Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Welt, Wie Wir Sie Kannten

Inhalt:
Miranda ist ein ganz normales Mädchen, welches in einer ganzen normalen Familie lebt. Die Eltern sind getrennt, der Vater hat eine neue Frau und diese bekommt sogar ein Kind. Doch Miranda kommt damit klar. Eines Tages ist in den Medien nichts anderes so aktuell wie der Asteroiden-einschlag auf den Mond. Dann, als alle Welt draußen zuschaut wie Asteroid einschlägt merken alle ziemlich schnell, dass etwas nicht stimmt. Der Mond wirkt auf einmal viel zu groß. Und das ist erst der Anfang...

Rezension:
Mit dem Buch 'Die Welt Wie Wir Sie Kannten' hat Susan B. Pfeffer einen postapokalyptischen Roman für Jung und Alt hingelegt, der seines gleichen sucht. Allein schon die Covergestaltung ist sowas von toll! Davon wünscht man sich mehr.
Sachlich und klar erzählt die Autorin da eine Geschichte aus Sicht eines Mädchens, das plötzlich auf alles verzichten muss, was sie vorher kannte. Auch die Brüder und die Mutter sehen sich mit dem Fakt konfrontiert, dass es eventuell kein morgen mehr geben wird.
Und das ist der Kernpunkt der Geschichte. Dieses Buch zeigt uns Menschen, dass es JEDERZEIT soweit sein kann und dass wir nichts dagegen tun können, als zu überleben.
Das Buch ist in die vier Jahreszeiten gegliedert und auch so beschreibt Miranda, die Hauptprotagonisten dieser außergewöhnlichen Geschichte, das Geschehene in Tagebuchform. Als Leser weiß man immer genau, wann wo was passiert. Und das gibt dem Buch eine unglaublich dramatische Atmosphäre. Man leidet, fühlt, lacht und weint mit der Familie und immer hat man den Gedanken im Kopf; 'Morgen könnte es auch bei uns soweit sein.'

Fazit:
Ein absolutes Highlight auf dem jetzigen Buchmarkt und eine klare Kaufempfehlung für eine Geschichte, die einen gnadenlos in den Bann zieht und einen noch sehr lange mit den Gedanken alleine lässt und was noch viel wichtiger ist; das es nicht die großen, teuren Sachen sind, auf die es im Leben ankommt.

5 Sterne,

Bremen, den 17.01.2010
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Eigentlich ist "Die Welt, wie wir sie kannten" kein Roman, sondern Mirandas Tagebuch. Wir steigen im Frühling, am 17. Mai, in Mirandas Tagebuch ein, nur wenige Tage, bevor der Asteroid in den Mond einschlägt. Diesem Ereignis fiebern alle entgegen: Miranda bekommt gleich in drei Schulfächern die Aufgabe gestellt, einen Aufsatz über den Mond zu schreiben, und am Abend des bevorstehenden Asteroideneinschlags sitzt Mirandas komplette Nachbarschaft zum Grillen auf der Terasse oder direkt im Freien ausgestattet mit Fernrohren und Ferngläsern. Nach dem Einschlag sind alle schockiert: Der Mond hängt plötzlich so tief, dass er auf die Erde zu fallen scheint. Anfangs versucht jeder Ruhe zu bewahren, aber nachdem nur noch wenige Fernsehsender auf Empfang sind und diese ausschließlich Katastrophen vermelden, werden sich alle dem Ernst der Lage bewusst.
Mirandas Mutter behält in dieser Situation einen überraschend kühlen Kopf und geht am nächsten Tag mit ihren beiden jüngsten Kindern Miranda und Jonny und der Nachbarin Mrs. Nesbitt auf eine exzessive Einkaufstour, bei dem sie das Auto bis in den letzten Winkel mit allem vollladen, was wichtig erscheint: Konserven, Medikamente, Katzenfutter, Wasser, Kerzen, Feuerzeuge, Petroleumlampen und lange Unterwäsche... Moment mal: lange Unterwäsche? Bis zum Winter ist doch alles wieder normal und Mirandas Mutter denkt doch nicht wirklich, dass Miranda lange Unterhosen tragen wird?
Stellenweise wirkt die Geschichte etwas pathetisch, und im Gegensatz zu anderen Familien kommt Mirandas Familie tatsächlich mit einem blauen Auge davon. Aber das geschieht nicht durch ein Wunder, sondern in erster Linie durch den Einsatz der Mutter, die für ihre Kinder kämpft, sogar auf Kosten der eigenen Gesundheit. Sehr packend fand ich die Kritik an den Vertretern der Kirche, die die Gläubigkeit ihrer Gemeindemitglieder zu ihrem Vorteil ausnutzen. Oder die fehlende Hilfsbereitschaft gegenüber anderen Betroffenen: in dieser Ausnahmesituation ist sich jeder selbst der nächste, nur das Überleben der eigenen Familie zählt!
Wir begleiten Miranda fast ein ganzes Jahr, durch Frühling, Sommer, Herbst und Winter, das Tagebuch endet mit einem Eintrag vom 20. März. Tatsächlich werden einige Sachen etwas plötzlich vorangetrieben, wie die extremen Auswirkungen aufs Klima, und auch die Wende zum Schluss geschieht recht abrupt. Nur... kann einer von uns beweisen, dass die hier geschilderten Auswirkungen des Asteroideneinschlags übertrieben sind? Dieses Buch ist eine DYSTOPIE, dass uns an Hand einer fiktiven Familie zeigen will, was passieren KÖNNTE, deshalb nehme ich es mir nicht heraus Mängel an übertrieben wirkenden Darstellungen festzustellen, denn ich kann nicht beurteilen, ob es wirklich Übertreibungen sind! Tatsache ist: das Buch zeigt Auswirkungen, die JEDERZEIT JEDEN von uns nach einer Katastrophe treffen könnten. Die Geschichte soll klar machen, dass die Prioritäten nach einer Katastrophe verschoben werden, auch wenn Miranda ab und zu von einem Eis oder Schokolade träumt, weiß sie doch, das Wichtigste in dieser Situation ist es nicht alleine zu sein.

Aufmachung des Buches:
Fand ich das Buch anfangs noch recht schlicht, muss ich nach beendeter Lektüre sagen, dass die Covergestaltung perfekt den Inhalt wiedergibt. Die karge Winterlandschaft, das von der Außenwelt abgeschnittene Haus und der Mond, der scheinbar auf die Erde zu stürzen scheint. Alles grau in grau gehalten, weil die weltweiten Vulkanausbrüche den Himmel verdunkelt haben.

Fazit:
Nach dieser Lektüre macht man sich Gedanken darüber, wie kostbar fließendes Wasser, Strom, mehrere Mahlzeiten am Tag und warme Unterwäsche sind, alles Sachen, die uns selbstverständlich scheinen...
Ein aufrüttelndes, nachdenklich stimmendes Buch, das den Leser durch den gewählten Tagebuchstil direkt am Geschehen teilhaben lässt.
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Gerade habe ich die letzten Zeilen gelesen - ein Wahnsinnsbuch! Eine sehr gute Geschichte, unglaublich spannend, erschütternd und doch auch positiv. Das Ende ist super gelungen, auch wenn ich gern noch weitergelesen hätte und gern erfahren würde, wie es weitergeht. Aber eigentlich ist es okay so. Mir gefällt sehr gut, dass es nicht zu brutal ist. Ich habe einige Weltuntergangsromane (z.B. "Die Straße") gelesen, die keine Fragen offen lassen und dabei oft an die Grenzen des Vorstellbaren stoßen. Auch wenn "Die Welt wie wir sie kannten" ein Jugendbuch ist, kommt es in keiner Weise kitschig daher, es wird nichts weichgezeichnet. Die Themen Tod, Krankheit, Ausweglosigkeit usw. werden sehr behutsam und doch auch rational behandelt. Dies wird eines meiner Lieblingsbücher werden und das schaffen im Jahr vielleicht höchstens 5!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
...erzählt aus Tagebucheinträgen der 16-jährigen Protagonistin Miranda.
Sie wächst behütet als Scheidungskind zusammen mit ihren beiden Brüdern bei der
Mutter auf.
Bis eines Tages die Katastrophe passiert:
Der Mond wird aus seiner Umlaufbahn geworfen. Daraus resultieren Flutkatastrophen,
Erdbeben, Vulkanausbrüche und extreme Wetterbedingungen auf der ganzen Welt.
Der Kampf ums Überleben für Miranda und ihre Familie beginnt.
Der Kampf gegen Hunger, Kälte, Krankheiten, Abgeschiedenheit.
Wie halten sie die Umstände aus?

Jedenfalls lässt sie das grausame Schicksal, welchses sie gemeinsam teilen, zusammen-
rücken. Ihre Liebe zueinander lässt sie vieles ertrages, auch wenn sich nicht immer
Eifersucht und Neid vermeiden lassen.
Miranda und ihr jüngere Bruder Jonny...zwei Jungendliche die viel zu schnell erwachsen
werden müssen :-(.
Die Mutter... auf die in dieser qualvollen Zeit soviel Verantwortung lastet.

Mich hat dieser Roman mit seinen unvorstellbaren Lebensbedingungen sowas von nachdenklich gemacht.
Lebensbedingungen, die wir uns in der heutigen Überflussgesellschaft überhaupt nicht vorstellen
können.

Berührt haben mich kleine Passagen die aufzeigen, wie wenig wir eigentlich brauchen, um glücklich
und zufrieden zu sein:
"Wir haben wieder saubere Laken auf den Betten, ein sauberes Haus, saubere Klamotten und sauberes
Geschirr. Wir haben den ganzen Abend gelacht. Als wir ins Bett gingen, waren keine 35 Grad
mehr im Haus. Wir haben keinen Hunger. Wir müssen uns wegen Dad keine Sorgen machen.
Ich weiss, wie es sich anfühlt, von einem Jungen geküsst zu werden.
Am liebsten würde ich diesen Tag immer noch mal von vorn erleben. Ich kann mir keinen schöneren
vorstellen."

Wie gerne würde ich jetzt wissen, wie es mit Miranda und ihrer Familie weitergeht....und
natürlich mit dem Rest der Welt.
Ich werde mir schnellstmöglich den Folgeroman zulegen und ihn hoffentlich wieder mit voller
Begeisterung inhalieren.

Was ich aus diesem Buch für mich mitnehme???
Ich will mir ab jetzt jeden Tag einen Augenblick Zeit nehmen, dankbar für alles zu sein, was
ich habe (S. 351).

ABSOLUTE LESEEMPFEHLUNG FÜR JEDES ALTER!!!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Dezember 2012
Dies vorab: Ich finde dieses Buch gut. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und es nicht bereut.
Allerdings merkt man das "Jugendbuch" doch sehr deutlich. Der Weltuntergang läuft insgesamt doch sehr harmonisch und geordnet ab. Und die Mummy hat meist alles im Griff... auch wenn die Tochter wieder mal randaliert und die Chocolate Chips aus der Speisekammer klaut.

Mit "realistischen" Verhältnissen hat das alles aber nicht viel zu tun. Die Leute stehen brav an der Kasse im Supermarkt an und werfen den "verängstigten Kassierinnen" einen Pauschalpreis von 100 Dollar pro Wagen hin. Selbst beim Weltuntergang klaut keiner was...sehr moralisch. Wäre das wirklich so? Oder würden wir die Kassierinnen einfach über den Haufen trampeln und mit allem, was wir bekommen könnten aus dem Geschäft stürmen? Seien wir ehrlich. Sehen wir uns mal an, was in Geschäften los ist, wenn es irgendein tolles Sonderangebot gibt. Und jetzt stellen wir uns den Weltuntergang vor... Okay..? Aber das Schlimmste was im Buch überhaupt passiert, ist, dass ein paar Jugendliche Sperrholzplatten von zugenagelten Schaufenstern reißen und diese als Brennholz verschachern. Ein Verbrechen, wenn es -28 Grad hat. Die Hauptdarstellerin Miranda ist von diesem Verbrechen so erschüttert, dass sie sofort zur Polizei läuft, die aber den Ort verlassen hat.

Ich wartete das ganze Buch darauf, dass endlich das passierte, was passieren muss. Einen Überfall, eine gewaltsame Plünderung. Irgendetwas. Aber nichts dergleichen passiert. Stattdessen klingelt einmal der Nachbar und fragt brav nach Aspirin. Hat in Amerika nicht jeder Schusswaffen zu Hause? Mummy hat keine. Also wäre sie prinzipiell schon mal im Nachteil. Und ihren Dosenvorrat hätte man ihr "in der Realität" sicherlich bald abgenommen. Diese "Gewaltfreiheit" ist wohl dem "Jugendbuch" geschuldet. Sie macht das Ganze aber unrealistisch. Wenn der Mensch Hunger hat, wird er zum Tier. In der Welt von Susan Beth Pfeffer bleibt er brav bis zum Ende.

Was mich auch störte, ist, dass die Familie mehr und mehr hungert, aber die Katze von Anfang bis zum Ende durchgefüttert wird. Wenn nichts mehr zu Essen da ist, würden wir wohl alle wenigstens Katzenfutter essen. Hat sicher auch Kalorien. Aber auf diesen Gedanken kommt niemand. Lieber verhungern sie, als die Katze an die frische Luft zu setzen. Ich bin auch tierlieb, aber wenn ich die Wahl habe, dass ich oder meine Kinder verhungern oder die Katze, dann würde der Spaß bei mir irgendwann aufhören... Aber das kommt im Buch nicht in Frage. Nicht einmal ein Gedanke daran wird verschwendet, dass man sich von der Katze trennen könnte.

Überhaupt scheinen die Vorräte der Familie unglaublich groß zu sein. Auch wenn beim Panikkauf mehrere Einkaufswägen vollgeladen wurden, kann ein 4-Personen-Haushalt samt Katze damit doch nie so lang überleben, wie es uns die Autorin weismachen will. Zwar wird nebenbei auch noch Gemüse im Garten gezogen und ab und zu gibt es Nachschub sowie anfangs noch Schulspeisung, aber trotzdem. Die Menge an Dosensuppe, die in diesem Buch verzehrt wird, wäre einfach nicht da. Und andere Quellen für Nahrungsmittel...? Fehlanzeige. Warum fischt eigentlich keiner in Millers Pond? Warum schießt keiner Tiere im Wald? Und wenn es nur Vögel sind? Ratten? Mäuse? Eine verlassene Farm in der Nähe mit zurückgelassenen Tieren? Nein, in Pfeffers Welt gibt es nur Konserven. Konserven und Konserven. Und das im Überfluss..

Und warum tauscht eigentlich keiner etwas? In allen Notzeiten haben die Leute getauscht. Brennholz gegen Essen. Decken gegen Benzin. Aber hier? Fehlanzeige. Irgendwie seltsam und weltfremd.

Ich will das Buch nicht kaputtreden. Aber diese Fragen drängten sich mir zu oft während des Lesens auf. Und wenn ich Zweifel an der Realität einer fiktiven Umgebung habe, kann ich mich nicht voll in diese hineinversetzen.

So bleibt es eben doch ein gutes, bedrückendes, aber eben nicht erstklassiges Buch.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. März 2010
...an diesem Buch ist eigentlich gar nicht die Geschichte. Gerade in neuester Zeit sind wieder unzählbar viele Filme und Romane zum Thema Weltuntergang herausgekommen, in denen der Klimawandel und was nicht noch alles genau unter die Lupe genommen werden. Wenn man es so sieht, handelt es sich bei Pfeffer nicht mal um einen Weltuntergang. Sondern viel mehr um eine grundlegende Veränderung, die "Die Welt, wie wir sie kannten" auslöscht, keinesfalls aber die Welt an sich.

Wenn man mit dem Buch beginnt, lernt man die Protagonistin Miranda als einen typischen Teenager kennen. Kleiner Freundeskreis, mittelgute Noten, Träume von einem Star (Eiskunstläufer) und Stress mit der Mutter. Und nun kommt das, was diese Geschichte lesenswert macht: Mirandas Entwicklung. Ihre noch kindlichen Sorgen verwandeln sich zusehend in Probleme der Erwachsenen. Jedenfalls in überspitzter Weise. Wie überleben? Wie den anderen beim Überleben helfen?

Durch die Tagebuchperspektive ist man quasi live bei dieser Entwicklung dabei und nur das macht es so spannend, was aus der Familie wird. Denn in solchen Zeiten, wird einem bewusst, was wichtig ist. Und man erkennt, dass das Leben mehr ist als Internet und Fernsehen. Was, wenn das nicht mehr ist? Wir haben so viel, für das wir dankbar sein müssten, aber wir vergessen einfach uns zu bedanken. Miranda wird daran erinnert genauso wie der Leser.

Gänsehautfaktor ist eigentlich 5 Punkte wert, aber es stimmt schon, dass dieses Buch etwas zu amerikanisch ist. Das ist nun klar, weil die Autorin nunmal Amerikanerin ist, aber unser Lebensstil ist doch anders und vermutlich hätten wir auf so eine Krise anders reagiert. Zumal selbst im Buch nur auf die Auswirkungen in Amerika eingegangen wird. Der eine Satz, dass die Niederlanden jetzt ziemlich geschrumpft sind, machen das auch nicht wett. Das fand ich schade...obwohl... Miranda hört davon ja nur nichts im Radio, also ist die amerikanische Regierung Schuld und nicht die Autorin. :-)
Auf alle Fälle lesenswert!
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Inhalt:
Eigentlich sollte es eine interessante Beobachtung werden. Ein Meteorit schlägt in den Mond ein. Miranda, ihre Mutter, ihre beiden Brüder und eine liebe Freundin beobachten zusammen dieses Schauspiel. Doch was als harmlos eingestuft war, wächst sich zur größten Katastrophe aus. Der Meteorit verschiebt den Mond in Richtung Erde und plötzlich ist nichts mehr so, wie es mal war. Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche sind die Folgen. Es gibt keine Waren mehr in den Supermärkten und der Strom fällt immer öfter und länger aus. Miranda beginnt ein Tagebuch zu schreiben und läßt uns an ihrem Leben in diesen Zeiten teilnehmen.

Meine Meinung:
Das Buch packt einen fast von Beginn an. Obwohl es so viel Schrecken und Trostlosigkeit verbreitet, ist man gefangen im Leben der Familie von Miranda. Ich fand die Vorstellung der Vorgänge so absolut deprimierend, und doch so leicht möglich. Wie oft schwirren Meteoriten durch die Gegend und wie leicht könnten sie tatsächlich den Mond einfach so ein bißchen näher an uns heranrücken. Und obwohl wir doch wissen, wie sehr der Mond die Dinge auf der Erde beeinflußt, denken wir doch nie darüber nach, was es wirklich bewirken würde, wenn er nicht mehr an dem jetztigen Platz wäre. Wieviele Dinge, die für uns in der heutigen Zeit selbstverständlich sind, wir nicht mehr hätten und wie schwer es ist, ohne diese Dinge zu überleben.

Ich mochte Miranda von Beginn an. Ihre Art etwas nüchtern, die Vorgänge in ihrem Tagebuch zu schildern, zogen mich in ihren Bann. Sie selbst wußte eigentlich nicht mal, warum sie sich die Mühe machte, all diese Vorgänge niederzuschreiben, und doch hielt sie es für wichtig und sinnvoll. Auch hätte ich nie gedacht, daß es Spaß machen kann, ein ganzes Buch zu lesen, das in Tagebuchform geführt wird. Doch die Schreibweise der Autorin ist so toll, daß man es eigentlich total vergißt im Laufe der Zeit. Man taucht immer mehr in das Leben von Mirandas Familie ein, erlebt gemeinsam mit ihnen die Höhen und Tiefen und ist eigentlich immer froh, wenn man wieder einmal den Blick vom Buch hochhebt und sieht, daß die Welt wie wir sie kennen noch so ist, wie sie sein sollte. Um sich gleich darauf wieder darin zu verlieren, wie es auch sein könnte. Um zu erleben, wie man aus Kleinigkeiten Hoffnung schöpfen kann, wie man über winzige glückliche Momente wieder Kraft schöpfen kann.

Und obwohl der Inhalt des Buches eigentlich deprimierend sein sollte, ist es das doch auch wieder nicht. Denn es vermittelt einem auf eine wundervolle Art, wie wichtig Zusammenhalt, Mut und Ausdauer gerade in solchen Zeiten ist.

Ich kann das Buch nur uneingeschränkt empfehlen, man sollte es wirklich lesen um wieder zu erkennen, wie leicht doch alles veränderbar ist.

Fazit: Ein Buch über die Veränderung der Welt, das unter die Haut geht. Absolut empfehlenswert!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 8. August 2010
Am 18. Mai versammeln sich alle Bewohner der Straße, in der die 16-jährige Miranda mit ihrer Familie lebt, vor ihren Häusern. Um 21.37 Uhr soll ein Asteroid auf dem Mond einschlagen. Alle fiebern dem Ereignis schon tagelang entgegen, die Gemeinschaft auf den Straßen ist in Feierstimmung. Familien sitzen mit ihren Freunden auf der Veranda, ausgerüstet mit Ferngläsern und Teleskopen.
In dem Moment, in dem der Asteroid den Mond trifft, reisst die Stimmung schlagartig um...Miranda hört panische Schreie, Mütter rufen nach ihren Kind und schicken sie ins Haus. Als Miranda zum Himmel blickt traut sie ihren Augen nicht: der Mond hängt schief am Himmel, ist der Erde nun viel näher als noch vor der Kollission, so nah, dass Miranda jeden einzelnen Krater des Mondes mit bloßem Auge erkennen kann.
Anfangs scheint sich nur das Aussehen des Mondes geändert zu haben, doch schon bald verändert sich das Wetter dramatisch. Gefährliche Gewitter mit tornadoähnlichen Sturmböen werden zum Alltag, das gesamte Klima im Bundesstaat Pennsylvania steht völlig Kopf.
Mirandas Mutter, Laura, erkennt den Ernst der Lage und nimmt die Warnungen der Meterologen ernst. Diese behaupten, die veränderte Umlaufbahn des Mondes habe zur Folge, dass sich die Gezeiten völlig verändern und schon bald mit tödlichen Tsunamis und Schlimmeren zu rechnen sein müsste.
Laura begibt sich mit ihren Kindern in den nahgelegenen Supermarkt. Schon vom weiten entdeckt Miranda die panischen Mitbürger, die wie Wahnsinnige Geschäfte plündern und sich mit Nahrungsmitteln und allem, was man zum Überleben brauchen könnte, eindecken.
Hält Miranda ihre Mutter anfangs noch für völlig verrückt, weil diese sogar massenweise Thermounterwäsche kauft, obwohl doch gerade noch Frühling ist, so muss sie doch schon schneller als ihr lieb ist feststellen, dass sie bald mit ihrer gesamten Familie ums bittere Überleben kämpfen muss. Die Welt scheint unterzugehen...

In Tagebuchform beschreibt die Protagonistin Miranda die Zeit vor und nach dem Einschlag des Asteroiden auf dem Mond.
Geht es anfangs noch um ihr Schulleben und um ihre Familiensituation, so ändert sich die gesamte Atmosphäre des Buches durch das Ereignis am 18. Mai schlagartig. Durch dramatische, hochspannende und gleichzeitig auch tieftraurige Beschreibungen kann man überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen.
Miranda beschreibt ausführlich die Lebensumstände, in der sie sich mit ihrer Familie befindet und darüber hinaus ihre Gefühle, die sich oft nicht nur auf ihre Ängste eines nahenden Weltuntergangs beschränken.
Besonders ergreifend wird die Beziehung zwischen Miranda und ihren Geschwistern Matt und Jon beschrieben, die in jeder Situation versuchen, sich gegenseitig zu beschützen und das Überleben der Familie zu sichern.

Im Gegensatz zu gängigen Hollywoodfilmen, die sich mit Katastrophenszenarien auseinandersetzen, hebt sich 'Die Welt, wie wir sie kannten' besonders dadurch hervor, dass die Geschichte auf rasante Actionbeschreibungen oder ähnliches verzichtet. Das Besondere an dem Buch ist, dass es durchgängig äußerst emotional und authentisch geschrieben ist und durch schlichte Alltagsbeschreibungen, die trotzdem unglaublich bewegend und nervenaufreibend sind, von sich überzeugt. Des Öfteren habe ich alles um mich herum völlig vergessen und hatte selbst das Gefühl, dass ich schnell zum nächsten Supermarkt gehen sollte, um mich mit Konservendosen und tonnenweise Mineralwasser eindecken sollte, so sehr hat mich die Geschichte um Miranda und ihre Familie in den Bann gezogen.
Der Roman verdeutlicht, dass es in gefährlichen Situationen äußerst wichtig ist, dass man zu seiner Familie hält und man mit der Hilfe und der Liebe seiner Verwandten auch schlimmste Probleme meistern kann.

Fazit: 'Die Welt, wie wir sie kannten' ist ein toller Jugendroman. Er bewegt, geht unter die Haut und ist durch die Tagebucheinträge der Protagonistin spannend und emotional zugleich.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Juni 2010
Alle warten schon ganz gebannt darauf - ein Asteroid soll auf dem Mond einschlagen und natürlich will niemand dieses außergewöhnliche Naturschauspiel verpassen. Doch aus der Faszination wird schnell Angst! Denn es geschieht etwas Unerwartetes: Der Meteroid trifft den Mond, jedoch ganz anderes als erwartet, und plötzlich befindet sich der Mond nicht mehr in seiner gewohnten Umlaufbahn, sondern viel näher an der Erde? Unheimlich!

Doch trotz der Dramatik dieser Situation und der fortan extremen Nähe des Mondes zur Erde, weiß in diesem Moment noch niemand, dass das erst der Anfang des Schreckens ist. Denn was passiert, wenn zwei extrem schwere Körper sich nahe sind? Welche Wirkung hat der Mond z.B. auf die Wassermassen der Erde? Wir allen kennen Ebbe und Flut, und nun stelle man sich vor, wie sich diese durch die extreme Nähe zur Erde entwickeln.

In Tagebuchform erfährt man all das und die ganzen noch folgenden Entwicklungen, aus der Sicht der jugendlichen Miranda. Hat sie sich bis eben noch mit typischen Teenager-Problemen beschäftigt, die scheinbar lebenswichtig erschienen, geht es jetzt wirklich um Leben und Tod. Denn Miranda und ihre Familie erfahren am eigenen Leib, was es heißt, ohne Storm zu leben, wie Essen und Wasser immer knapper werden, wie man in Eiseskälte lebt, weil Aschewolken kein Sonnelicht durchlassen...

Tatsächlich hat diese Familie noch Glück - weite Teile der Erde werden von Vulkanausbrüchen, Tsunamis, Erdbeben und ähnlichen Katastrophen zerstört. Zwar sitzen Miranda, ihre zwei Brüder und die Mutter der drei in einem kleinen amerikanischen Kaff fest, aber immerhin: Sie leben!

Extrem anschaulich sind die Schilderungen des Mädchens in ihrem Tagebuch. Man kann deutlich mitfühlen, wie aus der anfänglichen Hoffnung auf schnelle Besserung der Situation, Angst, Fassungs- und Hoffnungslosigkeit werden. Und immer wieder stellt sich - mal versteckt in den hintersten Gedanken und dann wieder ganz vordergründig - die Frage, ob ausgerechnet sie dieses Disaster überleben werden. Mit jedem Tag ohne Strom, frischem Essen, Wärme und Informationen sinkt natürlich auch der Glaube an eine normale Zukunft.

Die Bilder, die die Autorin Susan Beth Pfeffer hier vor dem inneren Auge des Lesers heraufbeschwört, sind wirklich schockierend. Die ganze Zeit über denkt man sich, dass das doch alles nicht wahr sein kann - das kann, ja, das darf nicht passieren! Und doch geschieht genau das in "Die Welt, wie wir sie kannten". Hierbei überzeugen besonders die vier Protagonisten durch ihre Glaubwürdigkeit und Echtheit. Sie halten zusammen, halten es aber auch oft nicht miteinander aus. Gerade in so einer krassen Situation ist es noch schwerer, mit bestimmten Macken der anderen zurecht zu kommen, aber zugleich berührt und begeistert den Leser dieser ungemeine Zusammenhalt zwischen den Familienmitgliedern. Es können noch so große, unvorstellbare Probleme kommen: Diese Vier halten zusammen!

So teilt sich "Die Welt, wie wir sie kannten" praktisch in zwei ganz eigene Universen: Das Universum der sich innig liebenden Familie und das Universum von Chaos, Tod und Angst. Und eben weil beides derart gut miteinander verknüpft wurde, ist dieses Buch auch so besonders und so eindrucksvoll. Deshalb sticht es aus dem neuen Trend von Weltuntergangsromanen und Dystopien heraus!

"Die Welt, wie wir sie kannten" enthält wirklich alles, was ein gutes Buch für Jugendliche und auch für Erwachsene braucht. Es ist spannend von Beginn an, wobei sich die Spannung stetig noch steigert; Gefühle kommen niemals zu kurz, sondern sind ein wesentlicher Teil des Buches und es ist dermaßen glaubhaft geschrieben, dass man selbst fast Angst bekommt. Werft doch mal einen Blick aus dem Fenster - seht ihr den Mond?
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Mai 2010
In dem Buch 'Die Welt wie wir sie kannten' der amerikanischen Autorin Susan Beth Pfeffer, geht es um Miranda und ihre Familie, die versuchen nach einem Asteroideneinschlag auf dem Mond, weiterzuleben.

Miranda und ihre Familie beobachten gespannt wie ein Asteroid auf dem Mond einschlägt. Doch es kommt ganz anders als erwartet. Der Mond wird aus seiner Umlaufbahn geschleudert und rückt der Erde ein ganzes Stück näher. Die Auswirkungen sind verheerend, denn dadurch verändert sich die Welt, wie wir sie kannten.

Susan Beth Pfeffers Buch ist aus der Sicht der 16jähriden Miranda geschrieben, die ihrem Tagebuch berichtet, wie die Welt sich verändert. Es ist einfach nur erschreckend, denn die Handlung erscheint dermaßen real, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Einerseits möchte man wissen was als nächstes geschieht, denn oft bekommt man das Gefühl, schlimmer geht's nicht (man merkt: Oh doch, es geht noch schlimmer') und andererseits wachsen einem die Figuren sehr ans Herz, denn man kann sich stark mit ihnen identifizieren. Sie sind keine Helden und benehmen sich auch nicht so, ganz im Gegenteil auch Fehler und schwache Momente werden beschrieben, die die Figuren meist nur sympathischer machen. Die Atmosphäre wird zunehmend bedrückender, denn die ganze Familie steht der Situation hilflos gegenüber und immer wieder keimte in mir die Frag: Was würde ich tun? Solch ein Szenario quasi mitzuerleben ist schon schockierend, denn wer sagt, dass es uns nicht eines Tages genauso gehen wird?
Ich persönlich fand die Schreibweise sehr angenehm. Susan Beth Pfeffer schreibt recht umgangssprachlich, was für Kinder und Jugendliche vermutlich sehr angenehm zu lesen ist.

Mein Fazit: Ein Kinder- und Jugendbuch, das es sich (auch für Erwachsene) zu lesen lohnt, denn dem Leser wird bewusst, wie gut wir es doch haben (in Bezug auf Essen, Wärme etc.)und dass jeder Tag der letzte sein könnte'.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Die Verlorenen von New York (Die letzten Überlebenden )
Die Verlorenen von New York (Die letzten Überlebenden ) von Susan Beth Pfeffer (Taschenbuch - 21. Februar 2014)
EUR 8,99

Das Leben, das uns bleibt (Die letzten Überlebenden 3)
Das Leben, das uns bleibt (Die letzten Überlebenden 3) von Susan Beth Pfeffer (Gebundene Ausgabe - 24. Juli 2012)
EUR 16,90

Die Straße
Die Straße von Cormac McCarthy (Taschenbuch - 2. Juni 2008)
EUR 8,99