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TOP 1000 REZENSENTam 9. März 2014
Der Anfang: Am Morgen vor meiner Hochzeit erwachte ich, ohne zu ahnen, dass ich tot war, obwohl mein Herz noch schlug.

Nina Blazons Jugendbücher haben, so unterschiedlich sie auch sind, eines gemeinsam - es sind meist Einzeltitel. In Zeiten der Reihen und Serien ist das vielen Lesern sehr willkommen, da man sich hier nicht auf eine Fortsetzung gedulden muss. In "Der dunkle Kuss der Sterne" nimmt uns die Autorin mit in eine High Fantasy Geschichte der besonderen Art. Teils typisch für dieses Gerne, teils moderner interpretiert, hat dieses Buch den eindeutigen Nina Blazon-Stempel. Es ist so wunderbar, dass man es nach dem Lesen tatsächlich schade findet, dass es auch hier wahrscheinlich bei einem Einzelband bleiben wird.

"Denn irgendetwas Schreckliches war mit Canda Moreno geschehen. Das, was mich ausmachte, war einfach verschwunden. Irgendetwas hatte den Glanz von meiner Haut genommen, den Klang aus meiner Stimme, die Stärke aus meinen Knochen und den Mut aus meiner Seele." - S. 26

Zugegeben, High Fantasy ist meist kein Easy-Reading. Gilt es doch, eine fremde neue Welt zu erkunden, sich mit Begriffen und Gebräuchen der Geschichte vertraut zu machen und die Hauptcharaktere gut kennenzulernen. So auch bei "Der dunkle Kuss der Sterne". Die Story ist herrlich komplex und strotzt vor tollen Ideen. Kompliziert wird es aber nicht, da das Buch jugendgerecht geschrieben ist. Liest man aufmerksam, dann kann man der Handlung, und vor allem der Auflösung gegen Ende, sehr gut folgen, auch wenn es mal etwas abstrakter wird. Nach einer kurzen Einlesezeit ist man mittendrin und möchte nicht mehr auftauchen - versprochen!

Hauptprotagonistin Canda erzählt die Geschichte in der Ich-Form. Anfangs wirkt sie noch sehr stolz und etwas unnahbar. Als Hohe und Mitglied der fünf großen Familien scheint sie über jeden Fehler erhaben. Man erkennt sehr schnell, in welchem Machtgefüge sie aufgewachsen ist und genau so verhält sie sich auch. Dennoch merkt man ihr ein großes Herz an. Sie hinterfragt Dinge und erfährt von ihren mächtigen Eltern keine warmherzige Liebe.
Ihr Charakter ändert sich, als sie mit dem Sklaven Amad durch die Wüste und auf die Suche nach ihrem Verloben Tian geschickt wird. Candas Abstammung ist hier nicht mehr relevant. Das muss sie teilweise auf die harte Tour erfahren, gerade durch Amad, der ihr manchmal ganz schön den Kopf wäscht. Die Streitgespräche zwischen den beiden sind famos und gleichzeitig herrlich amüsant oder an anderen Stellen unerwartet liebevoll und romanisch.

"Ich war vom Himmel gefallen wie ein verglühender Stern. Und ebenso unwiderruflich." - S. 77

"Der dunkle Kuss der Sterne" ist im Grunde (k)eine typische Wanderschafts- oder Reise-Fantasygeschichte, bei der die Hauptprotagonisten etwas suchen, bzw. eine Aufgabe erfüllen müssen. Die Story ist linear, Zeitsprünge oder Szenenwechsel gibt es keine. Das Setting ändert sich aber ständig und trägt somit dazu bei, die Handlung sehr attraktiv zu gestalten. Zudem entwirft Nina Blazon ihre Geschichte und Charaktere so spannend, interessant und vereinnahmend, dass man das Buch kaum zum Seite legen mag. Der bildliche Stil ist perfekt! Eine Besonderheit, ist, dass die Autorin in die altertümlich anmutende Welt Elemente wie Klimaanlagen (in den Häusern der Hohen), Taschenlampen (neben Öllaternen) oder Aufzüge und Dampflokomotiven mischt. Das macht die Geschichte auf ihre Art einzigartig, ohne dass sie den Charme gängiger High Fantasy verliert.

Auf etwa 530 Seiten liest man hier ein episch anmutendes Meisterwerk der (jugendlichen, bzw. All Age-) Fantasy, welches man anderorts nur in richtig dicken Wälzern findet. Diese Geschichte spricht die komplette Gefühlspalette des Lesers an, hat wunderbare Charaktere, tolle Ideen und einen vielschichtigen und komplexen Plot. Das Ende ist passend gewählt, abgeschlossen und stellt aufseufzend zufrieden. Dennoch wäre eine Fortsetzung denkbar und hier einmal ausdrücklich erwünscht.

Das persönliche Fazit
Ich habe fast alle Jugendbücher von Nina Blazon gelesen und jedes hat mich auf seine Art erreicht und konnte mich faszinieren. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an "Der dunkle Kuss der Sterne". Diese wurden dann noch übertroffen, ich war schlicht begeistert, ja beeindruckt. Komplett! Die Story, die Charaktere, die Ausdruckskraft - einfach nur wunderbar. Das Buch nimmt einen gefangen und ist auf seine Art düster-geheimnisvoll und romantisch. Ich könnte es immer wieder lesen - ein Lieblingsbuch!
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Als Canda am Tag ihrer Verbindung mit Tian aufwacht, weiß sie, dass etwas Schlimmes geschehen ist. Der Mann, den sie liebt und mit dem sie für immer verbunden werden sollte ist verschwunden! Und mit ihm Candas Glanz, eine Gabe, die sie zu einer strahlenden, jungen Frau macht!

Nunmehr unscheinbar und zurückgelassen mit ihren verbliebenen drei Gaben ist sie gesellschaftlich in Ungnade gefallen, so dass ihre eigene Familie sie daraufhin verstößt und für immer wegsperren will. Nur knapp kann Canda dem entkommen, wird auf ihrer Flucht jedoch von der Mégana, der obersten Herrscherin ihrer Stadt und einem ihrer Sklaven abgefangen. Ein Handel verhilft Canda zur weiteren Flucht, auf der sie sich auf die Suche nach Tian macht, an dessen Liebe sie immer noch festhält. Doch die Bedingungen des Handels sind hart, ebenso wie die beschwerliche Reise, auf die sich Canda gemeinsam mit dem Sklaven Amad begibt.

Meine Meinung:

Die Welt von Ghan, in der Canda behütet aufgewachsen ist, mutet durch und durch fantastisch an. Abseits gelegen in der Wüste ist die Stadt das Zentrum der Macht des ganzen Landes. Hier herrschen fünf mächtige Familien, die sich alle durch besondere Gaben auszeichnen, die ihre Position festigen. Sie residieren hoch oben im inneren Kreis der Stadt in jedem erdenklichen Luxus. Um sie herum sind kreisförmig absteigend die niederen Kasten angeordnet, die ihnen zu Diensten sind.

Gemeinsam mit Canda, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, tastet man sich ganz langsam an das Geheimnis dieser Stadt heran, dessen Ursprünge tief in der Vergangenheit liegen. Dabei durfte ich mitverfolgen wie sehr sich das Mädchen im Laufe der Handlung gewandelt hat. Der Verlust ihrer gesellschaftlichen Position und jeglicher Vorteile sind ein schmerzhafter Einschnitt in ihrem Leben, doch beweist Canda viel innere Stärke und gewinnt dabei einen neuen, unverstellten Blick auf ihre Welt. Besonders gut gefallen an ihr hat mir, dass sie stets an die Menschen, die sie liebt, glaubt und an ihnen festhält, egal, was andere über sie sagen oder denken.

Auch an die Hintergründe für Tians Verschwinden und den Verlust von Candas Glanz führt die Autorin ihre Leser Schritt für Schritt heran. Lange habe ich im Dunkeln getappt, so dass mich Nina Blazon stets mit ihren Wendungen überraschen konnte. Nie war etwas vorhersehbar, die Spannung dafür konstant spürbar.

Die Idee zu der Geschichte war für mich gänzlich neu und frisch und erschien mir wirklich gut umgesetzt. Ich bin jedes Mal wieder überrascht, wie Nina Blazon es schafft, immer wieder unverbrauchte und einzigartige Ideen zu präsentieren. Zudem beeindruckte mich die Autorin wieder einmal mit ihren wundervollen Beschreibungen der Orte, die Canda besucht hat, die vor meinem geistigen Auge schnell Gestalt angenommen haben.

Fazit:

Nina Blazon ist eine geniale Geschichtenerzählerin und auch mit "Der dunkle Kuss der Sterne" hat sie mich schnell wieder in ihren Bann geschlagen. Fasziniert habe ich den Roman verfolgt, der von einer atemberaubenden, magischen Welt erzählt. Tolle und vielschichtige Charaktere haben mich ebenso wie die unvorhersehbare und spannende Handlung beeindruckt und ich hätte Canda gerne noch weiter auf ihrer Reise begleitet.
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am 26. Februar 2014
Canda, eine junge Frau der obersten Kaste Ghans, wacht nach einem schrecklichen Albtraum auf und erkennt sich selbst nicht mehr im Spiegel: Es ist ihr Gesicht, das ihr entgegenblickt, aber etwas ist verloren gegangen. Ihr fehlt der Glanz, mit dem sie alle bezaubert hat. Und Tian, dem sie versprochen war, ist spurlos verschwunden … Ihre eigene Familie verstößt sie und lässt sie wegsperren, doch Canda entkommt. Und trifft ausgerechnet auf die Mégana, die Herrscherin des Landes, die ihr einen erstaunlichen Handel vorschlägt: Sie stellt Canda einen Sklaven, den geheimnisvollen Amad, zur Seite, um Tian zu suchen. Doch der Preis, den Canda dafür zahlen muss, ist hoch, und ihre Suche führt auf ungeahnte Wege …

"Der dunkle Kuss der Sterne" ist der neueste Roman aus der Feder von Nina Blazon.

Dieser Roman bietet dem Leser ein einzigartiges phantastisches Abenteuer, das von der ersten bis zur letzten Seite vor neuen Ideen übersprudelt und ein wunderbares Lesevergnügen vermittelt.

Die phantastischen Elemente in dieser Geschichte bilden den Grundstein für ein Abenteuer voller Spannung und Phantasie. Man taucht sofort ein in diese magische Welt und klebt begierig zwischen den Buchdeckeln, die man gar nicht mehr verlassen möchte.

Nina Blazon schilder dabei ihren Roman so eindrücklich und voller Gefühl, das eine einmalige Atmosphäre heraufbeschworen wird, die alle Elemente dieses Romans verbindet und in der man sich stets wohlfühlt. Durch ihren bildhaften Schreibstil, der die Details so unaufdringlich, dabei aber so passend verpackt, wiedergibt, entstehen wunderbare Bilder im Kopf des Lesers.
"Der dunkle Kuss der Sterne" ist von vorne bis hinten atmosphärisch dicht erzählt und brilliert mit einer Vielfalt und Tiefe, die diesen Roman zu etwas Besonderem werden lassen.

Stets ist die Spannung vorhanden, die es braucht, um den Leser zu fesseln und ihn immer weiterlesen lassen zu wollen. Dabei ist diese wohl dosiert und an den richtigen Stellen mal ausgeprägter und mal weniger; wirkt aber zu keiner Zeit gewollt oder überfrachtet.

Nina Blazon hat mit diesem Roman einmal mehr bewiesen, wie viel Kreativität und Phantasie gekoppelt mit einem ungeheuren Erzähltalent sie besitzt. Neue Ideen in einer wundervoll erzählten Geschichte beweisen einmal mehr, dass auch deutsche Autoren echte Pageturner erschaffen können, die die Leser begeistern.

Auch eine kleine Portion Romantik findet sich in diesem märchenhaften Abenteuer voller Facetten. Aber auch dieses Element ist herrlich unaufdringlich und angenehm zu lesen.

Das Ende ist in sich abgeschlossen, wie es sich für einen Einzelband gehört und lässt den Leser zufriedengestellt zurück. Die 500 Seiten sind dabei wie im Fluge vergangen und machen Lust auf weitere spannende und phantastische Romane aus der Feder Nina Blazons.
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am 3. März 2015
Dieses Buch konnte mich absolut begeistern un zählt jetzt zu meinen Lieblingsbüchern.
Es ist sprachlich ansprechend und zu meiner großen Freude sind mir auch keine Grammatik- oder Rechtschreibfehler ins Auge gesprungen.
Die Geschichte ist spannend, ungewöhnlich und nicht so leicht zu Durchschauen. Selbst wenn man einiges erahnen kann, kommen doch immer wieder unerwartete Wendungen ins Spiel. Häufig wenn mich eine Geschichte so packt wie diese, neige ich dazu einige Passagen eher schnell zu überfliegen, bis wieder was spannendes im Handlungsverlauf folgt. In diesem Buch habe ich das nicht einmal getan, es hätte mir Leid getan auch nur eine Kleinigkeit zu verpassen.
Die Charaktere sind authentisch ausgearbeitet und erobern schnell das Leserherz. Vor allem die Protagonistin und ihre Entwicklung beeindruckt, ohne dabei unecht zu wirken. Es kommt zu keinen übertriebenen Heldendarstellungen, die letzen Endes das Gesamtbild unglaubwürdig machen.

Fazit: Ein wunderschönes Fantasy- Buch, das tatsächlich mit viel Fantasie aufwarten kann. Unbedingt lesen!
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am 1. April 2015
Fantastisch, neu, kraftvoll und süchtig machend. Eigentlich lese ich lieber in sich geschlossene Bücher als Trilogien oder endlose Reihen, aber bei diesem Buch wünschte ich noch viele weitere Fortsetzungen! Das Buchcover lässt absolut nicht erahnen, was darin enthalten ist. Anders und sehr besonders von der außergewöhnlichen Geschichte, über die Charaktere und die Wendungen. Ich bin begeistert und hab die Nacht zum Tag gemacht!
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am 7. September 2014
Neue Ideen, gut umgesetzt, spannend beschrieben.
Was mich etwas irritiert, ist, als die Rede von Aufzügen, Gewehren und Revolvern ist, aber sonst eine recht rückständige Technik beschrieben wird. Es gibt Züge bzw. zumindest einen Zug, aber keine sonstigen Gefährte.
Für mich trotzdem ein Buch, das ich wieder lesen werde, deswegen auch 5 Sterne.
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am 31. August 2014
Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und habe es in 3 Tagen durchgelesen - meistens bis spät in die Nacht. Dieses Buch hat für mich alles, was zu einem unvergesslichen Leseabend dazugehört. Romantik, Spannung, Fantasie, Charaktere mit denen man mitfühlen kann und eine bezaubernde Welt, die einen nicht mehr los lässt. Ich werde auf alle Fälle noch mehr von Nina Blazon lesen.
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am 3. Oktober 2014
Mehr zufällig bin ich durch eine Amazon Kindle Aktion auf Nina Blazons „Der dunkle Kuss der Sterne“ gestoßen und dieses Buch hat mich unglaublich überrascht. Seit Harry Potter habe ich nicht mehr so viel Ideenreichtum in einer Fantasygeschichte gefunden. Ich bin völlig fasziniert, von der Welt, die die Autorin erschaffen hat, und in einer bildlichen Erzählweise rüberbringt, als wäre man mittendrin. Die Protagonisten haben Macken und Fehler und man ist nicht immer einverstanden mit dem was sie tun, aber das macht es meiner Meinung nach so interessant und sie so sympathisch. Selbst die Nebencharaktere sind vielschichtig, haben Tiefe und sind liebenswert. Die Geschichte ist sehr komplex und die Erzählweise flott, so dass keine Langeweile aufkommt. Nach 529 Seiten wünschte ich mir tatsächlich es wäre noch nicht vorbei…
Auf alle Fälle ist „Der dunkle Kuss der Sterne“ eines meiner Lieblingsbücher 2014 und es ist nicht das letzte was ich von Nina Blazon gelesen habe.
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am 29. März 2015
Aufmachung

Von mir gelesen wurde die Hardcoverausgabe des Buchs mit einer sehr eigenen Aufmachung. Unter dem Einband verbirgt sich ein türkisfarbener Harteinband, Titel und Autorenname auf dem Buchrücken sind in türkisem Metalliceffekt geprägt. Ganz ansehnlich, wenn der Umschlag also ab ist. Sehr schön flexible Buchbindung, die ziemlich stabil ist und die beinah märchenhaft gelben Seiten zusammenhält. Das Cover ist Geschmackssache. Es ist sehr eigen und offenbart den Sinn wahrhaftig erst nach dem Lesen des Buches. Mein Geschmack traf es bis auf die Farbe nicht. Das Buch wäre für mich absolut kein Coverkauf gewesen. Wenn der Kauz sich zu so etwas überhaupt hinreißen ließe.
Inhalt
Ghan ist die goldene Stadt in der Wüste. Hier leben die Hohen, die von den Ahnen mit bis zu vier übermenschlichen Gaben bedacht sind. Canda, Tochter der höchsten Richterzweiheit Ghans kann sich besonders glücklich schätzen, sie wurde bei ihrer Geburt mit vier Gaben bedacht. Ihr junges Leben läuft in wohlbehüteten Bahnen. Ihr zukünftiger Ehemann Tian ist ihr seit ihrer Kindheit tief vertraut und sie verbindet ein Band wortloser Verständigung. Candas Ausbildung zur Nachfolgerin der Mégana, einem Teil der Führerzweiheit des Landes, scheint ihr ebenfalls seit Geburt vorbestimmt.
Am Morgen ihrer Hochzeit erwacht Canda durch einen schrecklichen Traum. Ihr Verlobter ist verschwunden, doch nicht nur er. Dem nicht genug. Etwas anderes kommt in dieser Nacht auch abhanden, Candas unbeschreibliche Schönheit, ihr Glanz. Weil Canda ohne diese beiden Dinge wertlos für Ghan ist, begibt sie sich auf die Suche nach ihrem Verlobten und der Wahrheit in Begleitung eines Sklaven, der alles andere als angenehme Reisebegleitung ist. Ihre Reise führt sie auf ungeahnte Wege und die Opfer, die sie bringen muss, werden ihr Leben für immer verändern.

Meinung

Der dunkle Kuss der Sterne - Dieser Titel ergibt für mich noch immer keinen Sinn. Mit dem Cover tut sich der Kauz ebenso schwer. Nina Blazons Lesung auf der #lbm14 überzeugte mich ebenfalls nur dazu, meiner Frau den Wunsch zu erfüllen, es ihr zu erstehen und signieren zu lassen, während sie sich auf einem Script5- Event vergnügte. Das Buch verschwand für ein Jahr von meinem Radar. Und dann 'zwang' meine bessere Kauzhälfte mich, es zu lesen. Meine Erwartungen hielten sich in Grenzen.

Die Welt, die Nina Blazon um den Leser baut, ist in sich schlüssig und es ist fast, als sind ihre Worte der Film, dem der Leser durch die Seiten folgt. Ihr Schreibstil ist sehr weich und doch punktgenau ausgeschmückt, ihre Dialoge glaubhaft lebendig. Das pure Lesen war ein Genuss für mich, wenn ich nicht 'ständig' über Rechtschreibfehler oder Vertipper (Ihr statt Ich z.B.) gestolpert wäre. Daran misst sich zwar kein Buch, wenn es nicht fahrlässig viele Fehler gibt. Doch von einem Verlagsbuch erwartet der Kauz nicht 5+ aufdringliche Fehler zu finden, ohne sie zu suchen. Das störte mich, weil es darauf hinweist, dass die Marke 'Nina Blazon' auch mit einer Korrekturlesung auskommt und ich dem Know How der Autorin verdanke, dass es lediglich Rechtschreib-, aber keine Logikfehler gab. Doch Mäkeln an der Rechtschreibung ist schon Mäkeln auf hohem Niveau.

Die Geschichte beginnt wie eine Erzählung aus 1001er Nacht. Soviel sei verraten: Der dunkle Kuss der Sterne enthält viel, viel, viel mehr, als der Klappentext oder die Buchbeschreibung vermuten lässt. Denn hier gibt es nicht nur eine Fantasy-Liebesgeschichte, wie es so offensichtlich scheint. Nina Blazon hat in diesem Roman die 'klassische' Autorenkunst kultiviert, in einem - nicht zwei oder drei Bänden - eine komplexe, glaubhafte, tiefgehende, in sich schlüssige und dazu auch beinah vollkommen zufriedenstellende Fantasy- Geschichte zu erzählen. Das Finale ist für meinen Geschmack etwas zu kurz gekommen, weil der Weg dorthin lang war. Doch dafür belohnt sie nicht mit dem typischen Filmschnitt zum Abspann, sondern der Leser erfährt auch, was nach dem Finale in Ghan passiert. Da auch die Nebenfiguren alle ihre liebenswerte oder abstoßende Tiefe erhalten, ist es ebenfalls schön, dass auch ihnen ein paar Worte zum Schluss gewidmet sind.

Fazit

Ein episches Werk, das ich lesen durfte und was mich absolut kalt erwischte, weil ich der sympathischen Autorin unrecht tat. Für jeden gepflegten Fantasyleser, ders gern auch a bissel romantisch hat, ist dieses Buch ein Must-Read, weil es mit einer ungewöhnlichen Idee aufwartet, die in allen Belangen mit schreiberischer Kunst umgesetzt wurde. Das geraffte Finale und das Verlagslektorat kosten die volle Kauzwertung. Dennoch: Absolut lesenswert!

Buchkauz sagt: 9 von 10 Käuzen!
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Kurzbeschreibung:
Canda, eine junge Frau der obersten Kaste Ghans, wacht nach einem schrecklichen Albtraum auf und erkennt sich selbst nicht mehr im Spiegel: Es ist ihr Gesicht, das ihr entgegenblickt, aber etwas ist verloren gegangen. Ihr fehlt der Glanz, mit dem sie alle bezaubert hat. Und Tian, dem sie versprochen war, ist spurlos verschwunden … Ihre eigene Familie verstößt sie und lässt sie wegsperren, doch Canda entkommt. Und trifft ausgerechnet auf die Mégana, die Herrscherin des Landes, die ihr einen erstaunlichen Handel vorschlägt: Sie stellt Canda einen Sklaven, den geheimnisvollen Amad, zur Seite, um Tian zu suchen. Doch der Preis, den Canda dafür zahlen muss, ist hoch, und ihre Suche führt auf ungeahnte Wege …

Meinung:
Auch wenn ich schon ein überragend gutes Buch von Nina Blazon gelesen habe, hat mich die Kurzbeschreibung hier doch eher an einen typischen Jugendfantasyroman mit Fokus auf die Liebesgeschichte erinnert.

So habe ich mich mit nicht zu hohen Erwartungen ans Lesen gemacht und wurde schon sehr bald positiv überrascht. Denn Nina Blazons Roman ist wirklich alles andere als gewöhnlich und vorhersehbar.

Als man anfangs Canda und die geheimnisvolle und spannende Stadt Ghan kennenlernt, entwickelt sich schon gleich eine besondere Atmosphäre. Auch wenn dabei zu Beginn noch viele Fragen offen bleiben und ich mir zunächst eine genauere Beschreibung der Gaben der Hohen und ihrer Wichtigkeit gewünscht hätte, merkt man doch gleich den Zauber, der den Roman auf den einzelnen Seiten durchwirkt.

So bildhaft, lebendig und fesselnd beschrieben. Zu Beginn eher unaufdringlich, aber je weiter die Zeit voranschreitet desto spannender, stimmiger, komplexer und innovativer wird die ganze Sache. Es gibt viele Wechsel zu verschiedenen Settings und neue Ideen, mit denen man die beschriebene Welt mit all ihren Geheimnissen sehr gut vor Augen geführt bekommt und immer tiefer darin versinkt. Die Autorin hat ihrer Geschichte so viele tolle und fantasievolle Details und unerwartete, aber stimmige Wendungen hinzugefügt, sodass wirklich ein hervorstechender und eindrucksvoller Lesegenuß entstanden ist.

Protagonistin Canda ist anfangs eigentlich eine typische „Reiche“, etwas hochnäsig, unnahbar und denkt, ihr gehört die Welt. Das ist nicht verwunderlich, da sie ja so aufgewachsen ist und das Machtgefälle in Ghan schon enorm ist. Aber trotzdem kann man schon da ihre Besonderheiten, ihre starke Überzeugung, ihren Mut und ihr gutes Herz erkennen. Sie entwickelt sich im Lauf der Geschichte extrem eindrucksvoll und nachvollziehbar weiter. Lernt, dass das Leben nicht so ist, wie es ihr gesagt wurde, und dass alles seinen Preis hat.

Aber auch die anderen Figuren wurden von der Autorin eindrucksvoll zum Leben erweckt. Sie sind alle besonders und es gibt so viel an ihnen zu entdecken.

Ein weiterer positiver Aspekt zeigt sich daran, dass die zu erwartende Liebesgeschichte auch ganz anders verläuft, wie gedacht und sie sich vor allem auch immer dezent im Hintergrund hält. Es gibt zwar immer mal wieder ein paar wohlplatzierte und sehr gefühlvolle Szenen, aber diese verdrängen nie den Haupthandlungsstrang, sondern runden ihn perfekt ab.

Das Ende ist für sich abgeschlossen und sehr zufriedenstellend. Es werden fast alle offenen Fragen beantwortet und es wäre sogar noch Potential für eine Fortsetzung da, die es aber wohl nicht geben wird, da Frau Blazon ja zumeist eher Einzelbände schreibt. Dabei spielen zwar nun schon einige ihrer Geschichten in derselben Welt und dementsprechend können diese Bände auch als Reihe gelistet werden können, jedoch haben sie wohl abgesehen davon nicht so viel miteinander zu tun und sind alle unabhängig voneinander lesbar.

Fazit:
Ein wunderbarer Jugendfantasyroman, bei dem einfach alles stimmt. Eine spannende, komplexe und unerwartete Handlung, viele tolle, innovative und stimmige Ideen, ein extrem bildhafter und atmosphärischer Schreibstil und faszinierende Charaktere, die sich glaubhaft weiterentwickeln und die Geschichte bereichern. Ich bin begeistert und vergebe deutlich die vollen 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.
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