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Kundenrezensionen

9
3,9 von 5 Sternen
Der spazierende Mann (Neuausgabe)
Format: TaschenbuchÄndern
Preis:14,90 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. März 2009
Jiro Taniguchi präsentiert uns hier ein wahrlich gelungenes Werk für Genießer, kleiner, stiller, einsamer Momente. In den Comic wird kaum gesprochen - man begleitet die Hauptfigur einfach beim Spaziergang und den kleinen Erlebnissen die er dabei hat. So geniesst man einfach die Bilder und die darin ruhende Atmosphäre - die zwar dezent ist aber wunderschön ist und das kleine Glück vermittelt. Ich habe mir nach diesem Band nun selber vorgenommen nach meinen stressigen Alltag wieder paar Mal die Woche spazieren zu gehen.
Das Comic ist eine Empfehlung, für Kenner, Genießer und Freunde der Ruhe und Harmonie.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Juli 2009
Laaaaaangweilig! Das mag man wohl denken, wenn man das Buch zum ersten Mal durchblättert. Kaum Dialog, und wenn doch, dann völlige Banalitäten. Die Geschichten drehen sich nur um alltägliche Dinge, die ein Mann erlebt, der in der Gegend herumläuft. Aber wer sagt denn, dass Langeweile und Alltag unbedingt schlecht sind? Immerhin besteht der größte Teil unseres Lebens aus Alltag. Also sollten wir ihn genießen, sonst verpassen wir den größten Teil unseres Lebens. Genau dabei kann dieses Buch helfen. Wenn man sich darauf einlässt, entdeckt man immer neue Details und sieht auch die tägliche Umgebung mit anderen Augen.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. April 2009
I. Zwar gibt es Dialoge in dieser Sammlung von Spaziergängen mit oder ohne Hund, in erster Linie mit seiner häuslichen, feinfühligen Frau, aber in 90 Prozent der Panels sehen wir den höheren Angestellten durch seine neue Wohngegend streifen. Das würde nicht funktionieren, wenn Tatsumi die Grafik besorgt hätte, oder jeder andere, der Gebäude, Straßen, Lampen, Geschäfte, Zäune, Steine und Schiffe nur andeutet - der strikte, nuancierte Naturalismus der Bilder bei Taniguchi ist entscheidend, um die Ruhe und Genügsamkeit des Protagonisten auch bei sich selbst in Ansätzen zu erleben. Denn der spazierende Mann entdeckt seine Umgebung mit einem kleinen Erstaunen, das uns ein Tardi oder Trondheim so nicht hätten vermitteln können. Doch diese Leute wären auch nicht auf die Idee gekommen, die Mikro-Erlebnisse (ein Huhn, eine zerbrochene Brille, ein verlassenes Schwimmbad) vor der Haustür in 18 Vignetten zu verwandeln. Geschichten sind das noch nicht.

II. Acht Seiten braucht Tatsumi für "Auf dem Baum". Mit seinem Hund Flocke dreht er wieder eine Runde, sieht einen motorisierten Papierflieger, der sich - es muss Spätherbst sein - in einem Baum verfängt. Die Kinder sind ratlos. Der namenlose Umherstreifer zieht sich Schuhe und Strümpfe aus, erklettert den Baum und lässt den Flieger nach unten gleiten. Die Jungs sind begeistert. Der Spaziergänger bleibt noch oben, genießt die Aussicht auf die Wohnsiedlung unter ihm. Taniguchi kostet diesen langen Augenblick mit einem ganzseitigen, großartigen Panel aus. Dann tritt er den Weg nach Hause an, findet das zerbogene Flugzeug auf der Straße. Zu Hause repariert er es. "Toll machst du das", sagt seine Frau. Dann lässt er es in die Nacht hinein fliegen.

III. Unser Mann ist ein Schweiger, aber kein Verstockter. Wissensdurstig und gebildet. Er leiht sich "Die kleine Diebin" von Claude Miller aus. Lässt die VHS-Cassette dann an einem Baum (schon wieder!) liegen, wo er eine junge Frau trifft, die ihm eine Kindheitserinnerung anvertraut. Der Spaziergänger interessiert sich für Architektur und Schalentiere. Die Doppelseite 144/145 ("Das Meer sehen") kommt ohne ein Wort aus, ohne Lautmalerei (die oft genug stört, denn die Geräusche stecken schon in den meisterhaften Bildern). Mit seiner Frau unternimmt er diesmal keinen Spaziergang, sondern ein regelrechtes Wohlfühlwandern, das nach meinem Geschmack noch viel länger hätte ausfallen können. Wie wäre es mit einem Comic, der auf 50 Seiten einen Spaziergang durch Weimar nachzeichnet, ohne Dialoge, ohne Gedankenblasen, ohne "Knurr, Knurr" oder "Platsch, Platsch". Ich würde mir das ansehen, wenn jemand vom Schlage Taniguchis für die Zeichnungen verantwortlich wäre. Auch wenn ich nicht wüsste, was im Kopf der Figur vor sich geht. Weil ich es gar nicht wissen will. Weil es um die Landschaft geht, um die Bewegung in der Landschaft.

IV. Ein anderes Mal holt unser Spaziergänger einen älteren Herrn ein, der daraufhin größere Schritte macht. Dann zieht der jüngere Mann nach und ist wieder auf selber Höhe mit dem Rentner. Mehr braucht es nicht. Am Ende geben sie diesen Wettbewerb auf und unterhalten sich. Wir hören ihre Worte nicht.

V. Zehn Jahre später ist der Spaziergänger nicht gealtert. Er kommt an einen Fluss, den er nicht kennt. Er trifft einen Angler, der nichts fangen will. Und zum allerersten Mal werden wir mit einer Message konfrontiert. Die Dinge langsam angehen. Na gut, das hätte nicht unbedingt ausgesprochen werden müssen.

VI. Die engsten Gassen weltweit gibt es übrigens in Japan. Unser stämmiger Freund passt da gerade so durch.

VII. In der DNA dieses Comics gibt es nichts, was man mit Mangas in Verbindung bringen könnte.

VIII. Man liest "Der spazierende Mann" zunächst viel zu schnell. Beim zweiten Mal drosselt man das Tempo. Der dritte Durchgang ist noch gemächlicher und entspricht wohl dem, was Taniguchi gemeint hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. April 2013
Jiro Taniguchis Graphic Novel erzeugt beim Lesen eine unglaublich ruhige, gelassene Atmosphäre. Besonders geeignet, um im Park auf der Bank zu lesen oder beim Warten auf den Zug. Die Handlung ist in Episoden aufgeteilt, in welcher der Protagonist immer ein bestimmtes Detail seiner Umgebung besonders wahrnimmt und zum Höhepunkt seines Tages macht.

Mir hat das Buch sehr gefallen, ich kann es jedem weiterempfehlen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Auch wenn dieses Buch sehr gelobt wird, kann ich dem nicht ganz folgen. Es ist wahr, daß die schönen Kleinigkeiten und Nebensächlichkeiten des Lebens oft NICHT gesehen werden und der Zeichner Taniguchi dies auf den Spaziergängen des Mannes herausstellt, aber mir waren diese Geschichten etwas zu schlicht. Vielleicht liegt es daran, daß ich jeden Tag viele Kleinigkeiten beachte und bewundere, in meinem Garten, am Strand die Steine (ich fotografiere viel und habe dann immer schon den "Fotografierblick", der die kleine Mohnblüte am Rande sieht), Blätter, Wolken usw.
Ganz sicher können junge Leute mit diesem Buch lernen, auf diese SAchen zu achten und der zeichnerische Weg ist vielleicht heute dafür der richtige Weg. Also kaufen und genau schauen...
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am 24. Februar 2013
Eine ruhige, entspannende Grafic Novel! Wenig Text aber sehr aussagekräfige Zeichnungen. Für entspannende Momente! Die Zeichnungen entführen einen unweigerlich in die Welt des spazierenden Mannes, über den man eigentlich nicht so viel erfährt. Absolut zu empfehlen! Ein großes BUCH!
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 26. Juli 2009
Ein Mann geht spazieren. Er beobachtet Vögel, Wolken und Bäume. Er findet einen freilaufenden Hund und nimmt ihn mit zu sich nach Hause. Er spürt den Regen auf seinen Wangen, er spielt mit einem Papierluftballon, er findet einen Lippenstift usw. Auch mir sind diese Geschichten ein wenig einfach gestrickt, aber was mir ganz gut gefällt, sind folgende Geschichten:

Nächtliches Schwimmen: der Mann hat tagsüber Menschen im Schwimmbad beobachtet. Des Nachts steigt er verbotenerweise in das Schwimmbad ein und badet im Dunkeln. Er hat das Schwimmbecken ganz für sich alleine und genießt die Weite des Bassins.

Langer Weg: ein Mann läuft längere Zeit vor ihm her. Mal wird der eine schneller, mal der andere. Die beiden überholen sich mehrfach gegenseitig. An einem Bahnübergang muss der spazierende Mann warten und der der andere Mann ist bereits ein Stück voraus. Doch der andere Mann wartet und sie laufen beide ein Stück des Wegs gemeinsam.

Der Sonnenschutz: der spazierende Mann schleppt einen Bambus-Rollo nach Hause. Er hat einen weiten Weg und die Sonne knallt vom Himmel. Er wird zunehmend erschöpfter - die Schweißperlen stehen ihm auf der Stirn. Ein LKW fährt an ihm vorbei und nebelt ihn mit Abgasen ein ... als der Mann an einem Wasserhahn vorbeikommt, legt er sich komplett darunter.

Jiro Taniguchi zeichnet sehr detailgenau und beflissen das einzelne Blatt am Baum und jeden einzelnen Dachziegel auf dem Haus: sehr akkurat, sehr sorgsam - peinlich genau. Dieser Zeichenstil spricht mich nicht allzu sehr an - ich habe es gerne etwas verspielter oder auch abstrakter. Das ist der eine Grund, weshalb ich nur drei Punkte gebe. Der andere Grund ist der, dass ich zwar die Idee an sich recht gut finde, zum Ausdruck zu bringen, welche Kleinigkeiten des Lebens uns erfreuen können, dass ich dies hier allerdings nicht so gut umgesetzt finde. Ich selbst bin auch jemand, der genau beobachtet und nicht an allem vorbeirennt. Die ausgewählten Geschichten sind mir stellenweise aber zu banal (Luftballon, Hund), während ich andere für ganz gelungen halte.
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am 9. August 2014
Eines der besten Bücher das ich je hatte. Die Bilder sind so toll gestaltet und die Geschichte ist eine Erholung für die Seele. Nach einer stressigen Woche einfach kurz in das Buch schauen und man weiß wieder was wichtig ist.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Mai 2014
Den Manga kann man einmal gelesen haben aber mehr reicht mir auch schon.
Dennoch hat diese für mich eher Öde Form von Manga durchaus seine Daseinsberechtigung.
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