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Kundenrezensionen

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Format: TaschenbuchÄndern
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am 24. April 2001
"Autoroute du soleil" ist trotz seiner Länge von 430 Seiten ein Comic, der den Leser bis zum Schluss fesselt. Die Bildfolge ist sehr schnell, was schon allein dadurch bedingt ist, dass es ursprünglich für den japanischen Manga - Markt konzipiert war. Jedoch tut dies der erzählerischen Dichte keinen Abbruch: die gesellschaftlichen Probleme des modernen Faankreichs bleiben dem Leser nur unschwer verborgen. "Autoroute du soleil" ist kein Comic, dass man nicht einfach nach dem ersten Lesen wegstellt und vergisst. Auch beim zweiten und drittten Lesen muss man einfach alle 430 Seiten auf einmal lesen.
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am 25. Mai 2008
Manchmal hat man diese Phasen wo man einen schlechten Comic nach den anderen liest und man sich langsam die Frage stellt warum man überhaupt seit Jahren liest. Ist man vielleicht aus dem Alten raus? Oder ist einfach die Masse an Veröffentlichungen einfach schlecht? – Nach so einen Tief, wo ich mit den Gedanken spielte langsam meine Comic-Sammlung auszumisten, las ich „Autoroute du Soleil“. Das Comic begann mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Das lag an den herrlich ausgearbeiteten Charakteren, der schlichten Zeichnung die gekonnt alle Emotionen der Figuren vermittelte und einen einzigartigen Charme versprühte. Die Atmosphäre ist unglaublich stark, dank Zeichnung und hervorragender Erzählweise. – Nun wusste ich wieder warum ich so gerne Comics lese. „Autoroute du Soleil“ ist ein Klassiker und ein Roadmovie mit Herz. Besonders als Araber kann man sich sehr gut mit der Geschichte identifizieren.
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. September 2013
Andreas Platthaus hielt Barus „Autoroute du soleil“ für „die beste Bildgeschichte der neunziger Jahre“. Das ist nicht bloß eine Übertreibung, sondern schlichtweg Unsinn. Gewiss, der Comic ist unterhaltsam, und als Leser wird man über 400 Seiten durch die Panels gejagt, dass es nur so eine Art hat. Aber Action ist bekanntlich nicht alles. Was hat Baru darüber hinaus zu bieten?
Nicht viel. Die beiden Hauptfiguren, Karim und Baru, sind gezeichnete Klischees mit Migrationshintergrund, ihre Charaktere bleiben flach bis zur letzten Seite. Der Gegenspieler und Verfolger der beiden, ein gehörnter Ehemann, ist ein Nazi mit Schlägervisage, Knarre und willigen Schergen an seiner Seite. Zum Ende hin wird er auch noch irre und schießt in der Gegend herum. Damit ist die Grundkonstellation beschrieben, die sich während des gesamten Comics nicht einen Deut ändert. Karim bleibt der coole Elvis-Presley-Türke, und Alexandre ändert bloß die Frisur, nicht aber sein einfältiges, manchmal cholerisches Gemüt. Dass die beiden einmal ein halbwegs tiefsinniges Gespräch miteinander führten – Pustekuchen. Stattdessen schreien sie lieber ständig „Scheiße!“ und springen in irgendwelche Autos hinein und wieder heraus.
Und ja mein Gott, die Frauen! Barus Frauen! Sie alle haben große Brüste und sind entweder dumm oder sofort zum Vögeln bereit oder beides zugleich. Andere Funktionen haben sie nicht und brauchen sie nicht zu haben. Wer hinter all diesem flachen Zeug eine Art intellektueller Gesellschaftskritik wittert, ein Problembewusstsein für soziale Missstände, der muss sich fragen lassen, wo in diesem seitenstarken Comic das eigentlich zu finden sei.
„Autoroute de soleil“ ist in der Tat eine einzige, der Pubertät nicht entwachsene Männerphantasie. Wer als Kind gerne TKKG von Stefan Wolf gelesen hat, wird an diesem Comic sein wahres Vergnügen haben. Alle anderen freuen sich, wenn der böse, wahnsinnige Nazi endlich das Zeitliche segnet und der Spuk vorbei ist.
Falls Andreas Platthaus’ Statement über „Autoroute du soleil“ wirklich stimmen sollte, dann müssten die 90er Jahre für den Comic ein verdammt armes Jahrzehnt gewesen sein.
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am 22. Juli 2004
Dieser Comic ist so wie man sich einen Comic wünscht. Von Baru gekonnt gezeichnet und schnell und lebendig zu lesen auf vielen, vielen Seiten. Da folgt man gerne der Flucht von Karim und Alexandre durch Frankreich. Neben dem kürzlich erschienenen Comic "Blue Moon of Kentucky" von Stefan Atzenhofer, mein absoluter Lieblingscomic in den letzten Jahren.
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am 24. April 2001
"Autoroute du soleil" ist trotz seiner Länge von 430 Seiten ein Comic, der den Leser bis zum Schluss fesselt. Die Bildfolge ist sehr schnell, was schon allein dadurch bedingt ist, dass es ursprünglich für den japanischen Manga - Markt konzipiert war. Jedoch tut dies der erzählerischen Dichte keinen Abbruch: die gesellschaftlichen Probleme des modernen Faankreichs bleiben dem Leser nur unschwer verborgen. "Autoroute du soleil" ist kein Comic, dass man nicht einfach nach dem ersten Lesen wegstellt und vergisst. Auch beim zweiten und drittten Mal muss man alle 430 Seiten auf einmal lesen.
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TOP 500 REZENSENTam 28. Dezember 2013
Karim Kemal, ein Franzose nordafrikanischer Abstammung, schläft mit der Frau eines höchst nationalistischen Franzosen. Dieser trommelt seine Neonazi-Bande zusammen und macht Jagd auf Karim, der von seinem Freund Alexandre Babiéri begleitet wird. Auf diesem Trip von Nancy nach Marseille erleben sie haufenweise haarsträubende Situation.

Baru ("Die Sputnik Jahre", "Wut im Bauch") zeichnete diesen Comic ursprünglich für den japanischen Markt und hat daher ein für das eher album-fixierte Europa sehr ungewöhnliches Werk geschaffen. Der Comic verzichtet komplett auf Farbe und stark dialoglastige Panels. Die Erzählung ist eher filmisch und der 430 Seiten starke Schmöker ist schneller weggelesen als so manches stärker durch Worte als durch Bilder erzähltes 48-seitige Comic-Album.

Formal handelt es sich bei "Autoroute Du Soleil" zwar um einen Manga, inhaltlich ist das Werk aber zutiefst europäisch. Während die Figuren genau wie im japanischen Comic mal realistisch und mal karikaturhaft überzeichnet dargestellt sind, sind Landschaft, Gebäude und Autos immer sehr exakt der Realität nachempfunden. Bei aller Action in der Handlung ist der Comic zugleich auch die teilweise sehr bittere Beschreibung einer Welt voller Hass, Rassismus und verratener Ideale. Formal und inhaltlich ist "Autoroute Du Soleil" ohne Zweifel ein absolutes Meisterwerk.
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am 4. September 2011
Karim ist 22, seine Eltern stammen aus Algerien, er sieht sehr gut aus und rühmt sich schier unzählbarer sexueller Abenteuer. Eins davon wird ihm jedoch fast zum Verhängnis, als er unwissend mit der Frau des Chef der rechtsradikalen Partei "Elan National" anbandelt und von diesem auch noch inflagranti erwischt wird....

Zusammen mit seinem Freund Alexandre beginnt eine bahnbrechende Flucht mit dem Auto durch Frankreich, immer gejagt von den rechtsradikalen Schlägern und - dank einer Verwechslung - schließlich auch noch von Drogendealern. Die fahrt führt sie durch unterschiedliche Städte und vielmehr auch mitten in die französischen Sozialviertel mit Prostitution, Drogenhandel und desillusionierten Jugendlichen.

Sehr lesens- und anschauenswert, dank hervorragender Zeichnungen und prägnanten Dialogen. :)
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am 10. März 2007
Es hat den Anschein, dass auf dem Buchrücken jedes fünften Belletristik-Titel Frau Heidenreich ihre dringendste Empfehlung weiter gibt. Man muss nicht davon ausgehen, dass Andreas Platthaus (FAZ), der wohl einzige ernstzunehmende Kritiker für Comic-Kunst und Graphic Novels in Deutschland, in ähnlicher Weise inflationär mit Lobhudeleien umgeht. Aber "Autoroute du Soleil" als "die beste Bildergeschichte der neunziger Jahre" zu bezeichnen, ist schon ein starkes Stück. Das nehme ich ihm nicht ab. Diese 430 Seiten sind größtenteils pubertär-juveniler Unfug, sofern man mit der Erwartung antritt, es handele sich um eine Geschichte mit politischem Understatement. Mit der intensiven, absolut beeindruckenden Schwarz-Weiß-Malerei Barus kontrastiert eine Erzählweise, die wahrscheinlich am ehesten noch 14-jährige Jungs anspricht. Die werden es richtig doll finden, dass die jüngeren Frauen darin gerne oben ohne am Strand Ball spielen (und nicht ganz zufällig sind sie grooßartig "ausgestattet"). Ebenfalls Beifall finden wird die virtuose Leserführung in den zahlreichen Action-Sequenzen - hier ist das Buch Mangas wie "Akira" ebenbürtig. Ja, es geht um Rechtsradikale, um Spinner erster Güte mit dem Verstand einer Kartoffel, die Karim und Alexandre quer durchs Land jagen - was weniger mit Politik als mit blinder Eifersucht zu tun hat. Karim ist der Frauenvernascher, Alexandre der Milchbubi, der durch die gemeinsame Reise an Selbstvertrauen gewinnt. Wie sie den Glatzköpfen immer wieder entwischen, ist sehr spannend inszeniert, manchmal habe ich nahezu atemlos die Seiten umgeblättert, so schnell waren meine Finger gar nicht, wie es hätte sein müssen. Doch wiederholt wurde mein Enthusiasmus gebremst: Die Dialoge sind eher platt, die Charakterisierungen der Figuren nicht komplexer als bei "Jeremiah" von Herrmann (ich wollte erst "Donald Duck" schreiben). Baru liebt die Drastik, und das kann er gut. Doch erwachsene Leser wird er nicht als Bewunderer gewinnen können, zumindest nicht mich. Kommen wir aber wieder zu etwas Erfreulichem: Die Grafik ist wunderbar. Die Hintergründe, also Gebäude, aber auch Autos, sind im realistischen Stil gezeichnet, während die Menschen ein wenig karikaturenhaft daher kommen. Die Bildsprache: Ausgezeichnet! Diese Zuspitzungen, die Auflösung weniger wichtiger Sekunden (gemeint sind immer Höhepunkte der Verfolgungsjagden) auf mehrere Panels und Seiten: Da kann man nur staunen! Die auffällig oft verwendeten Zutaten "Sex" und "Dumme Sprüche" gingen mir jedoch gehörig auf die Nerven. Wenn ein Kapitel "Leck mich am..." heißt, und ein anderes "Dicke ******", dann ist damit schon alles gesagt. Für Jungs empfehle ich es aber! Studenten und angehende Gerontokraten: Muss nicht sein!
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