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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessanter Beginn einer Jugend-Thriller-Reihe
Inhalt:

Alles beginnt damit, dass Tory und ihre Freunde auf der Forschungsinsel ihrer Eltern eine alte Erkennungsmarke eines Soldaten finden. Torys Spürsinn ist geweckt und sie will unbedingt herausfinden, wem diese Marke gehört hat und wie sie auf die Insel gekommen ist. Bei ihrer Suche nach der Wahrheit entdecken die Freunde in einem stillgelegten...
Veröffentlicht am 10. April 2011 von Christine J. (Lesemomente)

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3,5 Sterne für eine Geschichte, die Potential hat
Inhalt: Nachdem Tories Mutter bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist, zieht Tory zu ihrem Vater Kit auf Morris Island. Tory verbringt ihre Zeit am liebsten mit ihren Freunden Ben, Stelton und Hiram auf der Insel Loggerhead, auf der ihr Vater arbeitet. Während einer Erkundungstour auf Loggerhead finden die vier Freunde eine Erkennungsmarke eines Soldaten...
Veröffentlicht am 24. April 2011 von LenaBo


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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessanter Beginn einer Jugend-Thriller-Reihe, 10. April 2011
Inhalt:

Alles beginnt damit, dass Tory und ihre Freunde auf der Forschungsinsel ihrer Eltern eine alte Erkennungsmarke eines Soldaten finden. Torys Spürsinn ist geweckt und sie will unbedingt herausfinden, wem diese Marke gehört hat und wie sie auf die Insel gekommen ist. Bei ihrer Suche nach der Wahrheit entdecken die Freunde in einem stillgelegten Labor Coop, einen Wolfshundwelpen, der mit einem für Menschen eigentlich ungefährlichen, für Hunde aber meist tödlich endenden Virus infiziert ist. Warum wird der kleine Welpe gefangen gehalten und anscheinend zu Textzwecken missbraucht?

Meine Meinung:

Oh, ich hab mich so auf dieses Buch gefreut: ein Jugendthriller der bekannten Thrillerautorin und Autorin der Fernsehserie "Bones": Kathy Reichs. Ich wusste wie immer nicht viel von der Handlung und konnte so komplett unvoreingenommen an das Buch herantreten.

Die Geschichte startet eigentlich ohne viele Erläuterungen mittendrin. Sie wird von der vierzehnjährigen Tory - Großnichte der Anthropologin Tempe (Figur aus Reichs Erwachsenenthrillern) - erzählt. Tory lebt bei ihrem Vater, der Wissenschaftler ist, auf einer kleinen Forscherinsel. Ihre Freunde sind die drei Jungen Hi, Ben und Shelton, die meiner Meinung nach leider etwas eindimensional bleiben. Ich hätte auch gerne mehr über ihre Gedanken, Eigenschaften und Gefühle erfahren.
Vermutlich um das Buch für Jugendliche zugänglicher zu gestalten, schreibt Reichs in einem der Jugendsprache angelehnten Schreibstil: "Gähn", "Würg"! Zunächst war das für mich etwas gewöhnungsbedürftig, doch die Handlung nimmt einen schnell gefangen, so dass dies nicht mehr negativ auffällt.

Die Handlung ist das ganz große Plus in diesem Buch. Ich war ganz schnell mittendrin, wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, welche Zusammenhänge bestehen, wie sich die Protagonisten aus der ein oder anderen brenzligen Situation befreien. Das Buch ist in dieser Hinsicht ein echter Pageturner. Ich denke, Jugendliche werden das Buch lieben.

Was ich leider nicht wusste oder geahnt habe, kann ich hier auch wieder nur andeuten: Die Handlung nimmt an einem bestimmten Zeitpunkt eine etwas paranormale-sci-fi-hafte Richtung an. Und wer mich kennt, weiß, dass ich einen (unerwarteten) Genremix immer nicht so gut haben kann. Entweder es ist ein Thriller oder es ist ein Science-Fiction-Buch. Eine Mischung aus beiden, irritiert mich immer sehr. Aber das ist wirklich ein Problem, was speziell ich mit solchen Büchern habe. Ich vermute, dass es den meisten anderen Lesern nicht so geht.

Das Buch soll den Anfang einer Reihe darstellen und ich sehe insbesondere in der Entwicklung der Protagonisten und in dem Verhältnis der Jugendlichen untereinander auf jeden Fall viel Potenzial. Vielleicht erfährt der Leser dann auch mehr über die drei Jungen aus Torys Gruppe.

Insgesamt ein leicht zu lesendes, spannendes Buch, das Jugendliche sicherlich verschlingen werden. Da mich der paranormale Aspekt doch zu sehr gestört hat, muss ich einen Stern abziehen: Es gibt also 4 von 5 möglichen Sternen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3,5 Sterne für eine Geschichte, die Potential hat, 24. April 2011
Von 
LenaBo (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Inhalt: Nachdem Tories Mutter bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist, zieht Tory zu ihrem Vater Kit auf Morris Island. Tory verbringt ihre Zeit am liebsten mit ihren Freunden Ben, Stelton und Hiram auf der Insel Loggerhead, auf der ihr Vater arbeitet. Während einer Erkundungstour auf Loggerhead finden die vier Freunde eine Erkennungsmarke eines Soldaten. Tory, die Nichte der forensischen Anthropologin Tempe Brennan, möchte um jeden Preis herausfinden, wem diese Marke gehört. Durch ihre Recherchen stößt Tory nicht nur auf kriminelle Machenschaften, die sich hinter den Mauern des Forschungsinstituts auf Loggerhead ereignen, sondern bringt auch eine Lawine ins Rollen, die nur Gefahren nach sich zieht.

Meine Meinung: Der Start der Jugend-Thriller-Reihe der Erfolgsautorin Kathy Reich hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Der Klappentext zeugt von einer spannenden Kriminalgeschichte, die auch an Science-Fiction Elemente gekoppelt ist. So weit, so gut. Doch in meinen Augen ist das Ergebnis konsequent überzeugend umgesetzt worden. Für mich gibt es in 'Virals' drei große Kritikpunkte, die letztlich auch meinen Punktabzug erklären.

Die ersten etwa 200 Seiten waren sehr schwach geschrieben. Zwar ist der Prolog sofort fesselnd und versetzt den Leser sofort in den Mittelpunkt der Geschichte, doch die nächsten Kapitel zerstören den hervorragenden Einstieg. Die Autorin schlägt mit belanglosen Beschreibungen um sich, ohne dabei die spannende Handlung aufrecht zu erhalten. Ist es wirklich so wichtig zu erfahren, aus wie vielen Zimmern ein Gebäude besteht oder wie die einzelnen Straßen der Stadt aufgebaut sind?

Und so kommen wir auch schon zu meinem nächsten Kritikpunkt. Wo die Darstellung der Umgebungen völlig unnötig in die Länge gezogen ist, so sind die Beschreibungen der Charaktere mehr als blass geblieben. Ich habe auch nach Beenden des Buches noch immer das Gefühl, die Figuren der Geschichte nicht kennengelernt zu haben. Das finde ich sehr schade, denn die Charaktere haben an sich von Anfang an einen sehr individuellen und interessanten Eindruck gemacht, die eine ausführlichere und tiefgründigere Beschreibung verdient hätten.

Die letzte Schwäche des Buches ist in meine Augen die Kombinationen der einzelnen Handlungsstränge. Da wäre zum einen die Kriminalgeschichte, die sich um den Fund der Erkennungsmarke dreht, hinzu kommt eine Entdeckung, die mysteriöse und außergewöhnliche Konsequenzen nach sich ziehen und zu guter Letzt lässt es sich die Autorin nicht nehmen, auch noch einen Hauch von jugendlichen Schwärmereien einfließen zu lassen. Leider waren diese drei Hauptthemen von Zeit zu Zeit zusammenhangslos, sodass mir teilweise nicht deutlich wurde, was für ein Genre Kathy Reichs eigentlich abdecken möchte. In meinen Augen haben sich die verschiedenen Richtungen erst zum Ende zu einem Ganzen zusammengeschlossen, was für meinen Geschmack viel zu spät war.

Trotz der Kritikpunkte hat mich der Roman von Kathy Reichs sehr gut unterhalten. Der Autorin ist es perfekt gelungen, die Sprache und das Gemüt von Jugendlichen einzufangen. Der Schreibstil ist stets sehr modern und frisch, sodass man die Geschichte sehr gut herunter lesen kann. Die Idee, die der Klappentext schon preisgibt, ist ohne Frage sehr vielversprechend und verlockend.

Fazit: Da es sich bei 'Virals' um eine neue Jugendbuchreihe handelt, hoffe ich, dass sich Kathy Reichs in den Folgebänden noch steigert. Potential hat die Geschichte allemal.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannendes Lesevergnügen, 12. März 2011
Von 
Astrid (Frankfurt, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Kurz zum Inhalt des Buches: Tori, die Hauptperson der Geschichte lebt seit dem Unfalltod ihrer Mutter bei ihrem Vater Kit, der als Meeresbiologe auf einer kleinen Insel in South Carolina wohnt und arbeitet. Es dauert nicht lange, bis Tori Anführerin einer kleinen Bande wird, die sich aus drei Jungs und ihr, als einzigem Mädchen, zusammensetzt. Bei einer Entdeckungstour finden die Jugendlichen eine alte Erkennungsmarke eines Soldaten - und damit beginnt ein Abenteuer, das das Leben der Jugendlichen für immer verändert.

'Virals' ist ein Jugendbuch mit leichten Science-Fiction Elementen. Obwohl ich eigentlich keine Bücher mag, die in der Ich-Perspektive geschrieben sind ist es Kathy Reichs gelungen, mich von Seite eins an zu fesseln. Ich war mir vorher nicht sicher, ob sie es schafft, einem 14jährigen Mädchen eine glaubhafte Stimme zu geben. Die Autorin hat mich positiv überrascht.

Tori ähnelt ihrer Großtante (Temperance Brennan) in vielen Dingen. Sie ist gescheiter, als es manchmal gut für sie ist und sie schafft es immer wieder, sich in ausweglose Situationen zu manövrieren, aus denen sie sich dann doch selber wieder befreien kann. Sie ist eine sympathische Heldin. Genau wie ihre drei Freunde.

Temperance Brennan wird im Buch selten erwähnt und taucht gar nicht auf. Ehrlich gesagt hat mich das etwas überrascht. Ich hätte erwartet, dass es zumindest mal zu einer Begegnung zwischen Tori und ihrer Großtante kommt. Eigentlich schade. Aber vielleicht erleben wir das in einem der Folgebände. Kit (Toris Vater) ist übrigens schon in einem von Kathy Reichs früheren Romanen aufgetaucht ('Lasst Knochen sprechen'). Aber das nur nebenbei.

Insgesamt hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Sie ist spannend, gut erzählt und auch gut übersetzt worden.

Ein paar Kleinigkeiten haben mich dennoch gestört:
- Vielleicht ist es in den USA normal; aber wie kommt es, dass Tori, die selber am Anfang erzählt wie wenig Geld ihr Vater verdient wie selbstverständlich einen iMac und ein iPhone besitzt?
- Manchmal habe ich mich gefragt, ob es wirklich glaubhaft ist, dass 14jährige Jugendliche solche Abenteuer in einer derart abgebrühten Art und Weise durchstehen können.
- Eine Person in der Geschichte vollzieht für mich einen völlig unglaubwürdigen Charakterwechsel.
- Die Erzählperspektive wird nicht durchgehalten. 95% des Buches sind in der Ich-Perspektive geschrieben - einzelne, kurze Einschübe auf einmal in der dritten Person.

Abgesehen von diesen wenigen Punkten ist 'Virals' für mich eine reine Lesefreude gewesen und ich bin schon sehr auf den Folgeband gespannt. Für alle, die auf der Suche nach einem spannenden Jugendbuch mit sympathischen Helden sind, ist das Buch genau das Richtige.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen interessanter Auftakt - für Fans der fünf Freunde, 25. Mai 2011
Von 
Patricia Twellmann "literatopia" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Auf dem immer schneller werdenden Zug der Jugendliteratur ist auch Kathy Reichs aufgesprungen - und das gar nicht mal so schlecht. In Virals lernen wir eine abgewandelte Form der fünf Freunde kennen, inklusive eines Hundes. Tory Brennan ist die uneheliche Tochter von Kit Howard, dem Sohn von Tempes Schwester Harry. Erst als ihre Mutter stirbt, erfährt Kit von seinem Glück und darf sich fortan mit der Erziehung einer Vierzehnjährigen herumplagen. Kit ist Wissenschaftler auf Loggerhead, einer vorgelagerten Insel Charlestons, welche nur mit dem Boot zu erreichen ist. Damit sind die vier Freunde oft sich selbst überlassen, weitere Kinder gibt es nicht und Mobilität sieht anders aus. Sie alle gehen in Charleston zur Schule, zusammen mit den Kindern der gehobenen Gesellschaft, wo sie durch ihre Herkunft und Geldmangel schnell zu Außenseitern werden. Tory ist hochintelligent und genauso an Knochen interessiert wie ihre Tante Tempe, weshalb ihr auch sofort klar wird, was sie da auf der Insel entdecken. Ihre Freunde Shelton, ein PC Genie, Hi und Ben, der Sportliche, stehen ihr zu jeder Zeit tatkräftig zur Seite, wobei Tory eindeutig die Anführerin ist, was auch noch durch ihre Erzählperspektive unterstrichen wird.

Womit verbringt man also seine Tage auf einer idyllischen Insel, die außer Idylle nicht viel zu bieten hat? Mit Bens Boot erkunden die Vier ihre Umgebung und tauchen immer wieder auf Loggerhead auf, einer weiteren Insel, auf der ein staatliches Forschungszentrum steht. Nicht jeder Bereich ist ihnen zugänglich und auch nicht jeder freut sich über neugierige Teenager auf der Insel, aber hier gibt es nun einmal die besten Strände. Und ein Wolfsrudel, mit dem Tory sich schon bekannt gemacht hat. Den jüngsten Welpen, Coop, hat sie allerdings schon lange nicht mehr gesehen und auch die anderen Tiere benehmen sich äußerst merkwürdig. Besonders die Affen reagieren ziemlich aggressiv auf das Eindringen in ihre Privatsphäre, sogar mit Gegenständen werden die Vier beworfen. Eines der Gegenstände entpuppt sich dann als Erkennungsmarke, aber um den Namen sichtbar zu machen, brauchen sie Werkzeuge aus dem Labor. Nur durch einen Einbruch gelangen sie dahin, wobei sie dann nebenher auch noch Coop befreien, den der Laborchef wohl zu irgendwelchen obskuren Versuchen eingesperrt hat. Den kranken Coop bringen sie auf ihre Insel, wo sie ihn gut versteckt abwechselnd betreuen. Damit bringen sie eine Kettenreaktion in Gang, deren Ausmaß überhaupt nicht absehbar ist.

Durch die einfach strukturierte Sprache und dem Plot spricht die Autorin vorwiegend Teenager an, wer dies als Erwachsener beim Lesen im Hinterkopf behält, wird seine Freude mit der Geschichte haben. Die Freiheiten, die die Vier erleben, sind bestimmt erstrebenswert für viele andere Jugendliche. Dazu noch ein paar Abenteuer und geheime Labore, für jugendliche Leser ein wahres Paradies. Die Freundschaft der Vier wirkt unzerstörbar, aber gleichzeitig müssen sie mit Schwierigkeiten in ihrem Alltagsleben fertig werden. Hausaufgaben, unangemeldete Tests und vor allem die Schulkameraden nehmen viel Zeit in Anspruch. Tory ist verliebt in Chance, dessen Vater halb Charleston gehört und ein richtig großes Tier ist. Er allerdings ist mit Hannah zusammen, wohingegen sich Jason für Tory interessiert. Immer wieder lädt er sie zu Partys ein, wobei sich Tory völlig fehl am Platz fühlt, denn mit den reichen, eingebildeten Südstaatenschönheiten hat sie nicht viel gemeinsam. Wie selbstverständlich besitzen alle Teens ein iPhone, selbst wenn sie es im Meer verlieren, erscheint auf geheimnisvolle Weise direkt wieder eines. Obwohl ihre Eltern nicht so viel verdienen, denn die Vier dürfen nur auf die privilegierte Schule, da das Forschungszentrum von Chances Vater gesponsert wird. Um der Peinlichkeiten nicht genug drängt Kits Freundin Whitney auch noch darauf, Tory bei einem Debütantinnenball in die Gesellschaft einzuführen, für sie ein wichtiges Ereignis, was aber so überhaupt nicht zu Tory passt.

Im Großen und Ganzen wirkt die Geschichte recht authentisch, das exotische Setting fördert die besondere Atmosphäre. Die Charaktere sind glaubhaft - solange man nicht vergisst, dass es Teenager sind, was so manche Handlung eher erklärt. Von den Erwachsenen nicht ernst genommen nehmen sie die Ermittlungen in die eigene Hand, es bleibt ihnen nichts anderes übrig. Dabei verlieren sie die Gefährlichkeit der Situation aber nie aus dem Blick, ihnen ist meistens bewusst, was sie da eigentlich machen. Und wer glaubt, dass Teenies sich nicht so ein großes Detailwissen über manche Sachen aneignen können, der unterschätzt die Teenager von heute enorm. Lediglich der Virus, der sie zu Infizierten, den Virals macht, ist etwas suspekt. Möglich ist alles, die Auswirkungen interessant und man darf bestimmt auf den nächsten Teil gespannt sein, in welche Richtung sich die Charaktere entwickeln werden. Ein bisschen unglaubwürdig ist einzig der Name von Tory - Brennan - ihre Mutter hieß zufällig auch so, obwohl sie mit Tempe weder verwandt noch verschwägert war. Da hat Kathy Reichs wohl mit aller Gewalt einen bekannten Namen einfügen wollen. Die Sprache ist einfach und schlicht - manchmal bestehen Sätze nur aus einem Wort, welches exakt den jeweiligen Gefühlszustand auf den Punkt bringt. Fliegende Kugeln, ein infizierter Hund, geheime Labore und eine anstrengende Schulgemeinschaft, Action gibt es zuhauf und manches unterscheidet sich nicht von den Leben anderer Teenager. Eintauchen in eine fremde, unbekannte Welt, mit Freunden Abenteuer erleben - für Jugendliche ein wahres Lesevergnügen. Der paranormale Aspekt macht es nur noch interessanter, hier wird es lediglich eingeführt, man muss abwarten, wie sich weitere Bände entwickeln. Die Charaktere sind auf jeden Fall gelungen, die Geschichte ist spannend und interessant.

Fazit:

Kathy Reichs begibt sich in die Jugendliteratur mit einem interessanten Fall an einem außergewöhnlichen Schauplatz. Leben wie im Paradies, actionreich und trotzdem langweilig, außergewöhnlich für Außenstehende aber völlig normal für die Einheimischen, ungewöhnliche Einblicke in ein Stück Amerika. Als Erwachsener sollte man allerdings beim Lesen nie aus den Augen verlieren, dass die Geschichte für Jugendliche konzipiert wurde, wer das nicht vergisst, wird Gefallen an ihr finden. Mit Tempe Brennan hat es nichts zu tun - aber eine ungewöhnliche Form, um die forensische Thematik einem neuen Publikum nahe zu bringen. Freundschaft, Abenteuer, Südstaateneleganz und geheime Versuche sind die Gewürze in dieser leicht zu lesenden Geschichte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Jugendthriller mit Abstrichen, 22. April 2011
Von 
Amazon Customer - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Kurz zur Geschichte:
Tory ist 14 und lebt bei ihrem Vater, der als Forscher auf einer Insel arbeitet. Durch Zufall entdecken Sie und ihre Freunde, dass auf Loggerhead Island neben den üblichen Forschungen auch noch geheime Experimente durchgeführt werden und kommen einem Mordfall, der schon 40 Jahre zurückliegt auf die Spur.
Sie stellen Nachforschungen an und bald schon gerät die Situation außer Kontrolle und auch mit ihnen persönlich gehen seltsame Dinge vor.

An dem Buch hat mir besonders der eingängige Schreibstil gefallen. Mal abgesehen davon, dass es eine Dauerwerbesendung für die Firma mit dem Apfel ist, liest sich das Buch spannend und die Ich-Erzählerin ist einem von Anfang an sympathisch, sodass man mit ihr gerne jedes Abenteuer besteht.
Ein bißchen abgefallen ist für mich persönlich jedoch die Geschichte als solches. Um nicht schon vorab zuviel zu verraten, werde ich jetzt aber nicht ganz so doll darauf eingehen. Es gibt einen Fantasy-Einschlag, der jedoch wissenschaftlich zu erklären versucht wird. Ist Geschmackssache, aber mich persönlich nervt es ein bißchen, dass Jugendbücher ohne besondere Fähigkeiten seiner Protagonisten nicht mehr auszukommen scheinen.
Ich hätte mir eher gewünscht, dass das Geheimnis um den lange zurückliegenden Mord mehr in den Fokus gerückt worden wäre. Die Suche nach dem Mörder ist zwar - wie gesagt - recht spannend gestaltet, die Lösung des Ganzen aber ein bißchen mau.

Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und war eine wirklich spannende Unterhaltung für die ersten warmen Sonnentage.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kathy Reichs für Jugendliche, 14. April 2011
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
"Es war naiv von uns zu glauben, dass wir überhaupt eine Chance hatten. Dass eine Horde halbwüchsiger Intelligenzbestien in der Lage sein könnte, einem Mörder das Handwerk zu legen. Wahrscheinlich kriegte der sich gar nicht wieder ein vor Lachen."

Tory Brennan, die vierzehnjährige Großnichte der berühmten Wissenschaftlerin Temperance, lebt seit dem Tod ihrer Mutter vor ein paar Monaten bei ihrem Vater Kit in Charleston. Kit arbeitet dort als Wissenschaftler auf einer Forschungsinsel vor der Küste und gerade diese Insel mit dem dichten Wald, den Laboren und angesiedelten Affen ist der ideale Ausflugsort für Tory und ihre neu gefundenen Freunde.
Doch bei einem ihrer Streifzüge über die Insel machen sie eine schockierende Entdeckung: nicht nur werden in den Laboren verbotene Tierexperimente an einem kleinen Welpen durchgeführt, sie finden auch noch die Knochen einer menschlichen Leiche mitten im Wald vergraben. Tory und die anderen stürzen sich in die Ermittlungen, um den vierzig Jahre zurückliegenden Mord zu klären, nicht ahnend, dass sie das in große Gefahr bringt, denn der Mörder setzt alles daran, das Geheimnis um die Leiche zu bewahren.
Doch das ist nicht ihr einziges Problem. Was die Freunde nämlich nicht ahnen: der Hund, den sie heimlich aus dem Tierlabor befreit haben, trägt einen ansteckenden Virus in sich. Und der hat die Vier bereits befallen...

"Virals" ist der erste Ausflug von Kathy Reichs in das Jugendbuchgenre. Was war wohl ihre Motivation zu diesem Buch? Wollte sie sich eine neue Zielgruppe erschließen? Oder hatte sie nach dem eher mauen Urteil zum letzten Tempe Brennan-Roman das Gefühl, es wäre Zeit für einen Neuanfang? Wenn, dann ist er ihr nur in gewissen Maßen gelungen.

Von Anfang an hatte ich nämlich das Gefühl, hier auf Tempe Brennan in Klein zu treffen. Ihre vierzehn Jahre nimmt man Tory anfangs nur schwer ab, weil sie ziemlich erwachsen daherredet, wenn sie beispielsweise meint, ohne Koffein nicht auszukommen oder mehr von wissenschaftlichen Analysen versteht als viele Erwachsene. Sie ist genauso mutig und dickköpfig wie ihre berühmte Tante und auch sie kann nicht eher ruhen, bis sie das Geheimnis um die Leiche im Wald geklärt hat. Und wie auch Tempe greift Tory immer wieder gerne zur Cola Light, eine Randinfo, die mich als langjährige Kathy Reichs-Leserin sehr schmunzeln ließ.
Im Laufe des Buches merkt man allerdings doch, dass Tory eben nur ein Teenager ist, wenn sie dem attraktiven Highschoolschwarm verfällt oder vor Horror erstarrt, als ihr Vater sie zum Debütantinnenball anmeldet. Ausgerechnet Tory, die immer in Shorts und mit ungekämmten Haaren rumrennt, soll auf einem Ball in die Gesellschaft eingeführt werden, bei dem man vornehme Kleider mit weißen Spitzenhandschuhen tragen muss?

Die Charaktere sind Reichs durchweg gut gelungen, auch wenn sie oftmals etwas klischeemäßig erscheinen. Tory und ihre drei Freunde Shelton, Ben und Hi, zum Ärger von Kits Freundin alles Jungen, sind allesamt sehr sympathisch und ich freue mich darauf, ihnen im nächsten Buch ("Seizure") wiederzubegegnen.

Kathy Reichs bleibt sich ihrem Stil treu und den erkennt man auch in diesem Buch sofort wieder. Ganz nebenbei werden nämlich historische Fakten zur lokalen Geschichte Charlestons eingestreut und natürlich fehlen auch Beschreibungen von wissenschaftlichen Analysen nicht. Einzig die oftmals etwas ausschweifenden und ermüdenden Knochenbeschreibungen aus den Tempe Brennan-Büchern fehlen; klar, denn Tory ist schließlich keine Knochenspezialistin wie ihre Tante.

Klingt alles wie gehabt, doch "Virals" bietet dem Kathy Reichs-Fan auch etwas Neues. Die Geschichte nimmt nämlich nach und nach leicht übernatürliche Züge an (unter dem Deckmäntelchen der Wissenschaft), aber wirklich nur leicht, so dass sich der Leser eigentlich nicht ins Fantasygenre versetzt fühlen sollte. Es hat mit dem Virus zu tun, den der Hund in sich trägt und jeder kann eigentlich schon erahnen, was mit den Kindern passiert. Plötzlich können sie schneller laufen, besser riechen und sehen und verfügen über unglaubliche Körperkräfte. Anfangs fand ich diese Entwicklung etwas, naja... ich hatte befürchtet, dass Kathy Reichs auf den Werwolf-Trip aufspringen will, aber diese Sorge war eigentlich unbegründet, denn schließlich ist das überhaupt nicht ihr Stil. Ich bin gespannt, welche Rolle ihre Kräfte im nächsten Buch spielen werden. Eine Supernase eignet sich schließlich hervorragend zum Leichen-Erschnuppern :-)

Die Geschichte von "Virals" ist dabei so gestrickt, dass es stets spannend bleibt, auch wenn man als Leser durch Einblicke in die Gedanken von verdächtigen Erwachsenen oftmals schon mehr weiß als die vier Freunde. Allerdings fand ich den finalen Showdown am Ende doch etwas übertrieben und dick aufgetragen, (wer sich da plötzlich alles als verlogen und böse herausstellt, unglaublich) weshalb es von mir keine Höchstwertung gibt. Trotzdem hat mir das Buch insgesamt betrachtet echt gut gefallen.

Mein Fazit: Kathy Reichs vermixt in "Virals" altbekannte Zutaten mit einer spannenden Geschichte und einer neuen Akteurin, die frischen Wind in ihre langsam angestaubten Bücher bringt. Ich freue mich sehr auf Nachschub und "Seizure" wird jetzt vorbestellt :-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein toller Auftakt zur neuen Jugendbuch-Serie, 7. April 2011
Von 
Anna S. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Das Buch erinnert mich ein wenig an 5 Freunde im Zeltlager :-)
Gleich vorweg: Das Cover ist wirklich sehr gut gelungen.
Der Schreibstil ist flüssig und das Erzähltempo schnell. Ganz Kathy Reichs eben. Wer Ihre Tempe Brennan Romane kennt, der weiß wovon ich rede.
Hier haben wir nun einen Roman der nicht unbedingt meine Altergruppe anspricht. Trotzdem hatte ich wirklich Freude am Lesen.

Virals hat eigentlich alles was ein gutes Jugendbuch ausmacht: ein wenig Abenteuer, ein wenig Magie, ein leicht unglaubwürdiger Plot, eine tolle Freundschaft und viel Spannung.

Manchen Stellen waren für mich als Erwachsener ein wenig schwer zu schlucken, z.B. als die Kids das Skelett gefunden haben und es ohne Forensische Erfahrung (wo soll die in dem Alter auch herkommen) als weiblich und einer gewissen Altersgruppe angehörig idetifiziert haben. Ebenso unglaubwürdig fand ich die Stelle mit den Adlern auf der Insel. Aber ich mag nicht zu viel verraten. Lest einfach selber, dann wisst ihr was ich meine.
Selbstverständlich gehen Erwachsene kritischer an ein Buch ran als ein Jugendlicher es machen würde. Daher ziehe ich folgendes Fazit:

Für mich ein toller Auftakt zu einer Serie für Jugendliche ab 12 Jahren und absolut lesenswert.

(Einen Stern Abzug gibt es für die ersten 2 Kapitel. Es hat mir vom Stil her überhaupt nicht gefallen dass mich die Hauptprotagonistin etwas frägt und es dann - logischerweise - selber beantwortet. Das hätte man anders machen können)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen **Ein Virus in Buchform**, 9. März 2011
Von 
M. Günther (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Victoria "Tori" Brennan ist vielleicht genau der Teenager, der ihre Großtante, die vielen bekannte Anthropologin Temperance Brennan, in ihrem Alter einmal war. Tori ist vierzehn und lebt zusammen mit ihrem Vater Christopher "Kit" Howard auf Morris Island. Ihren Vater kennt sie erst seit sechs Monaten, da ihre Mutter, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, ihm und ihr nie von einander erzählt hat.

So gut wie abgeschlossen von der Zivilisation hat Tori nur Kit, der mit dem Vatersein so seine Probleme hat, ihre drei Freunde, Shelton, Ben und Hi und den riesengroßen "Spielplatz Natur", der sich auf Morris Island und auf der Insel, auf dem sich das Forschungsinstitut für das Kit arbeit, befindet. Alles beginnt damit, dass Tori Erkennungsmarken eines Soldaten findet, die nicht mehr zu entziffern sind. Angetrieben von jugendlichem Leichtsinn und weil sie sowieso nichts Besseres zu tun haben, machen sich die vier Freunde auf in den Teil des Forschungsinstitutes einzubrechen, der verriegelt wurde. Dort angekommen stoßen sie auf eine Hochsicherheitstür, hinter der sich mehr befindet als der Beweis dafür, dass dort geheime Experimente durchgeführt werden. Von hier an geht alles bergab für die Vier, denn wenig später entdecken sie über dreißig Jahre alten Überreste einer Leiche, Jemanden, der ihnen wegen dieses Fundes nach dem Leben trachtet und ein Virus, dass die Freunde von Grund auf verändern wird.

Kathy Reichs versucht ohne Zweifel mit diesem Buch ein jüngeres Publikum zu erreichen. Das dürfte nicht schwierig sein, da die wissenschaftlichen Aspekte sehr umgänglich beschrieben werden. Tori erweckt ein vertrautes Gefühl. Sie ist lebendig, ehrlich, loyal und durchsetzungsfähig. Außerdem ist sie stellenweise erwachsener als viele der älteren Personen in diesem Buch. Sie ist das Gehirn der Gruppe. Shelton, der alles technologische beherrscht, wirkt dagegen eher eingeschüchtert. Dann ist da Ben, der kräftig und eher draufgängerisch ist, wobei auch ziemlich verschlossen. Zu guter letzt kommt Hi, Hiram, der unter der strengen Erziehung seiner jüdischen Mutter gelernt hat, von Allem etwas zu wissen, Lügen auszutüfteln, die fast undurchschaubar sind, und durch Sarkasmus das ein oder andere Schmunzeln hervorruft. Nimmt man sie alle einzeln, machen sie nicht viel her, doch in der Gruppe sind sie stark. Auch wenn der Eine oder Andere sicherlich denken wird, dass sich hier am Stereotypen gewisser jugendlicher Charaktereigenschaften vergriffen wurde, hatte ich nicht das Gefühl, dieser Konstellation schon mal über den Weg gelaufen zu sein.

Was Mrs. Reichs beherrscht ist ohne Zweifel das Beschreiben von Ereignissen, Szenerien und den wissenschaftlichen Ansatz ihrer Temperance Brennan Reihe. Dieses hat sie in Virals auch geschafft. Man kann sich vorstellen wie es ist, was die Personen durchmachen und was sie sehen. Ich glaube Jugendliche werden mit diesem Buch keine Schwierigkeiten haben, etwas zu verstehen, sollten sie sonst auch nichts mit Naturwissenschaften im Allgemeinen anfangen können. Der Virus, mit dem sich die Vier anstecken, war eine tolle Idee und ich bin gespannt, wie sich die Geschichte dahingehend entwickelt.

So gut mir das Buch auch gefallen hat, etwas Negatives, dass erwähnenswert ist, blieb leider nicht aus:
Virals ist der Beginn einer Jugendbuchreihe, handelnd über eine Vierzehnjährige, die zwar weit schlauer ist als man anderer Gleichaltriger, aber dennoch ziemlich jung ist. Die Autorin brachte diesen Jugendlichen Aspekt leider nicht genug zum Ausdruck als das es glaubwürdig wäre. Klar, Tori ist verknallt in den gutaussehenden, reichen Schnösel und hat ein paar Probleme den Mund zu halten, wenn es darauf ankommt. Nur wirkte sie stellenweise (und ganz offensichtlich an dem Punkt, als der Verantwortliche gestellt wird) zu erwachsen. Keine Gefühlsregungen, die ihr Alter verraten. Irgendetwas fehlte.

Dazu kommt noch, und ja mir ist bewusst, dass das Buch ein jüngeres Publikum ansprechen soll, der Gebrauch von Ausdrücken aus Komikheften. Dieses "Seufz" "Würg" "Zwinker" mag zwar die erwünschte Zielgruppe ansprechen, mich hat das nur genervt je weiter das Buch voranging.

Zuletzt noch etwas, wofür die Autorin nichts kann. Die Schreibfehler und fehlenden Satzzeichen oder Wörter, die zuviel geschrieben worden sind. Die Übersetzung aus dem Englischen ist eigentlich recht gut erfolgt, nur sollte man bei so einem großen Verlag schon erwarten können, dass die Fehler nicht so ausschweifen bzw. auffallend sind.

Eltern, die ihren Kindern mal etwas anderes bieten wollen, als über paranormale, fantastische Wesen oder ähnliches handelnde Bücher, sind hier genau richtig. Obwohl jeder gewarnt sein sollte: es handelt sich hier um einen Thriller, nicht um einen Roman, also sollte man bedenken, dass es den ein oder andere Augenblick gibt, in denen es gewalttätig hergeht. Jeder der Kathy Reichs andere Bücher geliebt hat, wird an diese Serie sicher nicht vorbei kommen, ohne sie ausprobieren zu wollen. Ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Denn obwohl der ein oder andere Makel vorhanden war, war es doch ein angenehmes Lesevergnügen. Sicherlich keine 2. "Temperance Brennan"-Reihe, aber darauf war die Autorin auch sicherlich nicht aus. Ich werde die Serie auf jeden Fall weiterverfolgen.

Das nächste Buch erscheint im Original im Oktober 2011 unter dem Namen Seizure: A Virals Novel. Wann die deutsche Übersetzung davon bei uns erscheint bleibt abzuwarten. Aus einem Interview mit der Autorin war zu entnehmen, dass die Figur der Temperance Brennan in diesem Buch einen Gastauftritt haben wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen VIRALS - Teil 1, 3. Januar 2013
Victoria „Tory“ Brennan ist vierzehn Jahre alt und lebt auf einer der kleinen Inseln vor Charleston mit ihrem gerade erst vor sechs Monaten neu entdeckten Vater, genannt Kit, der mit seinen einunddreißig Jahren und seinem Dasein als Workaholic nicht gerade der geborene Vater ist. Aber er gibt sich Mühe, so viel steht fest.

Als sie eines Tages mit ihren Freunden Ben, Hi und Shelton einen Ausflug nach Loggerhead Island, einer Nachbarinsel macht, wo auch ihr Vater arbeitet und wo es den schönsten Strand gibt, nehmen die verhängnisvollen Vorgänge ihren Anfang. Denn als die vier sich im Wald verlaufen und sie ein Affe, ganz außer sich, mit Früchten bewirft, entdecken sie eine alte Armeeplakette.

Tory, abenteuerlustig und ebenso an der Wahrheitsfindung interessiert wie ihr großes Vorbild, ihre Großtante Dr. Temperance Brennan, bricht daraufhin kurzerhand mit ihren Freunden in dem Forschungsinstitut ein, in dem ihr Vater arbeitet und in dem es die nötigen Gerätschaften gibt, um die Plakette zu reinigen und ihren Besitzer herauszufinden.

Als sie bei ihrem Einbruch auf ein geheimes Labor stoßen, in dem der Wolfshundewelpe gefangen gehalten wird, den Tory erst Monate zuvor gerettet und ihn daraufhin Cooper getauft hat, nehmen sie ihn mit, schließlich ist er an einer Krankheit erkrankt, die nur für Hunde- und Wolfswelpen gefährlich ist.

Nach und nach werden Tory und ihre Freunde krank, während Cooper immer fideler wird. Sie haben Schübe seltsamer Lust auf rohes Fleisch oder Nagetiere, was in Tory bereits einen Verdacht aufkeimen lässt. Doch dann finden sie heraus, dass der Besitzer der Armeeplakette im Vietnamkrieg gefallen ist und seine einzige Tochter kurz darauf unter noch immer ungeklärten Umständen verschwand. Dies lässt Tory nicht los – bis sie sich an eine unebene Stelle erinnert, direkt neben dem Fundort der Plakette.

Die vier ziehen los und entdecken nach langem Graben schließlich ein Skelett. Ein Skelett, das die zweite Armeeplakette bei sich hat und bei dem es sich zweifellos um Katherine Heaton handeln muss. Doch ehe die vier die Polizei alarmieren können, erscheinen bewaffnete Männer auf der Bildfläche und machen mit Schusswaffengebrauch nur zu deutlich, wie wenig willkommen die Kinder sind.

Als sie kurz darauf wiederkommen – mit ihren Eltern und der Polizei – ist das Skelett verschwunden und nur Affenknochen liegen in der Grube. Aber Ben, Hi, Shelton und Tory geben nicht auf. Sie ermitteln weiter und kommen am Ende einem mehr als vierzig Jahre alten Komplott auf die Spur, was zugleich die Geburt der Virals ist …

Bisher kannte ich nur die Hörbücher von Kathy Reichs Tempe Brennan oder eben auch die Fernsehserie, die auf den Büchern basiert. So war Virals also mein Debütroman in Sachen Kathy Reichs. Und er war – für eine Krimireihe, die für Jugendliche konzipiert ist – eigentlich auch ganz gut. Ja, wirklich. Richtig gut. So gut, dass ich mich auf mehr freue.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen total spannend, 12. Dezember 2012
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Tory Brennan ist 14 Jahre und Tempe Brennan ist eine Anthropologin. Tory
ist Tempes Nichte. Auch Tory hat den ständigen Drang Verbrechen
aufzuklären ... und so beginnt eine rasante und spannende Geschichte
....

Inhalt:
=====

Es sind die Knochen eines Mädchens, welche von Tory auf einer einsamen
Insel gefunden werden. Wer war sie, die Tote? Ein Mord war es, dem das
Mädchen zum Opfer fiel und Tory und ihre Freunde sindnd dem auf der Spur,
aber die ganze Sache artet aus und ist sehr sehr gefährlich. Der Mord
wurde nie aufgeklärt, also läuft der Mörder noch frei herum.

Sie haben einige Spuren, denen sie folgen, die sie in ein Labor führen,
welches noch heute arbeitet. Hier geht es um geheime Experimente und
einen gefährlichen Virus, der dem Buch den Namen gegeben hat.

die Autorin:
=========

Kathy Reichs wurde in Chikago geboren. Sie lebt in Charlotte und
Montreal und ist forensische Anthropologin für das gerichtsmedizinische
Institut in Quebec und North Carolina. Bekannt ist sie durch ihr Tempe
Brennan-Romane. Ihre Bücher wurden in über 30 Sprachen übersetzt. Man
kennt diese Bücher als Verfilmung der Fernsehserie "Bones - Die
Knochenjägerin".

Das vorliegende ist das erste Jugendbuch aus ihrer Feder.

Der Tagesspiegel sagte einmal: "Kathy Reichs kann spannender über
Leichen schreiben, als die meisten ihrer Kollegen über lebendige
Menschen."

meine Meinung zum Buch:
=====================

Das Buch ist - man mag es kaum glauben - so finde ich - poetisch
geschrieben, die Schreibweise hat mich sehr beeeindruckt, sie passt
perfekt zum Genre und hat doch irgendwie etwas poetisches. Dieses
Zusammenspiel hat mich sehr beeindruckt.

Ich muss zugeben, dass es das erste Buch aus ihrer Feder ist, aber ich
bin schon jetzt infiziert, und ich werde mir sicher einige ihrer
Vorgängerwerke zu Gemüte führen.

Viel wird die wörtliche Rede verwendet, die das Buch und dessen Handlung
sehr realistisch macht. Weiterhin fand ich lobenswert, dass der Aufbau
sehr gut gestaltet ist, man kann sich top in die Handlung
hineinversetzen und ein roter Faden zieht sich hindurch. Ständig
passiert wieder etwas und bringt den Leser auf neue Wege und gibt ihm
neue Erkenntnisse mit. Man kann das Buch einfach nicht aus den Händen
legen, weil man ständig hin und her gerissen ist, wie es weiter geht,
wie sich der Fall auflösen wird, und doch kommt irgendwie alles anders,
als erwartet.

Die Spannung ist durch einen Spannungsbogen, der ständig nicht nur
gehalten, sondern weiter ausgebaut wird, von Seite zu Seite gegeben. Ich
finde, dass das Buch unbedingt auch für Erwachsene lesenswert,
unterhaltsam und nicht unterfordernd ist.

Sehr bildhaft werden sowohl die Charaktere, als auch die
Handlungsstrenge und Szenen erzählt. Viel erfährt man über forensische
Arbeit und die Menschen, die damit zu tun haben. Sie ist sehr
umfangreich und spannend, so wie auch das Buch mit seinem gesamten
Inhalt rüberkommt.

Vom Aufbau her wird man perfekt in die Geschichte eingeführt und erfährt
einen Überblick. Dann wird das gesamte Spannungsfeld ausgebaut und man
dringt tief in die Handlung ein. Teilweise schon sehr intensiv und
detailliert geschrieben, bekommt man Gänsehaut und die Suche der jungen
Menschen nach den Spuren des Verbrechens und das Versuchen des
Aufklärens, das Hineindringen in ein gefährliches Spiel und immer wieder
die detaillierten Erklärungen zur Forensik, machen das Buch zu einem
äußerst lesenswerten Werk.

Freunde des Genres kommen an diesem Buch keinesfalls vorbei.
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VIRALS - Tote können nicht mehr reden: Band 1
VIRALS - Tote können nicht mehr reden: Band 1 von Kathy Reichs (Taschenbuch - 11. März 2013)
EUR 8,99
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