Kundenrezensionen


116 Rezensionen
5 Sterne:
 (76)
4 Sterne:
 (14)
3 Sterne:
 (12)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:
 (11)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


204 von 230 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mut zur Wahrheit
Mit Amusement und Erschrecken habe ich das Buch von Herrn Broder gelesen.

Ich kann allen Zweiflern und "Gutmenschen" die dieses Buch als platte Polemik ansehen empfehlen mal vier Wochen öffentliche Verkehrsmittel in Berlin zu nutzen, um die alltägliche Gewalt von türkisch- und arabischstämmigen jungen Männern in Berlin zu begegnen...
Veröffentlicht am 19. Februar 2007 von smack

versus
47 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht nur gut
Die Auseinandersetzung mit dem Islam im weitesten Sinne und im engeren Sinne mit seinen ... energischeren Vertretern, den verniedlichend Islamisten genannten Befürwortern von Terror, Gewalt und Intoleranz, gehört und gehörte zu den Themen, die in den vergangenen Monaten die Schlagzeilen geprägt haben. Von den Mohammed-Karikaturen über die...
Veröffentlicht am 6. März 2007 von Thomas Liehr


‹ Zurück | 1 212 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

204 von 230 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mut zur Wahrheit, 19. Februar 2007
Mit Amusement und Erschrecken habe ich das Buch von Herrn Broder gelesen.

Ich kann allen Zweiflern und "Gutmenschen" die dieses Buch als platte Polemik ansehen empfehlen mal vier Wochen öffentliche Verkehrsmittel in Berlin zu nutzen, um die alltägliche Gewalt von türkisch- und arabischstämmigen jungen Männern in Berlin zu begegnen. Dieses Auftreten als "Herrenmenschen" gepaart mit Sprüchen wie z.B. "Du kannst mir ja die Füße küssen ich bin Türke" und/oder "Was willst Du eigentlich? Ihr habt doch in Eurem Land nichts mehr zu sagen, was gemacht wird bestimmen wir" schockiert mich immer wieder.

Ich möchte nicht alle musliminschen Männer über einen Kamm scheren, aber wo ist die die türkische Community zum Beispiel, um sich über das Benehmen dieser von mir angesprochenen Gruppe zu entrüsten?

Wo sind die, die sich darüber entrüsten das türkische Anwältinnen die sich für die Rechte von Frauen einsetzen und einsetzten jahrelang Morddrohungen aus den eigenen Reihen erhalten?

Wo waren die türkischen Verbände bei der Gedenkfeier für die junge Frau die im letzten Jahr durch die Hand ihres Bruders zu Tode kam, da sie ein selbstbestimmtes Leben führen wollte?

Auf diese Frage äußerten die durch die Presse angefragten Verbände "Es wäre keine Absicht gewesen nicht zu Erscheinen, sondern ihnen sei der Termin nicht mitgeteilt worden.

Ein Projekt der Aids-Hilfe in Berlin das umziehen mußte, da die Nachbarschafft nicht mehr genügend Sicherheit für die Gäste sichern konnte.

Wir sollen Respekt haben und werden auf der anderen Seite angepöbelt, weil wir angeblich die Gefühle unserer "Gäste" verletzen. Ich wähle diesen Begriff mit Bedacht, da ich jeden Menschen egal welcher Hautfarbe, des Geschlechtes, der kulturellen oder sexuellen Identität hier willkommen heiße, wenn er oder sie bereit ist sich auf unser demokratisches Staatsgefüge und den damit verbundenen Rechten UND Pflichten einzulassen. Den Rest bezeichne ich als "Gäste".

Ich als schwuler Deutscher mit italienischem Migrationshintergrund schäme mich für die Gleichgültigkeit unserer Regierung. Sie verschließen die Augen und sehen bzw. nehmen nicht mehr wahr in welche Richtung dieses Land steuert.

Integration ist keine Einbahnstrasse! Dies sagen türkische Arbeitskolleginnen und Kollegen ebenfalls mit denen ich arbeite.

Es wird immer auf die Bildungsmisere eingegangen. Wer hält den gerade die jungen Männer mit Migrationshintergrund davon ab deutsch zu lernen, sich nach der Schule hinzusetzen, um ihre Schulaufgaben zu machen, einen guten Schulabschluß zu erreichen und damit einen Einstieg ins Berufsleben zu gestalten?

Ich höre von den genannten Gruppen immer nur Begriffe wie Respekt und Ehre.

Lieber wären mir die Begriffe Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Menschenwürde und Toleranz.

Begriffe mit denen ich in meinem Elternhaus und meinem Umfeld aufgewachsen bin.

Nur wer dafür steht, hat meinen Respekt. Unabhängig von Glauben oder Herkunft.

Deshalb ist das Buch von Herrn Broder für mich als Denkanstoß anzusehen und ich empfehle es nochmals es mit offenen Augen zu lesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


185 von 210 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr lesenswertes, wenn auch erschreckendes Buch!, 23. Mai 2007
Wer heutzutage auch nur ansatzweise kritisch eine Augenbraue wölbt über das Verhalten bestimmter in Deutschland lebender Ausländer, wird sehr schnell als "ausländerfeindlich" und "rechtsextrem" in eine Schublade gesteckt, aus der er nur schwer wieder herauskommt. Broder scheut dieses Risiko nicht, sondern befasst sich schonungslos mit der Frage, weshalb eigentlich "der Westen" grundsätzlich vor tobenden, randalierenden und religiös fanatisierten Massen einknickt und kapituliert und damit die Werte verrät, für die er doch sonst in aller Welt einzutreten vorgibt.
Broders Verdienst dabei ist es, die allseits beliebten - und letztlich beschönigenden, dabei jedoch pauschalisierenden - Termini wie "Ausländer" oder "Migrationshintergrund" zu vermeiden und zum Punkt zu kommen. Schließlich, so Broder, gibt es viele Menschen gerade in Deutschland, die aus verschiedenen Kulturen stammen, Migrationshintergrund haben und sich dennoch integrieren. Es sind fast ausnahmslos türkische oder arabische Moslems, die durch Integrationsunwilligkeit, Bildungsfeindlichkeit sowie permanente Gewaltbereitschaft von sich reden machen und dadurch bei schlichten Gemütern eine pauschale Ausländerfeindlichkeit schüren.
Nun ist diese Feststellung grundsätzlich nicht neu, wie jeder Achtjährige heute feststellen kann. Doch Broders Ansatz zur Ergründung dieses Phänomens weicht elementar von der heute allgemein vorherrschenden - oder vorzuherrschenden - Meinung ab, denn er sucht die Fehler nicht per se bei uns, sondern in der Kultur und Religion derer, die für sich die höchste Toleranz einfordern, selbst aber in einem Maße intolerant und menschenverachtend sind, dass man in der Tat von einer neuen Form von Faschismus reden kann. Umso erschreckender ist es, dass diesen Religionsfaschismus keiner wahrhaben möchte. Man wähnt sich tolerant, wenn man über islamische Gewaltakte zum Beispiel auch gegen islamische Frauen hinwegsieht oder diese, egal, wie brutal sie sind, mit der Mentalität der Täter zu rechtfertigen sucht. Dabei sind es genau diese Gutmenschen, die über die Appeasementpolitik 1936 bis 1939 gegenüber Hitler heute den Kopf schütteln.
Zweifelsohne ist Broders Buch polemisch, überspitzt, provozierend - ja, an manchen Stellen neigt es zu Plattheiten. Und, ja, Broder arbeitet ohne Fußnoten oder Quellennachweise. Da es aber keine wissenschaftliche Abhandlung sein soll, sondern die Meinung eines Einzelnen, der vor bestimmten Gefahren warnt, fällt dies zumindest bei mir nicht negativ ins Gewicht. Im Gegenteil: "Hurra, wir kapitulieren" sei hier jedem empfohlen, der die "Lust am Einknicken" verloren hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


153 von 174 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wo er Recht hat, hat er Recht, 26. Juli 2008
Broder ist jemand, an dem sich die Geister scheiden. Viele nehmen ihm seinen bedingungslosen Proamerikanismus übel, dass er in Talkshows mit Stars-and-Stripes-Krawatte auftritt und, seit dem 11. September, dass er "Stimmung gegen die Moslems" macht; besonders in Zusammenhang mit seinem Buch "Hurra, wir kapitulieren!", das vor 2 Jahren erschienen ist, wurde ihm das vorgeworfen.

Broder stellt sich geschickter an als Oriana Fallaci ("Ich will unsere Kultur verteidigen, verdammt!"), da er den Akzent nicht auf die Taten oder Untaten der Islamisten legt, sondern auf die Reaktionen darauf vor allem von europäischer Seite, und diese Reaktionen den islamistischen Taten und Umtrieben gegenüberstellt. Dabei zeigt sich eines: Dass der "Dialog auf gleicher Augenhöhe" nicht stattfinden kann, solange die andere Seite nicht zum Dialog bereit ist. Zu einem kritischen Dialog gehört die Bereitschaft zur Selbstkritik, doch darin zeichnen sich vor allem wir Europäer und weniger die Moslems aus. Man bedenke die Reaktionen offizieller Islamvertreter zu Gewalt und Terror, vonwegen "Das ist ganz untypisch für den Islam", "Die Attentäter waren gar keine richtigen Moslems" usw. Wenn wie vor Kurzem in der Uno die Scharia zur Diskussion gestellt wird und die Vertreter islamischer Staaten es ablehnen, darüber zu diskutieren, dann merkt man schnell, wie es um dem kritischen Dialog bestellt ist. Wer außerdem mehr über die Lust am Beleidigtsein und vom Appeasement im Kleinen erfahren will, dem empfehle ich die Seiten des Muslim Markts, wo einem nichtmuslimischen User grob über den Mund gefahren wurde, weil er die Frechheit hatte, sich "PigRace" zu nennen. Symptomatisch war auch eine Sendung auf Phönix, eine Diskussionsrunde zum thema "Das Kreuz mit dem Halbmond", wo es um den Kölner Moscheebau und um Muslime unter Generalverdacht ging. Da wollte Neda Kelek die ganze Zeit was erklären, und Aiman Mazyek, ein Vertreter des Zentralrats der Muslime, dachte überhaupt nicht daran, ihr das Wort zu überlassen, er hatte sie ständig abgewürgt. Das Publikum empörte sich über Mazyek, und Guido Knopp, der die Sendung moderierte, ermahnte - das Publikum wegen seines "unzivilisierten" Verhaltens! Er hatte es vorher jedoch nicht für nötig gehalten, Mazyek wegen dessen rüpelhaftem, in hohem Grade unzivilisiertem Verhalten zu ermahnen. Darum, um eine solche Haltung, geht es in Broders Buch.

Fazit: Man muss Broder nicht bejubeln, aber man muss zugeben, dass er mit diesem Buch gar nicht so falsch liegt. Er bringt es auf den Punkt: "Wer als Reaktion auf Geiselentführungen und Enthauptungen, auf Massaker an Andersgläubigen, auf Ausbrüche kollektiver Hysterie mit der Forderung nach einem »Dialog der Kulturen« reagiert, der hat es nicht besser verdient." Wo er Recht hat, hat er Recht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


43 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal einer..., 2. August 2007
...der politisch gegen den Strich bürstet und unbequeme Wahrheiten ausspricht, der sich einen Dreck um 'political correctness' (was letztendlich nichts anderes als eine Denkklammer ist, die kritisches Hinterfragen ausspart) kümmert.
Endlich einer der zeigt, wie wir nach und nach in die Defensive geraten und aus Angst, etwas Falsches zu tun, eben dieses tun: falsche Entscheidungen treffen.
Egal, ob aus Angst vor Selbstmordattentaten, Hasspredigern, die ihrem subversiven Geschäft nachgehen einerseits oder bei rechten Gewalttätern, krawalligen Neonaziaufmärschen: der Staat knickt ein und anstatt Präsenz zu zeigen und denjenigen, die sich nicht ins Gemeinschaftsgefüge einpassen wollen, mit gebotener Härte zu begegnen, wird der Mantel der (Pseudo)liberalität ausgebreitet. Um falschen Vermutungen vorzubeugen und auch keinen Beifall von der falschen Seite zu bekommen sei angemerkt: ich will weder ein anderes politisches System noch eine andere Gesellschaft, aber ich will, das der Staat endlich seine Aufgaben wahrnimmt und nicht nur so tut, als ob...

Mit Laisser Faire und missverstandener Toleranz erhält man auf Dauer jedenfalls kein Staatswesen funktionsfähig, insofern mag Broders Buch als Denkanstoß funktionieren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wahre und oft verschwiegene Zahlen und Fakten, 22. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Hurra, wir kapitulieren! (Taschenbuch)
Die "aufklärerische" Presse ist häufig bemüht, Beruhigungspillen zu verabreichen, um den vermeintlich "tumben deutschen Michel" nicht aus seinem Tiefschlaf zu erwecken. Argumente werden nicht danach bewertet, ob sie richtig oder falsch sind, sondern wer sie vorgebracht hat. Wenn etwas vom "Stammtisch" aus artikuliert wird, ist besondere Vorsicht geboten, wobei es überhaupt nicht einleuchtet, warum Dinge, die von Menschen in geselliger Runde in einem offenen Gespräch artikuliert werden, keine Relevanz haben oder gefährlich sein sollten.

Der Publizist Jürgen Liminski, den Lesern der JUNGEN FREIHEIT wohlvertraut, als Geschäftsführer und Stefan Fuchs als Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V. machen in der aktuellen Ausgabe ihres Newsletters darauf aufmerksam, daß in puncto Kinderzahlen von Migranten der Stammtisch oft näher bei der Wahrheit ist als die sogenannten "Qualitätsmedien". Liminski und Fuchs zitieren aus einem Bericht der Frankfurter Rundschau vom Sommer 2010. Die Frauen der zweiten Migrantengeneration passen sich bei der Geburtenzahl der deutschen Bevölkerung an, lautete der Tenor des Artikels. Überfremdungsängste seien also völlig fehl am Platze.

Volkspädagogik "aufgeklärter" Publizisten amtlich widerlegt

Die amtlichen Zahlen widerlegen allerdings die Volkspädagogik "aufklärerischer" Publizisten. Der Anteil der Frauen mit drei und mehr Kindern ist demnach unter den Frauen mit "Migrationshintergrund" (zirka 26 Prozent) etwa doppelt so groß wie unter den Frauen ohne "Migrationshintergrund" (13 Prozent). Dagegen sind mehr als ein Viertel der "einheimischen" Frauen, aber nur knapp 15 Prozent der Migrantinnen kinderlos. Als Folge dieser Differenzen in den Geburtenparitäten, so das IDAF, haben Migrantinnen durchschnittlich 1,83, "einheimische" Frauen hingegen nur 1,4 Kinder.

Ein Sonderfall seien die Türkischstämmigen. Ihr Bevölkerungsanteil wachse auf "natürliche Weise" durch Geburtenüberschüsse. Mit fast 2,5 Kindern pro Frau übertreffen ihre (1965 bis 1969) geborenen Frauen deutlich den Generationenersatz. Kinderlosigkeit ist unter diesen Frauen selten, dafür hat etwa die Hälfte von ihnen mindestens drei Kinder.

Geburtsverhalten der Türken über dem deutschen Durchschnitt

"Das Geburtenverhalten der Türkischstämmigen hat sich also mitnichten dem deutschen Durchschnitt angepaßt. Im Gegenteil öffnet sich die Fertilitätsschere zwischen Einheimischen und Zuwanderern und zeigt damit symptomatisch die wachsende Kluft zwischen traditionsbestimmten Migrantenmilieus und postmodern-individualistischen Lebenswelten. Diese kulturelle Kluft und ihre sozialen Folgen kennen die Stammtisch-Bürger aus dem Kita- und Schulalltag ihrer Kinder und Enkel. Nicht wenigen Möchtegern-Pädagogen in der Bewußtseinsindustrie der Medien sind sie damit einige Erkenntnis-Schritte voraus", so die beiden Autoren.

Der Nonsens dieser Aussage *Anpassung des Geburtenverhaltens* wird doch schon alleine durch einen Blick ins gerade erschienene statistische Jahrbuch 2010 widerlegt - 5 Minuten mit dem Taschenrechner reichen, und man merkt, wie *beknackt* dieses Argument ist, wenn man sieht, wie hoch der Anteil den Personen mit Migrationshintergrund in bestimmten Alterklassen in Deutschland ist:

Alterklasse - Migrationsanteil in%
Altersklasse 0 bis 4: 34,04%
Altersklasse 5 bis 9: 31,33%
Altersklasse 10 bis 14: 28,93%
Altersklasse 15 bis 19: 25,26%
Altersklasse 20 bis 24: 23,20%

Damit ist doch offensichtlich, dass der Anteil zumindestens bei den Neugeborenen in spätestens 25 Jahren bei rund 50% liegt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr provokant aber wahr!, 1. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hurra, wir kapitulieren! (Taschenbuch)
Toll ein Buch zu lesen von jemanden, der sich auskennt und sich getraut die gesellschaftlichen Probleme anzusprechen. Dieses ganze Öko-Linke-Tolleranz-Gefasel geht zu weit und stammt immer nur von Leuten, die beschaulich aufgewachsen sind und mit den wahren Gesellschaftlichen Zuständen, die man sehr eindrucksvoll in Berlin beobachten kann, noch nie konfrontiert wurden. Schlau reden und abwarten bringen nichts und ist so pädagogisch wertvoll wie eine anti-autoritäre Erziehung. Schade, dass es nicht viel mehr Menschen gibt wie Hr. Broder, die nicht nur über das Wissen und die entsprechende Position verfügen, sondern die Dinge auch noch ansprechen entgegen der Gefahr die eigene Wohlfühlzone verlassen zu müssen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


49 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hurra, wir dürfen uns islamisieren lassen, 11. Mai 2008
Von 
Barbara Steinemann (Regensdorf bei Zürich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hurra, wir kapitulieren! (Taschenbuch)
Keine andere Glaubensgemeinschaft mischt sich derart provokativ und mit Nachdruck in politische und gesellschaftliche Bereiche fremder, gastgebenden Staaten ein, als der Islam. Subversive Waffen wie beleidigt sein, Opferhaltung, Tabuzonen, umfassende Forderungskataloge mit dem Hinweis auf unsere einseitige Religionsfreiheit und Toleranz genügen dieser imperialistischen, in Form einer Religion daherkommenden Ideologie, welche weite Teile der europäischen Behörden und Medien mit einseitigen Zugeständnissen erwidern. Die Anwandlungen funktionieren nur deshalb so gut, weil den Forderungen mit Drohungen Nachdruck verliehen wird. Bloss keine Verurteilung der jugendlichen Randalierer in den französischen Vorstädten, unmöglich, dass diese keine berechtigten Anliegen verfolgen, bitte keine Erwähnung von augenfällig häufig bei dieser Gruppe auftretenden Delikten, und ja keine Darstellung ihres geschätzten Propheten, man könnte damit muslimisches Blut in empörte Wallung bringen. Hierzulande wird gerne Toleranz eingefordert und sich unserer Religionsfreiheit bedient, in Wirklichkeit stehen einseitige, handfeste Interessen in Aussicht. Eine Gesellschaft, die Appeasement als Integrationspolitik versteht und sich in Demutskultur und tadelloser Unterwürfigkeit übt, bloss um die Gegenseite nicht zu provozieren, lädt geradezu ein, sich erpressen zu lassen. Wenn die Empfindlichkeit gewisser muslimischer Gäste hierzulande massgebend würde, um unsere Freiheitsrechte zu begrenzen, dann wäre jedermann ermutigt, seine Fantasien auszuleben und sein Unbehagen an Kritik zum Ressentiment, zur Wut und schliesslich zum Fanatismus zu steigern.

Man mag Broder etwas zuviel Polemik und Sarkasmus verzeihen; wer aber seine Grundaussage in Zweifel zieht, betrachte einmal die Realität: Lehrpläne und Weihnachtsfeiern werden konfessionell neutralisiert, Muezzine dürfen jeden Freitag in ganz Amsterdam behördlich bewilligt dreimal am Tag von allen Moscheen rufen, der Bischof von Canterbury denkt laut über die Einführung der Scharia auf der Insel nach, Muslime fordern in europäischen Demokratien speziellen Einfluss auf die Gesetzgebung, Kritiker und Abtrünnige benötigen Polizeischutz.

Dass er mit seiner Analyse nicht Unrecht hat, beweisen mitunter die bösartigen, ja geradezu vernichtenden Rezensionen und Kommentare diverser Journalisten, die auch nicht zurückschrecken, den Autoren als psychisch krank einzustufen. Das ist eine bemerkenswerte Referenz. Broder kann es gelassen hinnehmen. Das sagt man in bestimmten Kreisen offenbar so daher, um Mulitkulti-Kritikern, die des selbständigen Denkens mächtig sind, zu verunglimpfen und deren Botschaft zu diskreditieren. Als zynischer Extremist an der Tastatur sorgt er jedenfalls dafür, dass sich der anmassende und einmischende Islam mit seinen Skeptikern auseinandersetzen muss. Von dessen naiven Hofierern im Westen für disqualifizierend befunden zu werden, ist die wahre Auszeichnung.

Das Buch datiert zwar von 2006, seine Botschaft unterliegt jedoch keinem Verfalldatum: Im April 2008 bringt der niederländische Politiker Wilders in einem Film Terroraktionen muslimischer Extremisten in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Koran. Folge? Muslime reagieren extremistisch und drohen mit Terroraktionen. Logisch, oder? Der Islam spricht für sich selbst.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


154 von 181 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Augenöffner ohne Gleichen, 18. September 2006
Das Buch erscheint kurz bevor die gewalttätige Reaktion islamischer Fanatiker jene Papstäußerung zur islamischen Glaubensverbreitung mit dem Schwert in besonders paradoxer Manier eben durch Gewalt und massivste Vernichtungsdrohungen bestätigt. Davon beeindruckt, bemüht sich der Papst flugs um Appeasement und entschuldigt sich schon wenige Tage nach seiner Äußerung. Bei Galileo Galilei bedurfte es einiger Jahrhunderte.

Leider konnte Broder diese Episode nicht mehr in seiner pointierten Art und Weise aufarbeiten. Die gesammelten Betrachtungen zu Appeasement im Kleinen und Großen sind teils amüsant und teils erschreckend aber immer scharf beobachtet und intelligent karikiert. Ich habe das Buch in einem Zug verschlungen.

Wie weit wir in der Kapitulation vor der irrationalen Gewalt fortgeschritten sind, erkenne ich ganz persönlich als mir meine Lebensgefährten beim Schreiben dieser Rezension über die Schulter blickt und sich sehr besorgt darüber äußert, dass wir auch auf eine "Abschussliste" geraten könnten. Bei Broder lässt sich nachlesen, wie weit wir als Gesellschaft schon dem Stockholm-Syndrom der freiwilligen Unterordnung bis hin zur Verbrüderung mit den Tätern erlegen sind.

Was tun ? Vielleicht finden wir Hinweise in den säkularen Ansätzen der modernen Türkei. Anders als bei uns sind dort z.B. muslimische Verhüllungen in öffentlichen Gebäuden verboten und islamischer Religionsunterricht steht unter staatlicher Aufsicht.

Vielleicht ist es aber angesichts der beeindruckenden Geburtenraten unserer muslimischen Gäste schon zu spät und wir sollten auf gründlich deutsche Weise flott ins Mittelalter voranmarschieren. Ab sofort Burka statt Minirock.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Islam - aus jüdischer Sicht, 10. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hurra, wir kapitulieren! (Taschenbuch)
Der Autor Hendryk M. Broder ist jüdischer Abstammung und ist durch seine kriegstraumatisierten Eltern dahingehend geprägt, daß er die Hysterie gegen alles Deutsche nicht leiden kann. Zum Anderen sieht er mit Schrecken, wie ungeniert der Islam seine Kultur ohne die geringste Rücksicht europaweit verbreitet.

So brauchen z.B. 2005 in Dänemark bei 5,5 Mio Dänen die 200.000 eingewanderten Moslems nur weltweit Rabatz zu machen, damit die dänische Regierung einknickt und sich alle möglichen Vertreter entschuldigen. Anlaß waren ein paar Mohamed-Karikaturen dänischer Journalisten zu denen die Moslems in fälschender Weise noch ein paar hinzugefügt hatten.

Die Befürchtungen kommen nicht von ungefähr. Wohin man schaut, die Politiker betreiben Appeasement-Politik gegenüber dem Islam mit dem man sich nicht streiten möchte. So gibt jeder Politiker nach, um ja nicht die moslemischen Gemüter zu erregen. Das schilderte der Autor in vielen Beispielen hoffnungloser Rückradlosigkeit.

Dann kommt der Autor darauf zu sprechen, wie der Westen vor der Hamas einknickt. Aber so etwas interessiert mich weniger. Auf jeden Fall haben die Israelis viel eher einen Grund abwehrbereit zu sein, als europäische Politiker, die das Problem noch nicht richtig sehen.

Insgesamt hat der Autor dieses Buch geschrieben, um die amerikanisch-westlich geprägte Kultur Europas gegen den Islamismus zu bestärken. Dabei fallen ihm die Widersprüche und Schwächen unserer amerikanisch geprägten Zivilisation gar nicht mehr auf, weil er damit im Einklang lebt. Scheidungsraten, Ehebruch, Prostitution und sinkende Geburtenraten sind für den Autor kein Thema. Im Prinzip wäre es leicht und simpel den Islam wegen seiner unbestreitbar unschönen Eigenschaften zu kritisieren. Weil der Autor aber zusätzlich ein Vertreter amerikanischer Freizügigkeit ist, braucht er dafür komplizierte Argumentationen um an den Fehlern unserer Gesellschaft vorbei den Islam zu kritisieren. Seiner Meinung nach brauchen die Journalisten und Politiker Europas sich nicht vor dem Islam zu verstecken, sondern sollten den Islamisten entschlossen entgegentreten, wann immer Grundwerte in Gefahr sind.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Terrorversteher, 15. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Hurra, wir kapitulieren! (Taschenbuch)
Mit dem "wir" im Titel sind die Europäer gemeint. Und wovor kapitulieren "wir"? Vor dem Terror gewaltbereiter Moslems, wie Broder feststellt.

Wie hier bereits angemerkt wurde, befaßt sich Broder nicht mit den Motiven von Terroristen, sondern damit, wie der Westen auf Terror reagiert - nämlich mit der Forderung nach Toleranz, Mäßigung, Respekt usw. Komischerweise richten sich diese Forderungen NICHT an die Randalierer, sondern an deren Opfer. Als Fanatiker tobten, weil in einer dänischen Zeitung Mohammed-Karikaturen erschienen waren, waren europäische Politiker empört - nicht etwa über den Mob, sondern über die Zeichner der Karikaturen. Und dieses Beispiel, das Broder als Aufhänger für sein Buch nutzt, ist nur eins von vielen.

Broder beleuchtet die Motive für diese Appeasement-Politik. Der Hauptgrund ist seiner Meinung nach schiere Angst. Broder schreibt pointiert, daß es leicht ist, einen Kardinal Meisner zu verspotten, denn der wird nicht mit Bombenattentaten antworten - fanatische Moslems dagegen schon. Angst um das eigene Leben ist in so einem Fall absolut berechtigt, wie der Mord an dem Regisseur van Gogh und die Morddrohungen gegen Salman Rushdie, Ayaan Hirsi Ali und viele andere sprechen eine deutliche Sprache. Ich würde mich auch nicht trauen, eine Mohammed-Karikatur zu veröffentlichen, wenn ich danach um meine Haut fürchten müßte - die meisten Leute hängen eben an ihrem Leben, ist das so merkwürdig?! Broder selber scheint allerdings keine Angst um Kopf und Kragen zu haben, dabei könnte es doch durchaus sein, daß Fanatiker auch ihm ans Leder wollen.

Ein weiterer Grund ist die vor allem in Deutschland verbreitete Sorge, als fremdenfeindlich zu gelten, selbst wenn man berechtigte Kritik an einer anderen Kultur äußert. Damit verbunden ist meistens eine höchst naive und oberflächliche Begeisterung für fremde Kulturen, die mit echtem Interesse nur sehr wenig zu tun hat. Broder zitiert die Autorin Neda Kelek mit den Worten: "Da verteidigen Leute die türkisch-muslimische Lebensform, die in ihrem Leben noch keinen Schritt tiefer in die-
se Gesellschaft vorgedrungen sind als bis zum Tresen ihres netten Gemüsehändlers.«

Besonders passend finde ich Broders Hinweise auf haarsträubende Paradoxe, z. B. darauf, daß Leute für die Gleichberechtigung von Mann und Frau hierzulande kämpfen, aber gleichzeitig die Unterdrückung der Frau im Islam achselzuckend hinnehmen mit dem Argument: Das ist eben deren Kultur." Für Multikulti-Freaks ist es offenbar völlig ok, daß minderjährige Mädchen zwangsverheiratet werden, daß muslimische Männer ihre Töchter oder Schwestern bei Fehlverhalten ermorden oder daß Ehebruch mit Steinigung bestraft wird - diese Form von Toleranz ist feige und bequem und auf eine subtile Art sogar rassistisch: Eine Türkin darf ruhig von den eigenen Verwandten massakriert werden, eine Deutsche dagegen nicht! Offenbar denken die ach so toleranten Gutmenschen nie daran, daß eine Türkin vielleicht das gleiche Recht auf ein selbstbestimmtes Leben haben könnte wie eine Deutsche. Aber Broder macht den Mund auf, und bei dem Sohn von Holocaust-Überlebenden ist nicht anzunehmen, daß er Nazi-Sympathien hegt.

Sehr erfrischend finde ich, daß Broder Schwätzer beim Wort nimmt und dem Leser vor Augen führt, wie untauglich deren Vorschläge sind - wie etwa die ewige Forderung nach einem Dialog auf Augenhöhe" und dem Unterlassen von Provokationen". Broder: Sollen, um auf gleiche Augenhöhe zu kommen, eigene Abteile für Frauen in Bussen eingerichtet wer-den, wie das in Saudi-Arabien der Brauch ist? Soll das Heiratsalter für Mädchen auf elf Jahre gesenkt werden, wie es im Iran der Fall ist? Soll für Ehebruch die Todesstrafe durch Steinigen eingeführt werden, wie es die Scharia verlangt?"

Eine besondere Antipathie Broders gegen Claudia Roth konnte ich übrigens nicht feststellen, denn es bekommen eine Menge Leute ihr Fett weg - nicht nur Grüne, sondern auch Politiker von SPD, CDU und FDP. Und der "Lieblingsfeind" des Autors scheint mir eher Günter Grass zu sein.

Der große Haken an dem Ganzen ist leider: Broder kann nur sagen, wie es NICHT funktioniert. Eine Alternative hat er nicht zu bieten. Er stellt fest, daß bei der Bekämpfung des Terrors an seine Grenzen stößt: "Die Vorstellung, ein Unschuldiger könnte jahrelang festgehalten werden, ist ein Albtraum. Andererseits übersteigt die Idee, man könnte dem Terror nur mit rechtsstaatlichen Mitteln beikommen, die Grenze zum Irrealen." Was soll man also tun? Lieber Unschuldige einsperren als Schuldige laufenlassen? Wäre Broder bereit, selber unschuldig in den Knast zu wandern? Auf diese Fragen gibt Broder keine Antwort, er sagt nur - und hat damit recht - , die Alternativen seien so grauenhaft wie die Wahl zwischen Galgen oder Guillotine.

Am Ende der tragikomischen Lektüre hat man also leider keine Patentlösung in den Händen, aber man hat zumindest ein paar gute Argumente gegen die Terrorversteher" gehört und hatte dank Broders Stil auch viel Spaß beim Lesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 212 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Hurra, wir kapitulieren!
Hurra, wir kapitulieren! von Henryk M. Broder (Taschenbuch - 5. November 2007)
EUR 9,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen