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am 20. Oktober 2008
'Mein liebes Tagebuch! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. So viele tolle Sachen sind in den letzten Tagen passiert. Es fing am Freitag an, als das erste Westpaket in diesem Jahr kam. Wie immer von Elisabeth, der Freundin von Oma Elfriede, die als Rentnerin vor zwei Jahren nach Köln übergesiedelt ist und die mich seit meiner Geburt kennt. Dieses Mal hat sie mir einen tollen Badeanzug, einen Pelikan-Füller und einen Tintenkiller geschickt! Und dann noch zwei Ausgaben der 'Bravo'.'

15. April 1984. Ramona Montag ist gerade 16 Jahre alt und schreibt Tagebuch. Sie ist eine normale 16jährige mit allen Ängsten, Nöten und pubertären Problemchen, die das Leben mit 16 so mit sich bringt. Streit mit Freundinnen, den Eltern, Liebesflüstereien, Probleme in der Schule und mit dem System, einfach alles, was sie bewegt und beschäftigt, schreibt sie hier nieder. Und Probleme hat sie reichlich. Allein in ihrer Familie kommt es immer wieder zu Reibereien, weil ihr Vater überzeugter SED-Anhänger ist und ihre Mutter die ganze Politik eher pragmatisch sieht. Ramona glaubt schon lange nicht mehr an die Versprechen, dass im Kommunismus alles besser wird, ihr kleiner Bruder Ralf jedoch glaubt noch daran und verhält sich oft entsprechend eklig.

Als sie im Urlaub in Ungarn Jürgen kennenlernt, schwebt sie auf Wolke sieben, noch nichtahnend, was diese Liebe für ihr Leben bedeutet. War ihr anfangs das Leben hinter dem Eisernen Vorhang eher egal, hasst sie nun die DDR mit ihren strengen Regeln, sie bemerkt erst jetzt, wie die Mauer die Menschen reglementiert und ihre Liebe zu Jürgen boykottiert. Auch ihr Vater ist entsetzt, dass sie sich mit dem 'Klassenfeind' abgibt, doch auch er kann den Kontakt nicht unterbinden. Jürgens Mutter hingegen tut alles, um den Kontakt der zwei zu verbieten, doch sie scheitert kläglich. Und dann, als Ramona ihr Studium gerade hinter sich gebracht hat, öffnet sich die Grenze ' beginnen nun doch paradiesische Zeiten?

'Aber Papi flippt aus, wenn ich Westjeans tragen will. Vom Klassenfeind, wie er sagt. Wie bekloppt! Manchmal werden Westjeans in normalen Geschäften verkauft. Das ist dann wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen und natürlich sind die dann sofort ausverkauft. Egal.'

Verspricht der Klappentext lediglich eine Liebesgeschichte zwischen Ost und West, ist dieses Buch doch viel viel mehr. Es ist ein Buch über das Leben in der DDR, über den Alltag dort, die Wünsche und Träume und Probleme der Bewohner und der Politk 'drüben'. Authentisch durch eigene Tagebuchaufzeichnungen, erzählt die Autorin Barbara Bollwahn flüssig und bietet so eine wichtige Lektüre für das, viel zu oft noch fehlende, Verständnis zwischen Ost und West. Gerade Jugendliche, aber auch Erwachsene, können hieraus, mit viel Vergnügen, lernen, wie das Leben 'drüben' wirklich war. Und ganz nebenbei erfährt man auch, was ein Intershop, der Fünfjahresplan, die Puhdys, der Konsum-Markt und vieles mehr waren und bedeuteten, was an sich schon sehr interessant ist - auch wenn ich der Autorin in einem Fall widersprechen möchte: Nudossi schmeckt wesentlich besser als Nutella.

'Der Klassenfeind und ich' - die literarische Fortsetzung von 'Goodbye Lenin' und 'Sonnenallee' - ein detailreiches Buch über das Leben in der DDR und eine Liebe zwischen Ost und West, die alles auf den Kopf stellt. Feinstes Lesevergnügen für Jung und Alt, für Ost und West!
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am 2. April 2009
Ein Jugendroman, der in schülerorientierter Sprache über einen sozialistischen Staat informiert, mit dem viele Schülerinnen und Schüler nicht ganz viel verbinden können. "Klar kennen wir die DDR, wir haben doch "Goodbye Lenin" gesehen. Eines wird beim Lesen der gemeinsamen Lektüre ganz schnell klar, nämlich, "dass man das so nicht genau wusste". Es sind nicht spektakluräre Abenteuer, die der Leser mit der Protagonistin Ramona erlebt, wie es z.T. in Filmen, wie "Das Leben der anderen" umgesetzt wird. Es sind die kleinen Probleme des Alltags, mit denen Ramona sich arrangieren muss, aber die für die angesprochene Altersgruppe häufig von immenser Bedeutung sind. Erster Kuss, erster eigener Urlaub, Schulabschluss, unglückliche Liebe, Studium etc. Vor allem sind es aber die Lebensumstände in dem damaligen sozialistischen Nachbarstaat, die nachdenklich stimmen und das geht weit über fehlendes Nutella oder Bananenmangel hinaus. Das für Jugendliche nicht selten Selbstverständliche erhält einen anderen Stellenwert beim Lesen des Romans. Die Schüler erkennen sehr schnell, dass es nicht der Konsum ist, den die Bürger im Sozialismus vermissten, sondern für uns selbstverständliche Normen und Wertevorstellungen, die mit unserem Rechtsstaat verbunden sind.
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am 16. August 2007
Was sich beim durchlesen des Klapptextes nach einem Liebesroman anhört, entwickselt sich zu mehr! Es ist ein roman über das Leben in der DDR, ein Roman der die Sicht eines Mädchens, später dann einer jungen Frau darstellt. Und diese Sicht sit durch und durch kritisch und stellt das System desöftern in Frage.

Immer wieder spürt man den Wunsch, vor allem als Ramon Jürgen kennen gelernt hat, aus der DDR heraus zukommen; anderseits fühlt man sich doch verwurzelt. Die Tgebuchform macht das Buch leicht zu lesen, schnell wird man ins einen Bann gezogen und möchte am liebsten an einem Stück auslesen. Beeindruckend ist auch, das große Teile der Geschichte auf tatsächlichen Tagebucheinträgen von der Autorin basieren.

Der Klassenfeind + ich ist ein Liebesroman und ein DDR-Roman in einem, man lernt viel über den Alltag in der DDR und den Widersprüchen der Menschen die in dieser lebten. Wer sich "Goodbye Lenin" im Kino angeschaut hat, sollte zu diesem Buch greifen, weil Barbara Bollwahn mit ihrem Werk einen weiteren Teil zur Darstellung des Lebens von ehemaligen DDR-Bürgern beiträgt.
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am 6. Oktober 2008
Eigentlich kann ich gar nicht genau sagen, wie ich dazu kam ein solches Buch zu lesen. Nur so viel vorweg, bereut habe ich es nicht und genauso wenig kann ich mir vorstellen, dass ein Anderer es bereuen würde.
Zuvor hatte ich "Adam und Evelyn" von Ingo Schulze gelesen und nun den Drang nach mehr Geschichten aus der DDR verspürt. Doch, sind beide Bücher nicht miteinander zu vergleichen. Dieses Buch erzählt in einer recht einfachen Geschichte, für welche man mit wenig Stunden planen kann, von Ramona und wie sie die DDR erlebte. Da ich selbst zur Zeit des Mauerfalls erst 7 Jahre alt war, ist dies ein Rückblick in eine Zeit, an welche ich mich nur Schemenhaft erinnern kann, sie jedoch aus vielen Erzählungen kenne. Barbara Bollwahn ist es vor allem gelungen, über die ehemalige DDR zu schreiben ohne dabei ein durchweg positives, oder gar negatives Bild im Kopf des Lesers zu zeichnen. Gerade für junge Leute ist das Lexikon im hinteren Teil des Buches, in welchem die zahlreichen Begriffe aus der Zeit im Osten vor 1990 einfach erklärt werden, ein großer Vorteil. Alles in allem bleibt zu sagen, wer eine Geschichte lesen möchte wie sie wirklich passiert sein könnte (oder vielleicht auch ist), der wird hier ganz sicher seine Erfüllung finden....!
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am 31. August 2007
Ein zeitgenössisch interessantes Tagebuch einer jungen Liebe zwischen Ost und West, die kurz vor der Wende scheitert. Wer mit Geschichte, Humor und erlebter Politik im Tagebuchstil etwas anfangen kann, ist bei der Lektüre dieses Buches an der richtigen Stelle. Im Buch finden sich viele typische Ostbegriffe, welche sehr gut erklärt werden. Dieses Buch ist mit Einschränkungen auch als Jugendliteratur geeignet.
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am 19. November 2010
Bin zwar nicht mehr jugendlich, aber das Buch von Frau Bollwahn habe ich trotzdem mit viel Gewinn gelesen. Besonders gut fand ich die Begriffserklärungen (im Anhang). Ich werde das Buch aufbewahren und meiner Tochter zu lesen geben, damit sie ein Gefühl davon kriegt, wie das Leben in der DDR war.
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am 9. Februar 2010
Das Buch ist gut zu lesen. Witzig und interessant da viele Facetten der DDR aufgezählt werden.
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am 17. Februar 2014
für die Schule ein ideales Buch und sehr gut zu lesen. Eine interessante Geschichte mit viel Hintergrund und ideal für den Unterricht.
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am 31. Dezember 2013
"Der Klassenfeind und ich" soll, denke ich, die Geschichte eines Mädchens aus der Sicht ihres Tagebuchs erzählen. Soll es. Auf mich wirkt das "Tagebuch" des Mädchens nervtötend, langatmig und einfach nur blöd. Sie jammert die Seiten voll, jeder dritte Satz besteht aus "Scheiße", "Das ist ungerecht!" und "Ich will ...". Die Hauptfigur (auch übrigens die einzige, die zumindest annähernd im Charakter ausgearbeitet wurde) jammert den Leser voll, sodass er bald weder noch Lust, Nerven oder Zeit hat, um sich das Buch ganz durchzulesen. Es soll vielleicht ein Versuch der Autorin sein, die unglückliche und traurige Atmosphäre der DDR-Zeit einzufangen, doch der ging nach hinten los.
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