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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Durchweg hohes Niveau
Da meine Vorgänger sich bereits ausführlich zum Inhalt des Buches geäußert haben, möchte ich nichts mehr dazu sagen.

Wie alle Romane von Jenny-Mai Nuyen fesselt das Buch durch interessante Charaktere, die man nicht immer mögen muss, die aber so durchdacht ausgearbeitet sind, dass man immer mit ihnen fühlt...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2007 von Witchchild

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Leider nicht mein Fall
Nocturna hat mir leider gar nicht zugesagt. Auch wenn ich die ersten Seiten noch interessant war und gedacht habe, das wird bestimmt toll, so entwickelte es sich die weiteren 100 Seiten lang leider in eine Richtung, mit der ich nicht so zurecht kam. Ich mag einen deskriptiven Schreibstil eigentlich sehr gerne. Letztendlich fördert das extrem die Vorstellungskraft...
Veröffentlicht am 3. September 2012 von Sa Bine


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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Durchweg hohes Niveau, 6. Oktober 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da meine Vorgänger sich bereits ausführlich zum Inhalt des Buches geäußert haben, möchte ich nichts mehr dazu sagen.

Wie alle Romane von Jenny-Mai Nuyen fesselt das Buch durch interessante Charaktere, die man nicht immer mögen muss, die aber so durchdacht ausgearbeitet sind, dass man immer mit ihnen fühlt.

Sprachlich und inhaltlich bewegt sich der Roman auf einem sehr hohen Niveau, die Autorin verpackt kluge Gedanken und geistreiche Dialoge in eine wunderschöne, sinnliche Sprache, die ihr Übriges tut, den Leser in die Geschichte hinein zu ziehen.

Diesmal hat Jenny-Mai Nuyen eine eigenwillige Umgebung für ihre Geschichte entworfen, die zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist, die aber detailreich ausgeschmückt ist, wobei sich die Details unaufdringlich in das Bewusstsein des Lesers schleichen und sich in der eigenen Phantasie zu einem runden Bild zusammen setzen.

Das ist das Schöne an Jenny-Mai Nuyens Romanen: Sie schreibt detailreich, ohne einen zu übersättigen, so dass viel Raum für die eigene Phantasie bleibt.

Im Vergleich zu den Vorgängern ist dieses Buch das reifste und tiefgründigste Werk der Autorin, und wie alle ihre Bücher weckt es die Lust auf mehr.

Das Ende finde ich sehr berührend, dadurch, dass - wie immer bei Nuyen - man sich von einer liebgewonnenen Figur verabschieden muss und das Ende zugleich auf beinah asiatisch anmutende Weise nicht vollständig teilweise offen und dennoch eindeutig abgeschlossen ist.

Ein grandioses Buch.
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Fluch der Bücher, 2. Oktober 2007
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Vampa sucht ein Buch. Denn er ist dazu verdammt, dass er ewig ein Junge bleibt, nicht sterben, aber auch nicht erwachsen werden kann und kein Gedächtnis hat. Wer er ist, weiß er nicht. Er ist nicht der einzige. Auch Tigwid ist auf der Jagd. Beide gehören nicht gerade zur guten Gesellschaft der Stadt, im Gegensatz zu Apolonia Magdalena Spiegelgold, Tochter eines Buchhändlers, die bei ihrem reichen Onkel aufwächst. Die drei treffen sich anlässlich eines Einbruchs. Und müssen erkennen, dass sie zusammenarbeiten sollten. Denn ein Geheimbund der Dichter stiehlt Kindern ihre Geschichte und lässt die Opfer ohne Erinnerung zurück.

Autoren sind Vamps, die aus dem Leben anderer Bücher machen. Das ist nicht neu, neu aber, dass jemand diesen Satz wörtlich nimmt und genau das real passieren lässt. In einer Stadt, die zur Abwechslung nicht mittelalterlich ist, sondern London um 1900 gleicht, an das London von "Perdido Street Station", an den Dämon "Bartimäus" erinnert. Und doch eine ganz eigene Welt ist.

Dass Dichter in Büchern weit mehr Bedeutung haben als in Wirklichkeit, ist auch nicht neu. Gerade in letzter Zeit gab es zahlreiche Fantasy und SF Romane, in denen sie es sind, die die Geschicke fiktiver Welten bestimmen. Und natürlich sind sie unheimlich wichtig, diese Bücher, egal ob in Cornelia Funkes Tintenwelt oder in Jasper Fordes Bücher um die Literaturagentin Thursday. Doch in Nuyens Welt ist das alles nicht so toll, die Dichter die Bösen und wer in die Fänge der Bücher gerät, hat Pech gehabt. Nicht nur das, auch die ganz eigene Welt mit ihren Figuren macht aus dem Buch nicht eines der zahlreichen "Me too" Fantasy Werke, sondern zeigt, dass die Autorin eine eigene Linie verfolgt, die sich auch in einer eigenen Sprache manifestiert.

Schon Nujens Erstling "Nijura" war gut geschrieben, aber in Nocturna hat sie eindeutig noch einmal zugelegt. Die Personen sind runder, der Hintergrund eigenwilliger, der Stil sicherer. Man darf auf weitere Bücher von ihr gespannt sein.

Für alte wie junge Fantasy-Fans ein Leseerlebnis und auch für alle, denen denen das Selbstlob der Literaten in manchem Buch ein wenig auf den Zeiger geht.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfallsreich und spannend bis zum Schluss, 7. August 2007
Dieses Buch ist keine gewöhnliche Fantasy! Man sollte auch gar nicht erst ver suchen, es mit anderen Büchern dieses Genres zu vergleichen, denn es ist komplett anders (auch wenn Zeit und Ort etwas an Bartimäus erinnern). Ich habe es schnell durchgelesen. obwohl ich eigentlich kein Bücher-Verschlinger bin, schneller als Nijura oder das Drachentor. Meiner Meinung nach ist es auch das beste Buch von Jenny-Mai Nuyen. Inmitten von lauter guten Einfällen, tollen bildhaften Beschreibungen und unerwarteten Wendungen kann einfach gar keine Langeweile aufkommen. Da mit diesem Buch eine völlig neue Fantasy-Welt geschaffen wird, ist das Buch gerade für solche, die einmal eine Abwechslung von Elfen, Dachen & Co. brauchen oder bis jetzt mit Fantasy noch nichts anfangen konnten, bestens geeignet. Auch wenn mir die Rolle der Magie (nur wenige Personen sind ihrer mächtig) nicht immer ganz klar erscheint, schreibt Nuyen sehr stilsicherund vermischt gekonnt Elemente aus vielen literarischen Gattungen wie Krimi, Gaunergeschichte und Fantasy.
Man darf die frischen Gedanken der Autorin einfach nicht ungelesen lassen, daher:
Greift zu diesem Buch!!!
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1.0 von 5 Sternen Leider nicht mein Fall, 3. September 2012
Nocturna hat mir leider gar nicht zugesagt. Auch wenn ich die ersten Seiten noch interessant war und gedacht habe, das wird bestimmt toll, so entwickelte es sich die weiteren 100 Seiten lang leider in eine Richtung, mit der ich nicht so zurecht kam. Ich mag einen deskriptiven Schreibstil eigentlich sehr gerne. Letztendlich fördert das extrem die Vorstellungskraft. Hier war es jedoch leider so, dass die Autorin derart beschreibend schreibt, dass es mir einfach zu zusammenhanglos war. Zeilen über Zeilen wurde ich mit Informationen bombadiert, die mich in diesem Augenblick gar nicht interessiert haben. Über die Dauer war mir das leider zu anstrengend, so dass ich nicht mehr den Willen hatte, auf Spannenderes zu warten. Nach etwas mehr als 100 Seiten habe ich das Buch enttäuscht zur Seite gelegt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als fünf Sterne wert!, 15. Mai 2012
Seit ewigen Zeiten herrschen die Nocturna über die Stadt, ein Geheimbund, dessen Mitglieder über eine grausame Gabe verfügen: Sie rauben den Menschen ihre Vergangenheit, indem sie ihre Erinnerungen niederschreiben und daraus Bücher von magischer Schönheit schaffen. Zurück bleiben seltsam blasse Wesen, die nicht altern und nicht sterben können. Menschen wie Marinus. Als Marinus auf der Suche nach seiner Geschichte auf die selbstbewusste Apolonia und den Kleinganoven Tigwid trifft, werden die drei hineingezogen in den gefährlichen Machtkampf, der unter den Nocturna entbrannt ist. Denn ein Orakel besagt, dass ein Mädchen wie Apolonia kommen wird, um die düstere Herrschaft der Nocturna zu beenden '

Eigene Meinung
Vorweg muss ich sagen, dass ich das Buch schon lange habe und, da es eines meiner Lieblingsbücher ist, schon mehrmals gelesen habe und es mir immer wieder gut gefällt. Es ist einfach ein Buch zum Träumen, lieben und genießen - fast schon eine Liebeserklärung ans Lesen, was nicht nur am Thema liegt.
Jenny-Mai Nuyen ist eine meiner Lieblingsautorinnen und "Nocturna" ist eines ihrer besten, wenn nicht sogar DAS Beste ihrer Bücher.
Die Figuren gehen unter die Haut und die Geschichte ist fesselnd, spannend und unterhaltsam zugleich. Die gesamte Welt ist wunderbar ausgedacht, wirklich alles ergibt einen Zusammenhang der logisch klingt.
Das einzige, das mich an Nuyen's Büchern stört, ist, dass am Ende immer eine der Hauptpersonen stirbt, so wie hier auch, allerdings gibt es trotzdem noch ein "Happy End".
Mir sind sämtliche Charaktere sympatisch geworden und man fiebert immer wieder mit, auch wenn man schon weiß, wie die Geschichte endet.

Fazit
Dieses Buch ist für alle empfehlenswert, die Bücher lieben (und tun wir hier auf lovelybooks.de das schließlich nihct alle? :D) und mal etwas andere Fantasy-Literatur lesen wollen, da dieses Thema etwas komplett "Neues" ist.
Ich kann es nur weiter empfehlen und allen ans Herz legen, Jenny-Mai Nuyen's Büchern Aufmerksamkeit zu schenken, denn sie schreibt wunderbare Geschichten.
(Wem "Nocturna" gefallen hat, dem kann ich nur "Rabenmond" ebenfalls von Jenny-Mai Nuyen empfehlen! =D)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswert, 16. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mein erstes Buch von dieser wahnsinnig jungen Autorin und ich bin sprachlos. Nicht nur, dass dieses Buch, während ich es las, mein Leben mitbestimmte – im Buch stimmte die Zeitangabe grundsätzlich mit meiner Wohnzimmeruhr überein und auch fand ich andere Dinge wieder, die gerade im Buch beschrieben waren während ich es unterwegs in der Bahn las… schon sehr merkwürdig und das bleibt natürlich haften

Die Charaktere sind so lebhaft, liebreizend und doch so eigenständig beschrieben, dass ich sie alle mochte. Auch die, die es evtl nicht verdiehnt haben, aber ich konnte nicht anders, als auch mit ihnen mitzufiebern.

Ein paar Stellen gab es in der Geschichte, die zwar vorhersehbar aber dennoch gut umgesetzt waren.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fesselnd, 4. Oktober 2011
Die Geschichte ist sehr simpel und sehr einfach geschildert, was aber in diesem Fall (Jugendbuch für mich) natürlich kein Nachteil ist - das Buch liest sich flüssig. Apollonia, die Hauptprotagonistin, ist eine sehr starke und intelligente junge Frau und ihre (Buch-)Welt ist sehr gut und ausgereift und detailliert geschildert. Einziges und großes Manko, für mich, des Buches: wirklich spannend sind nur wenige Seiten, vielleicht 50. Die schönsten Stellen sind die, wenn Apollonia in den Vordergrund tritt - außer vielleicht noch Vampa sind die anderen für mich relativ fade und unausgereifte Figuren -, sie ist tatsächlich ein Mädel von der ich mir mehrere Romane erhoffe, so Ausbau-fähig (im positiven Sinne) ist sie noch.
Eigentlich bekommt "Nocturna" von mir 3,5 Sterne, da das aber nicht geht, runde ich auf 4 auf, denn das Buch hat mich zuguterletzt auch gefesselt. Zu empfehlen für Fantasy-Krimi-Fans.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend und kurzweilig, 17. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten (Broschiert)
Es geht um Kunst, das Lesen und das Schreiben. Terroristen kämpfen mit Büchern und Menschen mit besonderen Gaben finden sich zusammen, um "Gutes" für die Menschheit und den Staat zu tun und dabei bleibt lange Zeit unklar, was sie denn eigentlich bezwecken und wer überhaupt "die Guten" sind.

Die Frage, ob Kunst moralisch sein muss, ist ein interessanter Gedanke, aber auch die einzig relevante Basis der Geschichte. Die Idee mit den Blutbüchern hat mich auch an Tintenherz erinnert, aber das muss ja nichts heißen. Besonders gefallen hat mir die Magie, die Art, wie die Tiere mit Bildern sprechen, die Atmosphäre in der Stadt und im Eck Jargo, die schönen Metaphern und Vergleiche. Es fehlt auch nicht an Spannung und Dramatik, zum Ende hin spitzt sich die Handlung mehr und mehr zu, wirkliche Längen gibt es eigentlich nicht, das Buch liest sich schnell und unkompliziert und ist dabei höchst unterhaltsam.

Einige Handlungsrichtungen sind vielleicht vorhersehbar, es gibt Klischees und flache Witze, aber man fiebert mit, als unklar ist, wer denn nun eigentlich die Feinde sind, und es gelingt der Autorin sehr gut, das eine Weile geheim zu halten. Da kann man über kleine Ungereimtheiten und Dinge, die nicht ganz korrekt sind, auch mal hinweg sehen (eine Leiche starrt niemanden an, Tauben können im Flug nichts "fallen lassen", im Winter gibt es keine Tauben, eine Straße verursacht gleichzeitig Verfolgungswahn und Geborgenheit usw usw).

Faszinierend auch, wie die Autorin es schafft, die Geschichte einer so unsympatischen Hauptperson (und der weiteren Figuren, mit denen ich mich eigentlich so gut wie gar nicht identifizieren konnte) interessant zu machen. Etwas Ähnliches habe ich schon bei "Rabenmond" beobachtet, überhaupt erinnert Apolonia sehr an Faunia, und die Bezeichnung "Motten" finde ich ebenso unpassend wie die "Drachen", aber das ist Geschmackssache. Dazu kommt, dass auch bei Nocturna eigentlich gar kein Zusammenhang zwischen Story und Titel besteht, da es weder um eine Nacht, noch um Schatten geht (und auch hier nie ein Vergleich angestrengt wird) und zudem der Begriff der "Nocturna" erst auf Seite 430 Verwendung findet, eigentlich aber unbedeutend ist, ähnlich wie der Mond und der Rabe;)

Schade, dass nicht gesagt wird, wo die Geschichte überhaupt spielt und um welches Land es die ganze Zeit geht. Die schwammigen Ausdrücke ("Gaben" für "Gutes" einsetzen, "das Land", "die Regierung") sind leidenschaftslos und lassen keine Identifikation zu, es fehlt das Konkrete, ein Beispiel für die grandiosen Pläne, irgend etwas, das der Ideologie Belang verleiht. So kämpfen immer nur zwei Terroristengruppen gegeneinander um die Macht, um die Gaben der "Motten" und die Gewalt über die Menschen. Für eine Haupthandlung ist mir das irgendwie zu wenig.

Zur Ausführung ist noch zu bemerken, dass Teile des Textes, wie bei der "Unendlichen Geschichte" in farbiger (roter) Schrift gehalten sind, passend zu den Blutbüchern, was in meinen Augen zwar eigentlich unnötig ist, aber dafür zeigt, was der Digitaldruck (für wenig Geld) heute möglich macht. Immerhin mal was anderes. Den Klappentext fand ich auch nicht so berauschend, aber die werden ja ohnehin immer nichtssagender...

Für Fantasy-Leser, die sich sonst außerhalb des Jugendbuch-Bereichs bewegen, würde ich die Geschichte nicht empfehlen, aber für Fans von "Tintenherz", "Der goldene Kompass", Kai Meyer und natürlich den anderen Büchern der Autorin erzählt "Nocturna" eine spannende Geschichte über Bücher, die einen gefangen halten können, über das Lesen und das Schaffen von Kunst. Und vielleicht auch über die Sinnlosigkeit, "Macht" zu erlangen, denn am Ende erliegen beide Parteien und man muss spätestens dann begreifen, dass es keinen idealen Weg gibt, über die Menschen zu herrschen, und das noch so edle Motive ("Gutes vollbringen") nichts nützen, wenn die Versuchung korrumpiert und die ersten Regeln nötig werden. Für mich lesenswert wie jedes Buch; ob man begeistert oder enttäuscht ist, hängt davon ab, was man lernen möchte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach ein wunderbares buch-klare leseempfehlung, 2. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten (Broschiert)
dieses buch ist das zweite das ich von dieser autorin lese. das erste war nijura. ich finde im vergleich zu nijura ist diese geschichte deutlich ausgereifter und sehr viel tiefgründiger und versponnener.
nocturna ist in meinen augen einfach ein wunderbares buch. die geschichte fesselt und die charaktere sind durchdacht und die ganze geschichte erwacht durch den schreibstil zu leben. man taucht förmlich in die fabelhafte welt ein.
das buch ist flüssig und gut zu lesen und meiner meinung nach beleben die verschiedenen erzählperspektiven das buch. störend finde ich die personenwechsel kein bisschen (im gegensatz zu wenigen vorherigen rezesenten). die 'sprünge' sind gut durch neue abspanne oder kapitelwechsel erkennbar und man weiss immer aus welcher sicht geschrieben wird. verwirrend fand ich das buch und seine schreibweise zu keiner zeit.
aus meiner sicht ist das buch erst ein jugend- und erwachsenenbuch und auf keinen fall ein kinderbuch. für zweiteres ist die geschichte sowie die gefühlswelt zu komplex und zuviel gewalt wird geschildert wenn es auch kein blutrünstiges buch ist, würde ich es nicht für kinder empfehlen.
an alle anderen die spass an guter fantasy mit tiefgang haben eine klare kauf- und leseempfehlung.
ich finde das buch einfach nur genial und habe keine seite bereut.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glänzende Einfälle, 3. September 2007
"Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten" spielt um 1900 in einem phantastischen Europa und erzählt die Geschichte dreier Jugendlicher: Apolonia, Tigwid und Vampa.
Apolonia, ein kluges, wortgewandtes und ein wenig hochmütiges Mädchen aus gutem Hause hat mit der Vergangenheit zu kämpfen: seit ihre Mutter ermordet wurde und ihr Vater den Verstand verloren hat, versucht Apolonia, hinter das Gemeinis ihrer Mutter zu kommen; ebenso wie sie scheint Apolonia seltsame Gaben zu besitzen ...
Tigwid, ein Junge mit besonderen Gaben und vielen Namen, schlägt sich als Kleinganove durchs Leben, immer auf der Suche nach dem "Buch der Antworten". Denn er will eine Antwort darauf finden, weshalb er keine einzige glückliche Erinnerung mehr besitzt.
Auch Vampa ist auf der Suche. Er ist wie eine leblose, gefühlskalte Hülle, ein 14jähriger Junge, der seit neun Jahren nicht altert und nicht sterben kann. Doch es gibt ein Buch, in dem geschrieben steht, wer er ist und was mit ihm geschehen ist ...
Die "Nocturna", eine politische Geheimorganisation, schreibt diese "Blutbücher" und raubt Kindern ihre Vergangenheit. Apolonia, Tigwid und Vampa müssen sicht gegen sie verbünden. Doch bald stellt sich ihnen die alles entscheidenden Frage, ob sie auf der richtigen oder der falschen Steite stehen.

Auch in ihrem dritten Buch besticht Jenny-Mai Nuyen durch ihre äußert detailgenauen Charakterbeschreibungen. Die Atmosphäre dieses Buches ist besonders dicht und die Geschichte außergewöhnlich. Mit stetig wachsender Spannung versteht sie es, ihren Leser in den Bann zu ziehen und lässt ihn nur selten zu Atem kommen.
Besonders die feinsinnigen, nachdenklich stimmenden Dialoge in diesem Buch sind noch um einiges gelungener als in ihren beiden vorangegangenen Werken. Alles ist untermalt von einer unaufdringlichen, poetisch anmutenden Klugheit, die für das Alter der Autorin sehr erstaunlich ist.
Ein Kritikpunkt in diesem ansonsten hervorragenden Roman ist die Ähnlichkeit der Charaktere zu denen in den beiden Vorgängern 'Nijura' und "Das Drachentor": Die selbstbewusste, etwas hochmütige Apolonia hat deutliche Ähnlichkeit mit Arane aus "Nijura" und Ardhes aus "Das Drachentor". Der vagemutige und abenteuerlustige Tigwid indes erinnert mich stark an Kaveh und Revyn. Vampa hingegen weist viele Charakterzüge von Scapa oder Alasar auf. Von diesem Schema sollte die Autorin das nächste Mal absehen.
Die ein oder andere Länge in der Mitte des Buches wird vom Rest wieder aufgewogen. Nur schade in meinen Augen ist es, dass Apolonias Fähigkeit, mit Tieren zu sprechen, die Jenny-Mai Nuyen auf eine so erfrischende Art umgesetzt hat, im Verlauf des Buches gänzlich auf der Strecke bleibt.

Alles in Allem sind das viereinhalb wohlverdiente Punkte von mir, macht in der Summe also 5 Sterne. ;) Eine Empfehlung an alle, die neben der herkömmlichen Fantasy im tolkien'schen Stil mal etwas Neues ausprobieren wollen.
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Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten
Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten von Jenny-Mai Nuyen (Broschiert - 2. Februar 2009)
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