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am 6. Oktober 2007
Da meine Vorgänger sich bereits ausführlich zum Inhalt des Buches geäußert haben, möchte ich nichts mehr dazu sagen.

Wie alle Romane von Jenny-Mai Nuyen fesselt das Buch durch interessante Charaktere, die man nicht immer mögen muss, die aber so durchdacht ausgearbeitet sind, dass man immer mit ihnen fühlt.

Sprachlich und inhaltlich bewegt sich der Roman auf einem sehr hohen Niveau, die Autorin verpackt kluge Gedanken und geistreiche Dialoge in eine wunderschöne, sinnliche Sprache, die ihr Übriges tut, den Leser in die Geschichte hinein zu ziehen.

Diesmal hat Jenny-Mai Nuyen eine eigenwillige Umgebung für ihre Geschichte entworfen, die zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist, die aber detailreich ausgeschmückt ist, wobei sich die Details unaufdringlich in das Bewusstsein des Lesers schleichen und sich in der eigenen Phantasie zu einem runden Bild zusammen setzen.

Das ist das Schöne an Jenny-Mai Nuyens Romanen: Sie schreibt detailreich, ohne einen zu übersättigen, so dass viel Raum für die eigene Phantasie bleibt.

Im Vergleich zu den Vorgängern ist dieses Buch das reifste und tiefgründigste Werk der Autorin, und wie alle ihre Bücher weckt es die Lust auf mehr.

Das Ende finde ich sehr berührend, dadurch, dass - wie immer bei Nuyen - man sich von einer liebgewonnenen Figur verabschieden muss und das Ende zugleich auf beinah asiatisch anmutende Weise nicht vollständig teilweise offen und dennoch eindeutig abgeschlossen ist.

Ein grandioses Buch.
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Vampa sucht ein Buch. Denn er ist dazu verdammt, dass er ewig ein Junge bleibt, nicht sterben, aber auch nicht erwachsen werden kann und kein Gedächtnis hat. Wer er ist, weiß er nicht. Er ist nicht der einzige. Auch Tigwid ist auf der Jagd. Beide gehören nicht gerade zur guten Gesellschaft der Stadt, im Gegensatz zu Apolonia Magdalena Spiegelgold, Tochter eines Buchhändlers, die bei ihrem reichen Onkel aufwächst. Die drei treffen sich anlässlich eines Einbruchs. Und müssen erkennen, dass sie zusammenarbeiten sollten. Denn ein Geheimbund der Dichter stiehlt Kindern ihre Geschichte und lässt die Opfer ohne Erinnerung zurück.

Autoren sind Vamps, die aus dem Leben anderer Bücher machen. Das ist nicht neu, neu aber, dass jemand diesen Satz wörtlich nimmt und genau das real passieren lässt. In einer Stadt, die zur Abwechslung nicht mittelalterlich ist, sondern London um 1900 gleicht, an das London von "Perdido Street Station", an den Dämon "Bartimäus" erinnert. Und doch eine ganz eigene Welt ist.

Dass Dichter in Büchern weit mehr Bedeutung haben als in Wirklichkeit, ist auch nicht neu. Gerade in letzter Zeit gab es zahlreiche Fantasy und SF Romane, in denen sie es sind, die die Geschicke fiktiver Welten bestimmen. Und natürlich sind sie unheimlich wichtig, diese Bücher, egal ob in Cornelia Funkes Tintenwelt oder in Jasper Fordes Bücher um die Literaturagentin Thursday. Doch in Nuyens Welt ist das alles nicht so toll, die Dichter die Bösen und wer in die Fänge der Bücher gerät, hat Pech gehabt. Nicht nur das, auch die ganz eigene Welt mit ihren Figuren macht aus dem Buch nicht eines der zahlreichen "Me too" Fantasy Werke, sondern zeigt, dass die Autorin eine eigene Linie verfolgt, die sich auch in einer eigenen Sprache manifestiert.

Schon Nujens Erstling "Nijura" war gut geschrieben, aber in Nocturna hat sie eindeutig noch einmal zugelegt. Die Personen sind runder, der Hintergrund eigenwilliger, der Stil sicherer. Man darf auf weitere Bücher von ihr gespannt sein.

Für alte wie junge Fantasy-Fans ein Leseerlebnis und auch für alle, denen denen das Selbstlob der Literaten in manchem Buch ein wenig auf den Zeiger geht.
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am 7. August 2007
Dieses Buch ist keine gewöhnliche Fantasy! Man sollte auch gar nicht erst ver suchen, es mit anderen Büchern dieses Genres zu vergleichen, denn es ist komplett anders (auch wenn Zeit und Ort etwas an Bartimäus erinnern). Ich habe es schnell durchgelesen. obwohl ich eigentlich kein Bücher-Verschlinger bin, schneller als Nijura oder das Drachentor. Meiner Meinung nach ist es auch das beste Buch von Jenny-Mai Nuyen. Inmitten von lauter guten Einfällen, tollen bildhaften Beschreibungen und unerwarteten Wendungen kann einfach gar keine Langeweile aufkommen. Da mit diesem Buch eine völlig neue Fantasy-Welt geschaffen wird, ist das Buch gerade für solche, die einmal eine Abwechslung von Elfen, Dachen & Co. brauchen oder bis jetzt mit Fantasy noch nichts anfangen konnten, bestens geeignet. Auch wenn mir die Rolle der Magie (nur wenige Personen sind ihrer mächtig) nicht immer ganz klar erscheint, schreibt Nuyen sehr stilsicherund vermischt gekonnt Elemente aus vielen literarischen Gattungen wie Krimi, Gaunergeschichte und Fantasy.
Man darf die frischen Gedanken der Autorin einfach nicht ungelesen lassen, daher:
Greift zu diesem Buch!!!
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am 15. Mai 2012
Seit ewigen Zeiten herrschen die Nocturna über die Stadt, ein Geheimbund, dessen Mitglieder über eine grausame Gabe verfügen: Sie rauben den Menschen ihre Vergangenheit, indem sie ihre Erinnerungen niederschreiben und daraus Bücher von magischer Schönheit schaffen. Zurück bleiben seltsam blasse Wesen, die nicht altern und nicht sterben können. Menschen wie Marinus. Als Marinus auf der Suche nach seiner Geschichte auf die selbstbewusste Apolonia und den Kleinganoven Tigwid trifft, werden die drei hineingezogen in den gefährlichen Machtkampf, der unter den Nocturna entbrannt ist. Denn ein Orakel besagt, dass ein Mädchen wie Apolonia kommen wird, um die düstere Herrschaft der Nocturna zu beenden '

Eigene Meinung
Vorweg muss ich sagen, dass ich das Buch schon lange habe und, da es eines meiner Lieblingsbücher ist, schon mehrmals gelesen habe und es mir immer wieder gut gefällt. Es ist einfach ein Buch zum Träumen, lieben und genießen - fast schon eine Liebeserklärung ans Lesen, was nicht nur am Thema liegt.
Jenny-Mai Nuyen ist eine meiner Lieblingsautorinnen und "Nocturna" ist eines ihrer besten, wenn nicht sogar DAS Beste ihrer Bücher.
Die Figuren gehen unter die Haut und die Geschichte ist fesselnd, spannend und unterhaltsam zugleich. Die gesamte Welt ist wunderbar ausgedacht, wirklich alles ergibt einen Zusammenhang der logisch klingt.
Das einzige, das mich an Nuyen's Büchern stört, ist, dass am Ende immer eine der Hauptpersonen stirbt, so wie hier auch, allerdings gibt es trotzdem noch ein "Happy End".
Mir sind sämtliche Charaktere sympatisch geworden und man fiebert immer wieder mit, auch wenn man schon weiß, wie die Geschichte endet.

Fazit
Dieses Buch ist für alle empfehlenswert, die Bücher lieben (und tun wir hier auf lovelybooks.de das schließlich nihct alle? :D) und mal etwas andere Fantasy-Literatur lesen wollen, da dieses Thema etwas komplett "Neues" ist.
Ich kann es nur weiter empfehlen und allen ans Herz legen, Jenny-Mai Nuyen's Büchern Aufmerksamkeit zu schenken, denn sie schreibt wunderbare Geschichten.
(Wem "Nocturna" gefallen hat, dem kann ich nur "Rabenmond" ebenfalls von Jenny-Mai Nuyen empfehlen! =D)
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am 17. Juni 2011
Es geht um Kunst, das Lesen und das Schreiben. Terroristen kämpfen mit Büchern und Menschen mit besonderen Gaben finden sich zusammen, um "Gutes" für die Menschheit und den Staat zu tun und dabei bleibt lange Zeit unklar, was sie denn eigentlich bezwecken und wer überhaupt "die Guten" sind.

Die Frage, ob Kunst moralisch sein muss, ist ein interessanter Gedanke, aber auch die einzig relevante Basis der Geschichte. Die Idee mit den Blutbüchern hat mich auch an Tintenherz erinnert, aber das muss ja nichts heißen. Besonders gefallen hat mir die Magie, die Art, wie die Tiere mit Bildern sprechen, die Atmosphäre in der Stadt und im Eck Jargo, die schönen Metaphern und Vergleiche. Es fehlt auch nicht an Spannung und Dramatik, zum Ende hin spitzt sich die Handlung mehr und mehr zu, wirkliche Längen gibt es eigentlich nicht, das Buch liest sich schnell und unkompliziert und ist dabei höchst unterhaltsam.

Einige Handlungsrichtungen sind vielleicht vorhersehbar, es gibt Klischees und flache Witze, aber man fiebert mit, als unklar ist, wer denn nun eigentlich die Feinde sind, und es gelingt der Autorin sehr gut, das eine Weile geheim zu halten. Da kann man über kleine Ungereimtheiten und Dinge, die nicht ganz korrekt sind, auch mal hinweg sehen (eine Leiche starrt niemanden an, Tauben können im Flug nichts "fallen lassen", im Winter gibt es keine Tauben, eine Straße verursacht gleichzeitig Verfolgungswahn und Geborgenheit usw usw).

Faszinierend auch, wie die Autorin es schafft, die Geschichte einer so unsympatischen Hauptperson (und der weiteren Figuren, mit denen ich mich eigentlich so gut wie gar nicht identifizieren konnte) interessant zu machen. Etwas Ähnliches habe ich schon bei "Rabenmond" beobachtet, überhaupt erinnert Apolonia sehr an Faunia, und die Bezeichnung "Motten" finde ich ebenso unpassend wie die "Drachen", aber das ist Geschmackssache. Dazu kommt, dass auch bei Nocturna eigentlich gar kein Zusammenhang zwischen Story und Titel besteht, da es weder um eine Nacht, noch um Schatten geht (und auch hier nie ein Vergleich angestrengt wird) und zudem der Begriff der "Nocturna" erst auf Seite 430 Verwendung findet, eigentlich aber unbedeutend ist, ähnlich wie der Mond und der Rabe;)

Schade, dass nicht gesagt wird, wo die Geschichte überhaupt spielt und um welches Land es die ganze Zeit geht. Die schwammigen Ausdrücke ("Gaben" für "Gutes" einsetzen, "das Land", "die Regierung") sind leidenschaftslos und lassen keine Identifikation zu, es fehlt das Konkrete, ein Beispiel für die grandiosen Pläne, irgend etwas, das der Ideologie Belang verleiht. So kämpfen immer nur zwei Terroristengruppen gegeneinander um die Macht, um die Gaben der "Motten" und die Gewalt über die Menschen. Für eine Haupthandlung ist mir das irgendwie zu wenig.

Zur Ausführung ist noch zu bemerken, dass Teile des Textes, wie bei der "Unendlichen Geschichte" in farbiger (roter) Schrift gehalten sind, passend zu den Blutbüchern, was in meinen Augen zwar eigentlich unnötig ist, aber dafür zeigt, was der Digitaldruck (für wenig Geld) heute möglich macht. Immerhin mal was anderes. Den Klappentext fand ich auch nicht so berauschend, aber die werden ja ohnehin immer nichtssagender...

Für Fantasy-Leser, die sich sonst außerhalb des Jugendbuch-Bereichs bewegen, würde ich die Geschichte nicht empfehlen, aber für Fans von "Tintenherz", "Der goldene Kompass", Kai Meyer und natürlich den anderen Büchern der Autorin erzählt "Nocturna" eine spannende Geschichte über Bücher, die einen gefangen halten können, über das Lesen und das Schaffen von Kunst. Und vielleicht auch über die Sinnlosigkeit, "Macht" zu erlangen, denn am Ende erliegen beide Parteien und man muss spätestens dann begreifen, dass es keinen idealen Weg gibt, über die Menschen zu herrschen, und das noch so edle Motive ("Gutes vollbringen") nichts nützen, wenn die Versuchung korrumpiert und die ersten Regeln nötig werden. Für mich lesenswert wie jedes Buch; ob man begeistert oder enttäuscht ist, hängt davon ab, was man lernen möchte.
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am 26. März 2010
"Nocturna" hat mir deutlich besser gefallen als "Drachentor", das ich von der Autorin ebenfalls gelesen habe. Das Grundkonzept ist ähnlich faszinierend und originell wie in Cornelia Funkes "Tintenherz", sogar einen Tick besser:

Dichter können reale Menschen in sogenannte Blutbücher sperren. Was sie in Bücher hineinschreiben, das wird den Menschen genommen, zum Beispiel seine schönen Erinnerungen, aus denen schöne Bücher gemacht werden. Doch Leser dieser Bücher sollten vorsichtig sein, denn stehen im Buch die größten Schmerzen drin, wird der Leser dies zu 100 % mit der Figur mitfühlen - und beim Satz "Du bist tot" stirbt er.

Hauptfiguren sind die hochmütige Apolonia Magdalena Spiegelgold - der Name sagt über ihren Charakter und Milieu schon das Wesentliche -, der Kleinganove Tigwid und Vampa, der Vampirjunge, der nicht sterben kann. Diese Hauptfiguren stehen zwischen den Fronten der Dichter und des sogenannten Treuen Bundes, die sich gegenseitig als die Bösen bezeichnen. Eine dieser Gruppen behauptet sogar, in Blutbücher nur die schrecklichen Gedanken von Terroristen hineinzusperren, zum Schutz der Menscheit. Also sind nun Vampa und Tigwid, zu denen Blutbücher existieren, ehemalige Terroristen? Doch welche dieser Vereinigungen ist nun die Böse und haben sich die Hauptfiguren für die richtige Vereinigung entschieden?

Auch die Logik von Magie in dieser Welt hat die Autorin sehr gut, schlüssig und modern-zeitgemäß erklärt.

Leider fand ich - ähnlich wie in "Tintenherz" - , dass die wirklich interessanten und fantasiereichen Stellen sehr rar sind. Potential wird nicht ausgeschöpft. Mehr phantastische Ideen und weniger kriminalistische Passagen und Bürgerlich-Realleben-Beschreibungen hätten das Buch für mich lesenswerter gemacht. Aber das ist ein Problem, das ich mit vielen Phantastik-Büchern habe.

Trotz vieler Alles-Mögliche-Passagen, die nichts zur Sache tun (das scheint wohl ihr Schreibstil zu sein) sind einige wirklich gute Ideen drin (gerade um Seite 200 und um Seite 400 herum hat man viele Enthüllungen), für die sich das Buch durchaus zu lesen lohnen kann.

3,4 Sterne.

Annette Scholonek
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am 2. Juni 2010
dieses buch ist das zweite das ich von dieser autorin lese. das erste war nijura. ich finde im vergleich zu nijura ist diese geschichte deutlich ausgereifter und sehr viel tiefgründiger und versponnener.
nocturna ist in meinen augen einfach ein wunderbares buch. die geschichte fesselt und die charaktere sind durchdacht und die ganze geschichte erwacht durch den schreibstil zu leben. man taucht förmlich in die fabelhafte welt ein.
das buch ist flüssig und gut zu lesen und meiner meinung nach beleben die verschiedenen erzählperspektiven das buch. störend finde ich die personenwechsel kein bisschen (im gegensatz zu wenigen vorherigen rezesenten). die 'sprünge' sind gut durch neue abspanne oder kapitelwechsel erkennbar und man weiss immer aus welcher sicht geschrieben wird. verwirrend fand ich das buch und seine schreibweise zu keiner zeit.
aus meiner sicht ist das buch erst ein jugend- und erwachsenenbuch und auf keinen fall ein kinderbuch. für zweiteres ist die geschichte sowie die gefühlswelt zu komplex und zuviel gewalt wird geschildert wenn es auch kein blutrünstiges buch ist, würde ich es nicht für kinder empfehlen.
an alle anderen die spass an guter fantasy mit tiefgang haben eine klare kauf- und leseempfehlung.
ich finde das buch einfach nur genial und habe keine seite bereut.
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am 4. Oktober 2011
Die Geschichte ist sehr simpel und sehr einfach geschildert, was aber in diesem Fall (Jugendbuch für mich) natürlich kein Nachteil ist - das Buch liest sich flüssig. Apollonia, die Hauptprotagonistin, ist eine sehr starke und intelligente junge Frau und ihre (Buch-)Welt ist sehr gut und ausgereift und detailliert geschildert. Einziges und großes Manko, für mich, des Buches: wirklich spannend sind nur wenige Seiten, vielleicht 50. Die schönsten Stellen sind die, wenn Apollonia in den Vordergrund tritt - außer vielleicht noch Vampa sind die anderen für mich relativ fade und unausgereifte Figuren -, sie ist tatsächlich ein Mädel von der ich mir mehrere Romane erhoffe, so Ausbau-fähig (im positiven Sinne) ist sie noch.
Eigentlich bekommt "Nocturna" von mir 3,5 Sterne, da das aber nicht geht, runde ich auf 4 auf, denn das Buch hat mich zuguterletzt auch gefesselt. Zu empfehlen für Fantasy-Krimi-Fans.
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am 16. Februar 2012
Mein erstes Buch von dieser wahnsinnig jungen Autorin und ich bin sprachlos. Nicht nur, dass dieses Buch, während ich es las, mein Leben mitbestimmte – im Buch stimmte die Zeitangabe grundsätzlich mit meiner Wohnzimmeruhr überein und auch fand ich andere Dinge wieder, die gerade im Buch beschrieben waren während ich es unterwegs in der Bahn las… schon sehr merkwürdig und das bleibt natürlich haften

Die Charaktere sind so lebhaft, liebreizend und doch so eigenständig beschrieben, dass ich sie alle mochte. Auch die, die es evtl nicht verdiehnt haben, aber ich konnte nicht anders, als auch mit ihnen mitzufiebern.

Ein paar Stellen gab es in der Geschichte, die zwar vorhersehbar aber dennoch gut umgesetzt waren.
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am 20. Juni 2014
Jenny-Mai Nuyen entführt die Leser in eine Welt, die im ersten Moment wie Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts erscheint. Verschiedene Stände in der Gesellschaft, die ersten Automobile auf den Straßen und statt Internet gibt es Zeitungen und Bücher. Es gibt nur einen entscheidenden Unterschied: Es gibt in dieser Welt Motten. Dabei meine ich nicht die nervigen Flattertiere, sondern Menschen mit besonderen Gaben, die einen am ehesten an Zauberer erinnern. Manche können mit Tieren sprechen, manche Gegenstände mit ihren Gedanken bewegen und wieder andere haben Visionen.
Die Geschichte dreht sich um Apolonia Spiegelgold, ebenfalls eine Motte, die bei ihrer Tante und ihrem Onkel lebt. Ihre Mutter ist gestorben, als sie eine Kind war, und ihr Vater ist verrückt, seitdem sein Buchladen abgebrannt ist. Apolonia wirkte auf mich zunächst wie eine verzogene, eingebildete Göre. Erst im Laufe der Geschichte merkte ich, dass sie ebenso liebenswürdig sein kann wie die anderen Charaktere, die man ebenfalls nach und nach besser kennenlernt.
Die Figuren sind allesamt sehr liebevoll gestaltet, mit Stärken und Schwächen, einer Vergangenheit, Träumen und Zielen. Selbst Randfiguren zeigen meist eine mehrschichtige Persönlichkeit, die man ihnen in manchen Fällen gar nicht zutraut.
Die Geschichte selbst nimmt schnell Fahrt auf und die Spannung wird dann auch durchgängig gehalten. Schnelle Wendungen, Intrigen und eine ganze Reihe gut durchdachter Lügengespinste können den Leser sehr schnell auf Irrwege führen. Leider funktioniert dieses Gespinst nicht hundertprozentig, denn man kann von vornherein erahnen, wessen Geschichte am Ende mehr der Wahrheit entspricht. Zwar wird man kurzzeitig irritiert, aber hundertprozentig kann man die letztendlich falsche Geschichte nicht glauben.
Sehr gut hat mir dagegen gefallen, dass etwa ab der Hälfte des Buches zwei Handlungsstränge bestehen: Einerseits geht es um Apolonia, andererseits um Tigwid. Ihre Gedanken sind dabei immer fehlerlos an den Wissensstand der jeweiligen Figur angepasst, auch wenn der Leser an manchen Stellen bereits mehr weiß.
Enttäuschend war für mich letztendlich nur der Epilog, der, ohne zu viel verraten zu wollen, wie eine schnelle Abhandlung wirkt. Mehrere Handlungsteile, die vorher kein Ende gefunden haben, werden auf kaum drei Seiten gelöst. Dazu zählen auch Konflikte, bsp. der Geisteszustand von Apolonias Vater, die am Ende einfach zu kurz kommen und zu schnell und nicht zufriedenstellend abgeschlossen werden.
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