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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen13
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am 2. März 2010
Meinung aus der Jugend-Redaktion:

Jonas Familienleben ist wirklich verrückt: sein Vater ist in einer Irrenanstalt, seine Mutter ist eine Zeitungspsychologin namens Dr. Linda und seine Schwester Sarah hat eine riesengroße Vorfreude auf ihren Geburtstag. Sein Leben wird noch verrückter, als er eines Morgens seine Mutter tot in ihrem Bett findet. Er reagiert ziemlich kopflos und schleift seine Mutter in das Kühlhaus seiner Familie. Ihm ist klar, dass wenn seine Mutter gefunden wird, er und seine Schwester in ein Heim müssen, bis sein Vater die Therapie beendet hat. Also lässt er seine Mutter im Kühlhaus liegen, erzählt seiner Schwester, das sie nach Spanien geflogen ist und geht erst mal mit Sarah Geburtstagsgeschenke kaufen. Nun muss er seinen Alltag ganz alleine regeln. Obwohl, ganz alleine nun auch nicht, da ihm die treue Dr. Linda Anhängerin Heleen hilft. Aber kann das wirklich lange gut gehen?

Man kann das Buch in zwei Wörtern beschreiben: total verrückt! Alles war ein heilloses Durcheinander, aber eines, was trotzdem die ganze Zeit über logisch bleibt. Manche Stellen waren tragisch, manche skurril und manche einfach witzig. Aber das Beste waren die urigen Figuren, die perfekt zu der Geschichte passen. Ein tolles Buch, was Jan de Leeuw wunderbar geschrieben hat. Deshalb gibt es von mir 4,5 Sterne.
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am 12. August 2012
Zum Inhalt
Die Protagonisten sind eine kleine Familie: Mama, Papa und zwei Kinder. Papa ist wegen psychischen Ursachen im Krankenhaus und Mama die Ärztin für gebrochene Herzen, naja, Mama wird eines Tages von Jonas leblos in ihrem Schlafzimmer gefunden.
Um in der Familie keinen Schaden anzurichten, beschließt Jonas kurzerhand, die Leiche im Kühlhaus, ein Überbleibses von der Zeit, als Papa noch Metzger war, zu verstecken und seiner Familie weiter die heile Welt vorzuspielen.
Jetzt darf sich Jonas alleine um die verzweifelten Liebenden kümmern, die täglich seiner Mutter Briefe schreiben, er darf alleine den Kindergeburtstag organisieren und als wäre das schon nicht genug, auch noch den Haushalt schmeißen.
Das läuft auch besser als erwartet, wenn da nicht neugierige Nachbarn wären.

Zum Autor
Jan de Leeuw, geb. 1968 in Aalst, ist Psychologe. Schreiben wollte er schon immer. Seine Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet und erhielten eine hervorragende Presse. (Quelle: Amazon)

Zur Leseerfahrung
Der Autor weiß, wie er den Leser ganz ohne übermäßige Gefühlsausbrüche oder Stilmittel zu fesseln, sondern einfach mit schlichter Erzählkunst. Ich mag seine Art, zu schreiben, es wirkt auf mich ruhig und entspannt, so, als hätte er das Buch gemütlich auf der Couch geschrieben und lässt mich auch durchatmen, da diese Entspannung sich auf den Leser überträgt.

Zum Fazit
Ein kurzweilig interessantes Buch, jedoch nichts, was mir noch monatelang im Kopf herumspuken wird, doch für den Preis auf jeden Fall empfehlenswert!

Zu den Eckdaten
Titel: Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus
Autor: Jan de Leeuw
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-31127-6
Seiten: 156
Preis: 5,95 €
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am 7. August 2012
Inhalt:
Jonas Leben ist nicht einfach ' der Vater in der Irrenanstalt, die kleine Schwester voller Vorfreude auf ihren Geburtstag und dann ist da noch die Sache mit seiner Mutter. Die findet er eines Tages tot im Schlafzimmer auf und aus der Not heraus, entscheidet er sich dazu, sie ins Kühlhaus der Familie zu verfrachten. Schnell ist im klar, dass wenn die Sache an die Öffentlichkeit gerät, seine Schwester und er ins Heim müssen, so dass er sich dazu entscheidet, es geheim zu halten. Von nun trägt er nicht nur die Verantwortung für sich, sondern auch für seine Schwester, erschwerend kommt hinzu, dass die Zeitungskolumne seiner Mutter weitergeführt werden muss. Seine Mutter, alias Dr. Linda, erteilt Menschen Ratschläge in Sachen Liebe, was in vor eine weitere Herausforderung stellt, hat er doch gerade andere Sorgen und trotzdem, trotzdem versucht er alles, um den Schein zu wahren. Ganz alleine muss er aber die Situation dann doch nicht meistern, Heleen, eine Fragestellerin von Dr. Linda kommt ihn auf die Schliche, sie entscheidet sich dazu, ihm zu helfen ' bei allem was noch folgt.

Meine Meinung:
Das Buch hat einen ernsten Hintergrund, da sich Jonas Mutter umgebracht hat, was man schon ziemlich zu Beginn mitbekommt. Der Junge findet ihre Leiche im Schlafzimmer und entscheidet sich, den Tod geheim zu halten, zu viel Angst hat er vor den Konsequenzen. Die überstürzte Handlung, sie ins Kühlhaus zu verfrachten, ist durchaus nachvollziehbar, scheint es doch für ihn die einzige Lösung. Danach wird das Buch seltsam, die Handlungen werden wirr und kaum verständlich. Was er mit der Leiche macht, wie er den Tod geheim halten möchte, kann man nicht wirklich verstehen. Es sind absurde Ideen, auf die er und Heleen kommt, deren Umsetzung etwas tragisch Komisches an sich haben.

Was mir ganz gefehlt hat, war der Umgang mit dem Tod selbst. Klar handelt Jonas aus einem Schock heraus, kann sich nicht gleich mit dem Verlust seiner Mutter beschäftigen, aber auch im Verlaufe des Buches wird nicht klar, wie er sich eigentlich fühlt. Was es mit ihm macht, die Mutter verloren und den Vater so distanziert zu haben. Die Vater/Sohn Beziehung, die Besuche in der Psychiatrie fand ich jedoch gut beschrieben. Man merkt schnell, dass der Vater in einer eigenen Welt lebt, die durch die Beschreibungen des Autors allerdings schnell Gestalt annimmt. Manchmal spürt man sogar Jonas Hilflosigkeit gegenüber der Situation, oder zumindest sein Unbehagen.

Die Handlung selbst, die Geschichte, findet irgendwie zu wenige Worte. Das Buch hat 160 Seiten, wobei die Schrift relativ groß ist, was einem zwar hilft, es ziemlich rasch gelesen zu haben, auf der anderen Seite, wird an Details an allen Ecken gespart. Gefühle die sich entwickeln, bekommt der Leser gar nicht mit, sondern wird irgendwann damit überrumpelt. Man kann der Handlung leicht folgen, aber Situationen die sich entwickeln, erreicht man durch das Lesen nicht, sondern muss von Autor darauf gestoßen werden.

Das Buch hat die Altersempfehlung 13-16 Jahren, wobei ich die heruntersetzen würde. Der Schreibstil ist ziemlich leicht, die sind Kapitel kurz und übersichtlich, das Thema ernst, aber nicht so voller Schwierigkeit, so dass es sicherlich auch schon für 11-jährige geeignet ist. Persönlich finde ich, ist es für 16- jährige nicht sonderlich zu empfehlen, wobei es vermutlich darauf ankommt, wie das Leselevel ist. Jemand der gerne und viel liest, wird sich sicherlich unterfordert fühlen.

Fazit:
Die Idee hinter dem Buch ist gut, die Umsetzung finde ich nicht sonderlich gelungen. Es fehlt an Beschreibung wichtiger Dinge, vieles wird ausgelassen und gar nicht thematisiert. Man liest die Geschichte zügig, behält sie aber leider nicht in Erinnerung, weil sie, für das ernste Thema, viel zu unbedeutend ist.
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am 22. Dezember 2012
Jonas frühstückt wie schon fast üblich allein mit seiner Schwester Sarah. Schließlich liegt der Vater in einer Anstalt und die alkoholabhängige Mutter von Tabletten getötet auf dem Bett, wie Jonas nur ein paar Minuten später entdecken wird. Reglos und ganz kalt und blass liegt sie da neben dem leeren Tablettenfläschchen und dem weißen Briefumschlag. Doch wie soll das Leben nun weitergehen? Schließlich würden die Beamten zwei elternlose Kinder niemals allein leben lassen und die Geschwister würden in ein Kinderheim gebracht.
Jonas aber entscheidet sich dazu, die Mutter ins bisher ungenutzte Kühlhaus hinter der Garage zu bringen und nach Jahren der Pause die Kühlung wieder in Gang zu bringen. Für eine menschliche Leiche und nicht wie früher für die Auslagen der Metzgerei.
Mühelos nimmt Jonas nun die Rolle ein, die seine Mutter vorher besetzte und erhält die Kulisse der ganz normalen Familie nach außen hin aufrecht. Doch seine Mutter war auch die Seelsorgerin Dr. Linda des örtlichen Tagesblättchens und so bleibt ihm nichts anderes übrig, als auch weiterhin die Leserbriefe zu beantworten. Einer dieser „unglücklichen Fälle“ ist Heleen, die sich nach Liebe sehnt, sie aber nicht empfinden kann, wie sie sagt.
Als Heleen irgendwann plötzlich in der Nähe des Hauses auftaucht und die Leiche im Kühlhaus entdeckt, muss Jonas ihr gezwungener Maßen die Geschichte erzählen und gemeinsam schmieden sie einen wagemutigen Plan, wie sie die Tote beseitigen können, um normal weiterzuleben.

Etwas zu diesem Buch zu sagen, fällt mir wirklich schwer, da es zwar mit 128 Seiten schnell durchgelesen ist, aber dadurch meiner Meinung nach einiges zu kurz gekommen ist. Außerdem ist das Problem zwar scheinbar gelöst, doch denke ich, dass es so nicht funktionieren würde.
Neben diesen Makeln glänzt allerdings der einfache und doch tiefgründige Stil des niederländischen Autors und dessen Kommentare. Diese regen zwar zum Nachdenken an, doch passen sie nicht genau in die Geschichte hinein.
Das Buch empfehle ich all jenen, die einen Lesehappen für zwischendurch suchen und dabei nicht nur unterhalten werden wollen, sondern auch einen Denkanstoß vertragen.
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"Ich liebe die Menscheit. Nur die Menschen liebe ich weniger." (S. 93)

Ich schwanke bei der Einschätzung dieses Buches völlig hin und her. Einerseits denke ich mir, dass "Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus" zwar eine Perle inmitten der Jugendliteratur ist, weil es schwierige Themen anspricht und einfach... ja, anders ist. Es beinhaltet neben einigen schrulligen und gleichwohl liebenswerten Charakteren nämlich vor allem auch seine kleinen Wahrheiten über angeknackste Familien. Genau diese Wahrheiten, diese ernsten Themen also, wurden für meinen Geschmack jedoch viel zu oberflächlich behandelt. Die Tatsache, dass die Mutter Selbstmord begeht, der Vater wegen psychotischer Krisen schon seit einer Weile in einer Klinik ist und hier zerrüttete Familienverhältnisse par excellence zelebriert werden - das ist nicht wirklich Stoff für ein lustiges unterhaltsames Jugendbuch. Jan de Leeuw, der selbst Psychologe ist, hat es zwar geschafft, die Probleme in JonasŽ Familie auf den Tisch zu bringen, aber in einer Art, die ich an mancher Stelle nicht ganz angebracht fand und die in meinen Augen zu wenig beleuchtet wurden. Jonas Familie ist völlig kaputt. Das wird einem beim Lesen nach und nach klar. Man schwankt dank de Leeuws ungezwungener und teils humorvoller Art zu erzählen zwar stets zwischen Lachen und Weinen und weiß nicht so recht, ob man das ganze Szenario nicht doch eher einfach amüsant finden soll. Aber eigentlich ist das, was hier passiert, eher unendlich traurig. Denn was sich hier für schwerwiegende soziale und kommunikative Probleme zusammenfinden, Schuldgefühle, Reue und Rache, das nimmt man diesem unscheinbaren Büchlein mit nicht mal 160 Seiten zunächst gar nicht ab. Erst mit dem Lesen merkt man, dass man mit Jonas mitleidet, die Last auf seinen Schultern quasi ebenso spürt, und ihn aber trotzdem am liebsten schütteln möchte, rufen möchte "Wach doch mal auf!" und sich die ganze Zeit fragt, warum zum Geier er das alles tut, was er tut. Warum er diese Farce aufrecht erhält, den Leuten nicht einfach sagt, was passiert ist und sich Hilfe holt.
Und dann ist das Buch plötzlich vorbei, man findet die Geschichte eigentlich ganz wunderbar und kurios, und dennoch fragt man sich, was der Autor damit bezwecken wollte.

"Die Welt liegt hier", ihr Arm machte einen Schwenk über die Terrasse, "und ich reiche nicht an sie heran. Sie ist ein einziges großes Fest und ich kann zwar meine Nase von außen gegen die Fensterscheibe drücken und die lachenden und tanzenden Leute beobachten, aber ich selbst habe keinen Zutritt. " (S. 93)

Fazit:
Wie schon gesagt: hin - und hergerissen. Die Geschichte von Jonas, der nach außen hin gute Miene zum traurigen Spiel macht, hat mich einerseits berührt und gewissermaßen auch unterhalten. Gleichzeitig möchte ich jetzt am liebsten den Kopf schütteln, denn es bleibt zu befürchten, dass es leider irgendwo auf der Welt garantiert einen echten Jonas gibt, der sich mit solchen Problemen konfrontiert sieht und genau das durchlebt, was hier beschrieben wird.
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am 15. August 2012
Das Cover ist recht einfach gehalten. Es türkis und findet man darauf einige Gegenstände, denen man auf den ersten Blick keine Bedeutung zukommen lässt. Jedoch tauchen diese Gegenstände im Laufe des Buches auf und haben auch einen Zusammenhang.
Auch der Titel des Buches sagte mir auf den ersten Blick nichts, doch ich habe mich einfach überraschen lassen.

Jonas' Mutter stirbt. Und sein Vater ist in der Irrenanstalt. So bringt er die Leiche seiner Mutter in das Kühlhaus der Familie und versucht seiner Schwester glaubhaft zu machen, dass sie nach Spanien geflogen ist.
Jonas ist klar, dass sie ins sehr wahrscheinlich ins Heim müssen, wenn jemand herausfindet, dass seine Mutter gestorben ist – zumindest solange, bis der Vater seine Therapie beendet hat.
Und so versucht er, ein normales Leben zu führen und den Tod seiner Mutter geheim zu halten.
Natürlich ist er erst einmal ratlos und logisch – auch traurig. Doch trotzdem das Buch so makaber ist, nimmt es schnell eine nicht mehr so traurige Wendung.

Die Einleitung des Buches richtet sich an den Leser, erst wird ein bisschen erklärt und danach beginnt die eigentliche Geschichte. Im Laufe des Buches findet man einige Abschnitte, die erneut an den Leser gerichtet sind – das finde ich eine sehr schöne Idee und es sorgt für Abwechslung.
Es gibt keine richtigen Kapitel, dafür sind aber die Anfänge der einzelnen Abschnitte dadurch gekennzeichnet, dass die Satzanfänge dick gedruckt sind. So kann man einen neuen Abschnitt sehr gut erkennen. Dadurch, dass diese Abschnitte sehr kurz sind und das Buch nur 156 Seiten hat, ist das Buch sehr schnell gelesen.

Die einzelnen Charaktere haben mir sehr gut gefallen, besonders der Hauptprotagonist Jonas. Es ist schön zu lesen, wie er versucht, seine kleine Schwester glücklich zu machen. Er geht mit ihr Geburtstagsgeschenke kaufen und versucht, dass sie nicht mitbekommt, dass die Mutter gestorben ist. Das Verhältnis zwischen den Beiden ist sehr innig.
Irgendwann steht dann Heleen auf. Das hat damit zu tun, dass Jonas' Mutter den Spitznamen Dr. Linda trägt. Sie beantwortet für eine Zeitung die Fragen der Leser zu ihren Problemen in der Liebe usw. (fast wie Dr. Sommer ;-)). Dadurch, dass Jonas' Mutter gestorben ist, kann sie diese Fragen natürlich nicht mehr beantworten. Deshalb versucht Jonas dies so gut wie möglich. Doch Heleen, dessen Fragen er unter anderem auch beantwortet, kommt mit seinen Ratschlägen überhaupt nicht klar und steht deshalb eines Tages bei ihm auf der Matte und verlangt Erklärungen.
Ob Jonas es schafft, sie wieder loszuwerden und was noch so passiert, solltet ihr auf jeden Fall selber lesen.

Mir hat das – zugegeben etwas verrückte – Buch sehr gut gefallen. Überrascht hat es mich auch. Jedoch reicht es für mich nicht für die volle Punktzahl, deshalb gibt es vier von fünf Punkte.
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am 2. August 2012
Mit " Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus" gelingt es Jan de Leeuw den Leser von Anfang bis Ende zu fesseln. Ja, in einer Art Prolog stellt er den Leser vor die Wahl das Buch wegzulegen. Er stellt die Hauptperson Jonas vor, indem er aus dessen Sicht die Situation am Ende des Buches beschreibt. Er gibt dem Leser einfache und klischeehafte Lösungen, worum es in dieser Szene gehen könnte. Doch wird schon gleich darauf klar, dass Jonas Situation komplizierter ist.
Spätestens wenn er zu Anfang der eigentlichen Geschichte seine Mutter tot in ihrem Bett auffindet und sich dagegen entscheidet die Polizei zurufen. Stattdessen versteckt er die Leiche im Kühlhaus und erzählt seiner kleinen Schwester sie sei verreist und sie solle es keinem erzählen, sonst würde die Tante zum aufpassen vorbei kommen. Denn der Vater ist seit er mit einem Fleischermesser auf eine Kundin seiner Metzgerei losging in der Irrenanstalt.
Also muss Jonas jetzt nicht nur den Job seiner Mutter als Dr. Linda, einer Liebesberaterin bei der Zeitung, übernehmen und sich Antworten zu den Problemen anderer ausdenken, sondern sich auch noch um seine achtjährige Schwester kümmern. Diese wünscht sich eine große Geburtstagsfeier und Goldfische und Hamster, was in Anbetracht der Tatsache, dass sie schon eine Katze, Schrödinger bzw. Kitty, haben, nicht so einfach ist.
Durch die Briefe an Dr. Linda lernt er Heleen kennen, die fragt wie sie Liebe finden kann. Sie gibt sich nicht mit seinen Antworten zufrieden und findet heraus was er mit seiner Mutter tat. Doch um herauszufinden ob die beiden die Geschichte verschleiern können müsst ihr das Buch schon selbst lesen.
Ich kann nur sagen, ich hätte nie gedacht, dass es so kommen würde.
Gefallen hat mir auch, dass sich der Ich-Erzähler Jonas ganz vom Anfang durch das ganze Buch immer wieder zu Wort meldet und seine eigene Geschichte für den Leser kommentiert.
Auch die verschiedenen Nebenhandlungen sind in sich geschlossen, logisch und nicht ganz alltäglich. So wird das Buch nie langweilig. Mir hat es eine gute Stunde Zugfahrt verkürzt, für mehr reichen die etwa 150 Seiten leider nicht.
Für meinen Geschmack gab es allerdings etwas viele Tote. Und nach der Leseprobe und dem Titel hätte ich auch nichts gegen etwas mehr Quantenphysik gehabt, aber dem Normalleser, als Physikstudentin zähle ich mich da mal nicht zu, wird das so sicher schon gereicht haben.
Ich kann das Buch jedem ans Herz legen, der mal was anderes lesen möchte, denn gewöhnlich ist dieses Buch ganz sicher nicht.
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am 26. Juli 2012
Rezension:

'Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus' von Jan de Leeuw, das 2010 schon einmal in einem anderen Verlag (Gerstenberg) erschien, ist zwar mit seinen 160 Seiten sehr dünn, aber dennoch wirklich bemerkenswert.

Aufgeteilt wurde die Geschichte in zwei Textsorten, die durch verschiedene Schriftarten gut voneinander zu unterscheiden sind. Einerseits spricht der Autor den Leser an wenigen Stellen direkt an und stellt viele Fragen, alá 'Was würdest du denken?', während der restliche Text in der dritten Person und Vergangenheitsform erzählt wird und man somit den jugendlichen Protagonisten, Jonas, begleitet. Außerdem gibt es immer wieder die Briefe zu lesen, die Jonas' Mutter als Kummerkastentante von verzweifelten Menschen bekommt, welche sehr amüsant und doch wahrscheinlich realer sind, als man sich es vorstellen kann bzw. will.

Bemerkenswert ist das Buch aus dem Grund, weil bitterer Ernst und schräger Humor so extrem nah beieinander liegen, dass einem öfter das Lachen im Halse stecken bleibt ' und das ist sicher nicht jedermanns Fall. Schon allein die Tatsache, dass sich Jonas irgendwie nichts dabei denkt, als er seine Mutter tot auffindet und sie daraufhin kurzerhand im Kühlhaus der Familienmetzgerei abstellt, ist so kurios, dass es beinahe wieder komisch ist. Er kümmert sich rührend um seine kleine Schwester, übernimmt den Job seiner Mutter als E-Mail-Kummerkastentante und versucht nebenher noch eine Lösung zu finden, wie er am besten ihre Leiche verschwinden lässt. Und dann ist da noch Heleen, die das Problem hat nichts zu fühlen und sich mit seiner E-Mail-Antwort nicht zufrieden gibt.

Nach den ersten 50 Seiten hätte ich behauptet, dass es sich bei 'Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus' um ein Kinderbuch handelt, wenn auch um ein sehr makaberes. Aber nachdem ich auch das Ende kenne, finde ich doch, dass es eher ein Jugendbuch ist und vor allem auch von Erwachsenen gelesen werden kann ' denn neben dem Humor ist ein ernster, nachdenklich machender Unterklang bezüglich des Lebens auf jeden Fall vorhanden.

Fazit:

Eine Mischung aus bitterem Ernst und einem Humor, der so kindlich-unschuldig anmutet, dass er schon fast wieder schwarz ist.
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am 13. Juli 2012
Zum Inhalt

Was tut man, wenn man eines Morgens die Mutter tot im Schlafzimmer findet, der Vater nicht greifbar ist und die geliebte kleine Schwester sich schon unbändig auf ihren Geburtstag freut? Jonas versucht zu retten, was noch zu retten ist, befördert seine Mutter kurzerhand ins Kühlhaus und behauptet, sie sei verreist. Nur leider traut die überaus neugierige Nachbarin der Sache nicht so ganz. Und als Jonas auch noch den Job seiner Mutter als Kummerkastentante Dr. Linda übernimmt, droht das Lügengebäude endgültig einzustürzen. Denn seine seltsamen Ratschläge zum Thema Liebe rufen Heleen auf den Plan, die sich gerne persönlich bei Dr. Linda beschweren möchte - mit ungeahnten Folgen!

Zum Buch

Jonas und seine jüngere Schwester Sarah wachsen in schwierigen Familienverhältnissen auf.
Der Vater, ein Metzger mit eigener Schlachterei, befindet sich in einer Psychiatrie und die Mutter, eine Zeitungspsychologin, verhält sich merkwürdig und plötzlich findet Jonas seine tote Mutter im Bett mit einem Abschiedsbrief und Tabletten auf dem Nachtschrank.
Seine Schwester ist noch kindlich unbekümmert und freut sich riesig auf ihren Geburtstag.

Gerade als Jonas seine Mutter gefunden hatte, war Sarah auf dem Weg nach oben, um nach ihr zu suchen.

Also wart Jonas den Schein, erklärt ihr es gehe ihr gut, sie habe nur zu viel getrunken und lenkt seine Schwester ab.
Sobald er Sarah bei ihrer Freundin abgeliefert hatte, kehrte er zurück und schleppte seine Mutter ins Kühlhaus. Damit er und seine Schwester in kein Heim mussten, versuchte er den Schein zu wahren. Er behauptete seine Mutter sei verreist um den kranken Großvater zu besuchen und führte ihren Job weiter. Er antwortete auf die e-Mails, der Rat suchenden. Meistens ging es um das Thema Liebe und Beziehungen. Jonas antworte, doch die Ratschläge unterschieden sich sehr im Gegensatz zu denen seiner Mutter und eine Person, war mit den Antworten gar nicht zufrieden. Heleen, ein 16 jähriges Mädchen.
Eines Tages stand Heleen vor Jonas Tür, oder besser gesagt vor dem Kühlhaus und sein Geheimnis flog auf...
Zu allem Überfluss war da auch noch Frau Ernestine, die ältere Nachbarin, die ihre Augen und Ohren überall hatte und Jonas beobachte...

Meinung

Im ersten Kapitel wird der Leser direkt angesprochen. Ein Junger steht auf einer Brücke und gibt eine kleine Einleitung, dazu wird noch in ein wenig Physikunterricht gegeben und in Kurzform gut und leicht erklärt, was es mit Schrödingers Katze auf sich hat.

Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten. Es lässt sich gut lesen und man kann sich schnell in die Geschichte einfinden.
Die Geschichte an sich ist sehr skurril. Manchmal auch traurig, verwirrend und verstörend. Wahrheit, Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit spielen eine große Rolle in der Geschichte.
Man kann sich so einige Handlungen nicht erklären oder in Jonas hineinversetzen. Man fragt sich ständig, warum er Dinge tut die er tut und was in seiner Gefühlswelt vor sich geht. Es ist ein auf und ab von Fragen.
Die Geschichte ist anders, gewöhnungsbedürftig und sie regt zum nachdenken und diskutieren an.

Fazit

Die Geschichte lässt sich aufgrund des Schreibstils und der Länge locker und leicht lesen, regt zu nachdenken und nachfragen an und bleibt im Gedächtnis
Sie zeigt Abgründe auf und behandelt Themen wie Familie, Liebe und Freundschaft und das auf eine sehr skurrile und verrückte Art und Weise.
Ein Buch das man vielleicht sogar im Schulunterricht gut diskutieren könnte und nicht unbedingt ein alltägliches Jugendbuch mit leichter Kost.
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am 30. März 2012
Dass es sich hier um ein besonderes Buch handelt merkt man schon an dem Titel "Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus". Worum kann es da inhaltlich gehen? Mich hat das Cover auf jeden Fall schon sehr neugierig gemacht.

Im ersten Kapitel wird der Leser gleich direkt angesprochen. Auch das ist außergewöhnlich. Wir werden mit einer Ausgangssituation konfrontiert, über die wir uns eigene Gedanken machen sollen. Und das gelingt auch. An einer Brücke steht ein Junge mit einer Rose und einem Brief in der Hand. Der Erzähler spekuliert mit dem Leser was denn der Junge dort an der Brücke macht. Was wohl in dem Brief steht, für wen diese Rose ist und auf welche Person er warten könnte. Außerdem erfahren wir in einem kleinen Grundkurs der Physik, der in knappen und einfachen Sätzen erzählt wird, was es mit Schrödinger auf sich hat.

Dann erst geht die eigentliche Handlung so richtig los. Wir erfahren von einem Jungen der ein ganz schön trauriges Zuhause hat. Als er dann eines Tages die Mutter tot auffindet, gibt es einiges zu tun. Der Vater lebt in der Irrenanstalt und muss besucht und getröstet werden. Die Leiche gehört sich versteckt und der Zeitungsjob der Mutter muss auch noch erledigt werden, damit nicht alles auffliegt. Und dann lernt er dieses Mädchen kennen und es droht doch noch alles ans Tageslicht zu kommen...

Man ist von der ersten Seite an von der Geschichte fasziniert. Der Satzbau und die Sprache ist sehr einfach gehalten. Das tut dem Lesevergnügen aber überhaupt keinen Abbruch, denn langweilig wird es garantiert nicht. Im Gegenteil, die wenigen Seiten lassen sich noch viel schneller dadurch lesen. Die Handlung selbst ist einzigartig und führt dem Leser richtig vor Augen, zu was ein Kind in seiner Verzweiflung alles fähig ist. Natürlich ist es teilweise schon recht drollig was Jonas alles tut, damit seine Welt wenigstens äußerlich in bester Ordnung bleibt, allerdings fühlt man mit dem jungen Kerl trotzdem richtig mit. Leider kann man an dieser Stelle nicht mehr über den Inhalt verraten, da die Geschichte sowiso schon recht kurz ist und ich niemandem das Lesevergnügen vorweg nehmen möchte.

Für mich war "Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus" anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings war ich schnell mitten im Geschehen und hatte das Buch innerhalb weniger Stunden zuende gelesen. Leider hat die Geschichte nur sehr wenige Seiten. Das hat aber dem Lesevergnügen überhaupt keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, am Ende hatte ich das Gefühl, endlich mal wieder eine Geschichte gelesen zu haben, die zum nachdenken anregt und sehr unterhaltsam war. Ich möchte das Jugendbuch wärmstens weiterempfehlen.
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