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am 2. Februar 2012
Die Überschrift spricht bereits den Knackpunkt an, der mich als großen Anhänger der Fantasy-Literatur am größten irritierte: Als ich das Buch nach gut drei Wochen endlich zuschlug und damit den Zyklus Eragon beendete, empfand ich Sympathie für Galbatorix. Und ich werde auch noch darlegen, warum.
Zunächst aber ein Rundumschlag, da es sich hier um Teil vier einer ganzen Reihe handelt: Den ersten Teil las ich mit Genuss! Mir gefiel die einfache, aber doch plastische Welt, die mir da präsentiert wurde. Der Vergleich zu Herr der Ringe, vom Plot her auch Star Wars, lag nah; ebenso das Prinzip der wahren Sprache, welches in 'Erdsee' schon seine Anwendung fand. Dennoch gefiel, was der werte Herr Paolini da zu Papier brachte.
Meine Verbeugung vor diesem 'Wunderkind', auch dafür, dass er es schaffte, eine solch imposante Masse an Schreibwerk zu verfassen.
Doch, soviel sei auch gesagt: Ist es eine Ehrung für einen mittlerweile wohl auf die 28 zugehenden Herren, als 'Wunderkind' angehimmelt zu werden? Nur ein kleiner Hinweis für die Fans, die manchen Logik-Fehler und flache Charaktere mit Alter entschuldigen wollen.
Jedenfalls: Der erste Band hatte seine Reize, auch wenn beim zweiten Durchlesen hier und dort kleine Stolpersteine aufkamen (als einziges Beispiel sei hier genannt, dass Eragon nebst Magie und Schwertkampf Lesen und Schreiben innerhalb weniger Wochen lernt).
Band zwei und drei brachten den Knick. Plötzlich hatte unser kleiner Drachenreiter also seinen Platz gefunden, bei den ehrenwerten Varden. Und von da an wurde es seltsam zäh; Roran als zweiter Protagonist half im zweiten Teil noch ein wenig aus, wurde im dritten Band jedoch geradezu abstoßend brutal - doch dazu später, vorerst kein zu großes Spoilern.
Band vier dann der größte Absturz. Denn Eragon hat noch immer keine Entwicklung durchgemacht. Er soll der große Drachenreiter sein, und doch kommt er mir noch immer wie ein Bauerntrottel vor; ein kleiner Junge, dem man den Mantel eines Kriegsherrn übergestreift und einen satten Stoß gegeben hat: 'Und nun geh und mach!' Und Eragon watschelt los, in zu großen Klamotten. Ernsthaft: Kann sich selbst der glühendste Fan Eragon mittlerweile als gereiften, erwachsenen Krieger vorstellen? Beschwört er etwa das Bild von Aragorn, Arathons Sohn herauf, der stolz und grimmig durch die Pforte Helms Klamms marschiert? Oder sieht man nicht doch noch immer den fünfzehnjährigen Jungen, der seiner Arya hinterherschmachtet und sich von allen das Okay abholen muss, ehe er in den Hof darf zum Spielen?
Auch die Magie, plötzlich inflationär vorhanden, wird fade. Nicht mehr magisch. Sie ist ein schlichtes, effektloses Werkzeug ohne Glanz. Keine göttliche Gabe, sondern fast schon Wissenschaft, nach den Maßstäben eines Physikers berechnet. Magie wird nicht geheimnisvoll eingesetzt und fantasievoll vom Autor beschrieben. Magie wird gewirkt, Magie verschließt die Wunde oder macht Feuer oder einfach Bumm.
Und für alle, die sich Spoiler ersparen möchten, sage ich kurz und knapp, warum mir Galbatorix sympathischer ist als die Varden-Partei: Weil er nichts Böses tut! Er hat hin und wieder Wutausbrüche und erschlägt einige seiner Diener, wie gern hervorgehoben wird. Ein Choleriker, schön und gut. Und den Thron hat er sich durch scheußlichsten Verrat erschlichen, ja. Das reichte in Band eins für den bösen Bösen. Doch nun? Seiner Bevölkerung geht es gut! Die Städte, welche die Varden schleifen, sind prunkvoll und die Einwohner leiden nicht unter IRGENDWAS, was ihnen der König auferlegte, es gibt keine große Schicht der Armut oder Unterdrückung. Im Gegenteil. Stets brechen Eragon und seine heldenhaften Horden - unter ihnen auch die Urgals, die von der Bevölkerung als Plage empfunden werden und anfangs zur Stilisierung Galbas zum Bösen beitrugen - in eine schöne Welt des Wohlstands ein, wann immer sie die Schutzmauern einreißen und die Straßen stürmen. Keine Armenviertel, die es unter normalen Umständen nicht auch gäbe. Keine für mich als Leser sichtbare Gewaltherrschaft.
Der Autor behauptet, Galbatorix ist unfassbar böse und muss vom Thron herunter. Doch eine Grundregel des Schreibens ist nunmal: Behaupten reicht nicht. Zeig es mir. Sag nicht, er ist böse, sondern zeig mir das Elend, das er hervorrief, zeig mir die Unterdrückten und so weiter und sofort. Stattdessen bekomme ich feindliche Soldaten, die ehrenmütig vor ihren durch Eid gebundenen Herren stehen und anschließend vom Bauernlümmel im Feldherrenmantel halbiert werden. Feinde mit guten, ehrenwerten Zügen sind gut, ja, doch da Galbatorix als wirklich Böser nicht rüber kommt, entzieht sich die Geschichte allem Sinne.
Keine Tiefe der Charaktere. Sie sind gut, denn sie sind gut. Der Böse ist böse. Muss er sein. Wäre er nicht böse, wäre die ganze Geschichte bloß eine Eroberungskampagne und ein Rachefeldzug für das Auslöschen der Drachenreiter, die jedoch unter der normalen Bevölkerung nur noch eine Legende sind.

Ab hier SPOILER -

Hier die größten Knackpunkte, die mir sauer aufstoßen:

Eragon: Wie gesagt, nach wie vor ein tumber Bauernjunge. Er soll der Mächtigste der ganzen Truppe sein, stolpert jedoch eigentlich nur durch die Gegend - meiner Empfindung nach. Er muss geschützt werden, regelrecht betüddelt von seiner Elfengarde, muss sich bei Nasuada abmelden und gute Gründe vorbringen, warum er sich von der Truppe zu entfernen hat - wie bei der Reise in die Ruinenstadt der Drachenreiter. Er will einen Schlüssel zur Vernichtung von Galbatorix finden, einem Hinweis nachgehen - und muss lang und breit überreden. Jeder hat Zweifel an ihm, jeder fürchtet, der glorreiche Held der Truppe könnte ohne die Unterstützung seiner Freunde stolpern und ins nächstbeste Kaninchenloch fallen. Er wird beschützt, wo es geht. Und soll doch letzten Endes mit den Fähigkeiten, die er bereits hat und die offenbar kaum für die Alltagsabenteuer genügen, gegen den finstersten Fiesling der Welt antreten. Lieber nichts riskieren bei der Suche nach neuer Stärke - lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Mal ganz platt: Moral muss doch am Boden sein, wenn man ständig heraufbeschwört, wie übermächtig Galbatorix doch ist und von allen Seiten wird nur bestätigt: 'Ja, er ist ein harter Brocken, eigentlich haben wir keine Chance. Wenn er wollte, könnte er kommen und uns ausradieren.'

Faktor Glück: Schließt sich gerade einmal ganz kurz an im Zuge des letzten Satzes: Ist doch so, oder? Galbatorix wird hochstilisiert zum Gott, und offenbar ist er auch so mächtig; allein sein Drache Shruikan müsste eine Herausforderung darstellen. Bloß gut, dass Galbatorix keine Lust hat, selbst etwas zu tun. Er hockt in seinem Thron, und sein Drache gibt den Wandvorhang. Er hat kurz einen starken Auftritt mit donnerndem Brüllen und Kettenrasseln, doch dann geht er wieder zurück an die Leine. Ein Glück, ist der Obermotz zu faul, selbst mal richtig loszulegen. Hätte ers getan, wäre ja noch eingetroffen, was alle befürchtet hatten!
Ein übler Beigeschmack. Die Story hat meiner Meinung einfach nicht die schlimmste Wendung, die größte Herausforderung erreicht. Über Galbas schwachen Kampf hätte ich hinwegsehen können, wäre er nicht in allen drei Bänden vorher zum Non-Plus-Ultra geworden. Es war, als halte mir der Autor den fetten Braten hin, fächelte mir den Duft zu und sagt: 'Er ist zart und saftig', Galbatorix wird die ultimative Herausforderung. 'Freu dich auf den Geschmack', freu dich auf diesen Kampf.
Doch es wird bloß drüber geredet. Der Braten verschmorrt dann doch im Ofen.

Der Feind selbst: Eigentlich hat Galba doch hehre Ziele, oder? Einschränkung von Magie und dergleichen wird später sogar von Nasuada aufgegriffen - aha? Eigentlich keine Veränderung, nur der übliche Wechsel, wenn ein Usurpator den Thron erobert.
Lediglich die Varden als Opposition sind gegen Galbatorix. Und sonst? Steht die Bevölkerung auf ihrer Seite? Nein, denn die Truppen der Städte stehen da nicht als Besatzungsmacht oder unterdrücken irgendwen. Alles läuft ganz normal, wie es sollte. Nirgendwo andere Aufständische, alle glücklich und zufrieden.
Und die Varden fallen in diese Idylle, sorry wenn ichs so sage, aber bestreitet es jemand? Sie selbst überziehen das Land mit Krieg und Verheerung, und am Ende sind Varden und Elfen und Zwerge und Werkatzen zufrieden, doch die Unschuldigen leiden.
Moral und Mordlust: Stößt mir sauer auf. Ab dem zweiten Band sind es immerhin Menschen, die auf beiden Seiten dem Schwert übergeben werden. Ich lese auch Historische Romane wie Bernard Cornwells 'Das letzte Königreich', und auch dort ist der Protagonist ein 'echter' Krieger, der den Kampfrausch liebt und seine Feinde wild schreiend erschlägt. Dort wird dies auch offen zugegeben - so war es eben zu jener Zeit, und der Leser versteht.
Und bei Eragon? Roran zählt im zweiten Band, wieviele Menschen (zehn bis zwanzig) er nun auf dem Gewissen hat, und verspürt tiefste Scham, weil sein Gewissen pocht. Im dritten Band zählt er nicht selbst, sondern einer seiner Kameraden die bereits dreistellige Summe von 186 Mann (soweit ich mich richtig entsinne, vielleicht war die Zahl auch gering anders). Und hoch oben auf dem Leichenberg, dass sie über die Dächer der Häuser hinwegblicken können, erklärt er trocken: 'Schade, dass es nicht vierzehn mehr waren. ich hätte die 200 gern voll gemacht.' Und er fällt in das Lachen der Umstehenden ein.
Witzig, nicht wahr? Dies setzt sich auch fort. Roran darf sich im letzten Band als ganz abgezockter Feldherr erweisen, der mit dem Gedanken an seine geliebte Katrina munter Schädel zertrümmert und als zum Soldaten und Drachenreiter-Cousin umgeschulter Bauer die anderen gestandenen Feldherren mit genialen Kriegslisten überraschen. Auch die anderen Einwohner aus Carvahall, also alle Handwerker und Schmiede und Bauern, haben ihr Herz auf dem rechten Fleck und wissen, wie man Soldaten in die Schlacht führt.
Eragon selbst metzelt und schnetzelt ebenfalls, dass es eine Lust ist - einziges Beispiel für den Spaß, den er haben muss, sei bereits das erste Gefecht. Arya wirft einen Speer, trifft zwei Männer gleichzeitig und setzt ihn durch das Wort 'Brisingr' in Brand. Eragon steht nahebei, höchst gelassen im Pfeilhagel, und bemerkt neckend, dass das unfair sei - immerhin könne er das nicht. Sein eigenes Schwert geht nämlich beim Wort Brinsingr von allein in Flammen auf. Daher muss er sich dieses Wort oft verkneifen.
Sich danach das quälende Gejammer und schlechte Gewissen in endlosen Selbstgesprächen zu Gemüte führen zu müssen, ist für mich als Leser wirklich die Höhe! Gemetzel, weil es sich eben gut schreibt und irgendwie dazugehört, inklusive cooler Rambo-Sprüche. Aber danach muss natürlich darüber gewehklagt werden, wie einen die Gesichter der Getöteten im Schlaf verfolgen! Alles verständlich, alles nachvollziehbar. Doch dann bitte nicht die Schlacht erst als Abenteuerspielplatz zum Rumtoben beschreiben - denn das wird sie, wenn alles haarklein und in blutroten Farben ausgemalt wird und die Helden ihre Sprüchlein reißen und offenbar rechten Spaß an ihrer Überlegenheit finden.
Letzter Punkt. Magie. Sie ist irgendwie weg. Fantasy enthält doch sonst soviel Magie und Mystik, nicht? Doch Eragons Welt ist aufgeklärt. Magie ist ein Werkzeug, Rohmaterial wie Stein und Holz. Sie ist eben da, und manche können sie verwenden, manche nicht. Sie wird gebraucht, um jedes kleine Problemchen aus der Welt zu räumen - ohne besondere Effekte, es glitzert kaum was, sondern der Held denkt sich eine Methode aus, wie er einen Schutzzauber anpasst oder sonstiges, und dann geht er wie ein Rechtsanwalt seine Klauseln durch, interpretiert ins Kleinste jedes Wort und dreht es wie eine Zehnpfennig-Münze dreimal rum, dass es auch ja passt. Es wird ausschweifend erläutert, was wohl für Probleme aufkommen könnten - im Band drei will Eragon beispielsweise seine Knochenwülste an den Händen (er war ja auf der Suche nach einer guten Waffe und erdachte sich diese 'Fäustlinge' als Aushilfe) schützen. Er denkt dabei darüber nach, durch einen Schutzzauber alles abstoßen zu lassen, was darauf treffen könnte. Geht aber nicht. Er könnte ja aus Versehen gegen einen Berg schlagen, und dann würde sein Schutzzauber versuchen, den Berg abzustoßen und das würde ihn ja umbringen.
Sorry. Für mich keine Magie. Paragraphenreiterei. Künstliche Erzeugung von Spannung, denn natürlich gehen Schutzzauber so gut wie niemals fehl. Und sie werden auch einfach erdacht und in Gedanken ausgearbeitet, mehr erfolgt nicht; keine mystische Beschwörung oder so etwas, was anderswo eine gewisse Stimmung verbreitet. Schutzzauber sind auch überall. Jeder hat welche, auch Roran wird von Eragon mit diesen nützlichen Dingern belegt - obwohl er es ja gar nicht will, Eragon ist schließlich der echte Held und sollte seine Energien nicht auf Fußsoldat Roran verwenden. Tut er trotzdem.
Es gibt allgemein keine Götter in dieser Welt - jedenfalls bezeichnet Eragon sie ganz offen als Scheinbilder. Schau an, das ewige Philosophieren über Sein und Nichtsein hat ihn also auch die Religionen durchschauen lassen.

Fazit. Alles aufgeklärt und klinisch rein, moralisch standfeste Helden haben Blut an den Händen und waschen sich rein durch überbordendes Philosophieren über all das, was ja eigentlich sein musste und sich nicht vermeiden ließ. Und am Ende ändert sich nichts, was ich als Leser sehen kann und mich veranlasst zu sagen: 'Dafür hat es sich doch gelohnt'. Nein. Eragon verlässt seine Freunde, weil die frisch schlüpfenden Drachen das Vieh der Zwerge von den Almen pflücken würden und er sie daher anderswo ausbilden muss. Verständlich. Ich kann mich täuschen. Doch wären Drachen also eine Belastung für das neue Alagäesia?

Der Autor ist erwachsen geworden. Seine Welt ist ebenfalls erwachsener geworden, weniger farbenfroh und magisch, dafür wissenschaftlich fundiert und aufgeklärt. Und für mich nicht mehr reizvoll. Die Eragon-Reihe habe ich damit endlich abgeschlossen. Der Autor darf mir mit allen weiteren versprochenen Werken gestohlen bleiben. Scheint ja so, als seien in gewisser Weise Fortsetzungen für die Nebenfiguren geplant...
Zwei Sterne von mir, für den starken ersten Band und den guten Zweiten.
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am 10. Dezember 2011
Alles in allem fand ich, dass der vierte Teil der Eragon Reihe ein akzeptabler, aber dennoch nicht befriedigender Abschluss der Reihe ist (sofern es denn nicht noch eine Fortsetzung geben wird,was nicht ganz abwegig erscheint).
Es wird durchgehend Spannung aufrecht erhalten, es gibt viele kleine Höhepunkte und interessante Ideen. Es handelt sich um ein an sich gutes Buch. Dennoch stellt sich bei mir ein Gefühl der Unzufriedenheit ein. Ich habe das Buch mit Spannung bis zu Galbatorix Tod verfolgt und bis dahin gefiel mir der Band wirklich sehr.

Jedoch überwiegen bei mir ab dieser Stelle als eigentlich großer Fan von Eragon die negativen Gefühle, die sich aus verschiedenen Punkten ergeben:
-Wieso wird die seltsame neuartige Magie auf Vroengard angesprochen,wenn nicht näher auf sie eingegangen wird?Wer waren die Menschen, die Eragon nachts durch die Ruinen gehen sieht?
-Ich fand die Idee sehr gut, Nasuada und Murtagh einander näher kommen zu lassen. Es war ja bereits abzusehen, da ja immer wieder erwähnt wurde, dass die beiden sich nach ihrem ersten Treffen mochten. Wieso eine so gute und nicht ganz so vorhersehbare Idee ins Nichts verlaufen lassen?Murtagh verschwindet,nachdem er seine Persönlichkeit zum Guten ändern konnte ins Nichts?Und dann auch noch ohne einen Kuss, einen Liebesschwur ohne tränenreichen Abschied?Sehr enttäuschend! Das hätte doch eine echt dramatische Romanze werden können oder aber man hätte den beiden wenigstens einen Moment trauter Zweisamkeit gönnen können. Und Murtaghs inneren Wandel hätte man ruhig detaillierter darstellen können und dafür Roran ein wenig kürzen.
-Roran ist mal wieder der Seitenfüller, der nach immer gleichem Schema ohne Magie alle Hürden nimmt, ohne dass seiner Rolle mehr Bedeutung zukommt.Er ist der eigentliche Held, der alles aus eigener Kraft schafft, doch eigentlich braucht die Geschichte seine Rolle nicht,wenn das Buch Eragon heißt.Wieso das Ganze?Und wieso das Drama um Katrina, die das KInd alleine großziehen will,wenn doch nichts passiert?
-Wieso ist der neue Drache,von dem sich alle Fans eine Hauptrolle erhofft hatten, eine winzige Nebenrolle für den Abspann?Auch verstehe ich nicht, wieso er völlig vorhersehbarer Weise bei Arya schlüpft (Nasuada wäre meiner Meinung nach die interessantere Wahl gewesen).Das wirkt ja alles soooo aalglatt... *gähn* Man nimmt Arya die tiefe Verbindung zu ihrem Drachen auch irgendwie nicht so recht ab.
-Die Liebesgeschichte zwischen Eragon und Arya nimmt kein zufriedenstellendes Ende.Entweder Fisch oder Fleisch,Herr Paolini! Man merkt,wie sich die beiden während des Buches annähern und kann sich wider aller früheren Erwartungen mehr vorstellen. Und dann diese krampfhaft erzwungene, unlogische Drama (auch ohne Kuss wohlbemerkt);wieso wird Arya, die in den Augen ihres Volks ein Teenager ist und fast garnicht bei ihrem Volk gelebt hat, die neue Königin, obwohl das ihrem Charakter total zuwiderläuft und sie eine Reiterin ist, die eigentlich unabhängig sein soll!Und wieso bitte muss Eragon denn für immer gehen,wenn er ewig lebt und mit Saphira innerhalb kürzester Zeit größte Entfernungen zurücklegen kann?Etwa nur,weil Angela es eben so prophezeit hat?Es wird nicht klar,wieso die beiden nicht zusammen sein sollen (schonmal was von Fernbeziehung gehört?). Und dann dieses ewige Herauszögern des Abschieds ("Begleite mich noch bis zur ersten Flussbiegung", man kann es auch übertreiben...)
-Saphira, die ach so stolze und weise und starke Drachendame, die über die Maße eitel ist, bietet sich, nur weil sie gerne mal Eier legen will, innerhalb von Minuten einem halbstarken Drachen an, der noch nicht einmal geschlechtsreif sein dürfte und ihr geistig und körperlich haushoch unterlegen sein muss und fliegt anschließend sofort mit ihm weg, um gleich am Nachwuchs zu arbeiten!?!?Hallo!?Wenn irgendetwas nicht zu Saphiras Charakter passt, dann diese Verzweiflungstat.Sie sollte die Meisterin und Ausbilderin dieses Drachens sein, und nicht sein Geschlechtspartner!
-Viele geheimnisvolle Andeutungen der Bücher, die eine große Auflösung versprechen, werden nicht nur schlecht, sondern einfach mal garnicht aufgelöst:Was ist denn nun bitte der Preis des Menoa-Baums? Wieso taucht diese fremde Kriegerin mit den Narben und den Kindern auf und rettet Roran und woher kam sie überhaupt? Was hat es denn nun mit Angela auf sich? Wo ist Eragons Diamantgürtel?Broms letzte Worte?Und wie lauten denn die ach so tollen wahren Namen?
-Das Ende,wie Eragon mit den Elfen davonfährt und seine Lieben am Steg zurücklässt ist ja mal sowas von Herr der Ringe, dass es fast schon unverschämt ist...
-Kein guter Roman kommt ohne Tote aus.Man muss sich als Autor einfach von liebgewonnenen Figuren trennen, um die nötige Portion Gefühl und Tragik beim Leser zu wecken. Es ist unglaubwürdig, dass tausende anderer Menschen sterben und alle Hauptfiguren überleben. Ich denke, Paolini hätte sich von Roran, Nasuada oder Murtagh trennen müssen (vllt auch von Arya, dann wäre das Ende der Romanze und Eragons Weggehen immerhin stimmig gewesen)

Insgesamt vollzieht sich das Ende des Buches zu abrupt.Es scheint schon ziemlich leicht für Eragon, den Überendgegner Galbatorix lahmzulegen. Danach flacht alles ab und die Stränge werden fast schon lieblos zu Ende gebracht (hier noch eine Feier und ein Festessen, nochmal schnell von allen verabschiedet ud letzte Geheimnisse ausgetauscht oder offene Fragen mehr oder weniger geklärt). Eragons Charakter lässt sich nur noch schwer verstehen, erscheint zu weise und zu mächtig (ach wie praktisch,dass er mal eben den Namen der alten Sprache erfahren hat und damit alle Probleme lösen kann) und zu selbstlos. Der Schluss ist eine bloße Aneinanderkettung von Ereignissen.
Entweder es ist wirklich eine Fortsetzung geplant, oder Paolini stand unter ziemlichen Zeitdruck bzw hatte keine Lust mehr, denn anders ist der wirre und lieblose Abschluss für mich nicht erklärbar.Schade!
99 Kommentare|118 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Januar 2012
Eines vorneweg: Ich bin großer Fan fantastischer Literatur und habe schon zehntausende Seiten über Heldinnen und Helden, Elfen, Zwerge, Drachen, fantastische Wesen und Magie gelesen. Diese Art der Literatur schafft es immer wieder mich in ihren Bann zu ziehen.
Und auch die Buchreihe "Eragon" habe ich seit Band eins gerne gelesen und auf das Erscheinen des vierten Bands regelrecht hingefiebert.

Um's kurz zu machen: Ich bin gnadenlos enttäuscht! So einen Band vier hat Eragon wahrlich nicht verdient... doch ich glaube auch nicht, dass bei so vielen losen Enden mit Band vier wirklich Schluss ist.

*AB HIER SPOILER!!!*

Die Handlung ist ja an sich nicht so verwunderlich. Die Varden (und alle verbündeten Völker - Elfen, Zwerge, Urgals und Werkatzen) ziehen Richtung Uru'baen um dem bösen und noch völlig unbekannten Galbatorix zu stürzen. So weit so gut, etwas anderes erwartet man auch nicht.
Doch die Umsetzung ist eine einzige Katastrophe!

1. Kämpfe über Kämpfe mit reichlich Gewaltexzessen. Seitenlang und dabei doch relativ langweilig. Stadt muss belagert werden, Varden sind in Unterzahl, Roran lässt sich was einfallen, Stadt wird erobert. Roran? Ohja, Roran!

2. Roran "entwickelt" sich im Verlauf der Handlung vom einfachen Bauernlümmel zum General. Ahja? Er kann nicht lesen und schreiben, er hat keinerlei militärische Ausbildung aber er wird einfach mal so General? Und wundert sich, wenn andere Offiziere ihm nicht ohne Widerspruch gehorchen?
Er metzelt als Hammerfaust hunderte (wirklich hunderte!!) ohne Skrupel hin. Als er dann jedoch einen Attentäter tötet, der ihn in seinem Zelt überfällt, bekommt er Schuldgefühle. Nur um dann zehn Seiten später Orrin den Tod anzudrohen. Völlig ohne Skrupel oder doch mit Skrupel? Alles aus Liebe zu seiner Frau Katrina, die nur so nebenbei einer unglaublich blasse Figur macht?
Anstrengend ist das ganze Schlachtenbrimborium vor allem, da es für die Handlung so gut wie keine Relevanz hat. Es werden halt ein paar Städte erobert, das war's auch.

3. Die Gründe, warum Eragon für immer sein Heimatland/-kontinent verlässt, sind äußerst fadenscheinig. Die Abreise plump von Herr der Ringe geklaut.

Besonders ärgerlich: *IMMER NOCH SPOILER!!*

1. Eragon macht keine ernsthafte Entwicklung durch und ist immer noch nicht in der Lage, für sich selbst zu sorgen.

2. Die "Romanze" zwischen Eragon und Arya endet einfach. Nichtmal ein Kuss? Natürlich wäre das alles kitschig, aber wir LeserInnen wollen ja, dass die über 3 Bände aufgebaute Beziehung auch zu irgendwas führt. Und dann wird auch noch Arya Drachenreiterin und Königin? Muss das sein?!

3. Wer ist Angela? Und warum erfährt man NICHTS aber auch gar NICHTS über ihr Leben, warum sie wurde, wie sie wurde?

4. Selbiges für Solembum und alle Werkatzen!

5. Wer sind die kaputzenverhüllten Gestalten in den Ruinen nahe dem Felsen von Kuthian? Ach, da tauchen mal n paar ominöse Gestalten auf, die nie wieder erwähnt werden?!

6. Genau wie bei Punkt 5: Die ominöse Fremde, die Roran das Leben in einer Schlacht rettet.

7. Oder auch für den irren Einsiedler, den Eragon in Band 3 (oder 2?) trifft?

8. Zumindest einen wahren Namen genannt zu bekommen, wäre nett gewesen.

9. Schon auf Seite 37 hätte ich fast angefangen zu weinen. Eragon isst Fleisch. Nochmal langsam: Er isst Fleisch. Einfach so, weil's lecker ist. Nachdem in den letzten Bänden über hunderte Seiten erklärt wurde, dass soetwas nach der Zeremonie bei den Elfen seinem Charakter völlig zuwider ist. Er musste beim letzten Bissen in Band 3 sich fast übergeben und jetzt fragt ihn Saphira einfach: "Und knusprig?" - "Ja."

10. Saphira trifft den grünen Drachen und paart sich mit ihm. Nachdem sie sich gerade 5 Minuten kennen? Das widerspricht allem, was man über sie in den letzten Bänden erfahren hat.

11. Die Magier der schwarzen Hand tauchen nicht mehr auf. Also gar nicht mehr.

12. Es gibt noch Eier der Raz'zac. Gut, aber wirkliches Interesse zeigt keiner.

13. Galbatorix... was soll man sagen - er enttäuscht einfach. Da trifft Eragon endlich auf den Bösewicht schlechthin, der sich nicht die Mühe gemacht hat, in den ersten Büchern aufzutauchen und dann ist er so eine fade Person. Unterboten wird das ganze von seinem Drachen, der einfach von Arya getötet wird. Eine Elfe und Drachentöterin. Scheint die anderen Elfen aber nicht zu stören, schließlich ernennen sie sie zur Königin.

*SPOILER ENDE*

Alles in allem: Enttäuschend, wirklich enttäuschend! Ich weiß nicht genau, was da Paolini geritten hat oder ob er vertraglich nur schnell fertig werden musste. Aber das scheint fast so, als hätte er die ersten drei Bände seiner eigenen Buchreihe nicht gelesen.
Ich war schon skeptisch, als aus der ursprünglich geplanten Trilogie dann doch vier Bände wurden (rochgefährlich nach Geldmacherei) aber jetzt nach der Lektüre des Bandes 4 kann ich überzeugt sagen: Finger weg, lohnt sich nicht.
Band eins war grandios, Band zwei ebenso aber danach ging's schon stark abwärts. Hätte man Band vier um die Hälfte gekürzt, es wäre nicht aufgefallen.

Kein würdiger Abschluss für Eragon - ich bin sehr sehr traurig, wütend und sogar entsetzt, was aus Band 4 gemacht wurde!
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am 7. Dezember 2014
Nach den drei fantastischen Bänden der "Eragon"-Saga erfreute ich mich an diesen wahrlich epischen vierten Teil.

Eragon und Saphira stehen nun vor dem entscheidenden Kampf gegen den Tyrannen Galbatorix.
Das Schicksal von Alagaësia und das der Völker steht auf dem Spiel.
Zum Glück haben Eragon und Saphira ihre Freunde und Mitstreiter an ihrer Seite:
Eragons Cousin Roran, Nasuada und die tapfere Elfenfrau Arya.
Aber Eragon und Saphira müssen noch Geheimnisse ergründen um einen Weg zu finden Galbatorix endgültig das Handwerk zu legen.
Der Kampf wird erschwert als Nasuada in der Gewalt des bösartigen Tyrannen gerät.
Viel Zeit bleiben Eragon und Saphira nicht Nasuada zu retten und die Entscheidungsschlacht gegen das Imperium zu gewinnen.

Der Autor Christopher Paolini schafft es eine großartige Geschichte zu verfassen und sie episch rüberzubringen.
Fans von "Der Herr der Ringe" und "Harry Potter" kommen so herrlich auf ihre Kosten und man genießt es regelrecht den vierten Band zu lesen und abermals in die Welt der Drachenreiter einzutauchen.
Die Figuren sind wieder so herrlich glaubwürdig beschrieben und auch die ganzen Szenerien.

Ich habe jede Zeile dieses großartigen Buches genossen und war einfach nur zufrieden.
Ich liebe einfach, wenn epische Geschichten einen angemessenen Abschluss haben.

Allerdings wäre ich keineswegs abgeneigt, wenn Christopher Paolini tatsächlich mal einen fünften Teil schreiben würde, wenn nicht sogar ein Prequel-Roman, wo Brom die Hauptfigur ist, oder sogar ein Spin-off-Roman.

Alle Fantasyfans können die "Eragon"-Werke lesen und sich in eine magische Welt entführen lassen und großartige Charaktere "treffen" kann.

Christopher Paolini soll noch viele begeisterte Leser bekommen, zu denen ich mich zähle.
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am 4. Oktober 2012
Zur Aufmachung

Eigentlich gibt es dazu nicht viel zu sagen. Wieso zum Geier hier Firnen abgebildet ist und nicht Shruukan ist mir ein Rätsel. Aber das Buch ist mir generell ein Rätsel. Vielleicht spielt es auf das Erbe an, auf die Zukunft? Wenn man bedenkt, dass der Drache, der das Cover ziert nur in den letzten 90 Seiten ca. vorkommt...
Und ich gehe selten auf Preise ein, aber 19,99€ für ein ebook? Das ist ein Witz, oder? O.o

Zum Buch

Ich werde hier jetzt nur ganz kurz auf die Gründe hinweisen, warum man das Buch mögen kann, weil sie eigentlich auf der Hand liegen: Der Schreibstil, Charaktere wie Elva und Angela und ja auch Eragon, der stellenweise Humor, das Epische der Geschichte, die Drachen ♥ Eragon war mir in diesem Teil mal sehr sympathisch, weil er Arya nicht mehr ständig hinterhergerannt ist und anscheinend zu akzeptieren schien, dass sie sich keine Zukunft mit ihm vorstellen kann.
Aber trotzdem war dieser letzte Band nicht nur nicht besser als Teil drei, an dem ich ja schon einiges auszusetzen hatte sondern sogar sehr viel schlechter. Wieder gab es diese Roran-spielt-den-Helden-Szenen, die immer absolut gleich ausgehen und manchmal nicht einmal bedeutsam für den Verlauf der Handlung sind. Das große Problem dieser Saga ist und bleibt einfach Galbatorix. Er kommt auch hier kaum vor, nur in einigen wenigen Szenen und bleibt so leider unnahbar und damit kaum greifbar. Wer darauf hofft in diesem letzten Band endlich seine Beweggründe, sein ganzes Wesen, zu erfassen, der wird leider bitterlich enttäuscht. Man bekommt zwar einen Eindruck davon, wonach er strebt und kann das auch gut nachvollziehen, aber dass ein Mensch wie Galbatorix hier in diesen letzten paar hundert Seiten dargestellt wird, die gesamte Reiterschaft auslöscht? Erscheint völlig unglaubwürdig.
Im Prinzip gibt es viele Aspekte, die zwar während des Lesens Sinn ergaben, aber auch nur, wel man glaubte sie würden später näher aufgeklärt werden. So wie das jetzt war, waren viele Szenen einfach... seltsam und unvollendet.
Womit wir beim Ende wären. Ich dachte immer, dass die Leute damit übertreiben würden. Ich dachte, Paolini hätte sich ein Ende ausgesucht, das vielleicht ein wenig melancholisch, aber doch nicht offen endet. Aber das hier ist offen. Das ist zwar das Ende von Galbatorix (und das ist kein Spoiler, denn jeder weiß, dass Eragon siegen wird! Wie sollte es auch sonst sein), aber es ist nicht das Ende von Eragons Geschichte. Es bleibt offen, ob er all die Personen, die ihm etwas bedeuten je wieder sieht, es ist auch nicht nachvollziehbar, warum er denn nun Alagaësia FÜR IMMER verlässt, die Sache mit den Drachen macht keinen Sinn, denn statt für die neuen Drachenreiter von Beginn an da zu sein, wartet er irgendwo darauf, dass man sie zu ihm schickt. Wie die Sache mit Galbatorix gelöst worden ist, das fand ich ok, wobei ich aber auch da so einige Logikfehler erkenne, aber das war auch abzusehen und das ganze einfach zu leicht gewesen ist. Galbatorix ist der Endgegner, er ist der Überbösewicht, er ist... Es war einfach zu leicht.
Das Ende umfasst außerdem auch teilweise den Neuaufbau von Alagäsia und das war wieder so eine lieblose Aneinanderkettung von Ereignissen ala Eragon fliegt dorthin und hilft dabei dasunddas zu machen und dann fliegt Eragon dahin und hebt dieundie Zauber auf und dann... ARGH.
Hinzu kommt die Sache mit den wahren Namen. Eragon erfährt seinen wahren Namen, schön. Noch viel schöner wäre es gewesen, wenn man als Leser auch seinen wahren Namen erfahren hätte. Und dann DER wahre Name schlechthin, der das Schiksal aller entscheidet... Wird nicht erwähnt wie der lautet.
Und dann überall diese losen Enden. Die Frau, die Roran das Leben rettet, ist das die Mutter der Kinder, die Galbatorix als Geiseln nimmt? Und ist das die Frau, der Angela ihr Schicksal verraten hat, als auch Eragon bei ihr war, damals in Band eins (oder zwei?!)? Und wenn ja: Was ist mit ihr? Wieso hat sie diese Narben, warum kämpft sie in der Schlacht? Dann gibt es noch Eier der Ra'zac, aber wo sind sie? Werden sie schlüpfen? Und was passiert dann?
Ich bleibe bei meiner Meinung: Die Saga wäre 10 mal besser gewesen, wenn Paolini beim ursprünglichen Plan geblieben wäre, nur drei Bände zu schreiben und wenn er mal den Mut gehabt hätte, die Reihe endgültig abzuschließen und etwas Neues zu beginnen wie jeder normale Autor das tut. Denn das hier ist einfach feige und seinen Lesern gegenüber unfair. Je mehr ich darüber nachdenke desto schlechter finde ich das Buch als belassen wir es einfach mal hierbei.

Fazit

Schreibstil: 4 Sterne
Charaktere: 3,5 Sterne
Spannung: 3,5 Sterne
Emotionale Tiefe: 3,5 Sterne
Humor: 3 Sterne
Originalität: 2,5 Sterne
Logik: -10 Sterne

Ein einfach enttäuschendes Ende der Eragon Saga, das viel zu vieles offen lässt. Christopher Paolini ist entweder ein Feigling oder aber einfach geldgierig. Ich tippe auf Ersteres, denn jeder Roman, den er nach Eragon rausbringen würde, würde ordentlich Geld geben, egal, ob er gut ist oder nicht. Sollte es tatsächlich noch einen fünften Roman über Eragon geben, so weiß ich nicht einmal, ob ich diesen lesen wollen würde...
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am 3. März 2012
Da ist er also der letzte(?) Band der Saga.

Da das Buch nahtlos am Ende des dritten Teils anknüpft, dieser aber schon ziemlich lange zurückliegt und die Zusammenfassung zu Beginn sehr dürftig ist, empfiehlt es sich vor Beginn nochmal die letzten 20, 30 Seiten des Vorgängers zu lesen, um sich zu erinnern was genau gerade passiert ist.

Eragon, Roran, die Elfen und die Varden sind also auf dem Weg in die Hauptstadt des Reiches um den bösen Herrscher Galbatorix zu stürzen. Bis es soweit ist ihm gegenüber zu treten müssen Eragon, Saphira und Co noch eine Menge mehr oder weniger interessanter Abenteuer bestehen, bevor es zum großen Showdown kommt.

Teilweise ist das alles wirklich gut und interessant geschrieben, es gibt jede Menge guter Einfälle und gute Geschichten, etwa das Verließ der Seelen, die Eroberung der Hauptstadt oder der grüne Drache.

Teilweise ist das alles aber einfach nur langweilig und mühsam und das Buch braucht wahnsinnig lange bis es endlich Fahrt aufnimmt. Auf den ersten (paar Hundert!) Seiten kämpft man sich manchmal richtig gehend durch und das Ganze zieht sich wie Kaugummi. Eragon heilt ein Mädchen von einer Hasenscharte. Eragon absolviert stundenlange Übungskämpfe mit Ayra. Und als Highlight der besonderen Art sitzt Eragon nebem dem Zwergenkönig und beobachtet ihn wie er eine Kugel aus Dreck formt und lauscht fasziniert, wie man das am schönsten macht. (???)

Unterbrochen werden diese seltsamen Szenen in erster Linie von extrem brutalen Kampfszenen, die beim Lesen kaum Spaß machen und das zweite besonders negative Element des Buches darstellen. Im Herr der Ringe, mit dem ja Eragon so gerne verglichen wird, gibt es auch viele brutale Kampfszenen, aber es ist doch etwas ganz anderes, ob Menschen, Zerge und Co gegen Monster (Orks) kämpfen, oder wie hier einfach andere Menschen abschlachten. Das erscheint einem des öfteren einfach mit Abscheu und liest sich richtig widerlich.

Auf Grund der positiven Elemente, die durchaus vorhanden sind, alles in allem kein schlechtes Buch, aber wenn man es etwa mit dem erfrischenden ersten Band der Eragon-Reihe oder auch dem letzten Band von Harry Potter oder Stephen Kings Dunklen Turm vergleicht, dann hat man definitiv das Gefühl, dass hier eindeutig einiges schlecht gelaufen ist und viel mehr möglich gewesen wäre.
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am 19. Januar 2012
Ich habe mit Freuden auf den vierten Teil der Saga gewartet und mich sehr gefreut als ich mein Paket in Händen hielt. Beim Öffnen gab es dann gleich die erste Enttäuschung:
Aus Gründen die mir nicht einmal ansatzweise klar sind, wurde das Format der Verpackung (Mp3 Audiobuch), welches für die ersten drei Teile verwendet wurde geändert. So stehen nun drei schön auf einander abgestimmte Kunststoff Hüllen in DVD Größe, neben einer vierten aus Pappe, die auch noch wesentlich kleiner ist und völlig anders aussieht.

Doch nun zum Inhalt (ohne zu viel zu verraten):
Der Anfang des Buches ist durchaus interessant und spannend. Eragon wächst an seinen Herausforderungen, lernt einiges über den Kampf, die Welt und sich selbst. Besteht Abenteuer, muss einstecken und teilt aus. Auch Roran entwickelt sich weiter, zeigt aber auch einige sehr dunkle Seiten. So droht er z.B. einer jungen Magd damit, ihr die Zähne mit seinem Hammer zu zertrümmern und sie so für immer zu verkrüppeln um Informationen zu erpressen. Das Zusammentreffen mit dem dunklen König ist spannend und überraschend, ein echtes Highlight. Danach jedoch scheint der Autor aber nicht recht gewusst zu haben, was er tun soll: Offenes Ende oder völliger Abschluss. Ich persönlich hätte das Buch vermutlich mit Murtaghs Abschied beendet und vielleicht einen Epilog angefügt, um die weiter Entwicklung zu umreißen.
Paolini hatte jedoch das Bedürfnis einen Rundum Abschluss zu schreiben. Eragon besucht noch einmal diverse Stationen seiner Reise, ändert die Inschrift in Broms Grab, legt den Grundstein für Frieden zwischen den vier Völkern. Arya wird Königin und Reiterin, Nasuada regiert das Imperium, Roran wird Fürst... Es wirkt als wenn Paolini hier eine Liste abhakt, dann aber doch einige nicht ganz unwichtige Punkte ignoriert und auch nicht für alles logisch Gründe hat.
Auch einige erst im Laufe dieses Bandes eingeführte Handlungsstränge, werden einfach fallen gelassen und nicht zu Ende geführt.
Das tatsächliche Ende ist dann eher unbefriedigend und zäh. Schade.
Fazit: Ich empfehle durchaus jedem, der die ersten drei Teile gelesen/gehört, hat auch das letzte Buch zu kaufen. Aber erwartet nicht zu viel und vielleicht ist es am besten, nach Murtaghs Abschied einfach aufzuhören.
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am 13. Januar 2012
Nach dem Lesen des Abschlußbandes kann ich die Rezensionen verstehen - die positiven wie die negativen. Das Buch ist echt nicht schlecht, wenn auch vieles von anderen geklaut ist, aber dafür bedankt er sich auch am Ende. Das finde ich nicht per se schlecht, es bettet sich in eine gut durchdachte eigene Welt - und nicht zuletzt ist auch zu berücksichtigen, dass Ch. Paolini noch sehr jung ist und das Buch als Jugendbuch einzustufen ist (erscheint ja auch im CBj).

Die vielen Schlachten sind notwendig und gut erzählt, die Nebenstränge sind doch auch ganz gut gelungen - auch wenn diese widerum nicht notwendig sind.

Was mich tatsächlich gestört hat ist eine recht hölzerne Erzählweise (kann aber auch an der Übersetzung liegen) und ein ständiges Wiederholen bekannter Tatsachen, wie oft wird die Herkunft seines Gürtels oder seines Schwrtes erwähnt, wie oft denken Eragon und Roran an das ungeborene Kind? So oft, das es im Lesefluss sehr unangenehm auffällt. Ich kritisiere hier nicht seinen Detailreichtum, auch wenn er hier manchesmal sein großes Vorbild Tolkien übertrifft.

Der Ausgang der großen Schlacht war vorhersehbar - die Guten gewinnen eigentlich immer, auch sein Fortgang am Ende des Buches - denn so wurde es ja von Angela vorhergesagt. Aber die einzelnen Charaktere enden früher oder später und meist ein wenig lieblos. Und was soll das mit Sloan in Ellesmera? Mit zwei Änderungen hätte sich Paolini vielleicht leichter getan: Eragon eremitiert nach Vroengard (die gewählten einsamen Länder/Inseln im Osten sind so an den Haaren herbeigezogen: es war noch niemand dort, von denen hat keiner berichtet, aber Drachen kann man da gut aufziehen und ihm fällt genau dort nicht "die Decke auf den Kopf" und kehrt nicht als attilawütender Wahnsinniger zurück, aha...) und seine Arya wird neben einer Reiterin (war ja sooo klar) nicht auch noch Königin. Schön hätte ich auch noch gefunden, über den Verbleib von Murtagh mehr zu erfahren, er muss ja nicht als geläuterter Ex-Volksfeind zurück kehren.

Die Geschichte hätte man also etwas spannender auf weniger Seiten erzählen können, und sich vielleicht ein Jahr weniger damit Zeit gelassen - wer weis was da alles verschlimmbessert wurde um irgendwelchen Marktanalysten gerecht zu werden...
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am 20. Mai 2012
Nachdem ich den 3. Band dieser Reihe nicht so gelungen fand (1+2 waren gelungen) und ich Hoffnung hatte, dass der letzte Band, mit all den erhofften Auflösungen der Ereignisse, besser wird, wurde ich noch mehr enttäuscht. Leider ist dieses Ende genauso abrupt und offen wie alle Enden der anderen Bände, nur mit dem Unterschied, dass es keine Fortsetzung geben wird und somit ein richtiges Ende zu hoffen bleibt. Man erfährt wirklich nichts (z.B. was aus der Beziehung zwischen Eragon und Arya wird, wieso Eragon nun das Land Alagäsia verlässt usw.). Die Handlungsabläufe des Buches wirken auch wie ich schon bei dem 3. Band bemerkt hatte, sehr zusammengequetscht und undurchdacht: Etliche Städte werden erobert, was aber gar nich für die Handlung relevant ist. Es entstehen viel mehr Fragen, als Antworten gegeben werden und viele Fragen bleiben weiterhin offen. Man hat das Gefühl als wolle der Autor einfach nur über alles mögliche erzählen, was aber total uninteressant ist. Mal passiert dort was, dann passiert hier was... achja!... und sie wird nun Königin, und jener einfach so, ohne lesen und schreiben zu können, zum Kommandanten.
Was noch trauriger ist, ist die Tatsache, dass eine Menge Widersprüche entstehen, da gewisse vergangene Ereignisse einfach nicht berücksichtigt werden, weiterhin verändert sich der Charakter einiger Figuren schlagartig ganz ohne Grund (z.B. dass sich Saphira mit Fírnen, einfach nachdem sie sich 8 Seiten kennen, paart, was ihrem Charakter eigentlich total widerspricht.). Und wieso überhaupt? 200 Seiten zuvor wurde noch erwähnt, dass es noch hunderte Dracheneier gibt.
Weiterhin wird Galbatorix in all den Bänden als unvorstellbar mächtig dargestellt und dann kriegt er endlich in den letzten 100 Seiten seinen Auftritt in der letzten "großen" Schlacht und wurde dennoch, ohne zuvor einen Kratzer abbekommen zu haben, anhand eines einzigen Zaubers und nicht mal in einem richtigen Kampf von einem geschwächten Jungen besiegt. Dasselbe gilt für dessen Drachen, der in einem einzigen Kapitel vorkam und ebenfalls noch im selben Kapitel stirbt, ohne überhaupt etwas gemacht zu haben (abgesehen von einem "Warnangriff" auf ein Lager der Varden).
Eigentlich könnte ich so weitermachen, aber dies wurde schon in anderen Rezensionen wunderbar erfasst und zusammengetragen.

Nach dem Lesen des erstens Buches, dachte ich, dass diese Reihe echt gut werden könnte, leider wurde ich ab dem 3. Band zunehmend enttäuscht.
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am 26. November 2011
Ich bin in etwa zu der Zeit in die Eragon-Reihe eingestiegen als der 2. Band erschien und die Geschichte die mir dort geliefert wurde war genial, anders als alles was ich bisher kannte und einfach erfrischend unvorhersehbar. Die ersten 3 Bücher haben mich sogar dazu gebracht selbst mit dem Schreiben anzufangen und schaffen es wie sonst nichts anderes meine Fantasie zu beflügeln. Doch der 4. Band dieser Saga hat mich schlicht und ergreifend in einem Zustand zurückgelassen, den heute wohl als depressive Verstimmung bezeichnen würde. Doch nun von vorne. Hier also meine eigentliche Rezension, leider zu einer Aufzählung von Kritikpunkten verkommen:

Gleichheiten zu HDR:
Die Welt, die Völker, das Gesamte Setting erinnert natürlich an Herr der Ringe, doch damit kann ich mich noch absolut abfinden, denn Paolini hat diese mit einem ihm eigenen Detailreichtum gespickt der sie wie eine vollkommen andere wirken lässt. Doch am Ende den großen Helden mit einem Elfenschiff langsam ins Ungewisse segeln zu lassen während seine Freunde, zusammen mit ihren Frauen und Kindern trauernd zurückbleiben schlägt dem ganzen dann doch den sprichwörtlichen Boden aus dem Fass. Ein einfaches Copy/Paste hätte hier aus genügt.

Handlungslücken:
Man hätte so viel mehr machen können, soooo viel mehr hinzufügen und näher erläutern, doch es bleiben Lücken die einfach nur niederschmetternd sind:
- Murtagh und Dorn (Wo zu Teufel sind sie hin?!)
- Murtagh und Nasuada (Warum läuft da nix, wenn doch schon fast was lief?! #undso)
- Arya (Warum wird sie überhaupt Königin? Das wollte sie doch nie?! Und wenn doch warum nicht nur auf Zeit?!)
- Eragon und Arya (Warum entwickelt sich keine Beziehung? Warum brauche die elfen Arya?)

Offene Fragen:
Ich erwarte von einem Buch das voraussichtlich eine Reihe abschließen soll, dass zumindest der Großteil der aufgeworfenen Fragen, Mythen, Rätsel und Geheimnisse gelöst wird. Das ist nicht geschehen, und zwar bei dem enormen Großteil. Im folgenden die wichtigsten offenen Fragen:
- Angela (Woher?, Was?, Wie?, Warum?, und vor allem: Wer ist sie eigentlich!?)
- Der Gürtel von Beloth dem Weisen (Ja wo ist er denn?)
- Tenga, dieser eine komische Magier (Wer?, Was?, Warum?)
- Der Menoa-Baum (Was war ihr Preis?)
- Was waren Broms letzte Worte?
- Ich will wahre Namen hören!

DAS ENDE:
Darauf möchte ich noch mal besonders eingehen, denn ohne dieses wäre das ganze Buch noch absolut akzeptabel ausgegangen. Abgesehen von dem Schiff aus HDR, ist das Entscheidende eigentlich nur die Romanze zwischen Arya und Eragon welche in einer unfassbar stumpfsinnigen Art zerrissen wird. Ich hatte nie angenommen das es in der Reihe Sexszenen o.ä. gibt, das liegt wohl schon der Natur eines amerikanischen Jugendromans zu Grunde, aber wenigstens ein Kuss oder einfach nur ein ehrliches Aussprechen der gegenseitigen Gefühle '
Stattdessen sagen sie sich gegenseitig ihre wahren Namen. Schön und gut, aber wenn das der Leser ansatzweise verstehen soll, dann muss er auch die wahren Namen kennen. So fehlt etwas.
Wenn Paolini seine ganze Geschichte über eine im weitesten Sinne typische Geschichte erzählt (Held wir als armes Kind geboren, findet Ei, wird Reiter, findet seinen ersten Lehrmeister, schlägt seine erste Schlacht, bereitet sich darauf vor die große böse Macht zu vernichten, Lehrmeister sterben, auf sich allein gestellt, Punkt an dem alles verloren scheint, dann ein Hoffnungsschimmer unfein Plan, der epische Sieg, der Empilog mit Frieden und so Zeug), dann muss am Ende der Held auch die "Heldin" ("Burgfräulein" wäre irgendwie unpassend) bekommen.
Bis zur letzten Seite wirkt es so als könnte noch alles gut werden, als könnte Arya noch alles stehen und liegen lassen und einfach mitkommen. Fast scheint es so als spiele Paolini damit und ehrlich gesagt kommt es mir sogar fast so vor als liegt in diesem Ende der unendliche Frust einer zerbrochenen Beziehung. Doch genug der Spekulationen.
Wenn es denn schon ein mehr oder weniger unglückliches Ende sein soll, dann doch bitte wenigstens ein realistisches, nachvollziehbares. Doch stattdessen ist es ein viel zu kurzes, unbegründetes und einfach nur absurdes Ende. Das Eragon nur zwei Sätze später den Frieden in sich findet und sich auf kommende Abenteuer freut ' ARRRRRGGGHHHH!!! (Mehr brauche ich dazu nicht sagen.)

Fazit:
Das Buch war wie immer gut geschrieben, abwechslungsreich, spannend, unvorhersehbar, fantasievoll, intelligent, episch.
Doch es hätte so viel besser sein können. Würde ich in die Vergangenheit reisen können würde ich mir dort stark empfehlen den 4. Band nicht zu lesen.

Am Ende bleibt nur ein Gefühl: Enttäuschung.
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