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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiefgründig, zum Nachdenken, Lachen und Weinen zugleich! - Ich habe mich mit nur einem Blick in dieses Buch verliebt!
Zitat:
Hadley schließt die Augen, nur einen Moment, und als sie sie wieder aufschlägt, ist das Flugzeug weg.

Wer hätte gedacht, dass vier Minuten alles ändern können?

S. 9

Der Inhalt:

Hadley Sullivan hat zwar seit Monaten gehofft, dass sie die Hochzeit ihres Vaters nicht miterleben muss, dass sie...
Veröffentlicht am 1. April 2012 von Charlousie LeseLust & LeseLiebe

versus
3.0 von 5 Sternen Zarte Liebesgeschichte
INHALT:
Vor ungefähr 2 Jahren hat Hadleys Vater für ein Semester eine Stelle als Gastprofessor in Oxford angenommen und ist nie mehr wieder zu seiner Familie zurück gekehrt, da er dort eine andere Frau namens Charlotte kennen gelernt hat. Deshalb ist die 17-jährige Amerikanerin alles andere begeistert, dass ihr Vater Charlotte heiratet und sie...
Vor 1 Monat von Büchersüchtig veröffentlicht


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiefgründig, zum Nachdenken, Lachen und Weinen zugleich! - Ich habe mich mit nur einem Blick in dieses Buch verliebt!, 1. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (Gebundene Ausgabe)
Zitat:
Hadley schließt die Augen, nur einen Moment, und als sie sie wieder aufschlägt, ist das Flugzeug weg.

Wer hätte gedacht, dass vier Minuten alles ändern können?

S. 9

Der Inhalt:

Hadley Sullivan hat zwar seit Monaten gehofft, dass sie die Hochzeit ihres Vaters nicht miterleben muss, dass sie den Flieger jedoch um knappe vier Minuten verpasst, hätte sie niemals ernsthaft gedacht, noch wirklich gewollt. Auf dem Flugplatz begegnet Hadley einem Jungen, der ihr besser gefällt, als ihr lieb ist. Als die Beiden im Flugzeug dann nebeneinander sitzen, sich immer besser kennenlernen und wie alte Bekannte herumblödeln können, spürt Hadley, dass sie diesen Jungen nur ungern wieder ziehen lassen möchte.

Doch auf dem Londoner Flugplatz verlieren sie sich aus den Augen und Hadley muss immer noch zu der Hochzeit ihres Vaters... Aber wozu gibt es schließlich das Schicksal und die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick?

Wie aus einer "Banalität" ganze Luftschlösser hoch oben zwischen den Wolken entstehen

Jennifer E. Smith hat aus der Ich-Perspektive Hadleys einen sehr anregenden Roman geschrieben, der nicht nur Jugendlichen verdeutlicht, dass es manchmal nur eines Augenblicks bedarf, um ein Leben in eine komplett andere Richtung zu stoßen.

"Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick" besticht durch eine beinahe schon als "banal" zu bezeichnende Situation, die auf der Begegnung zweier Menschen fußt. Diese Banalität wirkte auf mich unglaublich realistisch und bot viel Identifikationspotential, denn es entstand in mir der Eindruck, dass sich solche Begegnungen so oder so ähnlich tatsächlich schon zugetragen haben könnten oder es zukünftig wieder tun werden.

Jennifer E. Smith verzichtet dabei gänzlich auf fehl am Platz wirkende, aufdringliche Poesie oder kitschige Anspielungen. Vielmehr verwendet sie geistreiche und "normale" Gedanken, die zwischen den Worten viel Freiraum für eigene Überlegungen und poetische Züge lassen. So wirkt eine "gehobenere" Poesie im Hintergrund, die durch die verhüllten Anspielungen wesentlich mehr Wirkungen entfalten kann. Für mich schienen damit ebenfalls die vermittelten Gefühle der einzelnen Personen noch tiefer und glaubwürdiger.

Eine glaubwürdige Protagonistin, der man gerne "lauscht" und deren Geschichte Anstöße zum Nachdenken bietet

Die Autorin greift das Leben der Jugendlichen Hadley auf, die sich an einem Schlüsselmoment ihres Lebens befindet. Dabei ist der Handlungsaufbau sehr geschickt als Spannungstreiber verwendet worden. Denn die Rückblenden (Im Präteritum geschrieben) haben gleich mehrere Funktionen:

Eine ist die Unterfütterung Hadleys als Figur, wodurch der Protagonistin mehr Authentizität und Tiefe zugeschrieben werden kann. In der zweiten Funktion schaffen die Rückblenden einerseits Verbindungsstellen aus Vergangenem und aktuellen Momenten (Im Präsens verfasst) und tragen andererseits dafür Sorge, dass quasi mehrere "Geschichtchen" parallel ablaufen, die am Ende zu einer großen Gemeinsamen auslaufen.

Die beiden unterschiedlichen Tempi grenzen zwar die Vergangenheit vom Gegenwärtigen ab, brachten mich aber auch z.T etwas aus dem Leserhythmus.

Ein Buch zum Weinen und Lachen zugleich

Zusätzlich gliedert sich diese Erzählung in Uhrzeiten, welche sowohl die verschiedenen Ortszeiten (USA und Europa) unterstützt, als auch den LeserInnen einen beständigen Orientierungspunkt in der Handlung selbst ermöglicht. Außerdem greift die Autorin damit nebenher noch die Komponente unserer irgendwie IMMER gehetzten Gesellschaft auf.

Dieses Buch ist wahrlich etwas für all diejenigen, die nicht mehr an die Liebe auf den ersten Blick glaubten und für die, die sich noch einmal in Erinnerung rufen wollen, wie es sein könnte.

Witzige Unterhaltungen, ernste Augenblicke und heitere Stimmungen wirken, verknüpft durch einen roten Faden, der die Haupthandlung markiert, in einem lebendigen, spritzigen und erfrischendem Wechselspiel. Da lief es nicht nur den Buchfiguren heiß und kalt über den Rücken...

Mein endgültiges Urteil:

Ohne Kitsch und scheinbar aus dem Leben heraus erlebte ich eine Geschichte, die sich tatsächlich so zugetragen haben könnte. Die Leichtigkeit dieser Handlung, verbunden mit verschiedenen Schauplätzen, obwohl man sich hauptsächlich mit den zwei Figuren in einem Flugzeug befindet und quasi zwischen den Wolken feststeckt, hat mich schwer beeindruckt

Eine Geschichte zum Träumen, zum Abheben, zum Lachen und zum Weinen. Sehr berührend und sehr tiefgründig. Wenn etwas stirbt, kann aus diesem Moment etwas Neues geboren werden, das hat diese Autorin sehr schön hervorgehoben.

Jennifer E. Smith ist eine grandiose Schriftstellerin, die ein Meisterwerk der versteckten Botschaften und mehrschienigen Begebenheiten schuf, so dass 'Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick auf vielen Ebenen sein volles Potential ausschöpfte.

Ein brillierender Roman mit Figuren, die nicht nur Jugendliche einmal für eine Flugzeuglänge begleiten möchten, auch Erwachsene dürften sich mit nur einem Blick in dieses Cover und seine durch den Inhalt noch toppende Geschichte begeistern lassen.

Es grenzt schon an Sünde, dieses Buch zu verschmähen!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass ICH dieses Buch mochte'? ;), 24. Februar 2012
Von 
Tanjas Rezensionen (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (Gebundene Ausgabe)
Buchgestaltung'

Der Carlsen Verlag hat schon versucht sich etwas einfallen zu lassen: Ein Flugzeug, die Wolken und das Mädchen am Fenster - passt wirklich sehr gut! Ich finde den Preis von knapp 17€ für ein 220 Seiten kurzes Buch, selbst, wenn es ein HC ist auch ganz schön übertrieben!

Die englische Ausgabe kommt aber leider auch viel zu kitschig daher'

Der Titel hingegen entpuppt sich, spätestens nach dem Lesen des Buches,als kleiner Schatz und schönes Wortspiel! Vor allem erwartet man nach solch einem Titel doch erst mal eine etwas andere Geschichte'.

Meinung'

Der Klappentext stellt das Buch als typisches Liebesbuch dar, na ja, so in etwa jedenfalls und das ist gaaaaaaanz schrecklich falsch! Denn das Buch ist so viel mehr! Hadley versucht auch überhaupt gar nicht, während des Flugs Olivers Herz zu gewinnen'also echt mal'das klingt auch mehr als nur bescheuert!

Jennifer E. Smith erzählt eine Geschichte über Zufälle, die einfach aus dem Leben selbst stammen. Zwei Menschen, die sich zufällig begegnen, ein Flug den man zufällig verpasst'Zufälle machen das Leben aufregend und interessant und so gar nicht vorhersehbar! Ich fand diese ganze Thematik sehr schön erzählt.

Die beiden Charaktere, die uns durch die Geschichte tragen hatten einfach die PERFEKTE Chemie. Obwohl das Buch nur so kurz ist, erfährt man ungeheuer viel über beide, kann sich deshalb ein gutes Bild ihrer Leben, Probleme und Wünsche machen und die zwei waren einfach so erfrischend ehrlich und liebenswürdig. Sie wirkten weder aufgesetzt, noch Klischeehaft, sondern einfach schön authentisch.

Das Buch hat wundervolle Dialoge, die nur so vor Charme sprühen! Selten liest man so witzige, sarkastische und gleichzeitig herzerwärmende Gespräche'und wie bereits erwähnt: Hadley und Oliver waren einfach klasse zusammen. Wie die beiden einander ergänzt haben, was sie in der kurzen Zeit miteinander geteilt haben war einfach nur liebevoll beschrieben, schön realistisch und super sympathisch!

Das Buch mag, wie man sicherlich vermutet, zwar von einer Liebesgeschichte erzählen, aber sie kommt ganz anders, als man es vom Titel her ableiten kann. Es gab nämlich durchaus Momente, in denen man nicht wusste, ob beide sich wieder sehen und in denen man einem Happy End entgegen gefiebert hat, weil man sich so sehr für beide gewünscht hat. Das Buch erzählt auch keine Geschichte über eine wahre und einzige Liebe, die für die Ewigkeit geschaffen ist, sondern die Geschichte zweier junger Menschen, die sich ineinander verlieben, ohne dabei ein einziges Mal kitschig zu wirken. Wenn doch alle Liebesromane so wären! Das Buch ist nahe zu perfekt, um als Vorlage für einen süßen und einfallsreichen Film zu dienen'

Der Schreibstil ist flüssig und die über 200 Seiten schnell an einem Stück gelesen. Beste Unterhaltung für regnerische Tage, die zum träumen einlädt. Jennifer E. Smith bleibt definitiv auf meinem Radar neuer Autoren, wenn es mal um ein anderes Genre als Fantasy gehen soll ;)

Fazit'

Eine wunderbare Geschichte, die mit ganz viel Herz und Humor jeden Fan von Liebesgeschichten super unterhalten dürfte und selbst so manche Skeptiker sicher überzeugen kann. So viel Charme reißt einfach mit!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu spät kommen muss nicht unbedingt schlecht sein..., 23. Februar 2012
Von 
micra-cat (Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (Gebundene Ausgabe)
Hadley soll zur Hochzeit ihres Vaters nach London fliegen. Ihre Eltern sind geschieden und ihre neue "Mutter" kennt sie bisher zwar nur durch E-Mails, ist sich aber schon sicher, dass sie sie nicht mag. Denn schließlich ist sie die Ursache dafür, dass ihr Dad die Familie verlassen hat. Hadley soll bei der Hochzeit als Brautjungfer auftreten, dabei wäre sie dem Ereignis am liebsten fern geblieben.
Durch viele kleine Pannen kommt sie 4 Minuten zu spät am Flughafen an und kann ihrem Flieger nach London nur noch hinterher winken. So sitzt sie erst mal 3 Stunden zwischen all dem Gedränge auf dem New Yorker Flughafen fest, aber immerhin lernt sie dort einen süßen Jungen kennen. Oliver erweist sich als nett und hilfsbereit und Hadley findet sogar, dass er etwas Besonderes an sich hat. Die beiden haben das gleiche Ziel, sitzen im Flugzeug nebeneinander und Oliver erweist sich als das beste Mittel gegen Hadleys Flugangst.

Der Schreibstil von Jennifer E. Smith ist flüssig und leicht zu lesen. Hadleys Charakter, ihre Lebensumstände und ihr bissiger Humor haben mir sehr gefallen. Ihre vielen kleinen Schwächen (Platzangst, Ärger auf ihren Dad; Ablehnung ihrer Stiefmutter, die sie nicht mal kennt) machen sie sehr liebenswert, glaubwürdig und interessant. Die Zeitspanne des Buchs umfasst lediglich 2 Tage, wobei natürlich auch Rückblenden aus Hadleys Leben erfolgen. Dabei bleibt Olivers Vergangenheit jedoch etwas auf der Strecke, seiner Figur fehlte die Tiefe und er war mir mitunter auch zu sehr von sich überzeugt. Der Funke ist bei mir einfach nicht vollends übergesprungen.

Hinter dem ungewöhnlichen XXL-Titel verbirgt sich eine fast "hollywoodreife" Teenager-Lovestory, die sich langsam und wie ein Film vor dem inneren Auge aufbaut. Die ca. 220 Seiten sind schön geschrieben und rasend schnell verschlungen, beinhalten jedoch keine großen Überraschungen oder Nervenkitzel. Ob Hadley und Oliver sich letzten Endes finden, Hadleys Stiefmutter wirklich so grässlich ist und eine Aussöhnung mit ihrem Vater möglich ist, solltet Ihr dann am besten selbst lesen...
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3.0 von 5 Sternen Zarte Liebesgeschichte, 3. September 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (Gebundene Ausgabe)
INHALT:
Vor ungefähr 2 Jahren hat Hadleys Vater für ein Semester eine Stelle als Gastprofessor in Oxford angenommen und ist nie mehr wieder zu seiner Familie zurück gekehrt, da er dort eine andere Frau namens Charlotte kennen gelernt hat. Deshalb ist die 17-jährige Amerikanerin alles andere begeistert, dass ihr Vater Charlotte heiratet und sie eine der Brautjungfern sein soll. Und zu allem Überfluss verpasst sie auch noch ihr Flugzeug um 4 Minuten und muss über 3 Stunden auf den nächsten Flug nach London warten. Allerdings hat die Warterei auch etwas Gutes, denn mitten im Gedränge lernt sie einen süßen Jungen kennen, dem sie anziehend findet. Oliver hat das gleiche Ziel wie Hadley und als sie im Flugzeug sogar nebeneinander sitzen und die Chemie zwischen ihnen stimmt, kann Hadley ihr Glück nicht fassen und vergisst sogar ihre Klaustrophobie...

MEINE MEINUNG IN KURZFORM:
Kauf-/Lesegrund: Da mich "Der Geschmack von Glück" gut unterhalten hat, habe ich kurzerhand den Debütroman von Jennifer E. Smith mitgenommen.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplätze- und dauer: Die Geschichte startet um 18:56 Uhr in New York, USA und endet ungefähr 1 Tag später in London, England.

Hauptpersonen: Hadley Sullivan, 17, wohnt seit der unerwarteten Scheidung ihrer Eltern bei ihrer Mutter und muss nun zur Hochzeit ihres Vaters mit dem Trennungsgrund Charlotte von New York nach London fliegen. Die Schülerin mit den blonden Haaren hat ihren Vater seit 1 Jahr nicht mehr gesehen und nimmt ihm seine Entscheidung übel. Als sie dann auch ihren Flug um ein paar Minuten versäumt, wird ihre Laune nicht besser, bis sie auf dem Flughafen einen gutaussehenden Jungen mit dunklen Haaren und grünen Augen kennenlernt. Oliver stammt aus London, studiert in Yale und fliegt wegen einer Familienangelegenheit ebenfalls nach London. Hadley und Oliver sind unterschiedliche Protagonisten, die sich auf Anhieb verstehen und sich wegen kleiner sprachlicher Unterschiede gegenseitig aufziehen, da Oliver Brite und Hadley Amerikanerin ist. Auch wenn die beiden Hauptpersonen liebenswert erscheinen, fehlt es ihnen an Tiefe, obwohl Oliver für mich noch sympathischer als Hadley wirkt.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Hadleys Vater, seine Zukünftige Charlotte und die anderen Brautjungfern wurden charmant gestaltet.

Romanidee: Reizende Grundidee mit ansprechender Umsetzung

Erzählperspektiven: Die turbulenten Geschehnisse werden aus der Sicht von Hadley (in der 3. Person) geschildert, die uns einen Einblick in ihr Gefühl-Wirrwarr gewährt, was teilweise ein wenig anstrengend zu lesen ist.

Handlung: Süße Geschichte mit kleinen Längen, vielen ausgeschmückten Schilderungen, ein paar Wirrungen und einer vorhersehbaren Handlung. Außerdem kommt das Ende für meinen Geschmack zu kitschig daher.

Schreibstil & Co: Abgerundet wird die Story durch die locker-leichte Schreibweise von Jennifer E. Smith, die jugendliche Sprache und die amüsanten Dialoge. Allerdings finde ich den Preis von ca. € 17,00 für die 224 Seiten des Hardcovers nicht gerechtfertigt, da sollte man sich lieber an die Taschenbuchausgabe, die irreführenderweise unter dem Titel "Punktlandung in Sachen Liebe" erschienen ist, halten.

FAZIT:
"Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick" heißt das Erstlingswerk von Jennifer E. Smith und konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Die Story ist zwar zuckersüß und niedlich sowie rasch zu lesen, aber das war es dann auch schon. Da "Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick" nicht an "Der Geschmack von Glück" heranreicht, bekommt diese zarte Liebesgeschichte, die eher auf jüngere Leserinnen abzielt, von mir kurzweilige 3 1/2 STERNE.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen {Rezension} Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick, 15. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (Gebundene Ausgabe)
Meine Meinung
Mir gefällt der Titel so gut! Er macht neugierig, ist irgendwie was Besonderes und wurde vom englischen Originla übernommen. Schade, dass man sich für die Taschenbuchausgabe einen neuen, weniger tollen Titel ausgedacht hat.

Auch die Aufmachung gefällt mir bei der gebundenen Ausgabe wesentlich besser. Der Schutzumschlag ist matt glänzend und fühlt sich einfach gut an. Das Cover passt natürlich perfekt zur Geschichte und ist ein kleines bisschen rosarot, eben wie wenn man verliebt ist ;)

Auch der Schreibstil ist super und lässt den Leser schnell in Hadleys Gedanken eintauchen. Man wird so sehr von der Geschichte gefangen genommen, dass man (auch aufgrund der geringen Seitenzahl) ruckzuck mit dem Buch durch ist. An jedem Kapitelanfang stehen die Uhrzeiten von Hadleys Wohnort und London, wo die Hochzeit stattfindet. Das fand ich ganz witzig, zwar nicht unbedingt notwenig, aber doch ein süßes Detail.

Sämtliche Personen haben mir gut gefallen, ich fand alle auf ihre Art sympathisch bzw. einfach gut ausgearbeitet, was wegen der Kürze des Buches wirklich bemerkenswert ist. Zudem ist die Geschichte so mitten aus dem Leben gegriffen,dass man sich alles sehr gut vorstellen kann.

Dieses Buch ist wirklich super für den Urlaub (oder einen Flug ;)) geeignet. Die normale aber doch irgendwie interessante Handlung wird so locker rübergebracht, dass das Lesen wirklich Freude bereitet. Es ist doch immer wieder schön, sich eine kleine Auszeit vom eigenen Leben zu nehmen und in Geschichten abzutauchen, die nicht unbedingt viel erzählen müssen, aber immer ein gutes Ende haben und uns ein Stückchen hoffnungsvoller in die Zukunft blicken lassen.

Fazit
Ein Buch einfach so zum Wegschmökern, das keine hohen Erwartungen an den Leser stellt und in voller Länge überzeugt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass einem dieses Buch nicht gefällt, 6. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (Gebundene Ausgabe)
Die Handlung:

Die 17-jährige Hadley ist wider Willen auf dem Weg zu ihrem Vater nach London, bei dessen Hochzeit mit einer anderen Frau sie die Brautjungfer sein soll. Am Flughafen trifft sie auf Oliver, der das gleiche Reiseziel hat. Während dem Flug kommen sich die beiden so näher, wie sich nur zwei völlig Fremde im Flugzeug näher kommen können...

Meine Meinung:

Nach einem Jahr vorfreudigen Herumschmorens auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher), holte ich dieses Buch aus den Tiefen meines Regals und begann zu lesen. Vielleicht war genau das auch mein Fehler. Denn ich bekam nicht dieses heiß ersehnte Buch, voller toller Charaktere und dieser wunderschönen Handlung, die in vielen Rezensionen so hoch gerühmt wird. Nein, ich bekam vielmehr eine Enttäuschung. Eine Enttäuschung darüber, wie viel Potenzial eigentlich in diesem Buch steckte, und wie wenig die Autorin daraus letzten Endes gemacht hat.

Gleich zu Beginn wird man nicht warm mit der Geschichte. Man taucht nicht sofort in sie ein oder schwimmt wenigstens mit kleinen Wellen von Ereignissen mit. Vielmehr führt die Autorin einen vorsichtig über das Eis, darauf bedacht, dass man ja nicht ausrutscht. Genau das fehlt nämlich. Dieses Unvorhersehbare, diese Spannung, die die Luft zum Knistern bringt, dieses Unberechenbare, mit dem die Autorin hätte spielen können. Dieses Ausrutschen.

Auch die Perspektive, aus der das Buch geschrieben ist, schien mir unpassend. Die Autorin hätte besser daran getan, aus Hadleys Perspektive in Präsens zu schreiben, als aus der Erzähler-Perspektive in Präsens. Das hätte die Verbindung zwischen Leser und Protagonistin einfach mehr verstärkt.

Dagegen ist der Schreibstil schön verschnörkelt und voller Beschreibungen, die einem beim Lesen Bilder vor den Augen hervorrufen. Durch ihn, kann man sich alles viel besser vorstellen und die Autorin hat ein wahnsinniges Talent, aus den kleinsten Dingen, die man so gar nicht bemerkt hätte, eine Beschreibung hervorzuzaubern, die einen verblüfft und dazu veranlasst, diese Sache mit ganz anderen Augen zu sehen. Allein daran wie sie den Flughafen beschreibt, konnte ich mich nicht satt lesen.

Über die Hauptprotagonistin Hadley war ich mir bis zum Ende hin unschlüssig, ob sie mir nun gefiel oder nicht. Erst zum Schluss, als die Handlung endlich in Fahrt kommt, wurde mir bewusst, dass sie mir nicht unsympathisch war, sondern ich ihr gegenüber vielmehr eine Gleichgültigkeit entwickelt hatte. Sie ist als Hauptprotagonistin einfach nicht geeignet, weil sie nichts besonderes an sich hat. Zwar erfährt man eine Menge interessanter Dinge aus ihrem Leben, aber einen wirklichen Charakter hat sie nicht. Sie ist schlichtweg langweilig.

Aber mein größter Kritikpunkt sind Hadleys Gedanken. Und Mann, sind das viele! Sie erstrecken sich nicht nur über ganze Absätze, nein, eher nehmen sie ganze Seiten ein. Sie machen sich breit und lassen der eigentlichen Handlung kaum noch Platz. Ich hatte ein romantisches Buch erwartet, wie der Titel es ja auch andeutet. Stattdessen bekam ich durchgehend Hadleys Gedanken, die sich fast ausschließlich nur um die Scheidung ihrer Eltern drehen. Es wäre ja für mich noch ok gewesen, wenn man doch wenigstens eine Vorwarnung in der Inhaltsbeschreibung darüber bekommen hätte. Hadley ist immer wieder hin- und hergerissen zwischen der Liebe und dem Hass gegenüber ihrem Vater.

Auch die Beziehung zwischen Hadley und Oliver ist nicht klar genug herausgearbeitet. Das liegt daran, dass gemeinsame Gespräche nicht sehr viel vorhanden sind und man so nicht das Gefühl hat, dass es Liebe auf den ersten Blick ist.

Das waren jetzt viele negative Dinge über dieses Buch, aber natürlich hat es auch eine positive Seite!

Das letzte Drittel war nämlich richtig toll. Ab der Landung in London kommen Ereignisse auf, die die Spannung ankurbeln. Zwar war mir Hadley immer noch mehr oder weniger egal, aber ihre Gefühle werden einem sehr gut übermittelt (Könnte auch an den zahlreichen Gedanken liegen...). Es kommen Höhen und Tiefen hinzu und kaum hat das alles angefangen, ist man mit dem Buch auch schon durch.

Die Nebencharaktere sind alle sehr gut herausgearbeitet. Manche sind zwar eher flacher als andere, aber im großen und ganzen tragen sie eine Menge zur Handlung bei.

Was mir wahnsinnig gut gefallen hat, war die Entwicklung von Hadley. Zu Anfang noch total gegen die Hochzeit ihres Vaters, bekommt sie durch Oliver eine neue Sichtweise auf die Dinge und beginnt sich (wie sollte es auch anders sein) Gedanken darüber zu machen, ob sie der Hochzeit vielleicht doch noch eine Chance geben sollte. Obwohl ich dann wieder enttäuscht darüber war, und es ein wenig sogar bewunderte, wie schnell sie immer wieder ihre Meinung über dieses Thema ändern konnte...

Aufbau & Gestaltung:

Jedes Kapitel fängt mit der Uhrzeit in England und den USA an. Diese Idee fand ich klasse, da es einem auch die Zeitverschiebung in beiden Ländern vor Augen hält, und was noch wichtiger ist, auch den Zeitverlauf der Geschichte. Das Cover ist wunderschön! Ich mag das rosa und es glänzt auch ohne Schutzumschlag schön. Allerdings geht die Farbschicht schon mit einem leichten Kratzen mit dem Fingernagel darüber ab. Auch sieht es am Buch hinten schon sehr abgenutzt aus, genau wegen dieser leichten Farbschicht. Also entweder mit Schutzumschlag lesen oder gleich eine Buchtasche kaufen.

Fazit:

Ein Buch, in das ich zu Anfangs zwar nicht wirklich eintauchen konnte, aber es wenigstens ab dem Drittel ereignisreicher wird, wodurch die Spannung gehebt wird. Zur Protagonistin kann man keine große Bindung aufbauen. Es ging sogar so weit, dass sie mir völlig egal wurde. Auch die Beziehung zwischen Hadley und Oliver hätte intensiver beschrieben werden müssen und nicht nur an der Oberfläche angekratzt. Mein größter Kritikpunkt gilt auch den Gedanken von Hadley, die sich über Seiten hinweg erstrecken. Im Mittelpunkt steht hier dabei die Scheidung ihrer Eltern und der bevorstehenden Hochzeit. Vom Schreibstil bin ich dagegen absolut begeistert, weil man hier so wunderschöne Beschreibungen finden kann. Ich möchte aber noch sagen, dass meine Rezension vielleicht ganz anders ausgefallen wäre, hätte ich meine Erwartungen an dieses Buch nicht zu hoch angesetzt. Einfach ein durchschnittliches Buch, das jedoch die 17 Euro wirklich nicht wert ist, dagegen die 7 vom Taschenbuch, da angebrachter sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...bezaubernd!, 13. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (Gebundene Ausgabe)
'Man kann sich stundenlang mit jemandem unterhalten, ohne seinen Namen zu kennen, man kann die tiefsten Geheimnisse teilen und ihn dann nie wiedersehen.' Seite 20

Es gibt Bücher, bei denen man den Klappentext liest, und sich überhaupt nicht angesprochen fühlt. Wenn man aber so wie ich ein Coverfetischist ist und sich so verführen lässt, es zu lesen, wird man manchmal positiv überrascht. Genauso ist es mir mit diesem Buch ergangen.

Inhalt: Die 17-jährige Hadley könnte sich in ihrem Alter wirklich etwas Aufregenderes vorstellen, als auf der Hochzeit ihres Vaters Brautjungfer zu spielen. Dass sie dann allerdings ihr Flugzeug verpasst und erst einmal auf dem überfüllten New Yorker Flughafen festsitzt, hat sie dann doch nicht wirklich gewollt. Und genauso wenig hatte sie vor, sich ausgerechnet hier unsterblich zu verlieben: in den Jungen mit den verwuschelten Haaren und dem Puderzucker auf dem Hemd, der, genau wie sie, nach London muss. Hadley bleibt genau eine Fluglänge Zeit, um sein Herz zu gewinnen...

Als ich diesen Klappentext las dachte ich wirklich, dass es sich mal wieder um eine schnöde und abgedroschene Teenielovestory handelt, die man schon gefühlte tausendmal gelesen hat. Dieses außergewöhnliche Cover hat mich jedoch in seinen Bann gezogen. Ich musste dieses Buch lesen und jetzt hat es sich zu einem meiner Lieblingsbücher gemausert.

'Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick' ist nicht nur eine wunderschöne und zarte Liebesgeschichte, sie bietet weitaus mehr Themen, die nicht nur Jugendliche beschäftigen.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Hadley erzählt. Sie ist auf dem Weg nach England zu ihrem Vater, der überraschenderweise heiratet. Auf diesem Weg geschehen so viele unvorhergesehene Dinge - man könnte fast sagen, das Schicksal hat zugeschlagen - die ihre Reise chaotisch, spannend und interessant werden lassen. Unter anderem begegnet ihr Oliver. Auch er ist auf dem Weg nach England. Und wie der Zufall es will, haben sie dasselbe Ziel' Der Leser begleitet die beiden für 24 Stunden und arbeitet mit ihnen Teile ihrer Vergangenheit auf, die sehr bewegend sind. Ihre zum Teil dramatischen Lebensgeschichten verleihen diesem Buch so viel Gefühl und Tiefe, dass es mich gefesselt und zu Tränen gerührt hat. Aber ich möchte nicht zu viel verraten, denn ihr sollt es selbst erleben.

Jennifer E. Smith hat mich mit ihrem wunderschönen und aufrüttelnden Schreibstil bezaubert und ich bin froh, dass ich mich von dem Klappentext hab täuschen lassen. Die Autorin beweist auch ein Händchen für Charaktere. Nicht nur Oliver und Hadley sind so beschrieben, dass man das Gefühl hat, sie eine Ewigkeit zu kennen und sie genau zu verstehen. Die Geschichte ist nicht nur dramatisch und romantisch gestaltet. Der Leser durchlebt auch viele witzige Momente.
Dieses Buch habe ich an einem Tag verschlungen. Danach musste ich noch lange über Hadley und Oliver grübeln, aber nicht nur über diese beiden charmanten Charaktere, sondern auch über das Schicksal, das uns leitet.

Liebe Leser! Schaut euch das Cover bitte nicht nur virtuell an, real ist es so wunderschön!
Schimmernd wie ein Sonnenaufgang.

Ich habe das Bedürfnis, noch tausend schöne Dinge über dieses Buch zu erzählen, aber ich finde keine Worte mehr. Lest es lieber selbst. Es ist bezaubernd.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick", 14. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (Gebundene Ausgabe)
Ich bin mit nicht allzu großen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, waren die bisherigen Rezensionen doch eher durchschnittlich und ließ der Klappentext bloß eine charmante Liebesgeschichte mit wenig Tiefgang vermuten. Aber da ich gerade Lust auf so eine locker-leichte Romanze hatte, griff ich trotzdem zu - und bin nun restlos begeistert von dem, was alles in diesem schmalen Büchlein steckt!

Die Charaktere der beiden Protagonisten - Hadley und Oliver - sind wie aus dem Leben gegriffen; sie sind sympathisch, haben ihre kleinen Macken und sicherlich einige Ecken und Kanten - aber genau das hat sie unglaublich lebendig gemacht und ich konnte mir die beiden Protagonisten sehr gut bildlich vorstellen. Hadley ist in ihrer etwas verträumten, verletztlichen Art eine unglaublich süße Protagonistin und der charmante Oliver, ein echter englischer Gentlemen, der perfekte Gegenpart dazu. Die beiden wirken so real, dass man gerne mit ihnen befreundet wäre.

Die Geschichte bietet so viel mehr, als der Klappentext zunächst vermuten lässt. Denn es geht nicht nur darum, dass sich zwei Jugendliche ineinander verlieben - vielmehr stehen deren jeweilige (Lebens-)Geschichten im Vordergrund. Hadley hat ein sichtliches Problem damit, dass ihre Eltern sich getrennt haben und der Vater Amerika verlassen hat und für seine neue Liebe nach England gezogen ist. So viel Ungesagtes steht zwischen den beiden, dass es nur verständlich ist, dass Hadley am liebsten gar nicht zu seiner Hochzeit erscheinen würde. Doch auch Oliver schleppt einige Sorgen mit sich herum, die er sich nicht eingestehen kann, und die später im Buch noch zum Tragen kommen.

Neben diesen dramatischen Momenten bleiben aber auch der Witz und die Romantik in diesem Buch nicht auf der Strecke. Oliver ist äußerst wortgewandt und bringt Hadley - und auch den Leser - in den abstrusesten Situationen immer wieder zum Lächeln. Dass die beiden füreinander geschaffen sind, merkt man recht schnell und so fiebert man mit ihnen mit, ob es zwischen all der Hektik und den familiären Problemen ein Happy End für sie geben kann.

Der Erzählstil (ein allwissender Erzähler und dazu noch Präsens) wirkt etwas distanziert, aber dies empfand ich für die Geschichte dennoch angemessen. Die Autorin ermöglicht es ihren Lesern so, einige Hintergrundinformationen über die Charaktere zu erhalten; z.B. werden immer wieder Passagen aus Hadleys Vergangenheit erzählt, die für das Verständnis der Geschichte wichtig sind. Durch den Abstand zu den Protagonisten fällt es außerdem leichter, das "große Ganze" der Geschichte - eben die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick - im Auge zu behalten, aber das ist sicherlich Geschmackssache und der ein oder andere Leser würde bestimmt mit einem personalen Erzählstil besser zurechtkommen. Mir hat es jedoch genau so gefallen, wie Jennifer E. Smith es gelöst hat!

Das einzige Manko, was ich an "Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick" finden kann, ist der Preis. 16,90 Euro sind für ein so dünnes Buch sicherlich recht happig und jeder muss für sich entscheiden, ob er bereit ist, für ein eher kurzes Lesevergnügen so viel Geld auszugeben. Die Geschichte, die in diesem Buch steckt, ist es meiner Meinung nach definitiv wert! Und vielleicht ist auch die englische Taschenbuchausgabe, die etwa zum halben Preis zu haben ist, für manche von euch eine Alternative?!

Das Buch hat mich nach dem Lesen noch längere Zeit nachdenklich zurückgelassen - zeigt es doch, dass auch aus den schrecklichen Tagen, an denen alles schief zu gehen scheint, etwas Schönes werden kann, wenn man die Ereignisse nur aus einem anderen Licht betrachtet. *seufz* Für mich definitiv eine Geschichte zum Träumen über Zufälle und "Wahrscheinlichkeiten"!

Mein Fazit:
Ich bin absolut überrascht und begeistert, wie viel Wahrheit in diesem kleinen Buch steckt, und wie sehr mich die Charaktere für sich einnehmen konnten! So eine authentische Geschichte mit so viel Witz, Charme und Tiefgang habe ich lange nicht gelesen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wunderschöne Geschichte wie sie wirklich hätte passieren können..., 11. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (Gebundene Ausgabe)
"Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick" ist ein Roman der Autorin Jennifer E. Smith. Wer dieses Buch in die Hand nimmt und den Klappentext liest, vermutet wahrscheinlich eine seichte, alltägliche Liebesgeschichte zwischen zwei Teenagern doch dieses Mal muss ich sagen: Weit gefehlt! Naja, ganz so weit vielleicht dann doch nicht, immerhin kriegen wir auch ein bisschen "Liebe" ab, im großen und ganzen geht es meiner Ansicht nach hier jedoch nicht nur um die romantische Liebe zwischen Mann und Frau, sondern vielmehr um die Liebe zwischen Eltern und ihrem Kind, Beziehungen innerhalb der Familie und lebensverändernden Prozessen.

Die Geschichte des Buches hat mich sehr berührt, vielleicht weil ich viele Gefühle und Gedanken von Hadley aus eigenen Erfahrungen mitfühlen konnte und mich selbst an verschiedene Stationen meines Lebens erinnern musste, in denen es mir ähnlich ging wie ihr. Neben der Geschichte, dem "Kennenlernen" zwischen Hadley und Oliver geht es vorrangig um die Beziehung der jungen Amerikanerin und ihrem Vater, der sie und ihre Mutter vor 2 Jahren für ein Auslandssemester an einer fremden Uni verließ und nie mehr zurückkehrte. In England hat er eine Frau kennengelernt, sich neu verliebt und beschlossen sein Leben auf der anderen Seite des "großen See's" zu führen, ganz ohne seine Tochter. Hadley fühlt sich schrecklich schuldig, fühlt sich verlassen und alleine und eigentlich will sie der Hochzeit ihres Vaters gar nicht beiwohnen. 1 Jahr lang hat sie sich erfolgreich davor gedrückt die neue Freundin ihres Vaters kennen zu lernen und nun muss sie ihr ausgerechnet bei deren Hochzeit vor die Augen treten - kein schönes Gefühl! Doch er ist und bleibt nunmal ihr Vater und so macht sie sich auf eine lange Reise, die sie jede Menge Kraft und Energie kostet und im Endeffekt weiß sie eigentlich nicht so richtig wofür. Für einen Vater, der sie verlassen und alleine gelassen hat? Den sie seit einem Jahr nicht gesehen hat und dessen zukünfigte Braut sie schon zu hassen beschließt, bevor sie sie überhaupt kennt? Oder doch ein bisschen für sich selbst, um herauszufinden was sie ihm eigentlich noch bedeutet?

Hadley wirkt auf mich von Anfang an sehr sympathisch, sie kämpft ihre eigenen Emotionen nieder und versucht das richtige zu tun, versucht die Vergangenheit ein Stück weit hinter sich zu lassen und zu neuen Wegen aufzubrechen. Als sie ihren Flug verpasst überlegt sie ihre Reise nach London einfach über den Haufen zu werfen und stattdessen zuhause zu bleiben - eigentlich will sie garnicht auf die Hochzeit ihres Vaters, bucht aber trotzdem den nächsten Flug. Mir zeigt diese Handlung eine unglaubliche Stärke, trotz des verpassten Fluges und ihres Unwillens ihren Vater zu besuchen und dem erneut "schönsten Tag seines Lebens" beizuwohnen beschließt sie ihren Plan durchzuziehen und keinen Rückzieher zu machen. Als sie in der Wartehalle dann durch Zufall den sympathischen Oliver kennenlernt, der im Flugzeug dann auch noch in ihrer Nähe sitzt, scheint das ganze gar nicht mehr so schlimm zu sein. Oliver wirkt auf den Leser wie der nette Junge von nebenan, witzig, klug, charamant und doch hin und wieder von einem Hauch von Traurigkeit umgeben. Man findet ihn auf Anhieb einfach nur unglaublich, besonders als er Hadley versucht von ihrer Klaustrophobie abzulenken und ihr den langen Flug nach London etwas zu erleichtern. Die aufkeimenden Gefühle, zumindest von Hadleys Seite aus sind zwar kaum wahrnehmbar, trotzdem aber durchaus verständlich, Oliver will man einfach nicht mehr hergeben. Trotzdem ist es im Verlauf des Buches, vorallem nach der Landung, doch fraglich ob sie sich jemals wiedersehen, eine Tatsache die dem Leser das Herz etwas schwer werden lässt. Die Hochzeit, die der Leser durch Hadley's Augen auch erlebt ist vom bitteren Beigeschmack der Unsicherheit unterlegt, denn Hadley kommt so knapp vorher dort an, dass sie kaum noch ein Wort mit ihrem Vater oder seiner zukünftigen Braut wechseln kann. So steht sie also als Brautjungfer vor dem Alter und beim Beschreiten des Mittelgangs sieht sie die Zukünftige ihres Vaters das erste Mal. In ihrem Kopf schwirrt immernoch Oliver und im Grunde fühlt sie sich zur falschen Zeit am falschen Ort, wäre aus vielerlei Gründen am liebsten ganz woanders. Der Leser darf gespannt sein, wie es mit der Geschichte weitergeht, ob Hadley Oliver jemals wiedersieht und wie sich die Beziehung zwischen Hadley, ihrem Vater und seiner Braut Charlotte noch weiterhin entwickelt.

Insgesamt muss ich sagen, dass mich das Buch sehr berührt, fasziniert und gefesselt hat, man muss es einfach gelesen haben. Vermutlich wirken meine eigenen Erfahrungen sehr stark in diese Faszination und emotionale Verbundenheit mit ein, trotzdem kann ich es jedem nur empfehlen - den ein oder anderen wird es vermutlich sehr stark zum Nachdenken anregen. Die Autorin beschreibt mit klaren, gut verständlichen Worten, ohne komplizierte Schachtelsätze und erschafft so eine kleine aber feine Welt mit tiefgreifender Geschichte, die vor Witz und Sarkasmus nur so sprüht, charismatischen Charakteren und genialen Dialogen, sodass man fast ein bisschen traurig ist, als man das Buch nach 222 Seiten zuklappen und in seine eigene Welt zurückkehren muss.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Niedlich, 22. März 2012
Von 
Nica (HH) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (Gebundene Ausgabe)
Das Cover:
Ich finde das Cover sehr schön ausgewählt und passend zum Inhalt des Buches, auch wenn ich zwei Mal hinschauen musste, um genau zu erkennen, was dort abgebildet ist. Es entreisst mir keine Schmacht-Seufzer, aber es passt dennoch sehr gut.

Meine Meinung:

Dieses Buch könnte man wunderbar mit einem Wort beschreiben: NIEDLICH!

Für dieses Buch hatte ich mich bei den Buchbotschaftern beworben.
Man liest sich die Leseprobe durch und schreibt seine ersten Eindrücke.
Meine Eindrücke zur Leseprobe waren diese:

"Hui, ich hab wirklich schon sehr sehr lange kein Buch mehr gelesen, das nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben ist und ich lese wirklich viel.

Hier musste ich mich bei der Leseprobe zunächst daran gewöhnen. Aber gleich im Prolog solch "Was wäre wenn.. " Gedanken - trifft sofort mein Geschmacksnerv, da ich auch so eine Grübeltante bin.
Wie oft fragt man sich doch: Was wäre wenn ich dies/das/jenes nicht getan hätte.
Der Schreibstil ist fließend leicht und zaubert mir schon bei der Leseprobe ein Grinsen aufs Gesicht. Ich glaube bereits jetzt, dass ich Hadley mögen werde! "Nein, ich fliege auf einen Kometen".. sie ist also ironisch.. herrlich!
Man wird gleich in die Geschichte hineingeworfen, in eine chaotische Situation und doch wirkt man nicht so hilflos wie Hadley, sondern amüsiert sich.
Die Leseprobe deutet an, dass es eine richtig süße Geschichte für verregnete Tage wird, bei der ich mitschmachten kann, wieder anfange wie eine 17 Jährige zu fühlen und mich zusammen mit Hadley ein wenig verliebe.
Ich möchte weiterlesen!! Denn offenbar können 4 Minuten den ganzen weiteren Verlauf eines Lebens ausmachen und ich möchte wissen, was sich noch alles in Hadleys Leben durch diese 4 Minuten verändern. Zwar ahnt man bereits, wie das Ende sein wird (ich hoffe doch mit einem Happy End!!), aber das tut meiner Neugierde keinen Abbruch.
Eine entzückende Liebesgeschichte? Genau das Richtige für mein Romantikherzchen und dieses miese Regenwetter da draußen.
Her damit! :)"

Und? Ob ich mich mitverliebt habe?

Nicht wirklich. Das Buch ist wahrlich niedlich und die Story sehr süß, doch hatte ich eher das Gefühl, die Liebe auf den ersten Blick, die spürte nur Oliver. Dass Hadley sich auch auf den ersten Blick verliebt hat, den Eindruck hatte ich nicht und so hab ich mehr über den spontanen und tollen Humor von Oliver geschmunzelt, als dass ich mitgeschmachtet habe. Der männliche Hauptprotagonist sammelte hier bei mir eindeutig mehr Symphatiepunkte als Hadley.

Ich habe aber auch kein tiefgründiges und weltbewegendes Buch erwartet, sondern einfach eines, bei dem man mal die Sorgen wegsteckt und in eine niedliche Geschichte abtaucht, die - zugegeben - doch ein wenig vorhersehbar ist. Diese Tatsache hat aber nicht verhindert, dass ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt habe und das Buch beinahe in einem Rutsch durchgelesen habe.

Allerdings muss ich den anderen Bloggern zustimmen. Ein Buch, dass man in wenigen Stunden an einem Nachmittag durchliest - für knappe 17 Euro? Den Preis finde ich auch nicht so wirklich angemessen. Dafür hatte ich zu wenig von dem Buch.

Wer auf solch leichten Geschichten über die erste Liebe steht und ein paar vergnügliche Stunden erleben möchte: ich würde hoffen, dass dies Buch noch als Taschenbuch-Ausgabe erscheint und dann zuschlagen, denn wie gesagt:

Die Geschichte lässt sich mit einem Wort beschreiben: Niedlich!

Unterhaltsam, Lustig, süß.. aber wohl kein Buch, dass man nochmal hervorkramt und nochmal liest oder der Freundin dringend als MUST-Read empfiehlt. Aber da ich nicht zuviel erwartet habe und das Buch meine Erwartungen so ziemlich erfüllt hat, gibt es gute 4 von 5 Punkten
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Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick
Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick von Jennifer Smith (Gebundene Ausgabe - März 2012)
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