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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. September 2013
Eisiger Dienstag ist der zweite Teil der Reihe um die Psychotherapeutin Frieda Klein. Den Ersten hatte ich leider nicht gelesen, aber bisher war ich der Meinung, dass das bei Krimis nicht so schlimm ist. Als ich die ersten hundert Seiten von Eisiger Dienstag gelesen hatte, musste ich mir dann doch eingestehen, dass diese Annahme sich nicht immer bewahrheitet.
Besonders am Anfang wurde sehr viel über den vorangegangenen Fall, zu dessen Lösung Frieda Klein beigetragen hatte, geschrieben. Es tauchten Personen auf, die mit dem Mordfall des zweiten Buches nicht in Verbindung standen. Natürlich gab sich das Autorenduo, das sich hinter dem Pseudonym Nicci French versteckt, größte Mühe, die Geschehnisse kurz zu umreißen, aber irgendwie habe ich mich an manchen Stellen doch gefühlt, wie eine Außenseiterin.
Auch an den Schreibstil musste ich mich erst mal gewöhnen. Er ist jetzt nicht wahnsinnig außergewöhnlich, aber es gibt sehr viele Beschreibungen (vor allem Auflistungen von Gegenständen), die mich ein wenig gestört haben.
Ich brauchte ebenfalls eine Zeit, bis ich mit der Protagonistin warm wurde, schloss Frieda dann aber voll und ganz ins Herz. Sie ist eine nerven- und vor allem auch charakterstarke Frau, die man um ihre Art nur bewundern kann. Ein Nebencharakter im Buch beschreibt sie ganz treffend: „Obwohl sie einem ihre ganze Aufmerksamkeit schenkte, hatte man das Gefühl, dass sie tief in ihrem Inneren ganz für sich blieb. Das verlieh ihr eine Art magnetische Anziehungskraft.“(S. 416).
Ich musste mich auch daran gewöhnen, dass immer wieder Szenen eingeflossen sind, die den Fall nicht wirklich voranbrachten, und in denen es eher um Friedas Privatleben ging. Zum Beispiel Friedas Schwägerin Olivia und ihr Bruder David.
Ziemlich am Anfang des Buches gibt es eine Frau namens Sasha, die nachher nur noch einmal auftaucht. Dann ist da noch Friedas Schüler Jack, dem Frieda mit seinen Problemen weiterhelfen kann. Diese Szenen waren meiner Meinung nach nicht relevant. Frieda hat einen großen Freundeskreis, in dem zwar jeder seine kleinen Problemchen hat, aber alle erschienen mir so selbstlos und perfekt und kümmerten sich so extrem umeinander, dass ich besonders in der Szene, in der alle ihre Freunde auf einmal bei Frieda auftauchen, um sie aufzuheitern, das Ganze ein bisschen überzogen fand.
Nachdem ich mich aber an all das gewöhnt hatte, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen und wollte unbedingt wissen, wer dieser Robert Poole ist und wer ihn umgebracht hat. Es gibt so viele Verzweigungen und immer wieder neue Wendungen, was diesen Fall betrifft, dass man irgendwann schon ganz ungeduldig wird. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und werde auch sicherlich den nächsten Band der 8-teiligen Reihe lesen.

Fazit:

Es empfiehlt sich zwar, vorher „Blauer Montag“ gelesen zu haben, dann jedoch ist dieses Buch auf jeden Fall empfehlenswert. Geeignet vor allem für Leser, die einen psychologischen Anteil in Krimis wertschätzen, und die gerne selber miträtseln.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Januar 2014
"Eisiger Dienstag" ist der zweite Band der neuen, achtteiligen Reihe um die Psychotherapeutin Frieda Klein, die die Polizei bei ungewöhnlichen Fällen in und um London unterstützt und die vom Autorenduo Nicci Gerrard und Sean French ins Leben gerufen wurde. French und Gerrard sind seit 1990 verheiratet, 1997 erschien ihr erster gemeinsamer Roman, seitdem haben sie zahlreiche Bücher veröffentlicht. French und Gerrard leben in Südengland. Ihr zweiter Roman der Frieda-Klein-Reihe ist auch ohne Vorkenntnisse des Vorgängers verständlich, wobei man sich natürlich ein bisschen besser in die wiederkehrenden Charaktere hineinversetzen kann, wenn man sie schon aus Band 1 kennt.

In der heruntergekommenen Wohnung der psychisch kranken Michelle Doyce wird ein Toter gefunden. Der Mann sitzt nackt und geschminkt auf Michelles Couch, wo diese ihn mit Tee und Keksen bewirtet hat, obwohl sein Körper schon Anzeichen von Verwesung zeigt. Ist Michelle die Mörderin? Anfangs scheint es so, doch bald stellt sich heraus, das natürlich alles viel komplizierter ist, vor allem, weil es sich als sehr schwer erweist, überhaupt die Identität des Toten festzustellen. Erneut bittet deshalb Detective Chief Inspector Karlsson von der Londoner Polizei die Psychotherapeutin Dr. Frieda Klein um Hilfe, mit der bereits an einem anderen Fall zusammengearbeitet hat. Erst widerstrebend, dann mit zunehmend sturem Eifer stürzt Frieda Klein sich in die Ermittlungsarbeit und kann der Polizei einige entscheidende Hinweise liefern. Doch auch sie kann - zumindest nicht rechtzeitig - alle Gefahren erkennen, die dieser komplexe Fall birgt. Darüber hinaus muss Frieda sich auch mit einigen privaten Problemen herumschlagen, die sie zusätzlich belasten. Wird es Karlsson und Klein erneut gelingen, ihre ungleiche Zusammenarbeit mit einem gelösten Fall zu krönen?

Auch der zweite Band der achtteiligen Reihe kann überzeugen. Die in "Blauer Montag" eingeführte Figur der Psychotherapeutin Frieda Klein wird konsequent weiter ausgebaut, wobei Gerrard und French sich immer noch relativ bedeckt halten, was das Privatleben und die offensichtlich schwere Vergangenheit der zurückhaltenden Therapeutin angeht. Das geht aber in Ordnung, schließlich haben sie noch sechs Bände lang Zeit, Frieda Klein zu einem vielschichtigen Charakter auszubauen und somit natürlich auch die Neugier der Leser bei der Stange zu halten. Interessant ist und bleibt es, die Geschehnisse hier aus dem Blickwinkel der Therapeutin und nicht, wie sonst üblich, aus dem Blickwinkel des Kommissars oder des Täters betrachten zu können. Frieda Klein hat eine gänzlich andere Herangehensweise an die Fälle, die sie zusammen mit Detective Inspector Karlsson bearbeitet, was "Eisiger Dienstag" einen interessanten psychologischen Touch verleiht. Darüber hinaus treffen Eingeweihte auf die Charaktere, die schon im ersten Band vorgestellt wurden, auch wenn ihnen hier eine wesentlich kleinere Rolle beikommt. Aber auch für Neulinge, die den ersten Band der Reihe nicht gelesen haben, ist ein problemloser Einstieg möglich, da Gerrard und French in kurzen Sätzen die fehlenden Zusammenhänge herstellen, die man ohne Vorkenntnis des ersten Bandes nicht hat. Man kann die Bände also unabhängig voneinander lesen, wobei man sich Figuren und Umständen natürlich mehr verbunden fühlt, wenn man sie sozusagen schon kennt.

Der Fall an sich ist ähnlich komplex wie der im Vorgängerband, allerdings nicht ganz so spannend. Ging es im ersten Band darum, ein verschwundenes Kind möglichst noch lebend zu finden, geht es hier vorrangig darum, die Identität des Toten zu klären und seine weit verzweigten Machenschaften aufzudecken. Akute Gefahr für Leib und Leben kommt erst sehr spät und auch sehr unerwartet ins Spiel, so dass sich "Eisiger Dienstag" wesentlich intensiver um polizeiliche Ermittlungsarbeit und das Aufdecken von Ungereimtheiten und Geheimnissen dreht. Darüber hinaus liefern Gerrard und French wieder interessante historische Details zu London, die Fans der Millionenmetropole sicherlich zu schätzen wissen.

Leider gelingt es Gerrard und French auch im zweiten Band nicht immer, mit ihren Wendungen und Schlussfolgerungen gänzlich zu überzeugen. Nicht alles, was sie hier, zweifelsohne kreativ, ersonnen haben, folgt bei näherem Hinlesen den Gesetzen von Logik und Wahrscheinlichkeit. Ein paar Zufälle zuviel, ein paar zu häufig auftauchende Schlussfolgerungen in letzter Sekunde und schlicht die ein oder andere sehr große Unwahrscheinlichkeit finden sich in "Eisiger Dienstag". Allzu viel macht das aber glücklicherweise nicht aus, da Gerrad und French versierte Autoren sind, deren Stil und Stories in ihrer Gesamtheit größtenteils überzeugen, einfach, weil sie gute Geschichtenerzähler sind. So verzeiht man ihnen gern, dass in ihrer über 500seitigen Geschichte nicht immer alles gänzlich Sinn macht. Dafür sind die Charaktere des Buches interessant, vielschichtig und sympathisch, besonders die eigentlich recht unzugängliche und emotional schwer einschätzbare Frieda Klein macht neugierig und Lust auf mehr. So bin ich nach Band 2 zu dem Entschluss gekommen, nicht nur den nächsten Band, sondern alle sechs noch folgenden lesen zu wollen. Und deshalb auch gerne erneut vier von fünf unbekannten Toten, die weit mehr sind, als sie auf den ersten Blick erscheinen.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Februar 2013
Gut ein Jahr ist vergangen, seit Psychotherapeutin Frieda Klein der Polizei helfen konnte, das Verschwinden des kleinen Matthew zu klären (Blauer Montag). Seitdem ist es wieder ruhig in ihrem Leben geworden - sie behandelt nach wie vor ihre Patienten und hat mittlerweile sogar Freundschaft mit Sasha geschlossen, was für einen Menschen wie Frieda nicht einfach ist, denn jede neue Beziehung zu einem Menschen birgt das Risiko der Offenbarung ihrer Vergangenheit, etwas, dass sie um jeden Preis verhindern will. Doch die Ruhe währt nicht lange, denn bei einer psychisch kranken Frau wurde die bereits verwesende Leiche eines Unbekannten entdeckt. Inspector Malcolm Karlsson ahnt, dass nur Frieda es schaffen kann, zu der Frau durchzudringen und Antworten auf offenen Fragen zu erhalten, die sich in dieser Situation zwangsläufig stellen.

An einem eisigen Dienstag im Februar war Sozialarbeiterin Maggie Brennan in einer der übelsten Ecken Londons auf den Weg zu Michelle Doyce, die nur wenige Wochen zuvor aus einer psychiatrischen Anstalt entlassen wurde und seither unter der Obhut des Sozialamtes stand. Auf den ersten Blick schien alles in Ordnung, Michelle war gepflegt und sah auch nicht so aus, als wenn sie hungere, doch irgendetwas stimmte nicht. Als Maggie Michelles Wohnzimmer betritt, um "ihn" kennen zu lernen, erlebt sie den Schock ihres Lebens: auf dem Sofa sitzt eine bereits verwesende männliche Leiche. Die hinzu gerufene Polizei geht in der Tat von Mord aus - eine Annahme, die bei der Obduktion bestätigt wird und Michelle wird umgehend wieder in ein Krankenhaus gebracht. Inspector Karlsson weiß sofort, wen er in dieser Angelegenheit um Rat bitten muss - sehr zum Leidwesen von Detective Constable Yvette Long, die Frieda einfach nicht leiden kann.

Tatsächlich gelingt es Frieda, mit Michelle in Kontakt zu treten, doch wirklich verwertbare Hinweise bekommt sie nicht - jedoch eine Ahnung, dass hinter dem Mord an dem Unbekannten mehr steckt, als es auf den ersten Blick aussieht. Die Polizei jedoch ist sich sicher, die Täterin bereits in Gewahrsam zu haben, sodass hier nur noch die Identität des Opfers zu klären ist und dann ist der Fall abgeschlossen. Frieda aber glaubt an die Unschuld Michelles und beginnt auf eigene Faust nachzuforschen. Es dauert nicht lange und die Suchmeldung der Polizei zeigt Erfolg - bei dem Toten handelt es sich um Robert Poole, das letzte fehlende Puzzlestück ist gefunden und der Fall kann abgeschlossen werden. Doch Frieda lässt nicht locker und in der Tat zeigt die Suchmeldung der Polizei wiederum Erfolg - nur dass dieses Mal der Tote als Edward Green identifiziert wird. Wer war der Mann wirklich? Schnell steht fest, er war ein sehr galanter Trickbetrüger, der einige Leute um ihr Geld gebracht hat, es mangelt also nicht an Mordmotiven. Wessen Motiv war stark genug für diese Tat oder war es doch Michelle, die ihn umbrachte?

Eine gelungene Fortsetzung! Der Plot wurde sehr detailliert und eingehend erarbeitet, wobei hier klar das Thema Einsamkeit im Vordergrund steht. Ganz hervorragend fand ich die verschiedenen beschriebenen Variationen von Einsamkeit dargestellt, denn ein jeder Mensch ist in der jeweiligen Situation anders einsam - Einsamkeit ist einfach kein Zustand, den man verallgemeinern kann, sondern dieser ist immer individuell und diese Umsetzung ist dem Autorenduo definitiv gelungen. Die Figuren wurden wieder sehr facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, wobei der Leser in diesem Band endlich ein Stück aus der geheimen Vergangenheit Friedas erfährt - es bleibt also spannend, was so noch ans Tageslicht kommt, was sie eigentlich lieber geheim halten will. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch prompt in einem Rutsch durchgelesen habe. Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon riesig auf den 3. Band der Reihe "Schwarzer Mittwoch", der leider noch ganz schön auf sich warten lässt (das liegt u. a. wohl daran, da der 3. Band im Original erst im Sommer veröffentlicht wird ^^)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Januar 2014
Nachdem ich den ersten Band verschlungen hatte, war ich jetzt sehr gespannt auf den nächsten Fall. Er wurde auch hinreichend rätselhaft präsentiert und die Figur der geistig Verwirrten "Bewahrerin" des Leichnams ist wirklich gruselig gut gelungen. Ich mag auch Frieda als Person sehr gern und ich finde auch, dass sie durchaus kohärent gezeichnet ist. Aber der Rest? Die Auflösung ist ein einziges Unterstellen und Behaupten. Leider konnte ich den Argumentationen so gar nicht folgen. Und obwohl die Bilder-Häng-Aktion mehrmals erklärt wird (immer schon ein ganz schlechtes Zeichen), kann sie nicht überzeugen. Auch dass noch eine zweite "Irre", nämlich die im Boot, nötig war, um dem Plot die Spannung zu geben, spricht nicht für ein gutes Konzept. Trotz aller Kritik werde ich wohl den dritten Band in der Hoffnung auf Besserung lesen.
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am 22. März 2014
Heute möchte ich Euch den zweiten Teil "Eisiger Dienstag" von Nicci French, erschienen im
C. Bertelsmann Verlag, vorstellen.

Kurzzusammenfassung:

Die Sozialamtsmitarbeiterin Maggie entdeckt bei einer Routineüberprüfung bei der psychisch kranken Michelle Doyce eine Leiche in deren Wohnzimmer. Der Mann ist geschminkt, umgeben von einer Wolke Fliegen und so drapiert, als würde er Kaffee und Gebäck genießen. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass es sich um Mord handelt. Aus diesem Grund zieht Inspector Malcolm Karlsson erneut widerwillig die Psychotherapeutin Frieda Klein zu den Ermittlungen hinzu, mit ungeahnten Folgen.

Meine Meinung:

Was ich am Schreibstil der beiden Autoren sehr schätze sind die lebhaften und detaillierten Beschreibungen von Orten und Personen. Ich habe aufgrund dessen an vielen Stellen mitgefiebert und war wie gefesselt.

Der erste Band der Reihe hat mir schon richtig gut gefallen und ich dachte, dass dieses Buch hier ganz ähnlich aufgebaut sein würde, was aber nicht der Fall ist. Im ersten Teil ging es darum ein vermisstes Kind lebendig wieder zu finden und hier geht es um einen toten Mann, der scheinbar mehrere Identitäten hat und seine Machenschaften in der Vergangenheit.

War mir die Hauptprotagonistin im ersten Teil noch eher "fremd", erlaubt uns das Autorenduo in diesem Teil doch schon einen genaueren Blick auf Frieda und ihre Vergangenheit. Vieles bleibt aber nach wie vor unbeleuchtet und ich bin gespannt, ob dies im dritten Teil weiter ausgebaut wird.

Das Buch lässt sich flüssig lesen und die Handlung hält einige überraschende Wendungen bereit. Vieles ist miteinander verstrickt und teilweise so spannend, dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte, obwohl mir vor Müdigkeit schon fast die Augen zufielen. Andere Stellen hingegen waren eher trocken und die Handlung stockte etwas, bis es dann im Eiltempo an anderer Stelle wieder weiter ging.

Auch wenn man den Vorgängerband nicht gelesen hat, ist der Einstieg in "Eisiger Dienstag" völlig problemlos möglich, denn die wichtigsten Vorkommnisse des ersten Teils sind kurz in diesem Band zusammengefasst. Es ist also nicht zwingend notwendig, den ersten Teil gelesen zu haben.

Fazit:

Von mir gibt es 4,5 von 5 Buchsternen und eine Empfehlung. Tolle Unterhaltungslektüre mit Fingernägel-Knabber-Garantie.
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am 1. März 2014
Ein Jahr ist fast vergangen, seit Friedas mitwirken in dem Fall der verschwundenen Kinder. Noch immer beschäftigt sie dieser und sie stellt Fragen, über Alan und Dean. Und immer noch wird Kathy gesucht.

Aber nun kommt Karlsson mit einem neuen Fall und bittet Frieda um Hilfe. Ein mann ist tod in einer Wohnung einer Frau, die geistig gestört ist. Schnell sollte der fall klar sein - die Frau hat ihn ermordet.
Aber für Frieda ist das alles nicht so einfach und klar und sie beginnt wieder zu ermitteln.

Dieser zwe8ite Fall ist wieder recht verworren und kompliziert, alles ist wieder sehr spannend und immer wieder denkt man, man liegt nun doch richtig, aber nein, da kommt wieder eine Wendung in dem Fall. Das ist echt super und lässt sich richtig gut lesen.

In diesem zweiten Band ist mir die Protagonistin Dr.Frieda Klein auch um einiges sympatischer noch. Langsam bekommt man ein Gespür für sie und kann sich oft in sie hineinversetzen.
Hier wurde ein toller Charakter geschaffen und in diesem Band auch mal aufgezeigt, dass sie nicht immer die taffe ist, sondern ebenfalls mit Ängsten etc. zu kämpfen hat.

Auch wird wieder einiges in ihrem Privatleben beleuchtet, was mir gut gefallen hat. Es war nicht zuviel, um die Spannung aus der Geschichte zu nehmen, aber doch genug um einen guten Einblick zu bekommen und dem Charakter etwas mehr Tiefe verliehen wird.

Mein Fazit:

Sehr guter Kriminalroman mit Psychologischen Faktor! Besonders das Thema Einsamkeit wird hier behandelt und beleuchtet, was manches mal doch recht erschreckend wirkt.
Ein toller zweiter band und eine gelungene Fortsetzung!
es empfiehlt sich allerdings zu erst band 1 "Blauer Montag" unbedingt zu lesen, da einiges darauf aufbaut und sich ein roter Faden durchzieht - ich denke, da werden wir in band 3 "Schwarzer Mittwoch" noch mehr darüber zu lesen bekommen!
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TOP 500 REZENSENTam 13. Februar 2014
Eine Sozialarbeiterin macht beim Kontrollbesuch bei Michelle Doyce einen grausamen Fund. Die psychisch kranke Frau verköstigt in ihrem Wohnzimmer einen Leichnam mit Tee und Keksen. Die herbeigerufene Polizei ist fest davon überzeugt, dass Michelle den Mann getötet hat. Allerdings ist sie nicht fähig, irgendwelche Angaben zu machen, was DI Malcolm Karlsson dazu veranlasst, Dr. Frieda Klein bei dem Fall hinzuziehen. Als die Identität des Toten endlich feststeht, stößt Frieda auf einige Ungereimtheiten. Gleichzeitig wird die Leiche der jungen Studentin aufgefunden, die vor rund zwei Jahren spurlos verschwand und an deren Tod sich Frieda die Schuld gibt. Zudem veranstaltet die Boulevard-Presse eine Hetzkampagne gegen sie, da Terry Reeve sich entschlossen hat, ihre Biografie zu veröffentlichen.

Was für ein grausamer Anblick, der sich der Sozialarbeiterin Maggie Brennan bietet als sie die Wohnung von Michelle betritt. Der Tote Robert Poole sitzt teilweise verwest auf der Coach, umgeben von Tausenden von Fliegen mit einem Keks im Mund. Doch einige Zeit ist dessen Identität noch völlig unbekannt, da die Leiche nackt, seine Kleidung nirgends auffindbar ist und Michelle in einer völlig anderen Welt zu leben scheint und absolut keine relevanten Angaben machen kann. Nur Dr. Frieda Klein erkennt einige Zusammenhänge in deren Erzählungen und erfährt hierdurch, dass es sich bei dem Toten um Robert Poole handelt. Doch glaubt Frieda keine Sekunde daran, dass Michelle den Mann getötet haben könnte, ganz im Gegensatz zu DI Karlsson und dem Polizeipräsidenten, die den Fall schnell abschließen wollen. In ihrer gewohnt eigenwilligen, direkten Art beginnt Frieda nun selbst Nachforschungen anzustellen.

Der Fall entwickelt sich äußerst komplex und absolut unvorhersehbar. Wenn man allerdings sehr genau auf Friedas Verhalten gegenüber den weiteren Mitwirkenden in dem Thriller achtet, hat man zum Ende hin einen Verdacht, allerdings noch keine Ahnung, wie das Motiv aussehen könnte. Aber nicht nur der Fall ist sehr kompliziert, auch Friedas Privatleben gestaltet sich nicht gerade einfach. Der zurückliegende Fall mit der Entführung der beiden Kinder aus dem ersten Band holt Frieda wieder ein. Durch die starken Regenfälle taucht im wahrsten Sinne des Wortes nun endlich die Leiche der jungen Studentin auf.. Aber auch Alan Dekkers Witwe Carrie bereitet Frieda Schwierigkeiten, gar nicht zu reden von den Veröffentlichungen von Terry alias Joanna, die nicht gut auf Frieda zu sprechen ist. Wie nicht anders zu erwarten, stellt sich Frieda jedoch diesen Problemen und versucht, eine Lösung herbeizuführen.

Aber das sind nicht die einzigen Personen, die aus dem ersten Band wieder mitwirken. Auch Josef spielt eine zentrale Rolle und Reuben muss ein ums andere Mal als therapeutischer Freund herhalten, der sogar zu Friedas Verteidigung auch mal die Fäuste schwingt. Auch wenn der vorliegende Thriller oft Bezug auf den ersten Band „Blauer Montag“ nimmt, ist es nicht unbedingt erforderlich, diesen zuerst zu lesen, da Nicci French die Zusammenhänge im Verlauf der Geschichte immer wieder erklären.

Während der erste Teil in Sachen Spannung etwas mehr zu bieten hatte, geht das Autorenpaar hier mehr auf die Verhaltensmuster und die Psyche der Akteure ein, was aber dennoch durchweg sehr fesselnd und mitreißend ist. Gerade hierdurch erhält man zwar schnell eine Vorstellung der mitwirkenden Personen, allerdings bleiben viele in ihrem Verhalten dennoch rätselhaft und undurchschaubar. Die Schlussfolgerungen von Frieda verrät einem Nicci French ebenfalls nicht immer gleich, was zu regelmäßigen Rätselraten führt. Wenn man jedoch eine Zeitlang später ihre Erklärungen erfährt, wundert man sich oftmals, warum man nicht selbst darauf gekommen ist. Als Psychotherapeutin ist Frieda darauf spezialisiert, Menschen zu beobachten und zu analysieren und ihre hervorragende Beobachtungsgabe ist gerade in diesem Fall mehr als hilfreich und erstaunt nicht nur DI Karlsson.

Fazit: Ein äußerst verzwickter, komplexer Fall, der mit hervorragenden Charakterzeichnungen und einer wohldurchdachten, intelligenten, fesselnden Story absolut überzeugt.
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am 22. Februar 2014
Ich habe den ersten Teil gelesen und habe direkt danach den zweiten Band auf mein Kindle geladen. Mir gefallen die Charaktere, auch wenn Frieda für manch einen etwas zu düster erscheinen mag. Dennoch ein gutes Buch, welches durchweg fesselnd und kaum aus der Hand zu legen ist. Zwar ist es verwunderlich, dass die Psychiaterin bessere kriminalistische Fähigkeiten besitzt als die dafür ausgebildeten Fachleute, aber es handelt sich nun mal um ein Buch und nicht um die Realität, so dass es nicht weiter stört;-)
Ich kann das Buch sowohl Frauen als auch Männern, begeisterten Krimilesern wie auch Romanlesern empfehlen - eigentlich für jeden etwas dabei.
Ich beginne nun mit Band drei und wünsche allen viel Spaß mit dem ersten und dem zweiten Teil!
p.s. Man sollte die Bücher möglichst in der richtigen Reihenfolge lesen, da ein Teil der Story fortgeführt wird und man so die Charaktere, welche in allen Bänden auftauchen, nach und nach kennenlernt...
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am 13. April 2014
Ich bin absolut und restlos begeistert. Die Bücher mit der Therapeutin Frieda Klein, die gegen ihren Willen in sämtliche Ermittlungen der Polizei hineingezogen wird, sind absolute Spitzenklasse. Wie ich ja hier schon mal erwähnt habe. Ich habe die bisher erschienenen Bände hintereinander gelesen. Kann ich nur empfehlen. Doch der Nachteil liegt klar auf der Hand: Nachschuuuub... denn der lässt noch ein wenig auf sich warten. Drei Bände gibt es bisher - fünf weitere werden folgen. *Freu
In dieser (2.) Geschichte gibt es für Frieda wieder eine Menge zu tun. Ihre Schwägerin und Nichte machen jede Menge Ärger, eine Leiche und eine völlig verstörte Frau lassen die Therapeutin nachts nicht schlafen. Und der Fall aus "Blauer Montag" zieht sich auch durch diese Geschichte. Was übrigens so bleibt. Jeder Band ist zwar in sich abgeschlossen, aber dieser Fall wird Frieda bis zum bitteren Ende verfolgen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 28. Juli 2013
Den 2. Band als Fortsetzung der Geschichte um die eigenwillige, doch sehr menschliche Psychotherapeutin Frieda Klein und den etwas grantigen Detective Karlsson finde ich noch besser als den ersten Teil. Allerdings sollte man Band 1 vorher gelesen haben, es wird immer wieder darauf zurück gegriffen, und es erleichtert einem das Verständnis enorm, wenn man die Vorgeschichte kennt.
Frieda ist sehr hartnäckig, in ihren Bemühungen, den gegenwärtigen und womöglich noch einen Fall aus der Vergangenheit zu lösen. Sie stößt dabei auf einigen Widerstand, was sie aber mit ziemlichem Gleichmut hinnimmt, zumindest nach außen hin.
Ihre stundenlangen Wanderungen durch die Straßen Londons in ihren schlaflosen Nächten und auch, um zu diversen Zielen zu gelangen, sind sehr anschaulich und für mich nachvollziehbar beschrieben, so bekommt sie den strapazierten Kopf immer am besten wieder frei.
Es gibt familiäre Komplikationen, Beziehungsprobleme, alles mit großem Einfühlungsvermögen beschrieben.
Der Spannungsbogen wird auch gehalten von der ersten bis zur letzten Seite, und der Schluß ist so, dass man schon ganz wild auf den nächsten Band ist, der im Buch hinten mit einer Lesprobe vorgestellt wird. Er heißt "Schwarzer Mittwoch" und soll im Winter 2013 erscheinen.
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