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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ägyptische Götter, Mitglieder eines geheimen Magierbundes... und ein Geschwisterpaar rettet die Welt. Was sonst!
Mit "Die Kane Chroniken - Die rote Pyramide" entführt uns Rick Riordan (dieses Mal) in die Welt der ägyptischen Mythen, Götter und Magie.

Das Geschwisterpaar Carter (14 Jahre alt) und Sadie Kane (12 Jahre alt) lebt seit dem Tod der Mutter vor sechs Jahren getrennt. Während Carter mit dem Vater (Dr. Julius Kane, ein Ägyptologe) um die...
Veröffentlicht am 22. April 2012 von H. Keller

versus
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die witzigen Stellen sind leider gekürzt
Ich habe die Kane-Chroniken auf Englisch gelesen und dann anschließend die Hörbücher für meinen Sohn auf Deutsch gekauft. Leider sind die Hörbücher deutlich gekürzt, und zwar regelmäßig an den witzigen Stellen. Es fehlen ganze Passagen, wie z.B. im Feuerthron (der mir persönlich am besten gefällt) die Reise von...
Vor 19 Monaten von BK veröffentlicht


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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ägyptische Götter, Mitglieder eines geheimen Magierbundes... und ein Geschwisterpaar rettet die Welt. Was sonst!, 22. April 2012
Von 
H. Keller - Alle meine Rezensionen ansehen
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Mit "Die Kane Chroniken - Die rote Pyramide" entführt uns Rick Riordan (dieses Mal) in die Welt der ägyptischen Mythen, Götter und Magie.

Das Geschwisterpaar Carter (14 Jahre alt) und Sadie Kane (12 Jahre alt) lebt seit dem Tod der Mutter vor sechs Jahren getrennt. Während Carter mit dem Vater (Dr. Julius Kane, ein Ägyptologe) um die Welt reisen muss, lebt Sadie bei ihren Großeltern mütterlicherseits in London. Da der Kontakt zwischen ihren Großeltern und ihrem Vater schlecht ist, sieht Sadie ihren Vater und ihren Bruder nur ein bis zweimal im Jahr. Der letzte Besuch ihres Vaters in der Weihnachtszeit, genauer gesagt am Heiligabend, löst Ereignisse aus, in deren Verlauf sich die über die Jahre entfremdeten Geschwister Carter und Sadie wieder näher kommen, ihre wahren Identitäten und Kräfte entdecken und schließlich beginnen, ihrer eigentlichen Bestimmung zu folgen.

Dr. Kane geht an Heiligabend mit seinen zwei Kindern ins Museum, um dort mit Hilfe eines Artefakts Osiris zu befreien, der mit Isis und drei anderen Göttern vor sehr langer Zeit von Magiern gebannt wurde. Die Befreiung Osiris' gelingt zwar, doch nicht ganz so, wie sich das Dr. Kane gewünscht hat. Carter und Sadie verlieren in dieser Nacht ihren Vater, der von einem der anderen fünf Götter gefangen gesetzt wird. Beide machen sie sich mit Hilfe ihres Onkels auf die Suche nach dem Vater und bekämpfen das Böse, das freigesetzt wurde. Währenddessen lernen die beiden Jugendlichen ihre Kräfte, Möglichkeiten und Bestimmung kennen, freunden sich mit einer jungen Magierin an, machen sich den alten ägyptischen Magierbund zum Feind, lernen die ägyptischen Götter kennen und finden in der Katzengöttin, in einem Pavian und in einem Krokodil treue Freunde.

Mehr zum Inhalt an dieser Stelle nicht, um nicht den Lesespaß zu verderben.

Meine Einschätzung

Der Autor bleibt seinem Schema aus der erfolgreichen Percy-Jackson-Reihe treu: Jugendliche sind ahnungslos über ihre wahren Identitäten, werden urpplötzlich mit ihrer tatsächlichen Herkunft konfrontiert und in einen Strudel von Ereignissen gerissen, in deren Verlauf sie sich selbst entdecken und erwachsen werden, zugleich erfolgreich Verantwortung tragen, die ihnen so früh noch nicht zugedacht war, eine Verantwortung die jedoch von den "Erwachsenen" nicht (mehr) wahrgenommen werden kann, weil sie, die Erwachsenen es verbockt haben. Junge Menschen wollen so genommen werden, wie sie sind, zugleich geachtet und einbezogen sein in die Welt, in der sie leben und die sie auch (mit)gestalten wollen und können. Rick Riordan scheint das zum Grundprinzip seiner Bücher zu machen. Und der Erfolg gibt ihm recht. Denn schon Percy Jackson begeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.

Im ersten Band der Kane-Chroniken erzählen Carter und Sadie ihre Geschichte selbst. Es ist eine Audio-Aufzeichnung, der wir beim Lesen folgen. Abwechselnd schildern die beiden Kinder ihre persönliche Sichtweise auf die Ereignisse. Während Carter vom Autoren als eher zurückhaltender, viel zu erwachsen wirkender Jugendlicher dargestellt wird, ist Sadie draufgängerisch, ein wenig flapsig, doch eben auch mutiger und stärker als ihr Bruder. Die beiden Geschwister - sechs Jahre voneinander getrennt - kommen einander wieder näher. Der Autor stellt diese Entwicklung recht achtungsvoll und vergleichsweise realistisch dar. Die gewählte Methode der Erzählung fand ich sympathisch, zumal der Autor seinen Stil jeweils an Carter oder Sadie anpasste.

Auch die ersten Schwärmereien (Sadie für den jungen Gott Anubis) und die ersten Gefühle von Liebe (Carter für eine junge Magierin), die Jugendliche entwickeln, kommen nicht zu kurz, bilden in der Geschichte sogar einen wichtigen Motivationszirkel, der die Geschwister antreibt. Ich denke, dass der Autor hier den Nerv seiner jungen Leserschaft ganz gut trifft.

Unzulänglichkeiten stellen sich als Stärken und vermeintliche Stärken als Hindernisse heraus. Jeder begeht Fehler und niemand ist perfekt. Und Vertrauen kann Berge versetzen helfen. Der Autor bringt diese Tatsachen in der Geschichte recht gut unter. Von Belehrung und erhobenem Zeigefinger keine Spur. Es sind vielmehr die Abenteuer, die die Kinder bestehen müssen, die step by step zu den Erkenntnissen führen, dass Stärken und Schwächen gleichermaßen einen Menschen (und auch Götter) ausmachen. Dabei werden "positive" Werte wie Treue, Freundschaft, Ehrlichkeit, Zielstrebigkeit, Kooperation, Einsicht, Lernbereitschaft und Vertrauen recht gut als wichtige Voraussetzungen menschlichen Seins vermittelt.

Dass der Autor den entscheidenderen Teil der "neuen" Welt der wieder auferstandenen Götter, den Schlüsselkampf und das Finale in die USA platziert hat, sei ihm nachgesehen. So sind die Amerikaner. Unglaubwürdig wirkt das nicht; auf jeden Fall glaubwürdiger als dieses Schema in der Percy-Jackson-Reihe.

Schreibstil: Der Schreibstil ist ganz angenehm.

Lesefluss: Ich habe das Buch an einem Sonntag durchgelesen. Der Faden ging nicht verloren.

Story: Die Grundstory ist altbewährt, jedoch sehr sympathisch und passend ausgeschmückt und um die Abenteuer der Kinder und viele kleine interessante Details sehr gut erweitert.

Als Einstieg in eine neue Reihe: Das Buch macht neugierig auf die zukünftigen Abenteuer der Geschwister, die sich gemeinsam eine Lebensaufgabe gestellt haben, die weiter mitzuverfolgen spannend sein dürfte.

Lesealter: Jugendliche zwischen 11 und 16 Jaren auf jeden Fall. Alle Älteren und Alten haben damit aber auch ihren Spaß.

Klassifizierung: Gelungenes Jugendbuch im Genre Fantasy.

Kaufempfehlung: ja

Bewertung: Volle Punktzahl für den ersten Band einer Reihe, die durchaus neugierig auf Vergangenes macht und trotz ihres Fantasy-Charakters dazu anregt, über unsere Geschichte und Vergangenheit nachzudenken.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die witzigen Stellen sind leider gekürzt, 18. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe die Kane-Chroniken auf Englisch gelesen und dann anschließend die Hörbücher für meinen Sohn auf Deutsch gekauft. Leider sind die Hörbücher deutlich gekürzt, und zwar regelmäßig an den witzigen Stellen. Es fehlen ganze Passagen, wie z.B. im Feuerthron (der mir persönlich am besten gefällt) die Reise von Sadie und Walt zur Oase. Das ist sehr schade, denn so beschränkt sich das Hörbuch zumeist auf die Erzählung der Geschichte und das Geplänkel zwischen den Geschwistern und vor allem Sadies Witz gehen oft verloren.
Außerdem geht im Deutschen einiges an Wortwitz verloren. Wenn Sadie den Namen "Nut" mit dem englischen "nuts" in Verbindung bringt, hat das natürlich eine andere Bedeutung als die deutsche Übersetzung mit "Nutella"...
Für mich ist das Hörbuch also dann doch ziemlich enttäuschend.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Geheimnis der roten Pyramide, 17. Dezember 2011
Es kann einem schon mal die Petersilie verhageln, wenn man am Weihnachtstag einen Familienausflug ins Britische Museum macht, nur um dort zu erleben, wie der eigene Vater eines der kostbarsten Artefakte da in Millionen kleinster Stücke sprengt und dabei die fünf mächtigsten Götter Ägyptens aus dem Duat, der Zwischenwelt, befreit und auf unsere Welt loslässt.

Auch nicht sehr hilfreich, wenn dann einer davon Papa verschwinden lässt und man selbst von der Polizei abgeführt wird. Wenn dann noch ein Onkel auftaucht, der behauptet zu einer seit Jahrtausenden existierenden Verbindung von Magiern zu gehören, die sich das Haus des Lebens nennen, und der sich entschließt mal kurz mit einem geheimnisvollen Boot quasi in Lichtgeschwindigkeit von London nach New York zu segeln, was natürlich nur durch Zauberei funktioniert, dann kann man tatsächlich von einem ungewöhnlichen Tag sprechen.

So einen erleben Carter Kane und seine jüngere Schwester Sadie. Um ihre Familiengeschichte rankt sich ein dunkles Geheimnis. Sadie lebt bei ihren Großeltern in London und Carter zieht mit seinem Vater, Julius Kane, einem angesehenen Archäologen, durch die Welt, immer auf der Suche nach neuen Ausgrabungsstätten und Artefakten.

Nur zweimal im Jahr dürfen sie einander sehen und ausgerechnet bei diesem Zusammentreffen, verschwindet ihr Vater auf geheimnisvolle Weise und die beiden Kinder werden damit konfrontiert, dass sie das Blut der Pharaonen in sich tragen und gegen Seth, den roten Herren der Wüste, antreten müssen, der in den letzten fünf Tagen des Jahres, den sogenannten Dämonentagen, nichts Geringeres vor hat, als die Weltherrschaft an sich zu reißen und alles ins Chaos zu stürzen.

Doch Carter und Sadie haben Hilfe, wobei sie sich erst daran gewöhnen müssen, dass es sich dabei um einen Pavian handelt, der ein großer Fan der L. A. Lakers ist und Khufu heißt, einem Albinokrokodil, einer winzigen Knetfigur aus Ton, die sprechen kann und nicht zu vergessen Sadies kleiner Katze mit Namen Muffin, die sich aber ziemlich überraschend auf einmal in die menschliche Gestalt der ägyptische Katzengöttin Basket verwandeln kann.

Dennoch, es ist nicht so einfach, mit einem Angriff von dämonischen Langnacken klar zu kommen, leopardenartigen Wesen mit schlangenartigen Hälse, oder sich gegen die Attacken von Millionen von Skorpionen zu wehren, angeführt von der Skorpiongöttin Serket, die ausgeschickt von Seth, alles daran setzt die beiden Kinder gefangen zu nehmen.

So beginnt eine atemberaubende Flucht quer über die Kontinente, bei der sich Carter und Sadie mit Hilfe von Magie und Artefakten von einem Ort zum anderen Teleportieren lassen, immer gejagt von Magiern, Göttern und Dämonen.

Rick Riordan, der bereits mit den Büchern um Percy Jackson gezeigt hat, wie großartig es ihm
gelungen ist, die griechische Mythologie in die Welt des 21. Jahrhunderts zu transportieren, entführt den Leser nun mit dem ersten Band der Kane - Chroniken: "Die rote Pyramide" (geschrieben 2010) in das Reich der ägyptischen Götter.

Mit Leichtigkeit gelingt es ihm, zu begeistern und eine unvergleichliche Mischung aus Humor, Spannung, Fantasy und Wissen zu erzeugen, die von der ersten Seite an fesselt und einen mitnimmt auf eine faszinierende Reise, bei der man die Seiten in atemberaubendem Tempo umblättert und es einem erscheint, dass die 608 Seiten wie im Fluge durchmessen werden.

Garantiert ein Buch, welches junge Leser förmlich verschlingen werden und das aber auch in der Lage ist, Erwachsene zu unterhalten, denn die Verbindung zwischen Neuzeit und alter Götterwelt ist dem Autor auf beeindruckende Weise gelungen und man fiebert mit den Helden der Geschichte mit und freut sich, dass die Kane - Chroniken insgesamt auf drei Bände angelegt sind.

Wer es also nicht erwarten kann, wie es weiter geht, sollte sich unbedingt den zweiten Band auf Englisch schnappen.

In der Reihe Die Kane-Chroniken bereits erschienen:

1. The Red Pyramid (2010, auf Deutsch übersetzt unter dem Titel "Die Rote Pyramide")
2. The Throne of Fire (2011, noch nicht auf Deutsch übersetzt)

Fünf Sterne und eine klare Kaufempfehlung für die neue, großartige Reihe von Rick Riordan. Die Kane-Chroniken machen Spaß, sind spannend und definitiv etwas, das man gelesen haben sollte.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Ägyptische Götterwelt veraltet nie! Starke Story super geschrieben!, 25. Januar 2012
Von 
Rock The North "FirEprOOf" (Oldenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Dieses Buch war für mich eine Blindverpflichtung die sich hauptsächlich wegenb des interessanten und ansprechenden Cover und der kleinen Inhaltsangabe ergab! Ich lag voll richtig!

Die Kane Chroniken sind ein absolut fesselndes und packendes Buch was jung und alt begeistern kann.
Die Story ist top. 2 Kinder (Geschwister, 12 und 14) erleben mit wie ihr Vater im British Museum von einem Ägyptischen Gott entführt wird. Nun setzen sie alle Hebel in Bewegung um ihren Dad zu retten und legen sich dabei mit der gesamten ägyptischen Götterwelt an.

Das Buch ist besonders geschrieben, in sofern dass es aus der Sicht der Kinder erzählt wird. Undzwar abwechselnd und das noch als eine Art Tonbandaufnahme. Die beiden streiten sich also regelmäßig um das Mikro um weiter zu erzählen. Diese Art der Erzählung bringt eine Menge lustiger Annekdoten parallel zur eigentlichen Story und ist super passend und macht Laune.

Ansonsten kann man das Buch in einem rutsch durchlesen, es wird nicht langweilig und bietet besten Stoff für die nächste Hollywood Verfilmung dieses Autors nach Percy Jackson.

Fazit:
Super gelungenes Buch, toll geschrieben aus der Sicht der Kinder als eine Art Tonbandaufnahme! Ganz großartiger Stoff! Hoffentlich erscheint bald der 2te Teil auf Deutsch!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nach Griechenland nun Ägypten, leider bisher viel weniger spannend und überzeugend als die Percy Jackson Reihe., 13. Januar 2013
Natürlich bin ich auf diese Reihe gestoßen, weil ich Fan der Percy Jackson Bücher bin. Grundsätzlich fand ich die Idee toll, nun statt den griechischen mal die ägyptischen Götter in den Vordergrund zu stellen.
Leider blieb der Auftakt der neuen Reihe für mich aber doch sehr deutlich hinter den Percy Jackson Bänden zurück: die Charaktere sind mir nicht richtig ans Herz gewachsen, es fehlte in zu vielen Teilen des Buches die Spannung und so richtige Überraschungseffekte blieben leider auch aus.

Zum Inhalt: Klar, dass ihr Vater Sadie und Carter ausgerechnet in ein Museum schleppt an Heiligabend. Da könnte man sich sicher spannendere Beschäftigungen vorstellen. Allerdings hat Dr. Julius Kane etwas ganz anderes geplant: er hat vor den ägyptischen Gott Osiris zu beschwören. Leider geht dabei ordentlich was schief und der Wissenschaftler wird vom Gott Seth entführt.
Ehe Sadie und Carter sich versehen befinden sie sich auf der Flucht irgendwo in Amerika. Die Beiden müssen nun zusammenhalten, um ihren Vater zu finden. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche und finden dabei mehr über sich selbst heraus, als sie je erwartet hatten...

Eigentlich sollte man die neue Reihe des Autors natürlich nicht mit seiner Alten vergleichen. Da die Thematik aber nun doch sehr ähnlich ist, drängt sich ein Vergleich geradezu auf. Insbesondere die neusten Bücher aus Helden des Olymp (Percy Jackson Season 2) sind richtige Meisterwerke, sodass ich diesen Autor absolut zu schätzen gelernt habe. Was er nun hier geschrieben hat, war ein Versuch etwas Neues zu schaffen mit jüngeren Charakteren und neuen Ideen. Ein Versuch, der mir aber leider nur bedingt positiv im Gedächtnis bleiben wird.
Der Anfang ist recht rasant. Die Charaktere Sadie und Carter werden gut vorgestellt und man hat als Leser noch so gar keine Ahnung in welche Richtung das ganze führen wird. Die Spannung ist hoch, es passiert viel auf einmal und man muss etwas aufpassen um bei den ganzen neu vorgestellten Göttern auch den Überblick zu behalten. In etwa die ersten 100 Seiten des Buches konnten mich so besonders überzeugen und ich war rect sicher hier ein neues, tolles Abenteuer geliefert zu bekommen.

Doch dann begann es irgendwann einfach eintönig zu werden. Ich kann gar nicht recht sagen womit es losging, aber irgendwann sind die Protagonisten dann auf der Reise und werden von unterschiedlichen Kreaturen / Gefahren bedroht. Klar, einzelne Abenteuer waren spannend, mir fällt da spontan sofort Mexiko ein, aber so richtig viel hängengeblieben ist sonst bei mir nicht. Irgendwo war es immer wieder das Gleiche und nicht so richtig viele Überraschungen für den Leser. Natürlich gab es auch Ausnahmen, aber ich erinnere mich vor allem daran, dass ich das Buch bei einigen langatmigeren Passagen ständig zur Seite gelegt habe, weil mir öfter die Augen zugingen und die Geschichte mich nicht fesseln konnte.

Einstellen musste ich mich außerdem auch etwas auf die neue Erzählweise. Eigentlich ist dieses Buch nämlich ein Tonband, aufgenommen von Carter und Sadie, welches der Autor nur niedergeschrieben hat. Dadurch gibt es immer mal wieder Passagen wo einer der Beiden den anderen unterbricht oder der Leser direkt angesprochen wird und natürlich ist das komplette Buch in der 1. Person geschrieben. Zumindest letzteres ist zwar auch in den Percy Jackson Büchern der Fall, aber trotzdem kam mir der Schreibstil hier irgendwie unflüssiger und vor allem auch kindlicher vor.

Fazit: Ich kann anscheinend mit den griechischen Göttern mehr anfangen als mit den ägyptischen. Das Buch war auf keinen Fall schlecht, aber mir fehlte über weite Teile einfach die Spannung in der Geschichte. Auch der Showdown, den ich sonst in seinen Büchern wirklich schätze, ist dem Autor hier nur mittelmäßig gelungen. Zumindest hätte ich kein großes Problem gehabt das Buch dort einfach mal mittendrin zu unterbrechen.
Ich würde also kurz sagen: Steigerungsfähig. Mir gefällt die Idee und die Protagonisten haben auch einige interessante Charakterzüge. Trotzdem habe ich nicht so ein dringendes Bedürfnis mir den nächsten Band sofort zuzulegen, während ich die "Helden des Olymp" Bücher inzwischen schon direkt bei Erscheinungstermin kaufe.

Wer Percy Jackson liebt sollte seine Erwartungen hier nicht zu hoch schrauben, mir kommen die Percy Bücher irgendwie erwachsener vor, vielleicht sind die Kane Chroniken auch eher was für die etwas jüngere Generation. Muss jeder Percy Fan wohl einfach mal für sich selbst ausprobieren.
Ansonsten für Fans von Jugendfantasy (die Charaktere sind aber noch wirklich jung) durchaus empfehlenswert als Buch für Zwischendurch, wenn der Anspruch an geballte Spannung nicht so im Vordergrund steht wie es bei mir nun mal leider der Fall ist.

Reihenfolge:
#1 Die Kane-Chroniken - Die rote Pyramide
#2 Die Kane-Chroniken - Der Feuerthron
(weitere Bände in Arbeit)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 'Power Rangers' meet 'Mummies Alive', 12. April 2012
Von 
Ein Schelm - Alle meine Rezensionen ansehen
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An Heiligabend ins Museum? Die Geschwister Carter und Sadie Kane sind davon wenig begeistert. Doch ihr Vater Julius hat andere Pläne als einen langweiligen Familienausflug. Leider geht etwas schief, und so setzt er bei einer misslungenen Beschwörung fünf ägyptische Götter frei. Einer von diesen, Seth, entführt Julius Kane und macht sich gleich daran, seine Macht auszubauen - was nebenbei Nordamerika zerstören würde. Die einzigen, die ihn aufhalten können, sind Sadie und Carter. Doch die beiden müssen sich nicht nur mit Seth und seinen Verbündeten herumschlagen, sondern auch ein Bund mächtiger Magier ist ihnen auf den Fersen...

,Die Kane Chroniken' sind die neue Serie des Autors Rick Riordan, der vor allem durch seine ,Percy Jackson'-Romane bekannt wurde. Nach dem Abstecher in die griechische Mythologie geht es diesmal in die ägyptische Götter- und Sagenwelt.

Der Erzählstil mit den überwiegend kurzen Sätzen und ständigen Schauplatzwechseln sorgt für ein hohes Erzähltempo und hält damit den Spannungsbogen straff. Durch den Einsatz von ruhigeren Passagen sorgt der Autor aber dafür, dass die Geschichte nicht zu hektisch wird. Die etwas flapsige Erzählweise sorgt für Humor und passt zu den Erzählern, dem 14jährigen Carter und der 12jährigen Sadie, die die Erlebnisse abwechselnd aus ihrer Sicht schildern. Hier hat Riordan darauf geachtet, seinen Helden eine etwas abweichende Sprechweise in den Mund zu legen. Carter, der gebildetere von beiden, verwendet in der Regel längere Sätze und eine etwas gehobenere Ausdrucksweise; die impulsive Sadie dagegen erzählt meist knapper und bringt die Dinge direkter auf den Punkt. Damit geben die beiden gelungene Identifikationsfiguren für die Zielgruppe ab.

Bei der Orientierung an der ägyptischen Mythologie gibt es nichts zu meckern. Der Autor hält sich dicht an die Vorlage, scheut sich aber auch nicht, einige Dinge anzupassen, wenn es dramaturgisch sinnvoll ist.

Leider gibt es auch einen Punkt, der weniger gelungen ist. Durch das das ständig hohe Erzähltempo kommt es im gesamten Buch zu einer gewissen Oberflächlichkeit. Die Orte sind allesamt ordentlich beschrieben, aber eine echte Atmosphäre will nur selten aufkommen. Besonders macht sich das aber bei den Figuren bemerkbar. Die meisten Figuren bleiben so flach und blass, dass man sie problemlos durch andere hätte ersetzen können, ohne dass es den Leser gestört hätte. Bei der Charakterentwicklung von Sadie und Carter wäre es außerdem schön gewesen, wenn diese sich nicht komplett im letzten Fünftel des Buches abgespielt hätte.

Für den ersten Teil einer Serie ist ,Die rote Pyramide' nicht schlecht, aber Steigerungspotential ist durchaus noch vorhanden. Die Zielgruppe wird mit den genannten Schwächen leben können, und wer als erwachsener Leser mehr Wert auf Spannung und Action als auf Atmosphäre legt oder sich auf die Oberflächlichkeit einlassen kann, wird ebenfalls gut unterhalten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ... und ewig fliegen die Fetzen, 8. Februar 2012
Von 
Wer "Percy Jackson" gelesen hat - und ich wette, das haben fast alle, die sich für dieses Buch interessieren - wird sehr schnell die Handschrift des Autors wieder erkennen. Es ist der gleiche flapsige Stil der Sprache (sehr authentisch, wie ich im Vergleich mit dem erkennen kann, was meine Kinder so von sich geben), die gleiche "abgefahrene" Idee, antike Götter lebendig werden zu lassen und Protagonisten, die die Welt retten müssen. (Das Böse ist immer unglaublich mächtig und a priori unbesiegbar, wenn da nicht immer ein kleines Hintertürchen wäre, das ein wenig an den Schacht in "Krieg der Sterne" erinnert, durch den am Schluss die Bombe geworfen wird).
Es hat keinen Sinn, darüber zu diskutieren ob das originell oder an den Haaren herbei gezogen ist - Love it, or leave it.
Wer "Percy Jackson" gemocht hat, wird auch mit diesem Buch gut bedient sein.
Die Masse der Götter ist etwas verwirrend, aber es hilft nix - schaut mal bei Wikipedia nach ... da sind 240 davon aufgelistet, von daher hat sich dieses Buch ja richtig beschränkt.
Alles in allem eine sehr kurzweilige und spannende Geschichte, die Appetit auf mehr macht.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Im Vergleich zu Percy Jackson sehr enttäuschend..., 25. Juni 2012
Zur Aufmachung

Dazu muss man gar nicht viel sagen außer: PERFEKT! Und das gilt sowohl für die deutsche als auch für die englische Ausgabe und auch sowohl für Cover als auch Titel. Alles passt super zum Buch und sieht dazu auch noch grandios gut aus.

Zum Buch

"Eine bescheuerte Idee, findet Sadie."
Ach ne, wirklich? Etwas, das Sadie bescheuert findet? Das kommt in dem Buch ja auch SOOOOO selten vor... NICHT.
Dieser Roman ist eine schwache, ägyptische Version von Percy Jackson. Und es gibt dabei eigentlich hauptsächlich ein Problem: Die beiden Hauptcharaktere. Während der gute Carter einfach stinklangweilig ist und sich ständig von seiner kleinen Schwester auf der Nase herumtanzen lässt, ist Sadie geradezu unausstehlich. Zickig, arrogant und auch so gar nicht dem Alter von 12 Jahren entsprechend. Man gewinnt ständig den Eindruck, sie sei älter als Carter und nicht andersherum. Wie soll man aber nun mit zwei Charakteren mitfiebern, die einem so unsympathisch sind? Und dabei war alles andere an dem Buch genau wie bei Percy Jackson toll durchdacht, kreativ und vor allem gut recherchiert. Rick Riordan versteht sich super darauf Legenden und Mythen mit der heutigen Realität zu verstricken. Dass es dieses Mal um die Ägypter ging gefiel mir auch sehr gut, weil ich über die römischen Götter schon einiges wusste, mir von den ägyptischen Göttern aber gerade mal die Namen bekannt waren. Auch waren die Nebencharaktere sehr sympathisch und authentisch, aber all das war leider nur ein schwacher Trost.
Hinzu kommt, dass ich die Percy Jackson Bücher vor allem anderen so sehr mochte, weil sie so humorvoll gewesen sind. Leider habe ich bei Die Rote Pyramide nicht ein einziges Mal geschmunzelt, geschweige denn richtig gelacht.
Der einzige Lichtblick war, dass mir Carter am Ende des Buches immer besser gefallen hat. Man bekam das Gefühl, als entwickle er allmählich ein Rückgrat.
Trotzdem wird es für mich wohl bei diesem ersten Band der Kane Chroniken bleiben. Sadie finde ich einfach furchtbar und bezweifle, dass ich in den Folgebänden noch mit ihr warm werde. Momentan verspüre ich jedenfalls nicht das Bedürfnis zu erfahren wie es mit Sadie und Carter denn nun weitergeht...

Fazit

Schreibstil: 4 Herzen
Charaktere: 1,5 Herzen
Spannung: 3 Herzen
Emotionale Tiefe: 3,5 Herzen
Humor: 3 Herzen
Originalität: 4 Herzen

Alles in Allem ganz gewiss kein schlechter Roman, aber meine Erwartungen waren nach den Percy Jackson Büchern verständlicherweise sehr hoch, wurden hier aber leider enttäuscht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die rote Pyramide, 12. Juli 2014
Story und Charaktere:

Carter und Sadie sehen sich nur zweimal im Jahr. Ihr Vater hat nämlich nur für exakt zwei Tage im Jahr die Erlaubnis, seine Tochter zu besuchen, die seit dem Tod ihrer Mutter bei den Großeltern aufwächst. Als Carter und sein Vater Sadie dieses Mal zu ihrem Weihnachtsbesuch abholen, läuft allerdings alles anders als sonst. Ihr Vater schleppt sie mit ins British Museum in London und verhält sich dabei sehr merkwürdig. Spätestens als er ihnen befiehlt den Museumsleiter in seinem Büro einzusperren, wissen sie, dass da etwas nicht stimmt. Minuten später hat sich ihre ganze Welt verändert. Ihr Vater wurde mit dem Geist des Gottes Osiris in eine magische Kiste gesperrt, der Rosettastein wurde gesprengt und sie beide beherbergen plötzlich ebenfalls zwei Gottheiten in ihren Körpern. Damit nicht genug, bringt sie ihr Onkel Amos auch noch innerhalb einer Stunde mit einem Speedboot der besonderen Art von London nach New York, wo sie schon bald erfahren, dass sie aus der Blutlinie der alten Pharaonen stammen, mächtiger sind als alle Emporkömmlinge der letzten Jahrhunderte, magische Fähigkeiten besitzen und ihnen die Ehre zuteil wird, den Gott Seth zu vernichten, um die Menschheit zu retten. Mit dem Affen Cheops an ihrer Seite und der Katze von Sadie, werden die beiden in ein Abenteuer geworfen, das sie sich nie hätten erträumen lassen. Dabei stoßen sie nicht nur auf weitere ägyptische Gottheiten, auch fiese Monster, nette kleine Helferfiguren und ihnen gut- wie schlechtgesinnte Menschen kreuzen ihren Weg. Wem sie dabei vertrauen können und wem nicht, scheint sich sekündlich zu ändern.

Carter und Sadie sind Geschwister. Viel voneinander wissen sie allerdings nicht, denn nach dem mysteriösen Tod ihrer Mutter vor sechs Jahren wurden sie voneinander getrennt und sehen sich seither nur zweimal im Jahr zu dem gemeinsamen Treffen mit ihrem Vater. Carter ist mittlerweile 14 Jahre alt und seit Jahren mit seinem Vater, Dr. Julius Kane, in der Weltgeschichte unterwegs. Dr. Kane ist ein berühmter Archäo- und Ägyptologe und deshalb ständig auf Reisen. So leben Carter und sein Vater aus dem Koffer und sind oft nur ein paar Tage oder auch nur eine Nacht am selben Ort. Da Carter auf diese Weise nicht die Schule besuchen kann, wird er privat von seinem Vater unterrichtet. Besonders gut weiß er über die ägyptische Götterwelt bescheid, was vor allem daran liegt, dass Carter seinen Vater ständig zu irgendwelchen Grabungsorten oder zum Besuch verschiedener Museen begleiten muss.
Sadie ist ziemlich sauer auf ihren Vater. Sie fühlt sich von ihm im Stich gelassen und abgeschoben. Sie ist 12 Jahre alt und muss bei ihren Großeltern wohnen. Der einzige Besitz, den sie von ihrem Vater je bekommen hat, ist ihre Katze Muffin, die sie deshalb abgöttisch liebt. Sadie ist bei ihren Großeltern ziemlich normal aufgewachsen. Sie geht zur Schule, hat Freunde und Kontinuität, wie Beständigkeit in ihrem Leben. Allerdings beneidet sie Carter dafür, dass er mit ihrem Vater herumreisen und die Welt besichtigen darf.
Wer die beiden sieht, würde nicht glauben, dass sie Geschwister sind. Carter ist dunkelhäutig und Sadie ist weiß. Zu verdanken haben sie dies ihren Eltern, die ebenfalls dunkelhäutig und weiß sind.
Carter gehört eher zu den Menschen, die sich im Hintergrund halten und möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich lenken wollen. Er ist relativ ruhig. Ganz im Gegensatz zu Sadie, die alles ausspricht, was sie gerade denkt und auch wie sie es denkt. Da das Buch kapitelweise von Sadie und Carter erzählt wird, fällt sofort auf, wer gerade spricht.
Im Laufe ihres Abenteuers um die ägyptischen Götter, müssen beide sehr viel Mut und Entschlossenheit beweisen. Zum Einen wollen sie ihren Vater retten, zum anderen müssen sie Seth vernichten. Zwei Aufgaben, die nicht ganz einfach sind und die die zwei sehr fordern. Sie geraten in eine Welt, die sowohl verstörend, wie verwirrend ist, aber auch fantastisch und abenteuerlich. Ihre gemeinsame Aufgabe trägt dazu bei, dass die zwei sich endlich wie Geschwister fühlen und näher zusammenrücken. Außerdem kommen sie an immer mehr Informationen, was es mit dem Tod ihrer Mutter auf sich hat. Darunter decken sie Tatsachen auf, die beide gleichermaßen entsetzt, wie auch fasziniert.

Das Buch ist durchzogen von unzähligen weiteren Charakteren. Dabei geht es natürlich vor allem um ägyptische Gottheiten und ägyptische Monsterversionen, aber auch allerlei andere Menschen, denen die beiden während ihres Abenteuers begegnen. Ich muss sagen, bei dieser Fülle an Charakteren, muss man sehr genau lesen und sollte sich nach Möglichkeit nicht allzu häufig unterbrechen lassen, damit der Überblick nicht verloren geht. Wer hier leichte Kost für nebenbei erwartet, ist mit dieser Geschichte an der falschen Adresse.

Was mir besonders gefallen hat:

Nach „Helden des Olymp“ hatte ich schon Angst, dass mich „Die Kane-Chroniken“ gleichermaßen enttäuschen könnten, wie diese Reihe. Nach „Percy-Jackson“ hatte ich einfach diverse Erwartungen und Ansprüche an den Autor, die mit dieser Reihe Gott sei Dank wieder erfüllt wurden. Das Abenteuer um Carter und Sadie ist extrem spannungsgeladen, was dazu führt, dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Der Sprachstil ist einfach und vor allem sehr jugendlich – eben auf Augenhöhe mit dem Zielpublikum. Rick Riordan lässt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Carter und Sadie erzählen, sodass sich hier zwei unterschiedliche Sprachstile finden, die allerdings sehr gut zu den Charakteren passen.
Besonders gefallen hat mir, wie vielschichtig und vielseitig die Handlung des Buches ist. Natürlich sind einige Dinge vorhersehbar und dennoch, wann immer man glaubt, endlich einmal einen Moment verschnaufen zu können, passiert die nächste Unfassbarkeit. Rick Riordan lässt weder seine Charaktere, noch seine Leser zwischendurch zur Ruhe kommen. Genauso hektisch wie das Abenteuer ist, kommt es auch beim Leser an. Man kann den Zeitdruck, unter dem Sadie, Carter und ihre Verbündeten stehen, geradezu spüren.
Auch sehr gelungen finde ich die Art und Weise, wie der Leser hier an die verschiedenen ägyptischen Gottheiten herangeführt wird. Jede Gottheit erhält ihre eigene Erklärung, ihren eigenen Raum und ihre eigene Zeit. Wer dennoch Probleme hat, sich die Fülle an Namen und Wirkungsfeldern zu merken, kann diese ganz einfach im angehängten Glossar noch einmal nachschlagen. Eigentlich ist dies jedoch nicht nötig, denn, wann immer eine Gottheit oder ein zugehöriges Monster auftaucht, wird auf die einzelnen Eigenschaften gekonnt noch einmal hingewiesen.

Eine nette Idee des Autors sind die kleinen abgebildeten Hieroglyphen, die im Buch immer wieder auftauchen. Sobald es im Gespräch um die alte ägyptische Schrift geht, wird das jeweilige Symbol für den Leser abgebildet. So befindet er sich auf Augenhöhe mit den Charakteren, die dasselbe sehen, wie man selbst.

Wer zu der Art Leser gehört, der gerne vor dem Zu-Bett-gehen noch ein Kapitel liest, ist hier mit der Länge der Kapitel wunderbar bedient. Angesprochen werden mit diesem Buch sowohl Jungen, wie auch Mädchen, da die Hauptcharaktere männlich und weiblich sind und ungefähr den jeweils gleichen Platz im Buch einnehmen.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Der erste Band der Reihe ist unheimlich spannend, das Ziel scheint ganz nahe zu sein und doch, am Ende war mir die Lösung des Ganzen zu einfach. Seth, der Gott des Chaos, der das ganze Buch über als übermächtig beschrieben wurde, schien mir am Ende dann doch, als hätte man die ganze Zeit von jemand anderem gesprochen. Seine rote, unterirdische Pyramide war zwar interessant, erhielt aber, vor allem da sie titeltragend ist, viel zu wenig Raum in dieser Geschichte. Ich hätte mir mehr Ausflüge dorthin gewünscht, noch mehr Gefahr, die von ihr ausgeht, noch mehr Nervenkitzel. Das ganze Buch über stand man unter Spannung, da schien mir das Ende irgendwie zu flach.

Nicht ganz überzeugen konnte mich die Art, wie dargestellt wurde, dass Sadie und Carter zwei Gottheiten beherbergen. Umgangssprachlich würde man sagen, sie sind von ihnen besessen. Allerdings können sich diese beiden mächtigen Gottheiten nicht gegen ihre Gastgeber durchsetzen und lassen sich selbst in den heikelsten Situationen von Carter und Sadie in die Schranken weisen. Das scheint mir, in Anbetracht dessen, mit welchen Gottheiten wir es hier zu tun haben, nicht sonderlich glaubwürdig zu sein.

Auch noch nicht wirklich anfreunden kann ich mich mit der Art, wie die Geschichte erzählt wird. Rick Riordan lässt seine Protagonisten so tun, als würden sie Bänder besprechen, bzw. als würde der Leser diese abspielen. Sie erzählen die Geschichte quasi im Nachhinein – so ist das Ganze eine Nacherzählung. Dennoch liest sich das Ganze wie ein Roman, bei dem die Protagonisten mittendrin sind. Einzig die eingeschobenen eckigen Klammern mit Kommentaren wie „Aua, hau mich nicht. Das war doch so.“ erinnern immer wieder daran, dass man es mit einer Tonbandaufnahme zu tun hat. Da aber alles andere in Romanform wiedergegeben ist und vor allem mit tausenden Details aufwartet, konnte ich mich einfach nicht daran gewöhnen, hier an eine solche Aufnahme zu glauben. Das ist allerdings wahrscheinlich eher Geschmackssache.

Noch ein kurzer Punkt, der allerdings eher auf die Allgemeinheit bezogen ist und nicht auf mich, ist die Fülle der Namen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass einige Leser hier Schwierigkeiten bekommen werden, sich alles zu merken, was Rick Riordan an Informationen eingestreut hat. Vor allem diejenigen, die sich vorher nie mit ägyptischer Mythologie befasst haben, könnten sich von all den Gottheiten und ihren Eigenschaft überflutet fühlen. Deshalb an dieser Stelle noch einmal: Wer dieses Buch liest, sollte sich Zeit für die Geschichte nehmen, um nichts zu verpassen oder ins Straucheln zu geraten.

Gestaltung:

Vor einem zerfallenen Fabrikgelände steht eine Figur mit menschlichen Körper und Fabeltierhaupt. Diese Figur ist übermenschlich groß und schaut auf einen Jungen und ein Mädchen herab, die in Begleitung einer Katze vor ihr stehen. Über der rechten Hand der Figur schwebt ein ägyptisches Zeichen, in er linken hält sie einen Stab. Im Hintergrund ziehen sich die Wolken zusammen, alles ist in orange-rotes Licht gehüllt. Die Kernaussage des Buches ist hier sicherlich nicht getroffen. Schade, dass nicht, passend zum Titel, die rote Pyramide abgebildet wurde.

Wertung:

Dieses Abenteuer ist wirklich spannungsgeladen und hat es in sich. Ich freue mich sehr auf den zweiten Band und bin gespannt, was Carter und Sadie noch so erleben werden. Trotz meiner Kritikpunkte hat mich das Buch gefesselt und bekommt deshalb 4 Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung. Wer die Thematik der ägyptischen Mythologie mag und auf actionreiche Pageturner steht, ist hier gut bedient.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein guter Auftakt mit Potenzial, 12. Juni 2012
Also ich wollte schon länger mal ein Rick Riordan Buch lesen, weil alle Welt davon geschwärmt hat und als Fazit kann ich sagen : es hat mich nicht übermäßig begeistert, aber eine völlige Zeitverschwendung war es auch nicht.

Ich komme erstmal zu den negativen Punkten : Die Charaktere haben so ziemlich alle ein Rad ab, was bisweilen ganz witzig und unterhaltsam ist, aber es sind sich doch viele Charaktere ziemlich ähnlich, da sie denselben Humor haben oder ähnliches. Dass Sadie und Carter ein bisschen garstig reagieren kann man ja auch noch verstehen, da sie 12 und 14 Jahre alt sind, doch die jahrtausendealten Götter tun es ihnen gleich. Sollte man von ihnen nicht wenigstens ein bisschen Reife erwarten???
Ebenfalls finde ich es schade, dass das Buch nicht in Ägypten spielt, denn ich meine wenn es schon um ägyptische Götter geht ... Im Ernst der Schauplatz hat ständig gewechselt (z.B. Paris, Washington DC), aber Ägypten war nie darunter.
Und dann noch der schwerwiegendste Makel. Sadie und Carter begegneten auf ihrer Reise öfter irgendwelchen Gottheiten gegen die sie nicht ankämpfen konnten und daher wurden so von mächtigeren Freunden/Familienmitgliedern verteidigt. Diese sagten ihnen, sie sollten doch wegrennen und sich in Sicherheit bringen. Anschließend waren Sadie und Carter IMMMER davon überzeugt, dass diejenige Person gestorben war und trauerten erstmal ein paar Absätze lang. Doch auf wundersame Weise lebten diese Personen oft noch und kamen irgendwann wieder ... worauf sich Sadie und Carter natürlich freuten. Das ist soo oft passiert. Und das Schlimmste an Büchern ist ja wohl wenn entweder nichts oder entweder nur das Gleiche passiert oder?

Nun kommen wir zum Positiven, denn jene Aspekte konnten mich schließlich doch noch von dem Buch überzeugen. Erstmal der Schreibstil ist wirklich toll, einfach und angenehm zu lesen. Ebenfalls gefiel mir der Humor ziemlich gut, denn hier wird viel mit Ironie gearbeitet.
Ebenfalls hat das Buch eine hohe Erzählgeschwindigkeit und so musste man sich zuerst immer wieder an die neuen Schauplätze und Geschehnisse gewöhnen. Vor allem da die Wendungen überraschend waren Die Geschichte verlief nicht so wie ich gedacht hatte - aber überhaupt nicht!
Was ich besonders interessant fand, waren die Geschichten über die Vergangenheit der Götter. Die Vergangenheit ist unheimlich wichtig, denn sie ebnet ja den Weg für die Geschehnisse, die im Begriff sind zu passieren.
Ebenfalls war die Geschichte an vielen Stellen recht spannend und hat einen doch zum Weiterlesen bewegen können. DIe Hauptcharaktere verstricken sich immer wieder an andere Schwierigkeiten und es interessiert einen schon wie sie sich retten wollen.
Besonders positiv ist mir Zia aufgefallen. Sie ist eine Magierin aus dem Lebenshaus und sie hat einen schönen Kontrast zu den ganzen Verrückten in diesem Buch aufgestellt. Sie war vernünftig und nicht so abgedreht wie die anderen. Das hat einen doch erleichtert, denn nichts gegen verrückte Charaktere, aber wenn das ganze Buch fast daraus besteht, ist man doch dankbar für Abwechslung.

Ein mittelmäßiger erster Band, der jedoch Potenzial für eine gute Weiterführung der Geschichte besitzt!
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Die Kane-Chroniken, Band 1: Die rote Pyramide
Die Kane-Chroniken, Band 1: Die rote Pyramide von Rick Riordan (Taschenbuch - 24. Januar 2014)
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