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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schauderhaft schön
Ich fand dieses Buch absolut spannend, einfach genial! Und man muss auch mal sagen, es ist nix für schwache Nerven. Ich habe dieses Buch meist in der Nacht gelesen und musste mich doch tatsächlich dabei ertappen, dass ich manchmal verstohlen zum Fenster geblickt habe oder meinte ein Geräusch gehört zu haben.
Mir gefällt die Person des Kurt...
Am 25. Juni 2005 veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Düster und spannend, aber dennoch etwas zu langatmig und ein zu kurzes Ende
Mankell schickt seinen schwedischen Kommissar Wallander wieder in die düsteren Tiefen der menschlichen Psyche. Zwei Erzählstränge werden zu Anfang geöffnet: die Suche nach drei verschwundenen Jugendlichen und der Mord am Kollegen Svedberg. Dem Leser ist klar, dass diese beiden losen Fäden zusammengehören und auch Wallander ahnt dies. Er...
Veröffentlicht am 8. Mai 2008 von T. Hofbauer


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schauderhaft schön, 25. Juni 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mittsommermord (Taschenbuch)
Ich fand dieses Buch absolut spannend, einfach genial! Und man muss auch mal sagen, es ist nix für schwache Nerven. Ich habe dieses Buch meist in der Nacht gelesen und musste mich doch tatsächlich dabei ertappen, dass ich manchmal verstohlen zum Fenster geblickt habe oder meinte ein Geräusch gehört zu haben.
Mir gefällt die Person des Kurt Wallander ziemlich gut, da er so normal dargestellt wird. Er ist ein in die Jahre gekommener, leicht übergewichtiger, an Bluthochdruck leidender Diabetiker und kein Superpolizist. Weniger normal ist allerdings der Täter und seine grausamen Morde, der durch seine abnorme Phantasie wieder fasziniert.
Für mich der bislang beste Wallander-Roman
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen schon wieder ein Wallander-Krimi ..., 13. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Mittsommermord: Roman (Taschenbuch)
Wenn die Mittsommernacht über Schweden hereinbricht, wird gefeiert. Drei junge Menschen tun dies in einem Nationalpark. Verkleidet in Kostüme längst vergangener Zeiten zelebrieren sie ihr Picknick, das für alle drei mit einem Schuss in den Kopf endet. In Plastiksäcke verpackt finden sie ihr Grab unter dem Rasen des Nationalparks und gelten fortan als vermisst.
Noch aber weiß Henning Mankells Paradekriminalist Kurt Wallander nichts davon. Viel mehr beschäftigt ihn sein angeschlagener Gesundheitszustand. Gleichzeitig mit der Abgängigkeitsanzeige, die eine der Mütter der feiernden Jungschweden erstattet, wird Wallanders Kollege Svedberg gefunden, dem mit einer Schrotflinte das Gesicht weggepustet wurde.
Natürlich konzentriert sich der gesamte Kriminalistenstab auf die Lösung des Polizistenmordes und Wallander, der mit beginnender Diabetes und Erinnerungen an seinen verstorbenen Vater geplagt ist, muss erkennen, das er so gar nichts über seinen hingerichteten Kollegen weiß. Offensichtlich hat dieser in seinem Urlaub private Ermittlungen über die drei Verschollenen angestellt, die nach über fünfzig Tagen vom Täter wieder ans Tageslicht befördert werden. Nur kurz darauf wird beim Fotografieren eines Brautpaares der Fotograf und seine Kunden mit Kopfschüssen ins Jenseits befördert. Und auch eine Bekannte der ermordeten drei Schweden, die eigentlich bei dem Fest hätte anwesend sein sollen, fällt trotz Bewachung durch Kommissar Wallander der Kugel des Attentäters zum Opfer.
Resignation über mangelnde Fortschritte wechseln mit hoffnungsvollen Lösungsansätzen, die den gehandikapten Kommissar auf der Suche nach einer geheimnisvollen Frau und dem wahrscheinlich wahnsinnigen Killer begleiten.
Der schwedische Autor Henning Mankell, der mittlerweile in Mosambique lebt, hat in bewährter Wallandermanier den Krimi "Mittsommermord" (TB ISBN 3-423-20520-2, dtv) auf seine Stammleser und solche, die es noch werden möchten, losgelassen.
Mehr als in anderen Wallanderkrimis zweifelt der Protagonist an sich selbst und seinen gesundheitlichen Problemen, während er unter permanentem Pinkeln und Wasser trinken versucht, genau wie der Leser, den roten Faden zu finden. Obwohl der Leser in einigen Sequenzen dem Mörder bei seinem schändlichen Tun über die Schulter sehen darf, wird dieser fast bis zum Showdown nicht über die wahre Identität des Killers informiert.
Zugegeben, Mankell hat es wieder geschafft einen sprachlich subtilen Schwedenreißer zu schaffen, der konsequent Spannung aufbaut, gegen Ende hin allerdings nicht die Dichte erreicht, um den geneigten Krimifan noch zu überraschen. Abwechselnde Selbstzweifel und Permanentpinkelaction sind darüber hinaus nicht unbedingt geeignet, den Spannungsbogen auf Dauer gespannt zu halten.
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein herrlich spannender Kriminalroman der Extraklasse, 29. August 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mittsommermord (Gebundene Ausgabe)
"Mittsommermord", das neueste Buch des schwedischen Schriftstellers Henning Mankell, ist genau wie seine vorangegangenen Wallander-Krimis eine absolut nervenaufreibende und anspruchsvolle Kriminalgeschichte, wobei das Wort "Geschichte" nicht willkürlich gewählt ist. Mankell legt auch diesesmal wieder großen Wert auf inhaltliche Exaktheit und Detailverliebtheit, er ist und bleibt nun einmal ein Erzähler, der mehr kann, als Blutbäder oder Verfolgungsjagden zu beschreiben. Und gerade das macht das Wunderbare dieses Buches aus, Mankell fesselt ohne zu schocken, er bringt uns eine wohltuende Gänsehaut, ohne dass wir es als gruselig empfinden. Wallanders aktuellster Fall konfrontiert ihn mit einem scheinbar motivlosen und absolut kaltblütigen Mörder, der es auf verkleidete, scheinbar glückliche Menschen abgesehen hat.Da er keine Spuren hinterläßt und so furchterregend organisiert ans Werk geht, tappen die Ermittlungen eine qualvoll lange Zeit im Dunklen. Als dann auch noch Wallanders Kollege Svedberg dem Wahnsinnigen zum Opfer fällt,befällt eine bleierne Ohnmacht die Truppe um Kurt Wallander, doch es bleibt ihnen keine Zeit zu trauern, denn der Wahnsinn findet schnell sein nächstes Opfer... Zu allem Unglück hat der Kommissar auch noch mit einer Diabetes-Erkrankung zu kämpfen und weiß nicht, wie er vor lauter Stress und Sorgen die in seinem Blut schwimmenden Zuckerberge, so stellt er sich seine Krankheit jedenfalls vor, wieder loswerden soll. Doch trotz aller Hindernisse und Hürden bleibt das Team am Ball und sorgt auch dieses mal wieder mit einer herrlich unspektakulären Ermittlungsarbeit, die weniger auf Gewalt als auf Spürsinn und cleverer Auffassungsgabe aufbaut, für Spannung bis zur letzten Seite und darüber hinaus...
Mein Tipp: Ein "Muss" für jeden Wallander-Fan und ein noch größeres für die, die ihn noch nicht kennen!
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebendig, spannend, genial, 7. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mittsommermord (Gebundene Ausgabe)
Hohläugig und übernächtigt soll ich hier eine Rezension schreiben? Schwer. Nachdem ich in dieses Buch eingestiegen bin, konnte ich nicht mehr aufhören. Die Ehe wurde auf's Spiel gesetzt, die Kinder vernachlässigt, die Arbeit blieb liegen. Was soll's. Ein Kriminalroman dieser Klasse kommt ja nicht alle Tage raus. Ich habe auch die anderen Mankell-Bücher gelesen mit unterschiedlicher Begeisterung. Dieses, der Mittsommermord, ist für mich das beste. Es gab keinen Moment, in dem ich das Buch leichten Herzens weglegen konnte. Ständig ist man in atemloser Erwartung der Ereignisse, man kommt geradezu in Bedrängnis. Dazu die sehr lebendigen Figuren, angefangen von der Hauptperson Wallander bis hin zu Randfiguren (Erika). Man japst mit, wenn Wallander atemlos den anderen hinterherkeucht, man erlebt hautnah seine anwachsenden Aggressionen - Wahn-sinn!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mein Lieblings-Mankell, 6. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Mittsommermord: Roman (Taschenbuch)
"Mittsommermord" war mein 1. Buch von Mankell - vielleicht ist es auch deshalb mein Favorit?
Die Story an sich ist sehr spannend, wenn auch etwas beklemmend.
Mankell ist ein Meister darin, Personen und Stimmungen lebendig zu beschreiben. Wenn er über Schonen schreibt, meint man fast, dort zu sein und den Wind riechen zu können. Auch die zwischenmenschlichen Probleme von Kommissar Wallander sind so geschildert, dass man sich in ihn hineinversetzen kann, mit ihm mitleidet oder sich auch mit ihm identifiziert.
Mittlerweile habe ich alle Wallander-Krimis gelesen und - ich bin traurig, dass es keine weiteren mehr gibt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk des Genres, 12. Juli 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Mittsommermord (Taschenbuch)
Ich habe nicht alle Wallander-Romane gelesen, aber dies scheint mir doch die Krönung der Reihe zu sein. Die Geschichte trägt über 600 Seiten in Handlung und Atmosphäre, es gibt so gut wie nichts zu kritisieren. Die Charakterisierungen sind insgesamt stimmig bis in die Details und Nebenhandlungen hinein. Für Wallander-Romane ungewöhnlich ist hier sogar weitgehend das Wetter gut.
Selbst die ewige Düsternis, die den ermittelnden Kommissar umweht, stört zumindest in dieser Geschichte nicht weiter. Ein Roman aus einem Guss, auch wenn die Tätercharakterisierung am Ende nicht 100prozentig überzeugen mag.
Für mich einer der überzeugendsten Kriminalromane, die ich gelesen habe, der Mankell im Olymp der Krimiautoren ausruhen lässt.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bin völlig hingerissen, 10. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Mittsommermord (Gebundene Ausgabe)
Um ehrlich zu sein: ich stand auf dem Bahnhof und hatte noch über eine Stunde bis zur Abfahrt meines Zuges. So war der Griff zum vorliegenden Buch eher ein Zufalls-(Glücks-)Griff. Von der sehr spannend aufgemachten Geschichte, die es wie selten ein Krimi schaffte, mich ab der ersten Seite voll und ganz zu fesseln, über die Persönlichkeit des so ganz und gar nicht heldenhaften Komissars Wallander, der so sympathisch schwächelt und sich doch bemüht, sich wie ein "echter Mann" zu verhalten und sich seine Krankheit auch gegenüber engsten Vertrauten nicht anmerken zu lassen, bis hin zu der komplex verschachtelten "Mordsstory", die den ach so gewieften Krimileser mit einem Augenzwinkern immer wieder auf eine falsche Fährte lockt...ein tolles, immer wieder zu lesendes Buch, und für mich auf jeden Fall der Auftakt zu den restlichen Büchern von Henning Mankell. Absolut zu empfehlen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fesselnd, 26. Februar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mittsommermord: Roman (Taschenbuch)
Es ist etwas faul im Staate Dänemark - pardon, Schweden.
Mankell zeichnet anhand eines durchdachten Mord-Krimis eine subtile Analyse einer Gesellschaft, in der die Menschen einander zunehmend fremd sind.
Es beginnt mit einem kaltblütigen Mord an drei lebenslustigen Jugendlichen, der zunächst unentdeckt bleibt. Kurz darauf kommt ein Kriminalpolizist auf brutale Art ums Leben. Die Nachforschungen von Kommissar Kurt Wallander und seinem Team laufen zunächst ins Leere. Nebst den wachsenden Zweifeln Wallanders an den Menschen in dieser Gesellschaft wächst auch seine persönliche Einsamkeit, und die drohende persönliche Resignation wird gestärkt, als der Arzt bei ihm beginnende Diabetes diagnostiziert.
Die Hartnäckigkeit Wallanders und die Unterstützung von wenigen treuen Kolleginnen und Kollegen im Kriminalamt führen schliesslich auf die Spur des Mörders, und einige lose Enden der Geschichte verknüpfen sich schlussendlich auf eindrucksvolle Weise zu einem robusten Ganzen.
Eindrücklich, wie der Autor die Persönlichkeit der Menschen in dieser Kriminalgeschichte aufzeigt; dadurch erhält die Geschichte nebst des durchdachten Kriminalplots eine weitere, die Geschichte verstärkende und untermauernde Ebene.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wallander sucht einen psychopathischen Serienmörder, 29. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Mittsommermord (Gebundene Ausgabe)
Der grüblerische Kommissar Wallander und sein Dauer-Kaffetrinker-Team im südschwedischen Ystad sehen sich mit dem schwierigsten Fall, den sie je hatten, konfrontiert. Nach einer Mittsommernachtsfeier verschwinden drei Jugendliche. Als Monate später Wallanders enger Mitarbeiter Svedberg brutal ermordet wird, finden sich Spuren, die auf eine Verbindung zu den Vermißten hindeuten. Der über hohe analytische und methodische Fähigkeiten verfügende Kommissar ahnt schreckliches: Sind die drei tot? War der Kollege in ein gräßliches Verbrechen verwickelt? Wallander setzt seine intensive Fahndungsmaschinerie in Bewegung und es stellt sich bald heraus, daß er mit seiner Ahnung recht hatte. Aber warum hatte Svedberg nicht über seine heimlichen Ermittlungen gesprochen? Wußte er wer der Mörder war? Und warum schaffte der Mörder die Leichen der drei Vermißten in den vielbesuchten Naturpark, damit man sie dort auf makabre Weise finde? Wallander kann sich keinen Reim auf das Ganze machen. Akribisch, aber immer wieder von Selbstzweifeln geplagt, verfolgt der melancholische Mann jede Spur und findet dabei kaum mehr Zeit zum Schlafen. Dabei ist er nach Jahren des Raubbaus mit seiner Gesundheit angeschlagen und eine von einer beginnenden Diabetes herrührende allgemeine Mattigkeit macht ihm ebenso zu schaffen, wie Depressionen, die ihn von Zeit zu Zeit überfallen, weil ihn seine Freundin verlassen hat, sein Umgang mit Menschen sich zur Zeit auf die Arbeitskollegen beschränkt und der Polizeiberuf allgemein keinen Spaß mehr macht in der heutigen schwedischen Gesellschaft, in der die Kriminalität blüht wie nie zuvor. Bei seinen komplizierten Ermittlungen hofft Wallander vor allem auf Isa, die ebenfalls an dem Mittsommernachtfest hätte teilnehmen sollen. Als auch diese ermordet wird, geht die Polizei auf breiter Front vor und der Fall spitzt sich dramatisch zu . - Mankell präsentiert einen spannenden literarischen Krimi und gleichzeitig eine subtile Gesellschaftsstudie voller psychologischer Raffinesse und lebensechter Figuren. Sachlich und nüchtern thematisiert der Autor die Problematik der Verbrechensbekämpfung in der heutigen Gesellschaft und verschafft dem Leser tiefe Einblicke in die kranke Täterseele. Ein brillanter Psycho-Thriller, sehr empfehlenswert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Packend, einfühlsam, analytisch, 20. Februar 2000
Von 
P.S. (Bad Vilbel, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Mittsommermord (Gebundene Ausgabe)
Kommissar Kurt Wallander darf in dieser Folge wie schon in "Die falsche Fährte" einen Massenmörder suchen, der auf unvorstellbar grausame Weise vorgeht. Henning Mankell führt die Ursachen abermals zurück auf die negativen Veränderungen im schwedischen Wohlfahrtsstaat. "Schweden ist hart geworden. Hart und grausam", macht der überzeugte Sozialist seinen Helden zum Sprachrohr. Gleichgültigkeit, Egoismus, Streben nach Materiellem und eine erschreckende Verantwortungslosigkeit haben diese Entwicklung begünstigt. Mankells neuer Krimi wird wie alle bisherigen niemals langweilend. Er bleibt spannend bis zum Schluss, weil der Held am Ende selbst in Todesgefahr gerät. Niemals wird der Job der Polizei verklärt oder idealisiert - im Gegenteil: Jedem Leser muss klar werden, dass hier ein allerletztes Regulativ ansetzen soll, wenn alle wichtigeren Stationen längst versagt haben. Der Job verlangt das Äußerste, auch Wallanders Gesundheit, seine gesamte Privatheit, seine Sehnsüchte, seine Ängste. Mankell schreibt leicht verständlich, in kurzen Sätzen, die die Spannung unglaublich anheizen können. Eingebettet ist die Handlung stets in einen realen Kontext, was die Handlung noch nachvollziehbarer macht. Deutlich wird: Mankell ist ein Patriot, ein leidenschaftlicher Kämpfer für ein besseres Schweden (auch wenn er die meiste Zeit in Mosambik wohnt). Immer schlägt die Liebe zum eigenen Land durch: Wenn er seine Figuren die Jahreszeiten lieben und erleiden lässt oder wenn die Erinnerungen an alte, bessere Zeiten durchkommen. Die Geschichten um Kommissar Wallander sind Mankells eigene Form, sich für eine bessere Gesellschaft, für mehr Menschlichkeit und persönliche Verantwortung, zu engagieren.
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Mittsommermord
Mittsommermord von Henning Mankell (Gebundene Ausgabe - 14. Februar 2000)
EUR 23,50
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