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5.0 von 5 Sternen Wissenschaftliches Denken - Eine außerkörperliche Erfahrung oder Sisyphos und der Spaß
Physik, Chemie oder Biologie gelten in der öffentlichen Vorstellung als langweilig, verwirrend, schwierig, abstrakt und peripher. Sich naturwissenschaftliche Kenntnisse anzueignen kann jedoch durchaus Spaß machen, "auf die Art, wie kluge Ideen Spaß machen, wie der Blick unter die Oberfläche der Dinge Spaß macht. Zu verstehen, wie etwas...
Veröffentlicht am 26. März 2010 von Heike G.

versus
38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ärgerlich
Einen guten Teil der ca. 380 Seiten füllt Natalie Angier damit, zu schildern, mit welchen Wissenschaftlern sie wo gesprochen hat und was die ihr erklärt haben. Dies erklärt die Dicke des Buches. Leider müssen diese Experten sie für strohdumm gehalten haben, denn die Erklärungsversuche sind dermaßen an den Haaren herbeigezogen und...
Veröffentlicht am 5. Mai 2010 von karl krause


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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ärgerlich, 5. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Naturwissenschaft: Was man wissen muss, um die Welt zu verstehen (Gebundene Ausgabe)
Einen guten Teil der ca. 380 Seiten füllt Natalie Angier damit, zu schildern, mit welchen Wissenschaftlern sie wo gesprochen hat und was die ihr erklärt haben. Dies erklärt die Dicke des Buches. Leider müssen diese Experten sie für strohdumm gehalten haben, denn die Erklärungsversuche sind dermaßen an den Haaren herbeigezogen und gewollt auf lustig gemacht, dass es einfach nur ärgerlich ist. Die Schönheit des naturwissenschaftlichen Wissens bleibt hier auf der Strecke.

willkürlich aufgeschlagen: "...mit dem Mikroskop können wir eine Zelle oder einen Mikroorganismus sehr genau erkennen. Wie Brian Greene mir erläuterte, liegt das Problem bei Atomen darin, dass sie so klein sind..."Wenn wir ein Atom zur Größe, sagen wir, eines Briefbeschwerers auf Ihrem Coutisch aufblasen könnten", fragte ich Greene, obwohl ich sah, dass sich auf seinem Couchtisch keine Papiere befanden, die eines Briefbeschwerers bedurft hätten, "was würden wir sehen?" "Sehen?", wiederholte er so gedehnt, das sich das Wort vielsilbig anhörte. "Was würden wir sehen? Ich möchte nicht wie Clinton reden, aber es hängt davon ab, wie wir Sehen definieren......

Wie gesagt, eine willkürliche Stelle. So geht es seitenlang weiter.

Der Leser ärgert sich, weil die Erkenntnisse durch das wichtigtuerische Gebrabbel dazwischen gesucht werden müssen. Ich nehme an, dass die ständigen irreführenden, bemüht witzigen Vergleiche dem amerikanischen Lesegeschmack geschuldet sind. Auf dem europäischen Buchmarkt ist eine derartig schlechte Veröffentlichung kaum vorstellbar.
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1.0 von 5 Sternen Mehr als ärgerlich - absolut keine Kaufempfehlung!, 25. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Naturwissenschaft: Was man wissen muss, um die Welt zu verstehen (Gebundene Ausgabe)
Was man wissen muss, um die Welt zu verstehen (Untertitel); ein Buch über Naturwissenschaft also - und das ohne eine einzige Abbildung (außer dem nicht von der Autorin stammenden Insektenflügel auf dem Umschlag)! Das ist schlimmer als die berühmte 'Kreidechemie', die so vielen Menschen die Chemie verleidete, weil sie nur an der Tafel stattfand. Überhaupt ist das Kapitel Chemie so ziemlich das Schlimmste, was mir je untergekommen ist; ein paar Beispiele sollen dies belegen:
- Da hat Stickstoff einerseits (S. 171) 5 Elektronen in der äußeren Schale (es gibt halt auch das nicht erwähnte N2O5), zwei Seiten weiter aber nur 3 Elektronen! Was also denn nun?
- Wiederum eine Seite weiter wird die reaktionsträge Dreifachbindung des molekularen Stickstoffs bemüht, die enorme Energiefreisetzung von Sprengstoffen zu erklären, die aber (wie TNT, Nitroglycerin, Nitrocellulose) zumeist nicht 3-, sondern 5-fach gebundenen Stickstoff, zumal in Vergesellschaftung mit Sauerstoff, enthalten.
- Oder der Diamant (S. 183): "Hier ist jedes Kohlenstoffatom kovalent mit vier anderen verbunden [...], und zwar [...] nach rechts, nach links, nach oben und nach unten" was für die (kleinstmögliche) Elementarzelle ziemlich einleuchtend eine (falsche) Würfelform ergibt. Was hätte hier ein einfaches Tetraeder-Abbild ermöglicht! Der Tetraeder wird zwar anschließend erwähnt, aber in Form dreidimensional makellos angeordneter Ringe... Wo gibt es da Ringe im Diamanten?
- Dann (S. 187) wird es schlicht falsch: "Die unmissverständlichste chemische Verwandlung ist die Zustandsveränderung eines Stoffes" - fest, flüssig, gasförmig. Das wird genau vier Seiten weiter zwar (richtig) als physikalisch dargestellt, steigert jedoch nur die Verwirrung bei jemandem, der diesem Unsinn etwas abgewinnen will.
Und so fort...

Hätte ich mich hierdurch animieren lassen können, Chemie zu studieren? Nie und nimmer! Es war die faszinierende Experimentalwelt der Chemie, die sich in Worten kaum ausdrücken lässt, sondern erlebt werden muss.

Soviel zur Chemie. Leider sind die anderen Kapitel, z.B. Evolutions-, Molekularbiologie, Geologie nicht viel erhellender. Irgendwie bemüht zusammengestoppelte Einzelfakten, die kein ganzes Bild ergeben und die man sich preiswerter auch im Internet zusammensuchen kann. Plattentektonik, z.B., lässt sich ohne ein Profilbild eigentlich nicht wirklich verstehen.

Die bemüht-witzige Diktion, die mich schon bei Bill Brysons 'Eine kurze Geschichte von fast Allem' auf den Senkel ging, hilft dem Buch leider überhaupt nicht. Manch Vergleich ist zwar durchaus stimmig: "Mickymaus ist hier ein Wassermolekül..." aber was ist an diesem Bild eklatant unseriös (S. 177)? "Goldlöckchen-Planet" (u.a. S. 188) ist da in DE schon ungewohnter.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissenschaftliches Denken - Eine außerkörperliche Erfahrung oder Sisyphos und der Spaß, 26. März 2010
Von 
Heike G. (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Naturwissenschaft: Was man wissen muss, um die Welt zu verstehen (Gebundene Ausgabe)
Physik, Chemie oder Biologie gelten in der öffentlichen Vorstellung als langweilig, verwirrend, schwierig, abstrakt und peripher. Sich naturwissenschaftliche Kenntnisse anzueignen kann jedoch durchaus Spaß machen, "auf die Art, wie kluge Ideen Spaß machen, wie der Blick unter die Oberfläche der Dinge Spaß macht. Zu verstehen, wie etwas funktioniert, macht einfach Freude.", so die Autorin, Wissenschaftsjournalistin Natalie Angier. Und nicht zuletzt trägt die Grundlagenforschung von heute entscheidend zum Wohlstand von morgen bei - ganz zu schweigen davon, dass sie Geheimnisse des Lebens und Universums erhellt. Das sollte jedem klar sein.

Natalie Angiers Buch "möchte dem Bestreben, den Stein ins Rollen zu bringen und die ganze kinetische Schönheit der Naturwissenschaft zu entfesseln, eine schwache Schulter leihen." Und das ist ihr großartig gelungen. Voller Witz, anschaulich, illustrativ, lebendig und einprägsam beteiligt sie den Leser an einem Diskurs, der trotz seiner Plakativität ein erstaunlich hohes Niveau offenbart. Beginnend mit einer Einführung wissenschaftlichen Denkens spannt sie einen großen Bogen über unsere grundlegenden naturwissenschaftlichen Bereiche wie Mathematik, Physik, Chemie, Evolutions- und Molekularbiologie, Geologie, um letztendlich mittels der Astronomie in die beinahe unergründlichen Weiten unseres Universums einzutauchen.

Das tut sie mit so viel Esprit, Charme und Anschaulichkeit, dass sich die eigenen, auf ihrer Couch sesshaft gewordenen Synapsen, sich wieder in ihre nähere Umgebung ergießen und im Handumdrehen neue Freunde und Synapsen zu gewinnen, um die anschaulichen Worte der Autorin zu gebrauchen. Durch Natalie Angiers Buch wird die zuweilen ziemlich verhärtete eigene neuronale Matrix angeregt und bekommt einen Schubs, doch wieder einmal auf Reisen zu gehen.

Angier erklärt u. a.,

- dass die Maßeinheit Fuß auf den römischen Kaiser Karl den Großen zurückgeht, ein Yard exakt der Entfernung von der Nase bis zur Spitze des Mittelfingers des ausgestreckten Arms des britischen Monarchen König Heinrich I. entspricht und 10 hoch 100 ein Googol sind (nicht zu verwechseln mit Google, der bekannten Suchmaschine oder Gogol, dem russischen Romancier des 19. Jahrhunderts) (Kapitel Kalibrierung),

- dass die Gravitation zwar unsere Füße am Boden hält und dafür sorgt, dass unser Planet um die Sonne kreist, aber letztendlich die Feindseligkeit unserer Elektronen der Faktor ist, der diese Reise lohnenswert macht und Elektronenschalen große Ähnlichkeit mit Schränken haben: Sie sind am glücklichsten, wenn sie gefüllt sind (Kapitel Physik),

- dass Chemie Leben in die Bude bringt und Kohlenstoff das Klebeband des Lebens ist (Kapitel Chemie),

- dass die so genannte Gänsehaut ein Relikt unserer bepelzten Vergangenheit ist (Kapitel Evolutionsbiologie)

- warum man nicht mit den Füßen denken kann, obwohl die DNA in unseren Zehenzellen der in unseren Kopfzellen gleicht und dass unsere Zellen Klatschbasen, Zankteufel, Lauscher und Schafe sind, die ständig auf ihre Nachbarn achten und diese tyrannisieren (Kapitel Molekularbiologie)

- warum trotz 5500 Grad Celsius das innere unseres Planeten einen festen Eisenkern besitzt, obwohl dieses Metall unter normalen Umständen schmelzen würde und sich in fast 4 Milliarden Jahren nur um 150 Grad abgekühlt hat (Kapitel Geologie)

- dass unsere Sonne pro Sekunde! 700 Millionen Tonnen Wasserstoff zu Helium verschmilzt und jede Zelle unseres Körpers im Inneren massiver Sterne gekocht wurde, gegen die unsere "hauseigene" Sonne nur ein unscheinbarer Zwerg ist (Kapitel Astronomie)

Letztendlich sollte es dann auch nicht beunruhigen, dass "sich der wilde Tanz der Erde allmählich verlangsamt, vor allem infolge der 'Gezeitenbremse', die unser Trabant, der Mond, anzieht. Anfangs absolvierte die Erde ihre Drehung in gerade einmal zehn Stunden, und noch vor 620 Millionen Jahren war ein Tag in 21,9 Stunden erledigt, eine Albtraumvorstellung für alle, die jetzt schon über Termine und Schlafmangel jammern."

Fazit:
Wissen über unsere Naturwissenschaften, dargebracht mittels prägnanter Erklärungen auch der schwierigsten Begriffe, farbiger Vergleiche und durchzogen mit feinem Humor, dabei jedoch immer fundiert und sachkundig, das zeichnet Natalie Angiers Buch aus. Sie stößt das Tor zu den Naturwissenschaften weit auf und beschreitet einen Weg der Populärwissenschaft, der beispielgebend ist.
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Naturwissenschaft: Was man wissen muss, um die Welt zu verstehen
Naturwissenschaft: Was man wissen muss, um die Welt zu verstehen von Natalie Angier (Gebundene Ausgabe - 15. Februar 2010)
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