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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
In seinem zweiten Abenteuer verschlägt es den pfiffigen Reporter Tim in die Vereinigten Staaten. Im Chicago der 30er Jahre gerät der Held zwischen die Fronten verschiedener Gangsterbanden, reüssiert als lassoschwingender Cowboy und wird von Indianern an den Marterpfahl gebunden.

Mit "Tim in Amerika" legt der Carlsen-Verlag bereits den zweiten Band der in diesen Tagen erscheinenden Farbfaksimile-Edition vor. Und obschon man sich mit der Neuveröffentlichung der 'Tim und Struppi'-Abenteuer sicher vornehmlich an Kenner der Materie wendet, könnte der Verlag die Reihe für meinen Geschmack ruhig etwas offensiver und ausführlicher bewerben ' handelt es sich bei den Abenteuern der Faksimile-Reihe doch um die Fassungen, die manche Überraschung bergen.

Und obwohl mittlerweile mehrere Generationen mit den Abenteuern von Reporter Tim und seinem Hund Struppi großgeworden sind, dürften nicht alle Leser der Reihe wissen, dass Autor Hergé an vielen seiner Geschichten im Laufe der Zeit Änderungen vorgenommen hat. Diese Änderungen sind insofern bemerkenswert, als sie dabei helfen, die "Tim und Struppi"-Geschichten im zeitlichen Kontext der jeweiligen Veröffentlichung zu betrachten. Nachdem die Abenteuer von Reporter Tim und seinem Hund Struppi zunächst in Schwarzweiß und als Fortsetzungsgeschichte in der Jugendbeilage einer belgischen Zeitung veröffentlicht worden waren, zeichnete Hergé die ersten Geschichten für die Neuveröffentlichung in Farbe komplett neu.

Auch später noch erfuhren die Abenteuer Änderungen; insbesondere gilt das für die in den Jahren vor 1940 erstmals veröffentlichten Bände. Für die 1946 in Farbe veröffentlichte Fassung zeichnete Hergé das 1932 erstmals veröffentlichte Abenteuer neu, aber auch zwischen dieser ersten farbigen Fassung und einer Neuauflage aus dem Jahr 1973 gibt es kleine, aber durchaus interessante Unterschiede. So korrigierte Hergé in drei Panels seine Darstellung von Figuren mit schwarzer Hautfarbe: Im Rahmen einer Szene, in der ein Gangsterboss seine Handlanger instruiert, erscheint in der farbigen Erstfassung auch ein Schwarzer mit geradezu grotesk dicken Lippen ' in der farbigen Neuauflage hat Hergé seine Karikatur gewissermaßen kosmetisch korrigiert. In zwei weiteren Panels der überarbeiteten Neuauflage waren zwei schwarze Figuren gleich ganz von der Bildfläche verschwunden: Man hatte sie kurzerhand durch weiße ersetzt.

Die vorliegende Version präsentiert die Urfassung. Die ist, wen wundert's, nach heutigen Maßstäben politisch alles andere als korrekt ' auch sprachlich, denn die amerikanischen Ureinwohner werden durchgängig als Rothäute tituliert.

Nicht verschwiegen sei, dass Hergé in '"Tim in Amerika"' auch kritische Töne anklingen lässt. Da werden etwa in einem Panel Ureinwohner von ihrem Land vertrieben werden, weil dort Öl gefunden wird; in einem anderen Panel lässt Hergé streikende Arbeiter darüber klagen, das sie beschäftigende Unternehmen, ein Hersteller von Corned Beef-Konserven, zahle ihnen keine fairen Preise mehr für Hunde, Katzen und Ratten ' solche satirischen Elemente sucht man im ersten Band der "Tim und Struppi"-Reihe "Tim im Kongo" noch vergebens.

Der Spassprediger meint:

Der zweite Band der Farbfaksimile-Edition bietet Gelegenheit, die farbige Urfassung von "Tim in Amerika" kennen zu lernen, die sich in einigen Punkten von der bisher erhältlichen unterscheidet. Kleiner Wermutstropfen: Leider hat der Carlsen Verlag die Neuausgabe nicht zum Anlass genommen, der Geschichte ein Editorial mit entsprechenden Erläuterungen voranzustellen.
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am 23. Juni 2014
Ein schöner Band, sieht gut aus und die leicht verblasste Farbe in den Büchern macht das Gesamterscheinungsbild der Bände zu einem Erlebnis.
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