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139 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste, was ich seit langem gelesen habe
"Der Joker" ist das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe! Der Einstieg ist witzig und überraschend, die Geschichte hat immer neue irre Wendungen und man weiß nie, was einen auf der nächsten Seite erwartet. Es sind Episoden aus dem Leben von Menschen, die fremd und vertraut gleichzeitig sind und mit denen man mitfühlt, die man hasst oder liebt...
Veröffentlicht am 4. September 2006 von macka

versus
116 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen lebensferne Moralismen
Zugegeben, der Sprachstil ist originell. Auch die Idee mit den Spielkarten im Briefkasten ist hübsch. Die Szenenbeschreibungen von Eds Leben, seiner Clique, der Umgang mit seinem Hund: all das ist gut gemacht. Aber die Umsetzung der Idee "Mach etwas aus deinem Leben!" ist meines Erachtens mehr als daneben gegangen. Im Grunde genommen habe ich das Buch nur deswegen zu...
Veröffentlicht am 18. September 2009 von Thula Vogell


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139 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste, was ich seit langem gelesen habe, 4. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Joker (Gebundene Ausgabe)
"Der Joker" ist das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe! Der Einstieg ist witzig und überraschend, die Geschichte hat immer neue irre Wendungen und man weiß nie, was einen auf der nächsten Seite erwartet. Es sind Episoden aus dem Leben von Menschen, die fremd und vertraut gleichzeitig sind und mit denen man mitfühlt, die man hasst oder liebt oder beides gleichzeitig... Man schlägt das Buch am Ende zu und hat einen dicken Kloß im Hals und das Gefühl, man muss unbedingt seinem Leben einen Sinn geben, selbst wenn man bisher nie das Gefühl hatte, dass man so vor sich hin leben würde. Das Buch rüttelt auf, macht aufmerksam und sensibel für die Leben anderer Menschen und man betrachtet sich selbst und seine Umgebung in einem neuen Licht. Wirklich Wahnsinn! Das Buch sollte Pflichtlektüre werden. Und noch dazu sieht es echt toll aus.
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190 von 202 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Etwas bleibt, 19. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Joker (Gebundene Ausgabe)
Taxifahrer. Loser des Viertels, Inbegriff der Mittelmäßigkeit. Ein jämmerlicher Kartenspieler. Ein Verlierer. So denkt Ed über sich selbst. Bis zu dem Tag, als ein Bankraub seinem Leben eine andere Richtung gibt.

Schon der Überfall wird von Zusak so witzig und unvorhersehbar erzählt, dass das Weiterlesen gar keine Frage ist. Die Neugier wird nicht enttäuscht. Und mit den Seiten wächst einem Ed unweigerlich ans Herz. Schnell bekommt der Leser einen ganz anderen Eindruck von Ed und hofft für ihn auf ein Happy End. Bevor es dazu kommen kann, darf man an kleinen Wundern teilhaben und einiges über Courage und große Freundschaft erfahren. Zusak stellt das Gefühlschaos und die Verwirrungen seines Ich-Erzählers sehr gekonnt dar, seine langsame Befreiung wird einfühlsam aber auch humorvoll geschildert.

Obwohl der Autor mit dramatischen Effekten sparsam umgeht, hinterlässt Eds Geschichte einen tiefen Eindruck. Unbedingt lesen!
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202 von 216 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine grandiose Idee...., 15. März 2008
Von 
Andrea Koßmann "Kossis Welt" (Marl, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Joker (Gebundene Ausgabe)
.... wunderbar umgesetzt.

Als der neunzehnjährige Taxifahrer Ed eines Tages eine Spielkarte in seinem Briefkasten entdeckt, auf der eine Botschaft steht, die er sich zunächst nicht erklären kann, weiß er überhaupt nicht, wie ihm geschieht. Doch schon bald merkt er, dass er Aufgaben erfüllen muss, wenn er an des Rätsels Lösung kommen will, WER ihm diese Karte zugeschickt hat. Nach und nach "arbeitet" er also die Nachrichten ab. Nur ist es mit dieser einen Karte nicht getan und er bekommt noch weitere Karten zugeschickt.

Was bedeutet all das? Warum muss er in das Leben von anderen Menschen eingreifen? Sich um sie kümmern? Vielleicht ihr Leben verändern? Und vor allem: Wer spielt dieses Spiel mit ihm? Ist es überhaupt ein Spiel?

Markus Zusak beschreibt auf wundervolle Art und Weise, wie sich das Leben von Ed, seinen Freunden und den Menschen, um die es in den Botschaften geht, verändert. Sehr humorvoll beschreibt Zusak die Geschichte, die den Leser nicht mehr losläßt, hat er sich einmal darauf eingelassen. Sehr witzig fand ich die "Beziehung" von Ed zu seinem Hund, den er liebevoll den "Türsteher" nennt und der mit ihm zusammen Kaffee trinkt! Ein Hund! Kaffee!! Zusak hat einen sehr einfachen Schreibstil. Ohne Schnörkel und viel Tammtamm erzählt er uns die Geschichte von Ed und zieht uns damit in seinen Bann.

Doch nicht nur Ed bekommt Botschaften.... denn auch der Leser kann sich am Ende des Buches sicher sein, dass er selber eine Botschaft bekommen hat. Welche das ist, werde ich hier natürlich nicht sagen, denn Ihr müßt das Buch selber lesen.

Ich bin absolut begeistert von diesem Roman. Genauso war ich es auch schon von der "Bücherdiebin", dem zweiten Romans des Autors. Und nun warte ich händeringend auf neuen Lesestoff von Markus Zusak, denn ich möchte ihn in Zukunft nicht mehr in meinem Bücherregal missen. Und wenn ich vor ein paar Tagen in der Rezension zur "Bücherdiebin" schrieb, dass es für mich das Buch des Monats März 2008 ist, so muss ich nun dieses Buch noch dazufügen. Für mich ist Markus Zusak der Autor des Monats.

Dieses Buch wird noch lange in mir wirken und ich werde mir sicher auch noch oft ähnliche Fragen stellen, wie die, die Ed sich in dem "Joker" gestellt hat. Und die Botschaft? Ich habe sie angenommen..... und wünschte, ein jeder von uns könnte dies tun.
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46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die wunderbare Welt des Ed, 14. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Joker (Gebundene Ausgabe)
Auf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, nachdem ich von Zusaks " Bücherdiebin" restlos begeistert gewesen war. Der Stempel "Jugendbuch" störte mich dabei nicht im geringsten - schließlich steht für mich Jugend vor allem für Phantasie und nicht für Primitivität und von "Sophies Welt" kann man auch mit 80 noch was lernen.
"Der Joker" spielt im Millieu junger Erwachsener in England, wo man sich mit einfachen Jobs über Wasser hält aber trotz allgemeiner Perspektivelosigkeit die Freundschaft noch einen hohen Wert darstellt. Als Ed durch eine Mischung aus Zufall, Wagemut und geringer Wertschätzung des eigenen Lebens einen Bankraub vereitelt, wird er kurzzeitig zum Helden des Orts. Als Folge davon bekommt er Spielkarten mit Adressen zugespielt, an denen er anderen Menschen helfen bzw. glücklich machen kann. Was ein bisschen nach "der wunderbaren Welt der Amelie" klingt, unterscheidet sich jedoch an einem zentralen Punkt : Was Amelie als neckische, leichte Spielerei praktiziert, hat bei dem vorliegenden Roman immer etwas schweres, existenzielles. Das sehe ich aber als großen Pluspunkt, denn jeder kennt diese Situationen ja von sich selbst: Zivilcourage bedeutet ja immer den Mut aufzubringen, die eigene Komfortzone zu verlassen und einzugreifen, selbst und gerade dann, wenn man sich dabei gewissen Gefahren aussetzt.
Auch wenn es sich unser Held niemals leicht macht mit seinen Ausflügen in das Leben eines Schiksalsgottes : "Der Joker" hat auch viele leichte und humorvolle Seiten, die das Buch in der Summe gut verdaulich machen.
Aufgrund meines Alters und meiner Lebensumstände konnte ich mich zwar nicht gut mit dem Protagonisten identifizieren, ich habe ich ihn jedoch schnell und gerne in mein Herz geschlossen, weil ihn diese Mischung aus Naivität, Loserstatus und Gutmenschentum einfach sympathisch macht. So nimmt man Teil an seinen Abenteuern und freut sich mit ihm über seine Erfolge.
Sprachlich ist das Buch eine wilde Mischung aus einerseits comicartigen, abgehackten Kurzsätzen und andereseits schönen bildhaften Ausführungen hohen literarischen Wertes. Wer wie ich auch "Die Bücherdiebin" gelesen hat, kennt diese Eigenart bereits, auch wenn "Der Joker" im Schnitt deutlich einfacher geschrieben ist (daher auch nur vier Sternchen).
Zusammengefasst fand ich diesen Roman sehr gut, weil es Mut macht - Mut, nicht wegzusehen sondern einzugreifen, wenn es denn offensichtlich nötig ist und dabei zugleich dem eigenen Leben mehr Sinn zu geben. Damit ist es für alle Menschen lesenswert, wenn auch am interessantesten für jene in Orientierungsphasen egal welchen Alters.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glück und Unglück in 4 Karten..., 8. Juli 2008
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Joker (Gebundene Ausgabe)
Auch wenn das Ende unbefriedigend ist, viele Stellen zu offensichtlich unrealistisch sind, und die Zielgruppe klar Jugendliche ist, hat das Buch eine Magie, die einem fast weh tut.
Es führt uns vor Augen, wie wenig es manchmal braucht einen Menschen glücklich zu machen. Wie oft wir doch an Kleinigkeiten vorbei gehen und sie als unwichtig bezeichnen. Und wie schnell jemand ein JEmand werden kann, wenn er das tut, was ER für richtig hält...
An die Bedeutung von "Die Bücherdiebin" kommt das Buch noch nicht ran, es mag aber auch am Inhalt liegen. Der zweite Weltkrieg ist schwer mit Glück zu toppen.
Das Buch ist aber voll von so einer subtilen Schönheit, die einem das Herz anhält...Danach will man nur Gutes tun...

Ein Buch nicht nur für Jugendliche!!!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein echter Joker, 2. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Joker (Gebundene Ausgabe)
Auf der Suche nach einem Geschenk stieß ich auf dieses Buch. Und wie ich das bei Buchgeschenken immer mache, las ich zunächst einmal selbst rein ... und legte es nicht mehr aus der Hand.
Dieses Buch ist ein echtes Geschenk, ein Buch, das man in allen Altersstufen (etwa ab späterem Jugendalter) lesen kann und sollte.
Auf einfühlsame, spannende, mitreißende, liebevolle Weise wird man in das Leben des Loosers Ed Kennedy hineingezogen und beschäftigt sich schließlich auch mit sich selbst. Ed entwickelt sich von einem Niemand zu einem Jemand, dem man nacheifern sollte.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen total gut!, 23. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Joker (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch habe ich in einem Rutsch gelesen. Es ist sooo gut geschrieben! Na ja, vielleicht bis auf das Ende, aber bis dahin ist man so sehr mitgerissen von der Geschichte, dass man dem Autor das etwas schwache Ende verzeiht. Ed Kennedy ist erst mal nicht gerade der Typ, auf den man sofort steht. Doch dass er seinen erbärmlich stinkenden Hund liebt, macht ihn gleich auch sympathisch. Hauptbeschäftigung Eds ist das Taxifahren, Nebenbeschäftigung Pokern. Dann gerät er plötzlich in einen Banküberfall und besteht die erste Bewährungsprobe. Von da an kriegt er plötzlich Spielkarten mit der Post zugeschickt, auf denen merkwürdige Dinge stehen, die er enträtseln muss und die irgendwie alle mit dem Leben zu tun haben. Von da an kriegt sein eigenes Leben plötzlich einen anderen Drive und er muss eine Menge Aufgaben lösen Und: Am Ende der Geschichte ist Ed zwar nicht total umgekrempelt, aber er sieht die Welt jetzt doch ein bisschen anders und genauer. Sehr lesenswertes Buch!
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116 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen lebensferne Moralismen, 18. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Joker (Taschenbuch)
Zugegeben, der Sprachstil ist originell. Auch die Idee mit den Spielkarten im Briefkasten ist hübsch. Die Szenenbeschreibungen von Eds Leben, seiner Clique, der Umgang mit seinem Hund: all das ist gut gemacht. Aber die Umsetzung der Idee "Mach etwas aus deinem Leben!" ist meines Erachtens mehr als daneben gegangen. Im Grunde genommen habe ich das Buch nur deswegen zu Ende gelesen, weil ich bis kurz vor Schluss hoffte: "Irgendwann muss Ed doch mit den Konsequenzen seiner selbstgefälligen Naivität konfrontiert werden." Doch nichts da: bis zum bitteren Ende zieht er sein Spiel durch, bei dem er eigenmächtig und gottgleich glaubt urteilen zu können, was andere Menschen brauchen um glücklich zu sein.

Sein Wissen darüber bezieht er aus den billigsten Klischees, wie man sie allenfalls aus Soap Operas kennt. Beispiele für die simple Moral, nach der er vorgeht, sind: "Ein alter Mensch ohne Partner muss unglücklich sein. Was ihn glücklich macht ist, Marmorkuchen und Besuch zu bekommen." - "Eine vom Ehemann vergewaltigte Frau ist dadurch glücklich zu machen, dass man ihren Mann verjagt, dann ist die Welt wieder in Ordnung." - "Ein Priester ist dadurch glücklich zu machen, dass er viele Leute in der Kirche hat, egal ob diese glauben oder nicht." usw. usf.. Dahinter verbirgt sich m.E. eine ans Zynische grenzende Überheblichkeit und Ignoranz gegenüber den Sorgen und Problemen und Denkweisen anderer Menschen. Und wenn ich mich recht erinnere, dann fragt Ed nicht einen einzigen der Menschen, die zum Opfer seines Helfenwollens werden: "Was brauchst du?" Er weiß es einfach so... Woher? Das wissen die Götter. Oder die Produzenten von Edelkitsch-Unterhaltung.

Ich finde es nicht schlimm, wenn ein junger Autor auf solche Hänschen-Klein-Klischees zurückgreift. Gruselig finde ich die Vorstellung, dass dies von vielen Lesern und Juroren so glatt und unreflektiert geschluckt wird. Das Buch wird so zu einer Propaganda für das "Helfen um des Helfers willen", für das "entmündigende verordnete Gute", ohne die Betroffenen nach ihrem Willen und ihren Bedürfnissen zu fragen. Es geht ja auch nirgends im Buch wirklich um die anderen Menschen, es geht um Eds persönliche Entwicklung. Aber da hätte ich es deutlich stimmiger gefunden, wenn er wenigstens einmal in der ganzen gleichförmigen Story auf einen Menschen getroffen wäre, der ihn konfrontiert hätte mit: "Stopp! Deine Interventionen sind übergriffig. Wenn du etwas für dein Leben tun willst, pack dich an deine eigene Nase."
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar, einfach wunderbar., 3. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Joker (Gebundene Ausgabe)
Manche Bücher sind so wunderbar, dass man es fast nicht in Worte fassen kann. Der Joker" von Markus Zusak ist eins von diesen Büchern. So wie Zusaks junger Protagonist Ed Kennedy die Menschen in seiner Stadt glücklich macht, so macht er auch den Leser glücklich. Man kann dieses Buch nicht aus Hand legen, bis man die letzte Karte und ihr Rätsel entschlüsselt hat. Sprachlich ist dieser Roman wunderbar, stellenweise fast experimentell, mit schlagfertigen Dialogen und massenhaft Situationskomik; ein einziges Feuerwerk an Gedanken und Gefühlen. Dennoch stehen stets ganz klar Eds Handlungen im Vordergrund. Sie erfüllen uns mit Staunen und Bewunderung: Wenn uns jemand wachrütteln würde, so dass wir aus unserem eigenen kleinen Leben ausbrechen und das Leben anderer Menschen um uns herum verändern - wäre das nicht eine wunderbare Geschichte? Der australische Schriftsteller Zusak führt uns aber nicht nur wunderbare Taten vor Augen, sondern vor allem auch Schmerz, indem er uns Menschen zeigt, die direkt nebenan wohnen könnten, die man aber normalerweise nicht kennen lernt. Einsame und Opfer von Gewalttaten, Gleichgültige und Arme, Verzweifelte und Verbohrte. Schnell ahnt man als Leser, dass die Spielkarten, die Ed von einem Unbekannten erhält, nicht nur das Leben anderer verändern sollen, sondern vor allem sein eigenes. Dass Ed stets das Richtige tut, dass er ein Gespür hat für realistische Lösungen, ist beeindruckend und erschreckend zugleich - fragt man sich als Leser doch ständig, ob man ebenso mutig und richtig handeln würde.

Einzig über das Ende dieses Buches lässt sich streiten. Einerseits wirkt es störend und wie eine surreale Deus-ex-Machina-Lösung, andererseits ist es, aus der Nähe betrachtet, die einzige in Frage kommende Lösung, nachdem die Geschichte sich so gewaltig aufgebaut hat und so sehr nach einem außergewöhnlichen Schluss schreit. Manche Leser werden den Kunstgriff des Autors auf den letzten Seiten lieben, für andere wird er die Schönheit der Geschichte schmälern.

Der Joker" ist ein wunderbarer, unverbrauchter und nachdenklich machender Buchtipp für Jugendliche und Erwachsene. Ed Kennedy, der ziellose, schnodderige Taxifahrer, ist sicherlich eine der besten Romanfiguren des Jahres 2006. Ein cooles Plädoyer für Zivilcourage und Freundschaft, das aber nie kitschig oder belehrend ist, sondern komisch, spannend und außergewöhnlich. Unbedingt lesen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch, das verändert, 15. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Joker (Taschenbuch)
Manche mögen meinen, diese Buch ist ein Flopp, doch dabei Irren sie sich gewaltig. Abgesehen davon, das der Stil, mit dem Markus Zusak dieses Buch geschrieben hat, einfach unverbesserlich ist, schafft er es mit diesem Theme etwas tief in uns anzusprechen, besser als wir selbst es jemals könnten.
Mit der Geschichte von Ed Kennedy, traurig, witzig, nachdenklich und wunderschön, versucht er uns allen zu sagen, dass wir etwas Besonderes sind und etwas tief in uns haben, dass uns eines Tages begleiten kann, immer sichtbar sein kann, wenn wir es nur zulassen.

Hier noch eine kurze Inhaltsangabe: Ed Kennedy ist schüchtern, langweilig und ein totaler Versager. Doch all das ändert sich, als er bei einem Banküberfall den Dieb stellen kann. Bald darauf erhält er einen sehr seltsamen Brief: Eine Speilkarte mit drei Adressen...

Was hier so gewöhnlich klingt, ist durch den Schreibstil von Markus Zusak spannender erzählt, als man denken mag.
Empfehlen würde ich dieses Buch allen Jugendlichen ab 14 Jahren und allgemein allen Erwachsenen, die eine Veränderung suchen.

Ich hoffe, meine Rezension war hilfreich!
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Der Joker
Der Joker von Markus Zusak (Taschenbuch - 6. Oktober 2008)
EUR 8,95
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