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5.0 von 5 Sternen Ein ungewöhnliches, intensives, fesselndes Jugendbuch,, 4. Dezember 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die, die niemand sieht (Taschenbuch)
~Inhalt~

Die achtzehnjährige Judith lebt unter ärmlichen Verhältnissen in einem Dorf, wo sie als Schande gilt, nach dem ihr etwas Schreckliches zustieß. Vor zwei Jahren hat sie gesehen, wie ihre Freundin ermordet wurde. Dann wurde sie verschleppt und gefangen gehalten. In der Gefangenschaft wurde ein Stück ihrer Zunge abgeschnitten. Als sie endlich zurückkehrt, ist nichts mehr so wie vorher. Alle glauben, sie sei verflucht. Sie kann sich ja auch nicht mehr äußern. Ihre große Liebe Lucas soll zudem eine andere heiraten. Judith steht vor schweren Entscheidungen – soll sie wirklich versuchen, endlich wieder zu reden, auch wenn dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt ist?

~Einschätzung~

Julie Berry hat schon mehrere Bücher veröffentlicht, mit „Ich bin die, die niemand sieht“, dürfen nun auch wir deutschen Leser von ihrem Talent, besondere Geschichten zu kreieren, kosten. Ich hoffe, da kommen noch mehr Übersetzungen – ich wäre definitiv und gerne dabei!

„Am liebsten würde ich umkehren und im Gefolge der Reiter zu dir zurückkehren. Wenn du mich ließest, würde ich deine Angst mit Küssen vertreiben. Du fändest bei mir Ruhe. Ich würde an deiner Seite sterben und wäre glücklich.“ (Seite 58)

Judith ist in Lucas verliebt. Schon seit einer Ewigkeit. Aber es ziemt sich nicht für ein Mädchen wie sie, für den begehrtesten der Junggesellen in ihrem Dorf zu schwärmen. Auch, wenn sie ihn schon so lange kennt. Nachdem Judith jedoch zwei Jahre verschwunden ist und dann verstümmelt wieder auftaucht, erinnert sie sich daran, wie sehr sie Lucas braucht. Nur, dass sie jetzt eine Ausgestoßene ist und selbst von ihrer Mutter verachtet wird, weil sie nicht mehr sprechen kann und niemand weiß, was ihr wirklich zugestoßen ist. Judith wird bald klar, dass sie reden muss, um das Schicksal in eine andere Richtung zu lenken, auch, wenn es unmöglich scheint …

Eine Geschichte, die durch ihre leichte Eleganz, einem ausgefallenen Stil und einem tollen historischen Setting begeistert. Ich habe mich sogleich von Judiths Welt angesprochen gefühlt. Man weiß als Leser zwar nicht genau, in welcher Zeit das Ganze spielt, ahnt aber, dass es weit in der Vergangenheit sein muss, weil hier mit Begrifflichkeiten umgegangen wird, die weiter in der Geschichte zurückliegen, z.B. Pranger.

Die Hauptfigur Judith ist ein ruhiges Mädchen, das mit ihrer tragischen Vergangenheit ein ganz faszinierendes Netz durch die Gesamtstory webt. Ich fand Judith einfach klasse und perfekt für diese Art von Geschichte, die insgesamt auch eher ruhiger und nachdenklich daherkommt. Lucas ist ebenfalls sehr sympathisch. Dazu kommen diverse sehr individuelle Dorf-Bewohner, die Judith zum Teil abgeneigt sind, zum Teil dabei sind, ihr doch eine Chance zu geben, um zu beweisen, dass sie weder dumm ist noch verflucht.

Insgesamt finde ich das Buch bezaubernd und gleichzeitig sehr spannend. Man möchte einfach wissen, ob Judith es schafft, zu reden und auch, was ihr wirklich zugestoßen ist.

Die Geschichte überrascht mit einer ungewöhnlichen Erzählweise, denn die Protagonistin Judith benutzt immer wieder das Wort „du“, als würde sie Lucas direkt ansprechen. Der Schreibstil an sich ist eher salopp, in kurzen Sätzen gefasst, aber auch irgendwie sehr schön. Ich habe das Buch jedenfalls nur so verschlungen.

~Fazit~

Ein ungewöhnliches, intensives, fesselndes Jugendbuch von Julie Berry, das in weit vergangener Zeit spielt und sich um große Themen wie Mut, Einsamkeit, Vertrauen und nicht zuletzt die Liebe dreht. Von mir gibt es verzauberte 5 von 5 Punkten. (DL)
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4.0 von 5 Sternen Sie erträgt ihr Schicksal mit Würde, stumm beschreitet sie ihren Weg und ist zur stillen Beobachterin geworden ..., 3. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die, die niemand sieht (Taschenbuch)
Kurzbeschreibung

Die Wahrheit wird alles verändern ...
An dem Tag, an dem ihre beste Freundin ermordet aufgefunden wurde, verschwand Judith. Jahre später kehrt sie plötzlich zurück. Stumm. Eine grausame Tat raubte ihr die Stimme. Niemand weiß, wo sie die letzten Jahre gewesen und was mit ihr geschehen ist. Sie lebt als Außenseiterin in ihrer kleinen Gemeinde. Ihre eigene Mutter kann ihr nicht in die Augen sehen und ihre große Liebe Lucas soll eine andere heiraten. Aber als ihr Dorf und die Menschen, die sie liebt, bedroht werden, muss sie ihr Schweigen brechen und ihr Geheimnis lüften. Denn nur wenn sie die Wahrheit über die schrecklichen Ereignisse in der Vergangenheit offenbart, wird sie ihr Dorf und ihre große Liebe retten können.

Inhalt

Lottie war 15 Jahre alt, als sie ermordet wurde.
Judith war 14 Jahre alt, als sie spurlos verschwand.
Zwei Jahre später kehrte sie zurück ... stumm. Niemandem konnte sie erzählen was passiert war oder wo sie sich aufgehalten hat. Seither lebt sie als Außenseiterin in der Gemeinde. Als ihr Dorf in Gefahr gerät, muß Judith ihr Schweigen brechen.

Meinung

Die 18 jährige Judith gilt als verflucht, sie wird gemieden und lebt als Außenseiterin mit ihrer Mutter und ihrem Bruder außerhalb des Dorfes. Sogar ihre Mutter begegnet ihr gefühlskalt. Schon vor den schrecklichen Ereignissen war Judith ein ruhiges, eher unscheinbares Mädchen, heimlich verliebt in den Nachbarsjungen, naturverbunden und höflich. Nun spricht das junge Mädchen niemand mehr mit ihrem Namen an, hinter vorgehaltener Hand wird getuschelt und man hält sie für verrückt.

"Ich bin die, die niemand sieht" ist der erste Roman von Julie Berry der auf Deutsch erscheint. Ich wußte nicht was mich erwartet und ich ging unvoreingenommen an das Buch heran. Auf 321 Seiten tauchen wir in Judiths Leben ein, die ihr Schicksal mit Würde erträgt, stumm ihren Weg beschreitet und zur stillen Beobachterin geworden ist. Der Einstieg in die Geschichte gelang mir nicht sofort, was vermutlich an der Erzählweise lag. Das historische Setting und die Lebensumstände der Menschen waren für mich glaubwürdig dagestellt. Die Entwicklung von Judith realistisch und nachvollziehbar. Es handelt sich um ein eher ruhiges und stilles Buch das zu fesseln vermag, den Stück für Stück erfährt der Leser was Judith in den zwei Jahren ihrer Abwesenheit passiert ist, warum sie spurlos verschwand und wer Lottie getötet hat.
Die Liebesgeschichte nimmt einen wichtigen Teil der Story ein, drängt sich nicht unangenehm in den Vordergrund, geht Hand in Hand mit den übrigen Ereignissen einher.

Erzählt wird von Judith in der Ich Perspektive. Ich hatte das Gefühl Judiths Tagebuch in Händen zu halten. Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach und klar, angenehm zu lesen. Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt. Die Kapitel haben sehr unterschiedliche Längen. Manche sind einige Seiten lang, wogegen andere nur aus einem oder wenigen Sätzen bestehen. Zwischen den gegenwärtigen Kapiteln finden sich Sequenzen aus der Vergangenheit.

Fazit: "Ich bin die, die niemand sieht" von Julie Berry hat mich überrascht. Eine ungewöhnliche Geschichte, die ich so nicht erwartet habe. Die starke Protagonistin und ihre Entwicklung haben mir gefallen, ebenso wie das unerwartete historische Setting, die Lebensweise der Menschen und Judiths Schicksal.

Zitat

"Du starrst erst ihn an, dann mich. Dein Blick dringt durch meinen Mund, mein Kleid und meine dunklen Erinnerungen. Langsam begreifst du - oder glaubst, zu begreifen - und verziehst entsetzt das Gesicht. Entblöst stehe ich vor dir. Ich wünschte der Erdboden täte sich auf und ich könnte darin verschwinden."
(Seite 81)
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verzaubernd und berührend!, 15. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die, die niemand sieht (Taschenbuch)
Die Wahrheit wird alles verändern …
An dem Tag, an dem ihre beste Freundin ermordet aufgefunden wurde, verschwand Judith. Jahre später kehrt sie plötzlich zurück. Stumm. Eine grausame Tat raubte ihr die Stimme. Niemand weiß, wo sie die letzten Jahre gewesen und was mit ihr geschehen ist. Sie lebt als Außenseiterin in ihrer kleinen Gemeinde. Ihre eigene Mutter kann ihr nicht in die Augen sehen und ihre große Liebe Lucas soll eine andere heiraten. Aber als ihr Dorf und die Menschen, die sie liebt, bedroht werden, muss sie ihr Schweigen brechen und ihr Geheimnis lüften. Denn nur wenn sie die Wahrheit über die schrecklichen Ereignisse in der Vergangenheit offenbart, wird sie ihr Dorf und ihre große Liebe retten können.

Mein Fazit:

Weder der Klappentext noch das Cover verraten richtig, was alles in diesem Buchs deckt, denn schon nach nur zwei Seiten war ich total fasziniert. Zum einen vom Kapitelaufbau, denn diese sind teilweise nur zwei bis drei Zeilen lang und dann gibt es wieder welche die über ein paar Seiten gehen. Manchmal aber eben auch nur ein Satz. Die meisten sind ein bis eineinhalb Seiten lang. Das war schon einmal ungewöhnlich aber es entsteht eine Art Sucht beim Lesen. Zumindest erging es mir so denn ich dachte oft: Ach, noch ein Minikapitel, und noch eins und noch eins und... ach ihr wisst schon was ich meine.
Aber es gab noch eine positive Überraschung: Das Buch ist aus der Du-Perspektive geschrieben und das liebe ich ja abgöttisch, auch wenn es leider viel zu selten verwendet wird. Ich war einfach nur vom Schreibstil gefesselt sowie von Judith, der Protagonistin. Sie ist zwar ein Außenseiter aber verfällt nie in eine richtige Opferrolle.

"Er nahm mir die Stimme, um mich zu retten. Und jetzt rette ich mich selbst, indem ich sie mir zurückhole."

Sie ist mehr die stumme Beobachterin und trägt ihr Schicksal mit Würde. Man erfährt nur langsam, was in den Jahren ihrer Gefangenschaft geschehen ist und so ist auch das Tempo der Geschichte. Sehr ruhig und dennoch faszinierend, was wirklich am Erzählst liegt.
Judiths Mutter empfand ich als furchtbar verbittert. Sie verbietet ihrer Tochter zu sprechen, da sie sich für sie schämt. Dementsprechend hat die Protagonistin absolut keinen Rückhalt durch sie. Einzig und alleine ihr Bruder steht ihr bei, doch sein Wort zählt im Zweifelsfall wenig. Trotzdem war er einer meiner Lieblingscharaktere.
Auch Lucas hat mir gefallen, er ist Judiths heimlicher Schwarm, doch er wird Maria, die Dorfschönheit heiraten. Er ist der Sohn eines Mannes, der vor Jahren verschwand und für tot erklärt wurde. Lucas leidet im Laufe der Geschichte durch die Taten seines Vaters und er ist auch die Rolle, die man als Leser einnimmt. Denn Judith erzählt ihm ihre Geschichte. Dies tut sie auf so einfühlsame und durchdringende Weise, dass es einfach nur berührend und schön ist!
Was mich jedoch überrasch hat ist der Schauplatz. Die Story spielt in der Vergangenheit in einem Dorf, was man durch den Klappentext nicht erraten kann. Ich hatte mit einem Plot gerechnet, der in unserer Zeit spielt. Dies minderte meine Begeisterung zwar nicht, aber es wäre trotzdem ein wichtiges Detail gewesen.
Die Übersetzung ist übrigens super gelungen, man merkt richtig, wie die Autorin mit Worten gespielt hat und dies wurde auch in der deutschen Ausgabe übernommen.
Eine absolute Leseempfehlung von mir für alle, die ungewöhnliche Schreibstile mögen und sich verzaubern lassen möchten!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein berührendes, außergewöhnliches Jugendbuch, 15. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die, die niemand sieht (Taschenbuch)
Lottie war fünfzehn, als sie verschwand.
Judith war vierzehn.
Nach ein paar Jahren taucht Judith wieder auf.
Und die Wahrheit um das Verschwinden, den Tod von Lottie, wird die Dorfbewohner wie ein Glockenschlag treffen.
Die Wahrheit um was genau?
Was war geschehen in den vergangenen Jahren?
Doch Judith kann ihnen nicht die Wahrheit sagen. Zum einen hatte der Entführer ihr ein Stück Zunge abgeschnitten, damit sie nicht redete und ihn verriet, zum anderen war es ihre Mutter, die diese lallenden Worte nicht hören wollte.
Nein, sie verbot es regelrecht Judith, zu sprechen.
So wird sie zu einer Außenseiterin in der Gemeinde.
Aber eines kann man ihr nicht nehmen, ihre Beobachtungen, die Wahrnehmung der Leute und vor allem, was war aus ihrer Liebe zu Lucas geworden?
Auf eine ungewöhnliche Art beginnt das Buch. Nach einem ausführlichen Kapitel folgen kurze, wenige Sätze wie z. B.
„S. 28 – XVIII
Am Morgen kehre ich nach Hause zurück. Mutter schlägt mich so festg, dass sogar Darrel Mitleid hat.
»Gerade du solltest es besser wissen«, sagt sie. » Nach all den schlaflosen Nächten, die ich wegen dir hatte!«
Die Geschichte ist in der Ich-Erzählperspektive von Judith geschrieben. Diese Stimme, so emotional und manchmal so hilflos, das ist Judith.
Und immer wieder die Frage, wer hat Lottie ermordet? Es sind viele Bruchstücke, die sich mehr und mehr zu einem Stück zusammenfügen. Für den Leser anfänglich eine kleine Herausforderung, aber es braucht nicht viel, um in dieser so außergewöhnlich wie auch dramatisch geschriebenen Geschichte einzutauchen. Vergangenheit und Gegenwart, sie greifen wie Zahnräder nahtlos ineinander. Die Geschichte der „stummen“ Judith, erst als es um ihr und das Leben von Lucas geht, bricht sie das Schweigen dank Goody Pruett, der rettende Engel. Endlich soll und muss das dunkle Geheimnis der Gemeinde an die Oberfläche gebracht werden.
Am Schluss des Buches wird vom Inhalt einer hölzernen Truhe geschrieben, es war einmal die Kiste von Judiths verstorbenen Vater. Inhalt: Handtücher, Laken, alles feine Näharbeiten ihrer Mutter und dazwischen ein Quilt, ebenfalls Handarbeit. Und genauso wie die Zusammensetzung des Quilts ist das Buch aufgebaut, Stück für Stück zusammengesetzt, und das Endergebnis ein außergewöhnlich, für mich einzigartig.
Vieles in dem Buch bzw. der Handlung waren ausschlaggebend, nicht zu viel hierüber zu schreiben bzw. offen zu legen. Es gibt so viele Personen, Charaktere, die man im Laufe der Geschichte kennenlernt, doch über all dem steht die Hauptprotagonistin, Judith.
Fakt ist,
das Julie Berry mit „Ich bin die, die niemand sieht“ ein außergewöhnliches Jugendbuch geschrieben hat. Meine Leseempfehlung nicht nur für Jugendliche, der erwachsene Leser wird ebenso berührt und emotional sich angesprochen fühlen.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein toller, ruhiger Roman!, 30. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die, die niemand sieht (Taschenbuch)
Judith lebt mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder zurückgezogen in einer Hütte unweit des Dorfes, in dem sie aufgewachsen ist. Vor vier Jahren verschwand sie spurlos, vor zwei kehrte sie wortlos zurück. Ihr ist Unbeschreibliches widerfahren an dem Tag, an dem ihre beste Freundin Lottie starb. Im verlauf der zwei Jahre verlor sie gewaltätig einen Teil ihrer Zunge und ist nun stumm. Doch die Ereignisse der letzten Wochen zwingen sie dazu, ihr Schweigen entgültig zu brechen und wieder sprechen zu lernen. Denn alles steht auf dem Spiel. Das Leben ihres heimlichen Liebsten, das ihrer Verwandten und Freunde. Nur wenn sie ihren größten Feind wiedertrifft, kann sie die anderen retten.

Julie Berrys Erzählweise in "Ich bin die, die niemand sieht" ist ungewöhlich. Manche der zahlreichen Kapitel bestehen nur aus ein oder zwei Sätzen, andere wieder sind ein paar Seiten lang. Davon lebt dieser Roman allerdings sehr! Trotz der meist nicht superspannenden Handlung entwickelt er eine ungeahnte Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann. Man muss einfach wissen, wie es mit Judith, die von ihrem Bruder "Wurm" genannt wird, und Lucas, dem Mann ihres Herzens weitergeht.

Erschienen in im cbj-Verlag, kann "Ich bin die, die niemand sieht" deutlich mehr als der klassische Jugendroman. Von ihrer Machart ist die Geschichte deutlich diesem Genre zuzuordnen, sollte darüber hinaus allerdings nicht nur Jugendliche ab 15 Jahren, sondern auch interessierte Erwachsene für sich begeistern können.

Judith steht deutlich im Mittelpunkt des Geschehens. Alles wird aus ihrer Perspektive beschrieben und dabei erhalten die Figuren tolle Facetten. Denn Judith verbringt ihr Leben seit zwei Jahren stumm und beobachtet dafür mit ihren Augen umso mehr. Ihr entgehen selbst die kleinsten Details nicht. Lucas wird durch sie in den höchsten Tönen gelobt, sie sieht ihn später allerdings auch kritisch. Besonders interessant ist ihr angespanntes Verhältnis zur kaltschnäuzigen Mutter. Eine der liebenswertesten Figuren ist Goody, die gutmütige Alte des Dorfes, die Judith an so mancher Stelle stummen Rat gibt.

Ein sehr schöner, flott zu lesender Roman, der in Erinnerung bleiben wird!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fesselnde Geschichte, spannend bis zum Schluss, 16. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die, die niemand sieht (Taschenbuch)
Ich habe früher sehr viel gelesen, aber die letzten Jahre eher gar nicht.
Als ich angefangen habe dieses Buch zu lesen konnte ich es gar nicht mehr weg legen und habe es in einem Rutsch durch gelesen.
Es hat eine eher ungewöhnliche Erzählweise, aber sehr gut verständlich und sehr gut geschrieben.
Die Geschichte bleibt bis zum Ende fesselnd und endet überraschend, ich hatte zur Mitte des Buches gedacht zu wissen was mit der jungen Frau passiert sei, und war überrascht, dass zum Schluss die Dinge sich anders darstellten.
Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen, ich bin absolut begeistert!
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Ich bin die, die niemand sieht
Ich bin die, die niemand sieht von Julie Berry (Taschenbuch - 11. November 2013)
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