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Kundenrezensionen

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am 4. März 2007
Wer sich auf dieses Buch einlässt (und ein Herz hat), liest es auf einen Rutsch durch. Ein stimmiges Millieu, exzellent gezeichnete Figuren, die Sprache oft rotzig aber immer mit Kraft und Biss, nirgends ein Gramm Wortfett. Die Geschichte ist wie eine Lawine, die immer mehr an mitreißender Kraft gewinnt. Temple sollte Pflichtlektüre bei jedem Autorenseminar sein.
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am 25. März 2007
Bisher war ich überzeugt, richtig gute Krimis mit überzeugenden Hauptfiguren kämen nur aus Skandinavien. Das war vor Joe Cashin. Cashin ist ein Held voller körperlicher und seelischer Verletzungen, einer, der aus seiner Einsamkeit kaum herauskommt und doch ein gutes Gespür für Menschen hat. Die Kleinstadt-Provinz, in die er versetzt wird, um sich zu erholen, zeichnet ein erschreckendes Bild vom heutigen Autralien: unverhohlener Rassismus, Korruption und politische Intrigen, allgegenwärtige Kleinkriminalität, enorme soziale Unterschiede. Dazu ein

spannender Fall, der sich ganz anders entwickelt als erwartet. Eine super Mischung für einen tollen Krimi.
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Als eindringlich und verstörend empfand ich diesen Thriller, mein erster australischer Thriller überhaupt. Wobei nicht die Kriminalgeschichte an sich so verstörend war, sondern das Verhältnis der Australier untereinander: Kein Miteinander, sondern ein Gegeneinander in extremster Form. Die Weißen sind grundsätzlich gegen die Aborigines, halten sie für minderwertig. Untereinander sind die Weißen jedoch auch rassistisch eingestellt, man ist gegen italienische Einwanderer, englische etc. etc. Hier scheint es feinste Abstufungen und Hierachien zu geben. Dazu sehr viel Kriminalität, Armut, Hoffnungslosigkeit und darüber hinaus sehr viel Korruption bei der Polizei. Ich würde ja annehmen, daß der Autor übertreibt, überspitzt und ein Schwarz-Weiß Bild zeichnet. Aber: Er hat mehrere Auszeichnungen, u.a. für diesen Thriller erhalten und wurde auch als Australiens bester Autor bezeichnet. Also alles literarische Freiheit ? Leider nein, vermute ich.
Ein empfehlenswerter Thriller, der ein nicht unbedingt positives Bild von Australien zeichnet: Oft verstörend, traurig, melancholisch, aber gut. Unbedingt lesen.
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am 7. August 2008
Peter Temple ist noch recht neu auf dem deutschen Markt - zwar schon lange aktiv, hat man ihn erst jetzt entdeckt und entsprechend gehypt. Das Wunderliche dabei: zu Recht.

Temple hat ein fantastisches und faszinierendes Buch geschrieben. Der Protagonist Joe Cashin ist ein gebrochener Mann, nachdem der letzte Einsatz mit einem toten Kollegen und bei ihm mit Verletzungen geendet ist. Trotz allem wird der neue Fall für ihn zur Obsession, obwohl er eigentlich die Finger davon lassen möchte, aber eines ist klar: Joe Cashin will sich von seinen Kollegen nicht hinters Licht führen lassen. So zieht Temple den Leser in einen unwiderstehlichen Sog aus düsterem, australischen Sittengemälde, einem spannenden Plot (ja, man ahnt bereits früh, worauf es hinausläuft, aber die häppchenweise Entdeckung der ganzen Geschichte lässt trotz allem sehr lang einen wohligen Schauer beim Lesen über den Rücken laufen) und einer präzisen, geschliffenen Sprache.

Die Sprache ist ein Punkt, der besonders hervorzuheben ist, denn für Übersetzungsschwächen kann Temple nix und darum gibt es dafür auch keinen Punktabzug. Temples Sprache ist sehr knapp - die Figuren reden nur dann miteinander, wenn sie wirklich etwas zu sagen haben und so bleiben viele Fragen und Kommentare auch unbeantwortet... lebensnah ist hier das richtige Wort und so verwundert es auch nicht, dass Joe Cashin statt zu diskutieren auch mal die Faust sprechen lässt; man kann es ihm nicht verübeln.

"Kalter August" ist ein düsterer Krimi und man sieht, dass Romane über die menschlichen Abgründe nicht immer mit skandinavischer EInheitskost gleichzusetzen sind.
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am 22. März 2007
Ein für mich sehr komplexes Buch, daß neben einer spannenden und mit überraschenden Wendungen gespickten Kriminalgeschichte sehr anschaulich das Leben der Bewohner in der australischen Provinz darstellt, die Probleme der australischen Urbevölkerung Aboriginees mit den Einwandern nicht auspart, sowie den durch ein tragisches Ereignis völlig verunsicherten Helden agieren läßt. Spannende, teilweise sogar informative Unterhaltung die durch immer neu auftauchende Schauplätze und Personen vom Leser hohe Konzentration verlangt.
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am 26. Juli 2007
Wenn ein Ermittler das Gefühl hat, daß seine eigenen Leuten ein falsches Spiel treiben, er zur selben Zeit in einer tiefen Lebenskrise steckt, sind das nicht die besten Voraussetzungen, um wie ein Held dazustehen. Auch in der Provinz gibt es Rassismus. Korruption, politische Intrigen und Kindesmißbrauch. Joe Cashion, der sich nach Verwundung und anschließender Versetzung vor der Abgründen der Welt in Sicherheit gebracht zu haben glaubte, findet sich urplötzlich mitten im sozialen, wie moralischen Verfall wieder, während er selber sein Haus reparieren muß, eine seltsame Freundschaft zu Rebb, einem Streuner ohne festen Wohnsitz, unterhält und eine neue Liebe findet, vor der er sich eher fürchtet, als sich Kopf über in sie hineinzustürzen.

Es geht ums Überleben in Peter Temples ausgezeichnetem Roman. Selbst die Mörder am Ende strengen sich, auf grausige Art an, ihre Vergangenheit zu bewältigen. Wie Temple es schafft, den Suspense seiner Handlung nicht zu untergraben, während er ein Spiegelbild der australischen Gegenwart zeichnet, ist lesenswert und macht neugierig auf seine bereits erschienen Romane.
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am 28. Februar 2007
Wer Krimis liebt, deren Schauplatz einmal nicht Amerika ist, ist hier genau richtig.

Peter Temples Buch ist nicht nur erfrischend anders und unkonventionell geschrieben, sondern vermittelt gleichzeitig ein Gefühl für die Problematik Aborigines in Australien und die dortige Lebensweise in einer Kleinstadt fern ab vom Trubel.

Spannend, eindringlich, ohne Klischees - ein echtes Highlight !
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am 18. März 2007
Im Klappentext steht irgendwo:

"Wenn Sie in diesem Jahr nur einen Krimi lesen, lesen Sie Kalter August."

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, ein paar Gründe: Joe Cashin leitet ein Polzeirevier in einer südaustralischen Kleinstadt. Erst verbockt er die Ermttlungen in einem Mordfall, im zweiten, richtig spannenden Teil deckt er die Hintergründe auf, die vorher nur sehr versteckt angedeutet waren. Die Handlung steigert sich stetig bis zum Showdown. Sachliche Darstellung von Kleinstadtrassismus, absolut colle Dialoge ohne ein Wort zuviel, Prägnante Landschaftsbeschreibungen und gut getroffene Figuren, makellos.
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Der Polizist Joe Cashin fühlt sich schuldig am Tod eine Kollegen, der bei einem gemeinsamen Einsatz ums Leben kam und lässt sich in die Provinz versetzen, wo er hofft, zu Ruhe und sich selbst zu finden. Doch auch dort plagen ihn nicht nur die Schmerzen aus den Verletzungen die er selbst in dem damaligen Einsatz erlitten hat. Der Mord an einem 74jährigen, der als Wohltäter der Gemeinde bekannt war, in der Cashin jetzt seinen Dienst versieht, weckt seine kriminalistischen Instinkte . Dass die drei jugendlichen Aborigines, die man für die Täter hält und die bald durch das Fehlverhalten des korrupten und rassistischen örtlichen Polizeichefs ihr Leben verlieren, unschuldig waren, wird ihm ziemlich schnell klar. Die sich ihm Schritt für Schritt offenbahrende Lösung führt ihn nicht nur in die Vegangenheit sondern auch in die Abgründe menschlichen Verhaltens.

Die Geschichte ist spannend und mit sehr viel Liebe, Sympathie und Empathie für die Person des Protagonisten geschrieben. Immer wieder kommt auch die sehr wohltuende sanfte Ironie des Autors als Würze zum Tragen. Neben dem Hauptstrang bietet sie auch einen kleinen Einblick in die "australische Seele". Letzendlich vermittelt sie dem Protagonisten zwar nicht das vollkommene Happyend aber doch einen optimistischen Blick in die Zukunft, soweit es seine eigene Person betrifft. Die Story verlangt eigentlich eine Fortsetzung.
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am 14. Mai 2008
In dieser Geschichte geht es um den Polizisten Joe Cashin, der aus der Großstadt in ein kleines australisches Kaff versetzt wurde. Auch dort scheint ihn die Gewalt weiter nicht loszulassen. Dem Autor gelingt es die Darstellung von Cashin, sehr vielschichtig und spannend rüber zu bringen. Er schafft es seinen Erzählstil über die gesamte Strecke der Geschichte aufrecht zu erhalten wobei eine sehr dichte Athmosphäre endsteht. Auch die anderen Figuren scheinen mir realistisch dargestellt und in ihren Handlungsweisen nicht zu überzeichnet.
Für mich ist dem Autor hier ein Durchweg gutes Buch gelungen, was mich auf den Geschmack gebracht hat, noch weitere von ihm zu lesen. Mal sehen ob er die Qualität halten kann.
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