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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brilliante Kritik an Markenwahn und Globalisierung
Es ist beeindruckend zu sehen (oder besser zu lesen) über welch hervorragenden Marketing-Kenntnisse Naomi Klein verfügt. Vor allem mit dem Phänomen „Marke" hat sie sich ganz offensichtlich sehr ausführlich und tiefgehend auseinandergesetzt. Und das ohne auf die etablierte Marketing-Literatur zum Thema zurückzugreifen, sieht man einmal von...
Veröffentlicht am 11. Januar 2003 von jan-schneider

versus
36 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu oberflächlich
Die Stärke des Buches von Naomi Klein besteht meiner Meinung nach in der sorgfältigen, gut recherchierten Darstellung der Produktionsmethoden vieler Großkonzerne.
Auch der Einfluß des "Brandings" auf das öffentliche Leben (Verlust "markenfreien" Raums etc.) und die Geschäfts-und Marketing- "Philosophien" einiger Multis werden gut...
Am 7. August 2004 veröffentlicht


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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brilliante Kritik an Markenwahn und Globalisierung, 11. Januar 2003
Es ist beeindruckend zu sehen (oder besser zu lesen) über welch hervorragenden Marketing-Kenntnisse Naomi Klein verfügt. Vor allem mit dem Phänomen „Marke" hat sie sich ganz offensichtlich sehr ausführlich und tiefgehend auseinandergesetzt. Und das ohne auf die etablierte Marketing-Literatur zum Thema zurückzugreifen, sieht man einmal von David A. Aakers Standardwerk "Building Strong Brands" ab.
Einerseits nicht verwunderlich, da die gesamte Argumentation des Buches auf dieser Grundlage aufbaut, andererseits aber sehr respektabel, da sie die Wirkungsweise des Marketing und die dahinter stehenden Philosophien besser identifiziert und durchschaut als dies in manchem Marketing-Lehrbuch und bei dem einen oder anderen (Fach)Hochschul-Lehrer in Deutschland der Fall ist. Das Prinzip „Marken keine Produkte" wird von letzteren mitunter noch heute nicht verstanden. Die "Times" sprach in diesem Zusammenhang von einem "faszinierenden Ritt durch die Geschichte des Marketing". Dieser erfolgt in den ersten Kapiteln gewissermaßen als Grundlegung für die im weiteren Verlauf des Buches formulierte Kritik an den Auswüchsen der "Globalisierung".
Insofern ist dieses Buch auch für Marketing- und Marken-Befürworter und -kenner absolut lesenswert. Gleichwohl ist die Absicht des Buches eine völlig andere.
Eine der Kernthesen von Klein lautet, dass sich die Welt der Wirtschaft willenlos ausgeliefert hat. Auch die Politik sei vielfach nur noch ein verlängerter Arm der Global Player.
Klein benutzt die überragende Bekanntheit weltweit führender Markenartikler wie Nike, Starbucks, Virgin, Gap, Wal-Mart und Tommy Hilfiger dazu, um damit verbundene Probleme wie bspw. "Sweatshops" in Dritte Welt-Ländern auf die politische Agenda zu setzen.
Derartige Niedriglohn-Produktionstätten in Asien, in denen Arbeiter für 37 Pfennig Stundenlohn 11 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche Nike-Schuhe zusammenkleben, die anschließend für 150 Euro verkauft werden, sind eine Ausgeburt der schönen neuen Markenwelt wie sie Klein kritisiert.
Markenvernichtung ist dagegen nicht - wie man möglicherweise vermuten könnte - das Ziel der Autorin. Jedoch verurteilt sie das immer weitere Vordringen der Lifestyle-Marken in den öffentlichen Raum, wie Schulen und Universitäten, Innenstädten usw. Die Kulturelle Szene wird bekanntlicherweise schon seit längerem durch die sogenannten "Superbrands" okkupiert.
"No Logo" ist eine brillante Mischung aus Journalismus, Marketing-Lehrbuch, Theorie, Sachbuch, moralischer Empörung und subjektiven, autobiografischen Einsprengseln. Statt zu moralisieren und zu agitieren, lässt Klein jedoch die Fakten für sich sprechen.
Globalisierung, Marketing und Werbung sind per se sicherlich nicht schlecht. Die damit verbundenen Auswüchse sind es mitunter allerdings schon, weswegen eine moralische Überprüfung wie Klein sie praktiziert mehr als Not tut. Eine gewisse Bereitschaft sich mit "linken Thesen" auseinanderzusetzen ist eine Grundvoraussetzung zur Lektüre des Buches. Für intelligente und aufgeschlossene Menschen sollte dies allerdings kein Problem sein. Also: unbedingt lesen!
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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rundumschlag gegen Konzerne und Globalisierung, 20. Januar 2007
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Die Ansammlung von Billionen an Kapital, der Verkauf von Image statt Produkten, sklavenartige Produktionsbedingungen in der Dritten Welt, Marketing, PR und Lobbys, die in alle Bereiche der Gesellschaft vordringen - und traumhafte Steuervorteile. Die steigende Macht der Konzerne geht einher mit der Entmachtung der Bürger, beim freien Kapital- und Güterverkehr werden weltweit alle Nationen gegeneinander ausgespielt. Die systematische Privatisierung von öffentlichem Eigentum und hoheitlichen Prozessen ist eine Entwicklung, so kritisiert die Aktivistin Naomi Klein, die das vielfältige gesellschaftliche und politische Leben reduziert und allein auf den Profit ausrichtet. Traf sich früher alles auf dem öffentlichen Dorfplatz und diskutierte, so geht man heute in das private Einkaufszentrum und konsumiert. Einige Beispiele wie die Recherche in Arbeitsenklaven auf den Philippinen oder der Coca-Cola-Tag an US-Schulen, bei dem unangepasste Schüler mit Pepsi-T-Shirt verwiesen wurden, zeigen die absurdesten Auswüchse dieser Entwicklung.

Für Einsteiger in die Globalisierungskritik ist es ein schönes Buch mit vielen Beispielen, allerdings sind die Themen weitgehend bekannt und das Ganze sehr breit ausgeführt. Die halbe Seitenzahl hätte es auch getan. Der Fortgeschrittene wird es kaum bis in den hinteren Teil schaffen, und der Einsteiger noch nicht so weit sein, wenn die erfahrene Aktivistin die Aktionen und Proteststrategien vorstellt, die in der Vergangenheit am erfolgreichsten waren. Plötzlich ist von der "Befreiung der Straßen", von Produktboykott und internationalen Antiglobalisierungsforen die Rede. Obwohl wir ja offiziell in einer Demokratie leben, sind große, konzertierte Aktionen à la Greenpeace notwendig, wenn die Bürger ihre Wünsche gegen die Macht der Konzerne durchsetzen wollen. Ich denke, eine Aufteilung in zwei Bücher für zwei verschiedene Zielgruppen wäre besser gewesen.

Kritikpunkt 2: Das Datenmaterial ist von 1995-1999. Die Entwicklung, u.a. die Kapitalakkumulation, der Arbeitsplatzabbau sowie die Steuerbefreiung von Konzernen, hat sich inzwischen noch deutlich verschärft.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schocker, Thriller, Augenöffner, 23. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Logo. Der Kampf der Global Players um Marktmacht. Ein Spiel mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern (Gebundene Ausgabe)
Das Buch erschien im Jahr 2000. Ich lese es erst jetzt, kurz vor Weihnachten 2009, und bin tief beeindruckt. Es hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Es ist ein Schocker, ein "Sachbuch-Thriller", ein Augenöffner. Und es macht Mut, dass sich friedlicher, aber beharrlicher Widerstand gegen profitgierige Feinde eines mündigen Staatsbürgertums auszahlt. Das Thema ist absolut grundlegend, weil es etwas beschreibt, das an den Grundfesten der Demokratie, unserer marktwirtschaftlichen Bürgergesellschaft rüttelt. Es ist so gut geschrieben ("brilliant" ist nicht übertrieben), dass es "Pflichtlektüre" an Schulen und Universitäten werden sollte. Aber auch Eltern erfahren hier, wie sich ihre Kids von einer schier unvorstellbaren Marketingmaschinerie mit allen Finessen vereinnahmen lassen. Und betriebswirtschaftlich Interessierte lernen, wie sich Produktionskosten unter Ausnutzung internationaler Ungleichgewichte "optimieren" und Gewinne maximieren lassen.

Ich will nicht zu sehr ins Schwärmen geraten... Das Buch hat das Zeug zum Standardwerk der Marken- und Globalisierungskritik, will sagen, dass es sich damit auch sehr gut als Einsteigerlektüre eignet, aber so facettenreich ist, dass es dem in der Materie fortgeschrittenen Leser gewiss noch viele wertvolle Denkanstöße liefern wird. Die Ausführungen sind zum Teil so haarsträubend, dass der gesunde Menschenverstand sich wehrt, sie zu glauben, wäre die Beweislast zahlreicher Quellen aus dem Bereich der national und international tätigen Organisationen und Behörden, aber auch der am Pranger stehenden Konzerne selbst, nicht so erdrückend. Journalistisch einfach sehr gut gemacht.

Der Umfang, ca. 500 Seiten in der gebundenen Ausgabe, sollte einen nicht schrecken, denn Naomi Klein schreibt nicht nur über ein spannendes Thema, sie beschreibt es auch spannend. Die ersten Kapitel beschäftigen sich mit dem Aufbau und der Verbreitung bzw. Penetrierung von Marken. Zahlreiche Beispiele vertiefen das Verständnis. Fazit: geniales Lehrstück über Marketing.

In den nun folgenden Kapiteln des Mittelteils wandert der Blick immer stärker von der "heiligen" abgehobenen Marke zum "profanen" Produkt, hier insbesondere zu den oft menschenunwürdigen Umständen der Produktion. Ausbeutung der Belegschaften aber nicht nur in den sog. Dritte-Welt-Ländern, sondern auch in den Heimat- und Absatzländern der Konzerne, verbunden mit einer beängstigend zunehmenden politischen Einflussnahme der Konzerne auf lokale, regionale und nationale Regierungen.

Die Kapitel des Schlussteils beleuchten eine immer stärker werdende Gegenbewegung zum Markendiktat und der ausufernden Macht der Konzerne zulasten einzelstaatlicher Selbstbestimmung und Interessen. Hier sind wir nun mittendrin im Thema des politischen Aktivismus, wie er sich zahlreich und vielseitig in Produktions- und Absatzländern formiert (hat), zunehmend global vernetzt ist und damit auch immer effektiver zu Wort kommt. Kritik kommt aber auch hier nicht zu kurz. Ebenso scharfsinnig wie bei der Auseinandersetzung mit Konzernen zeigt sie auch hier Grenzen, Grate, Schwächen und Verfehlungen einzelner Trends auf.

Wer meint, Naomi Klein ginge es um die Vorführung einzelner ausgesuchter Marken, der greift zu kurz. Der Angriff auf besonders allgegenwärtige Logos der größten Markenkonzerne nutzt die Popularität der Marke, die sich so auch als größte Achillesferse des Konzerns entpuppt. Die höhere Absicht will das gesamte System eines weltweit aus den Fugen geratenen Kapitalismus auf den Prüfstand stellen. Selbstbestimmung der Opfer, Reglementierung und Kontrolle der entfesselten Konzernkräfte durch supranationale, konzernunabhängige Institutionen sind das erklärte Ziel.
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45 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr Wissen - mehr Freiheit?, 9. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: No Logo. Der Kampf der Global Players um Marktmacht. Ein Spiel mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern (Gebundene Ausgabe)
"Kinderarbeit, Hungerlöhne und miserable Arbeitsbedingungen in der Dritten Welt? Massenentlassungen in den Industriestaaten? Ja klar, davon hab' ich doch schon einiges gelesen und gesehen. Das haben wir doch alle, oder? Wieso soll ich denn jetzt noch ein Buch darüber lesen?" So, oder jedenfalls so ähnlich, war mein erster Gedanke, nachdem ich das Cover gelesen hatte. Aber glauben Sie mir: Es gibt noch mehr zu wissen und vor allen Dingen ist dies auch sehr gut darzustellen. No Logo ist eine Recherche, die nicht mitten im Buch einmal eintönig wird, was bei diesem Thema aber eigentlich auch gar nicht passieren dürfte, obwohl alle Konzerne anscheinend das Gleiche machen. Stattdessen bekommt der Leser einiges über die Chefetagen der Konzerne und deren Politik zu hören, die sicherlich, wie es auf dem Cover steht, zu den wenigen Gewinnern gehören, aber besonders erweitert sich das Wissen über die Verlierer, egal ob sie schier unendlich weit entfernt wohnen - oder besser: vegetieren - oder direkt bei uns allen in der Nachbarschaft. Denn jeder, der sich nicht bewusst darüber ist, wie auf ihn überall Einfluss genommen wird, gehört sicherlich dazu.
Daher leistet Naomi Klein mit diesem Buch grandiose Aufklärungsarbeit zu Themen, die jeden betreffen und somit auch für alle interessant sein müssten, für mich als Schüler genauso - oder sogar in besonderem Maße - wie für Menschen, die aus dem Erwerbsleben gehen, egal ob freiwillig oder ob sie "gegangen werden", wie man in No Logo erfahren kann. Ja, vielleicht ist es auch interessant für die darin beschriebenen Manager, die zwar sowieso wissen, was sie lesen werden, aber ein anderer Blickwinkel kann ja nicht schaden.
Bleibt nur noch zu sagen, dass ich Ihnen leider gar keinen Spaß beim Lesen wünschen kann, weil der Inhalt sicherlich nicht zu Jubelschreien führen wird. Aber Spaß zu haben, das sollte definitiv nicht der Grund sein, sich diesem Buch zu widmen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Lektüre, die ihr Kaufverhalten verändern kann, 29. November 2002
Von Ein Kunde
Die kanadische Journalisten Naomi Klein untersuchte einige der aktuellen In-Marken wie Nike, McDonalds, Levis, Thommi Hilfiger. Dass diese Marken häufig keine eigenen Produktionsstätten haben, ist teilweise bekannt.
Unter welchen Umständen diese Markenprodukte in Billiglohnländern wie Thailand, Burma, Vietnam, China produzieren lassen, dies wird eindrücklich geschildert.
Ebenso spannend ist die anschauliche Schilderung, wie diese Produkte (Starbucks, McDonalds, Nike...) aggressiv vermarktet und verkauft werden. Wie dies die Struktur der Arbeitsmärkte auch in den Industrieländern nachhaltig verändert.
Schliesslich wird auch aufgezeigt, wie man sich gegen diese Mega-Globalplayer wehren kann.
Eine eindrückliche Lektüre.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch das nachdenklich macht, 7. März 2002
Von Ein Kunde
Die Stärke des Buches besteht in der Fülle seiner zahlreichen, gut recherchierten, zum Teil schockierenden Beispielen. Leider kommt die Konklusion meiner Ansicht nach zu kurz und zu wenig begründet daher.
Auch die deutsche Übersetzung schlägt für mich zum Teil einen zu populistischen Stil ein, so dass die gut gewählten Beispielen ihre Wirkungen verlieren, da einige Leser geneigt sein könnten, das Buch voreilig als Werk eines bestimmten politischen Lagers zu verurteilen.
Trotz aller Kritik - ein lesenswertes Buch. - Man wird sicher mit anderen Augen die Marken anschauen und vermehrt einen Blick auf die Angabe 'Made in ... ' werfen.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtig zur Aufklärung!, 7. Januar 2004
Das Buch enthält viele Informationen zum Thema ‚Marke'. Zu allererst wird auf die Entstehung des ‚Phänomens Marke' eingegangen, die rasante Verbreitung und die Vermehrung der Werbung. Nachdem ‚Stars' vereinnahmt wurden, um besagte Reklame zu pushen, drang die Marke immer weiter in öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Universitäten ein und schlich sich dort klammheimlich ins Alltagsleben. Jugendliche morden teilweise für Markenkleidung; werden also auch von ihr geformt. Weiterhin bringt ‚No Logo' die Verdrängung kleiner Einzelhändler zur Sprache, den Verlust heimischer Arbeitsplätze und die Ausbeutung von Billiglohnländern (erschreckend niedrige Löhne, überlange Arbeitszeiten, unbezahlte Überstunden, Schikanierung von Schwangeren, Kinderarbeit, ...). Im letzten Teil des Buches wird verstärkt über den Kampf gegen Marken berichtet, der sich beispielsweise im Überkleben von Reklameplakaten äußert, aber auch in Aufklärungskampagnen von und für Betroffene(n) (in besagten Billiglohnländern) selbst. Dieses Buch ist meiner Meinung nach sehr wichtig, macht es doch auf sehr viele Missstände bei den Konzernen (Empfehlung hierzu auch: „Schwarzbuch Markenfirmen" von Klaus Werner und Hans Weiss) aufmerksam, ob es nun in der Dritten Welt oder in Europa/Nordamerika ist. Durch viele Beispiele und Zahlen wird das Ganze hervorragend belegt und greift die Marke an sich und ihr gesamtes Image an. Natürlich produzieren auch ‚No Name' - Produkte in Entwicklungsländern, doch sie verkaufen sich selbst meist nicht so sehr als Wohltäter wie die Großkonzerne und geben sicher auch nicht solch enorme Werbekosten aus. Alles in allem ein sehr gutes und informatives Buch!
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36 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu oberflächlich, 7. August 2004
Von Ein Kunde
Die Stärke des Buches von Naomi Klein besteht meiner Meinung nach in der sorgfältigen, gut recherchierten Darstellung der Produktionsmethoden vieler Großkonzerne.
Auch der Einfluß des "Brandings" auf das öffentliche Leben (Verlust "markenfreien" Raums etc.) und die Geschäfts-und Marketing- "Philosophien" einiger Multis werden gut nachvollziehbar beschrieben.
(Für mich) nicht nachvollziehbar ist, dass Klein an einigen Stellen den Eindruck erweckt, gegen das Vorhandensein von Marken "an sich" zu sein- auch das auf dem Buch befindliche Logo "One Earth Spirit" ist definitiv eine Marke- der Konsument sieht das Label und weiß, dass er es hier mit einem Buch zu tun hat, dem eine gewisse Einstellung (in diesem Falle konzernkritisch) zugrunde liegt.
Insgesamt geht Klein nicht genug in die Tiefe- so weist sie z.B. an vielen Stellen auf die Kooperation internationaler Multis mit den diktatorischen Regimen der Länder, in denen sie produzieren, hin, wirklich konkretisiert werden diese Verflechtungen jedoch höchst selten. Höchst oberflächlich bis gar nicht vorhanden ist auch eine Betrachtung der Rolle, die Nationalstaaten oder internationale Institutionen in dem von ihr mit Recht kritisierten Wirtschaftssystem spielen; kurioserweise wird jedoch gegen Ende des Buches mit einem (!!!) Satz erwähnt, dass der Kapitalismus in der vorhandenen Form überhaut nicht existieren könnte, wenn ihn die Staaten mit ihrer Politik zu unterbinden wüßten.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch über Konzerne, weniger über Logos, 27. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: No Logo. Der Kampf der Global Players um Marktmacht. Ein Spiel mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern (Gebundene Ausgabe)
Ein vorweg: No Logo ist keine objektive Studie, sondern ein aus links-intellektueller Sicht geschriebenes Buch mit klarer politischer Aussage. Nur zum kleineren Teil geht es um die Auswirkungen von Werbung auf unser tägliches Leben. Um Marketing, dass das öffentliche Bild bestimmt und unaufgefordert immer mehr öffentliche Plätze - geistige wie tatsächliche - vereinnahmt. Um Markenklamotten, für die Schüler zu Straftätern werden, den Schriftzug, der längst eine Art überhöhter Talisman ist. In diesem Teil ist das Buch teilweise scharfsinnig, stellt Bezüge und Strukturen her, etwa die Beziehungen von Kultursponsoring und der Kultur selbst. Leider geht die Autorin viel zu wenig auf die Auswirkung der Werbung auf den Konsumenten ein: was hat sich langfristig bei den Leuten durch Marken-Branding verändert, wer kauft was, usw? Zum insgesamt größeren Teil geht es aber um die Machenschaften von Konzernen wie Nike oder Gap, die nur noch Werbung herstellen - und die eigentliche Entwicklung von Produkten den sogenannten „Sweatshops" in der dritten Welt überlassen. Sweatshops heißen die abgeschirmten Turnschuh- oder Jeansfabriken, in denen an der Tagesordnung sind: Hungerlöhne, zwangsweise Überstunden, Schwangerschaftstests, sexuelle Belästigung und sogar Kinderarbeit. Die Autorin macht Vorschläge, wie die Ungerechtigkeiten beseitig werden können. Leider wirkt das ganze teilweise albern, etwa wenn sie zum Verändern von Anzeigenmotiven und Images aufruft. Letztlich jedoch zeigt sie gangbare Wege: Globale politische Lösungen im Rahmen von Abkommen, gleichzeitig aber „Hilfe zur Selbsthilfe", etwa bei Arbeitern in Sweatshops. Insgesamt ein gutes Buch, in dem dermaßen viele Fakten über unsere Geschäfts- und Marken-Welt zu finden sind, als das man ihm seine politische Schlagseite ernsthaft vorwerfen kann.
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31 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen interessantes Buch, 18. Oktober 2001
Rezension bezieht sich auf: No Logo. Der Kampf der Global Players um Marktmacht. Ein Spiel mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern (Gebundene Ausgabe)
Durchaus eine interessantes Buch. Es werden zwar darin kaum Thesen entwickelt, dafür aber genug Beispiele angeführt, die aber Großteils dem US-Amerikanischen Raum entspringen und insofern auf Europa nicht ohne weiteres umlegbar sind. Bemerkenswert ist der Werdegang der Autorin, die in der political-correctness Bewegung groß wurde und nach eigenen Angaben diesen Ansatz zu überunden haben glaubt. Leider argumentiert sie aber letztendlich nach wie vor aus demselben System heraus. Grundübel ist ihr die Marke und die aggressiven Vermarktungsformeln. Den Ansatz, Konsum an sich kritisch zu hinterfragen lehnt sie ab, das erscheint ihr nicht massentauglich. Es bleibt die Frage, welche Alternativen sie vorschlägt, das Radikalste was sie sich vorstellen kann scheint ein Wirtschaftssystem von Klein- und Mittelbetrieben zu sein. Alles andere als eine neue Idee. Eine Bestandsaufnahme amerikanischer Befindlichkeit, die das dort vorherrschende systemunkrtische Denken einzementiert, indem sie nur kleine Verbesserungen vorschlägt.
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No Logo. Der Kampf der Global Players um Marktmacht. Ein Spiel mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern
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