Kundenrezensionen


4 Rezensionen
5 Sterne:
 (2)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

5.0 von 5 Sternen Einzigartiges Zeitzeugnis, 9. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Ich war ein Glückskind: Mein Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport (Taschenbuch)
Es ist der 4. Juli 1939, als die elfjährige Marion mit dem Kindertransport nach London flieht. Sie ist Jüdin und die Vertreibung aus ihrem geliebten Berlin rettet ihr das Leben. Fortan wächst sie bei verschiedenen Gastfamilien auf, fasst Fuß in England, heiratet später und bekommt eine Tochter. Jetzt erzählt sie von ihrem ereignisreichen Leben.

Marion Charles bezeichnet sich selbst als Glückskind, konnte sie als jüdisches Mädchen doch den Schrecken des Naziregimes entfliehen. Dass aber auch ihr Leben nicht einfach und von vielen Grauen begleitet war, zeigt dieses Buch.
Marion wuchs glücklich in Berlin bei ihren Eltern auf. Sie fühlte sich stets geliebt und hatte ein gutes Leben. Bis Adolf Hitler an die Macht kommt. Marion ist nun Beschimpfungen ausgesetzt, muss ihre Schule wechseln und darf viele Dinge nicht mehr tun. Als es schließlich immer gefährlicher wird, schicken sie die Eltern, um wenigstens ihr Kind retten zu können, mit einem Kindertransport nach England.
Dort lebt sie fortan bei Pflegefamilien, die nicht immer nur nett zu ihr sind, sondern oft auch lieblos und arrogant. Darüber hinaus muss sie mit dem Kulturschock, ihrem Heimweh und der Ungewissheit über das Schicksal ihrer Familie und Freunde fertig werden. Trotz allem verliert sie nicht ihren Lebensmut, ist besonders fleißig, arbeitet und lernt angestrengt für die Schule. So schafft sie es auch, zu studieren und eine Berufsausbildung zu machen. Sie lebt sich trotz allem so gut ein, dass ihre eigene Tochter sehr überrascht ist, als sie erfährt, dass die Mutter eine deutsche Jüdin ist.
Tagebuchauszüge, Briefe und Kommentare aus heutiger Sicht machen das Buch zu einem einzigartigen historischen Zeugnis einer schrecklichen Zeit und lassen den Leser ungeschönt die Welt des 2. Weltkrieges eintauchen.
Der Leser kann sich dadurch auch besonders gut in Marion hineinversetzten, leidet mit ihr und begreift so das ganze Ausmaß ihres Schicksals.
Interessant und emotional berichtet Marion von ihrer Geschichte, trotz derer sie nie den Mut verloren hat und sich nun als Glückskind sehen kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Emotional und wahr ..., 22. November 2013
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Ich war ein Glückskind: Mein Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport (Taschenbuch)
Das Buch beinhaltet eine tragische und doch glücklich ausgegangene Geschichte, die das Mädchen Marion erlebte. Juli 1939: Marion Charles war damals 12 Jahre alt und hatte das Glück, auf einen Kindertransport nach London zu kommen. Berlin war bisher ihre Heimat, aber sie ist Jüdin und kann nicht in Berlin bleiben, wenn sie ihr Leben retten will.

Wir gehen mit ihr gemeinsam in ein fremdes Land mit einer Sprache, die sie nicht versteht und ganz ohne ihre Familie und erleben, was eine Elfjährige erlebt und wie sie es empfindet. Marion lebt bei unterschiedlichen Gastfamilien und schafft es, sich zu integrieren. Sie heiratet sogar irgendwann und wird Mutter.

Der Leser wird mit einer Karte Europas aus dem Jahr 1939 in das Buch eingeführt.
Es geht weiter mit einer Einleitung, einem Prolog und 18 Kapiteln. Abschließend kann der Leser das Nachwort lesen.

Die Einleitung ist von Wendy Leigh geschrieben, der Tochter von Marion Charles. Wendy war 9 Jahre, bis dahin dachte sie, ihre Mutter sei Engländerin. Sie bekam dann die biografischen Aufzeichnungen ihrer Mutter in die Hände und stellt die Welt der Neunjährigen auf den Kopf. Die Tochter schreibt auch davon, wie ihre Mutter im Jahr 1974 nach Deutschland zurück ging.

Verrückt, aber Adolf Eichmanns Enkelin war ihr im in Deutschland wieder beginnenden Berufsleben als Schülerin unterstellt. Marion Charles arbeitete als Lehrerin in Deutschland.

Wir lesen auch, dass sich Marion Charles im Nachhinein nicht als Überlebende des Holocaust bezeichnen lässt, weil sie sagt, sie ist entkommen, sie hat einfach nur überlebt – sie war ein Glückskind und ihre Tochter schreibt im Vorwort der Erinnerungen ihrer Mutter, dass sie ein Glückskind ist, weil sie eine solche Mutter ihr eigen nennen kann …

Wenn ich diese Worte schreibe bekomme ich gleich wieder eine Gänsehaut ob der Erinnerungen an das Lesen des Buches …

Im Prolog wird von Anna Kiefer berichtet, einer vierzehnjährigen Schülerin, die für eine Schülerzeitung arbeitet und einen Brief an Marion Charles schreibt. Diesen Briefwechsel dürfen wir Leser lesen – er fand im Jahr 2012 statt.

Dann beginnt die eigentliche Geschichte:

… und zwar an einem Samstag im Oktober 1937 !!!

Zehn Jahre war Marion alt und wir dürfen in ihre Tagebuchaufzeichnungen schauen, die in die Texte eingewoben sind.

Es ist sehr interessant zu lesen, wie ein junges Mädchen um die 10 bis 12 Jahre diese wahnsinnig schreckliche Zeit damals erlebt hat. Wir werden dann mit Marion nach England gehen und ihre Gastfamilien und ihre Beziehung zu den Menschen dort erleben und erfahren, wie Marion versucht, sich einzuleben und wie sie es schafft…

Briefe an die Eltern zu Haus schreibt sie und wir erfahren, was passiert, als in den 70ern nach Deutschland zurück geht. Es ist eine atemberaubende Lebensgeschichte vor einem wahnsinnigen historischen Hintergrund, die wir mit Marion Charles in ihren Aufzeichnungen und Erinnerungen erleben dürfen.

Ich finde solche Bücher lesenswert, für Erwachsene genauso wie für Jugendliche – und muss sagen, dass es gut ist, dass sie geschrieben werden.

Im Buch enthalten sind auch einige Seiten mit Fotomaterial von Marion (Großeltern, Mutter, Vater, Marion an ihrem ersten Schultag mit Zuckertüte, die Wohnung in Berlin, die Familie, der letzte Tag in Deutschland, Marion als Studentin in England, Marion mit 20 Jahren, Marion 1948 mit Paul …)

Ob Marion jemals ihre Mutter wieder gesehen hat ????
Ich verrate mal noch nichts weiter – lest selbst ….
Es lohnt sich in jedem Fall, die Erinnerungen der Heranwachsenden Marion zu lesen, die nicht nur ihre Geschichte erzählt, sondern die Geschichte einer schrecklichen Zeit und wie ein Kind sie erlebt, welches heraus gerissen wurde aus einem glücklichen Elternhaus ….
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einer der vielen wichtigen Abschnitte deutscher Geschichte, der gelesen werden sollte!, 19. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Ich war ein Glückskind: Mein Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport (Taschenbuch)
Zu Beginn des Buches war ich angenehm überrascht, denn die Einleitung stammte von Wendy Leigh also der Tochter der Autorin. Es war interessant zu lesen, wie sie die Autobiografie der Mutter empfand und was sie daraus mitnahm. Das Vorwort hätte also nicht besser gewählt sein können!
Danach folgte jedoch der Prolog, der mich doch etwas irritierte. Hier meldete sich die 14-jährige Schülerin Anna Kiefer zu Wort, die die Autorin Marion Charles über ihr Leben für die Schülerzeitung interviewen möchte. Es wirkte auf mich wie der Auftakt eines fiktiven Romanes obwohl schlussendlich doch ein Tatsachenroman daraus wurde. Wie die Schülerin Anna Kiefer da ins Bild passt, ist mir bis heute nicht klar. Sie erleichterte weder den Einstieg in die Geschichte, noch war sie dafür in irgendeiner Art relevant. Da die Autorin Marion Charles über ihr einiges Leben schreibt, verstehe ich auch nicht warum eine Interviewpartnerin eingeführt wurde.
Die Geschichte die wahren Tatsachen entspricht, hat mein Herz sehr berührt. Marion Charles konnte mir, als Nichtzeitzeugin einen intensiven Eindruck der damaligen Zeit geben, der einem glückliche und schreckliche Seiten zeigt. Auch wenn ein Familienmitglied aus dem Tatsachenbericht komplett gestrichen wurde, hatte ich nicht einmal das Gefühl das etwas fehlte oder unstimmig war. Die hinzugefügten Bilder in der Mitte des Buches intensivierten meine Gefühle gegenüber der Geschichte noch weiter, sodass ich am Ende kaum fassen kann was für ein "Glück" die Autorin wirklich hatte.
Für mich war der beschriebene Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport ein weiteres Puzzleteil in der Geschichte des zweiten Weltkrieges. Ein Aspekt mehr, denn ich nicht kannte und vor allem gespickt mit Hintergrundfakten die auf mich einfach unglaublich wirkten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant und emotional zugleich, 8. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Ich war ein Glückskind: Mein Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport (Taschenbuch)
Als erstes sah ich den Buchtrailer zu Marion Charles’ “Ich war ein Glückskind: Mein Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport” und war zutiefst ergriffen. Deshalb wollte ich das Buch unbedingt so schnell wie möglich lesen.

Der Stil in dem die Geschichte erzählt wird, hat mich dann doch etwas überrascht. Neben der Einleitung, die von der Tochter der Autorin verfasst wurde, gibt es einen fiktiven Prolog, welcher den Startschuss für die nachfolgenden 18 Kapitel gibt. In diesem Prolog stellt sich ein 14-jähriges Mädchen namens Anna vor, das für ihre Schülerzeitung einen Artikel über Marion Charles’ Geschichte schreiben möchte. Es folgt ein Briefkontakt zwischen dem fiktiven Charakter und der Autorin und schließlich finden sich die beiden bei einem gemeinsamen Mittagessen wieder.

An dieser Stelle beginnt die eigentliche Geschichte, die bis auf die Tatsache, dass ein Familienmitglied komplett aus der Story gestrichen wurde, wahr ist. Dass Frau Charles der Jugendlichen erzählt, was ihr als Kind passierte, hat vor allem den Vorteil, dass die Schilderung auch wirklich von Jugendlichen verstanden werden kann. Aufgeteilt ist das Ganze in kursive Abschnitte, in denen die Autorin erzählt und in die normal geschriebenen Parts, die Tagebuchauszüge darstellen.

Zwar hat mich das Buch nicht so extrem berührt, wie der Trailer, bei dem Tränen flossen – aber durch viele kleine erzählte Details, wie z.B. dass blinde Juden keine Kennzeichnung dafür mehr tragen durften, berühren den Leser schmerzhaft im Herzen. Außerdem hat es mir wahnsinnig Leid getan, dass Marion Charles nicht bei einer Gastfamilie bleiben konnte, sondern immer weitergeschickt wurde und niemand sie wirklich gern bei sich hatte…

Um alles noch greifbarer zu machen, ist auf den ersten beiden Seite eine Karte abgedruckt, die zeigt, welcher Weg mit dem Kindertransport zurückgelegt wurde, und im Mittelteil des Buches befinden sich 17 Bilder, die Marion und ihre Familie zeigen.

Geeignet ist “Ich war ein Glückskind” sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene, denn es geht wirklich ans Herz. Außerdem werden durch Zeitzeugenberichte immer wieder Kleinigkeiten erzählt, von denen man bisher noch nichts wusste, was wirklich interessant – und wenn auch in diesem Fall erschreckend – ist.

Fazit:

Interessant und emotional zugleich erzählt Marion Charles von ihrer Kindheitserfahrung – ohne ihre Eltern mit einem Kindertransport aus Nazideutschland zu flüchten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Ich war ein Glückskind: Mein Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport
Ich war ein Glückskind: Mein Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport von Marion Charles (Taschenbuch - 30. September 2013)
EUR 9,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen