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am 15. April 2012
In Geschichtsbetrachtungen zum 2. Weltkrieg wird häufig unterstellt, die alliierten Mächte hätten ausschließlich aus taktischen Gründen die Landung in Frankreich hinausgezögert, um den ungeliebten Partner im Kampf gegen Hitler, der Sowjetunion, zu schaden. Antony Beevor dokumentiert, dass es in der amerikanischen und britischen Politik etwas wie einen "Vor-D-Day-Koller" gab, die Suche nach dem richtigen Zeitpunkt des Losschlagens aus Sorge um die eigenen Soldaten und aus Respekt vor den Opfern in der französischen Zivilbevölkerung, letztlich aber aus Angst vor dem Scheitern des ganzen Unternehmens. Denn was uns heute aus der Sicht seiner erfolgreichen Umsetzung als heldenhafte und kriegsentscheidende Schlacht vor Augen steht, musste nicht zwingend glücken. Auch solche Zweifel nagten an den politischen und militärischen Führern und verlangten berücksichtigt zu werden. Denn als die Entscheidung schließlich gefallen war, gab es kein zurück.

Wie schon in "Stalingrad" beschreibt Beevor auch in "D-Day" in beeindruckender Fülle und Genauigkeit. Die Landung an den Stränden der Normandie, das Voranschreiten ins Landesinnere und schließlich die Befreiung von Paris werden für den Leser damit zu begreifbarer Geschichte. Beevor schöpft dabei unzählige unterschiedliche Quellen aus, verbindet deren Angaben zu einem flüssigen, sachlichen Text. Dabei schildert er auch manche Anekdote, manchmal sogar unbestätigte Überlieferungen, was aber dem Gesamtbild nicht schadet. Wenn er gern die Spitznamen der Truppenführer und ihre persönlichen Eigenheiten erwähnt, gibt dies den Schilderungen noch mehr Authentizität.

Neben der militärischen Schilderung bringt dieses Buch aber auch viele weitergehende Einsichten. So erkennt der Leser, dass die Gemeinschaft der alliierten Truppen ein äußerst filigranes Bündnis war, in dem auf die Kanadier herabgeschaut wurde, Briten und Amerikaner um die Vormacht rangelten und die Franzosen eine Sonderstellung beanspruchten. Auch im Hinblick auf dieses Kräftemessen war das Gelingen der Befreiung Frankreichs nicht von vorn herein sicher. Weiter wird deutlich, dass kriegsbedingte Erscheinungen, für die wir seit den modernen Kriegen der 90er Jahre Begriffe wie "Kollateralschaden", "Friendly Fire" oder "Kriegs-Trauma" haben, längst nichts neues darstellen, sondern stets zum Krieg dazugehören, wie gerecht und wie befreiend er auch immer sein mag.

Antony Beevor hat mit "D-Day" wieder eine Geschichtsstunde abgehalten, deren Eindringlichkeit man sich nicht verschließen kann und die uns bewusst macht, dass sich der Frieden in Europa auf so vielen Opfern gründet.
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am 3. März 2014
Beevors Darstellung der Schlacht in der Normandie im Sommer 1944 ist schon deshalb etwas Besonderes, weil es die einzige ins Deutsche übersetzte Darstellung dieser Art ist. Ohne den Leser zu langweilen, werden die Truppenbewegungen beider Seiten und die Kämpfe in ihrer ganzen Härte dargestellt. Besonders positiv ist zu bewerten, dass Beevor auch das Thema "Kriegsverbrechen" nicht scheut und schonungslos darlegt, dass nicht nur die "ewig bösen Deutschen", sondern vor allem auch Amerikaner und Kanadier Gefangene ermordet und Sanitätseinrichtungen des Gegners mißachtet haben. Erfreulich auch, wie der Autor dem Mythos um den britischen General Montgomery zerstört und ihn als einen der größten Stümper des 2. weltkrieges demaskiert.

Gestört haben mich nur zwei Dinge.
Zum einen strotzt das Buch vor Schreib- bzw. Tippfehlern. So wird aus der 8. US-Division die 83., aus der 6. US-Panzerdivision die 6. Panzerarmee, aus General der Panzertruppen Eberbach plötzlich SS-Obergruppenführer Eberbach usw.
Zum anderen lockert Beevor seinen Text mit den Erlebnisberichten und besonderen Leistungen von Kriegsteilnehmern auf. Das ist im Grunde positiv. Auffällig ist nur, dass die wie Heldentaten dargestellten Einzelaktionen immer nur von Alliierten - und hier meist Amerikanern - dargestellt werden. Der Name Hein Severloh, der bei Omaha Beach alleine in seinem Bunker den Amerikanern hohe Versluste beibrachte und seine Kriegserlebnisse später niedergeschrieben hat, wird gar nicht erwähnt (im Gegensatz zu zahlreichen GIs, die deutsche Bunker gekackt haben). Michael Wittmanns Raid mit 3 Tigerpanzern gegen eine ganze britische Brigade wird zwar erzählt, die britischen Verluste werden aber vorsichtshalber gar nicht erst beziffert (27 Panzer, zahlreiche andere Fahrzeuge). Das verwundert schon, da Beevor über deutsche Verluste haargenau Auskunft gibt. Auch sonst habe ich deutsche Erlebnisberichte vermisst, da doch die Sicht des zahlenmäßig weit Unterlegenen mindestens so interessant ist wie die des Überlegenen.
Anders ausgedrückt: Auch diesem Autor ist eine gewisse Einseitigkeit nicht abzusprechen.

Gleichwohl ist das Buch sehr zu empfehlen, und ich hoffe sehr auf weitere Bücher dieses Autoren.
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am 23. Januar 2012
Antony Beevor ist wirklich ein Meister in der Erzählkunst. Das Buch liest sich spannend vom Anfang bis zum Ende. Wenn man diese tatsächlichen Ereignisse liest, kann man nur hoffen das sich so etwas nie wieder wiederholt.Man kann sich wirklich in die einzelnen Personen hineinversetzen. Egal ob Freund oder Feind,jeder findet in seiner Darstellung Berücksichtigung. Auch nimmt er vor Kriegsverbrechen kein Blatt vor dem Mund. Beide Seiten nahmen es bei den Kämpfen mit der Genfer Konvention nicht immer so genau. Da wurden schon mal Gefangene aus purem Hass oder weil man im Moment einfach nicht wusste wohin mit ihnen, erschossen. Das tat nicht nur die Waffen-SS sondern das taten auch die GI`s von der US-Army. Natürlich gab es auf beiden Seiten auch positive Beispiele, welche ebenfalls erwähnt wurden.
Wer sich für Zeitgeschichte und insbesondere für die Landung in der Normandie interessiert, sollte dieses Buch lesen.Ein abschreckendes Beispiel für Krieg und Gewalt.
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am 22. Januar 2014
Anthony Beevor's Buch über die alliierte Landung in der Normandie ist sehr lesenswertes Buch über die wohl entscheidende Schlacht des WK2. Zum einen zeichnet der Autor ein sehr lesenswertes Bild über die Vorbereitung, aber er nennt auch klar, die Verfehlungen beider Seiten im Umgang im Kriegsgefangenen. Speziell die Amerikaner nahmen es da nicht so genau. Es ist also eine Mär, wenn jemand behauptet, dass nur die Waffen-SS Gefangene erschoss.
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am 8. Dezember 2013
Der Autor dachte an sämtliche Kleinigkeiten. Dieses Buch ist ein umfangreicher Bericht über den D-Day und die Folgezeit. Der Schreibstil ist fesselnd und erklärend zugleich. Ich kann es jedem empfehlen, der sich über den D-Day ein Bild machen möchte. volle Punktzahl
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am 17. Februar 2016
Ausführlich schildert Beevor die militärischen Handlungen in Nordfrankreich vom 6. Juni bis zur Befreiung von Paris. Die Einbindung der Invasion in die gesamtstrategische Lage des Zweiten Weltkriegs und das Geschehen an den anderen Fronten kommt bei ihm zu kurz. Auch die Vorbereitung der Invasion und die komplexe Logistik spielt nur am Rande eine Rolle. Das macht die Darstellung, so lesbar wie sie ist, sehr eindimensional.
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am 18. Juni 2015
Es gibt viel Literatur über den D-Day. Die Art wie A. Beevor Geschichte veranschaulicht, zeugt nicht nur von historischer Sachkenntnis, sondern macht Geschichte interessant und lesenswert. Vor allem vermittelt er historische Fakten nicht subjektiv aus der Sicht der Sieger. Beim Lesen gewinnt man das Gefühl, objektiv informiert zu werden. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.
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am 2. November 2013
Eine Beurteilung und Erläuterung der Invasion aus der Sicht beider Seiten, also der Alliierten wie der deutschen Wehrmacht. Äusserst detailreich und und sehr gut recherchiert. Leicht zu lesen, spannend wie ein Krimi, das Buch lässt einen nicht los, wenn man zur Vorkriegsgeneration gehört und den Nazi-Überwachungsstaat und den Krieg miterlebt hat. Ein Segen, dass das Nazi-Regime nicht fortbestehen konnte! Aber auch Trauer über die unendlich vielen Opfer, die der Nazi-Terror und der Krieg auf beiden Seiten gefordert hat. Eigentlich eine empfehlenswerte Literatur auch für unsere Jugend, die die Ereignisse jener Zeit nicht nachvollziehen können. Und Dankbarkeit den Alliierten und deren Führer, die den schweren Gang in der Gewissheit sehr vieler Gefallenen gegangen sind und die Welt von einer Geissel befreit haben.
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am 6. Juni 2014
Dem Rezensenten Stefan Gläser kann ich mich weitestgehend anschließen und erspare mir großartig weiteres dazu zu schreiben. Was mich aber bisweilen auf die Palme gebracht hat: Er schreibt: Die Panzer und Infanteriedivisionen sind besonders anfällig fürs plündern, aller Armeen. Damit impliziert er,das die Deutschen genauso geplündert hätten, wie die "Befreier", wo sogar hohe Offiziere und sogar die Feldpolizei geplündert haben!! Im Nebensatz muss er kleinlaut eine Quelle angeben: Die Deutschen haben sich korrekt verhalten. Er hätte mal beim MGFA nachfragen sollen, was für Befehle für FR galten, für Plündern und andere Sachen waren saftige Strafen angedroht, bis zum Erschiessen, was auch durchgezogen wurde. Er muss auch zugeben, dass sich die Befreier von Paris teilweise, wie die "Pigs" benommen haben. Dem deutschen Soldaten war sogar rauchen auf der Strasse verboten! Seine antideutsche Aversion konnte er auch in diesem Buch nicht unterdrücken.

Das Buch hat aber insgesamt die Studie von Martin van Crefeldt - Kampfkraftvergleich Wehrmacht US Armee bestätigt, obwohl es mehr um die Briten u.a. ging, die sahen aber gegen Wehrmacht und SS trotz Kampferfahrung auch nicht viel besser aus. Ohne die totale Luftüberlegenheit und die Resistance wäre die Schlacht wahrscheinlich anders ausgegangen.
Das Märchen von den 5000 Verhafteten nach dem 20.Juli verbreitet er genauso, wie das von Oradour. Wenigstens gibt er zu, dass bei Tulle 30 deutsche Soldaten von der Resistance massivst verstümmelt wurden.Es wird ja immer Hitler unterstellt,dass er die teuflisschten Waffen gehabt haben soll, ich hab aber jetzt zum 1.mal gelesen, dass unsere Befreier Phosphorbomben und sogar Phosphorhandgranaten gehab haben!!! Die Wehrmacht hatte so was nicht. Eine bestialische Waffe....

Fazit: Kann man ganz gut lesen und zeigt die Planung und Angriffe der Alliierten recht genau, die Deutschen lässt er nicht immer ganz schlecht aussehen ;) das ist ja schon mal ein Fortschritt ;) und das er Michael Wittmann nicht, als Verhinderer einer geplanten Offensive, zuviel Lob zollen kann, ist auch verständlich ;)
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am 2. August 2014
Habe es noch nicht gelesen, aber nach dem Voewort kann mann es weiterendpherhlen! Ich vervolge den D-Day seit über zwanzig Jahren. diese Buch isz zur auffrischung meines Getächnisses.
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