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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein verstörendes Buch über Magersucht
Da das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, erlebt der Leser Sinas Gefühle hautnah mit. Die Probleme und Sorgen, die andere Charaktere haben, bemerkt der Leser nur am Rande, wenn er Bemerkungen richtig interpretiert. Sina empfindet die Sorge ihrer Mutter und ihr Drängen, mehr zu essen, als Bevormundung, der Leser wird hierin eine Mutter erkennen, die...
Veröffentlicht am 16. Dezember 2005 von Media-Mania

versus
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr gutes Magersuchts-Buch
Ein Mädel auf der Reise von 68,3 Kilo über 38, hin zu 49,5kg - einmal Hölle und zurück hätte man diese 187-seitige Geschichte auch nennen können.

Sina Wagenknecht ist eine 68 Kilo schwere, 15-Jährige aus einer normal-langweiligen Großstadtfamilie. Weil ihr der unsympathische Onkel Erich an ihren Busen grabscht (S. 21),...
Veröffentlicht am 24. März 2009 von Mario Dreidrei33


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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein verstörendes Buch über Magersucht, 16. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Dann bin ich eben weg: Geschichte einer Magersucht (Taschenbuch)
Da das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, erlebt der Leser Sinas Gefühle hautnah mit. Die Probleme und Sorgen, die andere Charaktere haben, bemerkt der Leser nur am Rande, wenn er Bemerkungen richtig interpretiert. Sina empfindet die Sorge ihrer Mutter und ihr Drängen, mehr zu essen, als Bevormundung, der Leser wird hierin eine Mutter erkennen, die unfähig ist, ihrer Tochter zu helfen. Doch durch diese Perspektive entsteht auch die Gefahr, dass Hungern als positiv empfunden wird. Sina wird tatsächlich anfänglich fröhlicher und offener, bevor die Magersucht sie wieder verschließt. Doch die Schilderung des rauschhaften Hungergefühls könnte bei Mädchen in einer ähnlichen Situation wie Sina bewirken, dass sie es auch „nur mal ausprobieren“ wollen. Dieser Effekt wird aber durch den dramatischen Verlauf und durch die Beschreibung der körperlichen Folgen hoffentlich wieder größtenteils rückgängig gemacht. Einem Menschen, der soweiso schon mit seinem Gewicht hadert, sollte man dieses Buch nicht unüberlegt in die Hand drücken, zu groß ist die Gefahr, dass die eigentlich abschreckenden Elemente wie die Tagebuchaufzeichnungen der Essensmengen verlockend wirken.
Hier wird auch gezeigt, wie familiäre Probleme und schulischer Druck alles verschlimmern können. Sina leidet unter ihrer weiblichen Figur, als ein Onkel sie auf einem Familiengeburtstag an der Brust berührt. Dieses Erlebnis erfüllt sie mit einem solchen Ekel, dass sie allein, um die verhasste Figur loszuwerden, abnehmen will.
In der Schule werden von ihr überdurchschnittliche Leistungen erwartet, diesen Standard kann Sina einfach nicht dauerhaft aufrechterhalten, doch wenn ihre Leistungen abfallen, enttäuscht sie ihre Familie, die sie sowieso nur noch über Noten wahrnehmen. Vor allem der Vater kümmert sich kaum um die Tochter, Sina fühlt sich als kompletter Außenseiter.
Der Verlauf der Geschichte erscheint zwar vorhersehbar, doch ist es immer wieder erschreckend zu lesen, wie ein junges Mädchen, und mittlerweile auch immer mehr Jungs, in diese Krankheit abstürzen können.
Fazit:
Ein verstörendes Buch über die Gefahr der Magersucht und über die enorme Kraftanstrengung, die benötigt wird, um den Fängen der Sucht zu entfliehen. Doch wie Sina auch am Ende des Buches merkt: Der Kampf hört nie auf.
Nicht nur gefährdeten Mädchen kann man dieses Buch empfehlen, auch ihr Umfeld sollte es lesen, da es zeigt, wie man nach Möglichkeit nicht mit Magersüchtigen umgehen sollte.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr gutes Magersuchts-Buch, 24. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Dann bin ich eben weg: Geschichte einer Magersucht (Taschenbuch)
Ein Mädel auf der Reise von 68,3 Kilo über 38, hin zu 49,5kg - einmal Hölle und zurück hätte man diese 187-seitige Geschichte auch nennen können.

Sina Wagenknecht ist eine 68 Kilo schwere, 15-Jährige aus einer normal-langweiligen Großstadtfamilie. Weil ihr der unsympathische Onkel Erich an ihren Busen grabscht (S. 21), und andere Tanten ungeschickt über ihre Figur tuscheln, beschließt sie, eine Diät zu starten (S.23). Nach und nach verzichtet sie auf einzelne Mahlzeiten, beschäftigt sich mit dem Ana-Thema No1, den Kalorien! Sie bekommt Komplimente ihrer Freundin und eines Verehrers, knatsch mit ihrer Mutter... In Sprüngen geht das Buch dann weiter von 65 Kilo über 58 auf 51 , 44 und dann zwischen 41-38kg erfolgt ihr Zusammenbruch während ihres brutal harten Schwimmtrainings.
Zwischendurch philosophiert die totunglückliche Sina: "Ständig soll ich zum Essen gezwungen werden, alle wollen mir weismachen, dass ich nur als fette Kuh liebenswert bin... Kein Schwein interessiert sich doch für meine Persönlichkeit, für das, was ich denke und fühle, wonach ich mich sehne, wovor ich Angst habe. Nur wieviel ich esse ist denen wichtig!" (S.85).

Im letzten Drittel des Buches wird der "Heilungsprozess" beschrieben. Krankenhaus, Sondennahrung, Geschlossene Psychatrie; daheim ein Rückfall und die Selbsterkenntnis: "Eigentlich führe ich ein Scheißleben." (S. 153).
Am Ende kommt Sina in eine Wohngruppe für Essgestörte und ihre Genesung nimmt trotz vieler schlimmer Tiefs einen weiteren, positiven Verlauf.
Es ist ein sehr gutes Magersuchtsbuch von Christine Fehér! So gefühlvoll und sauber geschrieben. So leicht und flüssig zu lesen und trotzdem jederzeit ernsthaft.
Was eine (betroffene) Leserin eventuell stören könnte ist, wie schnell und "erfolgreich" die Genesung der Heldin vorangeht. Wenn's in echt so einfach wäre....
Humor kommt im Buch nicht wirklich vor, allerdings auch keine überflüssigen Nebenhandlungen, wie sie in anderen Büchern stören. Außerdem imponierte mir der Speiseplan, welcher in tabellarischer Tagebuchform jedes Kapitel einleitet. Kaufen, Mädels im Alter zwischen 14 und 18!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen eine Symptom-Sammlung, 27. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Dann bin ich eben weg: Geschichte einer Magersucht (Taschenbuch)
Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen! Man merkt definitiv, dass dieses Buch der Feder einer Jugendbuchautorin entsprungen ist. Die Autorin erzählt keine individuelle Geschichte, sondern versucht eine Reihe bekannter Symptome zu sammeln und in die Geschichte von Sina zu integrieren.

Mir fehlt der Tiefgang. Mir fehlen die Reflexionen. Und, auch wenn es wohl übereinstimmende Muster bei Magersüchtigen gibt, so ist jede Geschichte doch eine individuelle.

Auch hier kann ich meinem Vorredner nur zustimmen: das Buch eignet sich wohl für pubertierende Mädchen um einen Eindruck von dieser Krankheit zu gewinnen.

Mein Resümee: ein Kollekt von Symptomen und zu wenig abschreckend, wenn man bedenkt, dass es sich um eine ernst zu nehmende Krankheit handelt, die bleibende Schädigungen verursacht und an der ein nicht zu vernachlässigender Prozentsatz der Betroffenen stirbt.
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Oberflächlich genießbar, psychologisch betrachtet MÜLL!, 29. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Dann bin ich eben weg: Geschichte einer Magersucht (Taschenbuch)
Ich beschäftige mich seit mehreren Monaten sehr intensiv mit dem Thema Magersucht. Zu Beginn dieser "Karriere" habe ich dieses Buch gelesen und war auch an einem Tag fertig damit, weil es mir wirklich sehr gut gefallen hat und es einen gewissen Suchtfaktor hat (den ich auch gar nicht abschreite). Nach einiges Monaten, in denen ich mehrere Dokumentationen zum Thema Magersucht gelesen und mich auch so "fortgebildet" hatte, entschloß ich mich, das Buch nochmals zu lesen, und wurde auch wieder sehr schnell fertig. Ich bin zum Schluß gekommen dass es eine Schande ist dass ein solches Buch überhaupt verkauft wird und zum Teil, wie hier in meiner Heimatstadt, bei den Jugendbüchern in recht gutem Licht präsentiert wird. Es verwendet nicht nur alle Klischees die über die Magersucht existieren, sondern begeht auch noch einen anderen Fehler, den man in so einem Buch NIEMALS anwenden darf: Zeitsprünge. Zu Beginn beschließt Sina also eine Diät zu machen, aufeinmal findet ein Zeitsprung statt, von dem man nicht weiß wie lang er ist, und schwupps, sie ist 3 Kilo leichter (als ob es im echten Leben so einfach wäre! Ich selbst habe Erfahrung mit Abnehmversuchen gemacht und weiß dass es nicht allzu einfach ist). Einen weiteren Zeitsprung hat man bei ihrer Heilung, wieder ohne das man wüsste wie lang er ist und sie isst wieder fröhlich mit ihren Freunden Pizza und trinkt eine Cola. Das ist nicht nur extrem weit von der Realität entfernt sondern auch noch extrem gefährlich, weil es die Krankheit verblümt bis zum geht nicht mehr und die Erkrankungsgefahr für junge Mädchen die dieses Buch lesen nur höher wird.

Mein persönliches Fazit: Wer Bücher zu diesem Thema lesen will, sollte BITTE Bücher lesen die auf der Realität basieren, ich empfehle hier ganz stark Alice im Hungerland von Marya Hornbacher, das zwar um einiges schwerer zu lesen aber im Endeffekt viel realitätsnaher und schockierender ist als dieses Buch hier.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nah an der Realität...., 8. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Dann bin ich eben weg: Geschichte einer Magersucht (Taschenbuch)
ich finde das buch " dann bin ich eben weg " ist sehr ergreifend geschrieben und ermöglicht dem leser einen direkten einblick in sinas gefühle, gedanken und ihr ganzes leben.. bevor ich dieses buch gelesen habe war das thema magersucht zwar nicht ganz uninteressant für mich, jedoch mit dem lesen des buches wurden mir so einige fakten über magersucht klar und ich habe mich mit dem thema auseinandergesetzt.. zusätzlich hat es sich im nachhinein sehr bewährt, das buch gelesen zu haben, denn wie ich bal bemerkte, litt auch meine freundin an magersucht.. mit den vorkenntnissen aus dem buch konnte ich die sympthome rechtzeitig erkennen und die schienen meiner freundin noch im richtigen moment umlenken ( was trotz all dem ganz und garnicht leicht war ) und sie vor dem schlimmsten bewahren.. sie war auch in betreuung und bedankt sich auch heute noch oft bei mir für meine hilfe.. ( sie hat trotzdem eine schwere zeit hinter sich falls sich das jetzt so anhören mag als wenn das buch ein LEBENSRETTER ist..... )

dennoch finde ich nicht nur die infos zum thema magersucht, sondern die ganze geschichte an sich lobenswert und es lohnt sich auf jeden fall es zu lesen!

ich finde, der welt sollte noch viel mehr von diesem thema berichtet werden,denn in der heutigen gesellschaft ist das thema " magersucht " keine seltenheit mehr.....
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Warnung oder Aufruf zur Nachahmung?, 21. Dezember 2006
Von 
Andrea Lechner "terrible Mum" (Schwabach, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dann bin ich eben weg: Geschichte einer Magersucht (Taschenbuch)
Ich kann nur sagen, dass meine fast 13jährige Tochter durch die Lektüre dieses Buches erst auf die Idee gekommen zu sein scheint, dass einfach-immer-weniger-essen doch wunderbar ist, um abzunehmen (obwohl sie nie zuviel gewogen hat, auch nicht ansatzweise)und zugleich den nervenden Eltern und/oder anderen so einen richtigen Schuss vor den Bug zu setzen. Sie verhält sich seit ein paar Wochen genauso wie Sina, incl. übertriebenem Lerneifer und übermäßigem Sport usw.- Welche verheerenden Folgen das für sie selbst hat, erkennt sie nicht, wie auch die Sina in dem Buch. Magersüchtige oder dazu prädestinierte Jugendliche sind, denke ich, sehr selbstbezogen, wollen ohne andere auskommen, sind wohl oft auch starke Persönlichkeiten, die ihr Ding durchziehen , brauchen aber dringend Hilfe von außen. Sina findet es ja zunächst auch ganz positiv, wie die Sache mit der Diät anläuft und wie toll sich das für sie macht, eben eine typische Sucht-Geschichte. Junge Mädchen könnten schon, auf die Idee kommen, das auch mal auszuprobieren. Deswegen möchte ich davor warnen, dieses Buch unbedenklich weiter zu empfehlen, auch als Therapiehilfe eignet es sich höchstens unter fachlicher Betreuung.
Meine Tochter hatte es anscheinend aus der Bibliothek. Sicher hat sie es nur geliehen, weil sie das Thema schon zuvor interessiert hat, ich würde die Buchlektüre nicht als Auslöser ihrer Krankheit sehen, aber sicher als Verstärker. Und die "schreckliche" Mutter bin ich in dem Fall (übrigens normalgewichtig, aber einen kleinen Bruder habe ich meiner Tochter auch zugemutet....), aber das hilft auch nicht viel, denn "schrecklich" ist ja sehr subjektiv und auch Eltern haben ein gewisses Recht auf Individualität, die sich nicht immer nach den Wünschen der Kinder verbiegen lassen will. Wenn alle Gesprächsangebote ausgeschlagen werden, redet man eben irgendwann nicht mehr viel. Jetzt hoffen wir auf eine fähige Psychologin mit Durchblick.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "Mama, hätte ich dieses Buch nur nie gelesen!", 8. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Dann bin ich eben weg: Geschichte einer Magersucht (Taschenbuch)
Mit diesem Satz hat mir meine 13jährige Tochter gestanden, dass an Magersucht erkrankt ist und der Roman "Dann bin ich eben weg" ihr eine ausgezeichnete Anleitung gab, wie man sich als junges Mädchen runterhungern kann. Das Buch übte eine Faszination und einen Sog auf meine Tochter aus. Nachdem ich hier entdeckte, dass dies kein Einzelfall ist, kann ich nur feststellen - dieses Buch gehört nicht in die Hände pubertierender Jugendlicher.

Sicherlich ist es für einen Autor der schönste Erfolg, wenn sich die Leser mit der Romanfigur identifizieren. Was zweifelsohne hierbei gelungen ist. Der Roman ist in Ich-Form geschrieben, die Hauptfigur Sina ist ein Mädchen mit Problemen, die in diesem Alter keine Seltenheit sind und die dazugehörige Familie wird sehr klischeehaft und oberflächlich beschrieben - vermutlich so, wie sehr viele in diesem Alter die Wahrnehmung auf die "nervenden Dinge" in einer Familie fokussieren.
Welches Mädchen in der Pubertät fühlte sich hier nicht verstanden?
Jedes Kapitel beginnt mit einer Essensliste der Protagonistin - perfekt hier kann sich der jugendliche Leser gleich messen, ob er es schafft, weniger als die Hauptfigur zu essen. Auch die zahlreichen Tipps, wie man seine Magersucht geheim hält und sich die besorgte Mutter vom Hals hält, sind sehr hilfreich.

Das Buch sollte umbenannt werden, mein Vorschlag: "Anleitung zur Magersucht".
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wegmachen als Ausweg, 8. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Dann bin ich eben weg: Geschichte einer Magersucht (Taschenbuch)
Dieses Buch fand ich durch Zufall in der Leihbücherei.Ich habe es an zwei Tagen durchgelesen,es berührt zutiefst.Sina,ein junges Mädchen,fünfzehn Jahre alt steht vor einem massiven innerem Zwiespalt.Die dominante,schon übergriffige Mutter kontrolliert Sinas Leben.Sina führt kein autonomes Leben.Ihr Leben,im Reifeprozess, verläuft zunehmend anders.Sina versucht verzweifelt ihre Kontrolle über sich und ihre Gefühle zurückzuholen.Die Schule stellt hohe Anforderungen,dem Leistungsdruck dem Sina ausgesetzt ist,scheint sie nicht zu entkommen.Doch dann entkommt sie! Mit dem ja zuerst nachvollziehbarem Wunsch in eine Jeans zu passen,in die die Freundin hineinpasst,fängt die längste Diät ihres Lebens ans.Sie zählt Kalorien, mit jedem gespartem Kilogramm, auf der so schrecklichen Waage,distanziert sie sich von dem Leistungsdruck und dem inneren Konflikt zwischen Bindung zur Mutter und Autonomie.Die Magersucht hat sie gepackt,ein anderer Lebens(Leidens)weg fängt für sie an.Mit ihrer Magersucht verliert sie die Gefühlswelt ,die Nähe zu sich und anderen Menschen zunehmenst.So schrecklich und körperlich lebensbedrohlich ihre Krankheit ist, so hat sie doch die ursprüngliche Funktion,einen tiefen inneren Zwiespalt aufzulösen,scheinbar gelöst.
"Sina" hat mich berührt in diesem Buch.Die familiäre Atmosphäre ist erschütterlich gut beschrieben.Für Selbstbetroffene empfehle ich dieses Buch nur mit ,oder, nach einer Therapie.Es bedarf mehr als gute Lektüre zum Verstehen dieser Krankheit des 21.Jahrhunderts,die in den Fortschrittsländern zunimmt.Es bedarf Therapie , Geduld und Hilfe einen Lebensweg,wie Sinas weiterzugehen.Ich möchte ferner allen Betroffenen Mut und Kraft wünschen!
Das Buch bekommt fünf Sterne,es beschreibt so lebensnah genau den Auswegslosen Weg des Wegmachens !

Thomas Netzer
tomsangelart@t-online.de
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wie der Titel schon sagt - eine Geschichte, 13. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dann bin ich eben weg: Geschichte einer Magersucht (Taschenbuch)
Da ich selbst an einer Essstörung leide, habe ich angefangen Erfahrungsberichte zu diesem Thema zu lesen, um herauszufinden, wie andere Menschen mit dieser Krankheit umgehen.
Das Buch "Dann bin ich eben weg" ist, wie der Untertitel schon sagt, eine Geschichte.
Ein Mädchen will eine Diät machen, da ihre Freundin dünner ist als sie selbst.
Aus dieser Diät entwickelt sich in rasender Schnelle eine schwerwiegende Essstörung. Das Mädchen kommt ziemilch nach "Entdeckung" der Essstörung in eine Klinik, verlässt die Klinik und bestellt sich gleich eine Pizza.
Die Geschichte ist sehr weit von der Realität entfernt. Es ist zwar in der Ich-Form geschrieben, doch wird hier die Krankheit zu sehr verharmlost.
Wer sich wirklich näher mit der Krankheit und dem Thema befassen will, dem empfehle ich "Engel haben keinen Hunger" oder "Alice im Hungerland". Diese Bücher beruhen auf wahre Ereignisse und sind nicht so platt hingeklatscht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Buch, 20. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Dann bin ich eben weg: Geschichte einer Magersucht (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch in einer Nacht verschlungen.

Von vielen Büchern, die ich über das Thema Magersucht gelesen habe, war dieses mit Abstand eines der besten. Die Verzweiflung, die Sina erfüllt und die Trauer reißen einen mit und auch ihr Weg zeigt auf, dass die Klinik nicht, wie oft in solchen Büchern propagiert, die Ideallösung ist - denn Magersucht beginnt im Kopf und wird nicht durch die reine Gewichtszunahme null und nichtig. Allerdings ist es imho nicht geeignet für jüngere Kinder, sonder wirklich erst ab 13 bis 14 Jahren lesbar.
Auf Betroffene kann es stark triggernd wirken.

In jedem Fall aber empfehle ich es weiter und werde wohl auch weiter nach Literatur von Christine Fehér Ausschau halten.
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Dann bin ich eben weg: Geschichte einer Magersucht
Dann bin ich eben weg: Geschichte einer Magersucht von Christine Fehér (Taschenbuch - 5. Oktober 2005)
EUR 6,95
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