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77 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Du schreibst die Geschichte deines Lebens nicht mit Worten ...
Kundenvideo-Rezension     Länge:: 8:37 Minuten
... Du schreibst sie mit Taten. Es ist nicht wichtig, was du denkst. Wichtig ist nur, was du tust." Zitat aus dem Buch, Seite 202.

Selten ist es mir passiert, dass der Rückentext eines Buches mir schier die Tränen in die Augen schießen ließ. Allein der Satz "Wir müssen die, die wir lieben, manchmal gehen...
Veröffentlicht am 24. August 2011 von Andrea Koßmann

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein gutartiges Monster
Es ist schwierig, ein Kinder –und Jugendbuch zu besprechen, denn mir als Erwachsener soll es ja nicht gefallen. Personen der Zielgruppe, die ich fragen konnte, kannten das Buch nicht.

Es ist die Geschichte des Jungen Conor. Er lebt mit seiner Mutter allein. Sie ist schwer erkrankt, sie wird wohl sterben müssen, auch Conor erkennt das, und hält...
Vor 5 Monaten von Sabaga veröffentlicht


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77 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Du schreibst die Geschichte deines Lebens nicht mit Worten ..., 24. August 2011
Von 
Andrea Koßmann "Kossis Welt" (Marl, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Länge:: 8:37 Minuten

... Du schreibst sie mit Taten. Es ist nicht wichtig, was du denkst. Wichtig ist nur, was du tust." Zitat aus dem Buch, Seite 202.

Selten ist es mir passiert, dass der Rückentext eines Buches mir schier die Tränen in die Augen schießen ließ. Allein der Satz "Wir müssen die, die wir lieben, manchmal gehen lassen, um sie im Herzen zu behalten." war aber in diesem Fall ausschlaggebend dafür, dass ich wusste, dieses Buch würde mir gefallen. Und ich hatte mich nicht getäuscht.

Nachdem ich bei diesem einen Satz schon schlucken musste, festigte sich der Kloß in meinem Hals, als ich begann, das Vorwort zu lesen. Als Autoren dieses Buches sind Patrick Ness und Siobhan Dowd angegeben. Siobhan hatte die wunderschöne Idee zu diesem Buch, entwickelte die Figuren und auch das Exposé. Doch leider wurde sie schwer krank und war nicht mehr in der Lage, vor ihrem Tod das Buch zu schreiben. Deshalb fragte man Patrick, ob er die Idee von Siobhan vollenden möchte und ich bin froh, dass er es getan hat. Allein diese Tatsache läßt den Leser das Buch mit anderen Augen lesen.

Die Hauptrolle dieser Geschichte übernimmt der Junge Conor. Eigentlich ein ganz normaler Junge, der in der Schule allerdings nicht allzu gut von seinen Mitschülern behandelt wird. Er lebt bei seiner Mutter; sein Vater verließ die Familie einige Zeit zuvor für eine andere Frau. Seitdem kümmert sich Conor um viele Dinge, mit denen andere Kinder in seinem Alter noch gar nicht konfrontiert werden. Er macht sich sein Frühstück selber, räumt die Wohnung auf, wäscht die Wäsche. Das macht er deshalb, weil seine Mutter schwer krank ist und sie nach den Tagen der einzelnen Behandlungen so schlapp ist, dass sie es einfach nicht schafft, ihren Haushalt zu führen.

Eines Nachts wird Conor von einem 'Monster' geweckt. Doch vor diesem Monster hat er keine Angst. Vielmehr redet er sich ein, dass es sich nur um einen Albtraum handelt, als das Monster in Form eines riesigen Baumes sein Kinderzimmer betritt. Doch als Conor am nächsten Morgen erwacht, findet er auf dem Fußboden seines Zimmers Eibennadeln, die von diesem Baum-Monster zu kommen scheinen und die Idee des Albtraumes schnell wieder verwerfen. Doch Angst empfindet er noch immer nicht. Auch nicht dann, als das Monster beginnt, ihm Nacht für Nacht, um sieben Minuten nach Mitternacht, Geschichten zu erzählen. Doch was dies alles zu bedeuten hat und was das Monster ihm eigentlich sagen will, erfährt er erst nach und nach.

Kurz vor dem Ende der Geschichte war der Kloß in meinem Hals kaum noch auszuhalten. Parallel zur Geschichte wuchs er und löste sich am Ende durch ein Tränenmeer, das ich nicht mehr zurückhalten konnte.

Doch nicht nur die Geschichte dieses Buches besticht durch eine wunderschöne Erzählweise. Desweiteren ist das Buch illustriert und so findet man immer wieder gezeichnete Szenen des Buches in Bildern wieder. Bilder, die man nicht einfach nur kurz anschaut und dann weiterblättert, sondern man wird einige Sekunden damit verbringen, sie zu betrachten und das Gelesene darin wiedersuchen. Und finden.

Ebenso liebevoll wie die Skizzen in dem Buch ist die Covergestaltung. Ein raues Papier, das zum 'darüber streicheln' einlädt und im Bücherregal einen besonderen Platz bekommen wird. Viele Sätze aus diesem Buch haben ebenfalls diesen besonderen Platz bekommen. Nämlich den, in meinem 'Buch der schönen Sätze'.

Eine wunderschöne Jugendgeschichte, die den Leser mit der tragischen Seite des Lebens konfrontiert und dennoch ein Stück Hoffnung zurück läßt. Und am Ende wird man auch das Buch loslassen müssen. Ob man will oder nicht ...
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine überwältigende Geschichte, 14. Oktober 2011
Von 
Diti (Dortmund, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Sieben Minuten nach Mitternacht: Mit Originalillustrationen (Gebundene Ausgabe)
Story:
Das Monster erscheint sieben Minuten nach Mitternacht. Aber es ist nicht das Monster, das Conor fürchtet. Was er eigentlich fürchtet, ist jener monströse Albtraum, der ihn jede Nacht quält, seit seine Mutter ihre Behandlung begann. Dieser Traum, in dessen Herzen tiefstes Dunkel herrscht und wo im Abgrund ein Albtraumwesen lauert, bis dann ein Schrei die Nacht zerreißt '

Das Monster aber, das scheinbar im Garten hinter Conors Haus lebt, verkörpert etwas völlig anderes. Es ist uralt, wild und weise ' es ist das Leben selbst. Und es ist gekommen, um Conor zu helfen. Doch auf welchen Weg Conor sich mit seinem gigantischen Freund begeben wird, ahnt er nicht. Er wird ihn hinab in die tiefsten Tiefen seiner Seele führen, er wird ihn in seinen Albtraum begleiten und dann wird er ihm das Gefährlichste überhaupt abverlangen: die ganze Wahrheit. Denn nur wenn Conor sich dieser stellt, wird er das wahre Wesen des Lebens erkennen '

Meine Meinung:
Nachdem ich sehr viele begeisterte Stimmen über dieses Buch gehört habe, war ich sehr gespannt und hatte hohe Erwartungen. In gewisserweiße hatte ich auch Angst, dass "Sieben Minuten nach Mitternacht" mich enttäuschen könnte. Nach dem Lesen weiß ich das diese Angst vollkommen unbegründet war, denn auch mich konnte dieses Werk begeistern.

Allein die Vorgeschichte des Buches hat mich ein wenig traurig gestimmt. Siobhan Dowd hatte schon die Figuren, ein Exposé und einen Anfang. Doch leider ist sie 2007 an einem Krebsleiden gestorben. Patrick Ness hat dieses Buch für sie zu Ende geschrieben.

Die Charaktere in dem Buch haben mir sehr gefallen. Der 13-jährige Conor ist ein tapferer Junge und wünscht sich, dass er wie alle anderen Kinder in seinem Alter behandelt wird und will keine Sonderbehandlung. Auch das Monster, welches das Leben darstellen soll, ist außerordentlich gut gelungen. Es gibt nicht allzu viele Charaktere in dem Buch, die man kennenlernt, aber da es nur knapp 220 Seiten hat, finde ich das gut, weil man sonst nicht die Tiefe erreichen könnte, die man im Endeffekt hat. Ganz allgemein kann man sagen, die Charaktere sind allesamt glaubwürdig und gut gezeichnet. Ich hätte wirklich gern noch mehr über Conor und sein Leben erfahren, denn er ist mir während der relativ kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen und ich habe wirklich mit ihm mitgelitten.

Mit dem Schreibstil von Patrick Ness konnte ich mich sehr gut anfreunden. Zwar ist der Schreibstil einfach und jugendlich, aber im Gegensatz zu vielen Jugendbüchern, die ich gelesen habe, ist dieser Schreibstil eindringend. Es schafft die Atmosphäre, die hauptsächlich in dem Buch im Vordergrund steht, gut rüberzubringen.

Die Illustrationen will ich noch besonders erwähnt haben. Sie sind wirklich einzigartig und machen dieses Buch auch dazu. Ein riesen Kompliment an Jim Kay für diese düsteren und besonders passenden Bilder zur Geschichte. Ich konnte die Bilder lange anschauen und hatte das Gefühl immer noch nicht alles gesehen zu haben. Was mir persönlich auch gefällt, ist, dass der Leser in seiner Interpretation des Textes nicht eingeschränkt wird.

Diese Geschichte hat mich sehr berührt und ich war so sehr in sie gefangen, dass die Seiten nur noch flogen. Beim Lesen konnte ich für einige Augenblicke alles um mich herum vergessen und einfach nur dieser Geschichte folgen. Auch nach dem Lesen denke ich noch häufig daran zurück, denn irgendwie will sie mir nicht aus dem Kopf gehen und das will ich auch nicht unbedingt. Ich denke, dass die Geschichte zeitlos ist und auch nach 10 oder 20 Jahren begeistern kann und meiner Meinung nach kann sie von Jung und Alt gelesen werden und wird gleich begeistern.

"Sieben Minuten nach Mitternacht" ist eine zeitlose, berührende Geschichte mit einzigartigen Illustrationen, die Jung und Alt begeistern kann und die man sich nicht entgehen sollte. Von mir gibts eine klare Kaufempfehlung.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Drama auf 216 Seiten, so liebevoll und gleichzeitig düster gestaltet, wie es geschrieben ist., 25. April 2012
Mit dem Jugendroman "Sieben Minuten nach Mitternacht", halte ich ein ganz spezielles Buch mit einer unglaublich traurigen und tiefgehenden Geschichte in meinen Händen. Dass es hier um ein unkonventionelles Buch geht, sieht man schon dem Format und der Gestaltung an. Mein Exemplar ist vom Verlag Goldman und ist die sogenannte "Erwachsenenversion". Die "Jugendversion" erscheint bei cbj. Was genau der Unterschied ist zwischen den beiden Versionen, weiss ich leider nicht. Gewiss ist jedoch, dass die Goldmann Version gespickt ist mit unheimlich düsteren, melancholischen und äusserst schweren Illustrationen von Jim Kay. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, bin ich mir fast sicher, dass dies wieder einmal ein Buch sein könnte, das mich zum Weinen bringt. Bevor ich nun aber zum eigentlichen Inhalt der Geschichte komme, möchte ich noch eine wichtige Sache klären zu den beiden Autoren.
Die ursprüngliche Idee der Geschichte und die Charaktere stammen von Siobhan Dowd. Patrick Ness erzählt im Vorwort, dass die Autorin leider keine Zeit mehr hatte, die Geschichte zu Ende zu bringen, weil sie vorher gestorben ist. Liebevoll beschreibt er in seinem Prolog, wie er die Ideen und Charaktere von Siobhan Dowd aufgreift und sich in seinem Kopf langsam eine Geschichte aufbaut, die in ihm den unwiderstehlichen Drang auslöst zu schreiben.

Die Geschichte:
n dieser tiefgehenden Geschichte geht es um den dreizehnjährigen Conor. Seine Eltern haben sich scheiden lassen und er sieht seinen Vater nur noch sehr selten. Dieser hat jetzt nämlich eine neue Familie, die ihm keine Zeit mehr für seine alte lässt, obwohl die ihn eigentlich dringend bräuchte. Seine Mutter ist an Krebs erkrankt und es geht ihr gar nicht gut. Auch in der Schule ist Conor eher der Aussenseiter und wird oft gehänselt. Mit seiner Grossmutter versteht er sich eher schlecht als recht und so ist Conor in seinem noch jungen Alter auf sich alleine gestellt und hat keine erwachsene Person um sich, die sich richtig um ihn kümmern kann in dieser schweren Zeit. Tagsüber geht es ihm scheinbar gut und er ist sich sicher, dass alles wieder in Ordnung kommt und seine Mutter wieder ganz gesund wird. Doch des Nachts schleicht sich der immer gleiche, schreckliche Albtraum in seinen Schlaf, ein Traum, der ihn schreiend und voller Angst aufwachen lässt. Ein Traum, von dem er niemandem erzählen kann, weil er so schlimm ist. Eines Nachts kommt ein Monster exakt sieben Minuten nach Mitternacht in sein Zimmer. Es ist nicht irgendein Monster, sondern die zum Leben erwachte grosse und uralte Eibe, die auf der Wiese vor seinem Haus steht. Von jener Nacht an, begleitet das Baummonster Conor in regelmässigen Abständen und folgt ihm sogar an andere Orte wie die Schule oder zum Haus seiner Grossmutter. Das Monster erzählt Conor drei Geschichten, mit welchen es dem Jungen helfen will, die Wahrheit zu sehen. Für Conor beginnt eine Reise zum Mittelpunkt seiner Seele und seinen Gefühlen, welchen er sich stellen muss, um zu verstehen und zu sehen. Er muss durch die Hölle, um seine schlimmste Angst aus seinem Albtraum ohne Schuldgefühle loslassen zu können. Was für eine unglaublich schwere Last und Bürde für ein so junges Leben, sich dieser Art Schicksal stellen zu müssen.

Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, spürte ich eine unglaubliche Traurigkeit und Leere in mir. Die Geschichte hat so geendet, wie ich es erwartet habe und hat jede meiner Hoffnungen restlos begraben. Ich habe geweint und musste mich zuerst wieder fangen. Nichtsdestotrotz kann ich Patrick Ness keinen Vorwurf machen, denn er hat mit seiner einfachen, aber nicht minder gefühlvollen Sprache den geeigneten Boden für diese herzzerreissende Geschichte gefunden. Diesen hat er genährt mit Charakteren, Schauplätzen und Gefühlen, die einen berühren, die man spürt und erlebt. Es braucht für diese Geschichte einen gewissen Hang zum Phantastischen, da ja das Monster in der Geschichte eine wesentliche Rolle spielt, die nicht sehr real ist. Besonders beeindruckt hat mich Conors unglaubliche Liebe zu seiner Mutter und sein damit verbundenes Verantwortungsgefühl ihr gegenüber. Er zeigt hier eine Stärke, die mich einfach beindruckt hat und mich noch mehr hat mitleiden lassen. Auch die zahlreichen und detaillierten Illustrationen von Jim Kay gefallen mir sehr. Was mich jedoch stört, ist die Idee eines Jugendromans. Ich weiss nicht, ob diese Geschichte nicht zu schwer bzw. zu schonungslos ist für die Jugend, oder ob diese sie überhaupt versteht. Ich finde, dieses Buch sollte man besprechen und die Thematik mit den Jugendlichen aufgreifen. Ich bin keine Pädagogin, doch für mich ist dies bestimmt kein Roman für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren.

Fazit:
Keine leichte Kost für heisse Sommertage, aber für kalte und düstere Winterabende noch weniger. Wer sich "Sieben Minuten nach Mitternacht" zu Gemüte führen will, dem sei gesagt, dass es sich hier nicht um ein konventionelles Jugendbuch handelt, sondern um ein tiefbewegendes Schicksal, das leider Realität ist und bereits vielen passiert. Es geht um Liebe, Schuldgefühle, Wahrheit und den gefürchteten Tod. Um die unglaublich tiefe Liebe eines Jungen zu seiner Mutter, die er nicht retten kann und ein Monster das ihm hilft zu verstehen und die Wahrheit zu erkennen. Ein Drama auf 216 Seiten, so liebevoll und gleichzeitig düster gestaltet, wie es geschrieben ist. Für meinen Geschmack Erwachsenenliteratur und nicht Jugendliteratur.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Emotionen des Lebens verpackt in eine kleine, wunderbare Geschichte!, 22. September 2011
Es gibt Bücher, die findet man entweder gut oder man findet sie unsagbar schlecht. "Sieben Minuten nach Mitternacht" ist ein Buch, das eine ganz besondere Geschichte erzählt und deswegen mag es ein wenig schwer fallen über dieses Buch zu schreiben. Selten löst ein Buch so starke Emotionen aus, das man auch noch Tage nach Beenden des Buches ständig an dessen Geschichte denken muss. "Sieben Minuten nach Mitternacht" ist so ein Buch. Entstanden ist die Geschichte in den Gedanken von Siobhan Dowd. Doch leider ist sie krankheitsbedingt verstorben, sodass Patrick Ness es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Geschichte in ihrem Sinne niederzuschreiben. Mit diesem Wissen im Hinterkopf, verursacht das Buch, in dem es um so viele Emotionen des Lebens geht, einen ganz besonders dicken Kloß im Hals.
Vielleicht sollte man dieses Buch nicht um 0:07 Uhr lesen, denn es könnte sein, dass man danach so berührt ist, dass das Schlafen schwer fällt. Dies jedoch nur als kleiner Tipp am Rande.
Ein grandioses Buch!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch ist nicht das, was es scheint..., 29. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Sieben Minuten nach Mitternacht: Mit Originalillustrationen (Gebundene Ausgabe)
Sieben Minuten nach Mitternacht
Siobhan Dowd ' / Patrick Ness

Das Monster tauchte kurz nach Mitternacht auf.
Wie Monster das so machen.
Conor war wach, als es kam.
Er hatte einen Albtraum gehabt.
Na gut, nicht irgendeinen. Den Albtraum.
Den einen, den er in letzter Zeit ziemlich oft hatte.
Den mit der Dunkelheit und dem Wind und dem Schrei.
Den mit den Händen, die er irgendwann nicht mehr festhalten konnte, egal
wie sehr er sich auch bemühte.
Den, der immer damit endete, dass..."
Klappentext

Dieses Buch ist nicht das, was es scheint.
Denkt man zuerst an eine schaurigschöne Gruselgeschichte eines Jungen,
merkt man sehr schnell, dass die Angst, die hier mitschwingt eine ganz elementare, tiefgehende ist.
Eine, die mich als Mutter, sehr berührt und sofort 'abgeholt' hat.
Aber die Wahrheit, die schmerzliche Wahrheit, die das Monster Conor lehrt auszudrücken, ist eine tröstliche, heilende - eine sehr mutige.

Dies ist ein Buch, das nachwirkt, wie Patrick Ness selbst es beschreibt:"Geschichten hören nicht bei denen auf, die sie schreiben"
Und so ist es mit dieser Geschichte auf jeden Fall. Eine Geschichte, die ich wieder lesen werde, wenn ich ihre Botschaft brauche.
Diese Zeit wird wiederkommen, jeder hat eine solche Zeit erlebt oder noch vor sich.
Es ist der Lauf der Zeit, der diese Geschichte so kostbar, so nötig werden lässt.

Die geniale, doppeldeutige Covergestaltung und die Buchillustrationen von J. Kay allein machen dieses Buch auf so vielfältige Weise zu einem Erlebnis und unterstreichen die Botschaft des geschriebenen Wortes so herausragend, dass einem beim alleinigen Betrachten der Bilder schon 'ganz anders' wird.
Die Bilder sind nicht einfach 'nur' düster, sondern erzählen mit den beiden Autoren gleichsam ihre Geschichte.

Ich schreibe diese Besprechung und die berührenden Bilder der Worte und des Illustrators wirken regelrecht nach und fördern ganz erstaunliche Erkenntnisse meiner eigenen Wahrheiten zutage. So sollte eine gute Geschichte sein: sie lebt weiter in einem selbst.

Ein besonderes Buch, für besondere Momente mit besonderen Menschen und Monstern!
Ein wahrer Schatz.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Einfache ist das am schwersten zu Verstehende, 30. April 2012
Von 
Verena M.E. (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Sieben Minuten nach Mitternacht: Mit Originalillustrationen (Gebundene Ausgabe)
Diese Geschichte ist wahrlich nicht einfach! Sie ist einfach zu lesen, aber nicht einfach zu verstehen und auch ist das zu Verstehende nicht einfach für sich selber anzunehmen.
Dieses Buch thematisiert Liebe, Hoffnung aber auch Tod und Vergänglichkeit auf eine Art die kaum zu beschreiben ist.
Es ist eine einfühlsame Geschichte über den kleinen Conor. Der Junge ist ein Einsiedler, ein ruhiges Kind mit viel Verstand und Vernunft. Diese Eigenschaften braucht er auch in seiner Situation, eine Situation die man niemandem, und erst recht keinem Kind wünscht.
Seine Mutter, mit der er alleine lebt, ist schwer an Krebs erkrankt und muss eine Chemotherapie nach der anderen über sich ergehen lassen. Doch das kann den Jungen nicht erschüttern. Es herrscht ein stilles Einverständnis zwischen Mutter und Sohn, das alles wieder gut werden wird.
Die Therapien machen die Mutter sehr müde und bringen sie dazu sich tagelang zu übergeben, aber sie sind gut, sie sind da um zu helfen und danach wird alles besser!
Er unterstützt seine Mutter wie er nur kann. Er erledigt den Haushalt und bleibt während der ganzen seelischen und auch körperlichen Belastungen immer noch ein guter Schüler.
Doch im Inneren zerreißt es ihn.
Seine Sandkastenfreundin hat einen schwerwiegenden Fehler begangen und in der Schule erzählt was mit Connor und seiner Mutter nicht stimmt. Und so kommt die Geschichte und vor allem der psychologische Aspekt des Buches ins Rollen.
Conor wird von allen alleine gelassen, er wird wie er selbst sagt nicht mehr gesehen.
Diese von außen auf gestülpte Stille schreit in dem Jungen!
<Wieso machen sie sich denn alle solche Sorgen wegen mir? Mama wird wieder gesund, deswegen macht sie das doch alles.... >

Tagsüber geht es Conor annehmbar. In der Schule wird er nicht angesprochen, er muss gar ganze Aufsätze nicht abgeben. Er wird so behandelt wie es sich jeder geplagte Schüler wünschen würde, doch das zermürbt ihn.
Er kann nicht mehr er selbst sein. Er verdrängt seinen eigenen Gefühle, nimmt sie nicht war und hat auch niemanden mit dem er überhaupt darüber hätte reden könne, was soll das also?
Doch plötzlich steht sein Vater vor der Tür, der sich selbst an Conors Geburtstag nicht gemeldet hatte und so schrillen bei dem Jungen alle Sirenen.
Als er seinen Vater endlich wieder sieht, kann er mit seinem Geheimnis auch nicht mehr zurückhalten.
Er wird von der großen Eibe oben auf dem Friedhof jede Nacht um 7 nach Mitternacht besucht. Das Monster kommt zu ihm, er hätte es gerufen und es erzählt ihm Geschichten.

3 Geschichten erzählt das Baummonster dem Jungen, 3 wahre und seltsame, komische und auch unfair wirkende Geschichten. Jede dieser Geschichten ist gefüllt mit Moral und gedanklichen Hilfestellungen für den Jungen. Hier kann der Leser auch stellenweise selber rätseln, denn nicht alle Lehren sind augenscheinlich und auch nur im Kontext des eigenen Lebens zu verstehen.
Conor wird wütend, jedes mal wenn der Baum kommt. Er soll nicht ihm helfen sondern seiner Mutter! Seine Mutter ist diejenige die Hilfe braucht!
Doch am Ende wird er es verstehen, er wird einsehen das die Eibe und deren Geschichten ihm in seinen schwersten Stunden am Sterbebett seiner Mutter die größte Hilfe sein wird, die es gibt.

Wie soll man dem Tod begegnen?
Wie soll man den Sterbenden gegenübertreten?

Auch wenn das Buch ursprünglich als Kinderbuch angedacht war, ist es eher für Erwachsene bestimmt, nur Menschen die bereits einen großen Verlust erlitten haben, werden die Tragkraft des Buches erkennen und damit umgehen können.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eines meiner Lieblinge, 5. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Sieben Minuten nach Mitternacht: Mit Originalillustrationen (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Connor quält jede Nacht der selbe Albtraum....
Connor ist wach, als das Monster, dass erste mal auftaucht....
Connor's Albtraum bleibt......genau wie die Angst um seine Mutter.
Doch Connor kämpft!
....aber das Monster kommt wieder.

Eigene Meinung:
Wow!
Wenn ich ehrlich sein soll: WOW! Sieben Minuten nach Mitternacht hat es locker in die Riege meiner Lieblingsbücher geschafft.
Die Gründe werde ich mal ein bisschen erleutern.

Erst einmal wäre da der Schreibstil, den man wunderbar lesen kann. Einfach gehalten und trotzdem gut.
Aber durch einen guten Schreibstil wird ein Buch nicht gleich gut. Es braucht noch eine schöne Geschichte und die hat Sieben Minuten nach Mitternacht wirklich. Besonders toll werden Bücher, wenn es der Autor schafft, eine schöne Geschichte, mit einer besonderen Begabung des Erzählen, verknüpfen kann. Auch das hat bei Sieben Minuten nach Mitternacht wunderbar geklappt.

Die Geschichte zeigt uns die Welt vom dreizehnjährigen Conor, der in seinen jungen Jahren schon früh lernen musste selbstständig zu werden. Den Autoren ist es gelungen, mir Conor's Welt, glaubhaft nahe zu bringen und man kommt nicht daran vorbei, sich mit dem Jungen emotional zu verbinden. Was Connor fühlt, dass habe ich beim lesen auch gefühlt. Ob es Wut war, Traurigkeit oder auch die Momente der Hoffnung. All das konnte ich in mir selbst wiedererkennen.
Die Charaktere sind einfach wunderbar und wirken alle echt. Connor's Mutter erscheint liebevoll und mitfühlend. Sie versucht für Connor stark zu sein und nimmt alles in Kauf, um für ihn da zu sein.
Sein Vater hat eine neue Familie gegründet und Connor sieht ihn nicht oft. Wenn er da ist, dann ist da eher eine Distanz zwischen den Beiden.
Connor's Großmutter ist eigentlich eine untypische Oma. Sehr selbstbewusst und am Anfang eher kühl gegenüber ihrem Enkel. Doch ihr Wesen entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter und sie wird zunehmend "wärmer".
Das Monster, welches immer in Gestalt eines Baumes auftaucht, war zu Beginn ein bisschen unheimlich. Groß, laut, stark und bedrohlich wirkt es, aber man merkt schnell, dass es in Wirklichkeit Connor helfen will.
Es war wunderbar in die Geschichte eintauchen zu können und besonders die Abschnitte, in der das Monster auftaucht finde ich besonders toll. Man kann wirklich viel in das Buch hineininterpretieren. Man stellt sich die Frage, woher das Monster kommt und was will es Conor vermitteln? Aber das bleibt bis kurz vor Ende unausgesprochen und zieht sich als Leitfaden durch das ganze Buch.

Auch wenn die Thematik des Buches, sich mit dem Sterben befasst, so finde ich es dennoch geeignet, auch von jüngeren Lesern aufgenommen zu werden. Hoch Anspruchsvoll finde ich dieses Buch jetzt nicht, aber das finde ich positiv, denn so bleibt eigentlich immer leicht verständlich.

Ich liebe Bücher, die einen von der ersten Seite an begeistern und nicht mehr loslassen. In die man viel hineininterpretieren kann, um dann doch wieder alles zu verwerfen und dann anders denkt. Bücher, die einen das Herz weinen lassen. Weil sie traurig sind. Weil sie echt sind. Weil sie lebendig sind. Weil sie tief berühren.
Sieben Minuten nach Mitternacht besitzt alle diese Eigenschaften und verwebt sie gekonnt in eine bezaubernde Geschichte. Eine Geschichte, die einen nachdenklich zurücklässt.
Eine Geschichte, die tief berührt. Ein Geschichte, die es verdient hat gelesen zu werden.

Fazit: 5/5 Punkten. Lesen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Realität und Fantasie verschwimmen, 7. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sieben Minuten nach Mitternacht: Mit Originalillustrationen (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Conor ist 13 und wird jede Nacht von einem Albtraum geplagt. Einen schrecklichen Albtaum, der ihn jede Nacht vor Schreck erwachen lässt. Und dann kommt das Monster. Es kommt immer um kurz nach Mitternacht. Was will es von Conor?

Meine Meinung:
Eine wunderschöne und doch auch sehr traurige Geschichte, in der die Grenzen zwischen Traum und Realität verschwimmen.
Die Grundstimmung ist sehr düster und beklemmend. Der Leser spürt sofort, dass etwas nicht stimmt, etwas nicht ist wie es sein soll und das Conor etwas mit sich trägt, das diese düstere Stimmung hervorruft.
Untermauert wird das Ganze durch viele düstere Zeichnungen, die meiner Meinung nach wirklich schön gemacht sind und die Grundstimmung einfach wahnsinnig gut unterstreichen. Sie schaffen Atmosphäre und ich verbrachte wirklich lange, um sie eingehend zu betrachten.
Die Geschichte lebt von Andeutungen. Nichts wird wirklich ausgesprochen, aber gerade durch das viele Unausgesprochene bleibt die Geschichte spannend, kann sich langsam vor den Augen des Lesers entwickeln.
Die Handlung wird zwischendurch immer mal wieder von Geschichten unterbrochen, die genau wie das Buch an sich, alles andere als gewöhnlich sind. Nichts ist wie es scheint, einfach geradeaus denken wird beim Verstehen dieser Geschichten nicht weiterhelfen. Sie zwingen Conor zu differenzieren, wirklich darüber nachzudenken was passiert ist und zeigen ihm, dass es oftmals kein einfaches Richtig oder Falsch gibt.
Einziges Manko: Egal was Conor tut, es hat nie Konsequenzen und das finde ich für ein Jugendbuch unpassend. Ganz besonders eine sehr gewalttätige Szene hätte Konsequenzen haben müssen und im wahren Leben hätte es die auch gehabt.

Fazit:
Ein vielschichtiges, atmosphärisches, schönes, grausames und trauriges Buch, welches ich nicht unbedingt sehr jungen Jugendlichen in die Hand geben würde, da sie teilweise eben auch sehr brutal ist. Eine Hilfe, um mit dem Thema Tod besser umgehen zu können, bzw. einen Weg zu finden besser mit Verlusten klarzukommen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zuerst von den Bildern beeindruckt und am Ende zu Tränen gerührt, 13. September 2011
Von 
Buchtastisch - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sieben Minuten nach Mitternacht: Mit Originalillustrationen (Gebundene Ausgabe)
"Du schreibst die Geschichte deines Lebens nicht mit Worten ... Du schreibst sie mit Taten. Es ist nicht wichtig, was du denkst. Wichtig ist nur, was du tust." (S. 202)

Der 13jährige Conor hat es nicht leicht: Seine Mutter ist schwer krank (weshalb Conor sich auch um den Haushalt kümmern muß), sein Vater hat sich mit seiner neuen Familie in die USA abgesetzt, in der Schule wird er gemobbt und nachts plagt ihn regelmäßig ein Albtraum. Als wäre das nicht genug steht auch noch sieben Minuten nach Mitternacht seit neuestem ein Monster vor Conors Haus und wartet auf Conor. Doch Conor hat keine Angst vor dem Monster - erlebt er doch in der letzten Zeit viel Schlimmeres ... was kann ihm da noch ein Monster an haben?

Zu allererst muß ich sagen, dass die Vorbemerkung des Autors schon unheimlich rührend war. Ich lese eigentlich seltenst so richtig Vorworte, aber der Text war nicht zu lange und ging richtig nahe. Patrick Ness erklärt, dass er Siobhan Dowd nie persönlich kennenlernen durfte. Welche Gedanken er hatte als er gefragt wurde, ob er die Idee eines Buches von der verstorbenen Siobhan Dowd Ende führen möchte und wie er mit der Idee losgelaufen ist und "Unruhe gestiftet hat". Das fand ich wirklich schon sehr ergreifend.

Das Buch selbst ist keine leichte Kost. Conor hat kein einfaches Leben und ein fröhliches Buch erwartet einen hier sicher nicht. Aber das sollte wohl klar sein. Alles ist recht düster.

Das Monster erzählt Conor drei Geschichten - die zuerst vorhersehrbar erscheinen und deren Ende dann doch unerwartet anders ist. Es vermittelt, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt. Und die Dinge manchmal anders sind als sie scheinen - alles hat eine gute und eine schlechte Seite.

Das Buch fängt eigentlich recht "banal" an. Insofern man das von einer so belastenden Geschichte sagen kann. Ich will damit ausdrücken, dass es mich anfangs nicht sonderlich emotional berührt hat. Sicher fand ich Conors Schicksal schlimm, aber eben aus distanzierter Sicht.

Was mich anfangs an dem Buch viel mehr fasziniert hat, war das einmalige Zusammenspiel der Illustrationen mit dem Text. Die Bilder sind so liebevoll, detailliert und bereichern das Buch unheimlich. Ich kann mich nicht erinnern je ein Buch in der Hand gehalten zu haben, das mich optisch so während des Lesens beeindruckt hat. Dies zieht sich durch das gesamte Buch und hier sollte man dem Illustrator Jim Kay ein riesengroßes Lob für dieses gelungene Meisterwerk aussprechen.

Am Ende des Buches war ich dann auch emotional berührt und zu Tränen gerührt. Ich denke gerade Menschen, die in der Situation einen geliebten Menschen zu verlieren / verloren haben, können in diesem Buch Weisheiten finden, die Situation zwar nicht besser machen, aber lindern und evtl. die Sichtweise verbessern.

FAZIT: Ein tolles Buch, das mich zuerst aufgrund des herausragenden Zusammenspiels der Illustrationen mit dem Text in den Bann gezogen hat und dessen Ende mich definitiv berühren konnte. Sehr gute 4 von 5 Sternen für "Sieben Minuten nach Mitternacht" - ein Buch, das einfach etwas besonderes ist!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr bewegend und ergreifend, 12. September 2011
Von 
Claudias Bücherregal (Schl.-Hol.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sieben Minuten nach Mitternacht: Mit Originalillustrationen (Gebundene Ausgabe)
Conor ist ein ziemlich tapferer Junge. Sein Vater wohnt mit seiner neuen Familie in den USA, seine Mutter ist schwer krank und in der Schule wird er schikaniert. Doch trotz aller Tapferkeit leidet er. Oft bekommt er um 0.07 Uhr Besuch vom Baummonster, das direkt vor seinem Fenster steht. Aber dieses Monster ist gar nicht der Auslöser für seine schlaflosen Nächte, denn Conor hat einen immer wiederkehrenden Alptraum, der so furchtbar ist, dass er ihm unendlich viel Angst einjagt und er mit niemandem darüber sprechen kann.

Normalerweise weiß ich, nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen und / oder den Buchtrailer gesehen habe, ob ich ein Buch lesen möchte oder nicht. Bei diesem Buch habe ich beides im Vorfeld gemacht, aber hatte nicht das Bedürfnis den Roman zu lesen, da ich immer noch nicht wirklich wusste, was ich von diesem Roman halten bzw. erwarten sollte. Das hat sich aber geändert, als ich ein paar Rezensionen zu "Sieben Minuten nach Mitternacht" gelesen habe, denn diese haben mich unglaublich neugierig auf die Geschichte gemacht und so bin ich sehr froh, dass ich das Buch doch gelesen habe.

Die Geschichte um Conor ist eine ganz besondere. Sie ist emotional, traurig, tröstlich und berührt den Leser direkt im Herzen. Obwohl diese Geschichte so voller Gefühle steckt, wirkt sie nie kitschig, sondern ergreifend. Conor möchte besonders seiner Mutter gegenüber immer tapfer erscheinen, aber die schwere Erkrankung seiner Mutter belastet ihn enorm. Das Baummonster, welches Conor lediglich ganz am Anfang erschrickt, ist das Leben selbst und möchte Conor helfen, die schwere Zeit durchzustehen. Behutsam hilft es Conor seinen Alptraum aufzuarbeiten und seine Schuldgefühle abzubauen.

"Wir müssen die, die wir lieben,
manchmal gehen lassen,
um sie im Herzen zu behalten."
(Pressematerial)

Der Roman beinhaltet eine schwierige Thematik: Wie soll man einen Menschen loslassen können, der einem zu wichtig ist, als das man ihn jemals gehen lassen könnte? Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass sie den Leser in den Bann zieht, zu Tränen rühren kann, und trotzdem nicht mit einer schweren Last zurück lässt, sondern auch zu trösten vermag. Es ist wirklich schwer die richtigen Worte zu finden, um zu beschreiben, was dieser Roman im Leser auslöst und wie ergreifend es ist. Man muss es einfach selbst lesen.

Passend zu der tollen Geschichte, besitzt dieses Buch wunderschöne Illustrationen. Diese sind in schwarz-weiß gehalten und vermitteln die Handlung perfekt. Je nach Stimmung wirken diese Bilder unheimlich, düster, schön oder tröstend - auf jeden Fall genauso ergreifend, wie die Handlung selbst.

Fazit: Ein unglaublich ergreifenden Buch, dass den Leser so schnell nicht wieder loslässt!
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Sieben Minuten nach Mitternacht: Mit Originalillustrationen
Sieben Minuten nach Mitternacht: Mit Originalillustrationen von Siobhan Dowd (Gebundene Ausgabe - 29. August 2011)
EUR 16,99
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