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5.0 von 5 Sternen Ein Mord als Vorwand, 13. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Attentäter: Hintergründe der Pogromnacht 1938: die Geschichte von Herschel Grynszpan (Taschenbuch)
Der siebzehnjähriger Herschel Grynszpan, ein Jude aus Hannover, erfuhr in Paris von der Deportation seiner Familie nach Polen. Er hatte sich dort schon längere Zeit illegal aufgehalten und bemühte sich nun um Papiere zur Ausreise nach Deutschland, weil er seinen Eltern helfen wollte.
Am 7. November 1938 verletzte er den Legationsrat Ernst vom Rath in der deutschen Botschaft mit drei Schüssen so schwer, dass dieser zwei Tage später daran starb. Das Attentat war jedoch nicht die Ursache, sondern nur der Vorwand für eine Pogromnacht, die den Wendepunkt in der Judenpolitik des Dritten Reiches einleitete.

Am 9. November 1938 hielt Goebbels in München eine antijüdische Hetzrede, das Startzeichen für die „Reichskristallnacht“: Überall im Reich gingen die Synagogen in Flammen auf, jüdische Friedhöfe wurden verwüstet, jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört und geplündert. Wo man nachts auf völlig verschreckte Juden traf, wurden sie verhöhnt und misshandelt. Etwa zwanzigtausend kamen in die Konzentrationslager. Es war ein sehr kleiner Teil des deutschen Volkes, der sich an diesen Ausschreitungen beteiligte, aber die Mehrheit nahm das Geschehen achselzuckend hin. Nur wenige halfen ihren jüdischen Mitbürgern tatkräftig. Als das Ausland sich entrüstete, behauptete Goebbels, es handele sich um einen Ausbruch der „Volkswut“. Wie gewöhnlich log der Propagandaminister.

Grynszpan Anschlag diente den Nationalsozialisten nur als Vorwand für eine breit angelegte Aktion gegen die Juden, die in der Presse als spontane Vergeltungsaktion des deutschen Volkes dargestellt wurde. Der Novemberpogrom war jedoch schon von langer Hand geplant gewesen, der Mord an von Rath bot nun einen willkommenen Anlaß, ihn durchzuführen. Schon wenige Tage nach dem Attentat traten viele neue Verordnungen in Kraft, was zeigt, dass es sich nicht um eine spontane Vergeltungsaktion gehandelt haben kann. Das nationalsozialistische Regime begann lediglich einen Plan umzusetzen, den es schon lange vorher beschlossen hatte: die völlige Verdrängung der Juden aus der deutschen Wirtschaft.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein toller roman, der einem die geschichte näher bringt, 15. März 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Attentäter: Hintergründe der Pogromnacht 1938: die Geschichte von Herschel Grynszpan (Taschenbuch)
lutz van dijk kann nicht nur tolle romans schreiben, sondern auch stoffe aus der deutschen geschichte spannend, aber auch realistisch und authentisch aufarbeiten. dieses buch ist voller details, die man im normalen geschichtsunterricht nicht erfährt. man erfährt viel über die beweggründe dieses attentats und über die folgen. leicht zu lesen, trotzdem überhaupt nicht flach, sondern mit viel liebe zum detail und politischem anspruch.
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Der Attentäter: Hintergründe der Pogromnacht 1938: die Geschichte von Herschel Grynszpan
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