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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Dunkel, bitter, gut,
Von
Rezension bezieht sich auf: Gelyncht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Gus Dury ermittelt in seinem zweiten Fall. Kaum zu glauben, hat er doch schon den ersten nur knapp überlebt. Das lag weniger daran, dass er so gefährliche Gegner hatte, er ist einfach hochgradiger Alkoholiker.Man könnte ja sagen, er trinkt um sein Leben, aber meistens tut er genau das Gegenteil. Er betrachtet Saufen als legitime Art, sich umzubringen. Dass will ihm nur deshalb nicht so einfach gelingen, weil er trotz aller Wut, allem Suff und Hoffnungslosigkeit das Herz auf dem rechten Fleck hat. Und genau das bringt ihn in Schwierigkeiten. Als er einem Hund zu Hilfe kommen will, der von Jugendlichen gequält wird, stolpert er wortwörtlich über eine Leiche. Als wäre das nicht übel genug, handelt es sich dabei um einen stadtbekannten Gauner und sowohl Polizei als auch Unterweltgrößen halten Gus für einen Mordverdächtigen. Wer sich Tony Blacks Bücher durchliest, der fragt sich schnell, in welch dunklen Ecken der Autor sich so aufhält. An Edinburgh lässt er so ziemlich kein gutes Haar. Dazu kommt eine äußerst finstere Grundstimmung und die Hauptfigur tut ihr übriges. Heile Welt kann man da vergessen. Lichtblicke sind Gus Exfrau und seine dünn gesäten Freunde. Immerhin, auf die kann er sich verlassen. Trotzdem scheint es kaum glaubhaft, dass jemand, der so weit runtergekommen ist wie Dury, überhaupt noch klare Gedanken fassen kann. Seine Aggressionen und die Prügel, die er von allen Seiten bezieht, tun ihr Übriges. Meine Güte, man zuckt an manchen Stellen unwillkürlich zusammen, so schlimm ergeht es ihm. Immerhin, der zweite Kriminalfall gefiel mir besser als das erste Buch und ich werde die Reihe doch weiterlesen. Schließlich gab es für Gus mal bessere Zeiten und ganz ab und zu lässt Tony Black so etwas wie Hoffnung für Dury aufblitzen. Ich würde es ihm wünschen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Ich bin mir nach der Lektüre des zweiten Bandes unsicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen soll,
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Gelyncht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Edinburgh - Krimis des schottischen Schriftstellers Ian Rankin um seinen Inspector John Rebus haben in der Vergangenheit Standards gesetzt in der Krimiliteratur aus Schottland. Nun schickt sich seit Jahren schon in Schottland der 1972 geborene Journalist Tony Black an, mit einer dort überaus erfolgreichen Reihe in dessen Fußstapfen zu treten.Mit dem hier vorliegenden zweiten Roman "Gelyncht" setzt der Zsolnay Verlag, der für Krimireihen als erste Adresse gelten kann ( Friedrich Ani, Veit Heinichen u.a.) die Veröffentlichung der deutschen Übersetzungen der Bücher von Tony Black fort. Er hat mit dem versoffenen und alkoholabhängigen ehemaligen Journalisten Gus Dury eine Figur erschaffen, der sich ähnlich wie John Rebus in Edinburgh gut auskennt, besonders in den zwielichtigen Kreisen der Halbwelt und der Unterwelt. Natürlich hat er seinen Job (und auch seine Frau) wegen des Whiskys verloren, den er in Unmengen trinkt und der ihn umbringen wird, wenn er nicht bald eine Lösung seines Alkoholproblems findet. Nach der Lektüre des ernsten Bandes konnte ich mir nicht vorstellen, dass Tony Black ihn im zweiten Band dieser neuen Reihe weiter so saufen lassen wird. In "Geopfert" kam Gus Dury, parallel zur Haupthandlung des Buches, quasi selbsttherapeutisch, einem wesentlichen Grund seiner Misere und seines bisher doch arg verkorksten Lebens auf die Spur, seinem Vater, der es als Fußballspieler bis in den WM-Kader der schottischen Nationalmannschaft gebracht hat, und der zeitlebens für seinen Sohn neben seiner Verachtung nur brutale Gewalt in Form von Schlägen und Prügel übrig hatte. Da den Vater im Laufe des Buches das Zeitliche segnete, würde er in den nächsten Bänden vielleicht den Kopf frei haben für sein eigenes Leben, so dachte ich. Doch ich wurde enttäuscht. Auch in "Gelyncht" säuft er weiter, auch wenn er für kurze Zeit bei der Lösung eines Mordfalles die Hoffnung hat, sogar wieder in seinem alten Beruf als Journalist Fuß zu fassen. Wieder kommt er alle möglichen Teufelsküchen und spielt während seiner mit ungewöhnlichen Methoden geführten Ermittlungen mehrmals mit seinem Leben. Der Roman wird beworben mit dem Hinweis, er sei ein Leckerbissen für Fans von Hardboiled-Krimis. Das mag sein. Mir jedoch haben die Sprache und die Brutalität des Buches nicht gefallen. Dachte ich beim ersten Buch noch, ich könnte mich daran gewöhnen und etwa von der zugegeben tollen Spannung entschädigen lassen, die Tony Black gekonnt aufbaut, bin ich mir nach der Lektüre des zweiten unsicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen soll. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Fast noch besser als der erste Teil!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Gelyncht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Gus Dury ist wirklich kein Glückspilz. Als er eines nachts in der Gegend um Corstorphine Hill in Edinburgh unterwegs ist legt er sich zuerst mit einer Gruppe junger Assis an, die einen Hund angebunden haben und sich einen Spaß daraus machen das arme Tier zu quälen. Als Gus sie aufmischen will kassiert er ordentlich Prügel und als er eine kleine Böschung herunter rollt landet er unfreiwillig auf einer übel zugerichteten Leiche. Damit fängt der Ärger für Gus erst richtig an, denn als er die Polizei ruft kommt ein schnöseliger Cop, der es ab sofort auf ihn abgesehen hat. Der Bulle ist gleichzeitig der neue Lover seiner Ex-Frau. Und Gus ist wie immer unfreiwilliger Ermittler und versucht herauszufinden was es mit dem Mord auf sich hat.Auch wer den ersten Band aus der Gus Dury Reihe, "Geopfert", noch nicht gelesen hat, wird mit der Geschichte gut zurecht kommen. Gelyncht ist wie der erste Teil ein harter Krimi! Der fluchende und saufende Gus ist wohl auch ein Protagonist, mit dem nicht alle Leser warm werden. Ich mag die Krimis von Tony Black hingegen sehr, weil sie einem die andere Seite Edinburghs zeigen, die düstere Seite, die man nicht im Reiseführer findet. Geradlinig und spannend geschrieben, mit einen rauen Ton und keiner Zeit für romantische Berachtungen der schottischen Hauptstadt sind sie eine sehr willkommene Abwechslung zu den vielen glatten Helden aus anderen Krimis. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Zu vulgär und gewaltätig, und leider erst zu spät spannend,
Rezension bezieht sich auf: Gelyncht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Worum geht es:Als Gus Dury, geschiedener Trinker ohne Perspektive, in einem Waldstück in der Nähe von Edinburgh eine Leiche findet, besser gesagt in sie hinein fällt, glaubt er noch an einem Wendepunkt in seinem Leben. Mit dieser Geschichte könnte er, als ehemaliger Mitarbeiter einer großen Zeitung, wieder Fuß fassen. Doch anstatt der erhofften positiven Wendung, fällt ihm die Entdeckung auf die Füße. Die diensthabenden Polizisten glauben ihm nicht, dass er eine Prügelei mit Jugendlichen hatte, die direkt neben dem Tatort einen Hund gequält hatten. Als aber klar wird, dass der neue Mann an der Seite seiner Exfrau Debs, der leitende Beamte ist, der es auf ihn abgesehen hat und ihm den Mord anhängen will, schwinden auch seine letzten Hoffnungen, und er beginnt zu ermitteln. Meine Meinung: Der Klappentext klingt unglaublich spannend. Einerseits hört es sich nach einem wirklich guten Krimi oder auch Thriller an, andererseits gibt es einen Antihelden. So was mag ich wirklich gerne, wenn die Hauptpersonen keine geschniegelten Lackaffen sind, die im Vorbeigehen Morde aufklären. Allerdings hab ich schon nach wenigen Seiten gemerkt, dass das Buch wohl alles andere als super werden würde. Es beginnt schon mit der Schreibweise des Autors. Da werden gerne in gefühlt jedem zweiten Satz die Personalpronomen wegelassen, und Sätze ewig ineinander geschachtelt. Alles noch okay, aber was mich wirklich über die Maßen genervt hat, war der Jargon: Ich habe noch nie ein Buch gelesen, dass SO vulgär und mit Fäkalsprache geschrieben wurde, wie dieses. Im Ernst, ich bin nicht pingelig, aber das fand sogar ich zu viel. Womit wir auch gleich beim zweiten Punkt wären, der mich gestört hat: Die Gewalt und die gewalttätigen Szenen, die nicht nur unrealistisch waren, sondern auch einfach nur unnötig. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Alkoholiker und Kettenraucher mittleren Alters in ein Stadtviertel mitten in Edinburgh (wo Leute auf offener Straße ermordet werden, Nutten, Junkies und Obdachlose die Straße bevölkern und die Wege von brennenden Matratzen gesäumt sind) mal eben so ne Gruppe Jugendliche zusammenfaltet, ohne größeren Schaden zu nehmen. Ich hätte das Buch sogar am liebsten schon nach 70 Seiten abgebrochen, aber da ich für meine Zugfahrt kein anderes hatte, hab ich weiter gelesen. Die Geschichte zog sich am Anfang wie Kaugummi und was absolut undurchsichtig. Nach so ca. 250 Seiten allerdings, wird es dann doch nochmal spannend, und sogar irgendwie interessant. Es sind gute Wendungen drinnen, endlich auch mal ein bisschen Inhalt, und nur deshalb vergebe ich noch 2 Sterne. Wäre das Buch insgesamt so gewesen wie auf den letzten 130 Seiten, hätte ich wahrscheinlich sogar fast 4 Sterne gegeben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Die dunkle Seite von Edinburgh,
Von
Rezension bezieht sich auf: Gelyncht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Gelyncht" ist ein klassischer Tartan Noir" - spannend, hart und geradlinig erzählt. Für mich liegt die Faszination dieser Krimireihe in der Hauptfigur, deren Zorn und Verzweiflung ich in jeder Zeile spüren und mitfühlen konnte.Und hierin sehe ich auch die Stärke von Blacks Erzählweise. Er weckt Emotionen beim Leser und hält keine Distanz zu dem Protagonisten, sondern verleiht ihm seine eigene Stimme. Der Autor nimmt seine Leser mit auf die dunkle Seite: Er zeigt uns Lokalitäten in Edinburgh, die in keinem Reiseführer zu finden sind und mit der hochgelobten Kulturhauptstadt Schottlands nichts zu tun haben. Reiseleiter ist sein Protagonist, der Ex-Journalist Gus Dury, ein Mann mit einer tiefen inneren Moral und einer gehörigen Portion Wut im Bauch. Ein Mensch voller Widersprüche, der das Leben und das Wissen um die Verletzungen, die er den Menschen, die er liebt, zugefügt hat, nur noch im Vollrausch erträgt. Er sucht nach Erlösung, aber findet sie nicht und so führt er den Kampf nicht nur gegen die Verbrechen, sondern in erster Linie gegen sich selbst. Zum Schluss möchte ich noch ein großes Lob an den Übersetzer Jürgen Bürger aussprechen, der es wieder einmal in beeindruckender Weise geschafft hat, den Ton des Originals (das mit schottischem Slang gespickt ist) auch in der deutschen Ausgabe von Gutted" absolut treffend zu erhalten und widerzugeben! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Gelyncht: Roman von Tony Black (Gebundene Ausgabe - 6. Februar 2012)
EUR 19,90
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