerlässlich für die Wahrung des Friedens. Nur der Wille zum fairen Kompromiss löst gefahren auf, nicht das betonierte Beharren auf den eigenen Standpunkt.

Bücher von Helmut Schmidt erreichten alle sehr hohe Auflagen, "Menschen und Mächte" zählt mit bisher über 800.000 verkauften Exemplaren allein Deutschland (hinzu kommen übersetzte Auslands-Auflagen) zu seinen absoluten Bestsellern - zurecht!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. März 2000
Zwar lassen die Entwicklungen seit 1989/90 dieses Buch äusserst unzeitgemäss und überholt erscheinen. Dennoch ist es hochinteressant, einmal in die Zeit des Kalten Krieges wieder einzutauchen, um festzustellen, wie prekär die damalige Weltlage und wie schwierig es für Bundeskanzler Schmidt teilweise war, seine Interessen im Orchester der Weltmächte durchzusetzen. Sehr lehrreich für politikinteressierte Menschen und nicht das einzige interessante Buch von Helmut Schmidt.
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am 18. Mai 2012
Als Darstellung der politischen Überlegungen Helmut Schmidts ist das Buch sicherlich sehr gut: ehrlich und detailliert legt er seine Einschätzungen und Ansichten über andere Politiker, Kulturen und Länder dar.

Was in dem Buch sehr klar wird, ist, warum Schmidt zu der Zeit ein solch erfolgreicher Politiker war, denn in vieler Hinsicht scheint er das Selbstverständnis der Deutschen zu repräsentieren, und den Anspruch Deutschlands, als gleichberechtigte und erfahrene politische Kraft international angesehen zu werden.

Das größte Problem des Buches ist, dass Schmidt immer wieder den Anspruch erhebt, tiefe Einsichten in die Kultur, Wirtschaft und Verteidigung andere Länder zu haben, seine Ansichten aber kaum begründet oder mit Quellen belegt. Damit bleibt letztendlich offen, ob Schmidt diesen Fragen intellektuell gewachsen war, oder ob er einfach nur populäre Positionen und Ansichten übernommen hat, ohne diese tiefer zu durchdringen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Juli 2012
Über die vielen guten Kritiken bin ich ehrlich überrascht. Ich finde, für ein so dickes Buch von mehr als 470 Seiten hat "Menschen und Mächte" erstaunlich wenig Inhalt. Und zwar aus zwei Gründen:

1, Schmidt gibt an einigen Stellen im Buch wirklich interessante Kurzanalysen politischer und ökonomischer Zusammenhänge aus seiner Regierungszeit. Zum Beispiel über den Unterschied der Wirtschaftspolitik von Giscard d'Estaing und Mitterand. Oder Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Politik der amerikanischen Präsidenten.
Solche kenntnisreichen Analysen liest man im Allgemeinen wirklich gerne. Aber erstens sind die in diesem Buch wirklich nur kurz, zweitens recht allgemein (und im Grunde oberflächlich, im Stile von: "Die französische Politik ist traditionell so und so, die russische so und so und die amerikanische so und so") - und drittens hoffnungslos veraltet. Das Buch ist von 1987 und bezieht sich mehrheitlich auf Ereignisse, die damals schon lange, lange zurücklagen. Das ist wirklich nur noch für Historiker interessant.

2, Das Buch ist überfrachtet mit allzu detaillierten Einblicken in die Kommunikation mit den Mächtigen von damals. Weite Teile sind ungefähr in diesem Stil geschrieben: "Ich hatte ein Gespräch mit Präsident Carter. Aber Carter hielt sich nicht an unsere Absprachen. Daraufhin gab es Irritationen in Bonn. Daraufhin schickte ich einen Brief an Carter, in dem das und das stand. Darauf antwortete Carter das und dies. In der amerikanischen Presse stand aber dieses und jenes. Daraufhin gab es eine Konferenz, in der ich meinen Standpunkt noch einmal erläuterte. Ich sagte dies und das. Carter stimmte mir zu und sagte das und dies. Aber am Ende wurde dann im Parlament etwas Anderes entschieden, nämlich das und das ..." usw usw.

So füllen sich Seite um Seite mit langen Beschreibungen der verschlungenen Wege deutscher Außenpolitik. Oft sind hier sogar Zitate in direkter wörtlicher Rede (!) wiedergegeben, was den Eindruck erweckt, als sei das alles besonders wichtig.
Bei tatsächlich wichtigen Entscheidungen (NATO-Doppelbeschluss usw) mag das sogar angemessen sein. Vieles bezieht sich aber leider nur auf die Tagespolitik von einst (damalige Außenhandelsdefizite- und Inflations-Bekämpfung und Ähnliches) - und die hätte man sich gerne in knapper Form abgehandelt gewünscht.
Wie gesagt: Auch das mag für Historiker interessant sein. Die meisten Leser werden es aber einfach nur langatmig und umständlich finden.
Menschen und Mächte,Menschen und Mächte,Menschen und Mächte,Menschen und Mächte.
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Hauptsächlich habe ich das Buch lesen wollen, weil Schmidt hier seine Begegnung mit Mao Zedong beschreibt.

Allerdings sind die Begegnungen mit den russischen, amerikanischen und japanischen Politikern nicht minder interessant.

Der Fototeil ergänzt das Ganze höchst interessant. Sehr schön das Foto von Helmut Schmidt, Loki Schmidt und Susanne Schmidt, die 1975 (?) mit einem Opel Rekord von Deutschland aus nach Moskau und Sankt Petersburg reisten.

Gut zu lesen, schönes Urlaubsbuch, die richtige Mischung aus Politik, Philosophie und persönlichen Erlebnissen.
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am 4. Januar 2013
Helmut Schmidt ist/war einer der bedeutendsten und vorbildlichsten Politiker Europas und der Welt. Er versteht es, sich gut und klar auszudrücken, auch heute noch.
Das Buch zeigt einen grossen Teil seiner (politischen) Geschichte und seine Überlegungen dazu.
Die Materie ist manchmal etwas 'trocken' und trotzdem interessant.
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am 10. März 2012
In dem Buch von 1987 analysiert der Altbundeskantzler die möglichen Entwicklungen der
Weltmächte : Russland,USA,und China. Die Genauigkeit der eingetroffenen Prognosen 25 Jahre später
ist auf die Fachkompetenz und die erstklassige Analyse von Helmut Schmidt
zurückzuführen. Eine wertvolle Lektüre.
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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. August 2003
Wer "Weggefährten. Erinnerungen und Reflexionen" oder "Auf der Suche nach einer öffentlichen Moral" gelesen hat, wird bitter enttäuscht sein. Dabei rührt die Enttäusch nicht daher, dass die Ereignisse Ende der Achtziger/ Anfang der Neunziger Vergangenheit sind und nur noch retrospektiv betrachtbar sind, sondern daher, dass Schmidts Stil in diesem Buch seeeehr laaaaangatmig ist und nicht von der packendenden Schreibweise hat, die in anderen Büchern von ihm zu finden sind. Manchmal mutet es fast wie eine Erzählung von Ereignissen an (und dann gingen wir..., und dann sagten sie..., und danach kam dann...). In aller Deutlichkeit: So interessant und detailliert das Buch ingesamt ist, und so spannend es summa summarum ist, Geschichte von einem Zeitzeugen zu erfahren, es braucht viel Ehrgeiz, sich duch die Seiten durchzuquälen. Schade, so lässt sich das historische Interesse sicherlich nicht fördern.
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