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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert
Trotz der an manchen Stellen schwachen Übersetzung (Brigitte Hilzensauers Übersetzung des Buchs "Der Hase mit den Bernsteinaugen" war weitaus besser), die den Lesegenuss deutlich beeinträchtigt haben (Wo war bloß der Lektor?), fand ich das Buch inhaltlich fesselnd bis zum Schluss. Für diejenigen, die sich für die Kunst und Entwürfe der...
Vor 13 Monaten von Mrs Beasley veröffentlicht

versus
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessantes zum Fin de Siécle - aber auch etwas zu detailverliebt
Über das Leben seiner schwerreichen jüdischen Familie vom Ende des 19. Jahrhunderts in Wien bis in die Gegenwart im australischen Exil erzählt Tim Bonyhady in seinem Buch „Wohllebengasse“.

Die Familie Gallia, die mit der Herstellung von Glühstrümpfen – das sind gasbetriebene Lampen – reich geworden ist, lebt zur...
Vor 21 Monaten von Andreas Schröter veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert, 23. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Wohllebengasse: Die Geschichte meiner Wiener Familie (Gebundene Ausgabe)
Trotz der an manchen Stellen schwachen Übersetzung (Brigitte Hilzensauers Übersetzung des Buchs "Der Hase mit den Bernsteinaugen" war weitaus besser), die den Lesegenuss deutlich beeinträchtigt haben (Wo war bloß der Lektor?), fand ich das Buch inhaltlich fesselnd bis zum Schluss. Für diejenigen, die sich für die Kunst und Entwürfe der Wiener Werkstätte, das großbürgerliche Leben der assimilierten Juden im Wien der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhundert interessieren, ist es ein Muss. Darüber hinaus fand ich erstmalig die ganz banalen Fragen beantwortet, wie überhaupt das Verlassen der Heimat nach dem "Anschluss" Österreichs praktisch vonstatten ging und welche Hürden genommen werden mussten.
Fazit: absolut empfehlenswert, und Bitte an den Verlag für die nächste Auflage, zumindest das zahlreich vorkommende "kontroversiell" durch "umstritten" zu ersetzen.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessantes zum Fin de Siécle - aber auch etwas zu detailverliebt, 26. August 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Wohllebengasse: Die Geschichte meiner Wiener Familie (Gebundene Ausgabe)
Über das Leben seiner schwerreichen jüdischen Familie vom Ende des 19. Jahrhunderts in Wien bis in die Gegenwart im australischen Exil erzählt Tim Bonyhady in seinem Buch „Wohllebengasse“.

Die Familie Gallia, die mit der Herstellung von Glühstrümpfen – das sind gasbetriebene Lampen – reich geworden ist, lebt zur Zeit der Jahrhundertwende mit vielen Bediensteten in einer 700 Quadratmeter großen Wohnung in der Wohllebengasse in Wien. Moriz und Hermine Gallia, die Urgroßeltern des Autors, lieben es, sich mit Kunst und Kultur zu umgeben. Sie gehen regelmäßig ins Theater und in die Oper, kaufen teure Bilder und lassen sich die Möbel und Einrichtungsgegenstände für ihre Wohnung von dem bekannten Fin-de-Siécle-Architekten Josef Hoffmann maßschneidern.

Besonders dieser erste Teil, in dem der Autor die bisweilen herrschsüchtige Familienmatrone Hermine in den Vordergrund stellt, ist für kunsthistorisch interessierte Leser ein Genuss, kommen die Gallias doch regelmäßig mit auch heute noch bekannten Kulturgrößen aus dieser Zeit wie Gustav Mahler, Carl Moll, Egon Schiele oder Gustav Klimt zusammen, der Hermine porträtiert. Dieses Bild hängt heute in der National Gallery in London. Auch die berüchtigte Alma Mahler, die allen Männern ihrer Zeit den Kopf verdreht hat, geht bei den Gallias ein und aus. Die Familie fördert die Wiener Werkstätte, eine Produktionsgemeinschaft bildender Künstler, und die Künstlervereinigung Wiener Secession.

Der zweite und dritte Teil des Buches, in denen Hermines Tochter Gretl und ihre Enkelin Annelore im Vordergrund stehen, erzählen die Flucht mitsamt riesigem Kunstschatz vor den Nazis nach Australien und den Umgang der Nachkommen, zu denen auch Hermines Urenkel, Autor Tim Bonyhady selbst, zählt, mit dem Erbe und den Erinnerungen an das Vorkriegs-Wien.

Der Leser erfährt etwas über den Charakter der Familienmitglieder und ihre Beziehungen zueinander sowie über das Leben jüdischer Emigranten im Exil, und doch hat „Wohllebengasse“ ein großes Manko: Es ist bei Weitem zu detailliert. Der Autor verfällt immer wieder in abschnittlange Aufzählungen über Speisenfolgen, Theaterspielpläne oder die Kunstgegenstände, die sich in den verschiedenen Wohnungen befinden. Für Bonyhady und seine Familie mag das als Erinnerungsarbeit ja wichtig sein, den unbeteiligten Leser langweilt und nervt es sogar auf die Dauer.

Und doch bleibt „Wohllebengasse“, das auch mit zahlreichen Familienfotos bestückt ist, lesenswert. Um ein Drittel gekürzt wäre es perfekt.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Packende Familiengeschichte, 14. Oktober 2013
Von 
Manfred Orlick (Halle, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wohllebengasse (Audio CD)
Der australische Kunsthistoriker und Autor Tim Bonyhady (Jg. 1957) hat in seinem Roman „Wohllebengasse“ die bewegende Geschichte seiner jüdischen Vorfahren festgehalten, die er vom Ende des 19. Jahrhunderts in Wien bis in die Gegenwart im australischen Exil verfolgt.

Die Familie Gallia war mit der Herstellung von Glühstrümpfen (für gasbetriebene Leuchten) reich geworden. Sie lebt um 1900 mit vielen Bediensteten in einer 700 qm großen Wohnung in der Wohllebengasse in Wien. (Auch heute noch eine erste Adresse in der österreichischen Hauptstadt). Als einflussreiche Mäzene der neuen Kunst zählen Moritz und Hermine Gallia (die Urgroßeltern des Autors) zum engen Kreis der Kulturschaffenden und Künstler der Wiener Secession. Sie erwerben teure Gemälde und Möbel, sind regelmäßige Opern- und Theaterbesucher - in ihrem Haus gehen Gustav Klimt, Egon Schiele, der Star-Architekt Josef Hoffmann oder Gustav und Alma Mahler ein und aus. Mit Strenge führt Hermine das Regime in der Wohllebengasse. („30 Jahre lang gab es keine vergleichbare Wohnung weltweit, auch nicht in Wien“).

Auf die kulturelle Blütezeit folgt jedoch in den 1930er Jahren der Niedergang. Die Töchter Gretl und Käthe müssen nach den Judenpogromen der Nazis die Heimat verlassen. Ihnen gelingt jedoch die Flucht mit dem riesigen Kunstschatz der Familie, den sie auf dem fünften Kontinent in Sicherheit bringen können. Mit sehr (!) viel Liebe zum Detail und einer enormen Fülle von Erinnerungen schildert Tim Bonyhady das Soziogramm seiner wohlhabenden jüdischen Familie und deren Neuanfang in der Ferne.

Im Freiburger Audiobuch Verlag ist nun eine gekürzte Lesung dieser spannenden Familiengeschichte erschienen: 6 Audio-CDs mit einer Gesamtspielzeit von 469 Minuten. Für die Lesung konnte der bekannte Sprecher Hubertus Gertzen gewonnen werden, dem es wunderbar gelingt, mit seiner warmen Erzählstimme die Atmosphäre in der Familie und in den unterschiedlichen Geschichtsepochen einzufangen. Dem Digipak liegt außerdem ein Stammbaum der Familie Gallia bei, sodass der Hörer stets über die Familienbeziehungen im Bilde ist.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wohllebengasse 4, 6. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe das Buch mit Begeisterung gelesen. Sehr informativ und objektiv aus der Sicht der Betroffenen berichtet. Jedoch ohne Verurteilung der tragischen Situation, in die Juden durch das Hitlerregime geraten sind.
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4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant erzählt, 5. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
die Autorin von von ihrer Familiengeschichte und zeichnet damit auch ein Bild vom Leben der kunstinteressierten jüdischen Bildungsbürger. Es ist auch ein Bild von der kurzen Hochblüte und des Zusammenbruchs dieser Gesellschaftsschicht in so kurzer Zeit.
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Wohllebengasse: Die Geschichte meiner Wiener Familie
Wohllebengasse: Die Geschichte meiner Wiener Familie von Tim Bonyhady (Gebundene Ausgabe - 26. August 2013)
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