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TOP 1000 REZENSENTam 15. Mai 2011
Antony Beevors Stalingrad-Buch ist ein akribisch recherchierter Bericht des Schreckens. Beevor erweitert für diesen Bericht das historiographische Instrumentarium. Denn die "Schlacht von Stalingrad wird man mittels einer Untersuchung der üblichen Art nicht angemessen nachvollziehen können" (Vorwort, S. 11). Weder ein rein militärhistorischer noch ein rein politikhistorischer Zugang wird der Sache gerecht. Beevor will im Kontext seiner historischen Erzählung der Ereignisse vor allem auch die "Erfahrungen der Soldaten beider Seiten" erschließen (ebd.), den Kriegsalltag.

Und dazu hat Beevor Quellen aufgetan, die bisher Historiker weniger interessiert hatten, wie Kriegstagebücher und persönliche Tagebücher, Berichte von Kriegspfarrern, persönliche Schilderungen, Verhörprotokolle der Sowjets (nach der Perestrojka ganz neu zugänglich!) usw. Auch persönliche Gespräche des Autors mit Beteiligten gehören dazu, oral history, Geschichte von unten. Unvorstellbar, was die Menschen damals erleiden mussten. Unvorstellbar, was jeder Tag der Kriegswirklichkeit den Menschen abverlangt hat.

Aber Beevor konnte auch neue Quellen für die konventionellen historischen Fragen auftun, vor allem die jetzt offenen Archive und Bibliotheken des ehemaligen Ostblocks. Auch hier ist nun manches präziser zu fassen.

Die umfassenden Quellenstudien zeichnen das Buch ebenso aus wie der großartige Erzählstil des Autors. In bester angelsächsischer Tradition ist für ihn Geschichtsschreibung vor allem die Kunst, Geschichte anschaulich und dennoch verlässlich und getreu der Quellen zu erzählen. Dabei bleibt er immer fair, beschreibt die Ereignisse unparteiisch, zeigt sich durchaus persönlich entsetzt und menschlich bewegt über die "Geschichte voller Wahnsin, Mitleidslosigkeit und Tragik" (S.12), jedoch ohne moralisierenden Unterton.

Hilfreich sind die Karten im Buch (auch wenn hier leider manche Orte fehlen, die im Text eine Rolle spielen), die Abbildungen, die beiden Anhänge (Auflistung der deutschen und sowjetischen Verbände mit Befehlshabern; die statistische Debatte über die Stärke der Sechsten Armee im Kessel) und das umfängliche Personen- und Ortsregister.

Sicher: "Über eines allerdings kann es gar keine Diskussion geben. Die Schlacht von Stalingrad bleibt ein derart ideologisch aufgeladenes und symbolisch wichtiges Thema, dass das letzte Wort darüber auch in vielen Jahren noch nicht gesprochen sein wird" (S.13). Ein gewichtiges Wort hat Antony Beevor aber jetzt schon beigesteuert, gerade da, wo er der ideologischen Aufladung und der Symbolik den blanken Realismus des Erlebten entgegensetzt.
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Hört man den Namen dieser russischen Stadt, hat er noch heute einen ganz besonderen Klang, egal ob in russischen oder deutschen Ohren. Dieser Klang rührt von einem Ereignis her, dass der britische Historiker Beevor in seinem vorliegenden Buch wunderbar nachzeichnet.

Die eigentliche Leistung des Historikers besteht darin, dass er völlig unvoreingenommen von der schlimmsten aller Schlachten schreibt. Er schreibt wie es dazu kam und er analysiert beide Seiten. Besser als jeder Deutsche vor ihm und sicher auch nicht in den geschichtlichen Zwängen stehend in denen deutsche Autoren stecken, kann Antony Beevor aus aller historischer Freiheit heraus schreiben.

Der Autor glorifiziert nichts und er klagt nicht an, er lässt historische Fakten und Einzelbeispiele sprechen. Diese vermögen oft, so auch in diesem Buch, mehr zu vermitteln als dicke wissenschaftliche Werke.

Dem britischen Historiker ist mit seinem Buch ein Werk gelungen, dass durch seine Qualität aus der großen Masse der vielen anderen Bücher desselben Themas weit herausragt.
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am 31. Dezember 2010
¹Die Göttliche Komödie

Die Stadt sei ihm nicht wichtig, weil sie Stalins Name trage, so erklärte Adolf Hitler einst, sondern weil sie eine strategisch wichtige Position einnehme. Dass dieser Satz gelogen war, wissen wir heute. Und das dafür ca. 700.000, zumeist, junge Menschen ihr Leben lassen mussten. Wer wissen möchte, wie es dazu kommen konnte, muss Antony Beevors Buch darüber lesen.

Anschaulich folgt er der 6. Armee der Wehrmacht, angefangen beim 'Unternehmen Barbarossa', quer durch die Weiten Russlands bis zur 'Schicksalsstadt' an der Wolga, Stalingrad. Er beschreibt die ersten Kämpfe um die Stadt bis zur Wolga, die Einkreisung und die Kesselschlacht bis zur Kapitulation. In den letzten Kapiteln beschreibt er den Gang in die Gefangenschaft, der für viele zum Marsch in den Tod wurde. Er beschreibt die politische Situation ebenso genau, wie die einzelnen Schlachten, das Leid und Leben der Soldaten wie der Zivilbevölkerung, und die Unmenschlichkeit, aber auch die Menschlichkeit, die trotz aller Grausamkeit stattfand.

Ergänzt wird das Buch mit Detailkarten zu den einzelnen Schlachten, die an der einen oder anderen Stelle ruhig auch etwas genauer hätten ausfallen können. Fotos vermitteln einen kleinen Eindruck des Soldatenlebens und der Kämpfe. Außerdem findet man im Anhang eine Liste aller kämpfenden Truppenteile, auf deutscher wie auf russischer Seite.

'Stalingrad' ist eine klare Kaufempfehlung. Antony Beevor schreibt packend und lässt so ein Stück Geschichte lebendig werden. Wer sich mit der mit der Schlacht um Stalingrad beschäftigen will, kommt an diesem Buch nicht vorbei.
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am 12. Dezember 1999
Mein Großvater kämpfte in Stalingrad, er erzählte nicht viel darüber. Ich sah das Buch im Flughafen, kaufte es und während meines Transatlantikfluges tauchte ich ab in eine Welt, die mal real war und es doch noch immer ist. Schonungslos deckt Anthony Beevor Grausamkeiten auf, die man niemals für möglich gehalten hätte. Er schafft eine düstere Atmosphäre und schickt den Leser in die tiefsten Abgründe sinnlosen, menschlichen Leides. Es ist eine grobe Darstellung der Geschichte, aber dafür um so mehr detailverliebt, man sehe sich die Quellen an, die Beevor in jahrelanger Recherche aufgetan hat. Ich empfehle dieses Buch und hoffe, daß es jeden zutiefst erschüttert, der es liest; auf das so etwas nie mehr passiert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 29. März 2012
Die Schlacht um Stalingrad ist im Verlauf des 2. Weltkrieges zum gewichtigen Wendepunkt für die Kämpfe auf russischem Gebiet geworden. Diese Stadt, die keine besondere strategische Bedeutung hatte, wurde sowohl von Stalin als auch von Hitler zum besonderen Symbol stilisiert. Mit der Eroberung Stalingrads wollte Hitler Stalin ausgerechnet in der Stadt moralisch schwächen, in der dieser einst grandios über die weiß-gardistischen Truppen triumphiert hatte. Konnte aber die Rote Armee diese Stadt verteidigen und damit das deutsche Überschreiten der Wolga verhindern, so würde sie nach Stalins Meinung die ganze Sowjetunion befreien können. So hatte sich das Schicksal dieser Stadt ideologisch schon lange vor der ersten Kampfhandlung entschieden.

Antony Beevor bietet in "Stalingrad" eine umfassende Gesamtschau militärischer und menschlicher Betrachtungen über eine Schlüsselschlacht des 2. Weltkriegs. Er dokumentiert ausführlich den Überfall auf die Sowjetunion, das schnelle Vorankommen der ersten Monate bis hin zur Stagnation im Winter. Er beschreibt, wie Stalingrad zum herausgehobenen Ziel deutscher Truppen wird, an dem sich Material und Menschen verschleissen. Er verdeutlicht, wie aus der zerbombten Stadt ein unbeherrschbares Kampfgelände wird, in dem alle herkömmlichen Prinzipien der Kriegsführung versagen. Deutlich wird aber auch, wie viel Zeit und Material Stalin im Vertrauen auf seinen Vertrag mit Hitler verliert, Verluste, die sich in den Zahlen der Todesopfer widerspiegeln. Beevor ist dabei weit davon entfernt, den sowjetischen Kampf zu heroisieren. Der unerbittliche Einsatz russischer Soldaten, das perfide System der Politkommissare und die blutrünstige Propaganda sprechen für sich eine deutliche Sprache.

Das besondere historische Buch schafft Beevor durch seine umfassende Ausschöpfung sämtlicher zugänglicher Quellen. Es finden sich offizielle Truppenberichte und Frontschilderungen ebenso wie Tagebuchnotizen, Heimatbriefe und persönliche Betrachtungen beider Seiten, die in flüssiger Weise verbunden sind. Mit den zitierten Dokumenten entsteht ein detailliertes Bild des alltäglichen Kriegs, welches den einzelnen Soldaten (den Beevor nach Möglichkeit auch ausdrücklich nennt) hervorhebt und vermenschlicht. Auf diese Weise erhält dieser Krieg einen Namen und ein Gesicht. "Stalingrad" ist damit nicht nur eine historische Betrachtung, es ist auch ein außerordentliches Mahnmal für Frieden und Menschlichkeit.
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am 8. Dezember 1999
Winter 19942/43. Die sechste Armee verblutet in den Trümmern einer völlig zerstörten Stadt: Stalingrad. Von der Führung aufgegeben, bastelt die deutsche Propaganda bereits am Mythos des heroischen Stalingradsoldaten. Gestützt auf bisher unzugängliche Quellen erzählt Antony Beevor die wahre Geschichte der menschen von Stalingrad - der Soldaten auf beiden Seiten und der Zivilbevölkerung. Beklemmend nah kommen uns jene ausgemergelten Gestalten, die durch den russischen Winter, die schlechte Nachschubsituation und die völlig unzureichende medizinische Versorgung ohne Hoffnung im Kessel ausharrten und starben. Entstanden ist ein erschütterndes Erinnerungsbruch, das bei seinem Erscheinen in Großbritannien für Furore sorgte und als bedeutendes Antikriegsdokument gelobt wurde. Gerade meiner Generation, die diesen Krieg nur aus dem Geschichtsunterricht kennt, ein beklemmendes Zeitzeugnis, das einen den Wahnsinn dieses Krieges näher vor Augen führt, als einem vielleicht zu Beginn lieb ist. Trotzdem oder besser gerade deswegen sehr lesenswert! Das Buch des englischen Historikers und ehemaligen Berufsoffiziers ist von allen bisher zu diesem Thema vorliegenden Werken das aufregendste! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 17. Juli 2011
Das Buch schildert umfassend die Operationen zur Schlacht um Stalingrad. Dabei sind die Schilderungen des Autors detailliert ohne die übergeordneten Zusammenhänge aus dem Auge zu verlieren. Leider trübt die ungelenke Übersetzung aus dem Englischen die Lesefreude. Manche Sätze sind so "verdreht" und verschachtelt formuliert, dass man sie mehrmals lesen muss um diese noch zu verstehen.
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am 10. Januar 2001
Wenn mann sich die Zeit gibt dieses Buch gründlich zu lesen, wird es einem schlecht.
Die erschüttender Roheit dieser Schlacht, die Entschlossenheit, die Furcht und das Hass dem Gegner entüber, wird durch Beevors Details so gründlich ausgepinselt dass die Einzelschicksäle von sowohl deutsche als auch russische Soldaten, so wirklichkeitsgetreu erscheint dass mann sich weigern muss diese entzetliche Bilder, Gerüche und Geräusche vorzustellen.
Beevor versuch durch seine umfangsreiche Quellen diese Kämpfe so objektiv wie möglich darzustellen, ohne jemanden zu verurteilen. Es gelingt ihm sehr gut.
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am 24. August 2011
Mein erster Eindruck war, dass dieses Buch vor allem für ein angelsächsisches Publikum geschrieben wurde. Ein deutscher Leser wird aus dieser Publikation keine neuen Erkenntnisse ziehen können, da das in Beevors Buch enthaltene Wissen jedem halbwegs Interessierten bereits hinlänglich bekannt sein dürfte.

Ich würde fast soweit gehen, statt dieses Sachbuchs die Lektüre des Romans "Leben und Schicksal" von Wassili Grossman zu empfehlen, aus dem sich Beevor ebenfalls reichlich bedient hat. Grossman ist in Beevors Darstellung eine der am meisten zitierten Quellen.

In Beevors Buch gibt es praktisch kaum Passagen, die sich mit den zentralen Schauplätzen der Schlacht auseinandersetzen - Tennisschläger, PawlowŽs Haus, Getreidesilo, Mamajew-Hügel. Hiervon liest man praktisch nichts, obwohl gerade diese Schauplätze für die absolut menschenverachtende Härte der Kämpfe in Stalingrad stehen. Auf eine detailliertere Darstellung dieser Aspekte hatte ich gehofft - gerade weil das Buch darauf verzichtet, die Schlacht Stalingrad in den größeren historischen Kontext der Gesamtentwicklungen an der Ostfront in den Jahren 1942, 1943 zu stellen. Dort wo die Makro-Perspektive fast vollkommen ausgeblendet wird, hätte man eine viel detailliertere Mikro-Perspektive erwartet.
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am 3. Januar 2000
Ein Buch wie ein Faustschlag in die Magengrube des Lesers.Mit klaren Sätzen beschreibt der Autor eine der grausamsten Schlachten in der Geschichte. Langsam führt er uns von den Anfängen der Schlacht zum Dantenesken Inferno, schließlich zum Ende . SChonungslos beschreibt er die unvorstellbaren Szenen der Entmenschlichung auf beiden Seiten .Vor allem die Momentaufnahmen und Briefe jener verdammten die in Stalingrad ihren letzten Gang taten bleiben auch nach lesen der letzten Seite haften. Mit Buchheims "Das Boot" das beste Buch über den zweiten Weltkrieg.
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