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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Mai 1999
"Nacht über dem Bayou" (Goldmann 44041 - "Cadillac Jukebox", 1996) ist der achte Roman von James Lee Burke mit Dave Robicheaux. Sein erster Dave Robicheaux-Roman "Neonregen" (Ullstein 10717 - "The Neon Rain", 1987) schlug in der amerikanischen Kriminalliteratur wie eine Bombe ein und erhielt gleich den Edgar Allan Poe-Preis. In all diesen Romanen - so auch in "Nach über dem Bayou" - bringt der mittlerweile zweifache Edgar Allan Poe-Preisträger Burke den Lesern den amerikanischen Süden in unnachahmlicher Art eindringlich näher und verbindet dessen unvergleichliche Athmosphäre mit packenden Stories. Im vorliegenden Buch geht Dave Robicheaux als Detective im Bezirk Iberia im Süden Louisianas seinem Beruf nach. Auslöser des Falles ist Aaron Crown, ein Weißer, der nach 28 Jahren des Mordes an einem Anführer der Black Power-Bewegung verhaftet und verurteilt wird. Darauffolgende Recherchen von Robicheaux zeigen auf, daß unerwartet viele Personen mit Aaron Crown Berührungspunkte haben, darunter auch der soeben gewählte Gouverneur von Louisiana. Die verschiedenen Spuren, denen Robicheaux nachgeht, schlagen sich in mehreren Erzählsträngen nieder, die immer wieder zusammentreffen und auseinanderlaufen. Als Crown schließlich aus dem Gefängnis ausbricht, überstürzen sich die Ereignisse und löst sich der scheinbar unlösbare Knoten auf. Alles war anders als alle gedacht haben. Im Vergleich zu den anderen Dave Robicheaux-Büchern wird der Handlungsablauf nicht "straight", sondern in der Form einer breiten, vielleicht zu breit angelegte Südstaatenelegie erzählt.
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am 14. August 2007
Aaron Crown saß ewig im Gefängnis ein für einen Mord an einem schwarzen Aktivisten der "Black Power" Bewegung. Detective Dave Robicheaux kann sich nur noch dunkel an den damaligen Fall erinnern, als ihn in seinem kleinen Häuschen am Ufer des Bajou ein Anruf erreicht: Aaron Crown möchte mit ihm sprechen. Dave Robicheaux staunt nicht schlecht, als Aaron Crown seine Unschuld beteuert. Robicheaux schenkt Crown anfänglich nicht sonderlich viel Beachtung, doch der Fall macht schnell die Runde und scheint auf einmal eine auffällig große Gruppe an scheinbar Unbeteiligten zu interessieren, allen voran der Gouverneurskandidat Buford la Rose, der so einen Wirbel mitten in seinem Wahlkampf nicht gebrauchen kann. Auch dessen Frau, Karyn, mit der Dave einst ein Verhältnis hatte, versucht durch ihre weiblichen Reize Dave in die Bredouille zu bringen. Dann mischt plötzlich auch noch die Mafia mit und als ein Drehbuchautor, der sich für den Fall interessiert, grausam ermordet im Bett einer Prostituierten aufgefunden wird, klingeln bei Dave sämtliche Alarmglocken...

Nüchtern aber stilvoll erzählt wirkt der Roman, als wäre "Miami Vice" in die Provinz gezogen. Ausgefallene Charaktere wie Mafiosis, korrupte Politiker, bestechliche Cops und intrigante Frauen legen sich gegenseitig Steine in den Weg und lassen dabei lässige Sprüche vom Stapel. Beachtenswert ist auch die stimmungsvolle Beschreibung der Natur in Lousiana - der Bajou und seine Umgebung spielt eine nicht unwichtige Rolle. Interessant und einfühlsam aus der Ich-Perspektive erzählt, schildert uns Dave Robicheaux auch, wie sich ein solcher Fall auf das Familienleben auswirken kann und welche Hindernisse ein alleine stehender, ehrgeiziger Polizist aushalten muss - einer der ausgefallensten und originellsten Bänder der stern-krimibibliothek.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Mai 2006
Das hat wirklich Spaß gemacht. Ein großes Verdienst auch des herausragend guten Übersetzers Georg Schmidt. Ein spannendes Buch, das durch seine farbige Sprache auch dann Vergnügen macht, wenn man mal ein wenig den Faden verliert. Wer nur immer abends im Bett ein paar Seiten lesen kann, sollte sich ein kleines Personenregister anlegen.
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am 28. April 2008
Atmosphärisch ist der Roman überdimensioniert. Louisiana hatte mich vorher nie interessiert. Nun möchte ich das, was von New Orleans noch übrig geblieben ist, selber gerne kennenlernen. Auf einmal reizen mich die Südstaaten. Leider ist das Bühnenbild aber auch das Einzige was mir an der Inszenierung gefallen hat.

Die Handlung ist langweilig. Zu Anfang noch nicht, da baut sich noch Spannung auf. Später fällt dem Autor dann nichts mehr ein. Er hat wahrscheinlich erstmal angefangen zu schreiben und dann darauf gehofft, daß ihm später eine gute Idee kommt. Die kam aber leider nicht. Statt einer guten Story wurde dafür an allen möglichen und unmöglichen Stellen ein bißchen "drumherumgebastelt". Die Dialoge haben dem Übersetzer wohl alles abverlangt. Leider merkt man das. Es liest sich nicht flüssig. Manche Dialoge habe ich fünfmal gelesen bis mir endlich die Erleuchtung kam, was denn wohl der Inhalt des Gesprächs ist. War dann aber meistens nicht so wichtig. Leider sind die MEISTEN Dialoge in dem Buch nicht wichtig. Der Roman hätte nach gut 200 Seiten beendet werden können, ohne daß inhaltlich auf etwas hätte verzichtet werden müssen. Aber wahrscheinlich wäre dann das Einzige verloren gegangen, was der Roman besitzt: Atmosphäre.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Januar 2008
Mein erstes Buch von Burke.
Ein spannender Roman,mit unvergleichlicher Atmospähre.
Dazu Dave Robicheaux,und Clete Purcle die mir sehr sympatisch waren.

Klare empfehlung,lese sicher noch viele Krimis von dem Autor.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. August 2006
Diese Story wirkt mitunter so, als hätte ein Schriftsteller in seinen Notizzetteln gekramt und auf diesen Zetteln gesammelte Geschichtchen, welche von früheren Versuchen und Romanen übrig geblieben waren, zu einem Roman zusammen gebündelt. Dieses hat anscheinend auch die Herausgeber verwirrt - immerhin enthält der Umschlag eine falsche Wiedergabe des Inhalts.

Zwar geht es vordergründig um einen Mord, der vor mehr als 28 Jahren an einem schwarzen Bürgerrechtler verübt wurde und dessen Mörder, einen seit langen Jahren einsitzenden und ehemals geständigen weißen Hinterwäldler, welcher plötzlich seine Unschuld beteuert.

Doch diese Geschichte und der Staub, den sie plötzlich aufwirbelt, wäre für sich genommen wohl zu dünn für einen 370-Seiten-Roman.

Und so verknüpft Burke Geschichten, die bis in den amerikanischen Bürgerkrieg reichen, mit solchen amerikanischen Unternehmertums, mit Familiengeschichten korrupter Politiker, drogenbesessener Dichter, Killern, Zuhältern und anderem mehr zu einem Roman, dem aufgrund der vielen Nebengeschichten schnell die große Linie verloren geht und der noch darüber hinaus wenig Überraschendes zu bieten hat.

Dazu kommt noch die Sprache - der meist gesprochene Slang bietet dem Übersetzer offenbar die Stirn, so dass der deutsche Leser gewisse Verständnisschwierigkeiten hat, und das nicht nur wegen der Übertragung selber, sondern auch wegen der verwendeten Begriffe.

Das könnte man alles akzeptieren, wenn denn die Anekdoten im einzelnen so interessant wären, dass sie für sich einen starken atmosphärischen Eindruck hinterlassen würden. Das ist aber leider nicht der Fall.

Das auftretende Personal ist nicht uninteressant, aber nur von durchschnittlicher Bedeutung, Detective Robicheaux bleibt eher blass, da allzu aufrecht, geradlinig und unbestechlich, und für die im Zentrum des Geschehens stehenden Politiker ist ein allzu theatralisches Ende vorgesehen, als dass man es glauben könnte.
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am 5. Februar 2015
James Lee Burke ist ein hervorragender, fast philosophischer Krimiautor, der die durchweg spannende Handlung einbettet eine detaillierte Beschreibung von Land und Leuten und der amerikanischen Kultur an sich. Lesenswert - und es bleibt zu hoffen, dass die Werke dieses Autors neu aufgelegt werden.
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