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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 16. Januar 2011
Ein junges Mädchen taumelt im nassen Morgengrauen vor ein Auto und stirbt. Was im ersten Momnet noch für einen Unfall durchgehen könnte, entpuppt sich kurz darauf als Mord.

Und mit ihrem Sturz reißt das Regenmädchen noch andere Personen mit.

Gabi Kreslehner lässt sich Zeit mit ihrem Plot, mit der Entfaltung der Charaktere. Der Mord ist nicht spektakulär, sondern lässt immer noch die Möglichkeit des unglücklichen Unfalls zu. Zwischen den Ereignissen im Hier und Jetzt lernen wir Marie kennen, wenigstens ein bisschen.....alles erzählt, durch den kursiv gedruckten Text wie eine Stimme aus dem Off erscheindend, von einer offenbar männlichen Person, welche nicht näher benannt ist. Und auch die Kommissarin, die mit diesem Fall betraut ist lernen wir sehr ausführlich kennen in ihrem Leben und Lieben. Warum? Diese Ausführlichkeit wird im letzten Drittel des Buches ihren Sinn erweisen. Da treffen sie alle aufeinander, die in diesem Fall verwoben sind. Die tote Marie wird Franzas Wege ziemlich nahe streifen........

Gabi Kreslehner bedient sich in ihrem Kriminalroman einerseits einer sehr poetischen Sprache, die man als Leser schon fast kurz vorm Kitsch bezeichnen kann und andererseits auch einer derben, deutlichen, erotisierten. Gut passt es trotzdem zueinander. Widersprüchlichkeiten im menschlichen Leben, vielschichtige Charaktere, Menschen die sich von Bezugsperson zu Bezugsperson anders geben und auftreten, von unterschiedlichen Menschen verschieden wahrgenommen und interpretiert werden.

Es ist eher ein leiser Kriminalroman, vielleicht mehr sogar ein Drama. Aber ein guter Debütroman für Erwachsene von Frau Kreslehner. Über eine Fortsetzung mit diesem Ermittlerteam würde ich mich freuen.
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am 24. Februar 2012
Hörbuchrezension

In den frühen Morgenstunden wird ein junges Mädchen auf der Autobahn von einem Auto erfasst und stirbt. Es könnte sich um einen tragischen Unfall handeln, wären da nicht die Blutspuren auf einem nahegelegenen Rastplatz.

Komissarin Franza Oberwieser und ihr Kollege Felix Herz werden zum Tatort gerufen und beginnen mit den Ermittlungen. Als die beiden schließlich durch ein veröffentlichtes Foto der Toten deren Identität feststellen und von den schwierigen Lebensumständen erfahren, zeichnet sich langsam ein mögliches Motiv ab. Schnell lassen sich die ersten Verdächtigen ausmachen...

Gabi Kreslehner hat einen sehr poetischen, melancholischen Krimi geschrieben. Die Hauptfigur Franza Oberwieser steckt selbst in einer Lebens- und Schaffenskrise. Ihre langjährige Ehe hat den einstigen Reiz verloren und auch die Tätigkeit im Morddezernat fällt immer schwerer. Die Affaire mit einem jüngeren Schauspieler verursacht ihr ein schlechtes Gewissen. Als dann auch noch ihr Sohn als möglicher Tatverdächtiger in Frage kommt, scheint ihre Welt komplett aus den Fugen zu geraten.

Die Stimme von Katja Riemann passt sehr gut zu den melancholischen Zügen des Buches. Allerdings sollte man das Buch mit voller Aufmerksamkeit hören. Die sanfte, leicht monotone Stimme verleitet leicht zum wegdösen...

Mein Fazit:

Ein recht gelungenes Debüt mit außergewöhnlich menschlichen Ermittlern. Die Krimihandlung war stimmig, wenn auch nicht besonders spannend. Ich würde einem weiteren Buch von Frau Kreslehner bestimmt eine Chance geben!
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am 7. April 2011
Nach einem ersten Leseeindruck hatte ich gehofft, dass die Autorin den Spannungsbogen bis zum Schluss halten kann. Das konnte sie leider nicht. Im Grunde genommen noch nichtmal bis zur Hälfte.

Aber der Reihe nach.

Auf der Autobahn wird die Leiche eines jungen Mädchen gefunden und nach eingehender Tatortuntersuchung steht schnell fest, dass die junge Frau auf dem nahegelegenen Rastplatz Opfer von Gewalt war. Franza und Felix die beiden Beamten gehen zunächst sehr routiniert an die Sache ran, aber recht bald kristallisiert sich heraus, dass der Fall beiden mehr zu schaffen macht als sie zunächst glauben. Franza, Ehefrau, Geliebte und Mutter hat mit den Männern in ihrem Leben wohl den einen oder anderen Kampf auszutragen (wobei sie bei mir übrigens sehr unsympathisch ankam) und Felix` Frau erwartet ihr viertes Kind (aber alles kein Problem, denn die Tochter aus betuchtem Haus wird auch weiterhin von den Eltern unterstützt). Die Identität der jungen Frau wird schnell festgestellt, die Ermittlungen in ihrem Umfeld weisen ein trauriges Bild auf. Marie war ein Missbrauchsopfer

Was ist in der Zwischenzeit mit dem Fahrer passiert, der meint Marie getötet zu haben? Komplett ausgerastet hält der seine Frau (die er betrogen hat) als Geisel.....eine völlig unnötige und die Geschichte nicht voranbringende Handlung die sich die Autorin hier hat einfallen lassen.

Zwischendurch habe ich mich gefragt ob ich jetzt eigentlich einen Krimi lese, nämlich die Aufklärung des Todes der jungen Frau, oder ob ich ein Buch über Franzas unausgegorenes Liebesleben lese. Gefühlt hat beides gleich viel Raum eingenommen. Und die deftigen Ausdrücke waren vollkommen fehl am Platz!

Von der poetischen Sprache die mich bei der Leseprobe so sehr begeistert hat, war ich zum Ende hin nur noch genervt. Die Sätze klangen nicht mehr poetisch sondern sehr angestrengt. Schade, das Buch hatte so vielversprechend angefangen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. Februar 2011
Als wenn es nicht schon schlimm genug wäre, dass ein junger Mensch zu Tode kommt. In diesem Roman ist das erst der Anfang, denn der Tod des Mädchens zündet zusätzlich noch eine Kettenreaktion, taucht tief in die menschliche Psyche ein und enthüllt so manchen Abgrund.

Ich glaube, es ist das erste Mal, dass ich eine Pressestimme zitiere, aber in diesem Fall finde ich es einfach absolut passend, und wahrscheinlich hätte ich es fast genauso beschrieben:
Zitat - »Ein spannender Krimi, der dank dunkler Geheimnisse, verhängnisvoller Affären und der liebenswert schroffen und gleichzeitig verletzlichen Ermittlerin bis zur letzten Seite fesselt.« --Freundin, 12.01.11 - Zitat Ende.

Der Schreibstil ist zugegebener Maßen sehr ungewöhnlich. Beinahe so eine Art Top oder Flop Entscheidung - entweder man mag es oder eben nicht. Aber selbst wenn man anfangs noch zweifeln sollte, lohnt es sich wirklich dran zu bleiben, denn hat man sich erstmal darauf eingelassen, wird sehr schnell deutlich, dass die Geschichte genau so erzählt werden musste. Ich weiß nicht genau, ob sich der Schreibstil der Geschichte, oder die Geschichte dem Schreibstil angepasst hat, jedenfalls ist eine gelungene Symbiose dabei herausgekommen.

Die Story besticht einerseits mit ihren leisen, nach innen gewendeten, recht poetischen Tönen; andererseits mit knappen und teilweise derberen Beschreibungen. Ein Auf und Ab, genau so, wie auch die Figuren dargestellt werden. Das Leben hat nun mal Ecken und Kanten - davon sind Kriminalisten nicht ausgeschlossen.
Franza kommt am Anfang wahrscheinlich bei vielen Lesern nicht wirklich gut weg, aber im Laufe der Geschichte werden auch ihre Beweggründe um einiges deutlicher. Das mag einem Gefallen oder nicht - authentisch ist es allemal.

Ein Sternchen muss ich aber dennoch abziehen, weil es an einigen wenigen Stellen doch etwas konstruiert wirkte. Oder besser ausgedrückt, weil mir vielleicht einer der psychischen Abgründe, einer zu viel war.
Obwohl wirklich alles zusammengehörte und auch alles schlüssig geendet hat, hatte ich ein bisschen den Eindruck, es wurde nachträglich noch etwas Dramaturgie eingebaut.
Außerdem haben mir Sätze wie: Wenn er, Ben, ... Als sie, Franza, ... Für ihn, Felix, ... nicht so gut gefallen, teilweise fand ich das sogar nervig.

Alles in allem aber ein sehr lesenswerter Krimi. Etwas Besonderes. Sicher auch gut geeignet für Leser, die normalerweise nicht zu einem Krimi greifen.
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am 15. Februar 2011
Kurze Inhaltsangabe:
Marie wird an einem regnerischen Tag in einem hübschen Abendkleid von einem unbekannten Mann auf der Autobahn überfahren. Mysteriös daran ist, dass Marie bereits vorher schwer verletzt war. Wusste Marie etwas, das sie nicht wissen sollte? Die beiden Ermittler Franza Oberwieser und Felix Herz versuchen den Fall zu lösen.

Meine Meinung zum Buch:
Die Autorin, Gabi Kreslehner, hat einen sehr weiblichen und emotionalen Schreibstil, der in vielen detaillierten Schilderungen, zB aus dem Privatleben der beiden Ermittler und in einem sehr emotionalen Erzählstil der Handlungen sichtbar wird. Mir hat diese Erzählweise für einen Krimi sehr gut gefallen; es kommen wenige blutige, brutale Szenen vor, sondern vielmehr Spekulationen, Emotionen und auch die Charaktere werden sehr gut und authentisch beschrieben, da sehr viel Platz für den privaten und familiären Hintergrund der einzelnen Personen gelassen wurde. Gefallen hat mir auch, dass keine starke oder übertriebene Trennung von positiven und negativen Eigenschaften der Charaktere vorgenommen wurde, sondern dass jede/r auch ihre/seine Laster hat. Für mich macht dies den Krimi besonders lebendig und realistisch. Spannend ist natürlich auch immer, wenn Familienmitglieder in das Verbrechen involviert sind.
Ein kleiner Kritikpunkt von mir ist, dass die Handlung recht schnell vorhersehbar geworden ist. Hier hätten noch ein paar Überraschungseffekte oder Wendungen eingebaut werden können.

Cover und Titel:
Das Cover ist bereits auf den ersten Blick sehr ansprechend, ein richtiger Hingucker und fällt auf! Auch der Titel passt gut zum Buch und hat mich in seiner einfachen, aber aussagekräftigen Weise angesprochen.

Mein Fazit:
Das Ende des Buches lässt auf alle Fälle die Möglichkeit offen, dass noch weitere Krimis vom Kommissaren-Duo Franza und Herz folgen könnten. Ich würde mich über einen zweiten Fall von ihnen freuen!
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am 19. Januar 2011
Das Genre des Kriminalromans mit immer neuen, überraschenden Fällen zu füttern ist nach mehr als hundert Jahren der verschiedensten Autoren und Sujets sicherlich kaum mehr möglich. So ist auch dieser Fall nicht unbedingt eine ganz neue Wendung und Überraschung im Krimi gegenwärtiger Tage, allerdings durchaus logisch aufgebaut (trotz einiger doch sehr konstruiert wirkender Verflechtungen im Buch) und spannend genug, sich Seite für Seit der Auflösung am Ende des Buches zu nähern. Wobei, für den, der aufmerksam liest, der Täter letztlich keine Überraschung darstellen wird, durchaus aber das ein oder andere Motiv nicht unbedingt vordergründig mitschwingt.

Eine junge Frau, ein Mädchen fast noch, stirbt auf der Autobahn. Schnell stellt sich für die ermittelnden Beamten, Oberkommissarin Franza und Oberkommissar Herz, heraus, dass hier kein Unfall vorliegt, Spuren auf der nahegelegenen Raststätte und eine Zeugenbeobachtung weisen eindeutig darauf hin, dass ein unbekannter Fahrer in einem unbekannten Kfz beteiligt war, wenn auch der Unfallfahrer selbst nur durch Zufall in diese dramatische Situation mit hineingeriet. Mühsam sind die Wege der ersten Recherchen, bis überhaupt klar wird, wer die Tote ist. Auch das dann mitteilsame Umfeld im Form der Mutter, Freundinnen, einer Sozialarbeitern lassen die Ermittler zunächst vielfach im Dunkeln tappen. Die einzige Spur ist die allseits genante Verliebtheit des Mädchen in einen großen Unbekannten. Wäre hier der Täter zu finden?

Zeitgleich wird der Leser in einen zweiten Handlungsstrang, auch im Druckstil kursiv gesetzt, eingeführt. Ben liebt Marie, mit tiefer, kaum auszuhaltender Sehnsucht, doch immer wieder entzieht sich Marie ein Stück. Ist Marie die Tote? Ist Ben der Täter? Immerhin ist der Leser den Ermittlern durch die Parallelgeschichte um einiges voraus und ahnt bald, dass Ben und Marie zumindest eng mit dem Tötungsdelikt auf der Autobahn zu tun haben werden.

Was das Debüt der Autorin im Blick auf Bücher für Erwachsene anders sein lässt und durchaus aus dem Rahmen üblicher Kriminalromane nimmt, ist zum einen die sprachliche Fertigkeit und Form der Autorin, zum anderen die Charakterisierung der Protagonisten. Sprachlich bilderreich, assoziativ, Gedankenschnipseln folgend, kaum mit ausgefeilten Sätzen, eher in poetischer den nüchternen Sprache stellt sich nach anfänglichem Befremden doch ein andersartiger, mitnehmender Lesefluss ein, der die eigenen Assoziationen stark freisetzt und mit der direkten und klaren Sprache verbunden wirklich mit in die Geschichte hinein zu nehmen versteht.

Eine Geschichte, die zudem geprägt wird von Protagonisten, die durch die Bank mehrschichtig angelegt sind. Sie es der zum vierten Mal Vater werdende Oberkommissar Herz, der sich pflichtschuldig freut, im Stillen sich aber durchaus von seiner Frau wie ein Zuchtbulle behandelt fühlt, denn wirklich etwas zu sagen hat er nicht bei der Familienplanung. Sei es Oberkomissarin Franza, verheiratet, voll motiviert bei ihren Fällen, die innerlich allerdings eine hohe Energie aufbringen muss, um sich ihrer Arbeit immer wieder neu zuwenden zu können, die eine Sehnsucht nach dem Meer und der Freiheit in sich trägt, die sie in heimlichen Stelldicheins mit dem Kunstschaffenden Port auslebt, intensiv auslebt, natürlich ohne Wissen ihres Mannes. Sei es das Opfer selbst, dass im Leben nicht so unschuldig und zerbrechlich lebte, wie sie als tote wirkt, sondern durchaus für Geld so einiges bereit war, zu tun. Sei es allein schon der Unglücksfahrer, der nun sein Alibi zusammenbrechen sieht. Seine Frau wird nun merken, dass er nicht auf Geschäftsreise war, sondern eher bei seiner Geliebten im Nachbarort.

Helden, ungebrochene Sympathieträger findet man somit nicht in diesem Buch, wohl aber eine düstere Atmosphäre, Menschen mit Brüchen und dennoch dem Versuch, ihren Weg zu finden und zu gehen, leidenschaftliche Obsessionen. Und das in einer ganz anderen, ungewohnten sprachlichen Form. Sicher hier und da ein wenig überkonstruiert, dennoch aber lesenswert.
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am 4. April 2011
Habe mich von den zahlreichen positiven Bewertungen blenden lassen. Mitlerweile zweifle ich schon, ob es sich nicht in Wahrheit um eine von der Autorin selbst bezahlte Buchveröffentlichung handelt...? Macht Ullstein so etwas?

Ich bin unschlüssig. Normalerweise warte ich mit einer Rezension, bis ich ein Buch zu Ende gelesen habe. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich das Buch weiter lesen möchte. Ich mag unterschiedliche Schreibstile, und der knappe, schwer zu beschreibende Stil der Nordlichter, also Skandinavier gefällt mir recht gut, vor allem Karin Fossum und Asa Larsson haben einen markanten unverwechselbaren Stil.
Bei Kreslehner habe ich den Eindruck, dass sie unbedingt auch so schreiben möchte wie Skandinavier. Das ganze wirkt bei ihr aber nicht natürlich und anmutig sondern aufgesetzt und es nerft teilweise sogar. Schon auf der ersten Seite dachte ich mehrfach verärgert: im Laden hätte ich dieses Buch nie gekauft. Ich hätte die erste Seite aufgeschlagen und das Buch sofort weg gelegt. Im Buch werden simpel gestrickte Sätze benutzt. Kurze Sätze brauchen eine prägnante Wortwahl ohne viel Gewese. Bei Kreslehner sind die einzelnen Satzbausteine so chaotisch angeordnet, zerstückelt, möchte man sagen, als sei es aus einer fremden Sprache von einem Studenten ins Deutsche übersetzt worden, dessen Muttersprache ebenfalls nicht deutsch ist. Grammatikalisch sind Verlage heute anscheinend nicht mehr so anspruchsvoll wie noch vor zehn, zwanzig Jahren, so kommt es, dass teilweise englische Grammatik unreflektiert ins Deutsche übernommen wird. Aber als Einheimischer sollte man die Grammatik seiner Muttersprache beherrschen und keine Dreher im Satz produzieren, die den Satz in zwei Richtungen auseinanderreißen. So sollte zb. Subjekt im Verhältnis zum Prädikat vor wie nach dem Komma an derselben Stelle stehen. Sonst gerät das Lesen ins Stocken, die Sprachmelodie leidet.
Vor allem sollte simple Grammatik mit kurzen Sätzen nicht durch Pathos und bildgewaltige Metpahern überladen werden, die dann noch nicht einmal zum Thema oder zur Stimmung passen. An einem blutigen Unfall mit Todesfolge ist nichts romantisches, und einen grausamen Tod durch blumig rührige Worte zu übertünchen, die eher in eine Liebesszene passen, ist einfach daneben gegriffen. Gewollt und nicht gekonnt. Das ist der Eindruck, der sich mir dann aufdrängt.
Dann schildert die Autorin mit wiederkehrender Wortwahl das Innenleben einer Figur, so dass durch die Wortwiederholung ein unverwechselbarer Charakter entsteht. Oder besser: entstehen könnte. Wenn nicht plötzlich eine andere Person eben jene Worte ausspricht. Es mag ja vorkommen, dass zwei fremde Menschen über einen Vorfall ähnlich denken. Oder dass der eine denkt, und der andere ausspricht, was der erste denkt. Aber mit exakt der gleichen Wortwahl?!?! Das ist Schlampig! Dadurch wird die Eigenheit der Figuren völlig zerstört. Das ist, als würde sich sämtliche Figuren jedesmal wenn sie im Buch vorkommen eine Zigarette anzünden, oder sich durchs Haar fahren, wenn sie nervös werden. Oder als würden sämtliche Figuren eines Romans stereotyp "Oh Gott!", rufen, wenn sie sich wundern oder ärgern.
Dann diese unsinnige Kapiteleinteilung! Das erste Kapitel umfasst sage und schreibe eine komplette Seite. Das vierte Kapitel nur einen Satz. Das mag - gekonnt eingesetzt - ein stilistischer Kunstgriff sein, aber hier macht es keinen Sinn und stört nur. Man hat den Eindruck, die Autorin weiß nicht, was sie tut.
Das Lesen gerät immer wieder ins Stocken und die Spannung wird mit jedem Satz neu auf die Probe gestellt. Es liest sich nicht wie aus einem Guss geschrieben, und dann wiederum doch so, als seien die Sätze unüberlegt und überhastet niedergeschrieben und nicht gegen gelesen worden. Das Tempo wechselt spontan und ohne ersichtlichen Grund.

Der hier erwähnte "Spannende Plot" und "wunderschöne Schreibstil" konnte ich nicht nachvollziehen. Definitiv das letzte Buch der Autorin, das ich lesen werde.
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am 4. Februar 2012
Der Klappentext klang recht spannend, ich wurde jedoch herb enttäuscht. Unglaubwürdige story, diffuse Charaktere, sehr bemühte Sprachbilder und teilweise eine recht ordinäre Sprache. Gegen letzteres ist ja grundsätzlich nichts einzuwenden - hier klingt sie jedoch ausgesprochen bemüht, als hätte die Autorin mit allen Mitteln versucht, cool zu sein.
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am 25. Januar 2015
Der erste Franza-Oberwieser- Roman „Das Regenmädchen“ von Gabi Kreslehner handelt von dem tragischen Mord an der jungen Marie, die eines Morgens im Ballkleid am Rand einer Autobahn auftaucht, um schließlich von einem herannahenden Auto erfasst zu werden. Was zunächst als Unfall erscheint, erweist sich schnell als Mord und führt die ermittelnden Kripobeamten Franza Oberwieser und Felix Herz zu einem Geflecht aus Lügen, Missbrauch und Prostitution.

Dieses Buch zeigt, dass man sich beim Buchkauf nicht zu sehr von einem Buchcover beeinflussen lassen sollte. Denn obwohl das Cover dieses Romans sehr ansprechend gestaltet ist und auch der Klappentext mein Interesse geweckt hat, konnte mich dieser Krimi nicht überzeugen.
Leider kann ich nicht viel Positives über diesen Roman schreiben, da ich mehr von diesem erwartet hätte. Dabei hat mich vor allem der Erzählstil in diesem Romans sehr gestört. Dieser hat mir überhaupt nicht gefallen, wobei es mir schwer fällt, diesen zu beschreiben. Als poetisch wird er in einigen Rezensionen dieses Krimis bezeichnet, dem kann ich nur bedingt zustimmen. Es scheint als könnte die Autorin sich selbst nicht entscheiden, eine zum Teil etwas schräge und/oder vulgäre Ausdrucksweise ist die Folge.
Meiner Meinung nach nimmt außerdem das Privatleben der Kommissarin Franza Oberwieser einen zu großen Teil in diesem Roman ein, was mir diese Person nicht sympathischer macht. Weshalb zusätzlich ihr Sohn in die Handlung verwickelt werde musste, ist mir schleierhaft.
Letztlich war ich froh, dass dieses Buch mit 300 Seiten verhältnismäßig dünn ist, andernfalls hätte ich es möglicherweise nicht bis zu Ende gelesen. Merkwürdigerweise war in diesem Roman dennoch Platz für eine schwer nachvollziehbare Nebenhandlung um den Fahrer des Wagens, der Marie anfangs angefahren hatte. Alle Personen in diesem Roman wirken klischeehaft und wenig glaubwürdig, weshalb dem Leser der Mörder bereits sehr früh offenbart wird.
Auch muss ich sagen, dass mir dieser Roman nicht lange im Gedächtnis geblieben ist, denn jetzt nur einen Monat nach der Lektüre dieses Krimis fällt es mir bereits schwer, mich an einige Passagen zu erinnern. Zum Glück habe ich mir dieses Buch nur als preisreduziertes Mängelexemplar gekauft, andernfalls wäre ich jetzt womöglich enttäuschter. Es wäre zudem sinnvoll gewesen, vor dem Kauf dieses Krimis die Leseprobe zu lesen, da diese bereits einen guten Eindruck von dem Erzählstil dieses Romans vermittelt.

Abschließend kann ich sagen, dass sich jeder selbst ein Bild von diesem Roman machen sollte, vor allem da die Meinungen über Gabi Kreslehner Schreibstil doch sehr auseinanderzugehen scheinen. Ich denke jedoch nicht, dass ich in Zukunft weitere Franza-Oberwieser-Krimis lesen werde.
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am 27. August 2011
Ich habe das Hörbuch von "Das Regenmädchen" gehört und gleich das erste, was mir nach etwas 5-10 Minuten aufgefallen ist, war die Tatsache, dass ich mir wohl kein Hörbuch mehr kaufen werde, das Katja Riemann liest. Ihre Stimme hatte für mich in jedem Satz ein "gnäckgnäckgnäck"-Unterton und das war irgendwann nur noch nervig. Dass ich weiter am Ball geblieben bin und das Hörbuch zu Ende gehört habe, war eigentlich nur der Story zu verdanken.

Die war jedoch für mich in großen Teilen sehr hieroglypisch und unverständlich. Ganz ehrlich - ich weiß nicht wirklich, in welcher Stadt das Buch spielt. Vielleicht ist es irrelevant, vielleicht habe ich es am Anfang überhört, vielleicht hätte man es durch die Andeutungen wie z.B. das Theater oder die Erwähnung von Hotelnamen erraten können.... aber es ist immer nur von "der Stadt" die Rede, was mich am Ende schier in den Wahnsinn getrieben hat. Denn wenn Marie nun nach Berlin fahren will und ihr Freund auch mit ihr mitkommen würde - wie weit ist das denn eigentlich? (Dass es im Süden spielt ist wegen der Donau schon klar, aber ich hätte gerne irgendwie mehr Identifikationsmöglichkeiten gehabt).

Vom Überfliegen der CD-Hülle war ich eigentlich der Meinung, die Hauptermittlerin heißt Franka, was mir deutlich sympatischer gewesen wäre, denn Riemanns "FRANZA" ging mir auch erheblich auf den Senkel. Aber das war dann wohl auch nur noch ein Tropfen ins Fass, der selbiges fast zum Überlaufen gebracht hätte, weil es eben die Riemann ist, die da so nervig liest.

Inhaltlich fand ich auch sehr schnell zum Täter und das Stochern der Ermittler im Nebel war manchmal doch schwer zu ertragen. Was dann aber gar nicht mehr ging, war für mich das Ende.... Sowohl die literarische Vorlage als auch die Hörbuch-Umsetzung, sprich: Sollte das Buch wirklich so abrupt enden wie das Hörbuch, bin ich froh, es nicht gelesen zu haben. Sollte das Buch am Ende wirklich so viel Tam-Tam im Drum-Herum der Aufklärung des Falls haben und sonst keine weitere Handlung mehr (die hier der Kürzung zum Opfer gefallen ist), wäre das Ende hierzu noch unpassender.

Zwischendurch dachte ich oft: Was will sie mir denn jetzt damit sagen? Denn viele Themen und Anspielungen, vor allem aus dem privaten Umfeld von Franza, waren irgendwie so getrennt vom Buch und ohne wirklichen Belang im Hörbuch, dass sie auch getrost hätten weggelassen werden können (vielleicht zu Gunsten von etwas anderem, das wichtiger gewesen wäre). Hier habe ich zum Beispiel den "Schwank" um die Kaffeemaschine im Büro von Felix und Franza im Kopf, bei deren Erläuterung Franza unfreiwillig Privates preisgibt - ohne das zu müssen, denn warum sie hier so weitgehende Details an ihren Kollegen weitergibt, erschließt sich nicht.

Gabi Kreslehners Vorlage ist aber (bis auf das Ende) immer sehr unaufgeregt und kommt eher mit subtiler Angst einher. Jedoch erschien mir hier auch einiges nicht ganz logisch, denn es gab für mich (als Polizei-Laien) doch genügend Hinweise, warum vielleicht doch besser Franza die Ermittlungsleitung hätte abgeben sollen bzw. müssen.

Alles in allem habe ich aber ganz spannende Stunden mit dem Hörbuch verbracht, ich werde es wohl nicht zwingend weiterempfehlen, aber weitergeben (wenn denn die CDs schon mal im Haus sind...). Ich hatte den Eindruck, dass hier ein relativ gutes Buch nicht ganz so gut umgesetzt wurde und würde es dementsprechend als "nice to have" (aber eben kein must-have) klassifizieren.
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