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TOP 1000 REZENSENTam 23. Januar 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
"Die Große Wildnis" wurde ursprünglich als Märchen- und Kinderbuch ab dem 10. Lebensjahr angeboten, daher hatte ich es für meinen Nachwuchs auch erstanden. Schnell musste ich jedoch feststellen, dass es in seiner Thematik doch deutlich anspruchsvoller und düsterer ist als angepriesen und für diese junge Zielgruppe daher eher ungeeignet ist. Scheinbar hat dies mittlerweile auch der Autor/Verleger festgestellt und die Buchbeschreibung entsprechend umgeschrieben. Ich bewerte das Buch daher aus meiner eigenen Sicht als Erwachsener und nicht als Kinderbuch.

Was uns Piers Torday hier auftischt ist eine düstere Vision von einer durch einen machtgierigen Großkonzern beherrschten Welt, in welcher nicht nur die Tiere - und in der zwangsläufigen Folge auch die Pflanzen - sondern auch Humanität, Individualität und Freiheit systematisch Macht- und Geldgier geopfert wurden. Die scheinbar letzten Überlebenden der Menschheit sind in eine Hand voll Städte zusammengepfercht und werden mit chemischer Einheitskost und Unwahrheiten eben jenes Konzerns gefüttert und gefügig gemacht. Kinder, die sich nicht systemkonform entwickeln werden in spezielle Anstalten eingepfercht und gefügig gemacht oder entsprechend entsorgt. Das Kapital beherrscht alle(s).

Was für den ein oder anderen Leser vielleicht noch utopisch klingen mag, ist in Wahrheit doch gar nicht mehr so weit entfernt. Parallelen zu den gegenwärtigen Tendenzen von Politik, Lobbyismus und eines Konzerns à la Monsanto können nicht verleugnet werden und sind bestimmt nicht zufällig. Piers Tordays Versuch, den bereits ins Rollen gebrachten, realen Ausrottungsfeldzug, die Verbrechen und Lügen an der Gesellschaft und letztendlich die potentiellen Auswirkungen in seiner Fabel anzuprangern, hätten allein 5 Sterne verdient. Da kann es einfach nicht genug und nicht frühzeitig genug Aufklärung geben.

Leider ist die Geschichte dann aber irgendwo zwischen den Generationen stecken geblieben.

Man merkt einerseits, dass "Die Große Wildnis" ursprünglich für den jüngeren Leser gedacht war. Düster aber nicht schockierend wäre hier vielleicht die richtige Beschreibung und Anlehnungen an "Prinzessin Mononoke" oder "Sucker Punch" lassen sich nicht leugnen. Auch der kleine Protagonist des Buches, Kester, bricht aus einer Anstalt aus und kämpft für die letzten Tiere, von deren Existenz er aufgrund seiner märchenhaften Fähigkeit, mit jenen zu sprechen erfährt. Spannung kommt in Tordays Buch leider nur in homöopathischen Dosen auf, und das liegt bestimmt nicht einzig und allein an der Übersetzung. Jede heikle Situation wird im Tier-Mensch-Team schnell gemeistert und alles läuft dann letztendlich doch zu glatt auf dem Niveau eines Märchens der Gebrüder Grimm ab (und ich denke da jetzt nicht an die reißerischen Verfilmungen der letzten Jahre).

Betrachtet man das Buch andererseits aus der Sicht des Erwachsenen, fehlt mir eindeutig eine deutlichere Message. Das Thema des Messias, des Auserwählten ist dann doch derart abgedroschen, dass da schon wesentlich mehr geboten werden muss. Glauben allein reicht nicht, auch wenn sich Piers Tordays Fabel so deuten lässt. Wenn der Autor wirklich aufrütteln will, wenn er tatsächlich gegen die gegenwärtig laufende Vernichtung der Arten(-vielfalt) aufrufen möchte, dann muss er dies noch offensichtlicher tun. Düstere, aber in Watte verpackte Visionen reichen da einfach nicht aus, um die "Sheeple" aufzuwecken, erst recht nicht, wenn alles wieder einem einzelnen Auserwählten" überlassen wird und alles sowieso harmonisch auf ein Happy End hinausläuft. Das ist vergebliche Liebesmüh!

Summa summarum ist die Idee gut, in meinen Augen aber leider unzureichend umgesetzt. Vielleicht bin ich aber schon zu tief in der Materie und in Sachen industrialisierter Lebenszerstörung zu aufgeklärt. Aber ich gebe die Hoffnung auf weitere Erwachende nicht auf und wenn Die große Wildnis" dazu beiträgt, dass sich die Leser bewusst dieses Themas annehmen und die Realität erkennen, dann ist mir das noch 3 Sterne wert.
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am 5. Februar 2014
In einer Welt, in der keine Tiere mehr existieren, kommt sich auch der 12-jährige Kester manchmal vor wie der Letzte seiner Art. Zumindest in dem Mentorium für Problemkinder, in dem er lebt und wo alle so tun, als sei mit ihm etwas nicht in Ordnung. Als er dann auf einen Schwarm sprechender Tauben trifft, denkt Kester, jetzt werde er völlig verrückt.
Aber diese Tiere haben ihm etwas mitzuteilen …
Sie befreien Kester und bringen ihn in die Wildnis zu einem Ort, an dem die letzten wilden Tiere verborgen vor der Welt überlebt haben. Ihr weiser Anführer, ein mächtiger Hirsch, bittet Kester um Hilfe, und gemeinsam begeben sie sich auf eine große Reise, begleitet von einem vorwitzigen Wolfsjungen, einer eitlen Katzendiva, einer tanzenden Feldmaus, einer philosophischen weißen Taube und einem eigensinnigen Mädchen namens Polly.

"Die Große Wildnis" ist der erste Band der "Wildnis"-Reihe von Piers Torday.

Dieser Roman erscheint wie eine Mischung aus Abenteuer und Dystopie, verbunden zu einer einzigartigen Geschichte, die einmal etwas Anderes auf dem Buchmarkt darstellt und sich fernab der üblichen Klischees bewegt.
Beim Lesen bemerkt man sofort, dass "Die Große Wildnis" noch viel tiefer geht, als anfangs gedacht. Denn es werden kindgerechte Werte vermittelt und auch die Natur wird dem Leser auf eine schöne Art und Weise näher gebracht.

Trotz der Altersempfehlung von 10 Jahren ist dieser Auftakt spannend und tiefgründig zu lesen, sodass auch ältere Leser Freude an diesem Roman finden werden. Das Tempo schreitet in einem angenehmen Tempo voran, wobei zu keiner Zeit mit Details gespart wird und man sich die Begebenheiten sehr gut bildlich vorstellen kann.

Die Handlung ist äußerst ausgeklügelt und wohl durchdacht. Der rote Faden ist zu jeder Zeit erkennbar. Dadurch entsteht ein wunderbares Leservergnügen für Jung und Alt, das den Leser zum Nachdenken anregt und ihn animiert, sich näher mit unserer Umwelt auseinanderzusetzen.

Stellenweise mag die Handlung doch recht düster und mitunter auch einmal etwas Brutaler sein, doch schafft es der Autor, dies auf eine kindgerechte Art und Weise zu erzählen, sodass diese mitfiebern können ohne dabei Angst zu bekommen.

Der Erzählstil des Autors ist sehr bildhaft und poetisch. Mit viel Liebe zum Detail erzählt er hier ein Abenteuer, das den Leser mitreißt und ihn bewegt.

Fazit: Ein lebendig erzähltes Abenteuer für Jung und Alt mit einem interessanten Thema.
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. November 2013
Piers Tordays erster Roman "Die grosse Wildnis" ist ein wirklich faszinierendes Jugendbuch. Sehr fantasievoll schildert der Autor hier eine Dystopie für KInder ab 10 Jahren. Der Held der Geschichte ist ein 12-jähriger Junge mit seinen Unsicherheiten und Ängsten, die jedes Kind bestimmt gut nachvollziehen kann. Aber er wächst über sich hinaus und lernt einiges über Vertrauen und Verantwortung. Trotz der tragischen Note der Geschichte lässt der Autor durchaus auch Humor einfließen. Es bleibt spannend bis zum Schluss. Das Ende bietet Raum für eine Fortsezung, die sicher schon geplant ist, weil das Buch in einigen Quellen auch als "Band 1" der Geschichte ausgewiesen wird.

Der 12-jährige Kester spricht nach dem Tod seiner Mutter nicht mehr und wurde von seinem Vater getrennt. Er kam in eine Eintrichtung namens Mentorium, die einem Gefängnis für Kinder und Jugendliche ähnelt. Er ist überrascht, als er merkt, dass er mit den Tieren sprechen kann. Eine Seuche, die "Rote Pest", hat viele Menschen und fast alle Tiere ausgerottet. Eine große Firma, Facto, versorgt die Menschen mit der künstlichen Nahrung Formula. Die Menschen leben in Angst vor der Ansteckung durch Tiere und rotten sie daher immer weiter aus. Die Tiere verzweifeln fast und wenden sich daher an Kester, damit er ein Heilmittel für sie finden kann. Also macht er sich auf eine gefährliche Reise mit einem Hirsch, einer Kakerklake, vielen Tauben, einem Wolf und dem kleinen Mädchen Polly. Kann er die letzten Tiere der Erde retten?

Mich hat dieses Buch schnell gefesselt. Es gibt so viele Höhen und Tiefen, die mich nicht kalt gelassen haben. Der Autor versteht es, den Leser mit Kester und seinen Freunden mitfiebern und mitleiden zu lassen. Diese fremde und bedrohliche Welt, die er erschaffen hat, wird sehr klar geschildert. Und gerade dort wird es sichtbar, wie wichtig es ist, zusammen zu halten und für andere einzustehen. "Die grosse Wildnis" hat mir sehr gut gefallen.
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Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Der 12jährige (demnächst 13) Kester Jaynes lebt auf Mentorium. Mentorium ist eine Anstalt für verhaltensauffällige Kinder. Seit dem Tod seiner Mutter kann Kester nicht mehr sprechen. Zwar versucht er es immer wieder, wird auch von den anderen Kinder gereizt, jedoch kommt kein Ton über seine Lippen. Das Leben in dieser Welt ist sehr hart. Die Tiere sind alle an einer Krankheit erkrankt, die sich die rote Pest nennt und sind entweder daran gestorben oder wurden von den Menschen in der Hoffnung, die Krankheit einzudämmen, getötet. Auch das Meer und die Pflanzenwelt gelten als verseucht. Als Nahrung wurde das sogenannte Formula erfunden, das es in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt und dennoch immer irgendwie gleich schmeckt.

Kester mag das Leben in Mentorium nicht. Er ist viel alleine, daher ist es kein Wunder als er bei einem Aufenthalt im Hof versucht, mit einer Kakerlake zu sprechen. Telepathisch. Und dann geschieht etwas sehr seltsames. Die Kakerlake spricht tatsächlich mit ihm und bittet ihn sogar um Hilfe. Aber ehe Kester richtig begreift, was da eigentlich gerade geschehen ist, wird er dem Doktor von Mentorium vorgeführt und als Strafe weggesperrt.

Kester denkt lange über die Sache nach und ehe er es sich versieht, wird er von einer Schar Tauben (99 dunkelgraue und eine weiße) befreit. Die Tiere bitten ihn um Hilfe, denn nur er kann sie verstehen und ihnen dadurch helfen, ein Heilmittel gegen die rote Pest zu finden. Doch schon längst hat man seine Flucht bemerkt und Kester wird verfolgt. Aber auch die letzten wilden Tiere werden gejagt und gemeinsam stellen sie sich der Aufgabe, ein Mittel gegen die Krankheit zu finden und ihren Feinden zu entkommen.

In seinem Debütroman schafft der Autor Piers Tordays eine Dystopie für Kinder ab 10 Jahren. Das Buch lässt sich aber als Erwachsener gut und flüssig lesen. Kester erzählt die Geschichte aus seiner Sicht in der Ich-Perspektive. Dadurch kann der Leser besonders gut seine Unsicherheiten und Ängste nachvollziehen. Der Autor schafft zu Beginn einen kleinen Jungen, der eingeschüchtert von den Großen seiner Welt einfach nur noch nach Hause zu seinem Vater möchte. Doch dieser Junge entwickelt sich im Laufe der Geschichte immer weiter. Er wird mutiger, stärker und lernt Verantwortung zu tragen.

Schnell hat das Buch den Leser in seinen Bann gezogen. Der Verlag hat die Geschichte in 6 Kapitel unterteilt und die Kapitelseite mit einem Bild gestaltet. Die Kapitel sind wie folgt benahmt:

1. Mentorium
2. Der Ring des Waldes
3. Sturmhöhe
4. Die Strasse der Fische
5. Die alte Farm
6. Premia

Trotz der traurigen und erschreckenden Thematik, schafft es der Autor, dass Kester den Leser so manches Mal zum schmunzeln reizt. Aber auch sonst zieht Kester einen mit. Man leidet mit ihm, kämpft und flüchtet und möchte ihn nicht selten in den Hintern treten oder ihn vor einer Dummheit bewahren.

Dabei ist die Geschichte in sich logisch und schlüssig. Auch wenn das Ende ruhiger wird und es sanft ausklingen will, zeigt der Autor, dass er nicht vergessen hat, dass nicht alles gelöst ist und die Geschichte eine Fortsetzung benötigt. Bis dahin allerdings, muss man Kester und das letzte Wild alleine lassen.

Fazit:
Für Kinder und Jugendliche ist das Buch ein spannender Fantasyroman, für ältere Leser regt der Roman auf jeden Fall zum Nachdenken an, gerade im Hinblick auf den Umgang mit der Umwelt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und hoffe, dass diese bald erscheinen wird.
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TOP 500 REZENSENTam 3. Februar 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Der Sohn des Autors Paul Torday (Lachsfischen im Jemen) Piers Torday hat mich seinem Debutroman positiv überrascht.

Die Große Wildnis: Band 1 ist abwechslungsreich, phantasievoll und teilweise recht lustig - und das obwohl es sich um eine Dystopie handelt.

Die Hauptfigur in einer komplett veränderten Welt ist Kester. Die Natur hat sich dramatisch verändert. Zuerst starben mehr und mehr Tiere an einer Epedemie, der soganannten "Roten Pest", die Keuler tun ihr übriges - bis alle Tiere tot sind. Jedenfalls wird das vermutet und gewünscht von Facto*. Dadurch änderte sich die Ernährungslage drastisch. Die Bestäubung fiel aus, somit verschwanden auch die meisten pflanzliche Nahrungsmittel. Nun ernähren sich die Menschen von einer rosa Pampe eines, besser des mächtigen, einflussreichen *Konzerns, eben jeder Firma: Facto.

Es starben auch viele Menschen. Die überlebenden Menschen wohnen vom Land isoliert in städtischen Glasbunkern und viele Gebiete gelten als kontaminiert. Facto will auch die letzten Landbewohner und Farmer in iher Glasbunker treiben, wahlweise einsperren oder töten.

Der 12-Jährige Kester steckt in einer Art Heim, eher einer Anstalt für Schwererziebare fest. Da er seit dem Tod seiner Mutter nicht mehr spricht, ist er ein Aussenseiter, ein Freak, der gemobbt wird. Er zieht sich mehr und mehr zurück. Eines Tages spricht eine Kakerlacke mit ihm. Zuerst zweifelt er an seinem Verstand, doch dann beginnt eine abentheuerliche Reise.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, und die Charaktere sind recht gut und liebevoll ausgebildet. Besonders die Tiercharaktere haben es mir angetan. Die etwas verrückte weiße Taube, die oft die Sätze der anderen Tauben "verzerrt" und falsch und verdreht nachplappert - und dafür oft Taubendresche bezieht. Die Maus, die dauernd neue Tänze erfindet, der angeberische kleine Wolf, der noble, mutige Hirsch - all das ist so bezaubernd beschrieben.

Allerdings liegt meine Kritik auch darin, dass ich das angegebene Alter zu niedrig halte. Es mag sein, dass es 10-Jährige gibt, die reif genug für die Dystopie und den Humor sind, daran habe ich jedoch meine Zweifel. Sonst hätte ich die volle Punktzahl gegeben.
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am 28. Januar 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
12 Jahre ist Kester, die Hauptfigur des Romans, alt. Seine Leser sollen sogar ab 10 Jahren seine Abenteuer nachlesen können - und die sind doch teilweise recht düster. Da steht diese Dystopie für Kinder Erwachsenenliteratur in nichts nach. Schließlich ist es auch Kesters Pflicht, eine Welt zu retten. Eine Welt, in der die Tiere durch die rote Pest fast ausgestorben sind. Aber auch nur fast, denn Kester trifft auf die große Wildnis - die letzten Tiere der Erde. Der Leser macht Bekanntschaft mit dem großen Hirsch, dem General, einer leicht verwirrten und daher besonders liebenswerten weißen Taube und anderen Getier. Zusammen mit ihnen muss Kester seine Angst überwinden und sich für seine neuen Freunde einsetzen. Und das Kester, der gegenüber Menschen kein einziges Wort herausbringt und schon seit 6 Jahren im Mentorium, einer Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche, haust, nachdem sein Vater nach dem Tod der Mutter sich nicht um Kester kümmerte.
Kester jedoch hat etwas, das ihn einzigartig macht, auch wenn er davon zu Beginn der Geschichte selbst noch nichts weiß...

Die Idee des Buches finde ich genial und ich denke, dass dies größere und kleinere Kinder anspricht. Allerdings merkt man dem Schreibstil dann jedoch schnell an, dass das Buch eher für Kinder gedacht ist. Teilweise war es mir, die schon lange aus den Kinderschuhen entwachsen ist, ein wenig zu langatmig. Trotzdem kann ich nicht behaupten, dass es langweilig war. Vielmehr kommen schon einige düstere Momente vor. Schließlich sind auch einige Verluste zu beklagen... Für sensible Kinderseelen mag das vielleicht auch zu der einen oder anderen Verstörung führen. "Leseerfahrene" Kinder dürften damit jedoch keine Probleme bekommen.

Piers Torday hat sein Romandebut als eine Fortsetzung vorgesehen. Man kann also auch weitere Abenteuer von Kester gespannt sein und schließlich ist noch nicht alles "Ende gut. Alles gut."
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TOP 500 REZENSENTam 3. Januar 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Dystopien gehören auf dem Gebiet der "Erwachsenenbelletristik" schon lange zu den besonders beliebten Genres und haben seit einigen Jahren, spätestens seit den "Tributen von Panem", auch die Jugendliteratur erobert.
Mit "Die große Wildnis" von Piers Torday, offenbar als Beginn eines Mehrteilers konzipiert, kommt nun auch eine Dystopie für die Kleinen auf den Markt - empfohlen wird das Buch ab zehn Jahren, meiner Meinung nach ist es vom Schreibstil her sogar auch problemlos für noch jüngere Leser geeignet.
Inwiefern es begrüßenswert ist, schon Leseanfängern Dystopien zu lesen zu geben beziehungsweise ob in dem Alter nicht leichtere Kost passender wäre, lasse ich mal dahingestellt sein, zumal ja auch Kinder bereits sehr unterschiedliche Vorlieben bezüglich der von ihnen bevorzugten Geschichten haben.
Ich war jedenfalls sehr gespannt, wie der Autor das Thema kindgerecht umgesetzt hat.

Hauptprotagonist und Ich-Erzähler ist der zwölfjährige Kester, der seit dem Tod seiner Mutter nicht mehr spricht und deshalb im "Mentorium", einer Einrichtung für verhaltensauffällige Kinder, untergebracht ist.
Seit seiner Unterbringung dort hat sich die Welt "draußen" verändert, vor allem sind viele Tiere und Pflanzen einer Seuche zum Opfer gefallen.
Eines Tages entdeckt Kester, daß er die Sprache der Tiere verstehen kann und folgt einer Kakerlake an einen geheimen Ort, wo die letzten überlebenden wilden Tiere ihn um Hilfe bitten...

Die Geschichte wird von Kester in der Gegenwartsform erzählt, ein Stilmittel, mit dem ich mich nie so recht anfreunden kann, welches aber für die angesprochene Zielgruppe möglicherweise lebendiger zu lesen ist als die Vergangenheitsform.
Der Stil ist sehr einfach gehalten, mit kurzen, knappen Sätzen und obwohl auch das möglicherweise dem angesprochenen sehr jungen Publikum geschuldet ist, konnte ich damit nicht so richtig warm werden und kenne durchaus eine ganze Reihe von Kinderbüchern, die für die Kleinen ebenfalls leicht verständlich und dennoch einfach "schöner" geschrieben sind.
Nach der durchaus noch kindgerecht-spannend geschilderten Fluch aus Mentorium habe ich mich auch mit der Umsetzung der im Buch herübergebrachten "Botschaft" schwer getan.
Zwar kann man Kinder wahrscheinlich gar nicht zu früh an Themen wie Tier- und Umweltschutz heranführen, aber das alles habe ich anderswo schon deutlich unterhaltsamer gelesen.
Die sprechenden Tiere hier, die noch dazu sehr einfallslos stereotyp charakterisiert werden (der oberlehrerhaft "weise" Hirsch, die eitle Katze, ein kesser junger Wolf, ...), fand ich aber einfach allzu bemüht, was bei mir dazu geführt hat, daß mich das Buch eher an die Bücher erinnert hat, die man in der Schule lesen musste und dann endlos darüber diskutieren sollte als an die, die ich in dem entsprechenden Alter geliebt und gerne auch öfter gelesen habe.

Da dies alles sehr persönliche Empfindungen gegenüber einem Buch sind, welches objektiv betrachtet mit Sicherheit nicht "schlecht" und obendrein mit diversen Illustrationen optisch sehr hübsch aufgemacht ist, vergebe ich drei Sternchen, aber mich hat das Buch nicht genug begeistern können, um mir auch eventuelle Folgebände vorzumerken.
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TOP 500 REZENSENTam 6. Februar 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Der 12jährige Kester lebt im Menotorium. Es handelt sich hierbei um eine Anstalt für schwererziehbare Jugendliche. Kester spricht nicht seit die rote Pest über die Welt gekommen und auch seine Mutter an ihr gestorben ist. Als er jedoch feststellt, dass er die Tiere versteht, ändert sich sein ganzes Leben.
Das sehr schön gestaltetes Cover passt zur Handlung und den Protagonisten und ist, wie die Länge der Kapitel altersgerecht.
Das Jugendbuch soll eigentlich ab 10 Jahre sein, was ich aufgrund der Dystopie Thematik ein wenig kritisch sehe, dennoch wurde das Thema kindgerecht dargestellt. Die Handlung lässt einen von Anfang an mitfiebern und so kommt bereits auf den ersten Seiten Spannung auf. Einzig das Ende wirkt ein wenig hektisch und schmälert den Lesegenuß, auch wenn es stimmig ist.
Die Ich-Erzählung schildert die Situation aus der Sicht von Kester, der als Protagonist unglaublich gut gelungen ist. Die weiteren Protagonisten, zum Teil Tiere, sind meistens sehr detailliert und klar dargestellt.
Den Humor bedient die „Weiße Taube“, die immer wieder positiv in Erscheinung tritt und eine der ganz liebenswerten Protagonisten ist.
Fazit: Ein toller Roman, nicht nur für Jugendliche. Freue mich schon auf den zweiten Band und hoffe dass dann ein wenig mehr auf das „lieblose“ Ende eingegangen wird.
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TOP 1000 REZENSENTam 1. Januar 2014
Dystopien sind momentan der Renner unter den Jugendbüchern. „Die große Wildnis“ gehört dazu, ist aber vor allem für die etwas jüngeren Leser geeignet. Die Hauptfigur Kester, lebt in einer Welt, in der scheinbar alle Tiere ausgestorben sind. Doch dann bekommt Kester Besuch von Tauben und Kakerlaken, die ihn bitten sie, die letzten Tiere, vor der großen Seuche zu retten.

Trotz des Endzeitthemas ist „Die große Wildnis“ voller Hoffnung und einfach zauberhaft. Das liegt vor allem an den liebenswerten Tierfiguren. Die Kakerlake, die einen auf General macht, der leicht größenwahnsinnige Wolf, die verpeilte weiße Taube und die kleine Tanzmaus haben mich mehrmals zum Lachen gebracht. Es würde mich nicht wundern, wenn es am Ende dieses Buchs ein paar kleine Vegetarier mehr gibt.

Für die ganz Kleinen ist dieses Buch jedoch nicht geeignet. Denn auf der Reise zu dem Heilmittel muss das ein oder andere Tier sein Leben lassen.

„Die große Wildnis“ ist der erste Teil einer mehrteiligen Reihe. So endet dieser Roman auch mit einem kleinen Cliffhanger.
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am 21. September 2014
Ein sehr schönes Buch, an manchen Stellen auch noch witzig.Man kann sich gut rein fühlen was sie erleben. Auch ist es an manchen Stellen ziemlich traurig oder an manchen Stellen voller Spannung. Und das die Kakerlake General heißt macht das Buch ein bisschen witziger. Man könnte denken, dass die Geschichte aus der Zukunft stammt. Wer weiß, vielleicht passiert das ja irgendwann mal wirklich...

Kinderrezension © 2014 by Sara Spangenmacher (12 Jahre) für BookOla.de
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