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3,6 von 5 Sternen
Der Europäische Landbote: die Wut der Bürger und der Friede Europas
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am 11. November 2014
Wie konnte ich nur die großen Text übersehen. Die Argumentation des Autors für Europa ist bestechend. Hier zeigen sich die großen Hoffnungen, warum für Eupa war und ist. Die Natinalstaaten sind seit dem 19. Jahrhundert das Problem und nicht die Lösung.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. August 2014
Als das politische Buch des Jahres wird „Der Europäische Landbote“ des Romanciers und Essayisten Robert Menasse auf dem Cover angepriesen. Der Buchrücken deutet an, dass es sich um ein „großartiges Plädoyer für die Union und ihre Bürger“ handelt. Die FAZ kommentiert, heute brauche die EU solche Fürsprecher.

Entstanden ist eine einhundertzwanzigseitige EU-Apologie. Leider bietet der mit gut gesetzten Wörtern verfasste Text keine Ansatzpunkte, um ihm Ironie oder Humor abzugewinnen. Das Ergebnis ist daher arg bieder: nette EU-Bürokraten, böse deutsche Politik, billige EU-Verwaltung, mehr soziale Gerechtigkeit für alle als zukunftsweisender Weg.

„Ich kann nicht verstehen ...“ heißt es mehrfach auf S. 56. Dort kritisiert Menasse Lohnunterschiede und die Fixierung der Deutschen auf ihr Geld. Das ist des Pudels Kern eines Autors, der weder die strukturellen Probleme der EU und des Euro analysiert hat, noch zu erkennen gibt, dass er zumindest oberflächliche Kenntnisse von Marktwirtschaft hat oder die Pfeiler einer freien Gesellschaft kennt, von Regionalisierung einmal abgesehen. Hier schreibt vielmehr ein Gutmensch naiv über eine schöne Bürokratiewelt, in der Technokraten von ihrer Zentrale in Brüssel aus ein besseres Europa konstruieren. Ich mache mir die EU widdewiddewitt, wie sie mir gefällt.

Das Pamphlet gegen die sozialen Missstände unserer Zeit ist kein Plädoyer für die Bürger der EU, aber als politische „Ökonomie“hilfe für die herrschende Nomenklatura geeignet.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. März 2013
Der Titel des Buches spielt klar auf Büchners Hessischen Landboten an (»Friede den Hütten! Krieg den Palästen!«) und das ist auch schon der Hauptgrund für meine eher negative Bewertung. Während die Vorlage von 1834 bis heute kaum etwas von ihrer mitreißenden Verve eingebüßt hat, wird Menasses Büchlein in wenigen Jahren vergessen sein. Ich möchte jedenfalls davor warnen, es nur aufgrund durch den Titel geweckter Erwartungen zu kaufen - dazu enthält es zu wenig originelle Ideen.
Auf den Kern reduziert scheint es doch so, dass der Autor Menasse einen Aufenthalt in Brüssel gesponsert bekam und mal hinter die Kulissen der Europäischen Kommission schauen durfte. Das hat zum Abbau einiger Vorurteile über die Eurokraten beigetragen, die er selbst hatte oder die meisten von uns weiterhin hegen. Ermutigt durch diese Erfahrungen und bestärkt durch einen Blick in die europäische Geschichte plädiert er nun für eine nachnationale Demokratie, verwaltet von hochqualifizierten Eliten, deren Prototyp er wohl in Brüssel gesichtet hat. Berechtigt ist sicher seine Kritik an populistisch geschürtem Euroskeptizismus und dem Hochhalten letztlich hohler nationaler Interessen - aber seine Europa-Vision ist mir mit Verlaub zu blauäugig und verkennt die Dominanz der Ökonomie (der »Märkte«). Dass sie wirklich »dem Geist Georg Büchners verpflichtet« ist (wie der Klappentext behauptet), mag ich kaum glauben.
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am 14. Februar 2014
Menasses Blick auf Brüssel unterscheidet sich überzeugend vom Mainstream unserer Leitmedien, weshalb ich der kleinen Kampfschrift große Verbreitung wünsche. "Friede den Regionen, Kampf dem Nationalstaat!"
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am 28. April 2013
Die Richtung (pro Europa) ist sympathisch, aber die Argumente nicht berzeugend. Klar, die EU-Bürokratie ist besser als vermutet, aber die politische Perspektive fehlt mir
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am 5. November 2013
Menasse entwirft in diesem Essay eine großartige Vision von Europa! Der Gedanke eines europäischen Kontinentes ohne Nationen ist mutig und zukunftsweisend,
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am 18. Februar 2014
Man muss nicht einer Meinung sein mit menasse - aber darüber nachdem und sich diesen kurzweiligen Moment für große Fragen nehmen - das muss man!
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wenn die Ratsmitglieder den Ansichten des Autors folgen und versuchen würden, die hehren Absichten der Gründerväter wahr werden zu lassen.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. November 2012
Was immer man in angemessener Kürze sagen kann: Ein brillanter Essay. In Sprache, Stil, Struktur und Inhalt. Eine fulminante Mischung von Reportage, Analyse, Historie und Anekdote. Ein Lesegenuss (... mit einem Hauch von Wiener Schmäh ...). Ein wortmächtiges Plädoyer für ein neu verfasstes Europa. Der Autor stellt Fragen und stellt in Frage. Was bedeutet „nationales Interesse“? Wie ist post-national demokratische Legitimation von Herrschaft möglich? Vom medialen und (nationalen) politischen Mainstream generierte Vorurteile (u.a. über die „Eurokraten“) werden als solche entlarvt, manche der geläufigen Kritiken am „europäischen Projekt“ ad absurdum geführt (z.B. der Vorwurf, die EU sei bloss und in erster Linie ein Projekt der Eliten des Kapitals). Andererseits spart Robert Menasse nicht mit harter Kritik an der gegenwärtigen Verfasstheit der EU, welche (über den Europäischen Rat) nationalen Egoismen eine kontraproduktive Übermacht gewährt. Dem gegenwärtig multinational (und de facto inter-gouvernemental) verfassten Europa stellt er die Vision eines Europa der Regionen gegenüber. Dieser Essay ist ein im besten Sinne des Nach-Denkens werter Diskussionsbeitrag. Er sollte in alle 23 offiziellen Sprachen der EU übersetzt werden. Zu empfehlen ist dieser Text all jenen, die willens und in der Lage sind, ihre eigene negative Einstellung in Sachen Europa zu überdenken und – das ist zu hoffen – zu revidieren. Möge der Autor das Projekt eines Vorabend-Romans nicht aufgeben, auch wenn dieser, wie alle guten Vorabendromane, erst am folgenden Morgen fertig gestellt werden kann. Zu wünschen ist, dass dann die Nacht nicht so (stahl)gewittrig wird, wie vor fast hundert Jahren, kurz nachdem Thomas Mann seine Arbeit am Zauberberg begann.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. August 2013
Unfassbar. Nach dem Grauen des 20ten Jahrhunderts sind Europas Intellektuelle weiterhin damit beschäftigt, Utopien zu entwickeln. Menasse stützt seine Utopie auf die "hochqualifizierten, aufgeklärten, rational denkenden" Beamten in Brüssel. In seinem Furor gegen den Nationalstaat sieht er den europäischen Nationalstaat als ultimative Erlösung Europas. Warum ein europäischer Nationalismus so viel besser sein würde als die bestehenden Nationalismen bleibt sein Geheimnis- vermutlich liegt es an den von ihm gelobten Brüsseler Beamten die pauschal kraft Amt jenseits aller Interessen zu stehen scheinen. Unklar bleibt auch warum ausgerechnet der rationale unpolitische Beamte die Erlösung bringen soll - angesichts der Geschichte Europas im 20ten Jahrhunderts eine mehr als kühne Annahme.

Nebenbei frönt Menasse einem typisch österreichischen antideutschem Ressentiment. Ohne Frau Merkel und die deutsche Industrie hätte es keine Finanzkrise gegeben oder man hätte sie zumindest durch einmalige Zahlung von einigen hundert Milliarden Euro beenden können. Wirtschaftswissenschaften war nicht das Hauptfach des Autors und die Existenz außereuropäischer Finanzmärkte ist offenbar jenseits seines Wissenshorizonts.

Alles in allem ein gelungener Einblick in die österreichische Seele wie sie von Erwin Ringel so schön beschrieben wurde. Wer etwas über Österreich und seine Intellektuellen lernen möchte, kann dieses Buch lesen. Ringel ist jedoch interessanter - was daran liegen kann, dass er nicht nach Gefühl sondern aufgrund von Fakten argumentiert.
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