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44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend
B. Lomborg bezweifelt nicht, dass es die globale Erwärmung gibt. Er weist jedoch darauf hin, dass es wesentlich sinnvollere Maßnahmen zum Nutzen der Menschheit gibt, als die bisher von den Politikern propagierten Maßnahmen. Sollte der amerikanischen Präsident Bush mit seiner Skepsis gegenüber dem Kyoto-Protokol richtig liegen? Es scheint fast...
Veröffentlicht am 8. März 2008 von Amazon Customer

versus
5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Humbug
Abgesehen davon, dass dieses Buch sehr populärwissenschaftlich gehalten ist (der Autor bringt fast zwei Seiten damit zu zu erklären warum der Hollywoodstreifen "The Day After Tommorrow" kein realistisches Zukunftsszenario darstellt), ist nur unschwer zu durchschauen in wessen Interesse das Werk verfasst wurde, nämlich dem der Industrie und Ihrer Helfer...
Veröffentlicht am 4. April 2011 von Stefan Holzapfel


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44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, 8. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
B. Lomborg bezweifelt nicht, dass es die globale Erwärmung gibt. Er weist jedoch darauf hin, dass es wesentlich sinnvollere Maßnahmen zum Nutzen der Menschheit gibt, als die bisher von den Politikern propagierten Maßnahmen. Sollte der amerikanischen Präsident Bush mit seiner Skepsis gegenüber dem Kyoto-Protokol richtig liegen? Es scheint fast so.
B. Lomborg zeigt mit Hilfe vieler Fakten, wie sich unser Denken in Bezug auf die globale Erwärmung verengt und zur Folge hat, dass wir völlig falsche Schlussfolgerungen ziehen. So werden bei einer allgemeinen Erwärmung im Sommer mehr Menschen sterben, doch im Winter überleben noch wesentlich mehr. So steigen die Schäden durch Stürme in den letzten Jahren, doch liegt dies vor allem daran, dass immer mehr in Regionen gesiedelt wird, die von Unwettern betroffen werden können. Untersuchungen zeigen, dass Stürme, die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts über die amerikanische Ostküste hinweg zogen unter Berücksichtigung der heutigen Besiedelung größere Schäden verursacht hätten, als die Stürme der letzten Jahre.

Das Buch ist spannend zu lesen. Beinahe auf jeder Seite finden sich Argument, die im Widerspruch stehen zu dem, was uns die Medien und die Politiker beinahe täglich ins Gesicht schreien.
Dies ist schon Grund genug das Buch zu lesen. Darüber hinaus regt es an, darüber nachzudenken, warum sich die Politik so verhält. Es ist natürlich leichter zu behaupten, dass ein Menschheitsproblem gelöst wird, als sich konkret mit der Verarmung ganzer Bevölkerungsgruppen in Deutschland zu beschäftigen. Die Arbeitslosigkeit wird zu einer Marginali,e wenn es um die Menschheit geht.

Das Buch ist nicht nur leicht lesbar geschrieben, sondern beinhaltet zusätzlich noch ein sehr ausführliches Quellenverzeichnis, das für eigene Recherchen als Basis dienen kann.

Wer von sich in Anspruch nimmt, dass er erst nachdenkt, bevor er eine Position einnimmt, muss diese Buch gelesen haben. Wer jedoch wie Mark Lynas der Meinung ist, dass die Leugnung des Klimawandels zur Straftat erklärt werden muss, weil dies letztlich ein Verbrechen gegen die Menschheit sei, wird mit großer Wahrscheinlichkeit von diesem Buch überfordert sein und sollte seine Zeit nicht mit dem Lesen dieses Buches vertun.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Perspektive, 28. Mai 2008
Hoffnungsvoll blicken jene Menschen, für welche die Debatte um den Klimawandel schon längst ins Irrationale abgedriftet ist, nach Kopenhagen. Hier forscht und lehrt Björn Lomborg, der inzwischen zu einem der bekanntesten Gesichter im Kampf um mehr Sachlichkeit beim Thema Klimawandel geworden ist. Der Däne, ehemals Mitglied bei Greenpeace", ist inzwischen von der ganzen Umweltretter-Front kuriert. Mit seiner neuesten Veröffentlichung Cool it! Warum wir trotz Klimawandels einen kühlen Kopf bewahren sollten" wagt er einen mutigen Sprung. Und auch wenn Lomborg der Mut zum Ende seiner Ausführungen verläßt, so erhält der Leser doch viele Informationen. Informationen, die er zuvor häufig unter völlig anderen Vorzeichen präsentiert bekommen hat oder die ihm einfach unterschlagen wurden, denn das Thema Klimawandel sei inzwischen zu einer Art heiligem Überlebenskampf" mutiert. Typische Merkmale sind eine überzogene oder extreme Wortwahl, ein eindringlicher Tonfall und ein filmischer Stil. Man bedient sich eines quasi religiösen Registers von Tod und Verderben, und die Sprache ist geprägt von Beschleunigung und Unumkehrbarkeit", zitiert Lomborg das Institut for Public Policy Research". Ein solcher Umgang mit Sprache macht jeden vernünftigen Dialog über unsere weltweiten Handlungsoptionen unmöglich", klagt der 1965 Geborene, der sich selbst angeblich aufgrund seiner weniger apokalyptischen Thesen wegen bereits einer modernen Art der Hexenverfolgung" ausgesetzt sah.
In einem Wust aus Zahlen erläutert Björn Lomborg, wieso er die in Kyoto beschlossene Kohlenddioxid-Reduzierung für extrem teuer, aber wenig effektiv hält. Auch die Debatten um das Aussterben der Eisbären, mehr Hitzetote und Wassermangel werden von ihm mit seinem Zahlenmaterial als übertrieben abgetan. Da am Ende des Buches ein sehr ausführlicher wissenschaftlicher Anhang ist, ist davon auszugehen, daß er zahlreiche Belege für seine Aussagen hat, zwar hätten die Klimaretter um Al Gore auch ihre wissenschaftlichen Belege", doch im Gegensatz zu diesen, so Lomborg, würde er nicht nur das ihm genehme Zahlenwerk auswerten, sondern alle zur Verfügung stehenden Daten zu Rate ziehen. So schön, so gut, wir müssen ihm vertrauen, aber seine Argumente entbehren nicht einer gewissen Logik: Ich dagegen glaube - mit den allerbesten Absichten -, daß es notwendig ist, unsere Denkweise zumindest auf den Prüfstand zu stellen, bevor wir die größten öffentlichen Ausgaben in der Geschichte der Menschheit beschließen. Wir müssen uns wieder darauf besinnen, daß unser eigentliches Ziel nicht die Verringerung von Treibhausgasen oder der globalen Erwärmung ist, sondern die Verbesserung der Lebensqualität und der Umweltbedingungen ist." Lomborg behauptet sogar, daß auf einer Prioritätenliste Aids, Unterernährung und Malaria mindestens genauso wichtig seien wie Klimaschutz. Ja, er unterstellt sogar, daß man mit dem Geld, das in den Klimaschutz geht, in anderen Bereichen einen viel höheren Nutzen erzielen könnte. Gutes tun statt nur sich gut fühlen, so der Aufruf des Dänen.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sachlich und gut argumentiert, 9. Juni 2008
Von 
Thomas Ferge "ferge28" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Ein Buch zu schreiben, dass sich in seinen Folgerungen und Empfehlungen gegen den Mainstream richtet: mutig, sowas verdient Anerkennung! Dieses Buch von B.Lomborg auf jeden Fal!

Durchgehend schlüssig argumentiert macht Lomborg auf so manche Missstände in der derzeitigen Diskussion aufmerksam, durch die Aktivitäten wider den Klimawandel fehlgeleitet sind. In Diskussionen wird einem oft vorgehalten, dass eine solche Meinung doch zynisch wäre, allerdings bin ich Lomborgs Meinung, dass die Frage eher lauten muss was ist zynischer? Aktivität verbreiten, die letztendlich aber nicht den gewünschten Effekt bringt, und die Problematik nur in die Zukunft verschiebt, oder das Ergreifen von Maßnahmen, die zwar gegen den Mainstream sind, aber unterm Strich viel mehr Menschen helfen werden?
M.E. ist die Antwort klar, Handlungsansätze finden sich auf den Seiten dieses Buches.

Vor dem Hintergrund der (glücklicherweise) gegenwärtig wieder etwas offener (wenn uach weit weg von wirklichem Dialog) geführten Diskussion über Ursachen für den Klimawandel, konnte ich mir bem Lesen des Eindruckes nicht erwehren, dass die klare Bekenntnis zu CO2 als einzigem (!) Grund für den Klimawandel, ein politische Schachzug des Autors ist, um in der ideologisch aufgeladenen Debatte Gehör zu finden und nicht sofort als "Klimaketzer" abgetan zu werden. Dafür gibt es einen Punkt Abzug!

Trotzdem ein wichtiges Buch, das hoffentlich dafür sorgt, dass die Debatte um die richtigen Schritte in Richtung Zukunft wieder etwas mehr Ruhe und Gelassenheit einkehrt und nicht durch blinden Aktionismus genwärtig noch offene Türen verschlossen werden.
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27 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen darf man das?, 14. März 2008
Darf man die Folgen des Klimawandels mit Hilfe einer Kosten-Nutzen-Rechnung verharmlosen?
Darf man einfach Hitzetote gegen vermiedene Kältetote aufrechnen? Natürlich nicht!

Darf man festhalten dass die Antarktis(Südpol), in der sich 90% der Eismassen befinden, durch die Erwärmung mehr Niederschläge erfahren würde, was zu einer Ausdehnung derselben und zu einem verminderten Anstieg des Meeresspiegels beitragen würde?

Darf man erwähnen, dass die Eisbärenpopulationen aktuell in wärmer werdenden Regionen zunehmen, während sie in kälteren abnehmen?

Darf man sich gegen eine schnellstmögliche drastische Reduzierung von CO2 stellen? Schließlich ist CO2 nach Ansicht vieler Wissenschaftler eine der Hauptursachen für die Erwärmung.

Nach Daten des Weltklimarates würde eine vollständige Umsetzung des Kyoto-Protokolls, wenn es denn gelänge, den erwarteten Temperaturanstieg von ca. 2,5 °C im Jahre 2100 etwa um 5 Jahre zu verzögern und das zu immensen Kosten. Die Kosten sind deshalb so hoch, weil preiswerte Alternativen derzeit noch nicht ausreichend verfügbar sind.

Lomborgs Vorschlag: Zunächst in Forschung und Entwicklung und gleichzeitig in die Bekämpfung aktueller Probleme(Aids, Hunger etc.) und direkter Folgen des Klimawandels investieren. Wenn dann Alternativen zur Verfügung stehen, internationale Abkommen schließen welche dann auch von allen befolgt werden können. Dies wäre wesentlich billiger und wirksamer.

Seine Kosten-Nutzen-Analyse dient lediglich dazu, mit den vorhandenen Ressourcen nachhaltig möglichst viele Menschenleben retten und Lebensqualität, wie auch den Umweltzustand, erhalten bzw. verbessern zu können.

Ob seine Analysen und Vorschläge nachvollziehbar und sinnvoll sind, soll jeder selbst beurteilen. Für mich war es sehr aufschlussreich!

Der Vorsitzende des Weltklimarates Pachauri verglich Lomborgs Denkweise mit der von Hitler:"Wodurch unterscheidet sich Lomborgs Sicht auf die Menschen von derjenigen Hilters?" Darf man das?
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A different, yet very valuable perspective on a highly emotional topic, 27. April 2008
Von 
Bjorn Lomborg has been involved in environmental issues all his life. He was an active Greenpeace member and later on dedicated his life ecological and economical research. And still: today, he is one of the persons the most blamed as a "climate change denier". How come?

Well, the excellent analysis provided in the book explains a lot. He is not at all denying climate change. Bjorn Lomborg just broadens the view on the topic: firstly, he refuses to see global warming as an apocalyptic scenario. he deeply investigates into the benefits as well as the disadvantages of global warming. of course, this also entails pointing out false or exagerated arguments of today's environmentalists. Moreover, he comes up with a list of really urgent problems mankind has to face in general (e.g. AIDS, hunger, etc), and prioritizes amongst those issues.

In a second step, he looks at the benefits and costs of policies suggested today, and he comes up with alternative ways of action, which achieve better results with much lower cost. Based on which, he comes up with clear recommendations on how to proceed.

Thirdly, he highlights the cynism in today's political action plans, where politicians always commit their country to achieve goals 12 to 50 years down the road, which clearly means today's politicians get all the honor, but the hard work has to be done by their successors several years later.

Clearly, such scientific approach (which by the way is supported by many hi level climate and economic researchers) does not work in favor for nowadays' ecoreligious activist with the apocalyptic predictions. - Which explains their rebuttal of Lomborg arguments.

I, however, would say this book is a very essential read for every open-minded person. It lays out a different view on climate change and global warming, and it provides useful background information, which all-to-often is neglected in public discussions.

THANKS, BJORN LOMBORG, for writing the book.
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5.0 von 5 Sternen Von der fatalen Herrschaft der Politik über die Wissenschaft, 15. Juni 2014
Das Phänomen Klimawandel eignet sich wie kein zweites dazu, die letzten Reste individueller Freiheit auf dem Altar des Gemeinwohls" zu opfern. Wer heute Zweifel an der von Politikern und Mainstream-Medien getrommelten Botschaft vom angeblich anthropogenen Klimawandel äußert, oder die kollektive CO2 - Hysterie kritisiert, sieht sich unversehens in die Ecke ignoranter Spinner gestellt, als Lakai der Erdöllobby diffamiert oder als herzlose Krämerseele entlarvt. Der Klimawandel bietet die ideale Basis zur Etablierung einer neuen Form des Totalitarismus. Des weltweiten Ökofaschismus nämlich.

Bjørn Lomborg, der Autor des besprochenen Bestsellers und Direktor des Kopenhagener Consensus Center", ist weit davon entfernt, diese Gefahr in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen zu stellen. Auch bestreitet er weder die Tatsache des Klimawandels, noch leugnet er, daß menschliches Handeln zumindest einen Teil zur gegenwärtig beobachteten Erderwärmung beiträgt. Er warnt allerdings eindringlich davor, in irrationale Erwartungen zu verfallen, was die Möglichkeiten angeht, diese Entwicklung (die keinswegs ausschließlich negative Konsequenzen hat!) zu beeinflussen oder gar umzukehren. Insofern er sich also von der Behauptung distanziert, Menschen wären in der Lage, erfolgreich Gott zu spielen, ist seinen Ausführungen mit Sicherheit zu folgen.

Lomborg konzentriert sich in seinem Buch auf die Untersuchung von Ursache und Wirkung - auf eine pragmatische Antwort auf die Frage, welche Maßnahmen die besten gewünschten Ergebnisse bringen - und betritt damit das Parkett der Ökonomie, ohne diese Tatsache explizit auszusprechen. Eine konkrete Antwort auf die Frage, wer seine Ideen finanzieren soll, findet sich in seinem Werk leider nicht. Wir sollten...", uns muß es (...) wert sein...!" einzelne Individuen oder deren selbst gewählten Präferenzen kommen in dem Buch leider nicht vor. Ein durch und durch kollektivistischer Ansatz also...

In konsequent utilitaristischer Manier untersucht der Autor Kosten und Nutzen verschiedener Maßnahmen zur Weltverbesserung und widmet dabei insbesondere dem Kyoto-Protokoll und dessen möglichen Nachfolgeregelungen breiten Raum. Die Konzentration aller Aufmerksamkeit und vor allem: aller verfügbaren Mittel auf eine Reduktion des Ausstoßes von CO2 hält er für höchst problematisch. Die Menschheit wäre eben nicht ausschließlich mit dem Problem Klimawandel" konfrontiert. Auch Fragen der Ernährung einer ständig wachsenden Zahl von Erdbewohnern, der Bekämpfung bestimmter, besonders für die Entwicklungsländer bedeutender Erkrankungen (wie Malaria oder Aids) oder eines wirksamen Katastrophenschutzes dürften nicht aus den Augen verloren werden.

Die Reduktion von Treibhausgasen dürfe keinesfalls zum Selbstzweck erhoben werden. Allein die davon ausgehenden Gefahren wären relevant. Also z. B. die prophezeite Häufung von Wetterkatastrophen (etwa das Auftreten von Zyklonen oder Fluten) und der damit verbundene Verlust an Menschleben. Wenn aber die Rettung von Menschenleben das vorrangige Ziel wäre, müßte, so Lomborg, angesichts knapper Ressourcen, der optimalen Einsatz der Mittel angepeilt werden. Kurz: es wäre jenen Maßnahme der Vorzug zu geben, die mit dem geringsten Einsatz an Mitteln die meisten Menschen retten!

Der Autor erstellt zu diesem Behufe eine anschauliche Tabelle, in welcher er mögliche Maßnahmen, sowie deren Kosten und Nutzen einander gegenübergestellt. Fazit: das von den lautstärksten Klimaapokalyptikern - allen voran vom verhinderten US-Präsidenten Al Gore - als Wundermittel angepriesene Kyoto-Protokoll weist eine katastrophal schlechte Kosten-Nutzen-Relation auf. Anders ausgedrückt: mit jeder alternativen Strategie wäre der Welt besser gedient.

Jenen, die die Forderung erheben, den Kampf gegen den Klimawandel zum primären, wenn nicht sogar zum einzigen Ziel zu erheben - sogar ein Weltkrieg gegen den Klimawandel" wurde bereits propagiert, und zwar wegen der von ihm ausgehenden, schwerwiegenden Konsequenzen für künftige Generationen - hält er das praktische Argument entgegen, daß knappe Mittel optimal eingesetzt werden müßten. Keine Gesellschaft käme auf die Idee, 100% des BIP in die Gesundheitsvorsorge zu investieren - weil eben auch andere Ziele (Bildung, Straßenbau, Kultur, etc.) von Bedeutung wären.

Der Autor verwendet einigen Raum darauf, sämtliche gängigen Parolen hauptberuflicher Weltuntergangspropheten zu zerlegen: vom Aussterben der Eisbären über den meterhohen Anstieg der Meeresspiegel bis zu den gerne beschworenen Dürrekatastrophen. Sein Befund: die an die Wand gemalten Katastrophenszenarien basieren durch die Bank auf selektiv verarbeiteten Daten; der angestrebten Botschaft zuwiderlaufende Informationen werden allzu oft schlicht ausgeblendet. Von einer Redlichkeit der Wissenschaft(er) ist da also weit und breit wenig zu sehen. Beinahe alle scheinen dem Motto zu frönen: der Zweck heiligt die Mittel (was einige in erfrischender Offenheit auch aussprechen...).

Die weitgehende Abhängigkeit der Wissenschaft von staatlichen Mitteln ist eine traurige Tatsache. Der unabhängige Privatgelehrte ist Geschichte. Die Knechtschaft des Wissenschaftlers unter dem Bonzen garantiert, daß bevorzugt der Nomenklatura dienstbare (also der Regulierungswut des Politbüros zuträgliche) Forschungsergebnisse präsentiert werden...deprimierend!

Daß Menschen nach einem guten Leben" streben, zu dem auch materieller Wohlstand gehört; daß dieser von der Produktion abhängt; daß letztere (solange alternativen Energieformen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen) unausweichlich mit Schadstoffemissionen einhergeht, wird m. E. zu wenig deutlich.

Dennoch: bei allen Einschränkungen handelt es sich um ein interessantes Buch und eine originelle Alternative zur gängigen Katastrophenliteratur zu diesem brandaktuellen Thema.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klare Sicht, 21. Februar 2008
Es tut gut ein Buch zu finden, indem einer mit Vernunft und abgewogenen Gedanken das Thema Erderwärmung behandelt. Mr. Lomborgs Schlußfolgerungen sind, soweit das in der Kürze machbar ist, im allgemeinen gut nachvollziehbar.

Gegen Ende des Buches haben mich einige Stellen verwirrt. In einem eigentlich unnötigen argumentativen Seitenast behauptet Bjorn Lomborg, dass zwischen 1500 - 1700 in Europa über eine halbe Million Leute infolge von Hexenprozessen exekutiert wurden. Anderen glaubwürdige Stellen u. A. Wikipedia ist aber zu entnehmen, dass die Zahl zirka zwischen 40000 - 60000 Todesopfern liegt. Unwichtig, aber schädlich, da Hr. Lomborgs Argumente oft auf Zahlen basieren.

Nicht nachvollziehen konnte ich auch warum er plötzlich gegen Ende des Buches so leidenschaftlich für eine drastische Erhöhung der Forschungsausgaben für "low carbon energy" auf jährlich 25 Mrd. USD eintritt. Weiter vorne in seinem Buch sagt er mit guten Argumenten, dass eine englische Vorschrift 10% des Stroms aus erneuerbaren Energien zu erzeugen eine extrem ineffiziente Methode ist, CO2 Emissionen zu mindern. Das deutsche Erneuerbare Energie Gesetz mit seinen hohen Stromgutschriften für bestimmte Energietechnologien, die der Gesetzgeber für zukunftsweisen hält, ist garantiert nicht weniger ineffizient. Gerade solche Gesetzte sind es doch, mit denen der Gesetzgeber Forschungsförderung betreibt. Mr. Lomborg sagt in "Cool It" nicht wie er die 25 Mrd. unters forschende Volk bringen will. Etwa über direkte Zuschüße an Institute oder Firmen, die einen wohlklingenden Aufsatz über ihre Projektidee geschrieben haben? Auf diese Weise verteilen heutzutage staatliche Stellen wie die EU-Kommission oder das BMFT viele Forschungs-Steuergelder. Zumeist mit äusserst bescheidenem Resultat.

Hr. Lomborg lehnt CO2-Steuern nicht grundlegend ab. An manchen Stellen nennt er eine mäßige solche Steuer ein effizientes Mittel um CO2-Emissionen zu verhindern. Gegen Ende des Buches macht er sich aber über Demonstranten, die nach "Carbon Taxes" rufen, lustig. Zu hohe CO2 Steuern mögen ja ökonomische Entscheidungen in die falsch Richtung lenken und so volkswirtschaftlich schaden. Dies gilt aber für alle Arten der Besteuerung und der Staat braucht nunmal Einnahmen. Selbst zu hohe Carbon Taxes hätten den Vorteil, dass sie sich zumindest teilweise durch die Internalisierung von Umweltkosten selbst finanzieren würden.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deichbau statt Panikmache, 10. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cool it!: Warum wir trotz Klimawandels einen kühlen Kopf bewahren sollten (Gebundene Ausgabe)
Lomborg bringt Sachlichkeit in die von Panik geprägte Klimadiskussion. Der Meeresspiegel wird voraussichtlich um 30-40cm bis 2100 steigen. Das ist kein großes Problem und in den meisten Fällen durch Deichbau zu bewältigen. Auch in den vergangenen 150 Jahren ist das Meer schon ähnlich gestiegen. Von einer Sintflut kann also keine Rede sein. Die Erwärmung um ca. 2,5 Grad durchschnittlich findet hauptsächlich in den kalten Teilen der Welt statt. Sie wird weit mehr Obdachlose vor dem Erfrieren bewahren als sie Menschen durch Hitze umbringt. Die globale Erwärmung sei "lediglich ein Problem unter vielen, denen wir uns im Lauf des 21. Jahrhunderts stellen müssen." (149) Und keineswegs das wichtigste. Nur zum geringsten Teil von Menschen gemacht und von Menschen zu beeinflussen. Doch wer sind die Betreiber und die Profiteure der weltweiten Klimahysterie? Darauf gibt das ansonsten ausgezeichnete Buch leider keine Antwort.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Der Eisbärenpopulation geht es gut, aber wir sollten die Seedeiche erhöhen und die Anti-Malariaforschung vorantreiben.", 19. August 2008
Björn Lomborg legt die Fakten über den Klimawandel auf den Tisch wie sie wirklich sind. Alles in dem Buch ist sauber recherchiert und logisch zusammengesetzt und der Autor verschmäht jede reißerische Formulierung über mögliche Schreckensszenarios. Der nüchterne Blick auf die Tatsachen ermöglicht - ohne panische Befürchtungen - über realistische Maßnahmen nachzudenken, die das Los den Menschen verbessern können, die dem Klimawandel besonders ausgesetzt sind/sein werden.
Er will und braucht keine Meinungsmache betreiben, sondern hat die Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur und die Menschen im Fokus und schlägt Maßnahmen vor, die realistischer und kostengünstiger sind als "nur" den CO2-Ausstoß zu vermindern.
Großartiges Buch, flüssig geschrieben, macht Spaß beim Lesen!
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rückkehr zur Vernunft - Das beste Buch das ich in den letzten 5 Jahren gelesen habe, 3. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Cool it!: Warum wir trotz Klimawandels einen kühlen Kopf bewahren sollten (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist uneingeschränkt empfehlenswert. Ich habe es geradezu verschlungen. Lomborg spricht die Knackpunkte direkt an, in einer erfrischenden, scharfsinnigen Art. Dabei bleibt er stets höflich, ein angenehmes Kontrastprogramm zu den oft lauten Klima-Versen anderer Autoren. In "Cool it!" geht es nicht um einen wissenschaftlichen Streit um klimasteuernde Mechanismen. Lomborg akzeptiert den Temperaturanstieg, eine mögliche Zunahme von Hurrikanen, den Meeresspiegelanstieg und kritisiert auch nicht das Modell, daß diese Veränderungen durch CO2-Eintrag menschengemacht sein könnten. Es geht vielmehr um die wichtige Frage, wie wir unsere begrenzten Ressourcen einsetzen sollten, um die Klimawandelfolgen abzumildern und einen bestmöglichen Lebensstandard für möglichst viele Menschen auf der Erde zu ermöglichen. In beeindruckender Weise zeigt Lomborg an unzähligen Beispielen, dass die von einigen geforderten gigantischen CO2-Vermeidungsinvestitionen die Klimawandelfolgen nur kurzfristig verzögern, jedoch auf keinen Fall vermeiden würden. Würde man nur einen Bruchteil dieser Finanzmittel auf direkte Problemlösungen verwenden, könnte man den Menschen sehr viel effektiver helfen. Zudem wird immer nur von den negativen Seiten einer Klimaerwärmung gesprochen. Natürlich gibt es auch jede Menge Verbesserungen, die meist unerwähnt bleiben. Ein eindrucksvolles Beispiel: Eine Temperaturerhöhung führt zwar zu vermehrten Todesfällen durch Herzinfarkte, jedoch würden zigfach mehr Menschen gerettet werden, die sonst durch Kälte & Erfrieren umkämen. Malaria, Armut, Hunger, Wassermangel etc. lindert man am besten durch Verbesserung der Lebensumstände und nicht primär durch schlagartige, kostspielige Drosselung von CO2. Der Autor spricht sich für einen Umbau der Energielandschaft auf regenerative, CO2-freie Energien aus, jedoch in einem volkswirtschaftlich vernünftigen, nicht überstürzten Tempo. Das Buch zeigt, daß die Holzhammermethode nicht immer die beste ist.
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Cool it!: Warum wir trotz Klimawandels einen kühlen Kopf bewahren sollten
Cool it!: Warum wir trotz Klimawandels einen kühlen Kopf bewahren sollten von Bjørn Lomborg (Gebundene Ausgabe - 27. April 2009)
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