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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen dieses werk ist in doppelter hinsicht revolutionär
Kurt Büchlmann, Gründer des „Treeconomy Project“ einer Alternativen Ökonomie:

Dieses Buch ist in zweifacher Hinsicht revolutionär. Erstens weil die darin enthaltenen Vorschläge leicht verständlich und originell begründet sind und weil die Umsetzung auch nur eines Teiles derselben, das ganze Weltwirtschaftssystem...
Veröffentlicht am 4. Februar 2007 von Kurt Buechlmann

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unbedingt kritisch lesen!
Wie schon der Klappentext von "50 Vorschläge für eine gerechtere Welt" nahelegt, wird in diesem Buch keine wissenschaftliche Analyse von Einkommensgerechtigkeit, Entwicklungshilfe, Staatsverschuldung und die Rolle von TNCs (Transnational Corporations) im globalen Wirtschaftsleben vorgenommen, sondern Christian Felber's subjektive Auffassung der Welt dargestellt...
Veröffentlicht am 11. September 2012 von bonifaz


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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen dieses werk ist in doppelter hinsicht revolutionär, 4. Februar 2007
Von 
Kurt Buechlmann (Innsbruck, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt: Gegen Konzernmacht und Kapitalismus (Broschiert)
Kurt Büchlmann, Gründer des „Treeconomy Project“ einer Alternativen Ökonomie:

Dieses Buch ist in zweifacher Hinsicht revolutionär. Erstens weil die darin enthaltenen Vorschläge leicht verständlich und originell begründet sind und weil die Umsetzung auch nur eines Teiles derselben, das ganze Weltwirtschaftssystem umwälzen würde: von „profit over people“ zu „people over profit“. Die treibende Kraft hinter den sinkenden Löhnen, explodierenden Managergehältern, ausgelagerten Produktionsbetrieben, prekären, flexiblen Arbeitsverhältnissen, den in Privatisierung befindlichen öffentlichen Dienstleistungen, die transnationalen Konzerne, sollen demokratisiert und ab einer bestimmten Größe in das Eigentum der Gemeinschaft übertragen werden. Sie sollen Allgemeinwohlziele erfüllen anstatt ausschließlich Gewinnziele. Das zweite Revolutionäre an dem Buch ist, dass es keine Feindbilder aufbaut, keinen Hass erzeugt, sondern Werkzeuge bereitstellt für einen gerechteren Ausgleich der Interessen von Arm und Reich. Damit können aufgeklärte und kritische Mitbürger, „Citoyens“ genannt, Änderungen einfordern und so aktiv an einer gerechteren, besseren Welt mitarbeiten, wenn sie es wollen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unbedingt kritisch lesen!, 11. September 2012
Rezension bezieht sich auf: 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt: Gegen Konzernmacht und Kapitalismus (Broschiert)
Wie schon der Klappentext von "50 Vorschläge für eine gerechtere Welt" nahelegt, wird in diesem Buch keine wissenschaftliche Analyse von Einkommensgerechtigkeit, Entwicklungshilfe, Staatsverschuldung und die Rolle von TNCs (Transnational Corporations) im globalen Wirtschaftsleben vorgenommen, sondern Christian Felber's subjektive Auffassung der Welt dargestellt. Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis ("Zinsen runter!", "Börsen auf euren Platz!", "Zähmung von Konzernen") spricht eine ebenso klare Sprache.

Weiters - und auch das muss man ihm zugute halten - erwartet er nicht, dass sämtliche seiner 50 Vorschläge auf Zustimmung stoßen, sondern "... wichtig ist, dass das Nachdenken über Alternativen angeregt wird".

Die Erwartungen des Lesers von Vornherein derart zu kanalisieren zeugt von Authentizität, spricht mich an und veranlasst mich, auf den kommenden 330 Seiten stets wachsam vor blinder Zustimmung und kritisch zu sein.

Keine Frage, Christian Felber wählt seine Worte mit Bedacht und ist sehr geschickt darin, passende Zahlen und Statistiken seinem Standpunkt gemäß zu zitieren. Eine große Bandbreite von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen wird angesprochen - globale und nationale Steuern, die Rolle von Weltbank, IMF und WTO in einer globalisierten Wirtschaftswelt, Umweltverschmutzung, Mindestlohn und Grundeinkommen, Patente, Agrarwirtschaft, nachhaltige Entwicklung, ...
Leider ist mein Wissensstand in vielen von diesen Themen auf Binsenweisheiten beschränkt, sodass es mir schwer fällt, mir über den Wahrheitsgehalt der angegeben Hypothesen und die Sinnhaftigkeit der vorgeschlagenen Lösungen ein Urteil zu bilden.

Über mindestens zwei der Vorschläge meine ich aber, ein gewisses Verständnis zu haben. Diese beiden Vorschläge veranlassen mich zu Kritik nicht nur den Inhalt betreffend, sondern auch die Herangehensweise.

Vorschlag (1) Ein neues Bretton Woods
Um spekulativen Attacken auf Währungen Einhalt zu gebieten und Währungsstabilität zu gewährleisten, schlägt Felber ein System "fixer Wechselkurse" auf globaler Ebene vor, für das der Euro eine gute Vorstufe darstellen würde.
Er räumt zwar kurz ein, dass damit sämtliche Staaten ein äußerst wichtiges Instrument der Finanzpolitik aus der Hand geben würden, relativiert dies aber sogleich wieder, indem er sogar noch einen Schritt weiter geht und weltweit besser koordinierte oder sogar zentralisierte Wirtschaftspolitik fordert - die offenbar nicht einmal im Euroraum möglich noch von den EU-Bürgern gewünscht ist!

Denjenigen Lesern, die nicht zufällig Finanzpolitik studiert haben, eine Lösung derart in den Mund zu legen, ohne zumindest ausreichend auf die Risiken und Nebenwirkungen hinzuweisen, steht meiner Auffassung nach der von Felber selbst geforderten Transparenz, Toleranz und Offenheit diametral gegenüber.

Vorschlag (19) Globale einheitliche Konzernbesteuerung
Felber fordert hier global einheitliche Steuersätze für Konzerne und kritisiert Steuerflucht in Steueroasen.
Auf Seite 146 schreibt er: "Eine effektive Sofortmaßnahme gegen Steuerflucht wäre die Erhöhung der Zahl der BetriebsprüferInnen ... In Österreich ist die Zahl der BetriebsprüferInnen zwischen 2000 und 2004 um 13 Prozent auf 1554 gesunken ... Hinter dem Personalabbau kann nur das ideologische Motiv des Rückzugs des Staates stecken."

Auch hier wird nur eine Alternative - die freie Interpretation der Tatsachen durch Felber - dargestellt und als einzige Möglichkeit präsentiert. Kann es nicht auch sein, dass durch technologische Errungenschaften, verbesserte Computersysteme, bessere automatisierte Prüfungen, mehr Effizienz, ... der Personalabbau möglich wurde?

Wiederum zwingt Felber seinen Rückschluss auf, und lässt dem Leser keinen Spielraum, sich ein eigenes Bild des dargestellten Sachverhaltes zu bilden.

Natürlich ist es ein Bisschen unfair von mir, aus über 300 Seiten, teilweise sicher gut durchdachten und recherchierten Materials, zwei Absätze herauszusuchen und auf diesen herumzuhacken. Jedoch, wenn sich mir derartige Fragen stellen, bei den beiden Sachgebieten, von denen ich meine etwas zu verstehen - wie mag es sich wohl mit den anderen verhalten, bei denen ich über weniger Vorwissen verfüge?

Für ebenfalls etwas unglücklich halte ich die inflationäre Verwendung des Wortes "Demokratie", die Felber vor, hinter, und neben alles stellt. Tatsachen sind in dieser dichotomen Darstellung entweder strikt demokratisch (= unbedingt gut und positiv) oder undemokratisch (= unbedingt böse, schlecht, negativ).

Auch wenn Felber Sprecher von Attac Österreich ist, macht ihn das nicht automatisch zum Sprachrohr der "globalen Zivilgesellschaft", die wohl mehrere Ausprägungen, Dimensionen und Strömungen hat. Ein Beispiel dazu (S. 187): " ... genau das wäre aber das Prinzip der 'Ernährungssouveränität', das von den sozialen Bewegungen des Südens und der globalen Zivilgesellschaft eingefordert wird."

Aller Kritik zum Trotz muss ich Felber ein großes Lob aussprechen. Es ist ihm gelungen, sein selbsternanntes Ziel zu erreichen - mich zum Nachdenken anzuregen. Vieles war mir komplett neu und werde ich künftig in einem anderen Licht betrachten und hinterfragen.
Einem Jeden, der offen für alternative Gedanken über Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt, und bereit ist, diesen mit einer gesunden Portion Skepsis und kritischem Denken zu begegnen, sei dieses Werk ans Herz gelegt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es geht nicht darum, den Armen mehr zu geben, sondern weniger zu nehmen. (Jean Ziegler), 6. Dezember 2010
Von 
Happyx - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt: Gegen Konzernmacht und Kapitalismus (Broschiert)
mierungen, die morgen die Welt bewegen und sie in eine bessere, gerechtere Richtung steuern werden. Dieses Buch platziert aktuelle Diskussionen und längst Vergessenes in ein gutes Koordinatenkreuz, dessen Faszination für mich vor allem die einfache, verständliche Sprache ausmacht. Man liest: nichts muss kompliziert sein, alles ist jenseits von Expertensprachen gut und einfach zu erklären. Kernproblem allen Wirtschaftens heute ist in diesem Satz verdichtet: "Freihandel ist der Protektionismus der Mächtigen." (Vandana Shiva)

"Gegen Konzernmacht und Kapitalismus" ist der Untertitel des Buches und mit diesem Programm zielt der Autor auf eine Optimierung aktuellen Wirtschaftens, das vor allem Armut zu bekämpfen hat. Diese Armut zeigt sich sowohl in einem Nord-Süd-Gefälle bzw. bei Entwicklungsländern als auch bei der Armut der Abgehängten in hoch industrialisierten Ländern. "Wenn die Globalisierung weiter so betrieben wird wie bisher, wird sie Armut und Instabilität fördern und keinen Beitrag zur Entwicklung leisten." (Joseph Stieglitz) Sie nutzt lediglich Lohngefälle für eigene Zwecke, schafft ein modernes Skalvenheer der Menschen, die nach oben wollen.

Der Prozess der Globalisierung ist nicht unabänderlich, auch er muss gestaltet und mit ethischen Leitplanken versehen werden. In 50 Punkten zeigt dieses Buch die wesentlichen Punkte auf und nimmt alte Denkmuster aufs Korn. Dazu gehört auch die für viele alleinseligmachende Konkurrenzwirtschaft, die mit mehr solidarischer Ökonomie angereichert und langfristig gewandelt werden sollte. Christian Felber sieht im Leistungsdenken in der Schule eine Verletzung der Menschenwürde, "weil Menschen um ihrer selbst willen - und in ihren unverwechelbaren Eigenheiten - anerkannt und geachtet werden wollen." Ein Konkurrenzdenken von klein auf ist grundfalsch, ein Verbrechen am Menschsein, ebenso wie Standortwettbewerbe um Kapital. "Ehrgeiz ist der Tod des Denkens", formulierte Ludwig Wittgenstein und insofern müssen viele Wissenschaftsbereiche heute als "Mietmäuler" der Konkurrenten dienen. Felber spricht sich nicht prinzipiell gegen Konkurrenz aus, will sie aber in gesicherten, menschlichen Bahnen wissen. "Es darf ruhig mehrere BäckerInnen geben, und es sollten sich in diesem Wettbewerb auch die Besten durchsetzen, allerdings nicht diejenigen, die den höchsten Gewinn machen, sonden diejenigen, die den größten Beitrag zum Gemeinwohl leisten."

Der Autor legt die Aufmerksamkeit vor allem auf die wachsende Konzernmacht. "Global players sind heute riesige Planwirtschaften, die oft in mehr als 100 Ländern gleichzeitig präsent sind, also mächtiger als jede staatliche Planwirtschaft." Jakob von Üxküll meint dazu irnisch: "Die 51 größten Planwirtschaften sind Konzerne, erst dann kommt Kuba." Hier wird eine Anhäufung von unkontrollierbarem, dem Markt entzogenen monetärem Gewinn gefördert, Macht, die sich jeglichem sinnvollen Wettbewerb entzieht. Heute wird die Notwendigkeit zur solidarischen Ökonomie immer evidenter: nur so können die weltweiten Armutsprobleme gelöst werden. D.h. für den Autor nicht alles komplett zu ändern, aber neben anderen eben auch diese Möglichkeit zuzulassen.

Die Diskussion um Banken und der weltweiten, unkontrollierbaren Zirkulation von Spekulationsgeld macht die Forderungen dieses Buches besonders nachdrücklich. 2006 aufgelegt, wirkt es in viele Bereichen geradezu hellsichtig und zukunftsweisend. Ein notwendiges Buch und eine Grundlage, um über die aktuellen Probleme mitreden zu können.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesereindruck, 7. August 2007
Rezension bezieht sich auf: 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt: Gegen Konzernmacht und Kapitalismus (Broschiert)
Ein Buch voller Optimismus, das zum Nachdenken anspornt! Scharfsinnig, witzig und mit Akribie widmet sich Felber einer Vielzahl von aktuellen gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Themenbereichen. Aufbauend auf dem Gedanken einer funktionstüchtigen Demokratie, der sich wie ein roter Faden durch das Werk zieht, präsentiert Felber seine Thesen. Auszugsweise seien die eine oder andere im Folgenden dargelegt.

Die Finanzmärkte etwa, geleitet vom Prinzip der Allokationseffizient, dienen in ihrer derzeitigen Organisationsform in erster Linie als Spielwiese für einige Wenige zur möglichst raschen Erzielung von (hohen) Gewinnen. Genau hier setzt Felber seinen Hebel an. Das Prinzip heißt Entschleunigung. Seine Vorschläge zur Wiedereinführung der Börsenumsatzsteuer oder zu einer Mindestbehaltedauer von Wertpapieren zeugen sowohl von Sachverstand als auch von Kreativität. Stets gelingt es ihm ein passendes - manchmal durchaus ungewöhnliches - Argument zu finden, dem Bestreben nach einer "gerechteren Welt" Ausdruck zu verleihen. Obwohl nicht explizit erwähnt, dürfte der Ausgangspunkt für eine "gerechtere Welt" in einer Art "Demokratieverträglichkeitsprüfung" für (europäische) Gesetzesvorhaben liegen, die in Anlehnung an die Umweltverträglichkeitsprüfung konzipiert sein könnte.

Ebenso gelungen präsentiert sich das Kapitel über Technologietransfer. Im Mittelpunkt der Ausführungen steht der Zugang zu Know how für einen größtmöglichen Teil der Weltbevölkerung. Nicht in der Erteilung von Patenten und Lizenzen, mit Hilfe derer lediglich einem eng umrissenen Personenkreis die Nutzung einer Erfindung auf bestimmte Zeit gewährt wird, sondern der Benefit für die Allgemeinheit soll Ziel einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Technologiepolitik sein. Im Besonderen wird auf einen barrierefreien Wissenstransfer von den Industrieländern in die Entwicklungsländer abgestellt. Vor dem Hintergrund des aktuellen UNCTAD Berichts über die am wenigsten entwickelten Länder vom Juli 2007 dürfte Felber hier - durchaus vorausschauend - den Nagel auf den Kopf getroffen haben.

Enthusiasmus kennzeichnet die Schlusskapitel des Buches. In diesen läuft Felber zur Höchstform auf und scheint jene Botschaft zu vermitteln, die ihm ein besonderes Anliegen ist, der Mensch als "homo socialis", der nach immateriellem Reichtum strebt. Der Grundstock hierfür liegt - den Ausführungen des Autors zufolge - in der "Herzensbildung". Diese reicht vom respektvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, wobei er den anschaulichen Begriff des geringsten "ökologlischen Fussabdrucks" zur Visualisierung verwendet, bis hin zu einer "lenkenden Hand" in Anlehnung an Adam Smith, die sich jedoch weniger dem Wohl des einzelnen, als vielmehr dem Gemeinwohl verschreibt.

Summa summarum ein Buch, das durch seinen ganzheitlichen Ansatz beeindruckt, zum Nachdenken anregt und in Folge zum Umdenken einlädt. Zweifelsohne ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit, das phasenweise wie ein "cante jondo" anmutet.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr hilfreiche Informationsvielfalt, 7. März 2007
Rezension bezieht sich auf: 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt: Gegen Konzernmacht und Kapitalismus (Broschiert)
Die Behauptungen, dass Globalisierungskritiker sich meist ausschließlich mit den Problemen einer globalisierten Welt beschäftigen würden, sollen mit diesem Buch außer Kraft gesetzt werden.

Der Aufbau des Buches beruht darauf, das Problem zuerst darzulegen und im Anschluss daran eine direkte Alternative diesbezüglich zu bieten. Unter anderem beinhalten die Lösungsansätze die Zähmung der Konzerne, Steuergerechtigkeit, den fairen Welthandel, die soziale Sicherheit, ökologische Gerechtigkeit, globale Kooperation und noch eine Menge anderer wichtiger Themen. Außerdem beinhaltet dieses Buch eine klare und übersichtliche Auflistung der Problemfelder und der Änderungsvorschläge, die jeder mitgestalten kann.

In dem Buch "50 Vorschläge für eine gerechtere Welt" werden von Christian Felber, Mitgründer von attac und engagiert bei attac Österreich, nicht ausschließlich die Probleme einer globalisierten Welt dargelegt, sondern konkrete Alternativen geboten. Die neoliberalen Strategien, die von den meisten PolitikerInnen und ÖkonomInnen als ausweglos bezeichnet werden, werden durch konkrete und teilweise sogar leicht umzusetzende Lösungsansätze widerlegt.

Endlich mal ein Buch, dass nicht nur die grausamen Tatsachen darlegt, sondern konkret schildert, was gemacht werden kann, um genau dies zu verbessern. Immer wieder wird verdeutlicht, dass es eine Möglichkeit gibt, die Gestaltung unserer Zukunft zu beeinflussen, etwas selbst in die Hand zu nehmen und seinen Beitrag zu einer gerechteren Welt zu leisten.

Es ist sehr schön ein Buch zu lesen, welches einen mit der großen Informationsvielfalt nicht allein lässt, sondern zeigt, wie viele Möglichkeiten es immer noch gibt etwas zu unternehmen, zu ändern und zu verbessern. Die meisten von uns mögen wohl sehr genau wissen, dass sich dringend etwas ändern sollte, aber konkrete Vorschläge gibt es dabei nur sehr selten.

Während ich dieses Buch las, wurde mir bewusst, wie leicht es doch ist, etwas zum Besseren zu lenken. Natürlich wird es keinem möglich sein, eine komplett gerechte Welt zu schaffen, allerdings werden in diesem Buch viele kleinere Alternativen vorgeschlagen, die enorm viel bewirken würden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, welches Hoffnungen weckt, 1. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt: Gegen Konzernmacht und Kapitalismus (Broschiert)
In diesem Buch werden wie der Titel schon heißt 50 gut durchdachte Vorschläge für eine gerechtere Welt verbreitet.
Themen sind unter anderem die Finanzmärkte, Zinsen, Entwicklungspolitik, Steuern, Globalisierung, Patente, Ernährungssouveränität, soziale Sicherheit,moderne Allmenden, ökologische Gerechtigkeit, globale Kooperation und neue Werte.

Es werden viele aktuelle Missstände aufgezeigt und erläutert, wie zum Beispiel die Verschuldung der Entwicklungsländer, an welcher die Industrieländer eine große Mitschuld tragen, die Arm-Reich-Schere, wonach eine minimale Versteuerung des Reichtums einiger, welche sie nicht einmal spüren würden das soziale System wieder sozial machen könnte und dem andauernden Einsparungskurs auf Kosten der großen Masse der Bevölkerung ein Ende gesetzt werden würde. Ebenso wird aufgezeigt, dass die oft gerühmte private Vorsorge sehr ungerecht ist und letztendlich eine Umschichtung des Risikos von Arbeitgeber auf Arbeitnehmer bedeutet. Aber wie auch der Titel versprechen lässt bleibt es nicht bei der bloßen Anklage, sondern es werden vernünftige, intelligente und vor allem auch realisierbare Vorschläge gemacht, wie die einzelnen Probleme behoben werden können. Dieses Buch steckt voller Lösungsvorschläge und Optimismus.

Man fühlt sich aufgefordert, sich mehr zu beteiligen und Demokratie zu leben, damit diese Vorschläge umgesetzt werden können. Es ist jeder aufgerufen die Dinge, die nicht "rund" laufen zu verändern und nicht alles als gegeben und unveränderbar anzunehmen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Träumer von gestern ist vielleicht der Realist von morgen, 14. November 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt: Gegen Konzernmacht und Kapitalismus (Broschiert)
Ich bin auf das Buch "50 Vorschläge.." gestossen, nachdem ich bereits die Neuerscheinung von Christan Felber "Neue Werte für die Wirtschaft" (2008) gelesen hatte und mich nach der Lektüre gefragt habe, welchen konkreten, konstruktiven Maßnahmen aus dieser sehr guten Analyse zu ziehen sind.

Dieses Buch beantwortet diese Frage nun auf beeindruckende Weise, wobei es überraschender Weise vor dem Analysebuch "Neue Werte..." erschienen ist.

Hoch anzurechnen ist dem Autor auch, dass die Vorschläge bereits bereits 2 Jahre vor der derzeitigen Wirtschaftskrise sind und durchwegs konstruktiv sind.

Sympathisch ist weiters, dass der Autor gar nicht behauptet mit diesen Vorschlägen alles lösen zu können. Er sieht sie als Anstoß zum Nachdenken und als mögliche Aufforderung zum persönlichen Engagement.

Mögliche Kritikpunkte:
a) die Entwicklung der letzten beiden Jahre ist natürlich nicht abgebildet. Doch gibt es derzeit ohnehin sehr viele gute Analyse-Bücher von Experten, die es "ja schon immer gewusst haben"....
b) Manche Vorschläge erscheinen in der Tat utopisch bis naiv. Doch sind diese per se nicht "dumm" oder undurchführbar. Das gängige System mit all seinen Fehlern lässt sie allerdings auf den ersten Blick als "schönen Traum" erscheinen.
c) Vielleicht möchte das Buch zu viel. Obwohl die Kapitel durchwegs faktenreich, schlüssig und gut geschrieben sind, umfassen sie Wirtschaftsthemen, ökologische Themen und soziale Themen. In der Tat sind all diese integraler Betandteil einer "besseren Welt", doch wünscht man sich manchmal ein "bisschen mehr von dem" und ein "bisschen weniger von dem"...

Dennoch: ich lege dieses Buch all jenen ans Herz, die genug von ewigen Analysen "warum nun etwas schlecht ist" haben, sondern die an konkreten Vorschlägen interessiert sind.

In diesem Sinne:die perfekte Einsteigerlektüre für "realistische Idealisten", die sich einen guten Erstüberblick verschaffen wollen.
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5.0 von 5 Sternen Verpflichtendes Lehrbuch für Politiker, 29. März 2015
Rezension bezieht sich auf: 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt: Gegen Konzernmacht und Kapitalismus (Broschiert)
Der Buchtitel ist pures Understatement: Hier werden nicht nur absolut brauchbare und real umsetzbare Vorschläge hinsichtlich Welt-Wirtschaftspolitik gemacht, sondern auch beeindruckende Mengen an wissenswerter Information zum Thema Neoliberalismus, Kapitalismus, Globalisierung und Ausbeutung, die ihresgleichen sucht, vermittelt. Bemerkenswert auch die Tatsache, dass der Autor im Zug dieser katastrophalen Zustandserhebung nicht polemisiert, sondern pragmatisch Stellung bezieht und seine Zielsetzungen völlig sachlich abhandelt. Der demokratiepolitische appellative Exkurs am Buchende bringt die gesamte Problematik präzise und schlüssig begründet auf den Punkt und das gesamte Werk würde sich als verpflichtendes Lehrbuch für Politiker eignen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassig, 21. März 2009
Rezension bezieht sich auf: 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt: Gegen Konzernmacht und Kapitalismus (Broschiert)
S.22/23
Das Privatvermögen der Privathaushalte ist so hoch wie noch nie.
Wenn der Markt funktionieren würde, dann müssten die Kapitalrenditen seit 1970 deutlich gefallen sein, weil das Kapitalangebot ' in Relation zur Wirtschaftsleistung ' unaufhörlich gewachsen ist. Die steigenden Renditeansprüche des Kapitals widersprechen nicht nur dem Gesetz von Angebot & Nachfrage (bei steigenden Kapitalangebot, müssten eigentlich die Renditen fallen), sondern auch der 'Kernkompetenz' von Märkten: Märkte haben sich in der Mangelverwaltung bewährt, nicht in der Verteilung von Überschüssen. ... Kapitalüberschüsse müssten wieder in rreale Investitionen gelenkt werden ...

S.25
Ein neues Bretton Woods
Fixe Wechselkurse

S.59
Da das reale Zinsniveau seit 25 Jahren über der Wachstumsrate liegt, wachsen die Besitzeinkommen seither schneller, als die Gesamtwirtschaft ' es findet Umverteilung von den SchuldnerInnen und SteuerzahlerInnen zu den Kapitalbesitzern statt.
Hohe Zinsen (im Dienste der Inflationsbekämpfung) sind ein doppeltes Mittel der Umverteilung. Direkt weil sie die Einkommen der Geldbesitzer erhöhen und indirekt weil sie die Arbeitslosigkeit erhöhen.

S.66
Wenn der Zins abgeschafft würde:
2stellige Wirtschaftswachstumsraten
große Kapitale würden in Gold & Immobilien wandern und dort zu hoher Inflation führen?

S.102/103 Schuldenerlass der ärmsten 52 Länder. Das Vermögen der High Net Worth Individuals (Personen mit min. 1. Mio Dollar Vermögen) steigt pro Jahr im Durchschnitt um 7 %, wenn diese 1 % abtreten müßten, so stunden 300 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. (S.125) Für 2008 450 Milliarden Dollar. Damit würde es sich um die ergiebigste aller Steuerquellen handeln.

S.107
Schuldendienst nicht höher als dar Handelsbilanzüberschuss. Solange die Handelsbilanz defizitär ist, werden gar keine Schulden zurückgezahlt.

S.124
Flugverkehr ist extrem exklusiv. 95 ' 99 % der Menschheit fliegen überhaupt nicht, weil sie es sich nicht leisten können.
S.133
Beitrag der Vermögenssteuern zum Gesamtabgabenaufkommen

S.181
Fair Trade als gesetzlicher Standard?

S.182/183
KonsumentInnendemokratie
Irrglaube, eine bessere Welt über den Konsum herbeizukaufen zu können.
Einerseits goldrichtig, andererseits ein gefährliches Ablenkungsmanöver.
'Demokratie via Kaufentscheidung' steht nur am Ende des politischen & wirtschaftlichen Prozesses .
Was vor dem Einkauf passiert wird anderen Interessensgruppen zur Entscheidung überlassen.
Hinzu kommt, dass am Supermarktregal nicht Menschen, sondern dessen Kaufkraft entscheiden. Wer ein dickeres Geldbörsel hat, hat auch mehr Stimmrechte.
3tens: Nicht alle Konzernaktivitäten sind boykottierbar.
4tens: Besitze ich alle nötigen Informationen für die Kaufentscheidung?
Die StaatsbürgerInnen wären dumm, nur das relativ schwache Instrument 'Konsum' zu nützen & auf das viel stärkere Instrument 'Gesetz' zu verzichten.
z.B.: Erster Schritt Fair Trade
2ter Schritt: zum gesetzlichen Standard machen
Interessanter Vorschlag:
Nur wer die demokratisch vereinbarten ökologischen, sozialen, menschenrechtlichen & steuerlichen Kriterienerfüllt, erhält eine Eintrittskarte in den Weltmarkt.
Alle anderen bekämen Globalisierungsverbot.

S.238/239
1. Die gerechte Bersteuerung von Unternehmensgewinnen
2. Die Einbeziehung aller Einkommen, auch der Kapitaleinkommen, in die Einkommenssteuer.
3. die faire Besteuerung der explodierenden Vermögen

S.254
20 Stunden Woche

S.260
In Ö kostet das Gesundheitssystem, bei fast 100% Deckung 8% des BIP
IN US kostet es mit 14 % des BIP fast das dopplete, wobei auch noch 16 % der Bevölkerung gar nicht versichert sind.

S.276
Gerechtigkeitsformel 20 ' 10
20 fache vom Mindestlohn
max. 10 Millionen Euro Privatbesitz

S.280
In einer Demokratie, sollte keine Einziger zu mächtig werden

S.281
Chancengleichheit
1. Keine bei der Bildung
2. Keine beim Startkapital
Abschaffung des Erbrechts ' wahre Chancengleichheit
Jeder erhält den gleichen Anteil bei der Geburt.
Laut Forbes Magazin haben 43 % aller Milliardäre ihre Milliarden geerbet. Sie waren niemals Tellerwäscher.
S.294
Bei echter Nachhaltigkeit steht pro Mensch & Tag höchstens ein halber Liter Benzin für Mobilitätszwecke zur Verfügung

S.295
Kostenwahrheit & Ökologisierung des Steuersystems
Umweltverbrauch stärker besteuern, Arbeit steuerlich entlasten.
In Ö sind selbst bei großzügiger Betrachtung nur 9,4 % aller Steuern & Abgaben umweltrelevant.

S.309
Die Ökonomie ist keine Natirwissenschaft, sie beschäftigt sich mit Interessen, nicht mit Wahrheiten.

S.311
Die Leugnung der gegenseitigen Abhängigkeit & des ökologischen Lebenszusammenhangs ist der gröbste Irrtum des Neoliberalismus.

S.322
Die lat. Wurzel von 'competition' heißt 'zusammentreffen, übereinstimmen', nicht einander killen.

S.323
Marx: 'Das Kapital strebt zum Monopol!'

S.326
Die gegenwärtige Form der Globalisierung ist kein Naturgesetz, sondern wird politisch ganz bewußt gemacht.

S.327
'Depression ist die Belohnung fürs Bravsein' ' Marshall Rosenberg

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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast schon ein Klassiker, 22. September 2009
Rezension bezieht sich auf: 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt: Gegen Konzernmacht und Kapitalismus (Broschiert)
Das Buch ist sehr zu empfehlen. Ich fand es sehr gut. Ist auch überraschend einfach zu lesen obwohl es um schwierige Themen geht.
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50 Vorschläge für eine gerechtere Welt: Gegen Konzernmacht und Kapitalismus
50 Vorschläge für eine gerechtere Welt: Gegen Konzernmacht und Kapitalismus von Christian Felber (Broschiert - 26. August 2006)
EUR 19,90
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