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119 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur wow :)
Ein kurzes Vorwort von mir:

Es gibt Bücher, die sind so besonders, dass man ihnen mit ein paar Worten einfach nicht gerecht werden kann. Blutbraut ist eines davon.
Ich habe manchmal Probleme, meine Gedanken in Worte zu fassen. In meinem Kopf machen die Sätze noch Sinn, sobald ich sie dann aber niederschreiben will, hören sie sich nicht halb...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2011 von Books and Senses

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lucinda flop, Joequin top
Selten hat mich ein Buch so gespalten zurückgelassen wie dieses.. Selbst hätten mich weder Kurzbeschreibung noch Rezessionen zum Kauf inspiriert, gelesen habe ich es nur auf das Drängen einer Freundin. Diese vergöttert Lynn Raven und bezeichnet dieses Buch als ihr Liebstes.

Nun gut, begonnen hatte es nicht schlecht. Bis man Lucinda, die...
Vor 10 Monaten von Bücherulla veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lucinda flop, Joequin top, 22. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Blutbraut (Broschiert)
Selten hat mich ein Buch so gespalten zurückgelassen wie dieses.. Selbst hätten mich weder Kurzbeschreibung noch Rezessionen zum Kauf inspiriert, gelesen habe ich es nur auf das Drängen einer Freundin. Diese vergöttert Lynn Raven und bezeichnet dieses Buch als ihr Liebstes.

Nun gut, begonnen hatte es nicht schlecht. Bis man Lucinda, die weibliche Hauptperson einfach nur noch als nervig, unglaubwürdig und anstrengend empfand. Das "Atmen Lucinda! Atmen!" wurde ja bereits in einigen Rezessionen beschrieben, zieht sich durch die knapp 730 Seiten und lässt einen nur noch die Augen verdrehen. Meiner Meinung nach war die Geschichte von Lucinda derart unlogisch und unglaubwürdig das sich die Balken nur biegen... Ein total verschrecktes, kindliches, hilfloses Mädchen soll ANGEBLICH ihr ganzes Leben lang nur auf der Flucht gewesen sein, von der Hand in den Mund gelebt haben.. GENAU deswegen bekommt sie jedes Mal Atemaussetzer wenn sie auch nur in eine bedrohliche Situation gelangt.. Finden sich bestimmt viele Teenies wieder, ist im Prinzip auch keine falsche Denke, aber zur Geschichte von ihr einfach total unglaubwürdig. Ich hätte mir Lucinda stark, tough und verschlossen gewünscht und eine Entwicklung des Vertrauen fassens gewünscht.

Total toll war auch die deutsche Übersetzung. "Thriftshop", "Passport documents", "Inches" usw usw sind ja jeden hierzulande total geläufig. Ich habe nichts gegen die Übernahme von englischen Begriffen, aber wirklich nur wenn es für uns geläufig ist wie z.B. "High Heels", "Marketing" "Secand Hand".

Aber mal Ironie beiseite, was für mich 2 Sterne allein für das Buch ausmachen, ist die männliche Hauptperson. Der wahre Grund warum ich diesen Wälzer bis zum Schluss gelesen habe. Seine Geschichte ist von Anfang an total faszinierend. Man will einfach wissen, was dahinter steckt und wie es endet. Die Handlung wäre viel runder geworden, hätte man die diversen Kampfszenen mit den Nosferatu aus seiner Sicht dargestellt. So sitzt Lucinda wirklich eine Nacht in einer Kirche und berichtet von den seltsamen Geräuschen und Schreien draußen - ultra spannend. Ich hätte gern mehr den "Wahnsinn" der ihn Nacht für Nacht befällt nachvollzogen. Das wenige, dass er ihr erklärt hat war für mich nicht erklärend, ich konnte mich nicht in ihn hineinversetzen.. Mir blieb nur immer eine ungefähre Ahnung. Zu Beginn startet das Buch mit einem Wechsel der Perspektiven der Hauptperson, das fand ich für diese Geschichte super, aber ab der Mitte etwa hört man nichts mehr von ihm, aber von seinem Großvater und seinem naiven Bruder.

Jaja Cris ist auch so ein Thema,dass Lucinda nachdem er sie entführt hat immer noch total an ihm gehangen ist, obwohl sie sich ja angeblich in ihrem Leben nie auf jemand einlassen durfte, da sie ja das Leben einer Nomadin geführt hat. Cris und ihre Naivität hätten sich die Hand geben können.. Naja lest selbst. Leider endet das Buch für seinen Handlungsstrang sehr offen, wahrscheinlich um einen zweiten Teil nachschieben zu können.

Nachdem die ersten hundert Seiten dahingeplätschert sind mit fahlen, bedeutungslosen, langatmigen Beschreibungen der Entführung "eine Vase stand auf dem Boden..", "Der Baum raschelte", "Der Winde wehte" und tausenden Kursivschreibungen von ER und IHM nimmt das Buch ab der Mitte endlich Fahrt auf, besonders toll der Magieunterricht, Ausflug zum alten Santa Reyada und natürlich der Showdown. Zwischenzeitlich dachte ich am Ende so wie die Handlung jetzt ist kann es nicht mehr glücklich enden. Ich hatte das Gefühl das Happy End war grade nochmal die Kurve gekriegt irgendwie so hingebogen das es ungefähr passte - ließ aber immer noch Fragen offen.

Alles in allem kann ich sagen, ich war total überrascht, dass das Buch zum Schluss sich zum Pagetuner entwickelte. Lucinda's schwacher Charakter wurde von den vielen toll gezeichneten noch irgendwie ausgeglichen.. Aber mit ihr zu Anfangs habe ich mich überhaupt nicht wohl gefühlt.

Für mich war es eine total neue Erfahrung, den vermeintlich guten Charakter mit Augenrollen und genervten Stöhnen zu kommentieren und mit dem Bösen zu sympathisieren. Ich werde das Buch nicht noch einmal lesen. Aber es war definitiv mal etwas anderes

2/5 Sterne für die männliche Hauptperson Joequin + liebevolle Nebencharaktere wie Rosa den Hausgeist :-)
+1/5 Stern für den Spannungsbogen, der sich aber der Mitte ins Unterträgliche gesteigert hat
=3/5 Sterne

+ Die Erkenntnis, dass Lynn Raven zwar laut Cover Spiegel Bestsellerautorin ist, aber nicht für mich.

Aber macht euch selbst ein Bild :-)
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119 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur wow :), 31. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Blutbraut (Broschiert)
Ein kurzes Vorwort von mir:

Es gibt Bücher, die sind so besonders, dass man ihnen mit ein paar Worten einfach nicht gerecht werden kann. Blutbraut ist eines davon.
Ich habe manchmal Probleme, meine Gedanken in Worte zu fassen. In meinem Kopf machen die Sätze noch Sinn, sobald ich sie dann aber niederschreiben will, hören sie sich nicht halb so sinnvoll an und sagen nicht mehr genau das aus was ich wollte. Oder zumindest drücken sie dann eine Empfindung nicht mehr ganz so stark aus.
Ich sage euch also vorher eines: Blutbraut ist wahrscheinlich eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Diesem Buch 'nur' 5 Sterne zu geben grenzt schon an Beleidigung. Denkt euch also einfach noch ein paar mehr Sterne dazu, stellt euch vor, wie ich dieses Buch atemlos verschlungen habe, wie ich meinen Tee habe kalt werden lasse, weil ich ihn beim Lesen schlicht weg vergessen habe, wie ich über manche Sätze lache, über manche weine, über manche wild mit den Händen fuchtle und bei den meisten einfach nur ein seliges Grinsen auf dem Gesicht habe. Dann könnt ihr vielleicht verstehen, was dieses Buch mit mir angestellt hat.

Was hat mir an dem Buch gefallen?
Wo fange ich nur an? Atmen, Lisa, atmen!!!

Blutbraut hat einfach alles, was man sich von einem modernen Jugend-Fantasy-Roman nur wünschen kann. Spannung, Romantik, wunderbar gezeichnete Charaktere, eine sehr durchdachte Handlung und einen überaus tollen Schreibstil.

Lucinda Moreira ist eine sehr starke junge Frau, die mit ihren fast 18 Jahren schon viel durchmachen musste und ein Leben auf der Flucht führt. Dennoch ist sie nicht verbittert oder niedergeschlagen, sondern nimmt das Leben wie es gerade kommt. Sie war mir von Anfang an sehr sympathisch und ich konnte mit ihr mitfühlen, mitbangen und habe wie sie das ein oder andere Mal vergessen zu Atmen.

Lynn Raven gibt keine ewig lange Einführung in Lucindas Leben, sondern schmeißt den Leser ziemlich bald ins kalte Wasser. Lucinda wird geschnappt. Von "seinen" Leuten. "Er" ist Lucindas größter Alptraum. Joaquín de Alvaro. Als sie ihm nach vielen Jahren das erste Mal wieder gegenübersteht sagt er:

'Sie hätten dich niemals finden dürfen, mi corazón.'
Das kann einem dann schon mal ein Schauer über den Rücken laufen. In diesem Moment war Joaquín für mich genau dasselbe wie für Lucinda. Ein Monster, der nur Lucindas Blut will und es sich immer dann nehmen wird, wenn er es braucht.

Doch schon in den nächsten Kapiteln wird klar, Joaquín ist nicht das, was Lucinda glaubt. Im Gegenteil. Er trinkt ihr Blut nicht, obwohl er es doch so dringend braucht. Er will ihr nicht wehtun, sondern sie beschützen. Vor den anderen und vor sich selbst. Natürlich versteht Lucindas das anfangs nicht. Für sie war Joaquín Zeit ihres Lebens Er, das Monster, das ihre Tante umgebracht und ihr Blut getrunken hat. Er war schon immer ein Monster. Oder nicht?

Nach und nach erfährt man mehr über Lucindas Vergangenheit; wie sie dazu 'verdammt' wurde, Joaquíns Blutbraut zu werden, wie sie flüchten konnte, warum sie bisher niemand gefunden hat und die Wahrheit über das, was in jener Nacht geschah, als ihre Tante gestorben ist. Zusammen mit Lucinda hält man immer wieder den Atem an und versucht zu verstehen, was Joaquíns wahre Hintergründe sind. Wer Joaquín in Wirklichkeit ist. Das eine ums andere Mal wird Lucinda der Boden unter den Füßen weggezogen und sie weiß nicht mehr, was sie glauben soll. Wem sie glauben soll.

Die Beziehung zwischen Lucinda und Joaquín ist sehr kompliziert. Dass er sie liebt und alles für sie tun würde ist einem als Leser schnell klar. Er bedrängt sie nie, hilft ihr, wo er nur kann. Nur eines kann er nicht tun: Sie von Santa Reyada fortgehen lassen. Nicht weil er sie wegen des Blutes braucht, sondern weil es da draußen einfach zu gefährlich für Lucinda ist. Sie ist also in einem goldenen Käfig gefangen. Lucinda will einfach nur weg. Flieht mehrmals, wird aber immer wieder von Joaquín gefunden. Sie kann ihre negative Haltung ihm gegenüber einfach nicht ablegen.

Mit der Zeit allerdings ändern sich Lucindas Gefühle für Joaquín. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander und er ist ihr gegenüber immer sehr zuvorkommend und fürsorglich. Als Leser weiß man natürlich schon vorher, dass ihre Gefühle sich geändert haben und man will ihr ins Ohr flüstern: 'Was soll er noch tun, um dir zu beweisen dass er dich liebt, dass er für dich sterben würde? Und du? Du liebst ihn doch auch. Sieh es endlich ein!' Das macht das Ganze aber umso glaubhafter. Nachdem Joaquín immer nur das Monster war, kann sie ja nicht nach ein paar schönen Stunden mit ihm alle ihre Vorurteile ablegen. Das wäre einfach zu naiv und unrealistisch gewesen.
Freut euch in Blutbraut auf eine Liebesgeschichte, die herzzerreißend schön ist. Sie hat mich zwischenzeitlich immer wieder an de 'Die Schöne und das Biest' erinnert.

Lucinda muss sich allerdings nicht nur mit ihrer größten Angst und ihren anderen Gefühlen auseinander setzten. Sie schwebt in Gefahr, denn auch andere haben es auf sie abgesehen und wollen sie und Joaquín gerne tot sehen. Es kommt zu Kämpfen, aus denen Lucinda und Joaquín zwar lebend, aber schwer verletzt herauskommen. Als Leser weiß man immer vorher schon, dass etwas passieren wird, weil es neben den Kapiteln, die aus der Sicht von Lucinda und Joaquín geschrieben sind, auch Kapitel gibt, die aus der Perspektive einer dritten Person geschildert werden und die Böses erahnen lassen. In Joaquíns Reihen befindet sich ein Verräter, der nach Macht strebt. Dem Leser ist ziemlich bald klar, wer es ist, aber Lucinda und Joaquín haben keine Ahnung. So verfolgt man also die Geschehnisse mit Spannung und man hofft darauf, dass alles bald ein Ende hat, damit Lucinda und Joaquín sich endlich näher kommen. Macht euch auf ein atemberaubend spannendes Finale gefasst!

Auch die vielen Personen um Joaquín hat man bald 'erforscht' und ins Herz geschlossen. Rafael, Joaquíns besten Freund, dann noch Férnan, den Arzt, Soledad, seine Frau und ebenfalls Blutbraut, Rosa, den 'Poltergeist', der nach Lavendeln riecht'. Es gibt so viele tolle Charaktere, die alle sehr tiefgründig und einzigartig sind.

So, jetzt habe ich schon 1000000000 Sachen zu dem Buch geschrieben und ich könnte immer noch weiter machen.
Eine letzte Sache wäre da aber noch.
'Sie hätten dich niemals finden dürfen, mi corazón.'
Dieser Satz, der einem im ersten Kapitel das Blut in den Adern gefrieren lässt, wird am Ende noch einmal wiederholt. Da hat er mich nicht mehr in Angst und Schrecken versetzt, sondern mich zu Tränen gerührt, weil ich endlich verstanden habe, was dieser kleine Satz in Wahrheit bedeutet hat.

Fazit:

Lest es und lasst euch verzaubern!
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44 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine frische Idee im bekannten Vampirwahn!, 15. Oktober 2011
Von 
Mel* (Essen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Blutbraut (Broschiert)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Als Kind wurde Lucinda als Blutbraut für den Hexer Joaquín de Alvaros auserkoren - und ist seit dem panisch auf der Flucht vor ihm. Erst der charmante Chris gibt ihr Jahre später die Hoffnung, wieder ein normales Leben führen zu können. Doch gerade er ist es, der an ihrer Entführung beteiligt ist und sie zu Joaquín, seinem Bruder, zurückbringt, der ihr Blut braucht, um nicht zu einem Nosferatu zu werden.
Und plötzlich steckt Lucinda mitten in einem Wirrwarr von Intrigen, Ränkespielen und der ersten Liebe. Denn nicht nur die beiden Brüder, sondern auch das Konsortium haben Pläne mit der wohl mächtigsten Blutbraut. Wer zieht im Hintergrund die Fäden? Ist Joaquín wirklich der Böse für den sie ihn die ganze Zeit gehalten hat? Wenn ja, warum rettet er sie jedes Mal, wenn Lucinda in Gefahr ist, lässt sie aber nicht gehen? Welches Interesse verfolgt Chris? Und für wen soll sie sich am Ende entscheiden?

Ich empfinde Lynn Ravens Romane entweder immer als sehr gut oder sehr schlecht. Dieses ist wundervoll - zum Glück! Die Autorin schafft es, Neues mit dem Altbekannten zu vermischen, was bei den ganzen vampirähnlichen Büchern in letzter Zeit ziemlich oft vergessen wurde. Man wird sofort in die Geschehnisse des Buches, unsere heutige Zeit und Welt, geworfen und erfährt erst nach und nach, wie alles zusammenhängt. Die Protagonisten entwickeln sich, machen Fehler und wirken realistisch, ja selbst die Nebenrollen sind lebendig. So wirft sich Lucinda nicht sofort nach ein paar Seiten dem nächstbesten an den Hals der sie rettet, sondern bleibt sehr lange vorsichtig und misstrauisch, bevor sie Vertrauen zu anderen aufbaut und auch der Held ist kein strahlender, perfekter Ritter.
Der Roman ist in der Ich-Perspektive von Lucinda geschrieben, nur einzelne Kapitel wechseln in andere Perspektiven. Dadurch wird man verstärkt in die Geschichte hineingezogen, aber auch ein Teil der Intrige wird somit recht offensichtlich, was dem Buch für mich allerdings keinen Moment an Spannung raubt. Nur das andauernde Verwenden von "er" und "ihn", wenn von Joaquín die Rede ist, hat mich etwas gestört.
Die Liebesbeziehung selber dominiert nicht, rückt aber auch nicht in den Hintergrund. Man leidet mit den Helden und fiebert mit und viel zu schnell ist man am Ende des Buches angekommen.
Der Schluss selber ist nicht vollkommen abgeschlossen, was mich auf einen Nachfolgeband hoffen lässt, den ich mir definitiv kaufen werde.
Auch wenn es als Jugendbuch verkauft wird - es kann genauso mit den Romanen für Erwachsene mithalten - davon also bitte nicht abschrecken lassen.
Meine Empfehlung also: Kaufen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sie hätten dich niemals finden dürfen, mi corazón ..., 26. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Blutbraut (Taschenbuch)
Kurzbeschreibung

Seit sie denken kann, ist Lucinda Moreira auf der Flucht vor Joaquín de Alvaro, denn sie ist eine »Blutbraut«, und nur ihr Blut kann den mächtigen Magier davor bewahren, zum Nosferatu zu werden. Doch gerade als Lucinda sich zum ersten Mal verliebt hat, wird sie entführt und auf Joaquíns Anwesen gebracht. Sie ist in eine Falle gelaufen: Chris, für den sie schwärmt, ist kein anderer als Joaquín de Alvaros Bruder, und auch er sucht eine Blutbraut. Und noch andere Magier begehren Lucindas Blut. Je näher sie Joaquín aber kennenlernt, desto mehr gerät ihr Bild von ihm ins Wanken und stürzt sie in ein Wechselbad der Gefühle …

Inhalt

Lucinda Moreira führt schon immer ein Leben auf der Flucht um ihrem Schicksal zu entkommen für immer an den Hexer Joaquin de Alvero gekettet zu sein. Nur ihr Blut kann ihn davor bewahren ein Monster zu werden ... ein Nosferatu. Zum ersten Mal in ihrem Leben ist sie glücklich, doch dann bricht ihr Glück wie ein Kartenhaus aus Lügen und Verrat zusammen.

Meinung

Lucinda Moreira ist eine starke, junge Frau. Ihre Vergangenheit und das Leben auf der Flucht haben sie geprägt. Sie will sich dem ihr auferlegten Schicksal nicht fügen. Ein Entrinnen scheint unmöglich was zu Niedergeschlagenheit führt, trotzdem gibt Lucinda sich nicht geschlagen. Manchesmal lies sich ein Kopfschütteln ihretwegen nicht vermeiden. Ihre traumatischen Erlebnisse und ihr Alter erklären aber so manche Gedanken, Gefühle und Handlungen und sind somit nachvollziehbar. Angst und Hass beherrschen Lucinda beim Gedanken an Joaquin de Alvero. Ein vielschichtiger Charakter dessen weicher Kern durch die Verwandlung zum Nosferatu beängstigend verpackt ist. Der Leser erkennt schnell was Lucinda lange verdrängt: Der mächtige Hexer versucht Lucinda vor Gefahren zu beschützen, von denen sie selbst nichts ahnt.

"Blutbraut" von Lynn Raven ist ein Fantasyroman und umfasst 735 Seiten. Ein Vampirroman oder doch kein Vampirroman? Durch einen alten Pakt sind die Hexer der Hermandad dazu verdammt im Laufe der Zeit Nosferatu zu werden, böse vampirartige Wesen. Nur das Blut einer einzigen für sie kompatiblen Blutbraut kann sie davor bewahren. Meiner Meinung nach vampirischer Einschlag Ja Vampirroman NEIN. Eine für mich neuartige Idee die sich mit Altbewährtem mischt und mich in ihren Bann ziehen konnte. Die Liebesgeschichte stellt einen wichtigen Handlungsstrang dar und es ist schön zu verfolgen, wie sich aus Angst und Hass sehr langsam ein Gefühl von Zuneigung und Vertrautheit entwickelt. Rund um die Gefühlswelt der Protagonisten wurde ein Netz aus Geheimnissen, Intrigen und Verrat gesponnen. Vorhersehbare Ereignisse und überraschende Wendungen geben sich die Hand. Im Buch finden wir action und gewaltreiche Szenen sowie ruhige Abschnitte. Das Setting hat mir gut gefallen - Santa Reyada als wunderschöne Oase mitten im Nirgendwo der Wüste.

Die Geschichte wird von Lucinda in der Ich Perspektive erzählt. Zwischendurch dürfen wir Kapitel aus der Sicht anderer Protagonisten erleben. Der Schreibstil der Autorin ist klar, leicht, flüssig, bildhaft, detailreich und angenehm zu lesen. Eingeworfene Spanische Wortfetzen und Kosenamen empfand ich als erfrischend und gaben der Geschichte Flair. Der Kontext läßt Sinn darin erkennen und wer es genau wissen möchte, kann auf Lynn Ravens Homepage die Übersetzung finden.

Fazit: "Blutbraut" von Lynn Raven ist ein Dark Fantasy Roman der mich überzeugen konnte. Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen und ich habe sie gespannt auf ihrem Weg begleitet.

Zitat

"Als sie da lag ... Ich dachte tatsächlich für eine Sekunde, sie wäre vor Angst gestörben."
Er konnte Rafael geradezu den Kopf schütteln hören. Joaquin rieb sich übers Gesicht.
Ja, gestorben. Aus Angst vor ihm. Viel hatte möglicherweise nicht gefehlt.
(Seite 63)
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35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Sie hätten dich niemals finden sollen, mi corazón.", 17. Oktober 2011
Von 
Beaches (DE) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Blutbraut (Broschiert)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Lucinda Moreira ist eine Sanguíera (Blutbraut) und seit ihrer Kindheit lebt sie auf der Flucht vor dem Hexer Joaquín de Alvaro sowie allen anderen Hexern der Hermandad. Die Hexer der Hermandad haben vor vielen Generationen einen Pakt mit dem Teufel geschlossen - die mächtigsten Söhne einer jeden Hexerfamilie sind mit Anwachsen ihrer Macht dazu verdammt, ein Leben jenseits des Tageslichts als Nosferatu zu leben. Nur eine Blutbraut ist in der Lage, den Wechsel aufzuhalten, allerdings auf Kosten ihres Blutes.

Lucinda wurde schon als Kind der de Alvaro Familie übereignet und befand sich ihr Leben lang auf der Flucht vor dieser. Nach einer traumatischen Begegnung mit Nosferatu fürchtet sie nichts mehr, als wieder in deren Fänge zu geraten. Sie lebt in Boston und hofft mit ihrem neuen Freund Cris ein halbwegs normales Leben führen zu können, ahnt aber nicht das ebendieser Cristobald de Alvaro ist und ihre größte Befürchtungen sehr schnell wahr werden.

Lynn Raven hat sich ganz langsam aber sicher über die letzten zwei Jahre in mein Bücherregal fest integriert und so war klar, dass auch ihr neuestes Werk ein Muss ist und ich wurde wieder nicht enttäuscht. Raven baut ihre Geschichte sorgsam auf, vermeidet aber lange Strecken - so beginnt das Buch direkt mit Lucindas Ergreifung in Boston und die Spannung ist sofort da. Zwischendurch in typischer Raven Manier lässt sie den Leser kurz aufatmen und widmet sich den Charakteren sowie deren Entwicklung. War Lucinda anfangs doch eher unleidlich, so wurde sie mir stetig sympathischer. Joaquín de Alvaro hatte es da nicht so schwer.

Das Buch ist in sich geschlossen, Raven hat allerdings einige Stränge offen gelassen, die auf eine Fortsetzung hoffen lassen. Wer die Dämonen Reihe sowie meinen bisher ungeschlagenen Raven Favouriten, Der Kuss des Kjer, mochte, liegt mit Blutbraut goldrichtig. Blutbraut ist spannend, romantisch und auch zum Schmunzeln (allein schon wegen Lucindas ewigen Fluchtversuchen). Mit den Hexern sowie Nosferatu hat Raven eine erfrischend neue Variation in die momentan recht populäre Vampir-Thematik eingebracht.

Das Buch ist ab 13 Jahren empfohlen, ist aber auch für ältere Generationen unbedingt lesenswert.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen hätte mir mehr davon versprochen..., 18. Februar 2012
Von 
A. Hoffmann (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blutbraut (Broschiert)
ich halte mich mal kurz:
da mir bis jetzt alle bücher von lynn raven/alex morrin sehr gut gefallen haben, musste ich auch dieses kaufen.
von diesem roman war ich jedoch mehr als enttäuscht... lediglich die letzten 200 seiten waren lesenswert (es wurde spannend und ein wenig gefühlvoller).

lucinda ist durch ein ereignis in der vergangenheit dermaßen traumatisiert, dass sie mir einfach nur noch auf die nerven ging. bis zum schluss muss man ständig: "atmen, lucinda, atmen! atmen..." lesen, sobald sich joaquin ihr nähert und es droht romantisch zu werden. aber pustekuchen! lucinda weiß genau, wie man solche gefühle im keim erstickt! das ist einfach zuviel. durch dieses ständige gejammer ist die romantik (weshalb ich dieses buch gekauft habe) völlig flöten gegangen.
ein gefühl von lucindas seite für joaquin spüre ich bis zum ende fast gar nicht. er hingegen opfert sich für sie auf und wird von seinen gefühlen für sie gequält.
lucinda sieht immer wieder wie glücklich blutbräute sind, spürt joaquins fürsorge und erfährt, dass die erzählungen ihrer tante (die sie brutal entführt hat) alles lügen waren. und trotzdem: lucinda bleibt dabei: loaquin ist böse und will sie fressen. das ging mir echt so auf den keks!

fazit: lucinda nervt. joaquin tut einem leid. romatik geht gegen null, da lucindas verhalten einfach total überzogen ist. ich möchte eine starke protagonistin und keine heulboje, die sich ständig daran erinnern muss, weiter zu atmen!

1 stern abzug für die ewigen wiederholungen, 1 stern abzug für lucindas überzogene schwäche und verbohrtheit (dafür müsste man eigentlich 2 sterne abziehen), 1 stern abzug für die fehlende romantik.

meiner meinung nach für romantik-fans nicht empfehlenswert. besonders spannend sind die ersten 500 seiten auch nicht unbedingt...
(ich wunder mich echt, wie so viele 5-sterne-bewertungen zu stande gekommen sind...)

wer noch kein buch von lynn raven gelesen hat, dem empfehle ich stattdessen: "kuss des kjer" und "der spiegel von feuer und eis"
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine außergewöhnliche Geschichte, die unter die Haut geht, 4. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Blutbraut (Broschiert)
"Ich war es Leid davonzulaufen. Nie irgendwo länger bleiben zu können als ein paar Wochen oder höchstens Monate, wenn ich Glück hatte; kein wirkliches Zuhause, keine richtigen Freund zu haben ... Aber letztendlich hatte ich keine andere Wahl. Weil ich war, was ich war: eine Blutbraut." S. 7

Zum Inhalt

Lucinda ist 17 und auf sich allein gestellt. Mit gefälschten Papieren zieht sie von Stadt zu Stadt, jobt jedes Mal nur ein paar Wochen und ist ständig auf der Flucht vor Joaquín de Alvaro, einem Hexer der Hermandad, der ihr Blut zum Überleben braucht.

Doch aus Boston will sie nicht fort. Obwohl es Zeit wird weiterzuziehen, hält sie etwas fest, jemand: Cris. Lucinda glaubt, endlich mal Glück zu haben in ihrem Leben. Sie fühlt sich so sicher bei Cris und hofft, in ihm den Mann fürs Leben gefunden zu haben - und dann wird sie entführt. Wird aus Cris Armen gerissen und direkt zum Anwesen Santa Reyada in der Sierra gebracht. Zu ihm, Joaquín.

Meine Meinung

Wow, ich weiß gar nicht, wie ich das in Worte fassen soll, das Buch hat mir einige außergewöhnliche Lesestunden beschert hat.

Von Anfang an hat mich die Geschichte gefesselt. Es ist kein typischer Vampirroman und ich hatte schon Angst, dass es in eine schnulzige Romanze ausartet: keineswegs! Es ist brutal, grausam, bewegend und berührend - auf eine ganz eigenwillige, tiefgreifende Art.
Der Schauplatz ist auf das Nötigste beschränkt, alles dreht sich "nur" um Lucinda, den Hexer Joaquín, der sich langsam zum Nosferatu verwandelt und Cris. Obwohl in der ersten Hälfte im Prinzip nicht wirklich viel passiert, schafft es Lynn Raven, eine so dichte Atmosphäre zu schaffen, der ich mich überhaupt nicht entziehen konnte. Gerade dieses auf das Wesentliche beschränkte hat mich so in die Geschichte gezogen und fasziniert, denn die Gefühle und Beziehungen zueinander stehen an erster Stelle. Aber der Hintergrund ist immer präsent, die Verwicklungen der Mächtigen, in deren Fänge Lucinda geraten ist. Nichts ist offensichtlich und nur nach und nach erfährt man die Details, die Lucinda in die Hände des einflussreichen Patrons geführt haben.

Hauptsächlich wird aus der Ich-Perspektive von Lucinda erzählt, aber ab und zu bekommt man auch kurze Einblicke aus der Sichtweise von anderen. Die Autorin hat eine sehr angenehme, unkomplizierte Schreibweise, die sehr anschaulich und wirkungsvoll das Geschehen näherbringt. Auch die kleinen spanischen Wortschnipsel, die immer wieder mal auftauchten, haben das ganze noch authentischer gemacht! Das einzige, das mich ein bisschen gestört hat, war die Kursivschrift, wenn es um ihn ging, um Joachín, den Lucinda nie beim Namen nennt. Ich betone solche hervorgehobenen Wörter immer automatisch während dem Lesen im Kopf und das war auf die Dauer doch etwas anstrengend. Manchmal zog sich die Handlung auch etwas hin, was mir aber gar nicht langatmig vorkam, weil es einfach so fesselnd geschrieben war und mit viel Liebe zum Detail. Ich war immer mitten im Geschehen und hab mir dabei sehr oft gedacht: Wie gerne würde ich das Buch verfilmt sehen!!!

Lucinda ist total gefangen in ihren Ängsten, kann das Grauen aus ihrer Vergangenheit nicht abstreifen und manchmal hätte ich sie gerne an den Schultern gepackt und geschüttelt, damit sie endlich sieht, was sich vor ihren Augen wirklich abspielt. Aber ihre Handlungsweise war jederzeit nachvollziehbar.
Cris will sie beschützen und versucht alles, um die Nähe zu ihr zu finden - entfernt sich dadurch aber immer weiter von ihr.
Joaquín de Alvaro ist der Patron, der mächtigste Hexer, der mit allen Mitteln verteidigen will, was er schon seit Jahren verfolgt hat. Alle haben Angst vor ihm, vor seiner Macht - er ist völlig anders als erwartet. Mehr möchte ich zu den Figuren gar nicht schreiben, sonst würde ich zuviel verraten; aber Rafael muss ich noch erwähnen, er ist mir dann doch noch ans Herz gewachsen ;)

Die Idee, dass sich die Magie begabten Familien in zwei Gruppen gespalten haben, dem Ordre des Sorciers und den Hexern der Hermandad, wirkte sehr überzeugend. Die Hexer sind durch einen alten Pakt dazu verdammt, sich in ein grausames Geschöpf der Nacht zu verwandeln, in Nosferatu: Böse, blutsaugende Wesen. Nur das Blut einer Auserwählten, der sogenannten Blutbraut, kann sie davor bewahren. Lynn Raven hat das ganze sehr glaubwürdig vermittelt und ich fand auch die Magie der Symbole und Elemente so ursprünglich und dadurch glaubwürdig, dass es sich immer richtig und echt angefühlt hat.

Fazit

Eine sehr ungewöhnliche, einzigartige Geschichte über die Jäger der Nacht, den Preis der Macht und einer Liebe, die so rein und bedingungslos ist, dass sie einem tief unter die Haut geht.

© Aleshanee
Weltenwanderer
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 'Entsetzlich Schön' doch auch Furchtbar Schleppend, 22. Juli 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Blutbraut (Broschiert)
Ich bin seit Jahren ein großer Fan von Lynn Raven und habe die meisten ihrer Bücher gelesen. Die Dämonen-Reihe ist noch immer mein Favorit, doch auch Blutbraut hat mich in seinen Bann gezogen und ich hoffe sehnlichst auf eine Fortsetzung.

Zunächst sei gesagt, dass ich die 735 innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe, was durchaus ein gutes Zeichen ist. Dennoch muss ich gestehen, dass sich die Story meiner Meinung nach besser in der Hälfte der Seitenzahl hätte abhandeln lassen.

FORM/SPRACHE: Die ersten Kapitel sind sofort aufregend und man wird mitten in das Geschehen hineingeworfen. Die Charaktere, das Dilemma und Chaos – alles ist gut inszeniert. Doch dann beginnt es schleppend zu werden. Lynn Raven's Vorliebe für Wiederholungen und Ein-Wort-Sätze funktioniert leider nur zeitweise – Spätestens nach der dritten Wiederholung und der vierten Seite im abgehakten Stil beginnt es eintönig zu werden.

Auch der Plot dümpelt etwa zwischen Seite 100 und 400 eher träge vor sich hin. Zwar lernen sich Joaquin und Lucinda endlich besser kennen, aber trotzdem wünscht man sich irgendwie das ganze könnte etwas schneller vorantraben oder Spritziger sein. In der Kürze liegt manchmal die Würze.

Zum Glück nimmt die Geschichte im zweiten Teil des Buches endlich Fahrt auf und man kann es kaum noch aus der Hand legen. Schlag auf Schlag geht es schließlich im mitreißenden und gelungenen Finale! Einmal mehr schafft es Lynn Raven unsere Gefühle zu fesseln.

Sprachlich wortgewandt liest sich der Roman (bis auf genannte Ein-Wort-Paragraphen) sehr flüssig. Hin und Wieder ließen mich Englische Begriffe wie 'Inch' oder 'tough' stutzen. Da es sich noch nicht einmal um eine Übersetzung aus dem Amerikanischen handelt (zumindest offiziell nicht), finde ich sollten solche vermieden werden. Auch Joaquin's 'Sí's und 'No's kamen mir eindeutig zu häufig vor und unterbrachen für mich den Lesefluss.

CHARAKTERE: Hier bin ich deutlich zweigespalten. Rafael, Joaquin, Fernán und Soledad bekommen von mir ein Exzellent. Die Wortgefechte sind amüsant, Rafael ein großartiger Freund, und Joaquin.... trotz all der Widersprüchlichkeiten bleibt er sich selbst treu. Und schafft einen wahnsinnig emphatischen Protagonisten.

Ach, wenn man das gleiche von Luz sagen könnte. Zu ihr habe ich so etwas wie eine Hass-Liebe entwickelt. Manchmal überrascht sie mich mit einem Moment klarer Einsicht und großen Mutes, dann wiederum wird sie zu ihrem vorherrschenden feigen Selbst, alles hinter der Ausrede des erlittenen Traumas. Stetig denkt sie nur an sich, und scheint nicht besonders schlau zu sein, zumindest was einige langsame Schlussfolgerungen ihrerseits erschließen lassen. Obwohl sie ständig von ihren Gefühlen spricht, scheint sie gerade diesen nicht zu trauen. Wie lange sie gebraucht hat, um sich endlich sowohl über das Schicksal von Joaquin, als auch an seiner bedingungslosen Liebe zu ihr klar zu werden, ist ziemlich absurd.

PLOT: Insgesamt schön gestrickt, ein wenig langatmig. Hin und wieder werden Dinge nur ansatzweise erklärt oder erscheinen wie aus dem Nichts, was ein bisschen auf 'Plot-Holes' hinausläuft. Dennoch sehr spannend und interessant, besonders die Magieaspekte und jene der Familiengeschichten.

GESAMTWERTUNG: Ich vergebe 4/5 Sternen. Trotz meiner Kritik an dem Buch habe ich es gerne gelesen und würde es weiter empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen Blutbraut hat die Begeisterung absolut verdient. Spannend, emotional und voll mit Gefühlen., 31. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blutbraut (Broschiert)
Das Cover:
Das Cover ist schon interessant. Abgebildet ist eine dunkelhaarige junge Frau, die ihre Augen geschlossen hat und sehr blass ist. Ihr schwarzes Haar ist hochgesteckt, wie es aussieht und sie trägt ein Kleidungsstück mit einem hohen Kragen. Das für mich Wichtigste ist jedoch, dass aus ihrem linken Auge Blut herausfließt. Ein außergewöhnliches Cover, ein Eyecatcher, doch sagt das Cover nicht wirklich viel über das Cover aus. Man muss das Buch erst lesen, um es wertzuschätzen.

Die Geschichte:
Viele Jahre schon ist Lucinda Moreira auf der Flucht. Sie musste selbst mitansehen, wie ihre Tante als Blutbraut gestorben ist. Und das steht ihr vermutlich auch bevor, denn sie ist die Blutbraut von Joaquín de Alvaro. Er ist ein starker Magier, der einem Magierkreis angehört und braucht Lucindas Blut, um nicht zu einem ‘Nosferatu’, also einem grauenvollen und monströsen Vampir zu werden, der nur noch Töten will. Gerade hat Lucinda sich in den süßen Cris verliebt, als sie entführt und zu Joaquín nach Santa Reyada gebracht wird. Dann erfährt sie die Wahrheit: Cris ist Joaquíns Bruder und er hat sie hinters Licht geführt! Wird sie sterben so wie die anderen Blutbräute vor ihr? Mit der Zeit lernt sie Joaquín jedoch besser kennen, doch alles in ihr sträubt sich davor, ihm ihr Blut zu geben. Auch weiß Lucinda nicht, was sie von Joaquín halten soll. Spielt er ihr alles nur vor, um an ihr Blut zu kommen? Die Zeit wird knapp, mehrere Magier sind hinter Lucindas Blut her und Joaquín nähert sich immer mehr dem sicheren Tod…

Meine Meinung:
Sucht man ‘Blutbraut’ im Internet, findet man so viele positive Rezensionen. Mir wurde dieses Buch von mehreren Personen empfohlen und ich habe es mir gekauft und gelesen. Der Anfang begann für mich etwas schleppend. Lucinda hat sich in Cris verliebt und möchte mit ihm schlafen. Beide verbringen einen schönen Abend und dann wird sie entführt und zu Joaquín gebracht. Joaquíns erste Worte sind: ‘Sie hätten dich niemals finden dürfen, mi corazón.’ Schon da wurde ich skeptisch. Nach und nach erfährt man als Leser, warum er ihr Blut braucht und was es mit dem Hermandad auf sich hat. Bei mir hat es lange gedauert, bis ich alles verstanden hatte, aber dann hat alles einen Sinn gegeben. Vor allem als Lucinda bei Joaquín gefangengehalten wird, lernt der Leser ihn besser kennen. Und ich habe angefangen, ihn zu mögen. Er sorgte sich um sie, legte ihr vieles zu Füßen. Selbst sein Herz. Doch Lucinda traut dem Frieden eben nicht, versucht sich zu retten und zu fliehen. Und das bringt sie und Joaquín in gefährliche Situationen. Das Ende ist der Wahnsinn und die Geschichte dazwischen natürlich auch, nur möchte ich nicht zu sehr spoilern. Es ist ein unglaubliches Buch, das das Lob, das es bekommt, absolut verdient. Und was mich überrascht hat: Lynn Ravens Mutter ist eine Deutsche und Lynn Raven hat das Buch auf Deutsch veröffentlicht. Somit ist Blutbraut auf Deutsch die Originalausgabe. Ein tolles deutsches Buch, das ich jedem empfehlen kann.

Meine Bewertung:
‘Blutbraut’ hat den Ruhm und die Begeisterung absolut verdient. Eine spannende Geschichte um eine junge Frau, die vor dem flieht, der sie zum überleben braucht. Spannend, emotional und voll mit Gefühlen. Von mir gibt es definitiv fünf Sterne. Dieses Buch ist ein Muss!
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Habe ein wenig mehr erwartet, 25. November 2011
Von 
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(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Blutbraut (Broschiert)
Nachdem ich vor einiger Zeit den 'Kuss des Kjer' verschlungen hatte - ein Buch, das einfach grandios gut und begnadet berührend ist (ich liebe es noch immer abgöttisch) -, war ich sehr gespannt darauf, wie mir 'Blutbraut' gefallen würde.
Zu Anfang muss gleich gesagt sein, dass es meiner Meinung nach lange nicht an 'Der Kuss des Kjer' heranreicht, aber das erschien mir ohnehin unmöglich.
Lynn Raven scheint ihr Augenmerk dieses Mal nicht auf die Charaktere, sondern mehr auf das Drumherum gelegt zu haben, somit ist 'Blutbraut' in dieser Hinsicht das komplette Gegenteil zu 'Der Kuss des Kjer'.
Einerseits hat das dazu geführt, dass ich richtig gerne über Vampire gelesen habe, denn Lynn Raven führt hier eine für mich vollkommen neuen Idee zu den Blutsaugern und deren Hintergrund auf, doch andererseits war ich dadurch von den Protagonisten enttäuscht.
Lucinda ist ein liebenswürdiges 'Ding', das mit ihrer hellen Haut, der attraktiven Schale, ihrer leichten Nutzlosigkeit, dem Hang zur kopflosen Flucht und dem kostbaren Blut wirklich die perfekte (Blut-) Braut für den sich in im eigenen Leid suhlenden Joaquín ist. Diese Worte klingen hart, aber wenn man zuvor eine Lianas und einen Mordan hatte ...
Ich will nicht sagen, dass mir dieses Klischeé missfallen hat, denn es passte einfach in dieses Buch und im Bezug zu Lucs und Joas Vorgeschichte auch zu deren Personen, dennoch hätte ich mir mehr erwartet. Vor allem hat eine Frau doch wohl mehr zu bieten, als den äußeren Schein und die Hand, die sich am Arm des Helden festklammert, oder?
Und selbstverständlich erhofft sich jede einen verständnisvollen Kerl, der lieber zurücksteckt, als einen zu verletzten. Allerdings würde ich mir von meinem Traummann wünschen auch mal öfter auf den Tisch zu hauen und seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen - ich wollte keinen Märtyrer an meiner Seite. Wenn er dann draufgeht, habe ich auch nichts davon.

Auch weiß ich nicht genau, was sich die Autorin dieses Mal beim Schreiben gedacht hat. Ich habe ihre Hypotaxen in den anderen Büchern weder für störend, besonders auffallend oder anstrengend zu lesen empfunden. Sie waren genau richtig. Deshalb verstehe ich es einfach nicht, warum sie sich hier in Ellipsen und Parataxen geflüchtet und sicherlich doppelt so viele Punkte wie Kommas verwendet hat. Das hat den Lesefluss immer wieder unterbrochen und auch wenn es nicht durchweg so war, genervt.

Ansonsten jedoch muss ich der Autorin mein Kompliment aussprechen. Zwar herrschte in diesem Buch durchaus eine gewisse Schwarz-Weiß-Malerei, arge 'Um den Brei Herumrederei (das geht an Joas Adresse) und Abhauerei (im Falle von Luc)', doch die ganzen Intrigen, Wendungen im Geschehen und spannungsreichen Passagen haben das wieder wett gemacht. Wir haben hier ein gut durchdachtes Gesellschaftsbild vor uns, in welches das Paranormale ganz natürlich eingegliedert wurde. Ebenso haben wir interessante Nebencharaktere, deren wahre Gesichter erst im späteren Verlaufe des Buches hervorgetreten und die einem in einigen Fällen sogar richtig ans Herz gewachsen sind. Besonders Rafael und den nach Lavendel duftenden Poltergeist mochte ich.

Leider jedoch sind die Minuspunkte an diesem Roman nicht so leichtgewichtig, dass ich sie einfach übergehen könnte. Wer sich an dem Klischeépärchentypus 'Vampir-Sterbliche' nicht stört, dürfte hieran seine Freude haben. Für mich war es ebenfalls eine tolle Geschichte, doch leider nicht mehr.
Doch ich sage, nein, ich flehe euch an: Nehmt dieses Buch nicht als Maßstab für Ravens Charakterzeichnung und lest 'Der Kuss des Kjer'. Das ist galaktisch gut, zum Dahinschmelzen und Verlieben!
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Blutbraut
Blutbraut von Lynn Raven (Broschiert - 31. Oktober 2011)
EUR 14,99
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