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4.0 von 5 Sternen Ein Unfall...Fahrerflucht...ein schwer verletztes Mädchen...eine folgenschwere Nacht!
Kurzbeschreibung

Das Letzte, was Caleb Becker vorhat, als er in seinen Heimatort Paradise zurückkehrt, ist, sich in Maggie Armstrong zu verlieben. Denn wegen Maggie, die er in jener fatalen Nacht mit dem Auto angefahren haben soll, war er verurteilt worden. Maggie wiederum will alles, nur nicht Caleb wiederbegegnen - dem Jungen, den sie für ihr...
Vor 15 Monaten von Avirem veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Kommt für mich nicht an die Reihe mit den Fuentes-Brüder an
"I can't believe I'm seventeen and thinking about the good old days." (S. 22 der Original-Fassung)

Maggie hatte ein tolles Leben - bis zu dem Moment an dem Caleb, der Zwillingsbruder ihrer besten Freundin Leah, sie betrunken angefahren und Fahrerflucht begangen hat. Doch nun, ein Jahr später, führt Maggie ein ganz anderes Leben als früher: Ein...
Veröffentlicht am 16. Januar 2013 von Buchtastisch


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Unfall...Fahrerflucht...ein schwer verletztes Mädchen...eine folgenschwere Nacht!, 5. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Leaving Paradise ("Paradise"-Serie, Band 1) (Taschenbuch)
Kurzbeschreibung

Das Letzte, was Caleb Becker vorhat, als er in seinen Heimatort Paradise zurückkehrt, ist, sich in Maggie Armstrong zu verlieben. Denn wegen Maggie, die er in jener fatalen Nacht mit dem Auto angefahren haben soll, war er verurteilt worden. Maggie wiederum will alles, nur nicht Caleb wiederbegegnen - dem Jungen, den sie für ihr Unglück verantwortlich macht. Und doch verbindet diese eine Nacht sie für immer, und so fühlen sich Caleb und Maggie, als sie sich wiederbegegnen, gegen ihren Willen zueinander hingezogen. Aber gerade, als die beiden sich näherkommen, kommen Dinge ans Tageslicht, die alles zu zerstören drohen...

Inhalt

Ein Unfall...Fahrerflucht...ein schwer verletztes Mädchen...eine folgenschwere Nacht.
Caleb kehrt zurück nach Paradise. Ein Jahr war er wegen alkoholisiertem fahren und einem Unfall mit Fahrerflucht in einer Jugendstrafanstalt. Er sehnt sich danach, in sein altes Leben zurückzukehren. Jedoch ist nichts mehr wie es war.
Maggie will nichts mehr als weg aus Paradise. Früher war sie beliebt, hatte Freunde und liebte Sport. Seit dem Unfall ist alles anders. Ein Jahr hat sie mit Krankenhausaufenthalten, Operationen und Rehabilitation verbracht. Nie wieder wird sie die Alte werden. Und nun treffen die Zwei wieder aufeinander.

Meinung

Maggie hat ein schweres Jahr hinter sich und sie wird die Folgen des Unfalls immer mit sich herumtragen. Sie hat sich in sich zurückgezogen, ihre Lebenslust und ihre Lebensfreude verloren. Zudem leidet sie unter der Trennung ihrer Eltern. Ihr einziger Lichtblick ist es Paradise zu verlassen.
Caleb war vor dem Unfall bei den Jungs beliebt und von den Mädchen begehrt. Er war ein guter Sportler und liebte sein Leben. Genau dieses Leben will er nun, nach seiner Rückkehr nach Paradise, zurück. Jedoch hat sich alles verändert. Oder hat nur er sich verändert und sieht die Dinge nun mit anderen Augen.
Nichts scheint mehr so perfekt wie früher.

Die Jugendlichen müssen mit Vorurteilen, fehlender Toleranz und Integration, ihrer Vergangenheit, ihrer Gegenwart und ihren Gefühlen kämpfen. Beide Hauptprotagonisten entwickeln sich im Verlauf des Buches stark weiter und wachsen.

Die Geschichte wird von Maggie und Caleb abwechselnd in der Ich - Perspektive erzählt, was uns an den Gedanken und den Gefühlen der Hauptprotagonisten wunderbar teilhaben läßt. Es wird mit sehr viel Gefühl erzählt. Charaktere und Story ist weitaus tiefgründiger und authentischer als ich erwartet habe. Der Schreibstil ist leicht, jugendlich und mit viel Gefühl.

Fazit: "Leaving Paradise" von Simone Elkeles ist die gefühlvoll erzählte Geschichte zweier, auf unterschiedliche Weise, traumatisierter Jugendlicher, welche auf der Suche nach einem Platz in dieser Welt sind und auf der Suche nach sich selbst. Lesenswert.

Zitat

"Du magst der Gesellschaft gegenüber deine Schuld beglichen haben, aber was ist mit dem, was du mir schuldest?"
(Seite 54)

Dilogie

Band 1: Leaving Paradise
Band 2: Back to Paradise
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4.0 von 5 Sternen Gutes Buch, allerdings fehlt es den Figuren an Tiefe, 19. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Leaving Paradise ("Paradise"-Serie, Band 1) (Taschenbuch)
Ich muss zugeben, dass ich bei Büchern von Simone Elkeles häufig skeptisch bin, da ich von ihren Büchern bislang nicht immer unbedingt begeistern war. "Leaving Paradise" gehört jedoch zu den Büchern, das mir immer wieder empfohlen wurde und gleichzeitig gute Bewertungen hat, von daher bin ich doch noch einmal Schwach geworden und habe dem Buch eine Chance gegeben.

Nun, die Autorin macht es einem mit diesem Buch tatsächlich einfach, denn ich war von der ersten Seite an mitten in der Geschichte drin und konnte mich sowohl auf die Umgebung, als auch auf die Figuren einlassen - auch wenn diese noch so manche Schwäche besitzen. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, die Dialoge sind meistens gelungen und auch sonst wird nahezu alles sehr detailliert beschrieben.

Caleb und Maggie sind an sich gelungen, allerdings mochte ich ihr Verhalten stellenweise nicht. Maggie hat ein schweres Leben, seit sie einen schweren Unfall hatte, der ihr schon sehr viel Kummer bereitet hat, allerdings hat es mich sehr gestört, dass sie immer wieder auf Mitleid gemacht und dazu noch unglaublich viel genörgelt hat. An Calebs Stelle wäre sie mir dabei unglaublich auf die Nerven gegangen. Caleb ist dagegen ein ganz anderes Kaliber, der ebenfalls nicht das beste Leben führt, denn er kommt direkt aus dem Jugendgefängnis und ihm fällt der Einstieg ins 'normale' Leben recht schwer. Als Maggie und Caleb aufeinandertreffen, ist das Chaos bereits vorprogrammiert, denn Caleb trägt die Schuld an dem Unfall, der Maggies Leben für immer verändert hat. Obwohl Maggie und Caleb an sich authentisch beschrieben wurden, fehlte mir dennoch Tiefe und ein gewisser Wiedererkennungswert.

Die Art und Weise, wie die beiden Protagonisten nach einem Jahr aufeinandertreffen, ist authentisch, nicht zu kitschig und oftmals sogar recht interessant. Mein Problem ist dabei jedoch, dass ich dies zwar an sich gelungen finde, mir dabei jedoch das gewisse Etwas gefehlt hat.

Das Cover ist schlicht, passend zur Handlung, aber nicht wirklich ein Hingucker, da der schwarze Hintergrund für meinen Geschmack nach zu viel war. Hier hätte ich lieber einen anderen Hintergrund, wie z.B. eine Landschaft gehabt. Die Kurzbeschreibung hat mir dagegen gut gefallen, sodass ich erst auf die Geschichte aufmerksam wurde.

Insgesamt konnte mich Simone Elkeles mit "Leaving Paradise" überzeugen. Die Figuren haben zwar hier und da noch einige Schwächen, allerdings hoffe ich, dass diese im zweiten Band "Back to Paradise" nicht so mehr so spürbar sind. Für Fans der Autorin nur zu empfehlen!
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5.0 von 5 Sternen viel mehr als eine 0815-Liebesgeschichte, 5. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Leaving Paradise ("Paradise"-Serie, Band 1) (Taschenbuch)
Schon der erste Abschnitt zieht einen total in die Geschichte. Simone Elkeles wirft sofort Fragen auf und weckt das Interesse.
Caleb wird aus dem Gefängnis entlassen und macht sich auf den Weg nach Hause, nach Paradise ..... aber ob dieser Ort wirklich noch sein Zuhause ist und ob es für einen ehemaligen Häftling tatsächlich das Paradies ist, ist eher zweifelhaft.

Auch in diesem Buch von Simone Elkeles werden die Kapitel abwechselnd aus den ich-Perspektiven der beiden Protagonisten geschildert, was ich als sehr gelungen empfinde. Zwei recht unterschiedliche Charaktere, zwei schwere Schicksale, die miteinander verknüpft sind und so ist es sehr interessant, beide Seiten kennen und verstehen zu lernen.

Caleb scheint der typische harte Kerl zu sein, den Simone Elkeles gerne in ihren Büchern verwendet. Nach einer Party, fährt er Maggie betrunken an, lässt sie verletzt liegen und bekommt die Quittung: Er wird verurteilt und kommt in die Jugendstrafvollzug.
Maggies Leben hat sich nach diesem Unfall drastisch verändert. Sie badet regelrecht in Selbstmitleid und hat sich völlig zurück gezogen. Statt erfolgreich Tennis zu spielen, muss sie nun regelmässig zur Physiotherapie, ansonsten verlässt sie das Haus nur noch um zur Schule zu gehen. Caleb hat ihr Leben zerstört und sie hasst ihn deswegen.
Als sich die beiden wieder begegnen prallen viele Gefühle aufeinander.

Wenn man in "Leaving Paradise" eine 0815-Liebesgeschichte erwartet, wird man überrascht. Das Buch ist so viel mehr ....
Die Autorin schlägt hier auch ernste Töne an, die Emotionen überschlagen sich und gehen unter die Haut. Und vor allem weiss die Geschichte zu überraschen und ich erlebte eine 'bösen' Aha-Szene, die alles zuvor gewesene in ein anderes Licht rückt.
Ein Highlight war für mich auch Mrs.Reynolds. Die taffe, alte Dame ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen und bringt viel Charme in die Geschichte.

Viel Kritik kann ich hier nicht anbringen. Zu Beginn suhlte sich Maggie meiner Meinung nach etwas zu sehr in Selbstmitleid. Ganz klar, hat sich ihr Leben verändert und ja, nicht zum Besseren. Doch dass sie dafür eigentlich alles aufgibt und sich auch nach einem Jahr so zurückgezogen hat, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich verstehen auch nicht ganz, warum sie wegen ihrem Hinken komisch angeschaut wird. Immerhin wissen doch alle, warum das so ist.

Der Schreibstil von Simone Elkeles ist sehr locker, jugendlich und erfrischend, so dass die Geschichte solch einen Sog entwickelte, dass ich das Buch kaum mehr aus den Händen legen konnte.
Die Autorin vermag den beiden Perspektiven ihren eigenen Stempel aufzudrücken, so dass man merkt, wen man gerade begleitet. Calebs Kapitel sind eher etwas abgehackt, provokativ und mit derben Ausdrücken versetzt, Maggies Abschnitte hingegen ruhiger, überlegter, von Zweifel durchwoben.

Fazit:
"Leaving Paradise" ist viel mehr als 'nur' eine Liebesgeschichte. Simone Elkeles hat einige Problematiken angeschnitten und fesselt mit einer ernsten, tiefgründigen Story, die zu überraschen vermag. Mehr davon!
(4.5 Sterne)
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5.0 von 5 Sternen Tolles Buch mit starker Protagonistin!, 28. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leaving Paradise ("Paradise"-Serie, Band 1) (Taschenbuch)
Ein neues Buch von Simone Elkeles? Klapptext klingt gut? - Muss ich haben!
So oder so ähnlich ging es mir, als ich Leaving Paradise entdeckt habe. Nur einen Tag später hatte ich es dann dank Amazon im Briefkasten und konnte loslegen. Und wurde nicht enttäuscht.

Maggie hat ein schweres Leben nach dem Unfall. Sie hat sich von allen außer ihrer Mutter abgeschottet und sieht sich selbst nur als Krüppel. Auch ihre Klassenkameraden lassen sie das oft spüren. Und dann kommt auch noch Caleb, der Junge, der sie angefahren haben soll, aus dem Gefängnis zurück. Hier fängt dann die ganze Geschichte ein und man bekommt immer wieder kleine Einblicke aus der Vergangenheit der beiden. Die abwechselnden Erzählsichten - ganz nach bekanntem Elkeles-Stil - lassen den Leser in ihre Gefühlswelten eintauchen und das ganze Ausmaß des Unfalls erfassen. Mit Calebs Rückkehr ist somit das Chaos eigentlich perfekt und Maggie fiebert nur noch auf den Tag hin, an dem sie endlich nach Spanien und weg von Paradise kann. Doch schließlich kommt es doch ein wenig anders, als geplant...

Das Buch fesselte mich und war zu jeder Zeit spannend, ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Maggie und Caleb weiter/voran geht. Kein Wunder also, dass ich es an einem Tag durch hatte. ;-) Auch die Bandbreite an Emotionen und Gedanken, die dem Leser vermittelt werden, lassen die Charaktere so echt wirken, dass man gar nicht anders kann als mit ihnen mitzufühlen. Hier hat mich vor allem Caleb positiv überrascht, der definitiv von seinen Emotionen mitgerissen wurde, sie aber nicht wirklich öffentlich zeigte, insbesondere Maggie gegenüber. Er war also ganz der harte Kerl, den er geben wollte und als Leser war es dann ein besonderes Vergnügen zu wissen, dass er es eben nicht ist.
Aber auch Maggie steht ihm in nicht viel nach. Sie ist ein starker Mensch, auch wenn sie das anfangs nicht weiß. Sie hat den Unfall überlebt und somit auch monatelange Rollstuhl- und Physiotherapiepflicht, wodurch sie sich sehr von ihren Freunden abgekapselt hat und eigentlich allein ist. Sie ist ab und an fiesen Kommentaren über ihre Behinderung ausgesetzt und verliert trotzdem nicht ihren Lebenswillen. Auch wenn sie von Selbstzweifeln und Albträumen geplagt wird, gibt sie dennoch nie auf.
Beide Charaktere machen im Laufe des Buches eine Veränderung durch, die sie beide stärker machen und über die Schatten der Vergangenheit hinauswachsen lassen. Ein toller, glaubhafter Zug, den man sich als Leser definitiv wünscht.
Einzig und allein die Entwicklung der Gefühle der beiden Protagonisten ging mir etwas zu schnell und ohne wirkliche Erklärung, hier hätte noch etwas mehr "Arbeit vorneweg" gut getan. Dennoch war ihre Liebesgeschichte (bitter)süß und herzerwärmend. Das lässt das Frauenherz höher schlagen. :) Und auch die witzigen Anteile kamen nicht zu kurz. Dank einer gewissen "Mumus" kam ich nicht mehr aus dem Lachen raus. :D

Leider endet das Buch doch überraschend abrupt und schafft die nötige Basis für den Folgeband. Auch die "Enthüllung" hätte ich so nicht direkt erwartet. Allerdings macht es Caleb so nur zu einem noch stärkeren und vor allem bewundernswertem Charakter, den man trotz (oder gerade weil) seiner Ecken und Kanten nur ins Herz schließen kann.

Mit zwei Nebencharakteren konnte ich mich absolut gar nicht anfreunden: Kendra und Leah. Kendra ist einfach eine egoistische dumme Kuh und Leah... feige.

Insgesamt hatte ich sehr hohe Erwartungen an die Dilogie, da ich von ihrer Trilogie "Du oder das ganze Leben" schon sehr geflashed war. "Leaving Paradise" konnte nicht ganz so überzeugen, hat aber auch nur minimale Kritikpunkte. Sehr mutig fand ich das Ansprechen von vielen Problemthemen (Mobbing, Drogenabhängigkeit, Gefängnis, Trunkenheit am Steuer, ...), die sehr glaubwürdig und realitätsnah umgesetzt wurden. Respekt!

Somit gibt's 4,5 Pandas!

Lisa
pandastic-books-and-more.blogspot.de/
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5.0 von 5 Sternen Zum Dahinschmelzen und in einem Tag Weglesen, 7. September 2013
Von 
Mioli - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Leaving Paradise ("Paradise"-Serie, Band 1) (Taschenbuch)
Simone Elkeles hat es bei mir bis jetzt immer geschafft. Ihre Perfect Chemistry (deutsch: Du oder..) Reihe hat mich sofort in ihren Bann gezogen und auch die Sommerflirt Reihe hat mir ziemlich gut gefallen.
Und da ist doch noch eine dritte Reihe. Zwei Teile diesmal, irgendwas mit Paradies. Klingt doch super, gekauft, gelesen!

Das Buch
Es handelt sich um "Leaving Paradise", den ersten Teil der Paradise Reihe von Simone Elkeles. Für 8,99 Euro gibt es die 340 Seiten starke Taschenbuchausgabe aus dem cbt Verlag.

Handlung
Die Paradise Reihe dreht sich um die Jugendlichen Caleb und Maggie, die aus dem gleichnamigen Ort stammen. Sie wohnen Tür an Tür und Maggie hat Caleb schon immer heimlich angeschmachtet. Doch eine schicksalhafte Autofahrt änderte ihr ganzes Leben. Denn nach einer Party fuhr Caleb betrunken nach Hause und rammte dabei Maggie, die seitdem starke Probleme mit ihrem Bein hat und Caleb nie mehr sehen möchte.
Dieser verbringt ein Jahr in einer Jugendhaftanstalt und genau in den Tagen vor seiner Entlassung setzt das Buch an. Er muss realisieren, wieviel sich für seine Familie in diesem Jahr geändert hat. Seine Mutter spielt nach außen die perfekte Familie, bricht innerlich jedoch zusammen und seine ehemals offene und beliebte Zwillingsschwester Leah hockt nun als dunkler Gruftie in ihrem Zimmer.
Auch Maggie leidet an den Folgen des Unfalls. Sie hat keinen Kontakt mehr zu ihren Mitschülern und ehemaligen Freunden gehabt, seit sie nach dem Unfall ein Jahr zu Hause blieb. Doch nun wird sie in's kalte Wasser geworfen und muss wieder zur Schule gehen, während ihre Mutter Überstunden in einem Diner schiebt, um Maggie ihren Wunsch nach einem Auslandssemester in Spanien erfüllen kann.

Doch als Maggie auf Caleb trifft schrumpft ihre Welt zusammen und plötzlich ist sie sich nicht mehr so sicher, ob sie diesen Jungen wirklich hassen kann.
Auch Caleb ist aufgewühlt, denn er trägt ein Geheimnis mit sich herum, welches er niemandem anvertrauen kann. Doch er würde es so gerne mit Maggie teilen!

Meine Meinung
Zugegeben, meine Erwartungen an dieses Buch waren enorm hoch. Meine Liebe für die Du oder.. Reihe ist so groß, dass sogar mein Blog den zweiten Titel der Reihe als Namen trägt und ich kaum eine Serie so schnell beendet habe. Paradise musste sich also gegen einen starken Gegner beweisen.

Doch beginnen wir beim Cover. Zwei sich treffende Hände auf schwarzem Grund, nett gestaltet, aber nichts besonderes.
Das Lesen dagegen bereitete mir von Anfang an viel Freude. Wie für Simone Elkeles typisch werden die Kapitel abwechselnd aus der Sicht von Caleb und dann von Maggie erzählt.
Ich liebe diese Erzählweise, denn zwei Blickwinkel werden dem Leser offenbart und so erfährt man deutlich mehr über die Geschichte an sich. Die Idee hinter der Story ist meiner Meinung nach keine besonders Neue. Zwei Jugendliche, ein tragischer Unfall und das Gefühl, dass sie weder ohne noch miteinander fühlen.
Doch der Schreibstil der Autorin macht diese Bücher so lesenswert. Sie schafft es mit ihren lebhaften Beschreibungen der Gefühle und Empfindungen der grade agierenden Person, die Szene im Buch wahrhaftig zum Leben zu erwecken. Außerdem hat sie die richtige Mischung zwischen Details und Spannung, richtiger Handlung und Gefühlen. Keine einzige Stelle dieses Buches war langweilig und ich wollte unbedingt wissen wie es mit Caleb und Maggie endet, sodass ich dieses Buch am gleichen Tag endete, wie ich es begann. Und das mit einem warmen Gefühl ums Herz.
Denn dieses Buch ist wirklich romantisch. Nicht kitschig, nicht übertrieben, aber grade so, dass man an die große Liebe glaubt.
An diesen einen Jungen, mit dem die Welt gleich viel bunter wird und die Sonne heller scheint. Dieses fröhliche und traurige Gefühl zugleich, diese Angst, nie den eigenen Caleb zu finden. Das alles liebe ich an "Leaving Paradise".

Ein Grund für meine starken Gefühle diesem Buch gegenüber sie sind die ebenfalls starken Charaktere.
Maggie hat nach ihrem Unfall viel durchgemacht und praktisch keine Freunde mehr. Dennoch versinkt sie nicht in Selbstmitleid, sondern unterstützt ihre Mutter wo sie kann und arbeitet später unermüdlich bei der armen Mrs. Reynolds, um sich ihren Traum von Spanien zu finanzieren. Doch ihre starke Fassade bröckelt, wenn er kommt. Caleb. Ihre erste und einzig wahre Liebe, der Junge, den sie einfach nicht hassen kann.
Und auch er empfindet eine ganze Bandbreite von Emotionen. Oft lese ich Bücher mit weiblichen, sentimentalen und oftmals pathetischen Hauptdarstellerinnen und da ist es sehr angenehm, auch mal von einer männlichen Gefühlsregung zu lesen. Er zeigt seine Gefühle nicht an der Oberfläche, will der harte Kerl sein, doch dieser Caleb empfindet etwas für die starke Maggie, das Mädchen von nebenan.

Simone Elkeles lässt beide Hauptersonen aneinander wachsen und stärker werden und genau das ist es, wovon jedes Mädchen träumt. Ein Partner der sie aufbaut, ermutigt und mit dem sie zusammen zu etwas viel Besserem werden kann. Simone Elkeles erschafft in diesem Buch mit Clabe den perfekten Jungen, der gerade so toll ist, weil er Ecken und Kanten hat. Auch mal ruppig und laut ist, mal still und zurückgezogen ist, aber dessen Herz immer und loyal für Maggie schlägt.
Dieses Buch lässt mich träumen und hoffen. Irgendwo ist er, mein Caleb, und ich werde ihn finden!

Fazit
Leaving Paradise ist ein fantastischer Einstandsband. Tolle Sprache, sympatische Charaktere mit Ecken und Kanten und Liebe wie sie sein sollte. Aufbrausend, emotional und 100% echt! Ich vergebe 5 von 5 Sternen und würde noch 10 dazu geben!
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4.0 von 5 Sternen Spannende und bittersüße (Liebes-)Geschichte,, 13. Februar 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Leaving Paradise ("Paradise"-Serie, Band 1) (Taschenbuch)
~Inhalt~

Caleb saß ein Jahr im Jugendvollzug, nachdem er Maggie angefahren hat und Fahrerflucht beging. Nun darf er auf Bewährung raus, doch kaum zurück in Paradise bei seiner Familie muss er feststellen, dass der Unfall nicht nur ihn, sondern auch seine Familie und sein gesamtes Umfeld verändert hat.

Maggie, die im Haus nebenan wohnt und seit dem Unfall hinkt und mit ihren Narben – innerer wie äußerer – zu kämpfen hat, gibt Caleb die Schuld an ihrem Unglück. Nun ist sie der Freak ist; sie hat alles verloren und dafür hasst sie ihn noch mehr.

Erst ein gemeinsamer Job führt die beiden zusammen, und sie müssen feststellen, dass die Nacht des Unfalls sie untrennbar verbindet. Langsam fassen sie Vertrauen, fühlen sich zueinander hingezogen, doch ein Geheimnis droht alles zwischen ihnen zu zerstören …

~Einschätzung~

„Leaving Paradise“ ist der erste Band des Young Adult Zweiteilers der Autorin Simone Elkeles, in dem sich alles um Maggie Armstrong und Caleb Becker dreht, die durch eine falsche Entscheidung nun vor den Trümmern ihres Leben stehen.

Dies war mein erstes Buch der Autorin, und ich empfand ihren Schreibstil als erfrischend, jugendlich und flüssig zu lesen. Die Geschichte sowie die Figuren und deren Gefühle wurden toll ausgearbeitet. Durch die wechselnden Perspektiven (Maggie oder Caleb) können Empfindungen und Gedanken perfekt transportiert werden, so dass man als Leser hinter die Fassade der Personen blicken kann, was die Story noch emotionaler macht. Es geht in der Geschichte vordergründig um Maggie und Caleb, jedoch auch um die Tatsache, dass eine Entscheidung das Leben von vielen Personen verändern kann und wie sich diese damit auseinandersetzen und daran zerbrechen oder stärker werden.

Maggie und Caleb sind zwei tolle Figuren, mit denen ich von der ersten Seite an mitgebfiebert habe. Maggie hat monatelang im Krankenhaus gelegen und wird ihr Leben lang hinken und Narben zurückbehalten. Sie kann kein Tennis mehr spielen, was sie unglaublich traurig macht, denn gerade der Sport war es, mit dem sie ihren Vater beeindrucken konnte, der sie und ihre Mutter verlassen hat und sie seitdem kaum besucht. Nun ist sie eine Außenseiterin. Sie hat ihren Lebensmut verloren und ist außerdem der Meinung, dass nur ein Wechsel nach Spanien ihr Leben wieder verbessern kann. Als Caleb zurückkommt, fühlt sie sich wie gelähmt. Einerseits hasst sie ihn, weil er ihr das angetan hat, andererseits war sie schon immer in ihn verliebt und kann ihre Schwärmerei nicht ganz abstellen.

Caleb, der früher der coole Ringer war mit vielen Kumpels und einer tollen Freundin, muss nach und nach feststellen, dass sein früheres Leben so toll nicht war; dass seine Freundin ihn betrogen hat und mit seiner Familie auch nicht alles okay ist. So fühlt er ich immer mehr zu Maggie hingezogen, die für ihn Wahrheit und Vertrauen repräsentiert, was jedoch gefährlich ist, weil er eigentlich keinen Kontakt zu ihr haben soll.

Einziger Kritikpunkt für mich, dass nicht jede Handlung der beiden Hauptfiguren immer ganz nachvollziehbar war, dennoch bietet der Roman eine spannende und bittersüße (Liebes-)Geschichte, die ich gern gelesen habe.

~Fazit~

„Leaving Paradise“ ist ein toller Roman für junge Erwachsene, in dem sich alles um Schuld, Reue, falsche Entscheidungen und ihre Auswirkungen dreht. Gleichzeitig geht es natürlich auch um die Liebe und wie diese jemanden bestärken und verändern kann. Fans von Jugendliteratur, die mehr als nur eine Liebesgeschichte wollen, kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Von mir gibt es hierfür gute 4 von 5 Punkten. (TS)
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3.0 von 5 Sternen Kommt für mich nicht an die Reihe mit den Fuentes-Brüder an, 16. Januar 2013
Von 
Buchtastisch - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Leaving Paradise ("Paradise"-Serie, Band 1) (Taschenbuch)
"I can't believe I'm seventeen and thinking about the good old days." (S. 22 der Original-Fassung)

Maggie hatte ein tolles Leben - bis zu dem Moment an dem Caleb, der Zwillingsbruder ihrer besten Freundin Leah, sie betrunken angefahren und Fahrerflucht begangen hat. Doch nun, ein Jahr später, führt Maggie ein ganz anderes Leben als früher: Ein Bein ist steif, trotz diverser OPs immer noch nicht ganz in Ordnung und hat hässliche Narben. Maggie wurde in diesem Jahr zur Einzelgängerin. Sie wünscht sich ihrem Heimatort Paradise zu entfliehen. Caleb hingegen kann es kaum erwarten nach seiner Zeit im Jugendgefängnis nach Hause zurückzukehren, um seine Sozialstunden abzuarbeiten und sein altes Leben zurückzubekommen: Doch er muß feststellen, dass sowohl seine Eltern, als auch seine Schwester und seine Freunde sich in diesem Jahr sehr verändert haben. Und dann treffen auch noch Maggie und Caleb beim Arbeiten bei der alten Mrs. Reynolds aufeinander. Jeder auf seine Art frustriert vom Leben. Beide davon überzeugt, dass ohne den anderen das Leben leichter wäre. Doch was passiert, wenn man sich ausgerechnet in den Menschen verliebt, den man wenigsten in seinem Leben haben will?

Mit Büchern von Simone Elkeles kann man eigentlich nix falsch machen. Der Schreibstil ist auch wie gewohnt angenehm und flüssig zu lesen. Die Autorin erzählt in abwechselnden Kapiteln aus Maggies und aus Calebs Sichtweise.

Die Story entwickelt sich plätschernd. Der Plot ist insgesamt spannend gehalten, denn es gibt einige Ungereimtheiten bzgl. der verhängnisvollen Unfallnacht und nicht jeder weiß was wirklich in dieser Nacht passiert ist. Es ist keine reissende Story, auch kein superspannendes Puzzle - aber das erwartet auch sicher keiner bei diesem Buch. Insgesamt ist die Handlung wirklich solide.

Protagonistin Maggie hatte sicher ein schlimmes Schicksal. Von ihrer jammernden Art war ich jedoch etwas genervt. Natürlich mag es sinnvoll sein, um ihre Entwicklung im Laufe des Buches aufzuzeigen, dennoch ging es mir leicht auf den Keks.

Caleb und Maggies Annäherung war wirklich nett beschrieben, aber hier ging es bei mir nicht über ein "nett" hinaus. Es ist zwar realistisch (was ich sehr mag), nicht zu abgedreht kitschig und trotzdem hat mir einfach das gewisse Etwas gefehlt.

Am meisten hat mich das Ende gestört. Einerseits fand ich es konsequent von Simone Elkeles das Buch am Ende so verlaufen zu lassen. Dennoch waren die gefallenen Entscheidungen aus dem Handlungsverlauf für mich nicht deutlich genug nachvollziehbar.

Leider konnte mich dieses Buch nicht so sehr begeistern wie andere Bücher der Autorin. Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich den 2. Band "Back to Paradise" lesen werde. Ich habe vor kurzem "How to Ruin a Summer Vacation" von Simone Elkeles (erscheint am 09.04.13 auf Deutsch: "Nur ein kleiner Sommerflirt") gelesen - dieses Buch hat mir um einiges besser gefallen als "Leaving Paradise".

FAZIT: Leider - für mich - das bisher schwächste Buch von Simone Elkeles, das ich gelesen habe. Solide und nette 3 Sterne, aber begeistern konnte mich das Buch leider nicht.
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5.0 von 5 Sternen berührend, authentisch, wunderschön, 9. Januar 2013
Von 
Mephista - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Leaving Paradise ("Paradise"-Serie, Band 1) (Taschenbuch)
Maggie wird von einem Auto angefahren und vom Fahrer schwer verletzt zurückgelassen. Am Steuer sitzt der betrunkene Nachbarsjunge Caleb, der Zwillingsbruder ihrer besten Freundin!

Das Buch beginnt ein Jahr nach diesem tragischen Unfall. Im Mittelpunkt stehen die beiden traumatisierten Teenager Maggie und Caleb.

Maggie hadert mit ihrem Schicksal: Nach vielen OPs bleibt ihr Bein steif und entstellt, sie hat Schmerzen. Vom einstmals beliebten Mädchen ist nicht viel übrig, nach einem Jahr außerhalb der Schule ist aus ihr eine Einzelgängerin geworden, mit ihrer besten Freundin hat sie nichts mehr zu tun.

Caleb war ein Jahr im Jugendgefängnis. Bei seiner Entlassung freut er sich, er denkt er kann einfach so in sein altes Leben zurückkehren. Doch er irrt sich: Seine Eltern behandeln ihn kühl und ohne Liebe, seine Schwester wurde zu einem Gothik und ist introvertiert. Seine Freunde dürfen sich nicht mehr mit ihm zeigen.

Für Maggie ist es kaum zu ertragen, neben Caleb zu wohnen und ihn wieder in der Schule zu sehen, deshalb nimmt sie einen Job bei einer alten Dame an, der sie am Nachmittag und samstags Gesellschaft leistet und kleinere Aufgaben im Haushalt und Garten erfüllt.
Als plötzlich Caleb bei besagter Dame auftaucht und im Garten Arbeiten verrichtet, für die sie ihn angestellt hat, kommen die beiden sich zwangsläufig näher.
Was passiert eigentlich, wenn man sich in den Menschen verliebt, den man am meisten auf der Welt hasst???

Dieses Buch erzählt auf sensible Art die Geschichte zweier traumatisierter Jugendlicher, die durch falsche Entscheidungen und Schicksalsschläge schon sehr früh erwachsen werden müssen. Die Charaktere der Protagonisten hat Simone Elkeles sehr feinfühlig und sorgfältig ausgearbeitet, schwer zu glauben dass es die beiden nicht wirklich gibt. Auch die Personen aus dem näheren Umfeld, wie Maggies Mutter oder Leah, Calebs Schwester sind wunderbar echt und vielschichtig dargestellt.

Die Geschichte ist bis ins Detail absolut authentisch, weshalb sie mich sehr schnell gefesselt hat. Ich fand es sehr spannend zu erfahren, wie es weitergeht. Die Liebesgeschichte finde ich ebenso gelungen wie den Schluß und ich kann das Buch nur jedem empfehlen.

Dies ist der erste Teil. In "back to paradise" erzählt Simone Elkeles diese Geschichte zu Ende.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Du magst der Gesellschaft gegenüber deine Schuld beglichen haben, aber was ist mit dem, was du mir schuldest?", 14. Januar 2013
Von 
Asaviel (Baden-Württemberg, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Leaving Paradise ("Paradise"-Serie, Band 1) (Taschenbuch)
Reiheninfo:
1. Leaving Paradise
2. Back to Paradise

Meine Meinung:
Wer die Trilogie um die Fuentes-Brüder ("Du oder das ganze Leben", "Du oder der Rest der Welt" und "Du oder die große Liebe") kennt ahnt gleich, womit er es hier zu tun haben wird. In der Aufmachung und Covergestaltung lehnt sich dieses Jugendbuch sehr stark an die Trilogie aus der Feder der gleichen Autorin an und das soll es auch. Gleichzeitig ist die Handlung vollständig eigenständig und hat nichts mit den Fuentes-Brüdern zu tun.
Also findet man hier eine 0815-Badboy-Geschichte? Er ist der gefährliche "Exknacki" und sie die tollpatschige Unbeliebte, in die er sich dann verliebt? Nein, hier ist tatsächlich alles ganz anders. Maggie war beliebt, sie ist es nicht mehr seit dem Unfall, dem Unfall für den Caleb verurteilt wurde und wegen dem er nun ein Jahr im Jugendstrafvollzug verbracht hat. Sie sind Nachbarn und waren früher Freunde. Jetzt treffen sie wieder aufeinander.
Die Handlung setzt einen Tag vor Calebs Freilassung ein. Abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten wird die Geschichte erzählt und dabei wird der Leser ganz weit vor gelassen in die Gefühlswelt dieser beiden Personen, denn sie berichten aus der Ich-Perspektive. Gefühle und Gedanken werden so eindringlich mit geschildert, dass man sich sehr schnell in sie hineinfühlen kann.
Es blieb anfangs eine gewisse skeptische Grundhaltung bei mir zurück. Was konnte schon noch Spannendes passieren, wenn ich sowieso weiß, dass sich die beiden Protagonisten ineinander verlieben? Die recht kurzen Kapitel zu Beginn der Geschichte, die mich abwechselnd in die beiden Lebenswelten einführten, taten dann aber ihren Dienst. Schon nach ungefähr 50 Seiten hatte mich die Geschichte völlig gefesselt. Denn Caleb ist keineswegs der klassische Badboy und Maggie nicht einfach nur tollpatschig oder ähnliches. Beide haben sie ihr Päckchen zu tragen, beide haben sie einige Ecken und Kanten und doch wird ganz schnell klar, wie liebenswert beide sind. Wie gut sie zusammen passen und wie menschlich es sie macht, dass sie beide keine stereotypen Musterbeispiele sind, die man in Schubladen packen könnte.
Neben den Schulkameraden und den Eltern kommt noch ein weiterer wichtiger Nebencharakter hinzu, der keinen geringen Einfluss auf die Handlung der Geschichte nimmt, der ebenfalls einen etwas ungewöhnlichen Charakter hat, der dem Leser aber auch sehr schnell ans Herz wächst.
Mit der Wendung der Geschichte wurde ich tatsächlich völlig überrascht. Es werden geschickt Andeutungen gemacht, die den Leser auf die falsche Fährte locken sollen, was bei mir wunderbar funktioniert hat. Völlig geschockt musste ich meinen Fehler erkennen.
Caleb und Maggie berühren den Leser tief im Herzen. Selten vorher und überhaupt nicht in letzter Zeit ist mir ein Buch so nahe gegangen wie dieses. Schon ewig habe ich nicht mehr so geweint, wie hier. Nicht am Ende, sondern gut 50 Seiten davor.
Das Ende wird viele vermutlich unbefriedigt zurücklassen, ist aber gleichzeitig ein Abschluss, den man so stehen lassen könnte, den ich so nach einer Nacht drüber schlafen wohl auch akzeptiere könnte. Zum Glück quält die Autorin ihre Leser aber nicht so und es gibt einen zweiten Teil, in dem die Geschichte von Maggie und Caleb zu ende erzählt wird. Er heißt passenderweise "Back to Paradise". Die Titel sind übrigens hervorragend gewählt, denn der Ort, in dem die beiden Protagonisten wohnen, heißt Paradise.

Zitat
"Nein, das nächste Mal, wenn ich dich küsse, wird es eine lange, lange Zeit dauern. Und wenn wir fertig sind, wird dir klar sein, dass jemanden verrückt zu machen nichts damit zu tun hat, wie viel Erfahrung man mitbringt." (Seite 232)

Fazit: Ein Buch, in dem es nicht um die klassische Badboy-Geschichte geht, sondern ein Jugendroman, das sich mit der großen Liebe, mit Freundschaft, mit Schuld und Unschuld, Strafe und Reue, aber auch mit Familie, Vergangenheitsbewältigung und Zukunftsängsten befasst. Selten hat mich ein Buch so tief berührt wie dieses und selten habe ich ein Buch innerhalb von einem Nachmittag verschlungen. Ein Must-Read!
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5.0 von 5 Sternen Leaving Simone Elkeles' Paradise? No way!, 29. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Leaving Paradise ("Paradise"-Serie, Band 1) (Taschenbuch)
"Ich komme mir vor, als hätte man mich zu einem Hollywoodset gekarrt. Aber das hier ist kein Film, es ist mein Leben. Ich nehme das Lichtschwert in die Hand und schalte es an. Lasergeräusche erfüllen den Raum, als ich den Säbel wie ein großer Jediritter schwinge. Gott, als ich noch ein Kind war, habe ich Stunden damit verbracht, mich mit eingebildeten Dämonen zu duellieren. Jetzt habe ich neue Dämonen, die es zu bekämpfen gilt. Solche, die nicht einfach durch das Schwingen eines Spielzeugverschwinden lassen kann."
[”Leaving Paradise” // Simone Elkeles // S.35ff.]

Erster Satz:
Auf diesen Moment habe ich ein Jahr lang gewartet.

Inhalt:
Als Caleb Becker in seinen Heimatort Paradise zurückkehrt, hat er eigentlich vor sich nach seinem einjährigen Gefängnisaufenthalt aus jeglichem Ärger rauszuhalten. Doch wegen Maggie Armstrong, die er betrunken angefahren hat und wegen der er verurteilt wurde, wird sein Leben in Bahnen gelenkt, die er kaum noch zu kontrollieren weiß. Alles hat sich verändert, seit er wieder zu Hause ist und auch Maggies Leben hat sich seit jener verhängnisvollen Nacht einmal um sich selbst gedreht. Mit ihrer durch den Unfall resultierenden Behinderung kann sie nun so manchen Traum nicht mehr verwirklichen. Sie beide wünschen sich nichts weniger, als sich nie wieder über den Weg zu laufen und doch verbindet jene Nacht sie für immer. Und so fühlen sie sich gegen ihren Willen zueinander hingezogen trotz all der ungesagten Dinge, der vielen Ängste und des Hasses. Doch es bleibt nicht so paradiesisch, wie es auf den ersten Blick wirkt, denn ein ungesagtes Geheimnis steht zwischen den beiden und droht alles zu zerstören...

Schreibstil:
Was kann man anderes über Simone Elkeles Schreibstil sagen, als dass er einfach und jugendlich gehalten ist und dabei trotzdem Tiefgang besitzt? Im Grunde nicht viel, denn obwohl ihre Bücher allesamt gut geschrieben sind, ist ihre Schreibe weder verschnörkelt, noch kitschig oder poetisch. Ganz im Gegenteil: Er schafft es ideal die Figuren widerzuspiegeln, von denen er genutzt wird. Ist Calebs Part männlicher und etwas rabiater, so bleiben Maggies Gedanken zarter und nachdenklicher. Zusammen ergeben sie eine unwiderstehliche Mischung aus Gefühlen und Gedanken, die eine tolle und heimische Atmosphäre erzeugen.

Meine Meinung:
Liest man die Bücher von Simone Elkeles, tut man dies meist mit einer gewissen Erwartungshaltung. Ihre Geschichte drehen sich hauptsächlich um das Thema Liebe - meistens eine Hassliebe, in der einer (oder auch beide) der Protagonisten in eine Situation kommt, die dem jeweils anderen und der Beziehung schadet. Oftmals sind ihre Geschichten ein wenig kitschig oder eben vollgestopft mit einer großen Portion Romantik, die aber niemals triefend wird. Und dann kommt immer dieser Punkt, an dem man überrasch ist. Denn so banal die Geschichten von Simone Elkeles auf den ersten Blick wirken, genau so tiefgehend sind sie, wenn man hinter die Fassade blickt, denn in jedem ihrer Bücher schwingt auch immer ein wenig Gesellschaftskritik mit oder zumindest eine größere Problematik, die in der Geschichte dann eine große Rolle spielt. Auch "Leaving Paradise" hätte ich es eigentlich nicht zugetraut, mehr zu sein, als eine Liebesgeschichte, obwohl mich die Autorin längst eines besseren belehrt hat, denn hinter den Liebesavancen findet man eine ganz besonders feinfühlige Geschichte, die definitiv unter die Haut geht.

Dabei fängt alles doch genau so an, wie es immer ihr Schema ist: Ein attraktiver Draufgänger - in dem Fall Caleb Becker -, der sich in das kleine, schüchterne Mädchen - Maggie Armstrong - verliebt und umgekehrt. Nur das hier diesmal nicht alles so einfach läuft - schließlich hat Caleb Maggie angefahren und saß deswegen sogar im Gefängnis. Die Fronten sind demnach aufgeklärt: Maggie hasst Caleb, weil er ihr Leben und ihre Karrieremöglichkeiten im Sport zerstört hat und Caleb gibt Maggie die Schuld an seinem Gefängnisaufenthalt. Ein schwieriges Thema für ein kleines Taschenbuch! Doch wider Erwartungen fühlt es sich nicht so an, als hätte Elkeles auf den wenigen Seiten Probleme gehabt, ihre Geschichte in irgendeiner Art und Weise zwischen die Seiten zu pressen. Ganz im Gegenteil: Geschickt und fesselnd beschreibt sie, wie sich die beiden von der Gesellschaft etwas ausgeschlossenen Charaktere wieder im Leben ein- und zurechtfinden und all dies ist in jedem Punkt glaubwürdig und realistisch.

Die Geschichte lebt eindeutig durch ihre Figuren, die sich nicht nur im Laufe der Geschichte entwickeln, sondern auch alle durchweg ans Herz gehen. Maggie, die anfangs ein wenig im Selbstmitleid badet und sich in erster Linie selbst ausschließt, ist eine liebenswürdige und sympathische Persönlichkeit. Ebenso wie Caleb, der gleichzeitig beschützerisch und hin und hergerissen zwischen den Ansprüchen seiner Familie und seinen eigenen Plänen ist. Dieser Spagat zwischen Liebesgeschichte und Drama gelingt perfekt. Nicht genug, dass erste prickelnd und leidenschaftlich ist - und sich vor allen Dingen langsam und glaubwürdig entwickelt - spielen auch viele Problemthemen mit ein, die immer wieder interessante Wege gehen. Ein besonderes Schmankerl der Geschichte ist auf jeden Fall Mrs Reynolds, die die beiden Figuren mehr als einmal zusammenhält und die mir so sehr ans Herz gewachsen ist, dass ich sie kaum gehen lassen wollte.

"Leaving Paradise" schafft das, was viele Bücher nicht schaffen: Dieses heimische und warme
Gefühl. Dieses Gefühl, die Geschichte nicht verlassen zu wollen. Und vor allen Dingen punktet sie mit starken und sympathischen Figuren, einer tollen Geschichte, die einen tollen Kontrast zwischen Liebe und Problemthemen bietet. Außerdem ist sie etwas ernster, als noch "Du oder das ganze Leben" und weiß auf jeder Linie zu unterhalten, zum nachdenken anzuregen, zu überraschen und einfach zu begeistern. Auch an Gefühlen hält sie einfach alles bereit: Neben Lachen, wohlfühlen und schmachten, könnte auch das ein oder andere Tränen fließen - zumindest war das bei mir bei einer bestimmte (und wirklich auch sehr traurigen) Stelle der Fall.

Fazit:
In Coldplays Song träumt man vom Paradies, Caleb und Maggie wollen nur weg davon und ich würde gerne noch eine Weile bleiben, aber auch für mich ist es Zeit das Paradies zu verlassen. Allerdings nur wehmütig, denn die Geschichte um Caleb und Maggie ist ganz besonders und steckt voller Überraschungen. Simone Elkeles schafft es einfach jedes Mal, mich in ihren Bann zu ziehen und mehr aus den Liebesgeschichten zu machen, für die geworben wird - auch wenn sie die Liebesgeschichte natürlich ebenfalls mit Bravur zu erzählen vermag. In "Leaving Paradise" findet man daher einfach alles: Unterhaltung, Liebe, Konfliktsituationen und Freundschaft. Eine tolle, atmosphärische Geschichte, hinter der mehr steckt, als man meinen könnte und die konstant spannend und interessant ist. Alle die die Fuentes-Bücher mochten, werden es im Paradies lieben!
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Leaving Paradise ("Paradise"-Serie, Band 1)
Leaving Paradise ("Paradise"-Serie, Band 1) von Simone Elkeles (Taschenbuch - 14. Januar 2013)
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