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TOP 1000 REZENSENTam 8. Dezember 2012
"Pandemonium" ist der zweite Band der Amor-Trilogie von Lauren Oliver, die sich inhaltlich mit einer zukünftigen Dystopie befasst, bei der Liebe als Krankheit aufgefasst und durch einen Eingriff bei erreichen der Volljährigkeit geheilt wird. Nach dem ersten Band, "Delirium", hatte ich den zweiten Band sehnsüchtig erwartet und wurde nicht enttäuscht.

Zum Inhalt: Lena schafft es zu den Invaliden in die Wildnis, doch Alex' Verlust belastet sie sehr. Trotzdem geht ihr Leben weiter und führt sie nach New York, wo sie unter falscher Identität lebt und für den Untergrund arbeitet. Ihr Ziel ist Julian, der Sohn eines der größten Befürworter des Eingriffs zur Heilung der Liebe, dessen eigener Eingriff bevorsteht, aber umstritten ist, da bei dem jahrelang schwerkranken Jungen die Gefahr besteht, dass er die Heilung nicht überlebt. Kurz vor dem Eingriff, bei einer Kundgebung der VDFA, der Vereinigung für ein Deliria-freies Amerika, der Julians Vater vorsteht, kommt es zu einem Aufstand anderer Invaliden und als Lena ihren Auftrag befolgt und Julian im Auge behält, gerät sie selbst in Gefahr...

"Pandemonium" ist ganz anders, als ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte. Ich hatte erwartet, dass die Handlung unmittelbar an Lenas Flucht aus Portland anschließen und sich vorerst mit ihrem Leben in der Wildnis befassen würde, eventuell auch mit dem Wunsch und dem Versuch Alex zu finden, als einziges spannenderes Element. Ein eher ruhigerer Zwischenteil bis zur erneuten Thematisierung der Dystopie und der Konfrontation mit den Staatsmächten also. Mit dem tatsächlichen Aufbau ihres Romans hat mich die Autorin dann aber sehr überrascht. Es gibt diese ruhigeren Elemente, in der Zeit, in der Lena lernt in der Wildnis zurecht zu kommen, um Alex trauert und sich an der Vorstellung festhält, dass er doch noch leben könnte, das "Damals", sie werden aber parallel zu einer Zeit mehrere Monate in der Zukunft erzählt, in der Lena längst für den Untergrund arbeitet und eine sehr spannende und gefährliche Phase durchlebt, das "Jetzt". Durch die Zweiteilung der Erzählung in "damals" und "jetzt" vermeidet die Autorin langatmigere, eintönigere Passagen während Lenas Trauerphase ohne diese emotionaleren Abschnitte aber vollkommen zu vernachlässigen. Die Handlung schaltet dauernd um zwischen Spannung und Gefühl und diese nicht-chronologische, abwechslungsreiche Erzählweise konnte mich direkt überzeugen.

Wie schon der erste lebt auch dieser zweite Band neben Action-reichen Abschnitten von sehr mitreißenden emotionalen Wendungen und einer überzeugenden Protagonistin, die sowohl willensstark wie auch manchmal hilfsbedürftig und schwach ist. Lena gehörte für mich schon nach dem ersten Band, nach "Pandemonium" aber nun endgültig, zu einem der tief gehensten, stimmigsten und am besten ausgearbeiteten Protagonisten, die aktuell im Jugendbuchbereich, speziell auch im Bereich der Dystopien, zu finden sind. Eine solch abwechslungsreiche und glaubwürdige Ich-Erzählerin macht einfach Freude - egal, ob sie ein wenig in ihrem Selbstmitleid versinkt oder sich zur führenden Kämpferin berappelt, man muss einfach mit ihr mitfiebern.

Überhaupt schafft es Lauren Oliver mit einer spürbaren Leichtigkeit eine sehr glaubwürdige Welt aufzubauen, mit meistens undurchsichtigen Verstrickungen, die sich zum Schluss überraschend, aber logisch zu einem stimmigen Gesamtbild entwirren lassen, die Spannung hoch zuhalten, und ihre Dystopie mit vielfältigen Charakteren auszuschmücken, zu denen hier neben Lena insbesondere Julian und die anderen Untergrundler gehören. Sprachlich wie atmosphärisch ist "Pandemonium" sehr stark, punktet besonders mit einer gewissen Bildhaftigkeit, emotionaler Tiefe und einigen dramatischen Wendungen. Sicherlich, kein Buch ist zu hundert Prozent perfekt, und so habe ich auch bei "Pandemonium" zumindest einen kleinen Kritikpunkt. Neben allen unerwarteten Wendungen und einer spannenden Handlungsführung gab es auch einige Dinge, die leicht vorherzusehen waren, Stellen, an denen man der Protagonistin ein paar Schritte voraus war, und Situationen, in denen das "Die-Welt-ist-ein-Dorf"-Gefühl aufgrund von "Zufällen" und überraschend "perfektem" Timing ein wenig zu präsent war. Das waren kleine Stolpersteine, die nichtsdestotrotz zwar da sind, aber in einer für mich tolerierbaren, nur gering ins Gewicht fallenden Form, denn meistens fügt sich die Handlung trotzdem glaubhaft zusammen.

Fazit: Eine rundum gelungene Fortsetzung, die mich besonders durch den Aufbau überraschte. Abwechslungsreich, spannend, gefühlvoll. Mich hat schon "Delirium" sehr überzeugt und nach "Pandemonium" kann ich ziemlich sicher sagen, dass die "Amor"-Trilogie zu den aktuell besten Dystopien unter den Jugendbüchern zählt - wenn sie nicht, meiner Meinung nach, sogar die eindeutig beste ist. 5 Sterne, ein echtes Must-Read.
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am 2. Januar 2016
Die Ereignisse aus Band zwei setzen eine Zeitlang nach dem Ende von Band eins an. Lena hat ihr altes Ich hinter sich gelassen und möchte nun einen Auftrag erfüllen. Die Kapitel wechseln sich zwischen damals und jetzt ab, was ich auf der einen Seite eine gute Idee finde, da man so auch erfährt, was nachdem Ende vom ersten Band geschah auf der anderen Seite finde ich, dass dadurch der Lesefluss etwas gestört wird, da nach jedem Kapitel dieser Wechsel stattfindet. In damals erfährt man, wie es Lena geschafft hat in der Wildnis zu überleben und wen sie dort kennengelernt hat. Gemeinsam müssen sie sich durch die Wildnis kämpfen. Von diesen neuen Freunden bekommt sie auch den Auftrag, der sie im jetzt in die Stadt führt. Ihre Erinnerungen an Alex kann sie auch nicht loslassen und möchte auch die Hoffnung, dass er noch leben könnte nicht aufgeben. Band zwei war anders als der erste. Zwar zum Teil richtig gut und spannend aber er konnte mich nicht so von sich überzeugen, wie es Delirium getan hat. Trotzdem möchte ich wissen, wie diese Geschichte ausgeht und ich bin gespannt auf den letzten Teil.
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Lena ist die Flucht in die Wildnis gelungen, aber sie musste Alex zurücklassen. Jeder hält ihn für tot, auch Lena. Sie schließt sich dem Widerstand an und lässt ihr altes Leben zurück. Nach einiger Zeit kommt sie zurück in die Stadt und soll für den Widerstand Julian beobachten. Sein Vater ist der Gründer der VDFA - einer Bewegung, die den Eingriff gegen Delirum unterstützt. Als Julian eines Tages entführt wird, verfolgt Lena Julian und gerät ebenfalls in die Fänge der Entführer. In der Gefangenschaft kommen sich die beiden näher. Irgendwann fragt sich Lena wer hinter der Entführung steckt und ihr kommt einer schimmer Verdacht. Als den beiden dann die Flucht gelingt, kommen sie endlich hinter das Geheimnis der Entführung und Lena ist schockiert.

Achtung, diese Rezension enthält Spoiler!
Das Hörbuch lässt mich stark gemischten Gefühlen zurück. Der 2. Teil unterscheidet sich sehr vom 1. Teil. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Einmal das Jetzt, in Lena wieder in der Stadt ist und das Damals, in dem Lenas Erlebnisse in Wildnis geschildert werden. Das war am Anfang ehrlich gesagt etwas verwirrend. Lena hat sich durch die Ereignisse in der Wildnis völlig verändert. Sie ist erwachsener geworden und hat sich eine harte Schale zugelegt. Insgesamt ist dieser Teil wesentlich brutaler als der erste.
Wenn man die Inhaltsangabe so liest, könnte man meinen, dass es wieder um Alex und Lena geht, was überhaupt nicht der Fall ist. Lena hält Alex für tot und verliebt sich in Julian. Die Autorin schafft hier eine völlig neue Liebesgeschichte. Ganz ehrlich, gibt es nichts Neues mehr außer einer Dreiecksgeschichte? Fällt der Autorin nicht etwas anderes ein? Das fand ich sehr unbefriedigend. Ich verrate wohl nicht zuviel, dass ganz am Ende Alex wieder auftaucht, nachdem man gerade Julian ins Herz geschlossen hat. Das Ende dieser Dreiecksgeschichte kann für mich gar nicht gut ausgehen.
Julian ist ein sehr interessanter Charakter. Als Sohn eines sehr einflussreichen Mannes und Befürworter des Eingriffs gegen Delirium ist die Ausgangssituation für ihn und Lena sehr dramatisch und von Misstrauen geprägt. Je näher man ihn kennen lernt um so interessanter wird.
Das Ende ist einfach nur total gemein. Ich werde auf jeden Fall den 3. Teil noch lesen, weil ich einfach wissen muss wie es mit Lena, Julian und Alex ausgeht.
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am 12. Mai 2014
Pandemonium ist der zweite Band der Amor-Trilogie und der Nachfolger von Delirium. Deswegen könnt ihr hier auf Spoiler stoßen!

Wer denkt, dass Band 2 nahtlos an Band 1 anknüpft, hat sich geschnitten. Knapp über die Hälfte des Buches wird immer abwechselnd in jedem Kapitel erzählt: Eins im "jetzt", dann wieder eins im "damals". So war es vor allem anfangs sehr verwirrend für mich, was denn jetzt genau passiert ist. Man erfährt immer nur Bruchstücke von dem, was Lena nach der Flucht widerfahren ist und was zur Zeit geschieht.

Ich persönlich fand die Aufteilung nicht ganz so gelungen. Kaum hatte man sich in einem Kapitel zurecht gefunden, wurde man schon wieder in die Vergangenheit bzw. Gegenwart geschleudert und quasi aus der Geschichte raus gerissen, zumal die Handlungsorte total verschieden waren. Allerdings konnte man damit auch über eher langweilige, langsame Geschehnisse hinwegtäuschen und die Story war nicht so langatmig.

Die "damals"-Kapitel beschreiben Lenas Zeit bei den Invaliden in der Wildnis und die Gefahren, mit denen sie sich rumschlagen müssen. Vor allem die allgegenwärtige Gefahr der "Zombies" - wie die Geheilten genannt werden - ist bedrohlich und schwebt wie ein Damokles-Schwert über den Menschen des Stützpunktes. Auch hat Lena schwer mit dem Verlust von Alex zu kämpfen, das sie lähmt und immer wieder herunterzieht.

Die "jetzt"-Kapitel beschreiben Lenas Zeit bei den Invaliden in der Stadt New York, wo sie sich unter falschem Namen und unter gefälschten Papieren mit zwei Mitstreitern ihres Stützpunktes eingeschlichen hat. Nach der Hälfte des Buches verschwinden die "damals"-Kapitel und die Handlung spielt nur noch in der Gegenwart.

Als Lena in New York Julian, den Sohn des Vorstands der VDFA (Vereinigung für Deliria-freies Amerika), bei einer ihrer Veranstaltungen beschattet, gibt es einen Aufstand der Schmarotzer (Invaliden, die nicht vor Mord und Totschlag zurückschrecken) und sie gerät selbst in Gefahr.
Die Handlung nimmt dadurch unaufhaltsam Schwung auf und die Spannung ist stellenweise fast unerträglich. Da musste ich sogar das ein oder andere Mal die Luft anhalten. ;-)

Auch "Pandemonium" hält noch die ein oder andere Überraschung bereit, mit der man nicht gerechnet hat. Vor allem gegen Ende ist das Buch unerträglich nervenaufreibend und spannend. Das Buch schließt auch wie sein Vorgänger wieder mit einem fiesen Cliffhanger.

Insgesamt würde ich jedem, der "Delirium" gelesen hat, "Pandemonium" empfehlen! Durch die actiongeladene Handlung ab der Hälfte des Buches konnte ich es nicht mehr weglegen, bis ich bei der letzten Seite angekommen bin. Gut, dass ich "Requiem" neben mir liegen habe. ;-)

Auch für den zweiten Teil gibt es 4 Pandas!

Lisa

pandastic-books-and-more.blogspot.de/
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am 19. Juni 2015
Also ich fand den zweiten Band wesentlich besser als den ersten Band. Es waren viel mehr spannende Momente im Buch. Es war nicht ganz klar, welche Wendung das Buch nehmen würde. Ihr Leben außerhalb des Zauns ist sehr lang.
Manche Szenen waren etwas lang, auch fand ich anfangs diesen Wechsel zwischen Gegenwaart und Vergangenheit unmöglich, aber da gewöhnt man sich dran. Trotz allem ein gelungener zweiter Teil. Ich freute mich auf den dritten Teil, aber ich werde ihn nicht lesen, denn laut der Rezensionen bleibt das Ende offen - das finde ich nicht gut und deshalb will ich es nicht lesen und akzeptiere das Ende des zweiten Bandes, welches wesentlich positiver ist.
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am 29. Januar 2014
Inhalt:
Die Lena von früher existiert nicht mehr, denn sie stellt nun alles was ihr über Liebe eingetrichtert wurde in Frage. Die Handlung ist gesplittet in die Zeit, nach der Lena die Flucht in die Wildnis gelingt und in die Zeit, in der Lena in New York lebt und die VDFA, die Vereinigung für ein Deliria-freies Amerika, beobachtet. Sie beobachtet dabei besonders den Sohn des Chefs der VDFA, der aufgrund von Komplikationen noch nicht geheilt wurde. Bei einer Demonstration kommt es zum Chaos und Lena folgt Julian in die U-Bahn Schächte. Dort lauern ungeahnte Gefahren...

Wie hat's mir gefallen:
Der Einstieg in das Buch fiel mir etwas schwer, da ich erst nicht begriff, dass das Buch zuerst nicht direkt an Band 1 anknüpft. Nach einigen Kapiteln wird klar, dass Lena aus zwei verschiedenen Zeitperspektiven erzählt. Verwirrend, aber doch gut. Wieso? Die Kapitel Jetzt und Damals wechseln sich ab, sodass man sehr gut sieht, wie sich Lena verändert und wie erwachsen sie gewurden ist.

Pandemonium ist anders, als ich es erwartet habe. Gerade die sprunghaften Kapiteln zwischen der depressiven Lena in der Vergangenheit und der starken, kämpferischen Lena aus der Gegenwart sind anfangs etwas verwirrend. Die Gegenwarts-Lena war mir sehr sympathisch, obwohl ich ihre negativen Gefühle verstehen kann. Die Liebe hat Lena vollends erwischt und sie hat Alex' Verlust noch lange nicht verwunden.
Ich fand die Wechsel zwischen den eher spannungsgeladenen Passagen in der Gegenwart und den emotionalen Teilen in der Vergangenheit sehr abwechslungsreich und habe mich gleich darin verliebt.

Neben Lena ist nun auch Julian neu. Erst konnte ich ihn nicht so sehr leiden, da sein Vater der Chef der VDFA ist und er automatisch somit zum Feind wird. Zudem ist er eher schwächlich und scheint so ganz das Gegenteil von Alex zu sein. Lena verbringt notgedrungen viel Zeit mit Julian und die beiden lernen sich kennen. Noch denkt Julia, dass Lena geheilt ist und kennt ihre wahre Identität nicht. Was passiert, wenn das auffliegt? Nein nein, da müsst ihr wirklich selbst zum Buch greifen.

Nur noch eins: das Ende war mal wieder schockend. Als Leser wägte man sich gerade in Sicherheit und Frieden, alles schien perfekt und dann BAMM kam etwas unvorhergesehenes, das man dennoch immer erhofft hatte, und die Welt scheint Kopf zu stehen. Auch wenn im Buch einige Szenen und Passagen ein wenig vorhersehbar war und manchmal das Timing zu perfekt schien, so hat mich das Ende dann doch überrascht. Toller Cliffhanger!

Der Schreibstil ist flüssig, jugendlich und vielleicht ein bisschen umschweifend, aber dennoch passend. Auch wenn der Trend gerade zu sehr kurzen Büchern geht (und auch 400 Seiten eher wenig als viel sind), finde ich nicht, das die Autorin hier zu sehr ausgeschmückt hat. Gerade die ganzen Erklärungen drumherum machen für mich den Charme des Buches aus, denn so erfährt man mehr über die dystopische Welt, Lenas Gefühle, die Widerständler und ihre neuen Freunde.

Fazit:
Pandemonium ist zwar anders als erwartet, dennoch gut, spannend und emotional. Durch die verschiedenen Zeitperspektiven bekommt man sehr gut die Wandlung von Lena mit und sieht genau ihre Veränderung zu einer starken Persönlichkeit. Trotz aller spannenden Stellen kommen die Emotionen nicht zu kurz. Ich finde, dass 'Pandemonium' eine gelungene Fortsetzung mit einem mitreißenden Ende ist.
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am 10. Januar 2013
Auch mit dem zweiten Band der Amor-Trilogie bin ich sehr zufrieden. Zufriedener als mit dem ersten Band sogar!
Alle meine Kritikpunkte zum ersten Band, zB. dass ich ein paar von Lenas Handlungen nicht nachvollziehen konnte bzw. die fehlende Action, wurden in diesem Band komplett aufgeholt. Auch auf dem Cover steht jetzt "Kampf" wo im ersten Band noch "Liebe" stand. Also: Macht euch auf Veränderungen gefasst!

Lena ist endlich erwachsen geworden, nachdem sie kurz vor dem Tod von der Widerständlerin Raven gefunden und gerettet wurde und nun ein hartes Leben in der Wildnis führt. Aber vor allem ist sie eins geworden - stärker. Sie leistet nun Widerstand gegen das System und glaubt nicht mehr an deren Lügen. Mehr noch: Nach ihrer Flucht über den Zaun, bei der sie ihre große Liebe Alex velor, hat sie sich dem Widerstand angeschlossen. Zusammen mit anderen Invaliden, Raven und Tack, kehrt sie in die kontrollierte Welt zurück, um einen Auftrag des Widerstandes auszuführen. Doch während einer Kundgebung kommt es zum großen Chaos... und das führt dazu, dass sie mit Julian, dem Sohn eines berühmten Heilmittel-Anhängers, entführt wird. Eigentlich sollte er alles verkörpern, was sie verabscheut. Seine Leute haben ihr Alex genommen. Seine Leute verabscheuen die Liebe. Doch in ihrer Gefangenschaft kommen die Beiden sich näher...

Wenn ihr mich fragen würdet, wer mir besser gefallen hat - Julian oder Alex - dann muss ich zugeben, dass Julian mich ziemlich schnell erobert hat. Schon am Anfang, als Lena ihn dabei beobachtet, wie er sich Bilder von fernen Orten ansieht, war mir klar, dass er nicht ansatzweise der ist, der er nach außen hin zu sein scheint. Und schon nach ein paar Tagen in der Gefangenschaft konnte ich mich sehr gut in ihn hineinversetzen.

Die größte Besonderheit des Buches sind wohl die "damals" und "jetzt"-Kapitel. Am Anfang fand ich das etwas verwirrend, aber das hat sich schnell gegeben. Jetzt halte ich das für eine gute Idee der Autorin: So werden sich die neue und die alte Lena gegenüber gestellt und einem wird die Entwicklung überhaupt klar. Langsam wird sie stärker, ist bereit zu kämpfen.

Fazit: Ein Buch der Veränderungen! Die Autorin hat es geschafft, nochmal alles aus Lena rauszuholen. Julian hat mir ebenfalls sehr gefallen, und zusammen mit dem Widerstand und der neuen Action schafft das Buch es: 5 Sterne für Pandemonium.
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am 5. Juli 2013
Pandemonium
[chaos wirrnis tumult]
Lauren Oliver, die bekannt ist durch ihren Debütroman „Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an dir vorbei sagen sie“, entführt den Leser in eine dystopische Welt in der eine totale autoritäre Regierung die Liebe als tödliche Krankheit diagnostiziert, ein Heilmittel dagegen erfindet und somit eine Welt der Gleichgültigkeit erschafft. „Pandemonium“ ist der Nachfolgeband von „Delirium“.

Klappentext:
Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Das Mädchen, das glaubte, was man ihm sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.

Inhalt:
Lena schafft es zu den Invaliden in die Wildnis, aber der Verlust von Alex belastet sie sehr und scheint kaum überwindbar. Aber irgendwie schafft sie es, ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben und so schließt sie sich dem Untergrund an. Ein Auftrag führt sie nach New York, wo sie unter falscher Identität lebt. Ihr Ziel ist Julian, der Sohn eines der größten Befürworter des Eingriffs zur Heilung der Liebe, dessen eigener Eingriff bevorsteht. Der Eingriff ist umstritten, da bei dem jahrelang schwerkranken Jungen die Gefahr besteht, dass er die Heilung nicht überlebt. Kurz vor dem Eingriff, bei einer Kundgebung der VDFA, der Vereinigung für ein Deliria-freies Amerika, der Julians Vater vorsteht, kommt es zu einem Aufstand anderer Invaliden und als Lena ihren Auftrag befolgt und Julian im Auge behält, gerät sie selbst in Gefahr.

Meinung:
Ich habe den ersten Band der Reihe „Delirium“ nahe zu verschlungen und habe sehnsüchtig auf den zweiten Band gewartet. Als es dann endlich soweit war, habe ich mich nicht getraut ihn zu lesen. Aus Angst, dass ich enttäuscht werden könnte. Nun hab ich mich endlich rangewagt und meine Befürchtungen haben sich bestätigt. Ich bin ein wenig enttäuscht worden.
Abwechselnd wird die Geschichte aus Lenas Sicht von „Damals“ und „Jetzt“ erzählt, bis die beiden Handlungsstränge aufeinander treffen. Die Idee finde ich sehr gut, obwohl es mich anfangs etwas irritiert hat und ich oft durcheinander kam. Aber die Idee, die Geschichte so zu erzählen, finde ich sehr gut.
Lauren Oliver beschreibt auch in diesem Band wieder sehr eindrucksvoll die Gefühle und Emotionen der Charaktere und besonders die von Lena. Lenas Herz ist gebrochen und es gibt nichts, was es heilen könnte. Umso überraschte war ich, als sie ihr Herz für Julian öffnet und sich in ihn verliebt. Für mich persönlich passte es nicht und hat mich sehr am Buch gestört.
Auch waren für mich manche Passagen etwas langatmig und es hätte gerne etwas zügiger vorangehen können. Vom Gefühl her fehlte mir im zweiten Band die Dynamik, die mir im ersten Band so gut gefallen hatte. Spannend fand ich, mehr über den Untergrund und die VDFA zu erfahren. Die neuen Informationen bringen noch mehr Tiefe in die Geschichte, was sich hoffentlich positiv auf den Abschlussband ausweitet. Auch die neuen Charaktere wurden mir auf Anhieb sympathisch und auch Lena ist mir mehr und mehr ans Herz gewachsen.
Trotzdem, obwohl ich „Pandemonium“ nicht die volle Punktzahl geben kann, hat es mir gut gefallen und ich denke, der Abschlussband, „Requiem“, der im Januar 2014 erscheinen soll, wird mich wieder vollends überzeugen. Eine wunderbare Basis wurde dafür geschaffen.
Für mich wäre der Roman als absoluter Muss weiter zu empfehlen und besonders für Fans der Dystopie! Ich kann euch empfehlen, dass Buch zu lesen. Ich wurde nicht enttäuscht!
Levenya

Fakten:
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten, Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (November 2012), Sprache: Deutsch , ISBN-10: 355158284X , ISBN-13: 978-3551582843, Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
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am 8. Mai 2013
Lena hat es über die Mauer geschafft und sich einer Gruppe Invalider angeschlossen. Zusammen müssen sie im harten Winter ums Überleben kämpfen, denn die Wildnis ist kein Zuckerschlecken und viele bleiben auf der Strecke.
In der Zukunft (die parallel zu "damals" der Wildnis erzählt wird) ist Lena ein Maulwurf in der Organisation VDFA (Vereinigung für ein Deliria-freies Amerika) und soll den Sohn des großen Beführworters bei einem Aufstand im Auge behalten. Doch plötzlich ist Lena selber mitten drin und Gefangene der Schmarotzer.

Wie oben schon gesagt wird das Buch in "damals" und "jetzt" aufgeteilt und Lenas Überleben in der Wildnis und ihre Arbeit bei der VDFA parallel erzählt. Anfangs etwas verwirrend, doch man findet schnell rein. Der Schreibstil ist wie immer sehr angenehm zu lesen und zieht einen mit unglaublicher Geschwindigkeit durch das Buch.

Lena verändert sich im Buch, was Lauren Oliver sehr glaubwürdig hinbekommen hat ohne, dass es konstruiert wirkt. Mit Julian bin ich bis kurz vor Ende nicht richtig warm geworden, auch einfach deshalb, weil ich zu sehr an Alex hänge.
Im Grund passiert nicht all zu viel, doch es war spannend Lenas Entwicklung mit anzusehen und wie sie sich von Alex lösen will und neue Liebe erfährt.

Mit Schrecken habe ich gesehen, dass Band drei erst nächstes Jahr raus kommt... ich weiß nicht wie ich das Warten nach einem solch gemeinem Cliffhanger überbrücken soll.
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am 27. Februar 2013
Inhalt

Damals
Panik. Angst. Schmerzen....laufen....rennen....immer weiter....Alex - tot!!?
Nach der Flucht über den Zaun, an dem Alex niedergeschossen wird, flieht Lena in den Wald. In die Wildnis. Total erschöpft und kaum bei Bewusstsein wird sie von einem Trupp Invaliden aufgegabelt und in deren Lager gebracht. Hier kann sie sich etwas erholen und kommt mehr und mehr zu Kräften. Die junge Raven zeigt ihr das Leben in der Wildnis.
Doch die Ruhe währt nicht ewig. Der Winter zieht ins Land und bald wird das gesamte Lager Richtung Süden aufbrechen. Doch kurz vor dem geplanten Start kommt es zum Angriff der "Geheilten" und Lena, Raven und Co müssen Hals über Kopf flüchten, mit wenig Nahrung und der Kälte und den Gegnern im Rücken.

Jetzt
Lena befindet sich in New York, als Maulwurf eingeschleust, mit falscher Narbe im Genick, um als Geheilte durchzugehen. Sie hat den Auftrag Julian, den Sohn von Thomas Finemann, der die VDFA (Vereinigung für ein Deliria-freies Amerika) gegründet hat, zu beschatten.
Auf einer Großversammlung wird die Menschenmenge von den "Schmarotzern" angegriffen und Julian und Lena werden in Gefangenschaft genommen. Eingepfercht in einem kleinen Kerker kommen sich die beiden näher...

Meinung

Ab der ersten Seite hat mich "Pandemonium" fest im Griff. Aber ist das verwunderlich? - NEIN! Band 2 knüpft direkt da an, wo "Delirium" aufgehört hat und ich glaube, ich werde mich ewig daran erinnern, WO und besonders WIE es endete. Es war damals, vor ziemlich genau einem Jahr, mehr als schockierend und ich war dermaßen durch den entsetzlichen Cliffhanger traumatisiert. So etwas vergisst man so schnell nicht! Ich konnte und wollte dieses Ende einfach nicht wahrhaben.
So bin ich durch die ersten Kapitel von "Pandemonium" gerast, gehetzt, habe jede kleinste Information aufgesaugt, nur auf der Suche nach den erlösenden Worten. Es muss doch ein Anzeichen geben, dass das alles nur ein schlechter Traum war!!! - Adrenalin pur und das in hoher Konzentration!

Wieder einmal bin ich überaus begeistert von Lauren Olivers Schreibkünsten. Sie beschreibt sehr bildhaft und oftmals mit einem leicht poetischen Touch. Ihre Sätze passen wunderbar und sind ein Genuss für Augen und Verstand. Ein einfacher Lesefluss stellt sich unweigerlich ein.

Das Buch wird aus der Sicht von Lena wiedergegeben und spiegelt ihr Erlebtes in den Zeiten "Jetzt" und "Damals". Im "Damals" begleiten wir sie direkt nach der Flucht. Wie sie auf die Invaliden trifft und Stück für Stück deren Leben kennenlernt. Es wird auch ihr Leben.
Im "Jetzt" ist sie in New York unter den "Geheilten", um verdeckte Ermittlungen durchzuführen und wichtige Informationen der VDFA zu erfahren, die stetig gegen die Invaliden arbeiten.

Die Idee der beiden Zeitperspektiven empfinde ich als sehr gelungen, auch wenn natürlich direkt klar wird, dass Lena das "Damals" gut übersteht, da sie ja im "Jetzt" putzmunter ist. Spannung wird der Handlung dadurch dennoch nicht genommen. Die Geschichte entblättert sich Stück für Stück, und da nach jedem Kapitel die Zeit wechselt (und meist mit einem kleinen Cliffhanger endet), zieht sich der Spannungsbogen durch das gesamte Buch.

Die Charaktere sind auch dieses Mal wunderbar wiedergegeben. Dabei sind alle neu, bis auf Lena, die eine bemerkenswerte Entwicklung durchmacht. Sie erscheint so viel stärker, als noch in Delirium, wo sich eine leichte Entwicklung schon bemerkbar gemacht hat. Aber hier bekommen wir besonders im "Damals" diese Entwicklung spürbar mit. Sie wächst oftmals über sich hinaus und im "Jetzt" ist Lena eine komplett andere Person. Das macht sie aber nicht weniger sympathisch. Ich mag sie als Protagonistin unheimlich gern leiden!
Ebenfalls sympathisch ist Raven, die junge Invalidin, die im ersten Augenblick rau und unantastbar wirkt. Doch auch in ihr ruht ein charismatischer Kern, der sich hinter einer harten Schale verbirgt. Sie ist die geborene Anführerin und benimmt sich auch zurecht als solche.
Julian, sozusagen als Ersatz (oder auch nicht) für Alex, konnte mich auch direkt überzeugen. Das "Kennenlernen" mit Lena verläuft total "vorstellbar" und macht den weiteren Verlauf der beiden glaubhaft.
Trotzdem habe ich alte Charaktere vermisst. Hana! Wo bist du? In Teil 1 gehört sie zu meinen Lieblingen, aber hier muss ich gänzlich auf sie verzichten. Im letzten Band MUSS sie einfach wieder dabei sein!

Ich kann es auch nur wieder und wieder erwähnen. Die Geschichte, die Frau Oliver in ihrer Trilogie aufbaut ist einfach grandios. Die Liebe als Krankheit zu bezeichnen, die die Welt in Chaos und Krieg gestürzt hat, ist einfach genial und die tolle Umsetzung ist so ziemlich beispiellos. Spannung, gemixt mit schönen, gefühlvollen Momenten ergeben ein wundervolles Endergebnis, sowohl in "Delirium", wie auch hier in "Pandemonium"!

....und dann kommt da dieses ENDE!! JA, fürchterliche Cliffhanger scheinen Lauren Olivers Ding zu sein. Das muss ich auch hier wieder feststellen. Aber sind wir Mal ehrlich?! Nichts macht einen Folgeband so schmackhaft, wie ein solches Ende! Ein Ende, das mich schon wieder sprachlos zurücklässt. Ein Ende, das gemeiner nicht hätte sein können. Ein Ende, das eine Hoffnung in mir schürt, die ich längst verloren geglaubt hatte.

Fazit

"Pandemonium" steht Band 1 in NICHTS nach! Ich war erneut gefesselt durch spannungsgeladene Szenen, einem wundervollen Schreibstil, sympathischen Charakteren und dieser genialen Idee, die Liebe zu einer schrecklichen Krankheit zu machen. Ich kann nur 5/5 möglichen Punkten vergeben und verbeuge mich erneut vor Frau Oliver!
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