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Kundenrezensionen

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am 10. Februar 2010
"Der kalte Krieg" ist wahrlich ein Lesegenuss. Es ist kaum zu beschreiben, in welch hervorragender Weise es Gaddis gelingt, nur das Wesentliche zu erzählen, und dennoch nicht langweilig oder oberflächlich zu werden. Manches Ereignis im kalten Krieg könnte für sich schon ganze Bücher füllen und wird bei Gaddis auf nur ein, zwei Seiten abgehandelt, und trotzdem hat der Leser das Gefühl, umfassend informiert zu werden. Zwar ist der Inhalt des Buches im Wesentlichen chronologisch strukturiert, aber dennoch sind es die Zusammenhänge und nicht die Abläufe, die der Autor in den Vordergrund stellt (so wie sich das für ein gutes Geschichtsbuch auch gehört).

Allerdings liegen in diesen Stärken des Buches auch die größten Gefahren: Gaddis will nie Chronist sein, sondern stets Erzähler, und so stellt er uns die Geschichte nicht nur vor, sondern er interpretiert sie auch gleich noch für uns. Das wäre an sich okay, aber Gaddis bietet einseitig nur eine Perspektive an, nämlich die aus Sicht der Regierung der Supermacht (meist der USA, nur selten der UdSSR). Nehmen wir als Beispiel Staaten, die Politik "auf eigene Rechnung" machen. Gaddis wirft diesen Staaten (z. B. Frankreich einerseits und Jugoslawien andererseits) implizit mangelnde Bündnistreue vor. Dabei könnte man es auch einfach als Ausübung der Souverenität betrachten - das ureigenste Recht eines unabhängigen Staates.

Allzuoft erliegt Gaddis da der Gefahr, seine persönliche Meinung kundzutun. Man spürt ständig seine Sympathie für Hardliner wie Eisenhower, Nixon, Kissinger, Thatcher und Reagan und seine Abneigung für den "Kommunismus". Für Gaddis ist die Lehre, die man aus dem Kalten Krieg ziehen kann, klar: Linke Ideale kamen durch den Kalten Krieg auf den Scheiterhaufen der Geschichte - und das ist auch gut so! Meiner Meinung nach hätte er sich entweder mit dieser Wertung mehr zurückhalten solle oder gleich die ganze moralische Dimension des kalten Krieges erörtern. Aber dann kann man unter anderem den Vietnam-Krieg nicht mehr nur als notwendiges Übel darstellen.

Trotzdem gebe ich vier Sterne, denn lesenswert ist das Buch allemal!
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am 19. August 2010
Wenn ein Buch die von seinem Autor intendierte Zielsetzung erreicht, ist dies schon mal ein guter Anfang. Laut Vorwort entstand "Der Kalte Krieg" auf Drängen von Gaddis' Studenten, die eine geraffte und übersichtlichere Darstellung des Themas haben wollten. Der Autor liefert daher eine prägnant zusammengefasste Tour de Force durch die Geschichte des Kalten Krieges und pflegt dabei einen sehr angenehmen, weil gut lesbaren und unterhaltsamen Schreibstil. Gaddis bietet dabei keinen gesamtheitlichen Ansatz, sondern versucht stets das "big picture" zu zeichen. Schwerpunkt seiner Betrachtungen liegen dabei naturgemäß auf den beiden Antagonisten, den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion und einer in erster Linie politischen Geschichtsschreibung. Das Buch beginnt zeitlich nach dem zweiten Weltkrieg und endet mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der 90er.

Sehr schön werden vom Autor die Anfänge und Ursachen des Beginns des Kalten Krieges entwickelt. Überzeugend wird dargestellt, wie nach dem zweiten Weltkrieg zunächst der Antagonismus der "Supermächte" entstand und wie die restliche Staatenwelt sich in dieser neuen Weltordnung einrichtete, wie das Werben um Verbündete begann, welche Implikationen dies besaß und wie Strategien entwickelt wurden, aufeinander zu reagieren. Alle bekannten Schauplätze und Themen sind dabei vertreten: Berlinblockade, Koreakrieg, Kubakrise, Vietnam, Afghanistan, Afrika, Südamerika, Blockstaatenbildung, Strategie der Abschreckung, Entspannung, Überwindung der Entspannung, Ende der Sowjetunion.

Seine dabei mehr oder weniger offen zur Schau gestellte Parteilichkeit und Perspektive wurde schon in anderen Rezensionen aufgegriffen. Dies hat auch zur Folge, dass Gaddis bisweilen Ereignisse oder Persönlichkeiten in sein Deutungsschema regelrecht zu pressen versucht. Wenn er etwa Thatcher in die Reihe der "Politik-Schauspieler" einzuordnen versucht und ihr dabei attestiert, dass trotz antisozialer Politik die "Leute ihr zujubelten", verschweigt er gnädig (und vermutlich in vollem Bewusstsein) die durchaus kontroverse Bewertung Thatchers damals wie heute.

Auch führt Aufmachung und komprimierter Stil zu Reibungsverlusten bei der Darstellung. Wer etwa ohne Vorkenntnisse Gaddis Schilderung der Kubakrise liest, kann schnell den Überblick verlieren. Gleiches gilt bei der Einbeziehung der diversen Bündnisse und Verträge. Oft werden deren Abkürzungen verwendet, meist im Zusammenhang mit historischen Geschehen, bevor es eine Erklärung gab, wofür die jeweilige Abkürzung steht und wie das zu Grunde legende Bündnis zustande gekommen ist.

Aufgefangen wird dieses darstellerische Manko teilweise von Gaddis' ausgezeichnetem Schreibstil, der für sich genommen ein Antrieb zum Weiterlesen bildet.

Ingesamt ist dem Autoren ein gutes Handbuch über den Kalten Krieg gelungen, der trotz seiner amerikanisch-zentrierten Betrachtungsweise einen soliden Überblick verschafft und eine gute Ausgangsbasis bietet, sich über einzelne Themen eingehender zu informieren.
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TOP 1000 REZENSENTam 10. Dezember 2012
absolut parteiisch. Ich schließe mich hier den ausgezeichneten anderen Rezensionen an, die dies schon thematisiert haben. Ich sehe mich allerdings daher nicht in der Lage, mehr als drei Punkte zu vergeben. Warum? Weil meiner Meinung nach ein renommierter Historiker in erster Linie der historischen Wahrheit verpflichtet sein sollte und nicht seiner eigenen Interpretation derselben. Ich weiß, dies ist ein hehrer Wunsch und die Wahrheit zu finden ein mühsamer Prozess. Doch etwas mehr Engagement in dieser Richtung könnte man meines Erachtens schon erwarten. Es sind oft nur gut versteckte, einzelne Wörter, die aber sehr viel über den Autor aussagen.
Ein kleines Beispiel dafür auf Seite 29:

"Aufgrund der VERMEINTLICHEN Ungerechtigkeiten des Versailler Friedensvertrages....."

Also bitte! Kommentar überflüssig. Der gute Mann scheint tatsächlich die USA für das Zentrum des Guten zu halten und das ist mir zu primitiv. Trotzdem - gut und interessant zu lesen, mit etwas schalem Beigeschmack.
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am 9. März 2008
Schon nach den ersten Seiten ist man gefesselt von der Fülle der Informationen und Zusammenhänge, die Geschichte verständlich und nachvollziehbar machen. Der Anfang ist eine Sensation! Der Mittelteil lähmt durch seine etwas zu breite Darstellung der Ideologien des Sowjet- und Mao-Kommunismus. Was schmerzlich vermißt wird ist die genauere Aufarbeitung des Kubakrise sowie des Indochina- und Vietnamkrieges. Die Entwicklungen in China nach Mao sind gut und lesbar dargestellt, ebenfalls die Ereignisse der 80er Jahre. Spannend liest sich die Geschichte des November 1989 um den Fall der Berliner Mauer und des Zerfalls der UdSSR.
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am 12. Juni 2015
Für mich, die den Kalten Krieg leider nicht als Schulthema hat durchnehmen dürfen, haben sich im Laufe der Zeit viele Fragezeichen gebildet, sobald man dieses oder jenes in den Medien gehört oder gesehen hat. Daher bin ich froh, dass ich dieses Buch lesen durfte.
Dieses komplexe Thema kann ich dank John Lewis Gaddis besser begreifen. Die Verstrickungen und daraus resultierenden Konflikte haben bei mir viele "Aha's" und "Soso's" und vor allem "wow, war das knapp" hervorgerufen. :)
Es ist jedoch kein Buch, das man wie einen netten Krimi in der U-Bahn lesen kann - ich zu mindest nicht. Man muss sich schon konzentrieren und gut aufpassen. Ich war wirklich begeistert.
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am 11. April 2010
John Lewis Gaddis ist Amerikaner - und das merkt man diesem Buch an. Im positiven Sinne, weil er, aus der angelsächsischen Geschichtsschreibung kommend, überaus "süffig" zu schreiben weiß. Da gibt es Anekdoten, Übertreibungen, Beispiele, einen Haufen Anschauungsmaterial. Deshalb liest sich dieses Buch sehr gut und meines Erachtens könnten sich die meisten deutschen Historiker an dieser Stelle etwas abschneiden: Interessant, lebendig und anschaulich schreiben, das ist nicht zwingend unwissenschaftlich! Außerdem, ein weiterer Pluskunkt, merkt man dem Buch an, welche profunden und zum Teil sehr detaillierten Quellen hinsichtlich der amerikanischen Sichtweise dem Autor zur Verfügung standen, nicht umsonst widmet er dieses Buch George F. Kennan, einem der bedeutensten amerikanischen Außenpolitiker des letzten Jahrhunderts, einer überaus interessanten, ja faszinierenden Figur. Das kann man übrigens auch schreiben, wenn man (so wie ich) Kennans politische Ansichten nicht unbedingt oder in allen Punkten teilt. Deswegen ist die eher konservative, deutlich rechte Sichtweise von Gaddis für mich auch kein Makel. Ich kann mir doch auch andere Werke zum Thema kaufen, ich kann mir andere Sichtweisen ansehen, ich bin doch alt genug, um mich frei zu informieren und mir dann eine eigene Meinung zu bilden. Ich lese doch auch Huntington, obwohl ich dessen Meinung überhaupt nicht teile, deshalb möchte ich sie aber dennoch kennen lernen! Insofern verstehe ich einige wütende Kritiken, dieses Buch betreffend, nicht. Ich bin politisch zum Teil deutlich anderer Meinung als Gaddis, aber ich ertrage ihn dennoch und höre mir auch seine Sichtweise an. Für mich wird bei diesen Kritikern deutlich, dass sie es scheinbar nicht aushalten können, dass andere Menschen andere (vielleicht sogar ganz andere) Sichtweisen zu historischen Themen haben. Und wer will schon für sich beanspruchen, die absolute historische Wahrheit zu besitzen? Gaddis also, der ist auch in seinem Standpunkt gefangen, er rechtfertigt z.B. mehrfach über das notwendige Maß hinaus die amerikanische Politik, seine Sichtweise besonders auf Deutschland und die Deutschen ist bisweilen etwas "einfach" und er macht sich gerne über Stalin lustig, den er für einen politischen Trottel hält. Aber gerade das machte das Buch für mich witzig und, wie gesagt, "süffig"; der Mut auch zum Spott, der Mut zum Urteil. Und, ganz nebenbei gesagt, wie soll man mit Stalin, diesem üblen Massenmörder, sonst umgehen? Ich finde es legitim, wenn man bei solchen überführten Menschenschlächtern wie Hitler, Stalin oder Mao auch mal deftig und deutlich wird. Anders sind die doch gar nicht zu ertragen! Wir wissen, dass Stalin z.B. auch nicht wahrhaben wollte, dass Hitler sein Land überfallen wird, er war von vielen Seiten gewarnt worden! Er wollte es nicht sehen und seine Politik war nicht nur durchgängig grausam, sie war oft auch irrational, was nicht ausschließt, dass er dennoch gewieft zum Beispiel mit dem Westen verhandelte. All das lässt sich in den gängigen Stalin-Biographien deutlich nachlesen, hier liegt also Gaddis durchaus richtig und sein Spott trifft meines Erachtens auch den richtigen.
Wer also einen wirklich anschaulich erzählten Überblick über den Kalten Krieg sucht und wer darüber hinaus auch einen deutlich konservativen und amerikanischen Blick auf diese Epoche erträgt, ohne um das eigene Urteil gebracht zu werden, dem empfehle ich dieses Buch deutlich!
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am 1. Mai 2007
Eine gut zu lesende, flüssig, ich meine sogar spannend geschriebene Geschichte des Kalten Krieges! Obwohl ich zuvor schon ein weiteres aktuelles Werk zu diesem Thema gelesen hatte (Der Kalte Krieg 1947-1991: Geschichte eines radikalen Zeitalters) und sich naturgemäß Vieles überschneidet, erwies sich Gaddis' Buch als äußerst interessant. Im Unterschied zu Stöver konzentriert sich Gaddis' Darstellung enger auf das Verhältnis zwischen den USA und der UDSSR und die handelnden Personen. Bemerkenswert erscheinen mir Gaddis' Gedanken zur Frage der Legitimität und Moral verdeckter Aktionen - sicher wäre interessant, was er zur gegenwärtigen Politik der USA zu sagen hätte.

PS: Und was ist mit dem Schwanz, der mit dem Hund wackelt? Gaddis muß diese Metapher lieben, denn er verwendet sie gleich mehrmals. Der Schwanz ist der kleine, fast unbedeutende Bündnispartner, der "seine" Großmacht, den Hund, zu politischen oder militärischen Maßnahmen erpressen konnte, die er ohne das Gefangensein der Supermächte im Kalten Krieg kaum hätte durchsetzen können.
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am 21. Oktober 2007
Politik wird von Personen getragen, und sie sind es, die in diesem Buch im Mittelpunkt stehen. Im Kontext der historischen Ereignisse insbesondere des frühen 20. Jahrhunderts entwirft der Autor ein umfassendes Bild der weltpolitischen Lage nach dem Zweiten Weltkrieg, wobei durch die Fokussierung auf die Persönlichkeiten anstatt der blanken zeitgeschichtlichen Tatsachen die Darstellung besondere Lebendigkeit erfährt.
Von Roosevelt, Churchill und Stalin und der Etablierung der jeweiligen Einflusssphären bis zu Papst Johannes Paul II. und seinem Beitrag zur politischen Wende in Polen und letztlich Helmut Kohl als Wiedervereinigungskanzler wird der Bogen gespannt. Und dies auf sehr ausgewogene Weise, was durchaus an der Betrachtung Richard Nixons abzulesen ist, der letztlich weder an der Sowjetunion oder am internationalen Kommunismus scheiterte, sondern vielmehr an der amerikanischen Verfassung, wobei Nixon letztlich schmerzhaft erkennen musste, dass auf Basis einer freien Demokratie auch ein US-Präsident nicht über dem Gesetz stehen kann.
Beeindruckend ist, auf welche nahezu absurde Weise die Supermächte durch lokale Machthaber und vergleichsweise Kleinstaaten wiederholt in Konfrontationspositionen manövriert wurden, um der verqueren Logik des Kalten Krieges folgend gegenüber dem Gegner keine Schwäche zu zeigen. Dass dabei die Welt als ganze über Jahrzehnte hinweg unter der Androhung des MAD-Prinzips (Mutual Assured Destruction) als Geisel gehalten wurde, ist ebenso aufrüttelnd wie erschreckend, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Sowjetunion noch 1983 einen Überraschungsangriff durch die USA für absolut möglich, wenn nicht sogar für unmittelbar bevorstehend gehalten hat.
Insgesamt ein ausgezeichnetes Werk!
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am 24. August 2007
"Der Kalte Krieg" von Gaddis ist das erste Buch, welches ich zum Kalten Krieg gelesen habe. Es ist sehr gut lesbar und bietet einen optimalen Überblick über die Geschichte vom 2. Weltkrieg bis zur deutschen Wiedervereinigung, also dem Ende des Kalten Krieges. In diesem Buch beschäftigt sich der Autor nicht vordergründig mit der deutschen Geschichte, sondern mit dem Kalten Krieg an sich, also nicht missverstehen!
Der einzige Makel ist, meiner Meinung nach, dass an manchen Stellen Gaddis' Herkunft durchschimmert (er ist Amerikaner) und die Fehler der Sowjetunion schärfer kritisiert als die der USA. Naja, die Amis halt ;-) Dies ist allerdings nicht weiter schlimm, da er trotzdem sachlich bleibt, was man von einem renomierten Wissenschaftler wohl nicht anders erwarten kann.
Wer sich also für den Kalten Krieg und alles, was mit dem Thema in Verbindung steht, interessiert, der wird hier wohl nicht enttäuscht werden! Auch gut geeignet für das Zentralabitur, ist ja Stoff der 13! Also viel Spaß!
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am 2. April 2007
Gaddis Darstellung des Kalten Krieges ist nicht nur sehr gut lesbar, womit er sich wohltuend von anderen Darstellung abhebt, sondern besticht auch durch enorme Sachkenntnis und basiert auf umfangreichem Literatur- und Quellenstudium. Wer immer einen Einstieg in das Thema sucht oder vorhandenes Wissen erweitern will ist mit dem Buch sehr gut bedient. Deutsche Leser werden vielleicht nicht mit allen seinen Urteilen konform gehen, beispielsweise was die Bedeutung Ronald Reagans für das Ende des Kalten Krieges betrifft, dennoch ist Gaddis Argumentation stets schlüssig und wohl begründet.
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