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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 4,5 Sterne: Ein toller dritter Teil
Inhalt: Fast ein Jahr ist es nun her, seitdem ein Asteroid auf dem Mond eingeschlagen ist und den Mond aus seiner gewohnten Umlaufbahn geworfen hat. Ein Jahr, in dem sich für Miranda und ihre Familie alles geändert hat. Furchtbare Umweltkatastrophen, ein langer und kalter Winter, der in ihrer Heimatstadt viele Opfer gefordert hat. Eine dicke Ascheschicht liegt...
Veröffentlicht am 24. Juli 2012 von LenaBo

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nun ist es leider vorbei :-(
Das war der letzte Teil der von mir über alles geliebten Trilogie :-(.

In diesem letzten Teil treffen die Protagonisten aus Teil 1 und 2 ( Miranda und Alex) aufeinander.
Auch gibt es für Miranda ein Wiedersehen mit ihrem Vater.
Eine Situationsveränderung für alle Überlebenden ist nicht in Sicht, die Welt bleibt grau,...
Veröffentlicht am 16. August 2012 von Silke Ingenbold-kowanda


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 4,5 Sterne: Ein toller dritter Teil, 24. Juli 2012
Von 
LenaBo (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Leben, das uns bleibt (Gebundene Ausgabe)
Inhalt: Fast ein Jahr ist es nun her, seitdem ein Asteroid auf dem Mond eingeschlagen ist und den Mond aus seiner gewohnten Umlaufbahn geworfen hat. Ein Jahr, in dem sich für Miranda und ihre Familie alles geändert hat. Furchtbare Umweltkatastrophen, ein langer und kalter Winter, der in ihrer Heimatstadt viele Opfer gefordert hat. Eine dicke Ascheschicht liegt seitdem in der Luft und hat Mirandas gesamte Umgebung in eine trübe und graue Welt verwandelt.
Nach einem Jahr werden die Lebensmittelrationen immer knapper. Nur noch die starken und gesunden Menschen können sich Lebensmittelvorräte für eine gesamte Woche im Rathaus der amerikanischen Kleinstadt abholen. Doch es ist nicht gewiss, wie lange das Städtchen von der Regierung überhaupt noch mit Nahrung versorgt wird, geschweige denn, ob sich das Leben auf der Erde je wieder normalisieren wird.
Die Angst vor dem Verhungern steigt weiter an, als eines Tages plötzlich Mirandas Vater, samt Ehefrau, Kind und drei Fremden, vor der Tür steht und um Unterschlupf bittet. Dabei ist auch ein Junge in Mirandas Alter'Alex.

Meine Meinung: Susan Beth Pfeffer kehrt im dritten Band der Reihe wieder zur gewohnten Höchstleistung zurück. Der Schreibstil und die gut gewählte Perspektive, die ich in 'Die verlorenen von New York' so schmerzlich vermisst habe, reißen den Leser in diesem Teil wieder von Anfang an mit. Die Autorin bindet das Ereignis rundum den Mond fließend in den Anfang der Handlung ein. So wird der Leser direkt an die erschreckenden Geschehnisse des ersten und zweiten Bandes erinnert. Als Leser erlebt man die Geschichte abermals durch Tagebucheinträge der Protagonistin Miranda, die wir bereits in 'Die Welt, wie wir sie kannten' kennengelernt haben.
Schon nach wenigen Sätzen gelingt es Susan Beth Pfeffer hervorragend, den Leser mitzureißen, indem sie die Gefühle und Gedanken des jungen Mädchens einbringt. Durch die Tagebucheinträge der Protagonistin erscheinen die Ereignisse um einiges realer, als würde es sich bei dem Buch um einen Zeitzeugenbericht handeln, und dadurch auch um einiges angsteinflößender.

'Das Leben, das uns bleibt' hat das gewisse Etwas. Wie auch schon in den Vorgängerbänden erschafft Susan Beth Pfeffer durch ihr realistisches Endzeitszenario durchgehend eine beklemmende Stimmung. Wer sich bisher nicht vorstellen konnte, wie es sich anfühlen muss, mit zwei kleinen Mahlzeiten pro Tag auszukommen, ohne fließendes Wasser leben zu müssen oder aber auf Strom und somit auf das Internet oder Telefon zu verzichten, der bekommt auch im dritten Teil wieder einen tiefen Einblick in ein solches Leben. Was aber noch viel erstaunlicher und dadurch fesselnd zu lesen ist, ist die Tatsache, wie Menschen sich in Katastrophensituationen charakterlich verändern können. Auch in diesem Bezug lässt die Autorin den Leser nicht im Dunkeln stehen und viel mehr noch gelingt es ihr durch diesen Aspekt, den Leser abermals in den Bann zu ziehen. Durch die Protagonistin Miranda kann man intensiv miterleben, wie sich die Zukunft eines Menschen, einer gesamten Familie von einen Tag auf den anderen verändern kann. Zukunftspläne, die man in der Vergangenheit geschmiedet hat, sind schlagartig zerstört. An dessen Stelle treten Zukunftsängste, die man sich noch nicht einmal in seinen schlimmsten Albträumen auszumalen vermag. Susan Beth Pfeffer lässt uns daran teilhaben, wie Menschen in Ausnahmesituationen handeln und vor allem wozu Menschen fähig sein können, wenn sie verzweifeln und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft aufgeben.
So lässt die Protagonistin Miranda den Leser nicht nur an äußerlichen Dingen, die sich in ihrer Welt befinden, teilhaben. Wie auch schon im ersten Teil kann der Leser viel über die zwischenmenschlichen Beziehungen der Figuren erfahren. Diese Beschreibungen erweist sich genauso spannend, wie der bittere Kampf ums Überleben der Familie Evans. So gestaltet sich die gesamte Geschichte als eine Mischung aus erschreckenden Katastrophenszenarien und äußerst emotionalen Momenten.

Mein größter Kritikpunkt am zweiten Band war die Figur Alex. Ich empfand ihn beim Lesen von Seite zu Seite als größere Nervensäge und auch sein Verhalten war überwiegend aggressiv. Deswegen war ich zunächst skeptisch, als ich erfahren habe, dass auch Alex im dritten und letzten Band der Reihe wieder seinen Auftritt haben wird. Als er dann schließlich in der Geschichte auftauchte, hatte ich tatsächlich den Eindruck, eine völlig andere Figur vor mir zu haben. Verflogen war der Alex, der seine Geschwister schlecht behandelt und plötzlich war dort ein junger Mann, der sich selbst opfern würde, um seine Familie zu beschützen. Alex hat für mich eine der stärksten und schönsten Entwicklungen im Buch durchlebt. Doch trotzdem sorgte seine Figur wieder für Aspekte, die mir absolut nicht gefallen haben. Leser haben Alex bereits in 'Die verlorenen von New York' als sehr religiösen Menschen kennengelernt. Meiner Meinung nach ist überhaupt nichts daran auszusetzen, christliche Normen und Werte in einem Jugendbuch einzubringen. Fragwürdig ist es für mich aber, dass sich andere Figuren, blind vor Liebe, von der christlichen Moralkeule, die von Zeit zu Zeit geschwungen wird, dermaßen in ihrer eigenen Meinung beeinfluss lassen, dass sie ihre eigenen Ansichten über Bord werfen.

Im Mai hat die Autorin auf ihrem Blog bekannt gegeben, dass sie bereits an einem vierten Band arbeitet. Dieser wird 2,5 Jahre nach 'Das Leben, das uns bleibt' spielen.

Fazit: Für mich ist die 'Last Survivor' Reihe von Susan Beth Pfeffer das lesenswerteste Endzeitszenario im Jugendbuchbereich. Denn obwohl die Autorin auf rasante Actionsituationen verzichtet, schafft sie es Seite um Seite zu begeistern. Es sind die Alltagsbeschreibungen der Familie Evans, deren Kampf ums Überleben und der tiefe Familienzusammenhalt, die als Spannungs- und Fesselungsfaktor ausreichen, um den Leser die Bücher verschlingen zu lassen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben, das uns bleibt, 22. Juli 2012
Von 
fantasticbooks - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Leben, das uns bleibt (Gebundene Ausgabe)
Vor ungefähr einem Jahr ist ein Asteroid auf den Mond aufgeschlagen und hat ihn dadurch näher an die Erde herangeschoben. Dies hat seine Anziehungskraft vergrößert und die Erde wurde daraufhin von Tsunamis, Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht. Ein Großteil der Infrastruktur wurde zerstört und die Asche in der Luft sorgt dafür, dass die Sonnenstrahlen nicht mehr zur Erdoberfläche durchdringen.
In einer Kleinstadt kämpfen Miranda und ihre Familie ums Überleben. Es gibt so gut wie keinen Strom mehr und auch alle damit verbundenen Annehmlichkeiten des Lebens nicht mehr und sämtliche Ressourcen sind langsam aber sicher aufgebraucht. Einmal die Woche kann sich die Familie eine kleine Essensration im Rathaus abholen, die aber kaum zum Leben ausreicht. Miranda und ihre Brüder Matt und Jon sind gezwungen, in leerstehende Häuser einzudringen und zu plündern um sich über Wasser zu halten. Sie leben allein mit ihrer Mom, denn ihr Dad hat eine neue Frau, die ein Kind von ihm erwartete. Die beiden haben sich auf die Suche nach Verwandten aufgemacht. Seitdem gibt es kein Lebenszeichen von ihnen. Das einzige, dass Struktur in Mirandas Leben bringt, sind die erzwungenen Unterrichtseinheiten ihrer Mom und ihr Tagebuch. Hier schreibt sie alles auf, das sie bewegt; nur für sich allein.
Im Mai brechen ihre Brüder zum Fischfang zu einem entfernt liegenden Fluss auf und kehren nach Tagen mit vielen Fischen zurück, die die Familie eine Weile ernähren können. Doch die beiden haben mehr als Nahrung dabei: Syl, ein junges Mädchen, das Matt aufgegabelt und beschützt hat und das er fortan zu seiner Frau erklärt. Nachdem die Familie den ersten Schock über das neue Familienmitglied überwunden hat, tauchen weitere Gäste auf: Mirandas Dad, seine Frau Lisa mit Baby und drei weitere Reisende. Einer davon ist Alex, ein Junge, wenig älter als Miranda, der schwer an der Last der Verantwortung für seine kleine Schwester Julie trägt. Trotz des großen Hungers der eigenen Familie gewährt Mirandas Mum allen ihre Gastfreundschaft. Und so versuchen alle miteinander auszukommen, was ihnen natürlich nicht immer gelingt. Wird die Familie überleben können? Und warum ist Matt so abweisend zu Miranda, wo doch alle davon überzeugt sind, dass diese ihm so wichtig sei? Werden sie zusammenbleiben?

Ich muss gestehen, der Roman beginnt sehr bedrückend. Das Szenario, das Susan Beth Pfeffer hier kreiert hat, könnte - im Gegensatz zu denen vieler anderer Dystopien - jederzeit Realität werden. Die Autorin kommt in ihrer Geschichte ganz ohne schrecklich entstellte Menschen, merkwürdige Kreaturen oder fremdartige politische Systeme aus. Sie schildert nur ganz deutlich, was passiert, wenn dem Leben die Energie der Sonne entzogen wird und sämtliche technische Errungenschaften der Gegenwart ausfallen. Und das macht den Roman so erschreckend real.

Miranda ist ein sehr sympathischer Charakter, das typische, freundliche Highschoolmädchen, hübsch, intelligent und normalerweise beliebt. Aber davon ist Miranda nur noch die Erinnerung geblieben. Ihre Freunde sind entweder tot oder fortgezogen, in der Hoffnung, woanders ein besseres Leben zu finden. Unterricht gibt es nur noch von ihrer Mom und jeder Unfall und jede Krankheit kann lebensbedrohlich werden. Nicht zu vergessen der Hunger, der seitdem ihr ständiger Begleiter ist.

Der Roman lässt sich flüssig lesen und hat mich durchweg gefesselt. Er ist in der Ich-Form, aus der Sicht von Miranda geschrieben, wodurch ich an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben konnte und oftmals mit ihr mitgelitten habe. Gleichwohl vermittelt die Autorin mit ihrer Schreibweise auch die Hoffnungslosigkeit, die sich bei den Charakteren breitgemacht hat, ihrer Angst vor einer Zukunft, falls sie denn überhaupt noch eine haben.
Besonder gut gefallen hat mir auch das Cover des Buches, dass sowohl den Mond, der ursächlich für die veränderte Lebensqualität der Charaktere ist, als auch den unfruchtbaren Boden und die ständig mit Asche geschwängerte Luft abbildet.
Der Roman hat mir außerordentlich gut gefallen und hat mich auch nach seiner Beendigung lange nicht losgelassen und mich gleichzeitig mit tiefer Dankbarkeit erfüllt, für das Leben, das wir haben und meistens gar nicht zu schätzen wissen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Buch!, 27. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Leben, das uns bleibt (Gebundene Ausgabe)
Es ist wirklich bedauernswert dass dieses buch das letze buch ist. Ich habe mir das Buch zu Weihnachten gewünscht und habe es innerhalb von 2 Tagen ausgelesen. Ich konnte es einfach nicht wegglegen. Ich habe es mir desswegen gewünscht, weil ich es sehr interessant fand, dass die Autorin Miranda und Alex zusammenkommen lies. Das fand ich super. Das Buch ist auf jeden Fall empfehlenswert und ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. :)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus der Bahn geworfen, 25. April 2013
Von 
Andrea Hübner "monja1995" (Fahrenzhausen, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Leben, das uns bleibt (Gebundene Ausgabe)
Mein Umriss:

Miranda ist 16 und ihre Welt ist in Ordnung. Sie besucht die Schule und ist ein Mädchen wie viele andere. Als am 07. Mai das Unvorstellbare passiert, wurde ihr Leben bisher nur von der Trennung ihrer Eltern erschüttert.
Die Menschen stehen im Freien und schauen gebannt zum Mond, dem sich ein mächtiger Meteorit nähert. Als dieser dann tatsächlich auf dem Mond einschlägt, ist nichts mehr, wie es einmal war. Der Mond hat nun eine andere Form. Er ist eingedellt, was viele noch faszinierend finden, aber er erscheint auch viel größer als vor dem Einschlag. Er wurde aus seiner angestammten Bahn geworfen und ist der Erde nun viel näher. Das hat Auswirkungen, die zwar eine logische Konsequenz daraus sind, an die aber die Menschen nie geglaubt hätten. Ebbe und Flut entwickeln sich zu unzähligen Tsunamis, die Inseln und ganze Küstenregionen von der Landkarte verschwinden lassen. Vulkane, auch längst vergessene nehmen ihre Aktivitäten wieder auf. Zahllose Menschen verlieren ihr Leben und ebenso ungezählte Menschen verlieren ihre Bleibe, ihr Hab und Gut. Einzig diejenigen die weiter im Landesinneren leben, haben Überlebenschancen. Diese jedoch stehen auch nicht allzu gut, denn die Katastrophe lässt gleichzeitig alles zusammenbrechen. Die Menschen sind plötzlich auf sich allein gestellt, hamstern was sie bekommen können und schrecken auch vor Plünderungen nicht zurück. Miranda und ihre Familie leben im Landesinneren und reagieren schnell, indem sie die Supermärkte stürmen und alles kaufen, was ihnen über einen längeren Zeitraum das Überleben sichern kann.
Bald fällt der Strom aus und die Erde verdunkelt sich aufgrund der Vulkanasche, die in die Atmosphäre geschleudert wurde. Daraus resultiert eine extreme Abkühlung auf der Erde, sodass die Temperatur bereits im August weit unter den Gefrierpunkt fällt.
Die Familie ist auf sich allein gestellt und kann keine Hilfe von aussen erwarten. Einzig die gehamsterten Lebensmittel und das selbstgeschlagene Holz helfen ihnen über eine gewisse Zeit. Aber was dann?

Mein Eindruck:

Eigentlich ist dieses Buch für Jugendliche geschrieben, fasziniert jedoch Erwachsene mit Sicherheit in gleichem Maße. Susan Beth Pfeffer hat sehr intensiv die Auswirkungen des Mondes auf die Naturgewalten auf der Erde recherchiert, daher ist das in ihrem Buch dargestellte Szenario sehr realistisch und nachvollziehbar. Das Buch schrieb sie aus Sicht der 16jährigen Miranda in Tagebuchstil. Ihre Schreibweise ist eher einfach, aber keineswegs langweilig gehalten. So wie eben ein Jugendbuch sein muss, das auch Erwachsene in seinen Bann zieht. Es umfasst den Zeitraum von ca. 11 Monaten, in dem der Überlebenskampf der Familie mit Hunger, Kälte, Tod und Krankheiten dargestellt wird, ohne jedoch ins Voyeuristische abzudriften. Die Welt wie wir sie kannten ist der erste Band einer Trilogie, der neugierig auf die anderen beiden macht.

Mein Fazit:

Ein Endzeitepos, das ohne Aliens, Raumschiffe, Atombomben und Roboter auskommt und das so auch ohne weiteres vorstellbar ist, daher unbedingt empfehlenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannender Abschluss der Trilogie, 24. September 2012
Von 
Sandra Budde "BuchZeiten" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Leben, das uns bleibt (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Erneut tauchen wir ein, in die Welt nach dem Näherrücken des Mondes. In die Welt, in der nichts mehr so ist, wie es war. Wo Kinder über Nacht zu Erwachsenen wurden und Erwachsene zu Kindern. Miranda hat sich so gut wie möglich mit ihrem Leben abgefunden, doch bleiben Zweifel. Wie es weitergehen soll. Die Dinge entwickeln sich rasend schnell. Nach einem Angelausflug kehrt Matt mit Syl zurück. Seiner Frau. Und währen sie grad diese Neuigkeit verarbeiten taucht Mirandas Vater mit seiner Familie wohlbehalten bei ihnen auf. Mit drei weiteren Personen. Doch so froh sie auch sind, die Situation wird noch brenzliger, das Essen noch weniger und manchmal hat Miranda das Gefühl zu ersticken, weil zu viele Leute um sie herum sind.

Meine Meinung:
Auch in diesem dritten und leider letzten Teil überzeugt mich der Schreibstil der Autorin wieder restlos. Auch dieser Teil ist wieder als Tagebucheinträge von Miranda geschrieben, doch oft merkt man das gar nicht so richtig. Der Schreibstil ist nach wie vor ein bisschen kühl, aber ich glaube gerade bei diesem Inhalt, bei den Problemen, die die Protagonistin hier haben, ist es eben dieser Schreibstil, der einen so mitreisst. Man hat gar nicht das Gefühl, einen Roman zu lesen, sondern mehr einem Tatsachenbericht zu folgen.

Für mich ist diese Trilogie eine der besten im Bereich der Dystopien, weil sie sich so gänzlich von den anderen unterscheidet. Keine großen Helden, keine zu fürchtenden Oberen. Vielmehr einfach die Menschen wie Du und ich, die um ihr tägliches Überleben kämpfen. Die sich an Kleinigkeiten wie einer halben Rolle Klopapier erfreuen können. Die sich inmitten eines Haufens Menschen allein fühlen und Einsamkeit ersehnen. Nur um im nächsten Moment möglichst nah wieder an genau diese Menschen heranzuwollen.

Für mich war dieser dritte und letzte Teil viel viel viel zu kurz. Und am Ende ist eigentlich alles gesagt und auch alles offen. Wer weiß, vielleicht folgt ja doch noch ein Teil. Oder aber die Autorin überlässt es unserer Fantasie, ob Miranda das erreicht, was sie sich erhofft.

Ein Satz von Miranda beschreibt glaube ich allumfassend die Situation: "Ich hasse das Leben, das uns bleibt."

Fazit:
Ein toller dritter Teil, der den ersten Beiden in nichts nachsteht. Eine so andere Dystopie-Trilogie, die ich jedem nur empfehlen kann!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch das einen nicht los lässt, 17. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Leben, das uns bleibt (Gebundene Ausgabe)
Ich stehe noch etwas unter dem Eindruck des Buches....welches ich wirklich, genau wie die ersten beiden Bände, großartig fand! Ich habe geschmunzelt....ich habe geweint....und wieder überlegt, was man selber in so einer Situation tun würde. Würden wir überhaupt überleben?
Deswegen beschäftigt mich diese Buchreihe so....weil man ins Grübeln kommt...weil man mit den Protagonisten mitfühlt und weil die Geschichte an sich durchaus real sein könnte!

Zum Buch: Ich finde es toll, wie die Personen aus Buch 1 und 2 hier zusammen geführt werden, wie sie sich arrangieren....und wie es dennoch immer wieder zu Konflikten kommt....denn das ist ECHT! Eine heile Welt gibt es nicht und es ist nur normal das auch gestritten wird.
Mir gefällt außerdem wie Alex und Miranda sich entwickelt haben! Und wie sie an ihren Aufgaben und Entscheidungen...auch wenn sie hart sind....wachsen.

Ich bin jemand der viel liest, aber es gibt selten Bücher, die mich nach dem Lesen noch ewig beschäftigen und nicht los lassen, so wie es bei dieser Trilogie ist!

Ich fände es schade, wenn dies wirklich der letzte Teil wäre, da ich schon gespannt bin, ob sie wirklich in eine sichere Stadt kommen.

Also ich fand das Buch wirklich toll und sehr empfehlenswert, wenn man vorher die anderen beiden Bände liest!

Den einzigen Minuspunkt gibt es, weil ich enttäuscht war wie dünn das Buch ist, und es trotzdem fast genauso viel kostet wie Band 1, welcher fast doppelt so dick war!
Daher gebe ich 4 statt 5 Sternen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Würdige Fortsetzung, 29. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Leben, das uns bleibt (Gebundene Ausgabe)
Das Leben, das uns bleibt hat mich genau wie Die Welt wie wir sie kannten schwer beeindruckt. Gut finde ich, dass hier die Handlung um Miranda fortgesetzt wird und man wieder aus ihren Tagebucheinträgen erfährt was passiert. Das Leben hat sich verändert, aber nun scheint es aufwärts zu gehen. Es gibt regelmäßige Lebensmittellieferungen, es wird wärmer, es regnet gelegentlich und Miranda und ihre Familie erobern sich ein Stück Alltag zurück. In diesem Roman kommen aber auch neue Personen dazu, man kann sich freier bewegen, sodass die Familie nach und nach die leerstehenden Häuser des kleinen Städtchens nach brauchbaren Dingen durchsucht. Dabei erleben sie interessante Dinge und finden allerlei nützliche Dinge die früher alltäglich waren. Als die Brüder eines Tages für ein paar Tage zum Fischen die Stadt verlassen und mit einer großen Überraschung zurückkehren ändert sich vieles, aber das soll nicht die letzte und auch nicht die einschneidenste Veränderung sein.

Mehr mag ich eigentlich gar nicht verraten. Mir hat das Buch wieder super gefallen, durch den einfachen Schreibstil lässt es sich schnell und flüssig lesen. Mirandas Charakter fesselt einen geradezu an die Geschichte und dass sie und ihre Gedanken nicht immer perfekt sind macht sie einfach nur menschlich. Jedoch stört mich auch hier, wie auch im letzten Buch, dass Miranda haarklein Dinge erzählt die Stunden zuvor passiert sind, dabei verliert die Autorin teilweise den Faden des Tagebuchs und schreibt weitenteils einen Roman mit Pseudotagebucheinträgen. Das finde ich schade, tat meinem Lesespaß aber keinen Abbruch.

Besonders gefällt mir in diesem Fall im Übrigen auch wieder die Gestaltung des Covers, es passt einfach super gut zum Inhalt, dass kann heutzutage ja kaum noch ein Roman von sich behaupten. Eigentlich bin ich kein Freund von Hardcover, aber in diesem Fall ist es ein leichtes, handliches Buch und mit praktischem Lesebändchen, was ich persönlich sehr gerne mag.

Das Ende des Buchs lässt darauf schließen, dass es wohl keine direkte Fortsetzung mehr geben wird, aber hoffentlich wird die Autorin das von ihr geschaffene Universum mit weiteren Geschichten zu füllen. Nun wird es für mich Zeit mich an Band 2 zu machen, damit ich noch sehe wie es zu dieser Zeit in New York aussieht und welchen Schaden der "Mondfall" dort angerichtet hat.

Tolles Buch 4,5/5 Sternen!!!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Leben, das uns bleibt, 7. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Leben, das uns bleibt (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Gut ein Jahr ist es her, seit der Mond durch einen Asteroiden aus der Umlaufbahn geworfen wurde. Ein Jahr, welches durch Katastrophen geprägt wurde und viele Opfer gefordert hat.
Miranda und ihre Familie sind den Tod knapp entronnen, doch noch immer herrscht ein Ausnahmezustand. Die Lebensmittelrationen werden knapper, Elektrizität gehört noch zur Mangelware und an ein normales Leben ist nicht zu denken. Durch Plünderungen halten sich Miranda, ihre Brüder und ihre Mutter über Wasser, allerdings wird die Situation um einiges schwieriger, als eines Tages ihr Vater samt neuer Frau, gemeinsamen Kind und noch drei fremden Personen bei ihnen auftauchen und Unterschlupf suchen. Schon selbst nicht genug zum Essen, müssen die Rationen jetzt auch noch unter mehr Menschen aufgeteilt werden und auch der Platz im Haus ist eng.
Gemeinsam müssen alle versuchen zu überleben, Hürden zu nehmen und ihr Leben wieder erträglich zu gestalten, was sich als alles andere als leicht herausstellt.

Meine Meinung:
Abschluss einer Trilogie, immer eine spannende Sache, obwohl, mir ist zu Ohren gekommen, dass es noch einen vierten Teil geben sollte, was ich gut verstehen könnte, denn auch nach Abschluss von „Das Leben, das uns bleibt“, gibt es noch Fragen, die offen bleiben, weil eine Katastrophe nun mal nicht von heute auf morgen vorbei ist.

Die Geschichte selbst ist gut konstruiert und bringt die beiden Hauptdarsteller der ersten beiden Bände zusammen. Man befindet sich mit Miranda und ihrer Familie in ihrem Haus, erfährt, was nach dem ersten Band ungewiss war, dass sie den harten Winter überlebt haben. Als ihr Vater auftaucht, hat er Alex und seine Schwester im Schlepptau und so erfährt der Leser auch, was im zweiten Band ungewiss war.
Somit vereint sich alles im letzten Teil der Trilogie, doch ein Ende ist noch nicht wirklich abzusehen. Die Welt versinkt immer noch im Chaos, um das tägliche Überleben muss gekämpft werden, nur eben jetzt gemeinsam.

Der Stapel war ungefähr sechs Leichen hoch und pyramidenförmig – unten lagen mehr Tote als oben. Er war aber nicht gleichmäßig geformt. An einigen Stellen lag der Schnee höher als an anderen, so dass der Haufen ziemlich unordentlich aussah. Die Kälte hatte alles konserviert. Unten ragten überall Hände und Füße vor, weiter oben auf Köpfe. (Seite 47)

Teil eins der Dystopien war für mich ein wahres Highlight, eindringlicher Schreibstil, liebenswerte Charaktere und ein durchaus nachvollziehbares Horrorszenario, Band zwei war schwächer, wenn auch brutaler, trotzdem konnte mich besonders Alex nicht sonderlich überzeugen und so komm ich bei Band drei zu einer Mischung. Einerseits mag ich Miranda wahnsinnig gerne, andererseits bleibt Unverständnis für Alex übrig. Dieser Zwiespalt zwischen Sympathie und Antisympathie beeinflusst auch die Geschichte, wobei sie aus Mirandas Sicht erzählt wird, was wieder ein sehr positiver Aspekt ist und somit das Buch doch zu einem guten Abschluss bringt.

Es geht in allen Teil zwar ums Überleben, allerdings wird nicht immer das Selbe erzählt. Die Umstände ändern sich, nach einem Jahr ist die Dramatik teilweise eine andere, man wird vor neue Probleme gestellt, findet aber auch Lösungen, so dass sich das Buch gut und interessant lesen lässt.

Für mich persönlich war „Die Verlorenen von New York“ (Band zwei) der, mit der meisten Brutalität, Grausamkeit und Eindringlichkeit, was mir jetzt ein bisschen gefehlt hat, aber es sei gesagt, die Situation an sich bleibt tragisch, mit ganz vielen Horrorszenen gespickt, nur eben nicht so ausführlich wie erwartet.

Fazit:
Ein guter und spannender Abschluss der Trilogie, wobei ich still noch hoffe, dass doch noch ein Folgeband erscheint, weil die Frage und der Ausgang, wie die Katastrophe das Leben aller längerfristig beeinflusst, noch lange nicht geklärt ist.

Reihenfolge der Moon-Crash-Trilogie:
1. Die Welt, wie wir sie kannten
2. Die Verlorenen von New York
3. Das Leben, das uns bleibt
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nun ist es leider vorbei :-(, 16. August 2012
Von 
Silke Ingenbold-kowanda "Büchermurmel" (Oberhausen, Ruhrgebiet) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Leben, das uns bleibt (Gebundene Ausgabe)
Das war der letzte Teil der von mir über alles geliebten Trilogie :-(.

In diesem letzten Teil treffen die Protagonisten aus Teil 1 und 2 ( Miranda und Alex) aufeinander.
Auch gibt es für Miranda ein Wiedersehen mit ihrem Vater.
Eine Situationsveränderung für alle Überlebenden ist nicht in Sicht, die Welt bleibt grau, düster,
hoffnungslos und grausam.

Für mich war der Abschluss leider enttäuschend :-(.
Die Autorin verlor sich in ewigen Wiederholungen.
Für mich erfüllten ihre geschriebenen Sätze zu 80 Prozent den Zweck, Seiten zu füllen.
Von Spannung oder dergleichen keine Spur.
Auch die aufkeimende Liebe zwischen den Protagonisten Miranda und Alex empfand ich als lieblos und
unemotional beschrieben. Ich konnte sie jedenfalls zu keinem Zeitpunkt spüren und nachvollziehen.

Ich vergebe 3 Sterne, weil ich die vorherigen Teile einfach nur genial finde und es zum Ende
dieses letzten Bandes doch noch mal sehr erschreckend und emotional wurde.

Nun muss ich mich leider von allen Charakteren trennen.
Eine Trilogie, deren Wartezeit auf den Folgeband jeweils ein quälendes Jahr betrug.
Aber abschliessend gesehen war sie es allemal wert!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die einzige Farbe, die ich noch kenne, ist grau.' (S.8), 27. Juli 2012
Von 
Bianca (Lohmar, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Leben, das uns bleibt (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:

Nach der großen Katastrophe vor gut einem Jahr ist nichts mehr so, wie es eimal war. Damals war ein Asteroid in den Mond eingeschlagen und hatte ihn näher an die Erde herangeschoben. Die daraus resultierende größere Anziehungskraft des Mondes änderte das Leben auf der Erde binnen Sekunden: Flutwellen, Erdbeben, Dürreperioden und Schneestürme waren die natürlichen Folgen, die unzählige Opfer nach sich zogen. Die Menschen, die diese Katastrophen überlebt hatten, kämpfen nunmehr gegen Hungersnöte und Seuchen an.

Mirinda, ihre Mutter und ihre zwei Brüder leben seit der Katastrophe im Wintergarten ihres Hauses in der kleinen Stadt Howell. Die Lebensumstände sind erbärmlich: Die Holzvorräte für das Feuer gehen zur Neige, Strom gibt es an guten Tagen nur stundenweise, und gute Tage sind selten geworden. Das größte Problem ist jedoch der Hunger, der seit einem Jahr ihr täglicher Begleiter ist. Als die Lebensmittellieferungen aus der Stadt immer spärlicher ausfallen, bleibt der Familie nichts anderes übrig, als leerstehende Häuser zu plündern.

Doch es gibt auch Momente der Hoffnung, zum Beispiel aus der Schnee in Regen übergeht, als Fische gefangen werden und als unerwartet Besuch vor der Tür steht.

Bewertung:

Idee:

Diese Dystopie ist sicherlich eine der düsteren, die man sich für die Zukunft vorstellen kann. Dabei zeigt Pfeffer auf eine sehr tiefgründige Art und Weise, wie die Menschen versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Manch einer mag dabei kritisieren, dass es dem Roman an Ereignissen mangelt, da sich vieles wiederholt. Ich finde, dies passt in das Konzept des Romans, denn gerade diese Ereignislosigkeit dominiert das Leben nach der Katastrophe. Und die wenigen Ereignisse gewinnen so umso mehr an Bedeutung. Und immerhin nimmt der Roman zum Ende hin noch einmal Fahrt auf.

Sprache und Stil:

Da der Roman in Form von Tagebucheinträgen von Mirinda geschrieben ist, gelingt es Pfeffer, den Leser in die emotionalen Abgründe einzubeziehen. So erfährt man, wie die Angst vor dem Alleinsein mit dem Wunsch kollidiert, nur einmal ein paar Minuten für sich zu haben. Wie die Hoffnung immer wieder zu zerbrechen droht, wenn die Sorgen um Nahrung und somit ums Überleben überhand nehmen.

Besonders fällt die nüchterne und trostlose Darstellung der Umgebung auf. An keiner Stelle finden sich Beschönigungen oder sinnlose Übertreibungen, denn der Roman beeindruckt durch seine Schnörkellosigkeit. Gerade so wird die eigenartig düstere Beklemmung besonders deutlich.

Charaktere:

Die Figuren selbst sind überzeugend dargestellt. Man glaubt, dass sich Menschen ebenso verhalten würden, dass sie Dinge nüchterner sehen, dass sie sich mit weniger zufrieden geben, dass es einige Menschen gibt, die sich über alle anderen Stellen, aber das es auch viele gibt, die Freundschaft und Hilfbereitschaft für das Maß aller Dinge halten.

Auch das Zusammenspiel der Charaktere passt ins Konzept. Auf der einen Seite versuchen sie keine Schwäche zu zeigen, aber der anderen Seite können sie sich über noch so unbedeutende Dinge wahnsinnig freuen, nur um dann kurze Zeit später wieder in Tränen auszubrechen. Die Dialoge spiegeln die Stimmung und das Grau der Umgebung wieder: Man versucht übertriebene Reaktionen der Harmonie willen zu vermeiden und man versucht den letzten Rest von Würde und Stolz aufrechtzuhalten. Doch immer gelingt das nicht.

Besonders gelungen ist für mich die Figur der Mutter. Laura kämpft für jedes bisschen Normalität, lässt ihre Kinder Hausaufgaben machen, die Zimmer putzen, nur um etwas Gewöhnliches und Alltägliches zu tun. Sie kämpft, weil sie an eine bessere Zukunft für ihre Kinder glaubt. Und sie hungert, damit ihre Kinder ihre Zukunft noch erleben können.

Mirinda und ihre Brüder sind Teenager: sie streiten, machen unüberlegte Dinge, sind impulsiv. Aber auch hier hat die Katastrophe ihre Spuren hinterlassen. Denn sie müssen viel schneller erwachsen werden:

Ich weiß, dass ich seit letztdem Jahr auch vieles hinzugewonnen habe, aber hetute Morgen beim Aufwachen fiel mir nur all das ein, was ich verloren habe. Nein, falsch. Nicht 'all das, was', sondern 'all jene, die' ich verloren habe. 'All das' ist eigentlich gar nicht so wichtig. Mit der Zeit gewöhnt man sich an Hunger, Kälte und Dunkelheit. (S. 73)

Kritikpunkte sind zum einen die Beziehung zwischen Mirinda und Alex, die für mich nicht stimmig ist, denn diese Liebe entwickelt sich für mich zu schnell und intensiv, aber vielleicht ist es ja gerade diese Intensivität, die als Gegenpol zum sonstigen Leben stehen soll, denn selbst Mirinda sagt an einer Stelle, dass die Liebe zu einem Menschen dem Leben wieder einen Sinn gibt.

Desweiteren finde ich die Alex' Eifer, seine Schwester Julia sicher zu wissen, übertrieben bis unlogisch. Manche Dialoge wirken auch hölzern, besonders die zwischen Alex und Mirinda, wenn sie über ihre Gefühle sprechen. Vielleicht ist dies aber gerade so gewollt.

Fazit:

Der Roman ist eine Hommage an das Leben. Er zeigt auf beeindruckende Weise wie sich Menschen in einer trostlosen Zukunft an die Hoffung, die Liebe und ganz besonders das Leben klammern. Ein durchaus gelungener Abschluss.
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Das Leben, das uns bleibt
Das Leben, das uns bleibt von Susan Beth Pfeffer (Gebundene Ausgabe - August 2012)
EUR 16,90
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