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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse!, 6. Mai 2007
Von 
Horst Bamberger (Limburgerhof) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Kalt wie Gold. Stern Krimi-Bibliothek Band 10 (Gebundene Ausgabe)
Ich bin an sich kein Fan amerikanischer Krimis, da sie zumeist eine simple Botschaft transportieren, vom Bushschen Gut-Böse-Schema durchdrungen sind und völlig unglaubwürdige Protagonisten agieren lassen. Kurz gesagt: Es werden zumeist eher simple Gemüter angesprochen bzw. Jugendliche, die sich noch leicht beeindrucken lassen.

Nicht so dieser Roman. Hier stimmt alles. Spannung vom Anfang bis zum Ende, ohne dass der Autor ins völlig Unrealistische abgleitet. Keine Superhelden, die nicht nur klug sind, sondern auch noch gut aussehen und keine Gewähr, dass die Personen, die man lieb gewinnt, ungeschoren davonkommen. Ein ganz tolles Buch von einem Autor, von dem man gerne mehr lesen würde, was offenbar schwierig ist. Leider!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kaltschnäutzig und blutig, 8. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Kalt wie Gold. Stern Krimi-Bibliothek Band 10 (Gebundene Ausgabe)
..so muss man dieses Buch beschreiben. Es erinnerte mich im Schreibstil manchmal sehr an einen Roman von James Ellroy. Der Schauplatz war ja auch identisch. Wer harte Cops mag und das brave Trennen von Gut und Böse langweilig findet, sollte sich dieses Buch kaufen. Sehr witzig fand ich das Einstreuen von jiddischen Schimpfwörtern, die mich während der ansonsten bitterbösen Story auch mal herzlich zum Lachen brachten. Kein Meilenstein aber ein verflucht guter Krimi.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jüdischer Cop jagt Psychopathen, 12. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Kalt wie Gold. Stern Krimi-Bibliothek Band 10 (Gebundene Ausgabe)
Jack Gold ist ein knallharter jüdischer Cop. Man stelle sich Clint Eastwood als Dirty Harry an seiner statt vor. Dieses Klischee dürfte ihm am ehesten entsprechen. Jack Gold ist also kein Waisenknabe und hat selber einigen Dreck am Stecken. Doch alle seine Vergehen und Schwächen verzeiht ihm der Leser gerne, wenn Jack Gold "aufräumt". Er ist mehr der Mann fürs grobe und damit das Gegenteil von Inspektor Columbo;-). Statt mühevoller kriminalistischer Kleinarbeit und scharfsinnigen Kombinationen, setzt Gold auf die einschüchternde Macht seiner Knarre und seiner Faust. So kommt er auch an die notwendigen Informationen, was von Seiten seiner Vorgesetzten (mit denen er immer Zoff hat) aber nicht gerne gesehen wird.

Der Roman ist gut aufgebaut und flüssig geschrieben. Der Roman handelt mehr von der Hauptperson als von der Haupthandlung. Somit ist das Buch auch länger als es bei ausschließlicher Abhandlung der Jagd auf den Psychopathen sein müßte. Trotzdem ist keine Seite zuviel. Insbesondere die Einblicke in die jüdische Gesellschaft Amerikas und in das Problemfeld des amerikanische Rechtsradikalismus hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck beim Leser.

Wer Dirty Harry und Rambo mag, wird auch dieses Buch mögen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Taffe Handlung und ungemein spannend, 3. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Kalt wie Gold. Stern Krimi-Bibliothek Band 10 (Gebundene Ausgabe)
"Kalt wie Gold" ist eines der dicksten Bücher der stern-Reihe, doch lohnt es sich, sich durch die etwas zähe Einleitung zu kämpfen, denn dann gewinnt die Handlung ungemein an Fahrt und man legt das Buch nur noch widerwillig aus den Händen. Trotz stellenweisem Hang zum trivialen fesselt die Handlung vor allem durch den neuartigen Charakter Jack Gold, den Ermittler in diesem Roman, der durchaus auch Seiten eines "Bad Cop" aufweisen kann und oft nicht minder kaltblütig ist als die Leute, die er zu bekämpfen hat. Das macht die ganze Story noch echter und lebendiger.

Kurz zum Inhalt: eine anfänglich harmlose Serie von antisemitischen Schmierereien soll von Jack Gold aufgeklärt werden. Dieser wurde vor kurzer Zeit in die Abteilung, die für solche Fälle zuständig ist, strafversetzt, weil ein von ihm durchgeführter Coup gegen eine Bande Bankräuber ungerechterweise aus dem Ruder gelaufen war und Chief Huntz somit endlich eine Gelegenheit hatte, seinem Untergebenen eins auszuwischen. Jack Gold ist zwar einer der erfahrensten und ältesten Ermittler, doch noch immer Lieutnant...vor Jahren gab es einen schlimmen Zwischenfall, weswegen er nicht mehr befördert wird.

Doch die anfänglichen Schmierereien verwandeln sich in einen blutigen Kreuzzug eines Irren, der Schwarze und Juden auf brutalste Weise ermordet, regelrecht hinrichtet. Gold und sein Kollege Zamora geraten in eine ihnen vollkommen fremde Welt: eine Welt voller Hass, Vorurteilen, gefährlicher Naivität und Scheuklappendenken. Und nebenbei muss sich Gold auch noch um innerfamiliäre Probleme kümmern...

Den Hauptcharakter Gold macht ebenso noch die Tatsache besonders, dass er Jude ist. Sehr oft werden die unterschiedlichen Ansichten von Gold und den "weißen Ärschen" zum Ausdruck gebracht, teilweise witzig sind die jüdischen Slangbegriffe, die er im Gespräch mit seinen Freunden verwendet, wie etwa "bubeleh". Schon sehr lange lebt Gold alleine und getrennt von seiner Familie, die Einzige, die noch zum ihm hält, ist seine Tochter Wendy, Ehefrau Evelyn hat längst einen neuen Ehemann. Dadurch erfüllt Gold das typische Klischée des einsamen, alkoholabhängigen Ermittlers, was dem Roman aber nichts nimmt. Montecino gelingt das Abbilden einer erschreckend realen, grausamen amerikanischen Welt: Hetze von rechtsradikalen Irren, die die Medien missbrauchen, um Neulinge zu rekrutieren und ihr Amerika frei von Farbigen sehen wollen, ebenso eine ungeheure Gewaltbereitschaft unter den niedrigen Schichten, was die Cops auch nicht minder erwiedern, der blühende Handel mit den Drogen, Homosexualität...hier wird kein Blatt vor den Mund genommen und es geht stellenweise Schlag auf Schlag sehr derb zu, selbst Gold scheut nicht davor zurück, Menschen zu töten - auch außerdienstlich.

Band 10 ist bisher der härteste und gleichzeitig auch der Roman, der mit am aktuellsten sein könnte, weil die darin behandelnden Probleme noch heute in Amerika und Europa zu finden sind. Spannend, teilweise trivial (darum nur vier Sterne), vielschichtig, eine tolle Verstrickung von anfänglichen Einzelhandlungen zu einem Gesamtstrang...lesenwert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Farewell Jack Gold, 6. März 2014
Von 
euripides50 (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kalt wie Gold. Stern Krimi-Bibliothek Band 10 (Gebundene Ausgabe)
Der Kriminalroman ist der Gesellschaftsroman unserer Tage, jedenfalls wenn er in der meisterhaften Form wie das vorliegende Buch daherkommt. „Kalt wie Gold“ erzählt die Geschichte des jüdischen Polizisten Jack Gold, der seit dreißig Jahren in Los Angeles Verbrecher und Halunken jagt und dabei den Menschen, mit denen er umgeht, immer ähnlicher geworden ist. Unübersichtlich und differenziert wie das Umfeld in dem er sich bewegt, ist auch sein Charakter, sein Leben ist ein Trümmerfeld, doch seine Vitalität bleibt ungebrochen. Einfach und konturenarm kommt in dem Roman nur das Verbrechen daher, das Böse ist eindeutig, das Gute ist kompliziert und niemals ganz sauber. Anspruchsvoll wie die Psychologie der Figuren ist auch die Sprache, in der das Buch erzählt wird. Die rasend schnell wechselnden Schauplätze werden in präzisen, analytischen Sätzen beschrieben, hier und da schimmert sogar eine Art Zeitanalyse durch: Amerika, so erzählen sich die Cops ist in das Zeitalter der Minderheiten eingetreten (die Handlung spielt in den Sechziger Jahren), und bald, so die Befürchtung, werden die Kokser, Ehebrecher und Schlawiner die höchsten Stellen der Gesellschaft erklommen haben (Bill Clinton war bei der Abfassung des Buches in den Achtzigerjahren bereits Präsident). Jack Golds Schwiegersohn, selbst Anwalt, ist bereits in Drogengeschäfte verstrickt, sein gesamtes Umfeld ist korrupt und gewalttätig, die Familien sind zerbrochen, die Kinder geraten auf die schiefe Bahn, und nirgendwo ist Hoffnung auf Besserung in Sicht. Beeindruckend, welchen erzählerischen Sog dieses imposante 600 Seiten-Werk entfaltet. Gegenüber der Atmosphäre dieses amerikanischen Totentanzes tritt die Handlung fast in den Hintergrund tritt – ohne jemals langweilig zu sein.
Für mich war dieser Autor eine echte Entdeckung, mehr noch: ein Talent, das Figuren wie Kerouac oder Bukowski weit überragt ohne wirklich in der Form gewürdigt zu werden, die ihm angemessen gewesen wäre. Leider aber ist Marcel Montecino auch ein Exempel dafür, dass manche Autoren, die dem Mileu verhaftet sind, über das sie schreiben, ihm letztlich zum Opfer fallen. Marcel Montecino (1945-1998) ist, nachdem ihm endlich der literarische Durchbruch gelungen war, in den späten Neunziger Jahren von Alkohol und Drogen umnebelt als gebrochener Mensch gestorben. Farewell Jack Gold, und danke für dieses Buch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut TOP!!!!!!!, 9. März 2010
Von 
Oehler "290873" (Magdeburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Kalt wie Gold. Stern Krimi-Bibliothek Band 10 (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt:

Marcel Montecinos erzählt die Geschichte des abgeklärten jüdischen Polizisten Jack Gold, der von seinem Vorgesetzten strafversetzt wird, um einen rassistischen Psychopathen, der als "arischer" Kreuzkiller eine blutige Spur durch die Stadt zieht, zur Stecke zu bringen. Das Buch beginnt gleich mal mit einem Radiointerview eines rassistischen Hassprediger, welches aus Mexiko ausgestrahlt und von einem amphetaminsüchtiger Zeitungsausträger während seines Nebenjobs angehört wird. Dieser Mann (sein Name ist Walker) versucht daraufhin seinem eigenen, völlig missratenen Leben durch nächtliche antisemitische Schmierereien einen neuen Sinn zu geben. Die Jüdische Gemeinde ist natürlich zutiefst empört und fordert vom LADP eine Untersuchung, mit der wie gesagt Polizisten Jack Gold beauftragt wird. Der hatte kurz zuvor einen Bankräuber erschossen und weil die Geisel, die er dabei gerettet hatte, der Meinung war, dies sei blindwütig und unnötig geschehen, wurde er von seinem Vorgesetzten aus diesem ehr langweiligen Fall angesetzt. Selbst für die Verhältnisse bei der L.A.- Polizei ist Gold schwer tragbar, denn er neigt zu Gewaltausbrüchen und war auch an Überfällen auf Dealer beteiligt, die von ihm und seinem Kollegen beraubt wurden. Voller Widerwillen akzeptiert er seine Strafversetzung und schlägt gleich mal den Anführer einer bewaffneten jüdischen Selbstverteidigungstruppe zusammen. Mit dem brutalen Mord an einer schwarzen Prostituierten eskaliert die Situation dann aber, denn Niemand ist mehr sicher vor dem sogenannten Cross- Killer".

Mein Fazit:

Ein absolut tolles Buch!!! Marcel Montecino beschreibt in seinem Roman nicht einfach nur die Taten und Beweggründe eines brutalen Mörders, sondern zeigt auch genau und mit einer geradezu herausragenden Offenheit auf, wie ein ungebildeter Weißer durch persönliche und ökonomische Frustrationen zum Ungeheuer wird und wie er all sein persönliches Versagen auf Sündenböcke (auf der einen Seite die Juden und auf der anderen Seite die Schwarzen) abwälzt. In diesem Buch gibt es auch keine klaren Grenzen zwischen Gut und Böse, denn mit der Figur des Polizisten Jack Gold (ich mochte ganz besonders den ungeschminkten und dennoch sehr humoristischen Schreistil von Montecino), beschreibt er keinen typischen, amerikanischen Superpullen, sondern einen innerlich völlig zerstörten und kaputten Mann, den nicht einmal seine jüdische Herkunft als Alibi rettet. Marcel Montecino beschreibt mit einer derart offenen und fast schon zynischen Art die teilweise erschreckende Zustände bei der Polizei (Karrieregeilheit und Korruption) und fesselt wirklich das ganze Buch über (immerhin sind es knapp 600 Seiten) die Leserschaft in ein geradezu einmaligen Weise. Das Privatleben Jack Golds auf der einen und seine Polizeiarbeit auf der anderen Seite, sowie die Lebensumstände der anderen Protagonisten steckt so voller Spannung und fragilen Hoffnungen, dass jeden Moment mit Ausbrüchen zu rechnen ist. Ich kann wirklich nur sagen, dass dies eines der besten Bücher zum Thema Krimi, oder Polizeiarbeit war, dass ich bisher gelesen habe.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend bis zum Schluss, 7. Juli 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kalt wie Gold. Stern Krimi-Bibliothek Band 10 (Gebundene Ausgabe)
Selten habe ich einen 600 Seiten Krimi so verschlungen wie dieses Buch.

Die verschiedenen Charaktere werden langsam und behutsam aufgebaut - bis sie mit einem Knall aufeinandertreffen.

Der Held Gold ist nicht unbedingt ein Sympath - ein Säufer, bestechlich - aber eigentlich gibt es unter den männlichen Personen überhaupt kein wahren "Helden".

Jeder kocht sein eigenes Süppchen, hat seine eigenen Hintergedanken.

Vielleicht ist es aber gerade dieses strikte Vermeiden von gut / böse wodurch dieser Roman die beklemmnde Athmosphäre bekommt, die sich bei mir erst nach der letzten Seite gelegt hat.

Ein tolles Buch.
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Kalt wie Gold. Stern Krimi-Bibliothek Band 10
Kalt wie Gold. Stern Krimi-Bibliothek Band 10 von Marcel Montecino (Gebundene Ausgabe - 9. Januar 2006)
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