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Kundenrezensionen

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am 14. Mai 2014
Vor diesem Buch habe ich Sprudelndes Leben, strömende Zeit" von Petra Urban (Vier Türme-Verlag) gelesen. Der Kontrast war groß: Während Petra Urban mit einem Augenzwinkern über das Älter werden schreibt (deshalb gut als Geschenk geeignet!), klingt Bascha Mika fast schon verbissen.
Bis fast zur Hälfte des Buches habe ich mich sogar geärgert: Ich hatte den Eindruck, mir soll eingeredet werden, dass ich doch als Frau unter dem Älterwerden zu leiden habe. Da wird bedauert, dass einem ab einem gewissen Alter nicht mehr hinterher gepfiffen wird. Frauen werden angeblich allein wegen ihres Alters" (...) soziale Kontakte, Beziehungen und Liebe" vorenthalten. Ab 55 ist man als Frau zum Alleinleben verurteilt, etc...
Liest man das alles in der Kenntnis der Biografie von Bascha Mika, wirkt es schon fast borniert: Sie selbst betrifft das also alles nicht, sondern nur uns normale Frauen". Und eben das empfinde ich nicht so und kann es auch in meinem Umfeld - das durchaus nicht nur aus 25-jährigen Akademikerinnen mit Modelmaßen besteht - nicht beobachten. Im Gegenteil, ich habe den EIndruck, dass "Otto-Normal-Frauen" heute viel weiter sind, als Frau Mika denkt.
Die letzten Kapitel des Buches sind dafür umso besser. Hier spricht die Autorin Dinge an, die dringend ins gesellschaftliche Bewusstsein gerückt werden sollten: Frauen, die wegen der Familie auf eine eigene Karriere verzichten sind nicht selten extrem benachteiligt. Ein gesellschaftliches Umdenken und eine gleichmäßige Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit unter den Geschlechtern sind dringend notwendig. Bascha Mika verweist hier allerdings nur auf die Vorteile für die Frauen. Nach meiner Meinung würden jedoch alle profitieren: Nicht umsonst zerbrechen zunehmend Männer an beruflichem Stress. Nicht nur unter Topmanagern häufen sich Suizide (allerdings gehen die durch die Presse). Kümmern sich beide Partner um das finanzielle Auskommen der Familie, hätte jeder die Möglichkeit sich Auszeiten zu nehmen. Nicht jeder müsste immer funktionieren. Von Gleichberechtigung profitieren letztlich beide Geschlechter.
Zusammenfassend ein sehr politisches Buch, was zumindest in der zweiten Hälfte wichtige Dinge anspricht. Eigentlich hätte ich gern 3,5 Sterne vergeben. Drei sind mir wegen der guten zweiten Hälfte zu wenig, vier wegen der ersten Hälfte zu viel...
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am 12. Februar 2014
Bascha Mika weiß aus eigener Erfahrung her genau, worüber sie schreibt (vor Kurzem feierte Sie ihren 60. Geburtstag) und versteht es sprachlich, die Wichtigkeiten, um die es ihr geht, sprachlich prägnant und flüssig auf den Punkt zu bringen.

„Männer haben einen erheblichen Vorteil: Wir kriegen Falten, werden fett und glatzköpfig oder weißhaarig und keinen kümmert's“.
So sagt es George Clooney und bringt damit indirekt die Dinge klar zur Sprache. All das, was Frauen mit dem Älterwerden passiert, die kümmern eben.

„Eine Frau kann mit 19 entzückend, mit 29 hinreißend sein. Aber erst mit 39 ist sie absolut unwiderstehlich. Und älter als 39 wird keine Frau, die einmal unwiderstehlich war“ (Coco Chanel).

Wobei Bascha Mika nicht Bascha Mika wäre, wenn sie nun in das allgemeine Horn des hilflosen Bedauerns mit einstoßen würde. Nein, so wie seit Jahrtausenden kolportiert und Usus sieht sie es, im Übrigen durchaus nachvollziehbar begründet, nicht.
„Männer werden Älter, Frauen werden alt gemacht“, formuliert Mika das Dilemma.

Nicht das „Biologische“ ist das Problem (der Frauen), sondern die kulturelle Bewertung.
Eine „perfide, soziale Geringschätzung“, die das Leben der alternden Frau zur „Hölle“ macht.

Da ist der Blick, den Mika pointiert und doch auch differenziert (Frauen als „Opfer“ lässt sie nicht gelten) auf den „falschen Schein“ richtet.

Gerade in den öffentlichen Medien, vor allem in Film und Fernsehen. Aus dem Blick einer Schauspierelin all die kleinen Tricks, die wichtiger werdende Beleuchtung und Maske bis hin zum Ausbleiben von Rollen. Wegen „Verjüngung“, natürlich.
Und zugleich bietet Mika, nicht nur in diesem Themenfeld, ein Zeugnis über die innere Entwicklung, mutig eigene Entschlüsse zu treffen.

„Keine will sich beim Älterwerden zuschauen lassen. Und die Sender wollen es auch nicht“.

Warum eigentlich nicht? Und gut ist es, das zunehmend Frauen auch „im Alter“ in Filmen zeigen (leider nicht als Regel), was die Werte, das Glück, die Kompetenzen der Erfahrung alles vermögen.

Viel mehr, legt Mika nahe, sollten Frauen sich aufregen, laut werden, wenn sie wegen des Alters „abgeschoben“ werden. Besonders aufgrund der Macht und der Einflussnahme der Massenmedien auf das Bild (und die prägenden Gesichter) der Gesellschaft.

So bleibt vor allem eines, das Mika im Buch nicht müde wird, zu betonen: Nicht einfach weichen. Nicht freiwillig vorauserfüllend „den Hut“ nehmen, sondern weiter und klarer einfordern und Gestalten, was einem wert und wichtig ist.

„Das Äußere dominiert vor dem Können“, dass ist eine Quintessenz der Lage, die Mika quer durch die Themen zieht und nicht auf sich beruhen lässt.

Mut macht sie, Impulse gibt sie, klare Wege weist sie auf, sich das nicht gefallen zu lassen. Unaufgeregt, mutig und um den eigenen Wert wissend, sich diesen nicht einfach „zuschreiben“ zu lassen.

„Gehen wir doch mal davon aus, dass Frauen ungeachtet ihres Alters im öffentlichen Raum ihren Platz hätten. Wäre das nicht ein anderes weibliches Sein in der Welt? Und ein gesellschaftliches Surplus?“.

Wäre es.

Ein interessantes, sehr gut zu lesendes Buch, dass nicht nur für die engere Zielgruppe der älteren Frauen als Lektüre sehr zu empfehlen ist. Ein Buch, dass in der Lage wäre, etwas zu bewegen. Lässt sich hoffen.
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am 24. Juni 2014
Ein Buch, dass die Situation von uns Frauen über 40 ganz klar und pragmatisch, zum Teil auch immer wieder sehr humorvoll, darstellt. Das hilft dann doch, darüber nachzudenken und nicht aufzugeben.
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am 1. Februar 2015
Bascha Mika bringt es auf den Punkt, greift tief in die kulturelle Kiste und lässt verstehen, warum Frauen jenseits der 30 als "alt" gelten. Mit Humor und klaren Worten, die auch mal erfrischend derb sind, reflektiert sie die tief verwurzelten und kulturell geimpften Denkweisen. Dieses Buch räumt gnadenlos auf und lässt trotzdem jeder Frau (und auch dem Mann) genügend Spielraum es zu interpretieren. Der gesellschaftliche (Nicht-)Status der "alten Weiber" wird sich so schnell nicht ändern, doch wie überall kommen wir hier mit Toleranz weiter. Vor allem die Frauen dürfen sich mehr Toleranz und Nachsicht gönnen, wenn sie es wagen die optisch zulässige Schallmauer der jungen Jahren zu durchbrechen. Sehr empfehlenswert.
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am 12. September 2014
In seiner Zusammenfassung ist dieses Buch empfehlenswert. Allerdings geht es doch sehr von der Sichtweise attraktiver erfolgsgewohnter Frauen aus. Die Autorin berücksichtigt kaum die Normalfrau, die
sich weniger über ihr Aeusseres definiert, sondern immer schon mit Charakter und Verhalten "punkten' musste. ..
Die Ungleichbehandlung der Geschlechter ist sicher trotz Emanzipationsbewegung weiter ein zu bearbeitendes Feld. Allerdings bringt es Frauen auf Dauer gar nichts, wenn sie vor lauter Gleichberechtigung ihre Besonderheit vergessen. Das wäre doch auch Fremdbestimmung, oder? Mann und Frau sind nicht gleich sondern ergänzend gedacht. Gleichberechtigt, gleich wertvoll, ein Gegenüber auf Augenhöhe. Und davon müssen als allererstes sie selbst überzeugt sein. Da leistet dieses Buch sicher gute Arbeit. Und wenn keine Frau mehr das Spiel der Männer mitspielt, dann ist das Spiel aus...
Unberücksichtigt bleibt auch, daß nicht alle Frauen es genießen, ihr Leben lang im Fokus der männlichen Aufmerksamkeit zu stehen. Was soll das? Definition immer und ewig über Äußerlichkeiten? Wie traurig. Ich finde es überaus angenehm, nicht mehr so im Mittelpunkt zu stehen wie in jungen Jahren. Einfach nur Mensch zu sein. ..herrlich und stressarm.
Ein weites Feld mit vielen Facetten. Grund genug, sich auch durch dieses Buch mit dem eigenen Selbst zu beschäftigen.
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am 23. Februar 2014
Habe von diesem Buch aus einer Fernsehsendung erfahren und habe mich nach der Leseprobe sofort dafür entschieden. Es handelt sich hierbei nicht um eine Selbstbemitleidung sondern um ein sehr gut recherchiertes Buch, mit Aussagen und Zitaten belegt. Ein von der Zielgruppe täglich beobachtetes Phänomen wird beschrieben und in den Fokus gerückt. Wer sich mit dem Thema auseinander setzten möchte, findet hier den geeigneten Lesestoff. Empfehlenswert!!
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am 3. Oktober 2015
Für Frauen, die die 68er Frauenbewegung nicht selbst erlebt haben, ist hier nochmal ein wertvollesund notwendiges briefig der historischen und
aktuellen Situation zu lesen. Als Buch, das seine Wirksamkeit entfalten kann und zu Diskussionen anregt ist es ein gelungener Beitrag zum Altern.
Mir ist aber aufgefallen, dass viele Aspekte zu kurz sind oder in ihrer parteilich auch Wirklichkeit etwas verzerrt wiedergeben. So kommen
z.B. die Frauen der ehemaligen DDR zu wenig zu Wort.
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am 4. März 2014
Selbst nicht mehr ganz jung (61) und als Mutter von 3 Töchter interessiert mich das Thema.
Ich habe die Lektüre aber schnellstens hinter mich gebracht. Die angeführten Beispiele mögen stimmen, aber so viel Negatives in einem einzigen Buch! Das könnte doch glatt einer ziemlich selbstbewussten Frau den Boden unter den Füßen wegziehen... Das letzte- positive - Kapitel "Das Wie bestimmen wir", kann das auch nicht mehr wettmachen.
Das Ganze auf ein Viertel reduziert wäre tragbar.
Herta Pohl
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am 5. März 2014
Mika Bascha schreibt, sie wolle mit ihrem Buch die Diskussion in Gang setzen und ich denke, dass ist ihr auch gelungen. Lösungen für ein westliches Politikum von einem einzigen Buch oder einer einzigen Autorin zu erwarten ist schlichtweg naiv! Bascha hat in diesem Buch einiges artikuliert, das für mich fühlbar war, was ich selbst beobachtet habe und was für mich persönlich Anfang 40 tröstlich zu lesen war, weil es mir zeigt, dies sind nicht nur meine persönliche Empfindung oder die meiner Freundinnen, sondern etwas, das die Gesamtheit der Frauen umfasst. Ja, Bascha hat m.E. damit Recht, dass wir einen Fehler machen, wenn wir glauben, der gesellschaftliche Status, die Rolle der alternden Frauen, der Frauen seien nur von der individuellen Persönlichkeit abhängig. Aber gleichzeitig entstammt die Autorin auch einer bestimmten feministischen Haltung, die das Heil aller Frauen in der Arbeit als Selbstverwirklichung und Quell der Freude und Freiheit sieht. Doch immer mehr Frauen, vor allem Frauen zwischen 25 und 35 bezweifeln das und schwingen zurück in die alten Mutter- und Hausfrauenrolle. Das sehen Frauen wie Mika Bascha oder Alice Schwarzer oder jede andere alterwürdige Feministinnen-Ikone vielleicht als Scheitern. Die Frage ist jedoch: ist dies nicht eine Justierung, die da gerade stattfindet?
Wir haben im vergangenen Jahrhundert enorm viel erreicht und vielleicht war das äußerstes Extrem Mageret Thatcher, aber nicht jede Frau will nicht ihren Mann stehen müssen, wenn es um Arbeit und Politik geht. Es gibt Frauen, die fühlen sich wohl als Hausfrauen, als Mütter und kehren trotz Uniabschluss und hervorragender Bildung dem Arbeitsmarkt den Rücken zu. Warum tun sie das? Weil ihnen der Arbeitsmarkt keine interessanten Selbstverwirklichungsmöglichkeiten bietet? Weil nicht jede von uns Yahoo COE Marissa Mayer ist, sein kann oder will? Weil es so unendlich anstrengend ist beides zu erfüllen: als Mutter wirklich da zu seine und seinen Job gut zu machen? Weil es einigen von uns trotz des Jobs, trotz unseres Potentials wichtig oder wichtiger ist, Kinder zu haben? Ja, sicher und auch! Nicht alle Frauen sind gleich! Wirkliche Emanzipation bedeutet, die persönliche Wahl zu haben, zu entscheiden, welchen Weg ich als Frau einschlagen will. Das IST eine individuelle Entscheidung. Dass man dann aber als Frau durch niedrige Rentenansprüche, durch versperrte Karrierewege für seine Entscheidung bestraft wird und das System so unflexibel ist, dass Entscheidungen, die in einer Lebensphase richtig sind, irreversibel werden ist ein Politikum und nicht individuell lösbar! Und deshalb mag ich diese Streitschrift, auch wenn ich nicht alles daran mag und vieles nicht unterschreiben mag. Mit Sicherheit aber lenkt die Autorin das öffentliche Augenmerk vom persönlichen weiblichen Befinden ins politische Gesamtproblem. Das hat nichts mit Opfer zu tun! Sondern mit einem gesamtgesellschaftlichen, bzw. westlichen Justierungsprozess an dessen Ende wir noch lange nicht angekommen sind!

Anhängen möchte ich noch, dass das Buch sich sehr gut liest, teilweise empört umgangssprachlich ist, ohne je die sachlich fundierten und sehr gut recherchierten Fakten zu verlassen. Auch der Blick über den Tellerrand, bzw. über den Teich ist begrüssenswert.
Vielen Dank dafür!
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am 28. Mai 2014
Ein Buch, dass alle Frauen (jeden Alters) lesen sollten. Es ist spannend geschrieben und hat mir recht oft einen neuen, besseren Blickwinkel ermöglicht. Es rückt einiges zurecht und ins Licht!
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